Autor Thema: FTA in Gießen wurde als Hochschule akkreditiert  (Gelesen 30508 mal)

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Fritz!

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Re: FTA in Gießen wurde als Hochschule akkreditiert
« Antwort #60 am: 22 Juli 2008, 12:51:42 »

Natürlich kann ich kleiner dummer nicht Student, nicht Akademiker hier in dieser hoch erhabenen runde, mit Fritz, ja nicht mitsprechen da mir die "Wissenschaftlichkeit" leider nicht gegeben ist - ich bin ungebildet... und doch wage ich zu sagen - das die FTA einen Fehler begeht den sie nicht mehr gut machen kann... außer durch ein klares eindeutiges Bekenntnis was keine Zweifel zulässt und keinen Raum für die Welt (ich Hoffe nicht das ich das einem Christen erklären muss was ich mit "Welt" meinte?) !

*Seufz*

Wo bitte habe ich irgendjemanden als dumm, ungebildet oder sonstwas bezeichnet? Ich denke, dass wir hier alle gleich mündig sind, sowohl geistig als auch geistlich... Lege mir mitte keine Aussagen in den Mund, die ich nicht gemacht habe!

Im Übrigen möchte ich mich hier von den Freundesbriefen der FTA distanzieren, da ich sie nicht teile. Diese Bezeichnungen und Vorwürfe der Verantwortlichen teile ich nicht. Ich kenne auch diejenigen nicht, die gerade im letzten Brief schwer angefahren worden sind.

Ich möchte einmal zusammenfassen: Dass die FTA nach (Hochschul-) Anerkennung strebt, kann man als faulen Kompromis sehen, mit den Konsequenzen, die Ihr befürchtet - soweit gehe ich mit. Allerdings sehe ich persönlich eine Chance: Die liberale Haltung der Universitäten verliert ihre Monopolstellung, denn Absolventen der FTA haben jetzt die Möglichkeit, dort zu promovieren und IHREN Standpunkt und die Sicht der Bibel zu vertreten. Es wird ein Gegengewicht geben, ohne zu behaupten, dass wir bibeltreue Christen Dümmlinge sind, die keine Ahnung von Theologie haben. Das würde solange behauptet werden, bis die Leistungen der FTA als wissenschaftlich Einrichtung anerkannt werden - OBWOHL eben keine Abstriche macht wurden im Handeln und Lehren durch den biblischen Glauben an Jesus Christus, wie ihn die ersten Christen auch hatten: Wahrheit der Bibel, dem Wort Gottes, das Jesus selber ist wie er auch Gott ist, Gottes Führung durch den Heiligen Geist und die Liebe zu den Geschwistern.

Ich sehe persönlich eher die Möglichkeit, dass es andersherum passieren wird: nicht die Liberalen kommen an die FTA, um sie zu unterwandern, sondern umgekehrt ;) Ist doch viel besser.

Fritz!

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Re: FTA in Gießen wurde als Hochschule akkreditiert
« Antwort #61 am: 22 Juli 2008, 12:56:26 »
Und: Wir alle (hier im Forum, an der FTA und in der übrigen Welt) haben doch das selbe Ziel: Geistlich so zu wachsen, dass wir dem Herrn immer ähnlicher werden, damit wir Ihm entgegen schauen können, ohne Makel, dass Er ENDLICH wiederkommt und Er uns aufnimmt in Seine HERRLICHKEIT.

Also: Wenn das Ende kommt, lasst uns auf Zeichen wie Teuerungen, Hungersnöte, Erdbeben, falsche Christusse usw. schauen, nicht auf die FTA!!!
Aber lasst uns nicht nur auf die Zeichen achten, sondern auf unsere Liebe zu Christus, dass sie stärker werde in der Nachfolge, weil ER GOTT IST und uns errettet hat.

Wie schon gesagt wurde: MARANA THA!!!

Punkt, Ende :)

Ted

  • Gast
Re: FTA in Gießen wurde als Hochschule akkreditiert
« Antwort #62 am: 22 Juli 2008, 19:54:40 »
Ich sehe persönlich eher die Möglichkeit, dass es andersherum passieren wird: nicht die Liberalen kommen an die FTA, um sie zu unterwandern, sondern umgekehrt ;) Ist doch viel besser.

Ich glaube gemäss der Prophezeiungen der Bibel über die letzte Zeit nicht, dass Christen die Welt unterwandern und verbessern, sondern vielmehr als kleine Herde vor den Wölfen auf der Flucht ist.

...Also: Wenn das Ende kommt, lasst uns auf Zeichen wie Teuerungen, Hungersnöte, Erdbeben, falsche Christusse usw. schauen, nicht auf die FTA!!!
Aber lasst uns nicht nur auf die Zeichen achten, sondern auf unsere Liebe zu Christus, dass sie stärker werde in der Nachfolge, weil ER GOTT IST und uns errettet hat.

Ja, aber genau das tun wir doch. Und daher betrachten wir diese Entwicklung auch so kritisch. Falsche Brüder, die sich nebeneinschleichen wollen, Wölfe, die in Schafskleidern kommen. Auf die achten wir, und wir warnen vor ihnen. Natürlich werden, wie in den Zeiten Noahs, sich nur sehr wenige warnen lassen. Denn sie werden sich Lehrer aufladen, wonach ihnen die Ohren jücken. Sie werden die Lüge mehr lieben als die Wahrheit.

Nur Einer kann diesem Treiben ein Ende bereiten, und Er wird es, daher sehr wohl
Maranatha!



Fritz!

  • Gast
Re: FTA in Gießen wurde als Hochschule akkreditiert
« Antwort #63 am: 23 Juli 2008, 12:34:24 »
Ich glaube gemäss der Prophezeiungen der Bibel über die letzte Zeit nicht, dass Christen die Welt unterwandern und verbessern, sondern vielmehr als kleine Herde vor den Wölfen auf der Flucht ist.

Das glaube ich auch. Darüber wird es hier wohl auch keine zwei Meinungen geben. Was ich hier meine (und ich habe das Gefühl, dass man sich hier GANZ GENAU ausdrücken muss, um nicht missverstanden zu werden):
Ich gehe nicht davon aus, dass das Ruder herumgerissen werden kann, davon zeugt die Bibel, richtig. Aber es haben doch wenigstens noch die Studenten an den Fakultäten die Chance, die Wahrheit kennenzulernen. Mission kann auch auf dem Campus, ja sogar dort, wo "Theologie" gelehrt wird, stattfinden.

Stell Dir doch bitte dieses Szenario vor: Die Absolventen der FTA hätten die Möglichkeit, an den oben genannten Orten die Wahrheit zu verkündigen. Dann erklimmen Arbeiter des Antichristen (je nach LEhre, ob man nun VOR oder WÄHREND oder NACH der Trübsalszeit entrückt wird) die Stühle dort und beginnen eine Verfolgung. Die nun bibeltreuen Dozenten werden in die Gefängnisse gepackt und / oder gleich getötet, weil sie am HErrn JEsus Christus und an der Bibel festhalten. Dann sehen doch die Studenten, dass wir für unseren Glauben und für das, was wir gelehrt haben, leiden müssen, es gerne tun und dann fragen sie sich, was denn nun am Glauben, wie wir ihn vorgelebt haben, dran ist. Diese Dinge haben sich so auch früher zugetragen. Beispiele in der Vergangenheit gibt es genug.

Aber soll ich Euch mal WAS sagen: Eigentlich ist mir diese Akkreditierungsgeschichte auch ein wenig egal. Ich bin mir doch nicht einmal sicher, ob die Wiederkunft noch so lange dauern wird. So oder so: Wenn wir alle MIT dem Herrn gehen und liebend nachfolgen, so wie es die Bibel sagt, ist es ganz gleich, wo wir arbeiten werden. Denn wir werden alle bei ihm sein, Du, die anderen User hier, ich, alle.

;)

arne

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Re: FTA in Gießen wurde als Hochschule akkreditiert
« Antwort #64 am: 23 Juli 2008, 18:35:23 »
Lieber Fritz,

bitte Verzeih, wenn das was ich im Bezug auf "ich bin ja nur ein Dummer..." so rüber gekommen ist, als würde ich dir es in deinen Mund legen wollen - es ist nicht so gemeint ! Es entspricht nur meiner Praktischen Erfahrung das es nur sehr wenige Akademiker (du bist ja noch keiner ;) ) gibt die es nicht denken würden ;), natürlich gibt es ausnahmen !
Es ist jedenfalls ein Trost zu Wissen das Jesus Christus bald wiederkommt, und auf IHN sollen wir hören !

LG

@ Allgemein,

wenn die Absichten der FTA so sein sollten wie es im Positiven dargestellt wurde, was ja im gewissen sinne ja schon erfreulich wäre (anderen UNI Theologen von Jesus Christus und SEinem Evangelium zu Berichten), doch bleibt für mich noch die Frage warum sie die Geschwister, die mit drängenden Fragen an sie herangetreten sind und ihr Anliegen ausgebreitet haben, (Wobei man sagen muss sind ihre Anliegen berechtigter Natur...) letztlich nur mit schimpf und Schande abgefertigt wurden ?

Warum gehen sie so heftig gegen diese Geschwister vor, wenn es doch ihr Anliegen ist dem Wort Gottes Treu zu bleiben ?

Ist es nicht vielmehr so, das sie von ihrem vorhaben nicht abrücken wollen, endlich die erste FTA in Deutschland mit Bachelor und Master zu sein, was sie ja nicht weniger kostet als den Forderungen dieses Wissenschaftsrates gerecht zu werden ?

Diese Leute haben dann ihren Fuß in der Tür, oder anders gesagt... die FTA lässt sich einen Nasenring verpassen... (findet man in der Landwirtschaft)

Das vormals klare und deutliche Wort, in ihrem Bekenntnis muss jetzt einem BLA, Bla, Bla der genehmigten Version des Wissenschaftsrates weichen ?

Dann wäre noch der Gedanke, wie lange meinst du würden sie (Diese Wissenschaftlichen Experten) einen Gläubigen Christen dulden, wenn nicht mal eine Bibeltreue Schule Geschwister duldet die sie auf tatsächliche Gefahren aufmerksam macht ?
« Letzte Änderung: 23 Juli 2008, 20:34:19 von arne »

Fritz!

  • Gast
Re: FTA in Gießen wurde als Hochschule akkreditiert
« Antwort #65 am: 24 Juli 2008, 08:55:22 »
Ein guter Einwand, Arne.

Ganz allgemein: Ich freue mich erst einmal, dass in diesem Forum die Schärfe gewichen ist. Nun macht das Diskutieren gleich viel mehr Spaß :)

Was diese Freundesbriefe betrifft, in denen die Geschwister hart angegangen worden sind: Wie ich sagte, distanzieren sich die meisten von uns (den Studenten und wohl auch Dozenten) davon. Ich VERMUTE, dass die Leitung der FTA ein wenig "genervt" von all diesen Anschuldigungen war, die auch schon hier erwähnt worden sind. Immerhin hat sie sich lange darum bemüht, die Türen für die Studenten aufzumachen, um Einfluss auf die deutsche Hochschullandschaft zu gewinnen [unabhängig davon, wie die Meinungen dazu nun auseinander gehen mögen].
Dennoch meine ich, dass man mit Kritikern anders umgehen kann. ABER: In den Plena, die wir jeden Tag haben, berichtete der Stadelmann von den Briefen, die eingegangen sind und war sehr traurig, dass die Geschwister an der Bibel- und Christustreue der Einrichtung zweifeln. Wenn ich das richtig sehe, liegt der einzige Fehler (aus der Sicht der Kritiker her gesprochen) bei dem Kompromis, den die FTA gemacht hat, NICHT ABER Am FESTHALTEN DER WAHRHEIT.
Deshalb war der Stadelmann wahrscheinlich so wütend. Das hätte er nicht sein brauchen, denn, wie Ihr richtig sagt - und ich ebenfalls - ist es schlecht, dass er die Geschwister so behandelt hat.

Viele sehen das bei uns auch so. Wenn sich der Sturm gelegt hat, würde er mit Sicherheit wieder anders darüber denken. Hoffentlich.

Was Du, Arne, zum Wissenschaftsrat sagst, sehe ich ähnlich. So hat er ja veranlasst, zu prüfen, dass das mit dem Bekenntnis weiterhin geprüft wird. Politiker aus Hessen hatten einen Dringlichkeitsantrag gestellt, um das Land Hessen zu warnen. Sie wollen, dass das, was der Rat zu prüfen auferlegt hat, auch durchgesetzt wird. Nach fünf Jahren wird es erneut geprüft. Und ich denke, dass die FTA dann durchfallen könnte, weil sie in dieser Zeit TROTZDEM NOCH BIBELTREUE GESCHWISTER als Dozenten berufen wird und TROTZDEM NOCH BIBELTREUE STUDENTEN aufnehmen wird, und keine Liberalen. Denn genau das versichert sie (zumindest intern).

Ja, richtig: Was sie intern will, sollte sie auch nach außen richten. Aber das wird so in aller Deutlichkeit wohl nicht geschehen, weil sie die Akkreditierung nicht verlieren will. Das ist der Fehler.

arne

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Re: FTA in Gießen wurde als Hochschule akkreditiert
« Antwort #66 am: 24 Juli 2008, 18:15:55 »
Hallo Fritz,

Zitat
Ja, richtig: Was sie intern will, sollte sie auch nach außen richten. Aber das wird so in aller Deutlichkeit wohl nicht geschehen, weil sie die Akkreditierung nicht verlieren will. Das ist der Fehler.

 ...haben wir einen Kompromiss der aufgrund von Vorteilen geschlossen wurden ist, mit einer Weltlichen Instanz, deren Gedankengebäude natürlich auch dem "Natürlichen Menschen" gemäß Handelt und denkt und das um das Etikett - Wissenschaftlich zu Tragen! (Was ihr Zeugnis unglaubwürdig macht - Augenwischerei kennen wir aus dem Evangelikalen Lager (Siehe Prof. Dr. Dr. Beyerhaus und Konsorten, sie kommen mit ähnlichen Sprüchen (!))

...wird, da es absehbar ist, auch die Deutlichkeit der Biblischen Lehre nachlassen, eben aus dem von dir genannten Gründen, eben nicht ihre Akkreditierung zu verlieren (!)


Fritz!

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Re: FTA in Gießen wurde als Hochschule akkreditiert
« Antwort #67 am: 24 Juli 2008, 20:07:31 »
Im Moment ist das halt noch nicht so. Und ich denke, dass sich das auch nicht so ganz schnell ändern wird. Wenn das geschehen sollte, wird es nicht alleine der Stadelmann sein, der das entscheiden wird. Die Dozenten und Studenten werden ihre Stimme erheben.

Bis das allerdings soweit ist, hoffe ich, dass wir weiterbeten und hoffen - dem Herrn zuliebe.

Offline Roland

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Re: FTA in Gießen wurde als Hochschule akkreditiert
« Antwort #68 am: 25 Juli 2008, 21:51:49 »
Hallo Fritz,

Zitat von: Du schreibst:
Im Übrigen möchte ich mich hier von den Freundesbriefen der FTA distanzieren, da ich sie nicht teile. Diese Bezeichnungen und Vorwürfe der Verantwortlichen teile ich nicht. Ich kenne auch diejenigen nicht, die gerade im letzten Brief schwer angefahren worden sind.
Ich freue mich über Dein klares Statement und Deine Distanzierung zu dem Inhalt des letzten Freundesbriefes. Da sicherlich nicht jeder Leser die FTA-Freundesbriefe bezieht, möchte ich die entsprechenden Passagen nachstehend veröffentlichen (damit sich die Diskussion nicht nur auf einzelne Zitate bezieht und die Leser die Möglichkeit haben, die zitierten Passagen im Zusammenhang zu lesen). Wegen der Vollständigkeit veröffentliche ich auch den Betanien-Newsletter (Herausgeber: Hans-Werner Deppe), auf den sich zum Teil die Aussagen Stadelmann's beziehen. Bedanken möchte ich mich bei eugen, der den Freundesbrief gescannt hat. Ebenso möchte ich mich für die freundliche Genehmigung von eugen bedanken, dass ich den Freundesbrief hier im Forum veröffentlichen darf:

Zitat von: Betanien-Newsletter 06/08
Welchen Weg geht die FTA? Bibeltreu und/oder wissenschaftlich?
Von Joachim Schmitsdorf

Am 8. Mai wurde die Freie Theologische Akademie in Gießen (FTA) nach langen Verhandlungen vom deutschen Wissenschaftsrat (WR) als Hochschule akkreditiert, zunächst vorläufig für fünf Jahre. Dies sei ihr gegönnt; denn dass sie eine Ausbildung auf hohem Niveau bietet, ist unbestritten. Liest man aber die Stellungnahme des WR zur Akkreditierung der FTA (StnWR), so fragt sich, was der Preis dafür ist.

1. Was ist “wissenschaftlich”?
Zuerst muss klar sein, was der WR unter “wissenschaftlich” versteht. Die StnWR ist zwar recht verklausuliert, aber ein Zitat aus dem Bewertungsbericht der Zentralen Evaluierungs- und Akkreditierungsagentur Hannover vom 26. Oktober 2004 (damals wurde die Akkreditierung der FTA abgelehnt) bringt es auf den Punkt:

“Hinsichtlich der gebotenen Wissenschaftlichkeit der Studiengänge sind die Gutachter zudem der Meinung, dass wegen der besonders rigiden Bekenntnisbindung an die Chicago-Erklärung, welche die gesamte theologische Ausbildung durchzieht, den Studienprogrammen ‘Evangelische Theologie’ Wissenschaftlichkeit nicht, bzw. nur unzureichend attestiert werden kann” (StnWR, S. 16, Fußnote 7).

Im Klartext: Wer bibeltreu ist, ist nicht “wissenschaftlich”. Insbesondere die Chicago-Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Schrift (CE) ist ein rotes Tuch für historisch-kritische Theologen. Genau die sitzen aber im WR — und ausgerechnet sie sollten eine bibeltreue Akademie als “wissenschaftlich” anerkennen? Die etablierte Hochschultheologie in Deutschland zeichnet sich durch ein Monopol der Bibelkritik aus, das jede bibeltreue Theologie massiv bekämpft. Eben deshalb scheiterte auch 2004 der Akkreditierungsantrag der FTA, und darum änderte sie 2007 ihre Glaubensgrundlage.

2. Was ist “bibeltreu”?
“Die FTA bekennt sich in ihrer Glaubensbasis zwar unverändert ‘zur göttlichen Inspiration der Heiligen Schrift, ihrer völligen Zuverlässigkeit und höchsten Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung’ und unterstreicht ihre Ehrfurcht vor und Liebe zur Bibel als Voraussetzung evangelikaler Theologie” (StnWR, S. 50).

Das mag beruhigend klingen – aber: “Ein unbedingtes Festhalten an der Irrtumsfreiheit der Heiligen Schrift, wie sie in der sog. Chicago-Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Bibel (siehe Anhang 3) behauptet ist, wird von der FTA inzwischen nicht mehr als exklusiver Maßstab der Schriftauslegung verstanden” (ebd.). Das ist kein Missverständnis; eine Fußnote hierzu verdeutlicht: “Die Abteilungsleiter der FTA haben dies in ihrer Stellungnahme vom 14. September 2007 zum Verhältnis von Wissenschaftlichkeit und Bekenntnisbindung zum Ausdruck gebracht” (ebd.). So stellt der WR denn auch klar: “Die FTA hat damit notwendige Voraussetzungen für ein wissenschaftliches Arbeiten und eine wissenschaftliche Auslegung der Bibel an der FTA geschaffen” (ebd.).

Nun ist die CE selbst nicht das Maß aller Dinge, aber sie bringt auf den Punkt, was die Bibel unter Inspiration und Unfehlbarkeit versteht. Die Frage ist somit nicht, ob sich das neue FTA-Bekenntnis ausdrücklich auf die CE bezieht, sondern ob es inhaltlich mit ihr übereinstimmt. Auf den ersten Blick sind die Unterschiede so gering, dass sie Nichttheologen kaum auffallen, doch hier ist es zu bedeutenden Akzentverschiebungen gekommen: Es wird nur noch gesagt, die Bibel sei “zuverlässig und ohne Irrtum das wahre Wort Gottes, das verlässliche Zeugnis seiner Offenbarung und das zu unserer Erlösung gegebene Heilswort” (Nr. 4, Punkt 1 [Gotteswort], Abs. 3). Ist die Bibel denn nun voll und ganz Gottes Wort, die reine Wahrheit ohne Irrtum? Oder irrt man sich lediglich nicht, wenn man sie allgemein für Gottes wahres Wort hält, ihr aber dennoch hier und da mögliche Irrtümer zugesteht? Weiter: der Ausdruck “das verlässliche Zeugnis seiner Offenbarung” ist verallgemeinernd, subjektiv — und falsch. Es ist ein bedeutender Unterschied, ob die Bibel bloß von Gottes Offenbarung berichten und dessen Wort nur enthalten würde (was wäre dann darin Gottes Wort und was nicht?), oder ob sie selbst Gottes offenbartes Wort ist, ohne Fehler oder Irrtum in allen ihren Aussagen. Das ist keine Erbsenzählerei; hier geht es um die Grundlagen des christlichen Glaubens. Haben wir dasselbe Bibelverständnis wie Christus selbst? Man kann nicht an Jesus glauben und zugleich meinen, er habe ein falsches Schriftverständnis gehabt.

3. Wer bestimmt künftig den Kurs der FTA?
Der WR verlangt noch mehr: “Die Akkreditierung ist an die Gewährleistung der Freiheit von Wissenschaft und Forschung gebunden” (StNWR, S. 11). Das heißt im Klartext: Entweder werden auch bibelkritische Theologen in den Lehrkörper der FTA aufgenommen, oder sie wird ihre Akkreditierung wieder verlieren. Weiter: “Professorenstellen müssen öffentlich ausgeschrieben werden; die wissenschaftliche Qualifikation und pädagogische Eignung der Bewerber müssen durch ein Berufungsverfahren nachgewiesen sein” (S. 12). Es dürfen also nicht einfach bibeltreue Dozenten an die FTA berufen werden; jeder habilitierte Theologe kann sich bewerben, und sollte er wegen bibelkritischer Lehren abgelehnt werden, dürfte das Ärger mit dem WR geben. So weit soll es aber gar nicht erst kommen: “Ergänzend zu dem neu eingeführten Berufungsverfahren muss sichergestellt werden, dass externe Hochschulprofessoren nicht nur fakultativ, sondern obligatorisch Mitglieder der Berufungskommission sind und über ein Stimmrecht in dieser verfügen” (ebd.). Der WR verpflichtet die FTA dadurch, Theologieprofessoren anderer — in Deutschland stets bibelkritischer! — Hochschulen als stimmberechtigte Mitglieder in die Berufungskommission aufzunehmen. Sollen also künftig Bibelkritiker die Zusammensetzung des Lehrkörpers der FTA und ihre Ausrichtung mitbestimmen?

Fazit
Die FTA nennt sich weiterhin “bibeltreu”; doch wie lange ist sie es noch? Es fragt sich, wann sie auch in Sachen Bibelkritik “wissenschaftliches” Niveau erreichen wird. Die Kirchengeschichte lehrt uns, dass so etwas sehr schnell gehen kann.

Links zu den Ressourcen (als pdf):
Stellungnahme des Wissenschaftsrates
Chicago-Erklärung

Nachstehend der Freundesbrief der FTA:








Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Roland

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Re: FTA in Gießen wurde als Hochschule akkreditiert
« Antwort #69 am: 25 Juli 2008, 22:38:02 »
Lieber Fritz,

Zitat von: Du schreibst weiter:
Allerdings sehe ich persönlich eine Chance: Die liberale Haltung der Universitäten verliert ihre Monopolstellung, denn Absolventen der FTA haben jetzt die Möglichkeit, dort zu promovieren und IHREN Standpunkt und die Sicht der Bibel zu vertreten. Es wird ein Gegengewicht geben, ohne zu behaupten, dass wir bibeltreue Christen Dümmlinge sind, die keine Ahnung von Theologie haben
Deinen Optimismus teile ich allerdings nicht, da die Bibel lehrt, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert. Aber was ist schlimm daran, wenn (nicht wiedergeborene) Theologie-Studenten uns für Dümmlinge halten, die keine Ahnung von Theologie haben. Das macht doch nichts. Wenn ein (nicht wiedergeborener) Theologe mir an den Kopf wirft, dass ich ein Sektierer bin - na und? Hier im Forum war mal ein esoterischer Katholik, der der Meinung war, dass ich in die Psychatrie eingewiesen müsse (und das "nur", weil ich erkannt habe, dass die Bibel das Wort GOTTES ist). Das macht doch nichts.
Mir würde allerdings nicht im Traum einfallen, alles daran zu setzen, dass mich ungläubige Theologen als "theologisch bewandert" ansehen.

Zitat von: Du schreibst:
Ich möchte einmal zusammenfassen: Dass die FTA nach (Hochschul-) Anerkennung strebt, kann man als faulen Kompromis sehen, mit den Konsequenzen, die Ihr befürchtet - soweit gehe ich mit.
Genau das ist mein Standpunkt. Wenn ich Ted und Arne richtig verstanden haben, teilen sie diese Auffassung.

Zitat
Aber soll ich Euch mal WAS sagen: Eigentlich ist mir diese Akkreditierungsgeschichte auch ein wenig egal. Ich bin mir doch nicht einmal sicher, ob die Wiederkunft noch so lange dauern wird. So oder so: Wenn wir alle MIT dem Herrn gehen und liebend nachfolgen, so wie es die Bibel sagt, ist es ganz gleich, wo wir arbeiten werden. Denn wir werden alle bei ihm sein, Du, die anderen User hier, ich, alle.
Ich freue mich über Dein klares Bekenntnis. Allerdings ist mir die Akkreditierungsgeschichte nicht ganz egal, denn die Bibel sagt, dass wir alle zu einem Leib gehören. Und wenn ein Glied leidet (die Geschwister, die die Akkreditierung kritisch betrachten), leiden alle Glieder mit. Dies betrifft auch die Brüder, die im letzten "Freundes"-Brief der FTA diskreditiert werden. Ich würde mich freuen, wenn Bruder Stadelmann seine Behauptungen noch einmal überdenken und sich bei den Brüdern entschuldigen würde.

Die Urchristen waren allerdings von einem ganz anderen "Schlag", als wir heute. GOTT sei Dank! Ich will jetzt einen kleinen Gedankensprung wagen: Die Schriftgelehrten waren spätestens zur Makkabäerzeit in "Synagogen" genannten Kollegien organisiert und gehörten in der nachfolgenden Zeit den Richtungen der Sadduzäer, Pharisäer und Essener an. Ihre Ausbildung umfasste Theologie, Jurisprudenz und Philosophie, bestand in Auswendiglernen und wurde nach späteren Quellen durch eine Ordination abgeschlossen (Mischna Sanh. I, 3a). Aufgaben der Schriftgelehrten waren Forschen, Lehren, Richten auf Grund der heiligen Schriften. Also man kann die Schriftgelehrten durchaus mit den heutigen Theologen vergleichen. Interessant ist, dass Paulus nicht zu den damaligen Theologen gegangen ist, um das Evangelium, das er verkündigen wollte, verifizieren zu lassen, sondern er ging zu Jakobus und Petrus. Petrus beispielsweise war alles andere als ein Theologe - er war Fischer. Interessant oder? Der theologisch hochgebildete Paulus ging nicht zu seinen (ehemaligen) Kollegen, sondern zu einem einfachen Fischer. Paulus sah offensichtlich nicht die Notwendigkeit, dass er von den Schriftgelehrten als Theologe anerkannt wurde.

Meinst Du nicht, dass Paulus ein Vorbild für uns und für die Verantwortlichen der FTA ist?

Shalom
Roland

Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Ted

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Re: FTA in Gießen wurde als Hochschule akkreditiert
« Antwort #70 am: 26 Juli 2008, 00:55:49 »
Lieber Roland,

danke für Deine detaillierten Postings der Schriften im vor-vorigen Beitrag. Ich habe bislang auszugsweise davon gehört, aber noch nicht im Wortlaut davon gelesen. Die Sprache der FTA ist erschreckend, das tut weh. Brüder wie Lothar oder Ulrich u.a. derart mit Verunglimpung zu belegen, zeigt mir deutlich, welcher Geist hier spricht. Ich weiss, dass die Brüder wissen, dass sie solcherlei Verleumdungen im Namen Jesu ertragen müssen, und das ist ihr Trost und ihre Stärke.

Nun frage ich, wo ist denn hier die Einheit im Geist, im Leib Christi. Eigentlich sehe ich hier seitens der FTA nur die angestrebte Gleichschaltung mit der Welt. Ist das "bibeltreu"? Wer widerspricht wird niedergebügelt. Doch Paulus spricht von "in Liebe und mit Geduld ermahnen" - solches kann ich den Schreiben der FTA nicht entnehmen. Ich meine, das zeigt schon klar, welcher Geist hier weht.

So sorry. Ich kann hier keine Liebe erkennen, keine fürsorgliche Liebe. Vielmehr: business as usual.

Ich rede hier nicht von Mitläufern (Studenten, Dozenten), sondern von den Drahtziehern, oder besser ausgedrückt, denen, die meinen, das zu sein.

Wer aber zieht am Draht? Jetzt und hier auf dieser Welt? In dieser Weltzeit? Hier gilt es nachzudenken, nachzuforschen im Wort Gottes! Das tut.

Gott sei Dank aber, hat der Herr Jesus Christus ALLE Macht im Himmel und auf Erden. Sein Reich komme!

Maranatha. Ja, Er kommt bald.

arne

  • Gast
Re: FTA in Gießen wurde als Hochschule akkreditiert
« Antwort #71 am: 26 Juli 2008, 11:28:29 »
Hallo,

hier kommen einige Gedanken zu Wort, die einer der Geschmähten Brüder einige Jahre zuvor mitteilte - hier von Ulrich S. eine Ausarbeitung (PDF 2 Seiten; 2002)

http://www.bibel-center.de/bibeltreue/Topic2002_06.pdf

« Letzte Änderung: 26 Juli 2008, 11:33:31 von arne »

Offline TJS

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Re: FTA in Gießen wurde als Hochschule akkreditiert
« Antwort #72 am: 26 Juli 2008, 15:40:30 »
Lieber Roland,

Projekte wie die FTA sind – gemessen an den Normen des Neuen Testaments – bereits vom Grundsatz her nicht wirklich bibeltreu, sondern Ausdruck fleischlicher Religiösität.
Die Akkreditierung und dadurch angestrebte staatliche Anerkennung ist doch lediglich ein zwingend logischer Schritt in die falsche Richtung.

Trotzdem freue ich mich sehr über Eure kritische Würdigung der gegenwärtigen Entwicklung und in diesem Zusammenhang ganz besonders über Deinen letzten Beitrag (s. oben)!

Es muss schon eine ganze Weile her sein, seitdem der Schriftgelehrte Prof. Dr. Helge Stadelmann und dessen habilitierte Dozenten-Crew von der Freien Theologischen Akademie, Gießen, das Neue Testament von innen betrachtet haben.
Oder sie lesen es zwar, interessieren sich jedoch nicht wirklich für die Gebote CHRISTI, in DESSEN Namen sie vorgeben zu handeln.

»Nehmt auf euch MEIN Joch und lernt von MIR [...]« (Matth. 11:29) gebietet JESUS CHRISTUS Seinen Jüngern.
Dabei genügt bereits eine gute Übersetzung, um zu erkennen, dass die beiden Verben für „nehmt auf“ und „lernt“ im Imperativ (= Befehlsform) stehen (griech. árate bzw. máthete – jeweils 2. Person Plural Imperativ Aorist Aktiv).

Besteht CHRISTI Joch etwa darin, Hochschulreife (Abitur, Matura) anzustreben, um anschließend 8 (in Worten: acht) Semester Theologie auf  „hohem wissenschaftlichen Niveau“ zu studieren oder darin, einen „Freundeskreis“ bei Laune zu halten, der einem dieses Studium finanziert?
Besteht CHRISTI Joch etwa darin, Anerkennung durch einen gottlos-weltlichen „Wissenschaftsrat“ anzustreben, um akademische Titel wie „Master in Biblical & Theological Studies“ für ein anschließendes Berufschristen-Leben incl. Rentenanspruch zu vergeben?

Muss man 8 Semester „wissenschaftliche Theologie“ studieren, um das Ein-mal-Eins des Evangeliums unseres HERRN und Meisters JESUS CHRISTUS zu verstehen, DER z.B. nicht nur abstrakt vom Aufnehmen SEINES Joches sondern auch darüber gesprochen hat, wie dies  u.a. konkret aussieht:

Zitat von: Johannes 15:18-19
Wenn die Welt euch hasst, so wisst, dass sie MICH vor euch gehasst hat. 
19 Wenn ihr von der Welt wärt, würde die Welt das Ihrige lieben; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ICH euch aus der Welt auserwählt habe, darum hasst euch die Welt.

Zitat von: Johannes 7:7
[...] MICH aber hasst sie (d.i. die Welt, Anm. TJS), weil ICH von ihr zeuge, dass ihre Werke böse sind.

Steht nicht geschrieben:
Zitat von: 1. Johannes 2:6
Wer da sagt, dass er in IHM bleibe, ist schuldig, selbst auch so zu wandeln, wie ER gewandelt hat. ?

War unser HERR und alleiniger Gebieter nicht der Sohn eines einfachen Zimmermannes, ohne höheren Bildungsabschluss und ohne Examen, das ER nach einem „wissenschaftlichen Theologiestudium“ vor Professoren und Doktoren irgendeiner „ehrwürdigen“ Einrichtung ablegte, ohne akademische Weihen und Titel sowie ohne Ambitionen, seinen sozialen Status je zu verändern?

Handelte, predigte, lehrte und tröstete CHRISTUS nicht im Gegensatz zur „Weisheit“ der Schriftgelehrten – und zwar in der Kraft und Vollmacht des Geistes GOTTES?!?

Steht nicht ferner geschrieben:
Zitat von: 1. Korinther 1:20-21
Wo ist der Weise? Wo der Schriftgelehrte? Wo der Schulstreiter dieses Zeitlaufs? Hat nicht GOTT die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? 
21 Denn weil ja in der Weisheit GOTTES die Welt durch die Weisheit GOTT nicht erkannte, so gefiel es GOTT wohl, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu erretten [...]
?

Und wiederum:
Zitat von: 1. Korinther 1:26-31
Denn seht eure Berufung, Brüder, dass es nicht viele Weise nach dem Fleische, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle sind; 
27 sondern das Törichte der Welt hat GOTT auserwählt, auf dass ER die Weisen zu Schanden mache; und das Schwache der Welt hat GOTT auserwählt, auf dass ER das Starke zu Schanden mache; 
28 und das Unedle der Welt und das Verachtete hat GOTT auserwählt, und das, was nicht ist, auf dass ER das, was ist, zunichte mache, 
29 damit sich vor GOTT kein Fleisch rühme. 
30 Aus IHM aber seid ihr in CHRISTUS JESUS, DER uns geworden ist Weisheit von GOTT und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung; 
31 auf dass, wie geschrieben steht: "Wer sich rühmt, der rühme sich des HERRN".

Und wenn die „Förderung der Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden“ nach spätestens 8 Semestern „wissenschaftlichen“ FTA-Theologiestudiums so aussieht, wie der Schriftgelehrte Prof. Dr. Helge Stadelmann mit seinen Kritikern verfährt:



dann muss einem Angst und Bange werden.

Schriftgelehrte wie Prof. Dr. Stadelmann sollten erst einmal selbst dem HERRN Jesus Christus nachfolgen, indem sie IHN ernst nehmen und SEINE Gebote befolgen!

Stattdessen spielen sich diese Leute als Lehrer der Unmündigen auf, schmücken sich mit akademischen Weihen, bieten ihre Bücher und Dienste gegen Bares feil, betteln in der Welt um Anerkennung und im fragwürdigen Morast der Evangelischen Allianz-Gemeinschaften um Geld für ihre fleischlich-religiösen Projekte.

»Ihr nennt MICH Lehrer und HERR, und ihr sagt recht, denn ICH bin es« (Joh. 13:13)

Prof. Dr. Stadelmann und Co. sollten endlich die Gebote unseres HERRN und alleinigen Gebieters JESUS CHRISTUS zu Herzen nehmen und dafür aufrichtig Buße tun, dass sie maßgeblichen Anteil daran haben, dass die neutestamentliche Lehre bis zur Unkenntlichkeit  entstellt wird – bibeltreu und wissenschaftlich, versteht sich!

Zitat von: Matthäus in 23:2ff.
Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf Moses' Stuhl gesetzt. 
3 Alles nun, was irgend sie euch sagen, tut und haltet; aber tut nicht nach ihren Werken, denn sie sagen es und tun's nicht. 
4 Sie binden aber schwere und schwer zu tragende Lasten und legen sie auf die Schultern der Menschen, aber sie wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen. 
5 Alle ihre Werke aber tun sie, um sich vor den Menschen sehen zu lassen; denn sie machen ihre Denkzettel breit und die Quasten groß. 
6 Sie lieben aber den ersten Platz bei den Gastmählern und die ersten Sitze in den Synagogen 
7 und die Begrüßungen auf den Märkten und von den Menschen Rabbi, Rabbi! genannt zu werden. 
8 Ihr aber, lasst ihr euch nicht Rabbi nennen; denn einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder
9 Ihr sollt auch nicht jemand auf der Erde euren Vater nennen; denn einer ist euer Vater, der in den Himmeln ist. 
10 Lasst euch auch nicht Meister nennen; denn einer ist euer Meister, der CHRISTUS
11 Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein.

Von welchem Zeitgeist die verantwortlichen, „bibeltreuen“ Berufs-Christen geleitet werden, zeigt schon das Grußwort des Rektors der FTA, Prof. Dr. Helge Stadelmann, auf der Homepage der Akademie. Dort heißt es wie folgt:

Zitat von: Prof. Dr. Helge Stadelmann
Herzlich willkommen auf der Homepage der Freien Theologischen Akademie

Wir freuen uns über Ihr Interesse am Ausbildungsangebot der Freien Theologischen Akademie.
Die FTA bietet Bewerbern mit Allgemeiner Hochschulreife ein achtsemestriges Theologiestudium auf hohem wissenschaftlichen Niveau an. Dabei wechseln Phasen der Theorie mit Phasen der Praxis ab. Die FTA vermittelt nicht nur fachliche Kompetenz, sondern fördert auch die Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden.
 
An der FTA lehren und forschen derzeit 21 Dozentinnen und Dozenten, davon 14 hauptamtlich. Hinzu kommen eine Reihe von international bekannten Gastwissenschaftlern aus Theorie und Praxis. Die Mitglieder des Kollegiums verfügen über internationale Erfahrung in Lehre und Forschung.

Unsere 140 Studentinnen und Studenten kommen aus verschiedenen evangelischen Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaftsverbänden. Das garantiert eine spannende Horizonterweiterung für das Theologiestudium.

Die Ausstattung unserer Lehrsäle und Seminarräume entspricht dem neuesten Stand der Technik. Der gesamte Campus ist mit W-LAN ausgestattet.

Das Abschlusszeugnis der FTA eröffnet unseren Absolventinnen und Absolventen vielfältige Berufsmöglichkeiten in Gemeinden, Mission oder Lehrdienst. Qualifizierte Studierende können zugleich den "M.A. in Biblical & Theological Studies" unserer Partnerhochschule (University of Gloucestershire) in England erlangen. Mehr als 600 Absolventinnen und Absolventen arbeiten heute in 42 Ländern der Welt.

Die FTA strebt nach Exzellenz, bietet Innovationen und ist geprägt von der Faszination und vom Engagement ihrer Dozenten und Studierenden. Sie ist der Ort für alle, die für Gott das Beste wollen - weil er es wert ist.

Es grüßt Sie

Prof. Dr. Helge Stadelmann
Rektor


Jedem, der CHRISTUS aufrichtig dienen möchte, sei von einem Studium an der FTA und ähnlichen Institutionen dringend abzuraten!

Wer allerdings von begabten und erfahrenen Brüdern lernen will, der orientiere sich ausschließlich an solchen, die dem HERRN Jesus Christus wirklich in Treue nachfolgen, indem sie SEINE Gebote ernst nehmen und befolgen!


Zitat von: Sören Kierkegaard
»Der Professor«

Laß uns die Mathematik nehmen. Es ist sehr möglich, daß ein berühmter
Mathematiker z.B. Märtyrer seiner Wissenschaft würde – deshalb
steht nichts im Wege, daß ich Professor in dem Fach werde, das
er vorgetragen hat. Denn hier ist die Lehre, die Wissenschaft das Wesentliche,
das persönliche Leben des Lehrers das Zufällige.

Aber ethisch-religiös, und besonders christlich, gibt es keine Lehre
in dem Sinne, daß sie das Wesentliche ist und die Person das Zufällige;
hier ist die Nachfolge das Wesentliche. Was für ein Unsinn dann,
daß jemand, anstatt Christus nachzufolgen oder den Aposteln oder zu
leiden, wie sie gelitten haben, daß jemand statt dessen Professor wird –
in welchem Fach? Ja, darin, daß Christus gekreuzigt wurde und die
Apostel gestäupt.

Es fehlte bloß, daß auf Golgatha ein Professor zugegen gewesen wäre,
der sich sogleich niedergelassen hätte als Professor – der Theologie?
Ja, da sehen wir, die Theologie war damals noch nicht aufgekommen,
deshalb wäre damals recht deutlich geworden: Sollte er Professor in
irgendeinem Fach werden, dann darin, daß Christus gekreuzigt war.
Also Professor werden darin, daß ein anderer totgeschlagen wird. Es
könnte ganz schnurrig sein, einen solchen Professor den ganzen Feldzug
mitmachen zu lassen. Er würde also zuerst Professor darin, daß
Christus gekreuzigt war. Nun begännen die Apostel. Da werden Petrus
und Jakobus vor den Hohen Rat gebracht, und darauf gestäupt –
sogleich wird das zu einem neuen Paragraphen, und der Professor wird
noch am selben Tag Professor darin, daß Petrus und Jakobus gestäupt
wurden. Der Hohe Rat verbietet darauf den Aposteln, Christus zu verkündigen.
Aber was tun die Apostel? Sie lassen sich nicht irremachen,
fahren mit dem Verkündigen fort, denn man muß Gott mehr fürchten
als die Menschen – und der Professor läßt sich auch nicht irremachen,
er wird Professor darin, daß Petrus und Jakobus, ungeachtet sie gestäupt
worden waren, sich doch nicht hindern ließen, die Wahrheit zu
verkündigen – denn ein Professor muß den neuen Paragraphen mehr
lieben als Gott und die Wahrheit. Der »Professor« kommt stets mit –
es ist ja auch das Stichwort für den Professor, daß er mitkommt, mit
der Zeit mitkommt, hingegen nicht, daß er nachkommt, Christo nachfolgt.
Angenommen, es hätte einen gleichzeitigen theologischen Professor
gegeben, damals, als die Theologie noch nicht aufgekommen
war, so hätte man die Apostelgeschichte durchgehen können und wäre
unterrichtet gewesen durch Achten auf das, worin er nun Professor
gewesen wäre.

Dann endete es damit, daß der Apostel gekreuzigt wurde – und der
Professor wurde Professor darin, daß der Apostel gekreuzigt wurde.
Darauf verschied der Professor mit einem stillen, ruhigen Tod.
Schau, das ist die Art, auf die man all dieser Wissenschaftlichkeit
ein Ende machen kann, wenn sie allzu wichtig und anspruchsvoll wird:
man bemächtigt sich des »Professors« und setzt ihn vor die Tür, bis
hier Einräumungen gemacht werden – und dann kann das ganze Bestehende
gern bestehen.

Im übrigen ist der »theologische Professor« ein Richtpunkt innerhalb
der Christenheit: im gleichen Maße, wie der »Professor« für das
Höchste gehalten wird, im gleichen Maße ist man im Christentum
am stärksten irregeführt; an der Art, wie man über »den Professor«
urteilt, kann man den Standort der Christenheit erkennen und das
Urteil über das Christentum.


Der »Professor« der Theologie

O fürchterliche Tiefe der Verwirrung, o fürchterliche, durch Beharrung
verhärtete Irreführung. Von Generation zu Generation diese Hunderte
und Aberhunderte von Professoren – in der Christenheit, also denn
doch wohl Christen, zumal sie ja Professoren der Theologie waren. Sie
haben Bücher geschrieben, und wiederum Bücher über die Bücher, und
Bücher, um Überschau zu halten – da gab es wieder Zeitschriften,
welche nur darüber schrieben, und die Buchdruckereien gediehen, und
viele viele Tausende fanden Nahrung … und das Leben keines einzigen
dieser Leihdiener ähnelte auch nur im entferntesten einer wahren
christlichen Existenz – ja, keinem einzigen von ihnen fiel es ein, das
Neue Testament zu nehmen, es geradezu und einfältig zu lesen und
sich selbst vor Gott die Frage vorzulegen: Ȁhnelt denn mein Leben
auf irgendeine, wenn auch noch so entfernte Weise dem Christi, so
daß ich mich einen Nachfolger nennen dürfte – ich, Professor der Theologie,
Ritter des Danebrog, geehrt und angesehen, mit festem Gehalt
und freier Dienstwohnung und Verfasser mehrerer gelehrter Schriften
über die drei Missionsreisen des Paulus –?«

Im Neuen Testament finden sich Stellen, aus denen man beweisen
kann, daß es seine Richtigkeit hat mit Bischöfen, Priestern, Diakonen
(wie wenig auch die heutigen der ursprünglichen Zeichnung ähneln),
aber man finde doch im Neuen Testament die Stelle, wo vom »Professor
der Theologie« die Rede ist! Weshalb muß man unwillkürlich lachen,
wenn man zu jener Stelle, daß Gott gesetzt hat etliche zu Propheten,
andere zu Aposteln, andere zu Vorstehern der Gemeinde –
weshalb muß man unwillkürlich lachen, falls hinzugefügt würde: etliche
zu Professoren der Theologie? Weshalb könnte da fast ebenso gut
stehen: Gott hat gesetzt etliche zu Kanzleiräten?

Der »Professor«, das ist eine spätere christliche Erfindung – ja eine
spätere christliche, denn sie wurde ungefähr zu der Zeit gemacht, da
das Christentum zurückzugehen begann, und der »Höhepunkt« des
»Professors« wurde gerade zu unserer Zeit erreicht – da das Christentum
völlig abgeschafft ist.

Was drückt der »Professor« aus? Der »Professor« drückt aus, daß die
Religion ein gelehrtes Problem ist; der Professor ist die größte Satire
auf den »Apostel«. Man ist – Professor (wessen?) dessen, was ein paar
Fischer in die Welt gesetzt haben: oh, treffliches Epigramm. Daß das
Christentum die Welt solle überwinden können: ja, das hat der Stifter
selbst vorausgesagt, und das glaubten die »Fischer«. Aber das Siegeszeichen:
daß das Christentum in dem Maße siegen solle, daß es Professoren
der Theologie gäbe – das hat der Stifter nicht vorausgesagt, es
sei denn, das wäre dort geschehen, wo davon die Rede ist, daß der
»Abfall« eintreten wird. 

– – – aus: Tatort Christenheit, Eine Auswahl aus Sören Kierkegaards Schriften (Hrsg. Wolfgang Bühne) S. 76ff.http://www.clv-server.de/pdf/255265.pdf

Zitat

Der dänische Dichter und Denker Sören Kierkegaard (1813 – 1855) prangert schonungslos und mit überwältigender Wucht die Unbußfertigkeit der bestehenden Christenheit an. Er sah seinen von Gott gegebenen Auftrag darin, den »Kriminalfall Christenheit« aufzudecken und die Christen anhand des Neuen Testaments zu messen. Mit scharfem Blick erkannte er die Gefahr des kommenden Massenzeitalters, und wie kaum ein anderer betonte er Christus als den Verworfenen und Gekreuzigten, der seinen Nachfolgern kein besseres Leben auf der Erde verheißen hat. Diese Neuauflage des »Christenspiegels« ist ein Bußruf an die etablierte und verweltlichte Christenheit, die wahre Christusnachfolge längst vergessen hat.
 
·   Taschenbuch: 160 Seiten
·   Verlag: CLV;  (1. Auflage – Januar 1998)
·   Sprache: Deutsch
·   ISBN-10: 389397265X
·   ISBN-13: 978-3893972654

Vom CLV kostenlos als PDF zur Verfügung gestellt:
http://www.clv-server.de/pdf/255265.pdf

Zitat-Beispiele:

Schau, das ist wieder eine Folge der Grund-Verwirrung: daß das Christentum nicht von Zeugen, sondern von Lehrern verkündigt wird.

Von Nichts kann man nicht leben. Das hört man so oft, besonders von Pastoren. Und gerade die Pastoren bringen folgendes Kunststück fertig: das Christentum ist gar nicht da – dennoch leben sie davon.

Da die Türen verschlossen waren, kam Christus zu den Jüngern. Dergestalt müssen die Türen verschlossen sein, verschlossen vor der Welt – dann kommt Christus hinein, durch verschlossene Türen, er kommt ja auch von inwendig her. Als das Christentum stritt, da waren die Türen stets verschlossen – die Ungleichartigkeit des Christlichen. In der Christenheit hat man die Türen sperrangelweit offen stehen lassen – Gleichartigkeit mit der Welt –, dann kommt Christus auch nicht.

Herzliche Grüße und vor allem GOTTES Gnade,
Thomas

P.S.
Roland, könntest Du die Maße für eingestellte Bilder in Deinem Forum etwas vergrößern?
Man kann die Texte teilweise kaum lesen.


Die Summe DEINES Wortes ist Wahrheit,
und jedes Recht DEINER Gerechtigkeit bleibt ewig.
Psalm 119:160

Offline Roland

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Re: FTA in Gießen wurde als Hochschule akkreditiert
« Antwort #73 am: 27 Juli 2008, 14:45:52 »
Lieber Ted,

Zitat von: Du schreibst:
Eigentlich sehe ich hier seitens der FTA nur die angestrebte Gleichschaltung mit der Welt. Ist das "bibeltreu"? Wer widerspricht wird niedergebügelt.
Ich finde, dass Du die Reaktion der FTA-Verantwortlichen gut auf den Punkt gebracht hast: "Gleichschaltung mit der Welt". Die Bibel beurteilt solch ein Verhalten als "Freundschaft mit der Welt". Ich bin auch der Meinung, dass kaum ein Begriff in den letzten Jahren so sehr missbraucht wurde, wie "bibeltreu". Fast alle fühlen sich als"bibeltreu": Zeugen Jehovas, Darbysten, Pfingstler, Calvinisten, Lutheraner, Katholiken usw. Für mich ist der Begriff "bibeltreu" inzwischen ein inhaltleeres Schlagwort. Ich überlege daher, ob in der "Hausordnung" nicht das Wort "bibeltreu" gestrichen werden soll......

Zitat
So sorry. Ich kann hier keine Liebe erkennen, keine fürsorgliche Liebe. Vielmehr: business as usual.
Ich denke auch, dass es hierbei hauptsächlich ums Business geht. Die meisten Missionswerke, Bibelschulen, theologischen Akademien leben davon. Ein Bsp.: Wenn jemand eine (pfinstliches) Missionswerk betreibt, muss er regelmäßig Wunder präsentieren können. Bleiben die Wunder aus, macht sich das in der Höhe der Spenden bemerkbar. "Wenn GOTT das Missionswerk segnet, müssen auch Wunder passieren". So ist die Denke vieler Pfingstler. Bleiben die Wunder aus, muss eben ein bisschen nachgeholfen werden.......
Ähnlich sehe ich es auch mit der FTA. Bei einer FTA-Akkreditierung werden sicherlich wesentlich mehr potentielle Studenten bewerben, weil sie sich dadurch bessere berufliche Perspektiven versprechen. Ich denke, dass auch hier der finanzielle Gesichtspunkt bei dieser ganzen Akkreditierungsgeschichte nicht ganz unwesentlich ist.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Roland

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Re: FTA in Gießen wurde als Hochschule akkreditiert
« Antwort #74 am: 27 Juli 2008, 14:48:02 »
Hallo Arne,

danke für den Link. Ich finde es interessant, dass Prof. Stadelmann hier bei der Beurteilung biblische Maßstäbe angelegt und die richtigen Schlussfolgerungen gezogen hat. Wird jedoch der gleiche Maßstab an die FTA angelegt, werden die Brüder persönlich angegriffen. Ich finde das wirklich schlimm.

Viele Grüße
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!