Autor Thema: ... denn seine Gedanken sind uns nicht unbekannt (2. Korinther 2,11)  (Gelesen 3306 mal)

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Offline Roland

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... denn seine Gedanken sind uns nicht unbekannt  (2. Korinther 2,11)

Es ist wichtig, die Taktiken unseres Feindes, des Teufels, zu kennen. Sonst übervorteilt er uns sehr leicht.

Wir sollten wissen, dass er ein Lügner ist, und zwar von Anfang an. Ja, er ist der Vater der Lüge (Johannes 8,44). Er belog Eva, indem er ihr eine falsche Vorstellung von Gott vermittelte, und hat das seither immer wieder getan.

Er ist ein Verführer (Offenbarung 20,10). Er vermischt ein wenig Wahrheit mit Irrtum. Er imitiert oder verfälscht alles, was von Gott ist. Er nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an und sendet seine Boten - als Diener der Gerechtigkeit getarnt - aus (2. Korinther 11,14.15). Er betrügt durch den Einsatz von grossen Zeichen und Wundern der Lüge (2. Thessalonicher 2,9). Er verdirbt das Denken der Menschen (2. Korinther 11,3).

Satan ist ein mörderischer Verderber (Johannes 8,44; 10,10). Sein Ziel und das all seiner Dämonen ist es, zu zerstören, und zwar ohne jede Ausnahme. Er geht als brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlinge (1. Petrus 5,8). Er verfolgt das Volk Gottes (Offenbarung 2,10) und zerstört seine eigenen Sklaven durch Drogen, Dämonismus, Alkohol, Unmoral und ähnliche Laster.

Er ist der Verkläger der Brüder (Offenbarung 12,10). Das Wort »Teufel« (griechisch »diabolos«) bedeutet »Ankläger« oder »Verleumder«, und wie sein Name sagt, so ist er. Jeder, der die Geschwister verleumdet, tut das Werk des Teufels.

Er sät Traurigkeit und Depression. Paulus warnte die Korinther vor der Gefahr, dass der gefallene, nun aber bussfertige Bruder vom Satan übervorteilt und durch übergrosse Traurigkeit verschlungen werden könnte, wenn sie ihm nicht vergeben würden (2. Korinther 2,7-11).

Wie Satan durch den Mund des Petrus den Herrn Jesus vom Kreuz abhalten wollte (Markus 8,31-33), so versucht er auch heute noch Christen zu überreden, sich der Schande und dem Leiden des Kreuztragens zu entziehen.

Eine Lieblingstaktik des Bösen ist es, zu teilen und zu herrschen. Er versucht, unter den Heiligen Streit und Zwietracht zu säen, da er weiss, dass jedes Haus, das wider sich selbst entzweit ist, nicht bestehen wird.  Leider müssen wir sagen, dass er mit dieser Strategie gewaltigen Erfolg hat.

Er verblendet das Denken der Ungläubigen, damit ihnen nicht ausstrahle der Lichtglanz des Evangeliums der Herrlichkeit des Christus und sie errettet werden (2. Korinther 4,4). Er verblendet sie durch Vergnügungen, falsche Religionen, ständiges Aufschieben sowie durch Hochmut und Stolz. Er beschäftigt sie mit Gefühlen statt mit Tatsachen und mit ihrem Ego statt mit Christus.

Schliesslich greift Satan uns oft unmittelbar nach grossen geistlichen Siegen oder christlichen Gipfelerlebnissen an, wenn die Gefahr von Stolz am grössten ist. Er sucht eine schwache Stelle in unserer Rüstung und feuert präzise auf diesen Punkt.

Die beste Verteidigung gegen den Teufel ist ein Leben in ungebrochener Gemeinschaft mit dem Herrn, bedeckt mit der Schutzkleidung eines heiligen Charakters.

Quelle: Livenet
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Ted

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Das ist es, was ich aktuell erlebe. An mir und anderen in meiner nächsten Umgebung.

Zitat
Es ist wichtig, die Taktiken unseres Feindes, des Teufels, zu kennen. Sonst übervorteilt er uns sehr leicht.

Wie wahr. Einziger Schutz: Epheser 6,10ff, daraus besonders:

Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösewichtes

Das Bibelwort, das mich seit Jahrzehnten begleitet:
Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten! Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen! (Psalm 27,1)


Offline Jose

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Die Gedanken Satans, vielleicht kann man auch sagen, seine Absichten, sind uns nicht unbekannt, lesen wir in der Bibelstelle zum Thema. Es ist gut und wichtig, dass wir uns darüber Gedanken machen und es im Herzen bewegen. Entscheidend ist hier aber, dass wir nicht an die Existenz des Teufels zweifeln.

Die erwähnte Bibelstelle finde ich sehr interessant, mir ist aber vor allem der Kontext in dem sie steht, sehr wichtig geworden: "Wem ihr aber etwas vergebt, dem vergebe auch ich; denn auch ich habe, was ich vergeben habe - wenn ich etwas zu vergeben hatte -, um euretwillen vergeben vor dem Angesicht Christi, damit wir nicht vom Satan übervorteilt werden; denn seine Gedanken sind uns nicht unbekannt" 2.Kor 2,10-11. Der Kontext ist die Vergebung, und ich denke, das ist etwas sehr entscheidendes für die Echtheit unseres Glaubens. Gerade im Zusammenhang mit dem Thema "Vergebung und Versöhnung" ist es mir sehr wichtig geworden.

Es gibt immer wieder Anlässe, die zu Streit und Entzweiung zwischen Gläubigen führen können. Die Frage ist aber, ob es dabei um die biblische Lehre geht oder um unsere eigene Meinung. Wenn wir gereizt, ungeduldig und vielleicht sogar beleidigt reagieren, ist kaum anzunehmen, dass unsere Haltung geistlich ist. Dann hat Satan uns übervorteilt. Wenn wir dann von dem Geist Gottes ermahnt werden, aber nicht bereit sind, zu vergeben oder um Vergebung zu bitten, dann hat Satan uns gleich 2x übervorteilt und den Schaden größer gemacht.

Was mich seit Monaten immer wieder beschäftigt ist die Frage, warum Gläubige, selbst in einem Forum sich nicht sachlich und getragen von dem Verlangen, einander zu helfen, austauschen können. Vielleicht sollten wir auch in diesem Zusammenhang daran denken, - wie überhaupt bei allem was wir tun, - ob uns die Gedanken Satans bekannt sind.

José