Autor Thema: Droht Weihnachten 2007 ein Terroranschlag in Köln?  (Gelesen 7948 mal)

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Offline Roland

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Droht Weihnachten 2007 ein Terroranschlag in Köln?
« am: 12 Januar 2008, 22:03:24 »
B r a u n s c h w e i g (idea) – Auf scharfe Kritik ist eine angebliche prophetische „Gerichtswarnung für den Rhein-Ruhr-Raum“ gestoßen. Der Sprecher der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, Pastor Heinrich-Christian Rust (Braunschweig), hält die Warnung „nicht für ein vom Heiligen Geist eingegebenes prophetisches Wort“.
Diese Einschätzung werde vom Kreis Charismatischer Leiter geteilt, der vor kurzem in Kassel tagte, sagte Rust gegenüber idea. Die Gerichtswarnung stammt von dem Multi-Media-Spezialisten Siegfried Schad (Raunheim), der sie per E-Mail und im Internet auf der Seite www.gottes-gericht.de verbreitete, ohne allerdings eine Quelle dafür zu nennen. Schad prophezeit, dass islamistische Fundamentalisten in der Weihnachtszeit vermutlich in Köln eine schmutzige Atombombe zünden werden, die Tausende Opfer fordern werde. In der Gerichtswarnung werden Christen aufgefordert, ihre dort lebenden Freunde zu warnen, damit diese die Region verlassen. Im Anschreiben appellierte Schad an die Leser: „Sollten Sie im starken Zweifel über das Gelesene sein, bitte ich Sie dringlichst, eine Person, die geisterunterscheidende, am besten aber prophetische Gaben besitzt, hinzuzuziehen.“

Das Neue Testament schließt nichts aus
Rust räumt in seiner Stellungnahme ein, dass ein Anschlag weder vom neutestamentlichen Zeugnis noch von der gesellschaftlichen Entwicklung her auszuschließen sei: „Man bedenke nur die Warnungen seitens des Bundesinnenministeriums.“ Im Neuen Testament würden Offenbarungen aber immer verbunden „mit dem Ruf zur Buße und Wachsamkeit und als Trost für die Gemeinde“. Von der aktuellen Gerichtswarnung gehe jedoch kein Trost aus. Rust: „Sie zeigt keine gnadenvolle Perspektive auf, wie wir es sonst in der neutestamentlichen Prophetie erkennen können. Sie wirkt manipulativ und lädt nicht ein zu einer Prüfung“. Es sei zu bedauern, „dass ein solches Wort zu Verunsicherung und Angst in vielen Gemeinden und Gruppen beiträgt und die Skepsis gegenüber echter neutestamentlicher Prophetie fördert.“ Echte Prophetie treibe „ins intensive Gebet zu dem lebendigen Gott und nicht zu einer angstvollen Flucht“. Schad hat inzwischen die Internet-Seite eingestellt. Sie habe ihren Zweck erfüllt. Er hoffe, dass die vorausgesagten Ereignisse nie eintreffen werden und er künftig deshalb „als falscher Prophet“ bezeichnet werden könne. An der Grundaussage der Prophetie hält er jedoch fest und stellt sie Interessenten ab sofort nur noch zum persönlichen Gebrauch zur Verfügung. Zugleich kritisiert er, dass die von ihm angeschriebenen Gemeindeleiter „nicht sehr sorgsam mit dieser Botschaft umgegangen“ seien.

Eine Prophetie, die sich als richtig erwies
Rust war im Jahr 2.000 selber mit einer Prophetie an die Öffentlichkeit gegangen, die sich später als richtig erwiesen hatte. Er hatte zu Buße und einer neuen Hingabe an Gott aufgerufen und einige Zeichen benannt, unter anderem einen Kursverfall an den Börsen, eine politische Krise in den USA sowie Umbrüche in der Führung christlicher Gemeinden. Er war wegen seiner Äußerungen vielfach kritisiert worden. Zwei Jahre später aber war die gesamte Führungsspitze seiner Freikirche ausgewechselt worden.

Quelle: http://www.idea.de/index.php?id=917&tx_ttnews[tt_news]=59924&tx_ttnews[backPid]=18&cHash=1377c1dc59
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Offline Roland

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Re: Droht Weihnachten 2007 ein Terroranschlag in Köln?
« Antwort #1 am: 12 Januar 2008, 22:25:55 »
Nachdem nichts dergleichen, was in der "Prophetie" vorhergesagt wurde, sich ereignet hat, muss Siegfried Schad (Raunheim) als falscher Prophet angesehen werden.

Schad, der selbsternannte Prophet, ist Co-Pastor bzw. Ältester in der Frankfurt International Church, einer Pfingstgemeinde.

Nachstehend eine Zusammenfassung der falschen Prophetien:

Zusammenfassung und Präzisierung *( Aktualisiert 28.11.2007) :

Nachdem eine kleine Flut an prophetischen Eindrücken und Visionen zu uns kam, möchten wir gerne der Übersicht wegen zusammenfassen was wir für die Fakten halten: Der Fokus des Geschehens liegt in der Stadt Köln, die Domplatte und der Dom sind der Ausgangspunkt eines möglichen terroristischen Angriffes . Wir sehen, daß ein Anschlag mit einer * "dirty bomb" unterirdisch geplant ist.

*Wir sehen immer wieder das Parkhaus unter der Domplatte.

Die Folge sind verseuchter Gewässer ( Flüsse, Kanäle, Abwässer). Wir sehen Mängel in der Flugsicherheit, als Einfallstor für das mögliche Gelingen terroristischer Aktivitäten.

Gründe hierfür sind, daß unser HERR die Stadt Köln, Babylon, Sodom und ein Zentrum des Bösen nennt. Es gab eine sehr eindrückliche Vision, die wir derzeit zurückhalten, daß der HERR besonders erzürnt ist, was sich unter seinem Kreuz versammelt - mit einem Wort: Der HERR ist zornig was bei seinem Volk ( den Christen) geschieht und über jene ...

*die sich für sein Volk ausgeben. Ich bin an dieser Stelle bis jetzt öfter falsch verstanden worden, ... ob es sich um eine Gesamtverurteilung einer bestimmten Kirche handeln würde - und ich möchte es so formulieren: Nein, es handelt sich nicht um eine Verurteilung des Katholizismus, auch wenn hier ebenso wie in der Geschichte der Reformation im Namen Jesu unschuldiges Blut vergossen wurde ( Kreuzzüge, Judenpogrome, Verfolgung der sogg. Wiedertäufer - Baptisten). Es handelt hier sich um eine gegenwärtige Einzelkirche deren Leitung dem HERRN ein Dorn im Auge ist und deren Leiter ER einen Wolf im Schafspelz nennt. Wir werden jedoch an dieser Stelle niemanden an den Pranger stellen, es gilt den Schutz des Persönlichkeitsrechtes einzuhalten. Wie ich ersehen konnte, ist die Problematik vor Ort bekannt.

Wir sehen, daß Gebete zu GOTTES Thron aufsteigen und an den himmlischen Örtern, ein stellvertretender Kampf entbrannt ist. Wir sehen allerdings nicht, daß der HERR seine Absichten Gericht zu üben geändert hat.

Nach wie vor, sehen wir das ausgehende Jahr 2007 als hoch brisant an und glauben, daß sich die Ereignisse bis maximal Februar 2008 entscheiden könnten. Was heißt entscheiden ? Wir glauben, daß das Ausmaß des Gerichtes an den himmlischen Örtern noch umkämpft ist. Wir hoffen und beten, daß der HERR in seiner Gnade unser Land mit einem Schrecken davonkommen läßt, einem Schrecken nach dem viele Menschen nach GOTT fragen werden und Christen umkehren werden und jedermann sieht, wie gnädig unser GOTT ist. Wir beten, daß der HERR in seiner Gnade ein schreckliches Entsetzen von unserem Land fernhält und Gnade übt.

Wir glauben entsprechend den Prophetien von Cindy Jacobs und Francois Botes, daß 2008 Erweckung in Deutschland ausbricht
.

Quelle: Gericht Gottes

Auf der HP "www.gericht-gottes.de" sind die Inhalte gelöscht worden. Zur Zeit kann man folgendes lesen:

Zitat
Diese Seite ist seit dem 03.12.2007 eingestellt worden. Ein neuer Inhalt wird am 01.03.2008 erscheinen

Ich wünsche Ihnen Gottes Segen
Siegfried Schad ( Raunheim )

Ob sich Schad dann wieder als Prophet versucht? Vielleicht ist er aber auch so ehrlich und gibt zu, dass er eine falsche Prophetie verbreitet hat. Und entschuldigt sich dafür? Mal sehen, wie es am 01.03.2008 weiter geht.......

Shalom
Roland
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nikodemus

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Re: Droht Weihnachten 2007 ein Terroranschlag in Köln?
« Antwort #2 am: 13 Januar 2008, 14:20:55 »
Zitat
Wir glauben entsprechend den Prophetien von Cindy Jacobs und Francois Botes, daß 2008 Erweckung in Deutschland ausbricht.

Dann werden wenigstens wieder 2 mehr als falsche Propheten enttarnt. :-)

Die Korinther der urchristlichen Zeit sind ein Bild für die heutige Zerrissenheit, Spaltung, Unsicherheit und Angst in den Kirchen und Gemeinden.

Nicht das Wortevangelium, das Paulus predigte, war der Masstab, sondern ein erlebnisorientiertes „Christentum“ nach menschlich erdachten Kriterien.

Ein Evangelium, das sich auf seelische Begebenheiten, bzw. Empfindlichkeiten stützte.
Was sich heute in der Charismatik abspielt, läuft genau auf dieses Muster hinaus.

Nicht die biblische Bekehrung/Wiedergeburt ist der richtige Angelpunkt, sondern, die „Beigabe“, bestehend aus Visionen, Prophetien, Wunder und dergleichen mehr. Dargestellt durch die „Geistestaufe“.

Paulus bezeichnete ihre Vertreter als „Superapostel“.
Eine Kostprobe: Wir wissen von „dem Pfahl im Fleische“ des Paulus. (Ohne genaue Kenntnis seiner Krankheit zu haben).
Nach charismatischem Verständnis war es seine Schuld, krank gewesen zu sein.

Er hatte zu Gott gebeten, anstatt der Krankheit „zu befehlen“. . Auf eine solche Auslegung muss man erst kommen!
Die char. Geistestaufe ist ein seelisches Produkt, dass bei entsprechender medialer Voraussetzung als ein geistliches Power-Erlebnis empfunden wird. Wenn eine bestimmte psychische Grenze überschritten wird, stellen sich Phänomene ein, die ein neues Bewusstsein entstehen lassen.

Diese Bewusstseinsveränderung entsteht durch Ekstase. Nichts Neues unter der Sonne. Gleiche Verhaltensmuster finden sich in anderen Religionen, wie auch der Esoterik.

Trauige und bedenkliche Grüße
der Niko

Offline Roland

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Re: Droht Weihnachten 2007 ein Terroranschlag in Köln?
« Antwort #3 am: 13 Januar 2008, 14:52:59 »
Hallo Niko,

danke für Deine Ausführungen. Teils kann ich zustimmen, teils nicht. Ich konzentriere mich jetzt mal auf die Aussagen von Dir, denen ich nicht zustimmen kann:

Zitat
Nicht das Wortevangelium, das Paulus predigte, war der Masstab, sondern ein erlebnisorientiertes „Christentum“ nach menschlich erdachten Kriterien.
Diese Unterscheidung kennt die Bibel nicht. Die Bibel bezeugt, dass denen, die dem Wort GOTTES glauben, bestimmte Zeichen folgen werden. Wort GOTTES und Handeln GOTTES sind also keine Gegensätze, sondern ergänzen einander.

Zitat
Dargestellt durch die „Geistestaufe“.
Diesem Gedankengang kann ich nicht ganz folgen. Ein Beispiel: Es gibt viele Sekten (z. B. die Zeugen Jehovas), die sich auf die Bibel berufen. Wenn ich jetzt Deiner Argumentation folge, liegt es an der Bibel, dass es diese Sekten gibt. In Wirklichkeit ist es so, dass "christliche" Sekten die Bibel missbrauchen. Genauso wird GOTTES Gabe (die Geistesgabe) von bestimmten (charismatischen/pfingstlichen) Gruppierungen missbraucht.

Zitat
Eine Kostprobe: Wir wissen von „dem Pfahl im Fleische“ des Paulus. (Ohne genaue Kenntnis seiner Krankheit zu haben).
Woher weißt Du, dass der "Pfahl im Fleische" des Paulus eine Krankheit war?

Zitat
Die char. Geistestaufe ist ein seelisches Produkt,
Mag sein, dass dies wirklich auf die "charismatische Geistestaufe" zutrifft. Auf die biblische Geistestaufe treffen Deine Ausführungen nicht zu.

Zitat
Diese Bewusstseinsveränderung entsteht durch Ekstase.
Da bin ich echt froh, dass ich nicht die "charismatische", sondern die biblische Geistestaufe empfangen habe. Eine Ekstase habe ich noch nie erlebt (ich kenne den Begriff und dessen Bedeutung lediglich aus der Literatur).

Maran atha
Roland
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nikodemus

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Re: Droht Weihnachten 2007 ein Terroranschlag in Köln?
« Antwort #4 am: 13 Januar 2008, 16:29:42 »
Zitat
Diese Unterscheidung kennt die Bibel nicht. Die Bibel bezeugt, dass denen, die dem Wort GOTTES glauben, bestimmte Zeichen folgen werden

Der Herr wurde nun, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Jene aber zogen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte (Mk. 16;19-20)

So hat sich diese Verheißung bei den Aposteln bereits erfüllt: Sie redeten in neuen Sprachen (Apg. 2;4), sie werden Dämonen austreiben (Apg. 16;18), Schlangen aufheben (Apg. 28;5), Schwachen die Hände auflegen (Apg. 9;12). Alle diese Zeichen dienten zu Beginn der Gemeindezeit als Zeugnis für das Volk, dass Gott die Apostel gesandt hat. Heutzutage besteht für diese Zeichen keine Notwendigkeit mehr, denn die Gemeinde ist bereits lange etabliert.

Dennoch weiss ich, dass Gott auch heute nicht an Raum, Zeit und Naturgesetze gebunden ist. Es geschehen auch heute noch Wunder. Sie geschehen jedoch eher im Verborgenen und nicht in der Absicht, dass wir durch Wunder an Ansehen gewinnen. Der Glaube in sich selbst ist keine Macht an sich, mit der wir Wunder wirken können, sondern der Glaube ist tiefes Vertrauen zu Gott. Es bedarf eher einen großen Glauben, wenn Gott uns z.B. bei schwerer Krankheit nicht heilt, wenn Dinge geschehen, die wir weder verstehen noch einordnen können als wenn Gott übernatürliche Heilung schenkt. Tiefer, fester Glaube zeigt sich darin, dass man auch bei großem Leid an Gott festhält und dann nicht verzagt.

Woher weißt Du, dass der "Pfahl im Fleische" des Paulus eine Krankheit war?Da magst du vielleicht recht haben, aber was ändert das an der Tatsache, dass er zu Gott gebeten hatte anstatt der Krankheit „zu befehlen

Gottes Segen
der Niko

 

Offline Roland

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Re: Droht Weihnachten 2007 ein Terroranschlag in Köln?
« Antwort #5 am: 13 Januar 2008, 19:49:42 »


Zitat
So hat sich diese Verheißung bei den Aposteln bereits erfüllt: Sie redeten in neuen Sprachen (Apg. 2;4), sie werden Dämonen austreiben (Apg. 16;18), Schlangen aufheben (Apg. 28;5), Schwachen die Hände auflegen (Apg. 9;12).
Stimmt und die Verheißung erfüllt sich noch immer. Denn nirgends steht geschrieben, dass diese Verheißung nur einige Jahre Gültigkeit hat.

Zitat
Alle diese Zeichen dienten zu Beginn der Gemeindezeit als Zeugnis für das Volk, dass Gott die Apostel gesandt hat.
Wo steht geschrieben, dass diese Zeichen nur zu Beginn der Gemeindezeit auftreten? Wir leben auch heute in der Gemeindezeit und deshalb haben diese Zeichen nicht aufgehört.......

Zitat
Heutzutage besteht für diese Zeichen keine Notwendigkeit mehr, denn die Gemeinde ist bereits lange etabliert.
Die Zeichen wurden nicht gegeben, damit sich die Gemeinde "etabliert", sondern damit das Wort GOTTES bestätigt wird. Und diese Notwendigkeit gibt es auch heute noch......

Du hast ja selbst den Bibelvers zitiert, der diese Wahrheit bestätigt:

Der Herr wurde nun, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Jene aber zogen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte (Mk. 16;19-20)

Zitat
Dennoch weiss ich, dass Gott auch heute nicht an Raum, Zeit und Naturgesetze gebunden ist. Es geschehen auch heute noch Wunder.
Das ist gut, dass Du dies so siehst. GOTT ist derselbe, gestern heute und in alle Ewigkeit. Deshalb gibt es auch heute noch Zeichen und Wunder wie vor 2000 Jahren

Zitat
Sie geschehen jedoch eher im Verborgenen und nicht in der Absicht, dass wir durch Wunder an Ansehen gewinnen.
Wo steht in der Bibel geschrieben, dass GOTT heute nur noch im "Verborgenen" Wunder wirkt? GOTTES Wunder geschahen noch nie, "um an Ansehen zu gewinnen", sondern um Sein Wort zu bestätigen.

Zitat
Der Glaube in sich selbst ist keine Macht an sich, mit der wir Wunder wirken können, sondern der Glaube ist tiefes Vertrauen zu Gott. Es bedarf eher einen großen Glauben, wenn Gott uns z.B. bei schwerer Krankheit nicht heilt, wenn Dinge geschehen, die wir weder verstehen noch einordnen können als wenn Gott übernatürliche Heilung schenkt. Tiefer, fester Glaube zeigt sich darin, dass man auch bei großem Leid an Gott festhält und dann nicht verzagt.
Hier stimme ich mit Dir überein.

Zitat
Da magst du vielleicht recht haben, aber was ändert das an der Tatsache, dass er zu Gott gebeten hatte anstatt der Krankheit „zu befehlen
Warum sollte er auch einer Krankheit befehlen zu weichen, wenn er möglicherweise gar nicht krank war? Du hast ja recht, wenn Du die Praktiken der Pfingstler (in diesem Fall: Wort des Glaubens) kritisierst. Was ich wiederum kritisiere ist die Tatsache, dass Du und die Pfingstler davon ausgehen, dass es sich bei dem "Pfahl des Fleisches" um eine Krankheit handelt. Doch davon sagt die Bibel nichts.

Shalom
Roland
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Offline Roland

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Falsche Prophetie: Urheber bekennt "kolossalen Irrtum"
« Antwort #6 am: 09 März 2008, 18:43:39 »
Terrorwarnung für Köln: Visionen unter Medikamenteneinfluss?

R a u n h e i m (idea) – Ende vergangenen Jahres verunsicherte eine als prophetisch bezeichnete „Gerichtswarnung für den Rhein-Ruhr-Raum” Christen im Großraum Köln. Die Warnung stammte von dem zu einer internationalen christlichen Gemeinde in Frankfurt am Main gehörenden Multi-Media-Spezialisten Siegfried Schad (Raunheim).
Er hatte im Internet eine vermeintliche Prophetie veröffentlicht, wonach islamische Extremisten in der Weihnachtszeit vermutlich in Köln eine Atombombe zünden werden. Jetzt entschuldigte Schad sich für seine falsche Prophetie und bat um Verzeihung. In einer E-Mail, um deren Weiterleitung er ausdrücklich bittet, heißt es: „Es tut mir sehr leid, dass ich Menschen in Aufregung versetzt habe.“ Er wolle das Nichteintreffen der Prophetie nicht schönreden, sondern sich klar davon distanzieren. Er sei „einer schweren Täuschung erlegen“. In zwei Visionen habe er eine Bedrohung für die Stadt Köln gesehen. Heute könne er sich diese Visionen nur so erklären, dass ihn dämonische Mächte getäuscht hätten. Dazu könne eventuell auch ein Medikament beigetragen haben, das er damals eingenommen habe. Er sei erleichtert, dass es nicht zu einem Anschlag gekommen sei, und sehr bestürzt über seinen „kolossalen Irrtum“. Er habe daraus gelernt, dass er keine Verlautbarungen über künftige Ereignisse mehr publik machen werde.

Kritik im Vorfeld: Nicht vom Heiligen Geist eingegeben
Schads Prophetie war auf scharfe Kritik gestoßen. Der Sprecher der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden), Pastor Heinrich-Christian Rust ( Braun schweig), hatte erklärt, dass er die  Warnung „nicht für ein vom Heiligen Geist eingegebenes prophetisches Wort“ halte.

Quelle: www.idea.de (Hervorhebungen von mir)
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Roland

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Re: Droht Weihnachten 2007 ein Terroranschlag in Köln?
« Antwort #7 am: 09 März 2008, 18:47:15 »
Ich finde es erfreulich, dass Br. Schad öffentlich seinen Irrtum bekennt und sich dafür entschuldigt (ist ja nicht selbstverständlich, dass Falschpropheten sich für Ihre Schandtaten entschuldigen.....). Ich möchte Br. Schad hier mitteilen, dass ich ihm selbstverständlich für seinen Irrtum vergebe.

Allerdings sollte man sich darüber Gedanken machen, wie zukünftig verhindert werden kann, dass solche Falschprophetien in der Weltgeschichte rumposaunt werden. Hier stehen auch die örtlichen Leiter der Gemeinde in der Verantwortung.

Shalom
Roland
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Re: Droht Weihnachten 2007 ein Terroranschlag in Köln?
« Antwort #8 am: 06 Mai 2008, 10:53:45 »
Zitat
Eine Kostprobe: Wir wissen von „dem Pfahl im Fleische“ des Paulus. (Ohne genaue Kenntnis seiner Krankheit zu haben).
Woher weißt Du, dass der "Pfahl im Fleische" des Paulus eine Krankheit war?
Vielleicht darf ich als Pfingstler mal eine (!!!) Führungsfigur des BFP, nämlich Uwe Schäfer, in Schutz nehmen. Der sagte nämlich bei einer Predigt, die er bei uns vorletztes Jahr gehalten hat:
"(...) Soll ich jetzt mal den Vers aufklären ? Der Pfahl im Fleische war .... ein Pfahl im Fleische. Wir wissen es nicht und wollen darüber nicht spekulieren. Wo das Wort Gottes redet, da wollen wir reden, wo das Wort Gottes schweigt, da wollen wir schweigen. (...)"
Ich will damit nicht sagen, daß ich alles, was im BFP passiert, vertrete oder gutheißen kann.
I.E. ist für mich ein rotes Tuch, und ich werde sehr froh sein, wenn ein anderer seinen Job übernimmt.
Ich möchte aber ein bißchen dafür "werben", daß in den BFP-Gemeinden und Führungszirkeln durchaus Christen sind, die eine sehr gesunde Einstellung zum Wort Gottes haben und sehr nüchtern und gar nicht ekstatisch sind.
Jesus spricht: "Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen!"

Ted

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Re: Droht Weihnachten 2007 ein Terroranschlag in Köln?
« Antwort #9 am: 08 Mai 2008, 00:17:53 »
Hallo Aktivposten,

was Du schreibst deckt sich mit meiner Sichtweise, nämlich dass in jeder Denomination Kinder Gottes zu finden sind. So beziehen sich meine Aussagen auch stets auf Lehren und nicht etwa auf Menschen, die ich ohnehin nicht näher kenne. Ich kann nicht ins Herz schauen.

Ich denke, dass das auch der Standpunkt Roland's bzw. die Intention der Website Hauszellengemeinde ist.

Dennoch (das musste ja kommen ;)) gibt die Bibel klare Richtlinien:
- prüfet alles..., prüfet die Geister woher sie kommen... (1. Tim 5,21, 1. Joh 4,1)
und im entsprechenden Falle
- weichet von ihnen, damit ihr nicht Anteil habt an ihren Sünden und Plagen... (Offb 16,4)
- geht aus aus ihrer Mitte... (Römer 16)
- zieht nicht am gemeinsamen Joch mit den Ungläubigen... (2. Kor 6,14)

Würden das alle Christen (ich meine wiedergeborene Kinder Gottes!) beherzigen, würde das ein klares Profil ergeben, was echte Christen in Wirklichkeit sind:
nicht etwa Zuträger zu kommerziell geführten und ausgerichteten Vereinen, sondern vielmehr Diener des Herrn Jesus Christus, die an etwas bauen, was die Welt noch nicht sehen kann: Sein Reich. Und Sein Reich kommt. Bald.

Maranatha.




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Vermischung und das gemeinsame Joch
« Antwort #10 am: 09 Mai 2008, 13:20:18 »
Dennoch (das musste ja kommen ;)) gibt die Bibel klare Richtlinien:
- prüfet alles..., prüfet die Geister woher sie kommen... (1. Tim 5,21, 1. Joh 4,1)
und im entsprechenden Falle
- weichet von ihnen, damit ihr nicht Anteil habt an ihren Sünden und Plagen... (Offb 16,4)
- geht aus aus ihrer Mitte... (Römer 16)
- zieht nicht am gemeinsamen Joch mit den Ungläubigen... (2. Kor 6,14)
Hallo Ted,
das ist vollkommen korrekt. Wenn wir hier aber "Verführung" und "Vermischung" diskutieren, dann sollte dabei (im Lichte der Kritik dieser sehr guten Seite an den "christlichen Vereinen") auch Folgendes bedacht werden:
- Die Gemeinde vor Ort kann einem Bund oder einer Körperschaft angehören oder nicht, zunächst ist die Lehre vor Ort entscheidend. Und die Leitung unserer Ortsgemeinde stimmt definitiv nicht mit den teilw. sehr seltsamen Lehren von I.E. überein. (Das könnte z.B. unser Pastor jetzt auch gar nicht mehr, da er an Krebs erkrankt ist und bei Übereinstimmung mit I.E. sein geistliches Leben in Frage stellen müßte.)
- Jesus selbst gibt uns einen klaren Missionsauftrag, aus dem hohenpriesterlichen Gebet (Joh. 17,14-18) ergibt sich der Zusammenhang, daß wir in die Welt gesandt sind, aber auch nicht von der Welt sind. Rein praktisch könnte man jetzt sagen, das ist ein Dilemma. Sich nicht mit der Welt gemein machen, aber in die Welt gesandt sein. Daraus kann man, wie einige es etwas überzogen tun, eine neue Gesetzlichkeit für Christen ableiten.
[Beispiel ein]
Das könnte so ausehen:  Kino, Theater, Oper ist grundsätzlich  nicht erlaubt, Konzerte nur, wenn es sich um christliche Konzerte handelt, aber Rock/Pop darf es auch nicht sein...
Berufe, die sich nicht um geistliche oder max. soziale Dinge drehen, sind verboten, es sei denn, das für diesen Beruf Gelernte kann zum Wohl der Gemeinde eingesetzt werden, aber eine Gewinnerzielungsabsicht für den Ausführenden dabei würde den geistlichen Charakter konterkarieren ...
[Beispiel aus]
Wenn aber die Evangelisation und das Jünger-machen beim Ausziehen in die Welt unsere Ziele sind, dann muß ich in die Welt. Die kommt nur in Ausnahmefällen zu mir. Wenn ich aber in die Welt muß, wie kann ích mich dann weltlichen Dingen enthalten ? Ich habe das jetzt mal bewußt so auf den Punkt gebracht, dazu ein andermal noch mehr.

- Römer 13 regelt das Verhältnis zur Obrigkeit. Wir Christen sind Ihr untertan. Punkt. Dazu paßt wieder das Bibelwort "Du sollst Gott mehr gehorchen als den Menschen". Und was nun ?
Meiner Meinung nach kann man nun auf beiden Seiten vom Pferd fallen.
Die erste Seite ist, der Obrigkeit in klar geregelten Dingen einfach ungehorsam zu sein. So habe ich aus der Presse über christliche Eltern gehört, die sich der allgemeinen Schulpflicht verweigern. Auch wenn ich damit jetzt jemandem auf die Füße treten sollte, das finde ich selten blöde. Meine Frau spricht in diesem Zusammenhang von "unter der christlichen Käseglocke aufwachsen". Auch wenn in der Schule weltanschaulich (ich hatte tatsächlich zuerst "weltanscheulich" geschrieben) falsche und gesellschaftlich teilweise sehr fragwürdige Lehre vermittelt wird, es ist dann die Aufgabe der Eltern, dem Kind an dieser Stelle "in der Welt, aber nicht von der Welt" zu vermitteln und zu kritischen Fragen und Stellungnahmen zu ermutigen, denn auch die Schule gehört zu der Welt, in die wir gesandt sind. Es ist ungehorsam gegenüber Gott.

Die andere Seite ist, "um der Welt willen" alles mitzumachen und sich damit nicht mehr von der Welt zu unterscheiden.
[Extrem an]
Wer als Christ Horrorfilme guckt, in den Puff geht und die Abtreibungsbefürworter mit Spenden unterstützt, hat wohl grundlegende Dinge der Nachfolge nicht verstanden und gehorcht Gott nicht !!!!!
[Extrem aus].
Wir sind (und nicht sollen sein) das Salz der Erde und das Licht der Welt, uns muß die Welt schmecken und sehen.
Ich versuche, meine Fragen in diese Richtung am Beispiel von Daniel zu beantworten. Als Mann Gottes hat er die geistlichen Dinge (z.B. das Götzenopferfleisch und die Nichtanbetung der Statue) ganz klar beantwortet und wäre dafür in der Tod gegangen, als Hofbeamter war er in die weltlichen Dinge ganz klar einbezogen und er muß echt gut gewesen sein, sonst hätte ihn der König nicht genommen.
Zitat
Daniel 1, 4-5 und 19
... junge Männer ohne Makel, schön von Gestalt und klug in aller Weisheit, einsichtsvoll und des Wissens kundig, die tüchtig wären, im Palast des Königs zu dienen3, und daß man sie in der Schrift und Sprache der Chaldäer unterwiese. 5 Diesen bestimmte der König den täglichen Unterhalt von der feinen Speise des Königs und von dem Wein, den er selbst trank, und [ordnete an], daß man sie drei Jahre lang erziehen sollte, und daß sie danach dem König dienen sollten. (...)
Da redete der König mit ihnen; aber keiner unter ihnen allen wurde gefunden, der Daniel, Hananja, Misael und Asarja gleichgekommen wäre; und sie traten in den Dienst des Königs.
- Hier will ich daher auch meinen nächsten Punkt setzen, bei der Verführung. Dem König dienen oder Götzen anbeten sind zweierlei. Und da fängt die Verführung ja schon ganz am Anfang an:"Sollte Gott gesagt haben..." Der Teufel ist ja nicht blöd, das ist das Einzige, was man ihm zugestehen muß. Und selbst Gottes Wort selber wird in Mt. 4 vom Teufel mißbraucht, um Jesus zu versuchen. "Es steht geschrieben..."
Leider ist das heute subtiler, aber trotzdem nicht neu und die Lügen der Schlange sind erkennbar. Die RKK z.B. war von Anfang an eine Mischung aus Heidentum und christlichen Begriffen, und so sind auch die von Ihr Missionierten. Mit der Bibel in der Hand VooDoo oder Zauberei betreiben, einfach die Namen der Naturgötter durch "christliche Gottesnamen" ersetzen, das hat nichts mit Umkehr, Bekehrung, Buße und Nachfolge zu tun.
Diese Verführung greift leider auch in immer stärkerem Maße in den evangelikalen Gemeinden um sich, wenn "Nichtangriffspakte" mit der RKK geschlossen werden, weil ja alle Christen sind. Pfui.
Da wird dann plötzlich ein Götze angebetet, aber keiner hat es so richtig bemerkt,... da liegt die echte Gefahr.

Sorry, ich habe zu dem Thema noch mehr zu sagen, muß hier aber aus Zeitgründen einen Break machen.

Jesus spricht: "Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen!"

Ted

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Re: Droht Weihnachten 2007 ein Terroranschlag in Köln?
« Antwort #11 am: 11 Mai 2008, 14:24:48 »
Hallo Aktivposten,

was Du schreibst, finde ich gut und teile Deine Ansichten überwiegend, auch Deine und Deiner Frau Sichtweise zur Schulpflicht.

Eine Anmerkung zu Deinem
Zitat
- Die Gemeinde vor Ort kann einem Bund oder einer Körperschaft angehören oder nicht, zunächst ist die Lehre vor Ort entscheidend.


Im Hinblick auf das "nicht mehr VON dieser Welt" ist für mich die Betrachtung sowohl der lokalen als auch übergeordneten "Gemeinde" relevant.
Und zwar aus Gründen des zeugnishaften Profils (Salz, Licht). Soll heissen, wenn eine Gemeinde unter einem bestimmten Namen firmiert und unter diesem Namen spezifische Lehren festlegt, die unbiblisch oder widerbiblisch sind, muss ich aus o.g. Gründen Abstand nehmen.

Seht euch vor, daß ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangt. Wer darüber hinausgeht und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat Gott nicht; wer in dieser Lehre bleibt, der hat den Vater und den Sohn. Wenn jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, so nehmt ihn nicht ins Haus und grüßt ihn auch nicht. Denn wer ihn grüßt, der hat teil an seinen bösen Werken. (2. Joh 1, 8-10)

Die praktische Konsequenz für mich war der Austritt aus der evLK.

Die hiesigen, weiterhin in der evLK verbliebenen Geschwister argumentieren (wenn sie überhaupt darüber nachdenken) wie Du ebenfalls damit, dass unsere örtliche Gemeinde (auch CVJM) für sich zu betrachten sei und die Lehren der Landeskirche nicht vollumfänglich mittragen würden. Das erweist sich aber offensichtlich als falsch, denn durch ihre Mitgliedschaft unterstützen sie sehr wohl das, was in der Öffentlichkeit unter "evangelische Kirche" gesehen wird durch Geld und aktive Beteiligung an widerbiblischen Praktiken (Kindsbesprenkelung, Ökumene) und sie widersprechen auch nicht offen der von der Landeskirche betriebenen feministischen und "Gott ist tot"-Theologie etwa einer von der Kirchenleitung hochgelobten Dorothea Sölle - um des lieben Friedens willen und aus Gründen der Loyalität zur lokalen wie auch übergeordneten Organisation.

Was ist das anderes als "ziehen am gemeinsamen Joch mit den Ungläubigen"?

Dieses zumindest stillschweigende Mitlaufen ist nach aussen hin eine Solidaritätserklärung und genau das, was Johannes mit dem Begriff "grüssen" meint.

Christen sollten vielmehr ihrem Herrn Jesus gegenüber Loyalität erweisen, auch wenn die Welt, und wie ich es immer wieder erfahre, vor allem die "Kirche" sie deswegen schmäht.


Offline Roland

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Re: Droht Weihnachten 2007 ein Terroranschlag in Köln?
« Antwort #12 am: 12 Mai 2008, 21:24:56 »
Hallo Aktivposten,

ich finde, dass Ted das Thema gut auf den "Punkt" gebracht hat:
Zitat
Würden das alle Christen (ich meine wiedergeborene Kinder Gottes!) beherzigen, würde das ein klares Profil ergeben, was echte Christen in Wirklichkeit sind: nicht etwa Zuträger zu kommerziell geführten und ausgerichteten Vereinen, sondern vielmehr Diener des Herrn Jesus Christus, die an etwas bauen, was die Welt noch nicht sehen kann: Sein Reich. Und Sein Reich kommt. Bald.
Zitat
Soll heissen, wenn eine Gemeinde unter einem bestimmten Namen firmiert und unter diesem Namen spezifische Lehren festlegt, die unbiblisch oder widerbiblisch sind, muss ich aus o.g. Gründen Abstand nehmen.
Seht euch vor, daß ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangt. Wer darüber hinausgeht und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat Gott nicht; wer in dieser Lehre bleibt, der hat den Vater und den Sohn. Wenn jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, so nehmt ihn nicht ins Haus und grüßt ihn auch nicht. Denn wer ihn grüßt, der hat teil an seinen bösen Werken. (2. Joh 1, 8-10)
Die praktische Konsequenz für mich war der Austritt aus der evLK.
Daher stimme ich Teds Aussagen uneingeschränkt zu.

Auch die Aussage von Uwe Schäfer finde ich gut:
Zitat
(...) Soll ich jetzt mal den Vers aufklären ? Der Pfahl im Fleische war .... ein Pfahl im Fleische. Wir wissen es nicht und wollen darüber nicht spekulieren. Wo das Wort Gottes redet, da wollen wir reden, wo das Wort Gottes schweigt, da wollen wir schweigen. (...)
Deshalb habe ich diesen Satz gleich in unsere Zitaten-Datenbank aufgenommen. Dieser Bibelvers verleitet leider viele Christen zur Spekulation. Hermann Zaiss (der Name dürfte Dir als Pfingstler ein Begriff sein) beispielsweise lehrte, dass mit dem Pfahl gemeinst sei, dass Paulus (als ehemaliger Pharisäer) jetzt den Heiden das Evangelium verkündigen musste. Leider verlor sich Zaiss in diese Spekulation und ist m. E. genauso wenig biblisch gedeckt, wie eine imaginäre Krankheit. Daher finde ich Schäfers Satze sehr weise, den die Christen wirklich beherzigen sollten.

Ich weiß, dass es im BFP treue und liebe Kinder GOTTES gibt. Dennoch sollte man auch das "Gebilde" BFP biblisch prüfen. Und da bin ich mit Ted einer Meinung, dass die Existenz des BFP genauso wenig biblisch begründbar ist, wie die Existenz der kath. oder evang. "Kirche".

Was ich jetzt schreibe, wird Dir wahrscheinlich nicht gefallen. Aber ich bin davon überzeugt, dass der BFP sich in einigen Lehren von der rkk unterscheidet, aber die Strukturen größtenteils mit übernommen hat. Ein Bsp.: In der rkk gibt es den "Priester", der aufgrund seiner theologischen Ausbildung als "Profi" die "Laien" unterrichtet. Im BFP ist der "Pastor" der "Profi", der die pfingstlerischen "Laien" unterrcichtet. Erkennst Du die Parallelen?

Ich denke, dass für Christen deutlich ist, dass es sich bei der rkk um die Hure Babylon handelt. Wenn die rkk die babylonische Hure ist - wer sind dann die Töchter der Hure, von der die Offenbarung spricht?

Über die Verbindungen zwischen BFP und Katholizismus kannst Du Dich hier informieren.

Maranatha
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

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Re: Droht Weihnachten 2007 ein Terroranschlag in Köln?
« Antwort #13 am: 13 Mai 2008, 19:11:44 »
Hallo Roland,

danke für Deine Antwort. Darf ich das trotzdem differenziert betrachten ? Die Lehre der RKK wird zentral von Rom festgelegt.
Bei den FeG´s (in denen ich mich auch gut auskenne) und den BFP-Gemeinden sind die Gemeinden vor Ort alleine verantwortlich. D.h. die Gemeinde vor Ort stimmt nicht automatisch mit der "Körperschaft" überein. Das führt im Bund FeG zu der kuriosen Situation, daß z.B. Dortmund so charismatisch ist, daß einige offizielle FeG-Lehren "mißachtet" werden und z.B. Mechernich eine Zeit lang so konservativ war, daß die den exkl. Brüdern alle Ehre gemacht hätten. So sieht es auch teilw. im BFP aus. Jetzt zu Pfingsten wurde bei uns noch einmal ausdrücklich betont, daß eben nicht jeder die Gabe der Gabe der Zungenrede hat (was im Widerspruch zur offiziellen BFP-Theologie steht) und das die Gaben gleichwertig sind.

Aber ich kann Eure Sichtweise schon nachvollziehen, ich habe auch schon ein paar Monate über die "Hurentöchter" nachgedacht. Wir werden auf der nächsten Gemeindeversammlung über den Austritt unserer Gemeinde aus der ACK abstimmen, ich weiß nur noch nicht, wohin, wenn der Antrag scheitern sollte.
Wir haben in OL:
- eine Baptistengemeinde ca. 400
- eine Methodistengemeinde ca. 400 - 500
- eine FeG in Gr., ca. 30
- eine LG ca. 150
- uns ca. 220
- exkl. Brüder ca. 50
- eine weitere Brüdergemeinde im Bund der Brüdergemeinden (oder wie der heißt), ca.
- eine STA, ca. 100
- 2 gläubige ev. Pfarrer (von ca. 21)
+ ein paar RKK-Ableger (ist für die RKK Diaspora), zusätzlich 2x ZJ, 3x Mormonen, die CW, die UL, die Christengemeinschaft und jede Menge weiterer Irrlehrer.

Wir haben nach einem Gemeindewechsel vor ca. 5 Jahren alle auf Herz und Nieren geprüft (ich bin nämlich eigentlich "FeG-ler" und habe mich wahnsinnig schwer mit den Pfingstlern getan), der biblischen Verkündigung entsprach die FCG am besten.
Und einen Vorteil hat der Vereinsstatus im Sinne der Verkündigung: wir haben seit 3 Jahren eine Evangelisationsarbeit im Oldenburger Gefängnis und seit ca. 1 Jahr eine in der Diakonie. Diakonie weiß ich nicht, aber in den Knast wären wir als reine freie Gruppe definitiv nicht gekommen, weil die "Gefängnisseelsorger" dem zustimmen mußten (die ZJ haben das auch probiert, aber dem HERRN sei Dank, die sind nicht drinnen).
Mittlerweile haben ca. 15 Insassen JESUS CHRISTUS als Ihren Herrn angenommen und der erste Entlassene kommt regelmäßig in den Godi.

-

Zitat
Was ich jetzt schreibe, wird Dir wahrscheinlich nicht gefallen. Aber ich bin davon überzeugt, dass der BFP sich in einigen Lehren von der rkk unterscheidet, aber die Strukturen größtenteils mit übernommen hat. Ein Bsp.: In der rkk gibt es den "Priester", der aufgrund seiner theologischen Ausbildung als "Profi" die "Laien" unterrichtet. Im BFP ist der "Pastor" der "Profi", der die pfingstlerischen "Laien" unterrcichtet. Erkennst Du die Parallelen?
Gibt es denn Vorbehalte gegen den "Profi" ?
Und die Rolle des Priesters in der RKK sehe ich doch noch ein bißchen anders, denn es geht dort ja nicht in erster Linie um die Verkündigung, sondern um den Akt der "Messe", den nur "Geweihte" (= Götzendiener) ausführen dürfen.
Im Gegensatz dazu dürfen auch die Laien predigen (ob vom BFP aus, weiß ich nicht, bei uns auf jeden Fall ja, das wird auch leidlich genutzt) und das Abendmahl wird bei uns "hin und her in den Häusern gefeiert" und alle paar Wochen im nicht-öffentlichen Gemeinde-Godi für alle zusammen.
Einen Hauptamtlichen finde ich schon sinnvoll und kann das auch biblisch begründen (z.B. 1. Ti. 3).

So weit für heute...

Gruß
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Jesus spricht: "Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen!"

Offline Roland

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Re: Droht Weihnachten 2007 ein Terroranschlag in Köln?
« Antwort #14 am: 15 Mai 2008, 21:10:25 »
Hallo Aktivposten,

danke für Deine Beitrag.

Ich konzentriere mich bei meiner Antwort auf den BFP, weil ich diese Organisation aus eigener Erfahrung kenne.
Zitat
und den BFP-Gemeinden sind die Gemeinden vor Ort alleine verantwortlich. D.h. die Gemeinde vor Ort stimmt nicht automatisch mit der "Körperschaft" überein.
Zumindest was die BFP-"Gemeinden" (in Wirklichkeit sind es Vereine, aber der Einfachheit wollen wir bei der Bezeichnung "Gemeinde" bleiben) betrifft, ist Deine Aussage nicht hundertprozentig zutreffend. Ich zitiere aus den Richtlinien des BFP (Fassung 01. Oktober 2007, Punkt 2.1.4):
Zitat
.......Die Gemeinden des BFP sind selbstständig aber nicht unabhängig. Lokale Selbstständigkeit und übergemeindliche Verpflichtungen ergänzen und befruchten einander. Dazu gehört auch die Förderung und Anerkennung der gesamtgemeindlichen Dienste (Epheser 4, Vers 11 u.a.), die als Geschenk Gottes an alle Gemeinden gesehen werden.
Weiter heißt es (3.1.1):
Zitat
Auf Antrag können Gemeinden, Gemeindeverbände und christliche Werke, die die Verfassung und die Richtlinien anerkennen, Mitglied im BFP werden..........
Da die BFP-Gemeinde (BFPG), der Du angehörst, Mitglied im BFP ist, hat sie auch die Verfassung und die Richtlinien des BFP als verbindlich anerkannt. Der BFP legt zentral die Lehren fest und "Deine" Gemeinde hat die Verfassung und Richtlinien anerkannt (sonst kann sie nicht Mitglied im BFP sein).

Zitat
Jetzt zu Pfingsten wurde bei uns noch einmal ausdrücklich betont, daß eben nicht jeder die Gabe der Gabe der Zungenrede hat (was im Widerspruch zur offiziellen BFP-Theologie steht) und das die Gaben gleichwertig sind.
So etwas gibt es auch im Katholizismus, z. B. dass (z. T. führende) Katholiken den Zölibat kritisieren und für falsch halten. Trotzdem sind sie weiterhin Mitglied in dieser "Kirche". Oder denke nur an die Beratungspraxis (Abtreibung) oder denke an die "Kirche von unten" (der Name ist Programm.....).

Off-Topic: Interessant ist auch Punkt 3.2.3.3: Ruhende Mitgliedschaft. Der BFP sieht sich ja als Teil des Leibes CHRSTI. Kannst Du mir mal anhand der Bibel erklären, wie eine ruhende Mitgliedschaft im Leib CHRISTI möglich ist?

Zitat
ich habe auch schon ein paar Monate über die "Hurentöchter" nachgedacht.
Mich würde interessieren, zu welchem Ergebnis Du gekommen bist (falls die Frage nicht zu persönlich ist bzw. kommt die Frage zu früh?). Ist Dir aufgefallen, dass Luther diese Stelle anders übersetzt?

Zitat
Wir werden auf der nächsten Gemeindeversammlung über den Austritt unserer Gemeinde aus der ACK abstimmen, ich weiß nur noch nicht, wohin, wenn der Antrag scheitern sollte.
Finde ich wirklich gut. Alleine so einen Antrag zu stellen, grenzt für viele "ökumenisierte" Christen schon an "Gotteslästerung". Ich würde mir wünschen, dass noch viel mehr Christen so ein Rückgrat haben (wie dies bei Euch der Fall ist). Denn viele wissen genau, dass es falsch ist, Mitglied im ACK zu sein, haben aber oft nicht den Mut, dies öffentlich anzusprechen. Ich wünsche Euch GOTTES Segen für Euer Vorhaben und geistlichen "Durchblick" für alle Stimmberechtigten.

Nebenbei: In diesem Zusammenhang haben sich die BFP-Funktionäre einen interessanten Trick ausgedacht, um die "Laien" zu beruhigen:
Ökumenekritikern halten sie entgegen, dass sie schon 1984 aus der ACK ausgetreten sind. Die Realität sieht allerdings so aus: Nur der Dachverband in Erzhausen ist ausgetreten, und zwar nur auf Druck durch die Basis, weil es sonst zu einer Spaltung des Verbandes gekommen wäre. Gleichzeitig aber wurde es allen Ortsvereinen frei gestellt, in der ACK zu verbleiben. So sind die Großstadtvereine in der ACK geblieben und es werden immer mehr, die in die ACK eintreten, wie z. B. die Freie Christengemeinde Bad Kreuznach. Das gleiche gilt für die Freie Christengemeinde Speyer, die der ACK beigetreten ist. Ebenso ist Mitglied der ACK geworden die Jesus-Haus-Gemeinde in Düsseldorf und die Vineyard-Gemeinden (John Wimber, Torontosegen) in Hamburg.
Heute ist der BFP Vereinbarungspartner beim Evangelischen Missionswerk des Weltkirchenrates, Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband (freimaurerisch) und Vollmitglied der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF). Dies sind alles ökumenische Verbände. Damit ist der BFP mitverantwortlich für das ökumenische Treiben und die Charta Oecumenica. Brisant daran ist, dass diesem erlauchten Kreis auch die Ecclesia und die Volksmission e. C. angeschlossen sind; denn sie gehören seit geraumer Zeit zu den Erzhausenern. BFP-Präses Ingolf Ellßel ist Vorsitzender der europäischen Pfingstkonferenz (Stand: 06/2005). Ellßel fordert alle Pfingstgemeinden auf, den Status einer KdöR anzustreben.

Falls Du Interesse hast, kannst Du Dir den gesamten Aufsatz über das organisierte Pfinstlertum hier herunterladen. Auf diesen Aufsatz reagieren hauptsächlich Pastoren-Frauen sehr allergisch und hysterisch. Ein Pfingstler-Pastor (ob es ein BFP-Pastor war, weiß ich nicht mehr) hat auf der Homepage und bei mir einige Geister gebunden. Hat aber nicht viel genutzt - der Aufsatz steht immer noch im Netz.

Zitat
Und einen Vorteil hat der Vereinsstatus im Sinne der Verkündigung:
Klar, das ist ein Vorteil. Ich sehe es jedoch so, dass GOTT Türen öffnet, wo es nach menschlichem Ermessen eigentlich nicht weiter geht. Vorassetzung ist natürlich, dass man im GOTTES handelt und nicht sein eigenes "Ding" durchziehen möchte. Daher vertraue ich lieber dem HERRN als dem Vereinsrecht.

Zitat
Mittlerweile haben ca. 15 Insassen JESUS CHRISTUS als Ihren Herrn angenommen und der erste Entlassene kommt regelmäßig in den Godi.
Preis dem HERRN! Darüber freue ich mich sehr.

Zitat
Gibt es denn Vorbehalte gegen den "Profi" ?
Ja, biblische  ;) . Das NT unterscheidet nicht zwischen "Profis" und "Laien", sondern lehrt das allgemeine Priestertum der Gläubigen.

Zitat
Und die Rolle des Priesters in der RKK sehe ich doch noch ein bißchen anders, denn es geht dort ja nicht in erster Linie um die Verkündigung, sondern um den Akt der "Messe", den nur "Geweihte" (= Götzendiener) ausführen dürfen.
Das stimmt und doch gibt es Parallelen zum Pastorentum. Denn den Job als "Pastor" dürfen auch nur bestimmte Personen ausüben. Nur werden sie nicht als "Geweihte", sondern als "Ordinierte" bezeichnet.

Zitat
Im Gegensatz dazu dürfen auch die Laien predigen (ob vom BFP aus, weiß ich nicht, bei uns auf jeden Fall ja, das wird auch leidlich genutzt)
Natürlich können bestimmte Tätigkeiten auch an die "Laien" delegiert werden (z. B. Predigen). Dies ist allerdings auch in der "Kirche" des Abfalls der Fall.

Zitat
und das Abendmahl wird bei uns "hin und her in den Häusern gefeiert"
Da habt Ihr vielen anderen BFP-"Gemeinden" einiges voraus. Ich finde es gut, dass Ihr hier zu den biblischen Wurzeln zurückkehrt.

Zitat
Einen Hauptamtlichen finde ich schon sinnvoll und kann das auch biblisch begründen (z.B. 1. Ti. 3).
Hm, wo steht in 1. Tim. 3 etwas von einem "hauptamtlichen Pastor" geschrieben? Hier geht es m. E. um Älteste und Diakone.
Vielleicht wäre es gut, einmal auf den Ursprung der Unterscheidung zwischen "Profis" und "Laien" zu sprechen zu kommen. Denn hier hat auch das Pastorentum seinen Ursprung. Was meinst Du?

Maranatha
Roland
« Letzte Änderung: 15 Mai 2008, 21:44:50 von Roland »
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!