Autor Thema: Mahl des Herrn  (Gelesen 5784 mal)

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Pilger

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Re: Mahl des Herrn
« Antwort #15 am: 12 September 2012, 19:08:01 »
Liebe Geschwister,
in Korinth war der Grund der Kritik des Apostels: warum wartet ihr nicht aufeinander?

Der eine war schon satt, der andere kam und war noch hungrig.

Ich habe mal eine sehr gute Ausarbeitung gefunden:
http://www.grundtexte.de/index.php?option=com_attachments&task=download&id=72

Liebe Grüße
Pilger

Offline Jose

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Re: Mahl des Herrn
« Antwort #16 am: 12 September 2012, 21:42:27 »
Lieber „Pilger“, danke für den Link.
Ich will es gerne noch in Ruhe lesen, mir fiel aber gleich zu Anfang etwas auf.

Zitat
Das Abendmahl.
Wer darf daran teilnehmen?
Wer wiedergeboren ist und damit Sündenvergebung hat und ein Glied am Leib Christi ist.

Also muss die Sündenvergebung vorher stattgefunden haben, was auch biblisch ist.

Wieso steht aber danach:
Zitat
Konsequenzen aus dem Genuß des Abendmahles:
1. Annehmen der Vergebung


Wieso ist hier zu lesen “Konsequenzen” und nicht “Voraussetzung”?

Wenn ich an das Wort Jesu denke: "Wenn du nun deine Gabe darbringst zu dem Altar und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh vorher hin, versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und bring deine Gabe dar!" Mt 5,23-24, dann ist es für mich sehr deutlich, dass ich nicht am Mahl des Herrn teilnehmen darf, wenn ich nicht Frieden mit Gott habe, d.h. die Vergebung meiner Schuld angenommen habe.

Ich blieb an der Aussage: „Konsequenzen aus dem Genuss des Abendmahls“, hängen und muss einfach daran denken, dass für viele Menschen das Abendmahl die Zusicherung der Vergebung Gottes ist, und das ist m.E. so nicht biblisch. Aber so meinst du es sicherlich auch nicht.

Die ganze Ausarbeitung will ich noch in Ruhe lesen, aber die obige Beobachtung wollte ich dir schon jetzt mitteilen.

Herzliche Grüße,
José

Pilger

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Re: Mahl des Herrn
« Antwort #17 am: 13 September 2012, 19:03:35 »
Lieber Jose,
vielen Dank für den Hinweis.
Ich werde die Überschrift dahingehend ändern!

Liebe Grüße
Pilger

Offline Jose

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Das würdige Teilnehmen am Mahl des Herrn
« Antwort #18 am: 13 Oktober 2012, 14:01:20 »
Lieber „Pilger“,
beim durchschauen einiger Themen habe ich den Beitrag hier auch wieder gelesen.

Was das „würdige“ teilnehmen am Mahl des Herrn anbetrifft, so wäre niemand von uns dazu würdig, wenn nicht Gott alles in Jesus für uns vollbracht hätte. Entscheidend ist nun, dass wir das Heil in Jesus angenommen haben und im Licht wandeln. Es ist auch wichtig darauf zu achten, dass niemand unter Gemeindezucht steht. Hierin sehe ich besondere Not in unserer Zeit, denn wenn jemand z.B. aus einer Gemeinde ausgeschlossen wird, so kann er in eine andere gehen und seine „Sünde“, vorausgesetzt er wurde zu recht aus der vorherigen Gemeinde ausgeschlossen, in die neue Gemeinde hineintragen.

Zu deine Ausarbeitung: Es sind wichtige und kostbare Lehren, auch wenn vielleicht nicht alle direkt mit der Mahlfeier zu tun haben. Bis zu 2a kann ich es noch wichtige Anleitung zur Teilnahme am Mahl sehen, an den anderen Punkten sind wir alle, mehr oder weniger, noch am Lernen.

Die Aussagen zu: „Konsequenz aus dem Genuß des Brotes“ und „Konsequenz aus dem Genuß des Weines“, sind m.E. nicht unbedingt als „Konsequenz“ aus der Teilnahme an der Mahlfeier zu sehen, der „Begriff“ Konsequenz stört mich in diesem Zusammenhang etwas, ist aber nicht weiter von Bedeutung und muss auch nicht vertieft werden.

Mit der Aussage tu ich mich etwas schwer:

.......es gab "Stammplätze" in der Gemeinde, an denen sich Gleichgesinnte trafen:
die des Paulus waren, die des Petrus, des Barnabas, die des Christus.


Wenn du das Wort: "Denn es müssen auch Parteiungen unter euch sein, damit die Bewährten unter euch offenbar werden" 1.Kor 11,19, im Zusammenhang mit: „die des Paulus, Petrus usw.“ siehst, so sehe ich den Zusammenhang in der Bibel nicht. Auch würde ich es nicht so hoch bewerten, als handele es sich hier um eine „Bewährungsfrage“. Auch weiß ich nicht, wo da mit den „Stammplätzen“ steht. Habe ich vermutlich überlesen oder vergessen. Kannst du es mir bitte sagen, wo es steht, dass es "Stammplätze" gab für die verschiedenen Gruppen?

Danke für die Ausarbeitung und Gottes reichen Segen, wünsche ich dir!

Liebe Grüße,
José

Pilger

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Re: Mahl des Herrn
« Antwort #19 am: 13 Oktober 2012, 20:12:26 »
Lieber Jose,

die einen hatten schon miteinander gegessen und die anderen waren schon betrunken, die einen hielten es mit Petrus, die anderen mit Paulus usw. Das meinte ich mit "Stammplätzen".

Es wird damals gewesen sein wie heute: Grüppchenbildung.

Liebe Grüße
Pilger

Offline Jose

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Das „Mahl des Herrn“: Spaltungen
« Antwort #20 am: 13 Oktober 2012, 21:38:17 »
Zitat von: Pilger
die einen hatten schon miteinander gegessen und die anderen waren schon betrunken, die einen hielten es mit Petrus, die anderen mit Paulus usw. Das meinte ich mit "Stammplätzen".

Es wird damals gewesen sein wie heute: Grüppchenbildung.

Lieber „Pilger“,
Ich denke nicht, dass der Tadel des Apostels: "Denn es ist mir durch die Hausgenossen der Chloë über euch bekannt geworden, meine Brüder, dass Streitigkeiten unter euch sind. Ich meine aber dies, dass jeder von euch sagt: Ich bin des Paulus, ich aber des Apollos, ich aber des Kephas, ich aber Christi" 1.Kor 1,11-12, etwas mit 1.Kor 11,17-20, im Zusammenhang mit dem Herrenmahl, zu tun hat. Außerdem würde ich die damalige Situation nicht mit der „Grüppchenbildung“ heute vergleichen.


Hier noch aus „Erklärungen zur Bibel“:

Paulus hat davon gehört, daß auch bei den Gemeindeversammlungen Spaltungen auftreten. Dadurch wird sichtbar, wer in der Gemeinde treu und zuverlässig ist. Es geht um die in V. 20-22 genannten Mißstände.

In den frühen Gemeinden wurde das Herrenmahl in Verbindung mit einer Sättigungsmahlzeit gefeiert. Wohlhabendere Christen versammelten sich bereits relativ früh am Abend und brachten etwas zum Essen für das gemeinsame Mahl mit. Sie aßen fröhlich und üppig miteinander, bevor die zur Gemeinde gehörenden Sklaven und Lohnarbeiter, die erst ihre Arbeit beenden mußten, kommen konnten. Für diese blieben nur noch wenige Reste übrig. Dann feierte man gemeinsam das Herrenmahl. Paulus kann eine solche Feier nicht mehr Herrenmahl nennen, weil die Gemeinschaft durch Lieblosigkeit zerstört wird.

1.Kor 11,17-20

Erklärungen zur Bibel (Elberfelder Übersetzung) - © 2004 R. Brockhaus Verlag Wuppertal


Herzliche Grüße,
José