Autor Thema: Bibel  (Gelesen 2157 mal)

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Offline Roland

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Bibel
« am: 11 Dezember 2007, 16:53:15 »
Ich möchte Bibel haben, und suche gerade eine Audioversion.

Meine Frage:
Was ist der Unterschied zwischen Übersetzungen ?
(Elberfelder Übersetzung, Einheitsübersetzung, Martin Luther, Gute
Nachricht, ...?)

Welche Übersetzung soll ich lesen?
Bitte helfen Sie mir.
Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Roland

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Re: Bibel
« Antwort #1 am: 11 Dezember 2007, 17:18:22 »
Aufgrund der unterschiedlichen Struktur verschiedener Sprachen im Allgemeinen ist eine Eins-zu-eins-Übersetzung nicht möglich. Wie Schleiermacher herausstellte, gibt es im Wesentlichen zwei Strategien, mit diesem Problem umzugehen: Entweder passt man den Inhalt an den Leser an und nimmt dadurch Kompromisse in der Genauigkeit in Kauf, oder man verlangt vom Leser, sich an den Inhalt anzupassen und nimmt damit Kompromisse in der Verständlichkeit in Kauf. Man nennt diese Strategien auch zieltextorientiert und ausgangstextorientiert oder wirkungstreu und strukturtreu, wobei zu betonen ist, dass -treu hier hauptsächlich die Absicht der Übersetzer meint.


Strukturtreu – der ausgangstextorientierte Ansatz

Der ausgangstextorientierte Ansatz stellt die Forderung den Urtext strukturtreu in Bezug auf Wortwahl (lexikalisch), Wortbau (morphologisch), Satzbau (syntaktisch) oder Sprachklang (phonetisch) wiederzugeben.

Strukturtreue Übersetzungen wollen den Leser in die Lage versetzen, den Text selbst so studieren zu können, als ob er die Originalsprache beherrsche. Dabei wird in Kauf genommen, dass er fremde Begrifflichkeiten erlernen und sich gegebenenfalls historische Kenntnisse aneignen muss, um den Text zu verstehen. Diesen Nachteil versucht man durch Fußnoten und Anmerkungen, beigefügte Lexika und Kommentare auszugleichen. Da eine kompromisslose Einhaltung des strukturtreuen Ansatzes nicht möglich ist, bergen diese Übersetzungen die Gefahr, dass sich der Leser in einer falschen Sicherheit wiegt, denn gewisse Verluste gegenüber dem Original sind beim Übersetzen unvermeidbar und manche Ausdrücke sind wörtlich übersetzt nicht verständlich oder werden sogar falsch verstanden.

Dem Begriff strukturtreu sind folgende Begriffe untergeordnet:

Wort- und formgetreue Übersetzungen
grammatische Übersetzungen
philologische/wörtliche Übersetzungen
konkordante und begriffskonkordante Übersetzungen
Interlinearübersetzungen


Wirkungstreu – der zieltextorientierte Ansatz

Der zieltextorientierte Ansatz stellt die Forderung, den Urtext wirkungstreu wiederzugeben. Dabei steht die angenommene beabsichtigte Wirkung im Mittelpunkt, die der Text in der Ausgangssprache und Ausgangskultur hatte. Die selbe Wirkung wird mit Hilfe der Zielsprache in der Zielkultur angestrebt. Notwendige inhaltliche Entfernung vom Original wird hingenommen, um dem Leser einen leichtverständlichen, gut lesbaren Text zu bieten.

Diese Übersetzungen sind naturgemäß stark von der theologischen und weltanschaulichen Prägung der Übersetzer beeinflusst, da das Ergebnis von deren Interpretation des Originals abhängt. Dies muss nicht unbedingt ein Nachteil sein, denn so können Übersetzungsvarianten forciert werden, die allgemein anerkannte Glaubenssätze klar zum Ausdruck bringen. Für eine theologische Meinungsbildung, die sich auf den exakten Wortlaut der Bibel gründen möchte, eignen sich diese Übersetzungen weniger.

Die Forderung nach Einfachheit und Eindeutigkeit birgt die Gefahr, den Text auch dort zu vereinfachen, wo das Original nicht einfach und nicht eindeutig ist. Dadurch wird dem Leser unter Umständen das falsche Gefühl vermittelt, er habe die betreffende Passage verstanden. Diesen Nachteil versucht man teilweise durch Fußnoten auszugleichen, in denen alternativ ausgangstextorientierte Übersetzungen geboten werden.

Dem Begriff wirkungstreu sind folgende Begriffe untergeordnet:

Übertragungen
kommunikative Übersetzungen
dynamisch-äquivalente Übersetzungen (von griech. dynamis = Kraft, lat. aequus = gleich + valere = wert sein) bedeutet mit der selben Wirkung wie der Urtext)
common language translation (Übersetzung in Umgangssprache)
culturally reinterpreted (bedeutet kulturell neu interpretiert; wie würden sich die Bibelautoren heute und hier (in der Zielkultur) ausdrücken?)


Sinntreu – der gemischte Ansatz

Die Mischformen stellen Kompromisse zwischen beiden Typen dar, wobei entweder das ausgangstextorientierte oder das zieltextorientierte Prinzip bevorzugt wird und das jeweils entgegen gesetzte Prinzip zum Ausgleich der Nachteile herangezogen wird. Ziel ist eine so genannte sinntreue Wiedergabe des Urtextes.


Bearbeitungen

Von Bearbeitungen spricht man, wenn der Inhalt so angepasst wird, dass sich die Übersetzung (a) an ein Publikum richtet, an das sich der Urtext ursprünglich nicht speziell richtete (beispielsweise Kinder, Jugendliche (Volxbibel), Gelegenheitsbibelleser) oder dass die Übersetzung (b) einen Sinn verfolgt, den der Urtext ursprünglich nicht verfolgte (Heranführung an die Bibel, Unterhaltung, Parodie z. B. „Der große Boss“, Bibelcomics, manche Dialektausgaben, chronologische Zusammenstellungen der biblischen Geschichte, Nacherzählungen in Romanform). Eine weitere Gruppe bilden Bearbeitungen für ein anderes Medium, z. B. für Comic, Film, Fernsehen, Hörspiel, Computerspiel. Man nennt diese drei Typen auch adressatenvariant, intentions/funktionsvariant und medienvariant.

Bearbeitungen sind oft keine eigentlichen Übersetzungen des Urtextes, sondern gehen von einer vorhandenen Übersetzung aus. Man bezeichnet sie dann als intralingual („innerhalb der selben Sprache“) oder intrakulturell („innerhalb der selben Kultur“).


Für mich ist es wichtig, eine grundtextnahe und vollständige (Textus Receptus) Übersetzung zu lesen. Deshalb würde ich folgende Übersetzungen empfehlen:

- Schlachter 2000
- Genfer Studienbibel
- NT übersetzt von H. Jantzen

Shalom
Roland

Quelle: Wikipedia
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Offline Roland

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Bibelübersetzungen im Überblick
« Antwort #2 am: 13 Dezember 2007, 21:26:57 »
Bibelübersetzungen im Überblick


Wortgetreu
Griechischer Mehrheitstext ?NT von H. Jantzen

 
Wortgetreu  
Überlieferter Text der Reformation (MT im AT und TR im NT)
?Schlachter 2000
?Luther 1545-1912 u. 1998
?Zürcher 1536-1913


Wortgetreu
 Großteils überlieferter Text der Reformation
?Alte Elberfelder
?Schlachter 1951
?Bengel-NT
 

Wortgetreu
Weitgehend oder vollständig kritischer "Nestle-Aland"-Text im NT;
z.T. Abweichungen vom MT im AT
?Luther 1956/1984
?Zürcher 1931
?Revidierte Elberfelder 1985 *
?Neue Elberfelder Rev. (CSV 2002)
 

Nicht mehr wortgetreu; zu frei übersetzt
Weitgehend oder vollständig kritischer "Nestle-Aland"-Text im NT;
z.T. Abweichungen vom MT im AT
?Menge-Bibel
?Albrecht-NT
?Luther 1972
?Neue Evangelistische Übertragung (NEÜ) 2003

 
Moderne freie Übertragung("dynamische Äquivalenz")
Weitgehend oder vollständig kritischer "Nestle-Aland"-Text im NT;
z.T. Abweichungen vom MT im AT 
?Gute Nachricht ** ?Hoffnung für alle
?Neues Leben
?Neue Genfer Übersetzung (NGÜ)
?Bruns
?Einheitsübersetzung
?Bibel in gerechter Sprache***

 
Sektiererische Übersetzungen
Aus unterschiedlichen Angaben und an die Gemeinschaft angepasste Bibeln.
? Neue Welt (Zeugen Jehovas)
? DaBhar


Legende:

AT = Altest Testament
NT = Neues Testament

MT = Masoretischen Text (Altes Testament)
TR = Textus Rezeptus (Neues Testament)
NA = Nestle Aland (Neues Testament)

*= bibelkritische Einflüsse in der Übersetzung »Jesus ist nicht GOTT«
**= Hat extrem viele Lehrren verdreht macht aus Jesus eine Frau, verweigert die Jungfrauen geburt,...
***= diese macht aus Gott an manchen stelle eine Göttin, auch wenn sie von 54 Theologinnen geschrieben worden ist, und von der EV.Kirche sehr beliebt ist, ist das wohl die schlechteste Bibel was es gibt.
Die lese Arten für HERR werden umgewandelt in: Der Lebendige, die Lebendige, ErSie, der Ewige, die Ewige, Schechina, Gott, Ich-bin-da

Quelle: Bibelvergleich (leicht geändert)
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2007, 21:29:13 von Roland »
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!