Autor Thema: Richtige Bibel  (Gelesen 2234 mal)

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Richtige Bibel
« am: 26 November 2006, 15:00:33 »
Auch ich mache mir viele Gedanken, was wohl der richtige Grundtext ist.
Es kann doch nur einer sein? Ich lese Elberfelder und die Geschriebene von F.H. Baader.
Die Quellen sind für mich in beiden Fällen verdächtig aufgrund von Lehrmeinungen oder gar Sektenbildungen. Aber was ich gerade bei euch las, stellt auch die gleiche Proplematik. Denn: Quelle: Bibelbaptisten, Nürnberg)
Nach den Kriterien die ich las, fällt dieser Text ja dann auch weg, da er von Baptisten, also Sekten verwaltet wird.
Da ist guter Rat teuer.

Offline Roland

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Re: Richtige Bibel
« Antwort #1 am: 27 November 2006, 17:55:13 »
Ich finde nicht, dass hier guter Rat "teuer" ist, da der biblische Grundtext nicht von den Baptisten verwaltet wird. Ich habe lediglich dem Artikel eine Quellenangabe hinzugefügt.

Nicht nur Baader lehnt den Grundtext (Textus Receptus) ab, sondern auch die Zeugen Jehovas (also eine Sekte!). Außerdem ist Baader ein Allversöhnungsirrlehrer. Eine gute Beurteilung seiner "Bibelübersetzung" findest du unter:

http://bibelbund.christen.net/index-d.html

In diesem Artikel wird beschrieben, dass sie bei Baaders "Bibelübersetzung" inhaltlich Verfälschendes auf verschiedenen Ebenen der Sprache feststellen läßt:

"Wortbedeutungsebene: Das Bemühen einerseits um konkordante Wiedergabe (s.o.) und andererseits um etymologische Genauigkeit[ 7 ] verführt ihn dazu, nicht nur - wie erwähnt - völlig undeutsch zu übersetzen (z.B. »salbhütten« für »salben« in Ruth 3,3), sondern das Bedeutungsgepräge mancher Grundtextwörter durch inhaltliche Verkürzung (z.B. »äonisch« [lediglich einen »Äon« dauernd] statt [wie es sprachwissenschaftlich eindeutig ist] »ewig« z.B. in 2. Petrus 1,11 und Hebräer 6,2) oder Entstellung (z.B. das erwähnte »Herabwurf des Kosmos« von Epheser 1,4, das im deutschen eine negative Nuance [die des Zerstörens] bekommt) zu verändern.

Wortformenebene: Hebräische Wortformen, die eindeutig einen Wunsch bzw. einen indirekten Befehl ausdrücken, übersetzt Baader als Gegenwart, offenbar weil sie äußerlich z.T. bestimmten Formen ähnlichen sehen, die häufig die Gegenwart bezeichnen (so steht in 1. Mose 1,3 »Es wird Licht« statt »Es werde Licht«).

Satzbauebene: Ein Beispiel für eine Entstellung (Ruth 2,10): »Weshalb 'finde ich Gnade in deinen Augen mich zu kennen '... « statt »... daß du (!) mich kennst (= dich um mich kümmerst) ...«.

Diese Übersetzung verkürzt und entstellt auf Schritt und Tritt.
Dies eine kleine Auswahl von fast endlos vielen Beispielen, die zeigen, daß diese Übersetzung weder originalgetreu (sie verkürzt und entstellt auf Schritt und Tritt) noch verständlich ist (sie benutzt eine vom Übersetzer selbst erschaffene Kunstsprache)."

Zur Elberfelder-Übersetzung: Sie wurde von den Darbysten erstellt, also nach deinem Verständnis eine "Sekte".

Letztlich ist es unwichtig, wer sich auf den Grundtext bezieht, sondern die Qualität des Grundtextes ist entscheidend. Wenn man dieses Kriterium berücksichtigt, zeigt sich, dass der Textus Receptus der Grundtext ist. Nähere Infos über die Qualitätsmerkmale des Textus Receptus findest du unter:

http://www.hauszellengemeinde.de/text_des_nt.html
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!