Autor Thema: 6000 Dämonen - 2000 Schweine - 200 Tonnen totes Fleisch  (Gelesen 4006 mal)

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offenbarung3-16

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6000 Dämonen - 2000 Schweine - 200 Tonnen totes Fleisch
« am: 18 November 2007, 13:44:13 »
Und sie kamen ans andere Ufer des Sees in das Gebiet der Gadarener. Und als er aus dem Schiff gestiegen war, lief ihm sogleich aus den Gräbern ein Mensch mit einem unreinen Geist entgegen, der seine Wohnung in den Gräbern hatte. Und selbst mit Ketten konnte niemand ihn binden, denn schon oft war er mit Fußfesseln und Ketten gebunden worden, aber die Ketten wurden von ihm zerrissen und die Fußfesseln zerrieben; und niemand konnte ihn bändigen. Und er war allezeit, Tag und Nacht, auf den Bergen und in den Gräbern, schrie und schlug sich selbst mit Steinen. Als er aber Jesus von ferne sah, lief er und warf sich vor ihm nieder, schrie mit lauter Stimme und sprach: Jesus, du Sohn Gottes, des Höchsten, was habe ich mit dir zu tun? Ich beschwöre dich bei Gott, dass du mich nicht quälst! Denn Er sprach zu ihm: Fahre aus dem Menschen aus, du unreiner Geist! Und er fragte ihn: Was ist dein Name? Und er antwortete und sprach: Legion ist mein Name; denn wir sind viele! Und er bat ihn sehr, sie nicht aus dem Land zu verweisen. Es war aber dort an den Bergen eine große Herde Schweine zur Weide. Und die Dämonen baten ihn alle und sprachen: Schicke uns in die Schweine, damit wir in sie fahren! Und sogleich erlaubte es ihnen Jesus. Und die unreinen Geister fuhren aus und fuhren in die Schweine. Und die Herde stürzte sich den Abhang hinunter in den See. Es waren aber etwa 2000, und sie ertranken im See. Die Schweinehirten aber flohen und verkündeten es in der Stadt und auf dem Land. Und sie gingen hinaus, um zu sehen, was da geschehen war. Und sie kamen zu Jesus und sahen den Besessenen, der die Legion gehabt hatte, dasitzen, bekleidet und vernünftig; und sie fürchteten sich. Und die es gesehen hatten, erzählten ihnen, wie es mit dem Besessenen zugegangen war, und von den Schweinen. Da begannen sie ihn zu bitten, er möge aus ihrem Gebiet weggehen. Und als er in das Schiff trat, bat ihn der besessen Gewesene, dass er bei ihm bleiben dürfe. Aber Jesus ließ es ihm nicht zu, sondern sprach zu ihm: Geh in dein Haus, zu den Deinen, und verkündige ihnen, welch große Dinge der Herr an dir getan und wie er sich über dich erbarmt hat! Und er ging hin und fing an, im Gebiet der Zehn Städte zu verkündigen, welch große Dinge Jesus an ihm getan hatte; und jedermann verwunderte sich. Mat 5,1ff


Bei dieser wahren Geschichte fand ich es recht komisch, in Form von "lustig" - also komisch, daß die Dämonen den Schweinen wohl so nahe standen, daß sie den großen Wunsch hatten, in 2000 Schweine zu fahren. Der Besessene hatte große Macht und war wahrscheinlich von ca 6000 Dämonen (Legion) besessen, weshalb er auch solche Kräfte hatte und die Ganze Gegend verunsicherte.
Drei Dämonen teilten sich also eine Sau und als ob einem nichts besseres einfallen würde, rannten nun die besessenen Schweine wie wild auf den See zu und stürzten sich hinein, so daß alle Schweine ersoffen.
Ich versuche mir das bildlich vorzustellen, wie es denn wohl aussieht, wenn man mal so an den See geht und da plötzlich 2000 tote Schweine darin herum treiben. Wenn man annimmt, daß eine Sau 100 kg wiegt, dann lagen also im See 200 Tonnen tote Schweine herum. Das ist schon enorm.

Dann war mir noch ein wenig suspekt, daß Jesus in Vers 18 in ein Boot steigt. Warum steigt Jesus nur in ein Boot ? Er hätte doch genauso gut übers Wasser gehen können. Er kann mit einem Wort 6000 Dämonen austreiben oder sonst wirklich alles tun und vollbringen - ihm ist NICHTS unmöglich. Aber trotzdem blieb er hier "menschlich" und stieg halt ins Boot - obwohl es gerade ein wenig "lächerlich" ist, daß Jesus auf ein Boot angewiesen wäre. ER dem ALLE Macht gegeben ist.

Die Schweine sind also tot, der See nun ein wenig verschandelt und die Schweinehirten haben einen riesen Verlust erlitten. Der damalige Wert von 2000 Schweinen war sicherlich sehr groß. Dieses monströse Ereignis - hier sieht man, wie wertvoll Jesus ein einzelner Mensch ist, brachte dann die ganze Stadt in Wallung.

Der Besessene, nun völlig geheilt und normalisiert, sitzt mit Jesus, als wäre es das Normalste der Welt, normal und vernünftig am Tisch (das können ja viele minder Besessene heutzutage nicht mal) und ißt mit ihm. Aber trotz dieses unglaublichen Zeugnisses, bitten die Menschen der Stadt, daß Jesus gehen soll (Vers 17) UND Jesus geht. Da wo man Jesus bittet zu gehen, da geht Jesus. In Vers 21 ist Jesus schon nicht mehr da.
Die Chance von einem Schwein zu einem Gotteskind zu werden, wurde also versäumt - aber eine arme Seele wurde gerettet.

Michael
« Letzte Änderung: 18 November 2007, 13:45:57 von offenbarung3-16 »

Schoham

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Re: 6000 Dämonen - 2000 Schweine - 200 Tonnen totes Fleisch
« Antwort #1 am: 28 November 2007, 11:30:22 »
Die Chance von einem Schwein zu einem Gotteskind zu werden, wurde also versäumt - aber eine arme Seele wurde gerettet.

Wie furchtbar wäre es gewesen, die arme Seele hätte in dem Herrn Jesus einen Feind gesehen und hätte sich nicht retten lassen wollen. Sie wäre wohl anstelle der Säue eines Tages in der Weite des Meeres untergegangen.

Offline kenny

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Re: 6000 Dämonen - 2000 Schweine - 200 Tonnen totes Fleisch
« Antwort #2 am: 10 Dezember 2007, 12:48:15 »
Ja, Jesus ist ein Gentleman: Er drängt sich nicht auf. Wo man Ihn nicht will, da geht Er fort. Aber Er lässt sich einladen. Und wenn man Ihn einlädt, dann lässt Er sich auch nicht lange bitten. Dann tritt Er ein. Ganz egal, wer man ist und wo man ist.

Die Chance, von einem Schwein zu einem Gotteskind zu werden, wurde versäumt, da hat Offenbarung 3 - 16 recht. Die Menschen des Dorfes haben nicht gewollt. Aber für den einen Mann, für diese eine Seele war es die Rettung. Es hat sich gelohnt.

Paulus hat einmal über sich selbst geschrieben, dass Jesus auch den grössten Sünder gerettet hat, nämlich Paulus selbst. Die betreffende Bibelstelle habe ich gerade nicht zur Hand. Wenn ich eines Tages im Himmel sein werde und Paulus treffe, dann kann ich ihm recht geben, jedoch mit dem Zusatz: "Jetzt, wo du mich siehst, siehst du auch, dass Jesus sogar den allergrössten Halunken gerettet hat, mich nämlich. Seine Gnade ist einfach unbegrenzt und super. Man muss sie nur annehmen. Jesus sei Dank, Lob, Preis, Anbetung und Ehre."
Jesus ist der Allergrösste!

Schoham

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Re: 6000 Dämonen - 2000 Schweine - 200 Tonnen totes Fleisch
« Antwort #3 am: 10 Dezember 2007, 14:10:24 »
Ja, Jesus ist ein Gentleman: Er drängt sich nicht auf. Wo man Ihn nicht will, da geht Er fort.

Ja so ist es und es ist total traurig.

Oder die Menschen gehen von Ihm fort (Joh. 6,66) weil sie Seinen Anspruch auf ihr Leben begreifen und nicht hören und gehorchen wollen.

Wenn dir durch das Licht Gottes eines der Gebote des Neuen Testamentes offenbart wird und du dich nicht danach richtest und auch gar keine Neigung verspührst, dich danach zu richten, dann fängst du an, abtrünnig zu werden; denn das bedeutet, dass dein Gewissen nicht mehr auf die Wahrheit reagiert. Wenn dir eine Wahrheit enthüllt wird, kannst du nicht der Gleiche bleiben, der du vorher gewesen bist. Dieser Augenblick zeichnet dich entweder als ein Jünger, der Jesus noch treuer geworden ist als vordem, oder aber als einen Abtrünnigen - entweder gehst du von da ab vorwärts oder rückwärts.
Oswald Chambers


Es kann nicht ausbleiben, dass treuen, standhaften Christen Schlingen gelegt werden, dass ihnen Versuchungen begegnen und Verführungen drohen. Wenn sie sie nicht überwinden, heisst das aber nicht, dass sie ihr äusseres Bekenntnis zum Christentum aufgeben, sie ziehen sich nur zurück und gehen nicht mehr mit ihrem Herrn. Sie verleugnen die Berufung, die an sie ergangen war, und beginnen etwas anderes, wählen einen breiteren Weg, ein leichteres Leben. Und doch - die Schmach des Meisters zu tragen und an Seiner Verwerfung Anteil zu haben, ist die Stärke, das Vorrecht und die Ehre des Christen!

Ein Christ verlässt den schmalen, geraden Weg nicht, um nun notwendigerweise ungläubig zu werden, sondern nur um einen Nebenweg einzuschlagen und seine wahre Berufung aufzugeben. Er nimmt an, was ihm angeboten wird und was der Feind gerade für diesen Augenblick vorgesehen hatte. Die Liebe zum Gehorsam weicht der Eigenliebe und dem Streben nach Beliebtheit und Ansehen. Welches sind die Hauptursachen eines solchen Versagens?

Die erste liegt in uns selbst. Es ist unser Eigenleben, ein Boden, auf dem Treulosigkeit, Ungehorsam und Zurückweichen zuerst ganz unmerklich gedeihen, schliesslich aber zu verborgenen oder sichtbaren Gebundenheiten werden. Wie schnell lassen wir uns auf einen breiteren Weg ein, auf ein leichteres Leben! Und die Strömung, der wir uns überlassen, reisst uns schliesslich mit sich fort, so dass wir verleugnen, wozu wir uns anfänglich bekannten.

Die zweite Ursache liegt in den Gefahren, Verlockungen und schädlichen Einflüssen von aussen, denen wir ausgesetzt sind, gemäss der Warnung des Herrn, das niemand uns unsere Krone nehme. Auf dem schmalen Weg, der immer geradeaus führt, ist neben dem Leben des Geistes kein Raum fürs Eigenleben. Man kann unmöglich auf die Wahrheit Anspruch erheben oder sie verkündigen, und sich gleichzeitig innerlich oder durch sein Verhalten auf Kompromisse mit der Welt oder der Sünde einlassen.

Weder der Ehrgeiz unseres natürlichen Herzens noch die Verführungen von aussen sollten uns vom Weg abbringen. Und wenn wir uns gerade jetzt entfernen wollten, oh, dann lasst uns innehalten und es Gott bekennen, ehe es zu spät ist!
Manna am Morgen H.E. Alexander


Es ist schrecklich - das man von Christus weggehen kann ohne es zu merken. So wie die 5 törichten Jungfrauen.

Wie dankbar dürfen wir für die Bibel sein - die uns ganz klar aufzeigt wie Kinder Gottes sind. 

Ich möchte jeden Leser hier ganz herzlich bitten mich zu ermahnen - dort wo er sieht, das ich vom Weg abkomme oder abgekommen bin.