Autor Thema: Der Eid im täglichen Leben  (Gelesen 30909 mal)

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Schoham

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Re: Der Eid im täglichen Leben
« Antwort #15 am: 09 November 2007, 20:35:34 »
Was für ein Vorbild ist uns hier unser HERR. Als Er zu unrecht von falschen Zeugen angeklagt wurde - da schwieg Er.  Doch als Er aufgefordert wurde zu schwören - einen Eid - abzulegen vor den Augen des lebendigen Gottes da war Seine Antwort: "Ja , Ich bin es!"

offenbarung3-16

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Re: Der Eid im täglichen Leben
« Antwort #16 am: 09 November 2007, 20:36:52 »
Hi Roland,

der Sachverhalt ist erst einmal der, daß Jesus hier SELBST NICHT schwört. Zudem geht es hier um Jesus und nicht um uns. Diese Stelle kann also nicht im Widerspruch zu Mat 5,33ff stehen.

Mat 5,34-36 ist ein eindeutiger Befehl.

Die Geschichte mit dem Hohepriester muß ich dazu nicht unbedingt verstehen und versuchen nun den eindeutigen Befehl Jesu aufzuweichen. Mir reichen die einfachen Worte Jesu in Mat 5,34ff völlig aus.

Die Floskel des gottlosen Hohepriesters (der Jesus in den Tod schickt) "ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott" ist doch eh nutzlos. Zum einen kennt er nicht den lebendigen Gott und zum anderen gilt das Verbot des Schwörens auch für ihn.

Grüße
Michael

offenbarung3-16

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Re: Der Eid im täglichen Leben
« Antwort #17 am: 09 November 2007, 20:40:03 »
Hallo Schoham und Roland,

gebts zu - ihr habt euch verschworen uns hier zu ärgern - oder gibt es hier irgendwo eine versteckte Kamera ? Evtl ist es auch nur ein böser Traum ?

Michael

Offline Roland

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Re: Der Eid im täglichen Leben
« Antwort #18 am: 09 November 2007, 20:55:18 »
Hallo Michael,

Fakt ist: Der HERR JESUS wurde von dem Hohepriester unter einen Schwur gestellt und der HERR hat dies nicht abgelehnt bzw. sich dagegen gewehrt. Im Gegenteil: Der HERR JESUS stellte sich unter den Schwur, denn er antwortete darauf:  64 JESUS spricht zu ihm: Du hast es gesagt! Überdies sage Ich euch: Künftig werdet ihr den SOHN des Menschen sitzen sehen zur Rechten der MACHT und kommen auf den Wolken des Himmels!.

Zitat
Diese Stelle kann also nicht im Widerspruch zu Mat 5,33ff stehen.
Die Stelle steht auch nicht im Widerspruch zu Matth. 5,33 ff. Aber sie steht im Widerspruch zu Deiner falschen Schlussfolgerung, weil Du den Kontext nicht berücksichtigt hast.

Zitat
Mat 5,34-36 ist ein eindeutiger Befehl.
Genau, aber auch eindeutige Befehle sollten aus ihrem Kontext heraus verstanden werden.
Schauen wir uns einen weiteren Befehl JESU (nach Deinem Bibelverständnis) an:
Wenn dir aber dein rechtes Auge ein Anstoß [zur Sünde] wird, so reiß es aus und wirf es von dir! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Und wenn deine rechte Hand für dich ein Anstoß [zur Sünde] wird, so haue sie ab und wirf sie von dir! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.
(Matthäus 5,29.30)
Wie weit bist Du mit Deiner Selbstverstümmelung vorangeschritten? Ich vermute, dass auch Du nicht sündlos lebt. Wenn wir nun die beiden Verse aus ihrem Zusammenhang reißen (wie Du es mit Matth. 5,33ff. getan hast), bedeutet das Selbstverstümmelung. Nun, wie sieht es aus? Hast Du Dir bereits ein Auge ausgerissen oder eine Hand abgehauen?

Zitat
Mir reichen die einfachen Worte Jesu in Mat 5,34ff völlig aus.
Mir auch.......

Zitat
Die Floskel des gottlosen Hohepriesters
Das war leider alles andere als eine Floskel, sondern ein Schwur!

Zitat
und zum anderen gilt das Verbot des Schwörens auch für ihn.
Er hat ja nicht geschworen, sondern den HERRN JESUS unter einen Schwur gestellt.

Shalom
Roland
 
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Schoham

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Re: Der Eid im täglichen Leben
« Antwort #19 am: 09 November 2007, 21:05:44 »
Ich hatte noch nie den Wunsch dich zu ärgern Michael.

Hier nochmals ein paar Gedanken aus dem Bibelkommentar.


Die Frage des Eides ist eine heikle Frage für Christen. Die "Schwärmer", die Luther heftig bekämpfte, lehnten zum grossen Teil das Schwören auch im Bereich des Staates ab. Manche christlichen Gemeinschaften und Freikirchen, z.B. die Mennoniten, lehnen den Eid heute noch in jeder Beziehung ab. Stehen sie im Einklang mit Jesus? Es fällt auf, dass Jesus in seinem eigenen Prozess, am entscheidenden Punkt, selbst unter Eid aussagte, dass er Gottes Sohn wäre.  (Mat. 26,63 f.). Also hat Jesus den Eid hier nicht verworfen. Wie stimmt das zu Matth 5,34? Wir müssen hier mit Luther unterscheiden zwischen Jüngergemeinde und dem nichtchristlichen Staat, in dem wir durch Gottes Ordnung leben. Der Staat braucht für die Rechtsfindung den Eid oder eine Art von Eid, weil er ja seine Tätigkeit in einer Welt der Lüge, in der gefallenen Menschheit, ausüben muss. So wie Gott im AT Israel den Eid erlaubte, so erlaubt er ihn dem Staat, um schlimmeres Unheil zu verhüten (vgl. Röm 13, 1-7). Darum kann der Staat auch von Christen den Eid zwangsweise fordern. Wo freilich die Eidesformel ersetzt werden kann - wie in der Bundesrepublik -  sollten wir diese Möglichkeit nutzen. Werden wir dadurch - durch Eidesleistung im staatlichen Zwangsbereich und Ablehnung des Eides in der Gemeinde - doppelbödig? Sofern wir deutlich sagen, warum wir so handeln, nicht. Denn jeder Staat gebraucht Gewalt, durch unsere Steuern unterstützen wir die staatliche Gewalt, ja durch Röm 13,1 ff. ist uns das sogar befohlen. Und dennoch hat uns die "Bergpredigt" Dulden und Feindesliebe gelehrt. Es ist also wichtig, dass die Bergpredigt eine Lehre für Jünger und keine Anweisung für den Staat darstellt. Wir leben als Christen in einer unaufhebbaren Spannung: zwischen alter Schöpfung und Neuschöpfung, zwischen Jüngergemeinde und Staat, als Bürger der Erde und zugleich als Bürger des Himmels, zwischen dem Leib dieses Todes und dem ewigen Geistleib, der hier beginnt. Diese Spannung können wir nicht ausräumen: wir sind ja auf dem Heimweg und als Pilger unterwegs. Etwas von dieser ungeheuren Spannung kommt auch bei der Frage des Eides zum Vorschein.

hannes

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Re: Der Eid im täglichen Leben
« Antwort #20 am: 09 November 2007, 21:17:57 »
ich wurde auf eure diskussion und auseinandersetzung aufmerksam gemacht und antwortete so:

hallo maria,

deine antworten waren durchaus hervorragend und gut in vieler hinsicht.

nach deutscher semantik und sprachpragmatik ist aber michael, dagmar, sarah und jürgen sicher recht zu geben. was ich zu bedenken gebe, ist aber, dass das wort Iesu hier nicht nach den gepflogenheiten unserer heutigen rhetorik und schon gar nicht nach den heute üblichen kriterien eines juristischen textes geäußert wurde, sondern deutlich polemisch und drastisch in der besten tradition der propheten israels. das wort ist ernstzunehmen in seiner schärfe, aber auch zu verstehen: nicht angst zu machen einem jünger, der vor gericht steht und aufgefordert wird unter eid zu sprechen, sondern davor zu warnen, sich durch eid selbst für ein verhalten binden zu wollen.

ich selbst habe es einmal in meinem leben schmerzvoll erlebt, dass ich ein versprechen geleistet habe (einem eid ähnlich), das ich dann nicht zu halten vermocht habe. es tut mir weh bis zum heutigen tag. (es ist vor mehr als 12 jahren gewesen, dass ich aus torheit eine solche unvernunft begangen hatte. es ging um das versprechen eine sehr umfangreiche schriftliche arbeit bis zu einem bestimmten datum nachzureichen. ich schaffte es nicht. das versprechen hemmte mich sogar noch viel mehr, als dass es mir nützte. weil ich es in einer ganz schwierigen situation aus angst gegeben hatte. auch weil ich sonst gravierende nachteile zu erfahren fürchtete, wenn meine vertrauenswürdigkeit nicht durch ein versprechen sichergestellt wäre. tatsächlich hatte ich sie gerade dadurch schon selbst untergraben, weil ich eben nicht ausreichendes vertrauen hatte, ohne diese selbstbindung es schaffen zu können. es ging um fristen, die bei nichteinhaltung ein nach damaliger planung mehrjähriges auslandsvorhaben gefährdeten, welches ich damals für lebensentscheidend betrachtete.

ich würde mich heute fürchten, einen eid zu leisten, und noch viel mehr, wenn ich mich dazu unter druck gesetzt sehen würde. ich würde so antworten wollen, dass deutlich wäre: das anliegen, von mir die unbedingte wahrheit zu erfahren achte und teile ich, und es ist auch mein eigenes anliegen. unter druck setzen aber lasse ich mich in so bedeutenden fragen nicht, da solches unter-druck-setzen der wahrheit ganz unangemessen ist.

Iesous erklärte die forderung des hohepriesters nicht für ungesetzlich (d.h. gesetzwidrig), antwortete aber so, dass deutlich war: Er war von niemandem zu kompromittieren, auch nicht von dem hohepriester israels.

was für ein großer und gewaltiger lehrer Er war!
der Sohn Gottes.

und Er ist unser Herr, der Quell aller Weisheit und allen Erkennens.

danke euch allen für euren unbedingten ernst und für eure liebe zur wahrheit.

ich wünschte, ich wäre solchen menschen wie euch viel früher in meinem leben begegnet. ich freue mich aber, dass ich noch am leben sein darf, auch von euch heute zu hören und aus der unerforschlichen und grenzenlosen weisheit gottes noch immer mehr erfassen zu dürfen. 

wie groß erst wird das leben sein in dem königtum gottes, wenn es gekommen sein wird!

in freundlichkeit und liebe

(ich wollte zuerst nur persönlich antworten, dann aber auch euch allen)

hannes




(tippfehler korrigiert, bitte entschuldigt die kleinschreibung
« Letzte Änderung: 09 November 2007, 21:22:45 von hannes »

Offline Roland

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Re: Der Eid im täglichen Leben
« Antwort #21 am: 09 November 2007, 21:27:23 »
Hallo Hannes,

danke für Deine Antwort. Was ich in Deiner Ausführung nicht verstanden habe, ist folgender Passus:
Zitat
das wort ist ernstzunehmen in seiner schärfe, aber auch zu verstehen: nicht angst zu machen einem jünger, der vor gericht steht und aufgefordert wird unter eid zu sprechen, sondern davor zu warnen, sich durch eid selbst für ein verhalten binden zu wollen.
Meinst Du damit, dass ein Jünger JESU vor Gericht unter Eid aussagen kann - vorausgesetzt, dass er sich nicht für ein bestimmtes Verhalten bindet?

Shalom
Roland

Nachtrag: Sorry, habe noch etwas vergessen.
Zitat
nach deutscher semantik und sprachpragmatik ist aber michael, dagmar, sarah und jürgen sicher recht zu geben.
Kannst Du diese Aussage etwas näher ausführen? Danke!
« Letzte Änderung: 09 November 2007, 22:36:51 von Roland »
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Schoham

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Re: Der Eid im täglichen Leben
« Antwort #22 am: 09 November 2007, 21:36:42 »
Wir haben jetzt ganz unterschiedliche Auslegungen zum Thema Eid gehört. Zusammenfassend habe ich für mich erkannt:

Wenn ich mit einem Menschen im Alltag rede, dann soll mein einfaches Wort gelten. Darum muss ich nicht etwas hinzufügen. In der Art wie: Also ganz ehrlich, wie man manchmal hört. Oder durch: Ich schwöre.

Anders sieht es aus, wenn ein Gericht oder eine Behörde von mir einen Eid verlangt wo ich im Namen Gottes schwören muss - die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu sagen.

Danke Hannes - das du so lieb warst und mir die Freude gemacht - etwas dazu zu schreiben.

Habe auch noch Michi gebeten was zu schreiben.

Wir dürfen all die Antworten unserem HERRN hinlegen und Ihn bitten, das Er uns lehrt - so das wir es verstehen können.

Ich habe den Glauben das wenn wir alle von Herzen nichts als die Wahrheit erkennen wollen - auch die Wahrheit erkennen werden und so immer mehr Eins werden.


hannes

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Re: Der Eid im täglichen Leben
« Antwort #23 am: 09 November 2007, 22:38:12 »
Hallo Hannes,

danke für Deine Antwort. Was ich in Deiner Ausführung nicht verstanden habe, ist folgender Passus:
Zitat
das wort ist ernstzunehmen in seiner schärfe, aber auch zu verstehen: nicht angst zu machen einem jünger, der vor gericht steht und aufgefordert wird unter eid zu sprechen, sondern davor zu warnen, sich durch eid selbst für ein verhalten binden zu wollen.
Meinst Du damit, dass ein Jünger JESU vor Gericht unter Eid aussagen kann - vorausgesetzt, dass er sich nicht für ein bestimmtes Verhalten bindet?

Shalom
Roland


danke für deine frage, roland. sie ist präzise, während ich selbst noch unsicher bin.

meinem herzen graut davor, dass ich mich von einem menschen zu einem eid verpflichten lassen sollte. andererseits verstehe ich den wunsch, eine leichtfertige lüge abwenden zu wollen durch bindung eines anderen an einen eid.

ich würde antworten auf die aufforderung mich zu vereidigen: ´ich sage die wahrheit`

schwören würde ich vielleicht noch aus mir selbst heraus, wenn ich denken könnte, es nützte jemandem. (sobald aber einer versuchen würde, mich zu einem eid zu drängen,  könnte ihm dieser eid - denke ich - gar nicht mehr nützen. weil ich seine angst nur bestätigen und dadurch legitimieren könnte.

es war ganz offenbar gepflogenheit im israel der tage Iesu, einen menschen unter eid zu stellen oder auch selbst zu schwören, um sich zu legitimieren. das aber ist beides falsch und sogar gegen das gesetz gottes, das einen eid zu leisten nicht grundsätzlich verbot. (seinen mitmenschen aber in gefahr zu bringen einen fehltritt zu begehen, das verbot das gesetz. und genau dazu war die praxis des schwörens angetan. sie war - nach den worten Iesu - übel.)

aber das gesetz, das einen eid aus freien stücken zu leisten erlaubte, hob Iesous nicht auf mit seinen worten.

shalom!
hannes

danke dir, maria, für deine einladung!
« Letzte Änderung: 10 November 2007, 07:58:34 von hannes »

Schoham

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Re: Der Eid im täglichen Leben
« Antwort #24 am: 09 November 2007, 22:46:51 »
Gern geschehen Hannes und ich hoffe du wirst mir auch noch dankbar
sein - wenn es sich hier in diesem Forum nicht so entwickelt wie du
es dir vielleicht erhoffst...

Nachtrag: Sorry, habe noch etwas vergessen.
Zitat
nach deutscher semantik und sprachpragmatik ist aber michael, dagmar, sarah und jürgen sicher recht zu geben.
Kannst Du diese Aussage etwas näher ausführen? Danke!

Das habe ich auch nicht verstanden Hannes.

hannes

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Re: Der Eid im täglichen Leben
« Antwort #25 am: 10 November 2007, 00:06:55 »
Zitat
nach deutscher semantik und sprachpragmatik ist aber michael, dagmar, sarah und jürgen sicher recht zu geben.

damit meinte ich: so wie dieser text übersetzt ist (und nicht nur an dieser stelle), ist er dem deutschen unangemessen.
es sei denn, man lässt bibelsprache als eine eigene sprachkategorie des deutschen gelten (was möglich ist, aber unweigerlich zu den hier dokumentierten problemen führt, deren dieses hier noch eines der geringeren ist.)

ich würde ein kommunikativeres übersetzen bevorzugen, das unmittelbar den heutigen, nicht schriftgelehrten hörer ins auge fasst. (ich kann keine übersetzung hier anführen außer eine, die noch nicht verwirklicht ist. sie ist es, an der ich mich orientiere. eine übersetzung, die ihren hörer nicht im stich lässt und ihn auch nicht in die irre führt.)

 

offenbarung3-16

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Re: Der Eid im täglichen Leben
« Antwort #26 am: 10 November 2007, 07:23:09 »
Hallo Roland,

Zitat
(Matthäus 5,29.30)
Wo liegt das Problem ? Es ist hier eben ein Vergleich, daß es wirklich besser ist, Körperteile zu verlieren als daß man in die Hölle kommt. Jesus macht hier einen Vergleich, der zeigt, wie schrecklich die Hölle ist, so schrecklich, daß er diesen schönen Vergleich zieht.

Davon bleibt das Verbot des Eides und des Schwörensin Mat 5,34-36 völlig unberührt.

Aber da wir beide, so wie ich sehe, nicht den selben Glauben haben, kommen wir hier wie in Bezug auf die Gesetzlosigkeit und Geistestaufe sicherlich nicht weiter. Mein Glaube beruht auf sein Wort - der Glaube einiger im Forum auf "aber sollte Gott gesagt haben". Das Grundproblem ist wohl, daß man Jesus nicht kennt.

Mit Deine Bibeldeutung kommst DU nie zum Ziel, wenn Du Mat 5,29-30 hernimmst um alles zu relativieren. Relativismus kommt bestimmt nicht vom Herrn Jesus.

Michael

34 Ich aber sage euch, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron, 35 noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs. 36 Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören, denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. Mat, 5,34-36
« Letzte Änderung: 10 November 2007, 07:37:41 von offenbarung3-16 »

offenbarung3-16

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Re: Der Eid im täglichen Leben
« Antwort #27 am: 10 November 2007, 07:44:04 »
Bin ich so froh, daß es neben den Reformierten und Lutherischen noch Weisheit (gab)

aus den Die Schleitheimer Artikel 1527 der Täufer

Zum siebten haben wir uns über den Eid folgendermassen geeinigt:

Der Eid ist eine Bekräftigung unter denen, die zanken oder Versprechungen machen, und es ist im Gesetz befohlen, dass er im Namen Gottes allein wahrhaftig und nicht falsch geleistet werden soll. Christus, der die Erfüllung des Gesetzes lehrt, der verbietet den Seinen alles Schwören, sowohl recht als auch falsch, sowohl beim Himmel als auch beim Erdreich, bei Jerusalem oder bei unserm Haupt, und das aus dem Grund, den er gleich darauf ausspricht: “Denn ihr könnt nicht ein Haar weiss oder schwarz machen”. Sehet zu! Darum ist alles Schwören verboten. Denn wir können nichts von dem garantieren, was beim Schwören versprochen wird, weil wir an uns nicht das Geringste ändern können. Nun sind einige, die dem einfältigen Gebot Gottes nicht Glauben schenken, sondern sagen und fragen so: Ei, nun hat Gott dem Abraham bei sich selbst geschworen, weil er Gott war (als er ihm nämlich versprach, dass er ihm wohl wollte und dass er sein Gott sein wollte, wenn er seine Gebote hielte); warum sollte ich nicht auch schwören, wenn ich einem etwas verspreche? Antwort: Höre, was die Schrift sagt: “Als Gott den Erben der Verheissung auf überschwengliche Art beweisen wollte, dass sein Ratschluss nicht wankt, legte er einen Eid ab, damit wir durch zwei unerschütterliche Dinge (wodurch es unmöglich war, dass Gott lügen könnte) einen starken Trost haben”. Merke die Bedeutung dieser Schriftstelle: Gott hat Gewalt zu tun, was er dir verbietet. Denn es ist ihm alles möglich. Gott hat dem Abraham einen Eid geschworen - sagt die Schrift -, um zu beweisen, dass sein Rat nicht wankt. Das heisst: Es kann niemand seinem Willen widerstehen und hinderlich werden. Darum konnte er den Eid halten. Wir aber vermögen es nicht, wie es oben von Christus ausgesprochen ist, dass wir den Eid halten oder leisten. Darum sollen wir nicht schwören. Nun sagen weiter einige so: Es ist im Neuen Testament nicht verboten, bei Gott zu schwören, und im Alten sogar geboten. Dagegen sei lediglich verboten, beim Himmel, Erdreich, bei Jerusalem und bei unserm Haupt zu schwören. Antwort. Höre die Schrift: “Wer da schwört beim Himmel, der schwört beim Stuhl Gottes und bei dem, der darauf sitzt”. Merke: Schwören beim Himmel, der ein Stuhl Gottes ist, ist verboten. Wie viel mehr ist es bei Gott selbst verboten! Ihr Narren und Blinden, was ist grösser, der Stuhl oder der darauf sitzt? Auch sagen einige so: Wenn es nun unrecht ist, dass man Gott zur Wahrheit gebraucht, so haben die Apostel Petrus und Paulus auch geschworen. Antwort: Petrus und Paulus bezeugen allein das, was von Gott Abraham durch den Eid verheissen war, und sie selbst verheissen nichts, wie die Beispiele klar zeigen. Aber Zeugen und Schwören ist zweierlei. Denn wenn man schwört, so verheisst man Dinge, die noch in der Zukunft liegen, wie dem Abraham Christus verheissen wurde, den wir lange Zeit hernach empfangen haben. Wenn man aber zeugt, dann bezeugt man das Gegenwärtige, ob es gut ist oder böse, wie der Simeon zu Maria von Christus sprach und ihr bezeugte: “Dieser wird gesetzt zu einem Fall und einer Auferstehung vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird”. Dasselbe hat uns auch Christus gelehrt, als er sagte: “Eure Rede soll sein ja ja und nein nein; denn was darüber ist, ist vom Argen”. Er sagt: Eure Rede oder euer Wort soll sein ja und nein, was man nicht so verstehen kann, als ob er den Eid zugelassen habe. Christus ist einfältig ja und nein, und alle, die ihn einfältig suchen, werden sein Wort verstehen. Amen.

hannes

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Re: Der Eid im täglichen Leben
« Antwort #28 am: 10 November 2007, 08:10:44 »
hallo michael!

ich merke, du magst es gerne hart und konfrontativ.

verständnis und einsicht und erkenntnis aber erfordern auch ein maß an weichheit von seiten des menschen.

das harte ist gut und notwendig. aber es ist noch nicht der ganze mensch.

du hattest geschrieben, die brüste einer frau im hohen lied mit der ekklesia gottes in verbindung bringen zu wollen, sei pervers. darin warst du im irrtum. und bist es auch hier, wenn du denkst, Iesous habe das Gesetz Israels (wie auch die Psalmen und Propheten) als vom Argen gehalten, weil es einen eid nicht grundsätzlich untersagte, sondern sogar gebot bzw. erlaubte.

auch ist die aussage des schleitheimer artikels, ein mensch könne überhaupt nicht einen eid halten, falsch. (nach deinen sprachlichen kriterien).

sei unbeugsam und hart für die Wahrheit, aber achte darauf, dass du es niemals gegen sie bist.




« Letzte Änderung: 10 November 2007, 08:35:34 von hannes »

offenbarung3-16

  • Gast
Re: Der Eid im täglichen Leben
« Antwort #29 am: 10 November 2007, 08:26:10 »
Moin Hannes,

Eure Rede sei: ja ja - nein nein. Ich halte wenig von den Schwätzereien nach dem Geist dieser Welt. Viel reden müssen doch nur die, die dem Wort beständig ungehorsam sind und wie die Saduzäer sich ständigen nach menschlicher Weis-oder Dummheit etwas ausdenken, wie sie Gottes Wort umgehen können.

Klar - die schleimigen Anselm- und reformierten Luther-Schwätzer, wo schon beim Öffnen des Lästermaules der Schleimfluß in Bächen fließt, ist gern gehört. Aber das interessiert die Wahrheit nicht. Vor lauter Schleimerei und Gutmenschentum rutschen viele ihr Leben lang auf ihrem Schleim aus und können was die Lehre betrifft nicht festen Boden gewinnen. Gott läßt sich jedenfalls nicht spoten. Und er wird auch heute oder morgen schon Gericht üben an denen, die IHM ständig ungehorsam sind. Man sollte diese Schläge Gottes als Wohltat empfangen und dafür dankbar sein, daß er so den Dummheiten entgegnet - doch wer darauf nicht hört, da möchte ich nicht wissen, was der HEILIGE als nächstes tun wird. Im Grund sind solche Menschen SELBST schuld, und haben es nicht anders verdient.

Das satanische Werk der Reformation (so sehe ich das mittlerweile) also die 2. Anti-Kirche neben der Hure in Rom und der 3. Anti-Kirche in Form von vielen Freikirchen sind doch in der Lehre, in den Werken und Wandel völlig pervertiert.
Sie sind eben doch nur Hurentöcher von Roms Hurenkirche und können nicht anders wie ihre Mutterhure ihre verdorbenen Glieder zu jede Unreinheit zur Verfügung zu stellen.

Grüße
Michael