Autor Thema: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch  (Gelesen 45119 mal)

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Sarah

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #120 am: 28 Oktober 2007, 13:00:17 »
Lieber Jürgen

Zitat
Mit meiner eigener Kraft werde ich das nicht tun können, aber durch Seine GNADE.)

AMEN ! Da hast Du so recht Jürgen - ohne IHN geht es nicht. ER gibt uns die Kraft dazu!

Zitat
Interessant ist, dass meistens der Alkohol herhalten muss als die Versuchung schlechthin. Als ob es sonst keine Suchtmittel gäbe: Computersüchtigkeit, Autosüchtigkeit,  Handysüchtigkeit, Internetsüchtigkeit ....
Oh ja Jürgen, da hast Du auch sehr recht! Es gibt so viele Süchte, wie von Dir aufgezählt. Und keine Sucht ist besser oder schlechter als die Andere. Wichtig ist, zu erkennen, dass es Befreiung nur durch Jesus gibt und wie Du geschrieben hast durch SEINE Gnade schenkt er es uns, dass wir davon frei werden! Und dann gebührt Jesus alle Ehre! Jesus schenkt Wollen und Vollbringen.

Lieben Gruß von Sarah
« Letzte Änderung: 28 Oktober 2007, 13:16:36 von Sarah »

Dagmar

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #121 am: 31 Oktober 2007, 12:02:42 »
Hallo,

Gestern bin ich noch auf eine Bibelstelle gestoßen, die sowohl von Gnade, Hoffnung,
Erlösung, Rettung als auch von weltlichen Begierden, gottesfürchtigem Wandel, Gesetzlosigkeit und guten Werken spricht. Ich finde, dass der Zusammenhang zwischen diesen Dingen hier deutlich wird.

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen; sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit, indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus, der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun.
Titus 2, 11-14

Sarah

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #122 am: 31 Oktober 2007, 12:05:38 »
Hi Dagmar  --heard--,

das ist jetzt echt der Hammer! Auf genau diese gleiche Bibelstelle bin ich ebenfalls vor ein paar Tagen gekommen und habe sie mir in der Bibel markiert und sie ging mir nicht mehr aus dem Kopf seitdem und damit ist eigentlich ALLES gesagt!

Lieben Gruß von Sarah

nikodemus

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #123 am: 31 Oktober 2007, 16:01:20 »
 AMEN

offenbarung3-16

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #124 am: 31 Oktober 2007, 16:14:49 »
Soviele "gesetzliche Wörter" - ach du liebe Zeit - am besten eine ander Übersetzung nehmen  ;D So macht das auch Rick Warren.

Ted

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #125 am: 01 November 2007, 00:28:25 »
Hallo Dagmar, Sarah

in den von Euch zu Recht dankbar empfangenen und zitierten Bibelversen findet sich doch offensichtlich auch die Anwort auf die "Heiligungsfrage".

Zitat
[Jesus Christus]...der sich selbst für uns gegeben bat, auf daß er uns erlösete von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das fleißig wäre zu guten Werken.
(Titus 2,11)

Reihenfolge und Bedeutung
1. Er erlöst uns von aller Ungerechtigkeit *)
2. Er reinigt sich selbst ein Volk (uns; später die Juden)
3. Er macht das so von ihm erlöste, gerechtfertigte und gereinigte Volk fleissig zu guten Werken.

3. ist die Folge aus 1. und 2. In dieser Reihenfolge.

Das trifft's doch auf den Kopf oder? Lass Euch das mal so richtig durch den Kopf und das Herz gehen: ER erlöst uns. ER reinigt uns. ER bewirkt, dass wir DADURCH fähig zu guten Werken werden.

*)Vorbeugend gegen zu erwartende Einwände bezüglich des Wortes "Gesetzlosigkeit" sei angemerkt, dass hierbei Schlachter 1951, wie auch Luther 1545/1912 "Ungerechtigkeit" schreiben, wogegen Elberfelder 1905 "Gesetzlosigkeit". Das griechische Grundwort laut Strong's lautet "Anomia", was bedeutet "violation of law", "wickedness", "transgress", "unrighteousness". Zu deutsch: Verletzung des Gesetzes, Bosheit/Sündhaftigkeit/Schlechtigkeit, Übertretung, Ungerechtigkeit. Somit denke ich, dass Luther/Schlachter hier den Sinn recht wiedergegeben haben.

@Michael: Dein in der Fussnote Deiner Beiträge zitierter Bibelvers (Mt 7,23) wird von allen 4 Übersetzungen einhellig mit "Übertreter" (nicht "Gesetzlose") wiedergegeben. Das im griechischen zugrundeliegende Wort ist "Anomos", von dem sich das oben angeführte Wort "Anomia" ableitet. Hier steht nun in Strong's Greek "lawless", also "gesetzlos"/"gegen das Gesetz" im Sinne "nicht dem jüdischen Gesetz unterworfen/untergeordnet". Weiter wird auch die Bedeutung "böse" / "ohne Gesetz" / "Übertreter" angeführt. Hier wird klar, dass, weil Jesus hier zu den obersten Vertretern und Verfechtern (nur verbal, nicht durch Tat!) des jüdischen Gesetzes redete, diese Aussage auch nur ganz speziell auf solcherlei "Gesetzesverfechter" zu deuten sein kann. Ich schliesse daraus, dass Jesus hier gerade die anprangerte, die sich so vehement auf's jüdische Gesetz beriefen, es aber keinesfalls vollumfänglich einhielten. Sie waren also "Übertreter" des ihnen gegebenen mosaischen Gesetzes.
Andererseits: kein anderes Volk konnte das jüdische Gesetz übertreten, das ihm gar nicht gegeben war. Diese sind dann keine "Übertreter", sondern "ohne Gesetz".
Daher unterscheidet Strong's hier zwischen "negativer" (mit schlechter) und "positiver" (nicht mit schlechter) Bedeutung.
Mein Resümee in diesem Sinne: es macht einen Unterschied, ob jemand ein "Übertreter" eines ihm gegebenen Gesetzes ist (=negative Bedeutung), oder "gesetzlos", also ohne Gesetz (=positive Bedeutung) ist.
Nun, uns "Heiden", also die wir aus "den Nationen" sind - uns ist nicht das mosaische Gesetz, sondern das Gesetz Christi gegeben. Den Unterschied zum mosaischen Gesetz habe ich bereits an anderer Stelle erläutert. Entscheidend ist jedoch, dass Jesus hier zu solchen Menschen spricht, die unter dem (mosaischen) Gesetz stehen und nicht unter der Gnade (dem Gesetz Christi). Dies wird verdeutlicht durch den Nachsatz: ich habe euch NIE gekannt. Nicht also etwa irgendwann mal gekannt und dann aus irgendwelchen Gründen verworfen, sondern wirklich: NIE gekannt! Das wird Jesus beim letzten Gericht denen sagen, die Seine Gnade NIE ergriffen haben, sondern sich auf ihre (vermeintliche!) Selbstgerechtigkeit berufen: "WIR haben doch dies und jenes alles getan...".

Doch genau dieses "WIR haben doch getan..." ist das, was  im Gerichtsfeuer verbrennen wird. Nicht verbrennen wird allein das, was ER, der Herr Jesus getan hat: für uns am Kreuz und in uns die durch Seinen Heiligen Geist gewirkten Werke.

Langer Rede, kurzer Sinn:

ich bin darin guter Hoffnung, dass der, der in uns das gute Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Christi.


« Letzte Änderung: 01 November 2007, 00:52:48 von Ted »

offenbarung3-16

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #126 am: 01 November 2007, 06:37:01 »
Hi Ted,

Zitat
wird von allen 4 Übersetzungen einhellig mit "Übertreter

viele (Darbysten) übersetzen es als Übeltäter (z.B. in der Elberfelder). Die Luther-Bibel kann man eh nicht ernst nehmen. Im Grund bedeutet es "die Gesetzlosigkeit tuenden" - wohin auch tendenziel das Wort "Übeltäter" geht - aber es doch nich vollends trifft. Stong ist auch nicht der letzter Weisheit Ende.

Die KJV schreibt: "...depart from me, ye that work iniquity" Also die Ungerechtigkeit, das Unrecht Verübenden.

Im Urtext sind die Worte: "Ergazomai Anomia" in einer Reihe genannt. Also das "Ergazomai" ist die "ausführende Arbeit, das Tun" zur "Anomia". Also im Grund gerade das nicht befolgen des Gesetzes.

http://www.searchgodsword.org/lex/grk/view.cgi?number=458

z.B. wird selbes Wort auch in 1. Joh 3,4 verwendet:

Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit; und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.

Es ist eben ein "Trick" von Luther und den Darbysten, dieses Wort einfach aus der Bibel zu löschen, da es eben nicht in ihre Theologie paßt.
Das NIE gekannt kann sich schon auf viele Namenschristen beziehen - aber davon sind ja die Gemeinden voll. Bzw ist ja jeder nur nach dem Namen nach Christ, wenn er keine Frucht bringt bzw kein neues Leben entwickelt (Gleichnis vom Sämann).

Es ist aber in jedem Fall eine Warnung, das Gesetz, die Gebote und die Werke etc einfach mit der "Gnade" verwerfen zu wollen. So einfach geht es nicht. Das Wort widerspricht sich nicht - deshalb gibt es "nur die Möglichkeit" der Luthergläubigen oder der Darbysten das Wort Gottes zu verfälschen und einfach die Begriffe mit Neusprech umzudefinieren.

Liebe Grüße
Michael


offenbarung3-16

  • Gast
Re: 1.Korinther 3,15 Durchs Feuer hindurch
« Antwort #127 am: 01 November 2007, 17:43:58 »
157
1. Was erlebt man? schnöde Zeiten. Wer kann ohne Trauern sein, denn Verderben dringt herein. Was man von den Christenleuten, ihrem Namen rühmlich spricht, zeigen ihre Werke nicht.

2. Jeder will ein Christ zwar heissen; doch in Christi Bünd niss steh'n, seinen Kreuzesweg zu geh'n, will sich keiner recht befleissen, und aus seinem Thun erhellt, er gehöre noch der Welt.

3. Jeder denkt, wenn er ein Christe bloss nur nach dem Namen sei, fall' ihm Erb' und Himmel bei; doch die meisten dieser Lüste schlagen kühnlich in den Wind, wozu sie der Nam' verbind't.

4. Kann auch der wohl Nut. zen fassen, ob er auch ein Christ sich nennt, da ihn Christus selbst nicht kennt? Will er nicht die Sünde lassen, wird der schöne Nam' allein einst schon sein Verdammer sein.

5. Hilft's auch, dass man sein Geschlechte bis aus Jacob's Lenden zählt, wenn sein Glaub' und Werke fehlt? So geht's mit dem Christenrechte, denn ein Christ soll ohne Schein seinem Meister ähnlich sein.

7. Da erlangt das Zeichen Leben, wenn man das, was vorgehild't, eifrig mit der That erfüllt; denn ein Christ muss sich bestreben, stets zu wandeln Christi Bahn, ausserdem bleibt alles Wahn.

8. Ruft ihr: hier des Herren Tempel, hier sein Feuer, Volk und Heerd! Merkt! wer sein Gebot nicht ehrt, dem steht Sodom zum Exempel, und die bloss nur: Herr, Herr! schrei'n, gehen nicht zum Himmel ein.

9. Gottes Wort und Predigt hören, ist noch nicht genug gethan; Gott sieht Herz und Wandel und die Früchte nach den Lehren. Wer beim Hören bloss besteht, dort gewiss verloren geht.

12. Gott zu kennen ist das Beste, doch zu thun nach sein'm Geheiss, trägt am Ende Lohn und Preis, und der stehet felsenfeste, welcher hier auf dieser Welt Gott's Gebot aus Liebe hält.

13. Alle sind nicht wahre Glieder; mancher Leib trägt, wie man sieht, auch wohl ein erstorb'nes Glied. Christi Kirch' hat falsche Brüder, die ohn' Hochzeitskleider steh'n und zu seinem Tisch doch geh'n.

14. Innerlich mit Reu' und Busse muss die Seele angethan zu der heil'gen Tafel nah'n, froh und zitternd beim Genusse, damit ihr die Arzenei nicht zum ew'gen Tode sei.

15. Heilig, heilig soll man leben. Heiligkeit heisst uns're Bahn, die uns führet himmelan. Die sich also nicht bestreben, kommen bei der Zeiten End' in erschreckliches Elend.
aus einem mennonitschen Liederbuch