Autor Thema: Nachfolge und Heiligung  (Gelesen 14102 mal)

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Ted

  • Gast
Re: Nachfolge und Heiligung
« Antwort #45 am: 27 Juli 2007, 14:39:27 »
Michael schreibt:
Zitat
Sarah - du mußt sehen, daß Ted einfach nicht will und damit er sein Gewissen beruhigen kann, nimmt er ein paar Bibelverse heraus und ignoriert, was die Bibel weiter zu dem Thema sagt. Damit ist er nun keine Ausnahme. Die ganze laodizäische Christenheit tut das so.


Michael, was genau "will der Ted einfach nicht"? Was meinst Du damit?


Dagmar schreibt:
Zitat
Wer nun meint, sich nicht an Gottes Wort halten zu müssen, der kann eigentlich keinen Anspruch auf Gottes Kraft erheben.

Ich will doch das Gebot Christi halten!

Und das ist sein Gebot, daß wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesu Christi und lieben uns untereinander, wie er uns ein Gebot gegeben hat.

Seid niemand nichts schuldig, als daß ihr euch untereinander liebet; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt.

Denn alle Gesetze werden in einem Wort erfüllt, in dem: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. So ihr euch aber untereinander beißet und fresset, so sehet zu, daß ihr nicht untereinander verzehrt werdet.

« Letzte Änderung: 27 Juli 2007, 14:50:52 von Ted »

Dagmar

  • Gast
Re: Nachfolge und Heiligung
« Antwort #46 am: 27 Juli 2007, 14:58:39 »
Lieber Ted,

wenn Du Gottes Wort halten willst, brauchst Du Dich durch meine Bemerkung ja nicht angesprochen zu fühlen ;)

Dagmar

offenbarung3-16

  • Gast
Re: Nachfolge und Heiligung
« Antwort #47 am: 27 Juli 2007, 19:16:48 »
Hi Ted,

ich meine damit Deine passive Einstellung in Bezug auf Heiligung, daß Du auf den großen Segen von oben wartest, der Dich irgendwann, so Gott will und wir es noch erleben  :D ereilen wird. Und schenkt Gott keine Gnade dazu, dann hat man halt Pech gehabt. Sarah hat ja schon trefflich geschrieben:

Zitat
In der Bibel ist ja viel die Rede von: ...strebt nach....kehrt um....folgt nach....heiligt euch....zieht an...naht euch....demütigt euch....redet nicht...legt ab...seid Täter des...enthaltet euch....usw.

Hast Du noch die Bibelstellen zu den zitierten Versen ?

Gruß
Michael

Sarah

  • Gast
Re: Nachfolge und Heiligung
« Antwort #48 am: 27 Juli 2007, 20:16:07 »
Hallo Du,

es gibt ja eine Menge Stellen zu dem Thema Heiligung und ich habe ein paar herausgesucht:

Kol. 3,12 (zieht an...)
1. Thess 4,3 (enthaltet...)
2. Tim 2,22 (fliehe die jugendlichen Lüste..)
Jak. 4,8 (naht euch zu Gott..)
1. Pet 1,14 (passt euch nicht den Begierden...)
1. Pet 2,11 (enthaltet euch der fleischlichen Begierden..)
1. Pet 2,12 (führt einen guten Wandel...)
2. Pet 3,11 (auszeichnen durch heiligen Wandel...)
1. Joh. 2,15 (habt nicht lieb die Welt)
Jak. 1,22 (seid Täter des Wortes...)
Hebr. 12,14 (Jagd nach dem Frieden und der Heiligung...)
Hebr, 12,1 (Last und Sünde ablegen....)
Eph. 4,22 (alten Menschen ablegen...)
Eph. 4,24 (neuen Menschen anziehen...)
Gal. 5,24 (Fleisch kreuzigen samt Leidenschaften und Lüsten..)

Es gibt sicher noch mehr Stellen.....

Lieben Gruß von Sarah















Sarah

  • Gast
Re: Nachfolge und Heiligung
« Antwort #49 am: 28 Juli 2007, 13:11:13 »
Mit den Bibelstellen wollte ich zum Ausdruck bringen, dass es sich hier um Verben, also Tätigkeitsworte handelt und dass das bedeutet, dass wir als Nachfolger Jesus auch etwas TUN sollen - dazu werden wir aufgefordert.

Gerade diese Stelle aus Jakobus 4, 8:

Naht euch zu Gott dann naht er sich euch

interpretiere ich ebenfalls so, dass der erste Schritt von uns ausgeht, nämlich indem WIR uns IHM nahen. Das kann sein durch völlige Hingabe, Gebet, Gehorsam, heiliger Wandel, Verzicht...usw. und dann naht sich Gott zu uns.

Ich habe es selbst erlebt, dass, je mehr ich auf Dinge verzichtet habe oder gelassen habe, desto mehr fühlte ich mich Jesus nah und desto mehr habe ich seine Gegenwart gespürt.

Jesus sagt: folget mir nach....

Das ist ebenfalls eine Aufforderung etwas zu tun, nämlich nachzufolgen. Er hat ja nicht gesagt "bleibt stehen" und wartet einfach mal ab. Nein, im Gegenteil, er sagte ja "kehrt um". Siehe auch "der reiche Jüngling", der nicht bereit war, richtig und mit ganzem Herzen umzukehren und seine Reichtümer den Armen zu geben. Diese Reichtümer sind für mich ein Bild für alles Mögliche, an dem unser Herz hängen kann. Sind wir wirklich bereit "unsere" Reichtümer aufzugeben? Für IHN?

Ich glaube auch nicht, dass Gott "Marionetten" will. Marionetten sind willenlose Wesen. Wenn Gott hätte Marionetten haben wollen, so hätte er nicht den "mündigen" Menschen erschaffen, der zwischen Ja und Nein und Gut und Böse entscheiden soll und kann. Welchen "Wert" hat die "Liebe" einer willenlosen Marionette?


Sarah

  • Gast
Re: Nachfolge und Heiligung
« Antwort #50 am: 28 Juli 2007, 21:44:24 »
Ihr Lieben,

mir ist heute ein wunderbares Traktat "in die Hände gefallen" "Christ werden - als Christ leben" in welchem es unter dem Thema "das Siegesleben der Gläubigen" um Versuchungen von außen - von Seiten der Welt geht. Dies passt gut zu unserem Thema "Heiligung und Nachfolge" wie ich finde und daher möchte ich es an dieser Stelle zitieren:

Die sündigen Dinge dieser Welt (1. Joh. 2, 15+16) können durch das Tor der 5 Sinne in unser Herz eindringen. Gesicht, Gehör, Geschmack, Geruch und Gefühl sind die 5 Türen, wo Gefahr lauert! (vgl. 2. Kön. 6,9)

Am Beispiel von Joseph im Haus von Potiphar sehen wir deutlich, wie ein Christ solchen Versuchungen entgeht: durch die Flucht! (1. Mose 39, 7-12, 1. Tim. 6,11, 2. Tim. 2,22) Der göttliche Befehl heisst hier immer: Flieht! Die tapfere Flucht des Glaubens bringt uns in Sicherheit. Gefährliche Bücher und Bilder, gefährliche Musik und Worte, gefährliche Menschen und gefährliche Genüsse wollen wir fliehen! (1. Kor. 6,18, 1. Kor. 10,14). Dann nehmen wir keinen Schaden, haben ein reines Gewissen und ein frohes glückliches Herz. Wir fliehen zu Jesus - und haben den Sieg! (Sprüche 18,10, Psalm 61,3, Psalm 17,8)

Auch hier kann man wieder schön sehen, dass es absolut notwendig ist, sein Glaubensleben aktiv mit zu steuern, indem man den Dingen der Welt, die uns von Jesus trennen, FLIEHT oder entsagt. Gott erwartet von uns diesen Gehorsam und er hilft uns auch dabei!

Viele Grüße von Sarah

offenbarung3-16

  • Gast
« Letzte Änderung: 29 Juli 2007, 16:48:27 von offenbarung3-16 »

offenbarung3-16

  • Gast
Re: Nachfolge und Heiligung
« Antwort #52 am: 07 August 2007, 10:25:22 »
Also mir kam der Gedanke, eines "christlichen Satanismus" der nach der satanischen Maxime lebt:

"Tue was dir gefällt, soll sein das ganze Gesetz“ (Crowley: Gesetze von Thelema).

Die Folgen davon sind weltlicher Wandel, weltliche Musik und sonstige Dinge, die sich aus diesem satanischen Gnaden-Verständnis heraus ergeben.

Ganz im Sinn des Irrlehres Prof. Luthers, meinen die "der Stellung nach Heilige" und dem Wandel nach Feindes Jesu, daß sie nun alle Freiheit zum sündigen haben. Und sie meines es nicht nur, sondern sie tun es auch.

Ich finde die Parallele der Satanisten zu den christlich satanisch Gesetzlosen erstaunlich.

Dagmar

  • Gast
Re: Nachfolge und Heiligung
« Antwort #53 am: 07 August 2007, 10:56:34 »
1.Petrus
2:5 so lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.
2:6 Darum steht auch in der Schrift: Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein, und wer an ihn glaubt, soll nicht zuschanden werden.
2:7 Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar; für die aber, die sich weigern zu glauben, gilt: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, gerade der ist zum Eckstein geworden,
2:8 ein Stein des Anstoßens und ein Fels des Ärgernisses. Weil sie sich weigerten, dem Wort zu glauben, nehmen sie Anstoß, wozu sie auch bestimmt sind.
2:9 Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht 2:10 euch, die ihr einst nicht ein Volk wart, jetzt aber Gottes Volk seid, und einst nicht begnadigt wart, jetzt aber begnadigt seid.
2:11 Geliebte, ich ermahne euch als Gäste und Fremdlinge: Enthaltet euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten;
2:12 und führt einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als Übeltäter verleumden, doch aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben, Gott preisen am Tag der Untersuchung.
2:13 Ordnet euch deshalb aller menschlichen Ordnung unter um des Herrn willen, es sei dem König als dem Oberhaupt
2:14 oder den Statthaltern als seinen Gesandten zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun.
2:15 Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt;
2:16 als Freie, und nicht als solche, die die Freiheit als Deckmantel für die Bosheit benutzen, sondern als Knechte Gottes.

Sarah

  • Gast
Re: Nachfolge und Heiligung
« Antwort #54 am: 07 August 2007, 11:00:31 »
Also das ist ja wirklich erschreckend, diese satanische Maxime - furchtbar !

Dazu kommt mir noch ein Gedanke. Im Grunde ist es so, dass die Menschen und auch viele "Christen" keinen Herrscher über sich akzeptieren. Gott, der Herrscher über Himmel und Erde, ist für viele lediglich der "liebe Gott", der für deren Bedürfnisse herhalten muss. Der Mensch macht sich selbst groß. Ein anderes Wort für "Herrschaftslosigkeit" ist ja Anarchie. Und wohin Anarchie meist geführt hat und führt, ist in unordentliche und gesetzlose Zustände und der Feind lacht sich in's Fäustchen. Er suggeriert den Christen ein, doch tun zu können was einem gefällt und der Mensch glaubt es nur zu gern und das Elend nimmt seinen Lauf....

Sarah

  • Gast
Re: Nachfolge und Heiligung
« Antwort #55 am: 07 August 2007, 14:36:30 »
Eine wunderschöne Verheissung in Bezug auf Nachfolge:

Denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer (Hebr. 13,29)

Hört, ihr Fernen, was ich tue, und ihr Nahen, erkennt meine Stärke!
33:14 Die Sünder in Zion sind erschrocken, Zittern hat die Heuchler ergriffen: Wer von uns kann bei einem verzehrenden Feuer wohnen? Wer von uns kann bei der ewigen Glut bleiben?
33:15 Wer in Gerechtigkeit wandelt und aufrichtig redet; wer es verschmäht, durch Bedrückung Gewinn zu machen; wer sich mit seinen Händen wehrt, ein Bestechungsgeschenk anzunehmen; wer seine Ohren verstopft, um nicht von Blutvergießen zu hören; wer seine Augen verschließt, um Böses nicht mit anzusehen
33:16 der wird auf Höhen wohnen, Felsenfesten sind seine Burg; sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser versiegt nie. (Jes. 33, 13-16)
« Letzte Änderung: 07 August 2007, 14:38:23 von Sarah »