Autor Thema: Alter und neuer Bund  (Gelesen 12158 mal)

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Biene

  • Gast
Re: Alter und neuer Bund
« Antwort #15 am: 29 Juni 2007, 15:34:29 »
So Roland,

 schau mal habe mal willkürlich ein Gesetz was mir gerade ins Auge fiel rauskopiert :

Im vierten Buch Moses Kaptitel 15 steht:
 Strafe für Sabbatschändung
32Als nun die Israeliten in der Wüste waren, fanden sie einen Mann, der aHolz auflas am Sabbattag. 33Und die ihn dabei gefunden hatten, wie er Holz auflas, brachten ihn zu Mose und Aaron und vor die ganze Gemeinde. 34Und sie legten ihn gefangen, denn es war nicht klar bestimmt, was man mit ihm tun sollte. b 35Der HERR aber sprach zu Mose: cDer Mann soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen draußen vor dem Lager. 36Da führte die ganze Gemeinde ihn hinaus vor das Lager und steinigte ihn, so daß er starb, wie der HERR dem Mose geboten hatte.

So Roland das war eine Gesetzesvorschrift aus dem alten Bund den Gott mit seinem Volk damals schloss .

So du  hast bestimmt auch schon mal an einem Sabbattag zb ein Stück Holz aufgehoben oder ?

Und nun ?

Sollen wir dich nun auch steinigen ?

Verstehst du ?
Das ist auch das was Shadow die ganze Zeit meinte, wenn du meinst dich ans ganze alte  Gesetz halten zu müssen, - also zwingend , dann müsstest du dich auch daran halten .

Wenn ja sammel schon mal ein paar Steinchen, habe nämlich schon viel mehr am Sabatt gemacht  ;)

Das fällt aber alles weg ,also diese bindenden Rechtsvorschriften aus dem alten Bund für uns Heidenchristen , es bleiben aber die moralischen Gesetze Gottes (er er es benennt ) bestehen .

Hier der Auszug von ihn nocheinmal :

Das moralische Gesetz Gottes


Einige könnten nun fragen: Dürfen wir nun lügen, stehlen, töten, Ehe brechen usw. weil wir uns nicht an das jüdische Gesetz halten müssen und frei sind vom Gesetz?

Gegenfragen:
Durften die Juden vor dem Bundesschluss am Sinai (AB) lügen, stehlen usw.? Natürlich nicht! Hier wurde nur schriftlich fixiert, was schon immer als moralisches Gesetz (Grundwerte) galt. Dürfen denn die Heiden (Nichtjuden) lügen, stehlen, töten usw., weil für sie nie der AB gegolten hatte? Natürlich nicht! Warum?

Das moralische Gesetz Gottes - die moralischen Grundwerte - gelten für alle Menschen, unabhängig von irgendwelchen Bündnissen, unabhängig von Kultur, Sprache oder Herkunft.

Gott hat sein "moralisches Gesetz" (so nenne ich hier die moralischen Grundwerte) in die Herzen der Menschen geschrieben (nicht das Gesetz des Mose - jüdisches Gesetz). Dadurch haben die Menschen Erkenntnis von den grundsätzlichen moralischen Werten und sind mit ihrem Gewissen verantwortlich für ihr Handeln. Gemäß dem eigenen Wissen und Gewissen wird Gott die Menschen richten, unabhängig davon, ob sie die Bibel als ihren Maßstab anerkannt haben oder nicht.
Der Römerbrief schreibt von den Nationen (Heiden, Nichtjuden), die das Gesetz (des Mose) nicht haben, dass das Gesetz (moralisches Gesetz) in ihr Herz geschrieben wurde.
Röm. 2, 14-16 (Anmerkungen in Klammern):
14 Denn wenn Nationen, die kein Gesetz (Gesetz des Mose) haben, von Natur dem Gesetz (moralisches Gesetz) entsprechend handeln, so sind diese, die kein Gesetz (des Mose) haben, sich selbst ein Gesetz (moralisches Gesetz).
15 Sie beweisen, dass das Werk des Gesetzes (moralisches Gesetz) in ihren Herzen geschrieben ist, indem ihr Gewissen mit Zeugnis gibt und ihre Gedanken sich untereinander anklagen oder auch entschuldigen -
16 an dem Tag, da Gott das Verborgene der Menschen richtet nach meinem Evangelium durch Jesus Christus.

Die Menschen werden nach ihrem Wissen und Gewissen gerichtet:

 
Röm. 2, 1:
1 Deshalb bist du nicht zu entschuldigen, o Mensch, jeder, der da richtet; denn worin du den anderen richtest, verdammst du dich selbst; denn du, der du richtest, tust dasselbe.
Mt. 7, 1-2:
1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!
2 Denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.

Das moralische Gesetz ist somit universell, immer und überall gültig, unabhängig von irgendwelchen Bündnissen. Es ist im AB und NB enthalten. Siehe auch die Sündenlisten (z.B. Röm. 1, 28-32).

Jesus beschrieb den Kern unserer moralischen Verpflichtung wie folgt:
Mt. 22, 37-40:
37 ... "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand."
38 Dies ist das größte und erste Gebot.
39 Das zweite aber ist ihm gleich: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."
40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.
Röm. 13, 10:
10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Die Erfüllung des Gesetzes (moralisches Gesetz) ist also die Liebe.
Gal. 5, 14:
14 Denn das ganze Gesetz (moralisches Gesetz) ist in einem Wort erfüllt, in dem: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."

Nachdem die Menschen Jesus annehmen, Vergebung durch das vergossene Blut Jesu erhalten, werden sie gereinigt und ihr Gewissen wird erneuert. Gott schreibt in ihr Herz sein moralisches Gesetz. Sie sollen Gott gemäß ihrem Wissen und Gewissen dienen und entsprechend in Freiheit handeln.

 
Hebr. 8, 10:
10 Denn dies ist der Bund, den ich dem Haus Israel errichten werde nach jenen Tagen, spricht der Herr: Meine Gesetze gebe ich in ihren Sinn und werde sie auch auf ihre Herzen schreiben; und ich werde ihnen Gott und sie werden mir Volk sein.

Biene

Biene

  • Gast
Re: Alter und neuer Bund
« Antwort #16 am: 29 Juni 2007, 15:44:02 »
Komm ich noch zu lieber  Roland , vergesse ich schon nicht . ??????

Nun bin ich aber gerade auf einen Widerspruch bei ihm gestossen  :

Momento noch ja ?

Also er schrieb :

Jesus kam nicht, um das Gesetz zu reformieren (zu verändern). Er erfüllte das Gesetz (des Mose) in zweifacher Weise:

   1. er selbst hielt sich an alle Vorschriften des Gesetzes (wenn er es nicht getan hätte, hätte er gesündigt)
   2. Jesus erfüllte das Gesetz, indem er es zu seinem bestimmungsgemäßen Ende führte durch die Einsetzung des Neuen Bundes

Natürlich hat er das Gesetz reformiert, wenn man mal bei seinen eingebrachten Worten bleibt  !

Ausserdem sagte ich ja schon irgendwo anders,  das ich denke Jesus hat schon nach dem neuen Bund gelebt und auch gepredigt.


Hier muss ich ihm also mal widersprechen .
Denn ansonsten hätte Jesus doch einmal gesündigt haben müssen , aufgrund seiner Argumentation .

Denn auf Ehebruch stand nun einmal laut altem Gesetz Steinigung !
Das hat Jesus aber mit seinen Worten damals verhindert .
Obwohl das ein bindendes Gesetz aus dem alten war !

Also hat er schon das alte Gesetz reformiert um mal bei seinen Worten zu bleiben oder sehe ich nun was verkehrt ?

Biene

  • Gast
Re: Alter und neuer Bund
« Antwort #17 am: 29 Juni 2007, 16:20:22 »
So nun zu deinen Fragen  ;)

Ja danke für die bessere Übersicht, ist so für mich einfacher.

Wieder fett rein ok ?

Hallo Biene,

bevor ich auf Deinen neuen Beitrag antworte, wäre es vielleicht gut, wenn die noch die offenen Fragen beantworten könntest? Nicht, dass sie noch versehentlich "untergehen".....

Zur besseren Übersicht sind hier nochmal die Fragen:

Zitat
Der alte Bund besteht aus Werksgerechtigkeit , die "Möglichkeit" man beachte die Anführungstriche - aus Werksgerechtigkeit, sich also an alles haltend,  erlöst, bedacht  zu werden .(Erbe )
Was ist Abraham ( der ja unter dem Alten Bund lebte) zur Gerechtigkeit gerechnet worden?

Man beachte die Formulierung - zur Gerechtigkeit gerechnet worden !
Ist für mich schon ein Unterschied, denn dort steht nicht- dadurch gerecht geworden oder ? Aber meinst du nun die Werke oder den Glauben ? Gibt ja zwei  Bibelstellen dadrüber ?.


Zitat
Der neue Bund besteht aus alleinigen  Glauben an Jesus und seinen Tod am Kreuz - einmaliges Sühnopfer -anzunehmen und somit Erbe der Kindschaft, mit allem angedachten Erbe des Schöpfers bedacht  zu werden .
Wie bringst Du folgende Bibelstelle mit Deiner Meinung in Einklang:
So seht. ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein. (Jakobus 2,24)

Also bei mir in der Luther steht :So seht ihr nun, daß der Mensch durch Werke gerecht wird, nicht durch Glauben allein


Ausserdem ist dazu der ganze Kontext wichtig :

 Glaube ohne Werke ist tot
14aWas hilft's, liebe Brüder, bwenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen? 15Wenn ein Bruder oder eine Schwester Mangel hätte an Kleidung und an der täglichen Nahrung 16und jemand unter euch spräche zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!, ihr gäbet ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat - was könnte ihnen das helfen? c 17So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.
a: Röm 3,21-31 b: Mt 7,21  c: 1. Joh 3,18


18Aber es könnte jemand sagen: Du hast Glauben, und ich habe Werke. Zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, so awill ich dir meinen Glauben zeigen aus meinen Werken. 19Du glaubst, daß nur einer Gott ist? Du tust recht daran; die Teufel glauben's auch und zittern. 20Willst du nun einsehen, du törichter Mensch, daß der Glaube ohne Werke nutzlos ist? 21Ist nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerecht geworden, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? b 22Da siehst du, daß der Glaube zusammengewirkt hat mit seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden. 23So ist die Schrift erfüllt, die da spricht (1. Mose 15,6): «Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden», und er wurde «ein Freund Gottes» genannt (Jesaja 41,8). 24So seht ihr nun, daß der Mensch durch Werke gerecht wird, nicht durch Glauben allein. 25Desgleichen die cHure Rahab, ist sie nicht durch Werke gerecht geworden, als sie ddie Boten aufnahm und ließ sie auf einem andern Weg hinaus? 26Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.


Also alleine aus Glauben an Jesus wurde ich Gottes Kind .
Ich wurde also adotiert .
Dann klar erwartet Gott auch das ich seinem Vorbilde nachfolge (Erziehung )und gute Werke tue .
Mit Abraham zu argumentieren passt übrigens  nicht ganz so, denn als er Issak opfern wollte , sehe gerade das sich da ein Übersetzungsfehler eingeschlichen hab en muss, denn es steht ja dort in der Übersetzung :21Ist nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerecht geworden, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? stimmt ja nicht, hat er ja nicht, hat dann ja ein Tier geopfert statt Isaak, -na ja gut das mal so nebenbei bemerkt , ist das ja ein Werk gewesen,stimmt durchaus,  aber das war ja keine bindende Rechtsvorschrift aus dem alten Bund .
Also sollten wir denke ich schon zwischen Werken (etwas was man tut oder nicht tut )  und bindenden Rechtsvorschriften aus dem alten Bund unterscheiden,meinste nicht auch ? ;)


Zitat
Ähm du für die Judenchristen  hat das ganze Testament - also auch das alte bestimmt noch Gültigkeit, darum entstanden ja auch bestimmt  die ganzen Streitigkeiten der Juden mit den Heidenchristen usw .
Aber ich bin ein Heidenchrist !
Sprich hinein adoptiert aufgrund des neuen Testamentes - des neuen Bundes  !
Aufgrund des  alten Bund hätte ich gar nicht als Heidenchristin  adoptiert werden können !

- Was meinst Du damit, dass das AT für Judenchristen gültig ist?
Ich schrieb bestimmt -von ihrer Perspektive aus betrachtet- ich schrieb nicht das sie es müssen,  ist ja noch ein Unterschied,gell ?
Ich kenne keinen Judenchristen, aber ich kann mir durchaus vorstellen das sich einige noch an die alten Gesetze halten , können sie ja auch gerne, dadurch werden sie aber  nicht gerechter als ich (siehe neuen Bund )


- Wieso hat es für die Judenchristen (die genauso wie Du unter dem Neuen Bund stehen) Gültigkeit und für Dich nicht?


Hast du mich falsch verstanden,kann aber , bzw wird wohl  an meiner unzureichenden Formulierung gelegen haben,  siehe oben


Mal so ne Frage nebenbei , - die nicht bekehrten Juden, wie halten die das eigentlich heutzutage  ?

Sie müssten ja nach dem alten Bund noch voll leben, also auch alle Rechtsvorschriften bindend einhalten oder ?

Siehe Sabbatbruch ,  oder Ehebruch als Beispiel, - bindende Rechtsvorschriften- steinigen sie denn auch heutzutage noch ?

Haben sie auch den ganzen Priesterdienst aus dem alten noch ?
Und wie haben sie sich das wohl damals erklärt das der Vorhang zum Tempel zerriss ?

bis später Biene


Offline Roland

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Re: Alter und neuer Bund
« Antwort #18 am: 30 Juni 2007, 14:20:54 »
Hallo Biene,

Zitat
Sollen wir dich nun auch steinigen ?
Würde Dir Spaß machen, gell?

Zitat
Das ist auch das was Shadow die ganze Zeit meinte, wenn du meinst dich ans ganze alte  Gesetz halten zu müssen, - also zwingend , dann müsstest du dich auch daran halten .
Genau hier liegt Shadows und auch Dein Denkfehler. Ihr begrenzt die Bedeutung des AT auf die Heilsnotwendigkeit. Das AT hat für uns Christen jedoch eine weitaus größere Bedeutung:

=============================================================
Die Bedeutung des AT für Christen

• Das AT ist Gottes inspirierte Offenbarung (2Tim 3,16).

• Es ist nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, um den Menschen Gottes vollkommen auszurüsten (2Tim 3,16).

• Es macht weise zur Rettung (2Tim 3,14-15).

• Das AT offenbart Jesus Christus (Luk 24,25-27.44-45; Joh 5,39.45-46). Das Gesetz ist voller Schattenbilder auf den Reichtum hin, den Christus einführen sollte (Heb 10,1; Kol 2,17).

• Das AT ist für Christen geschrieben worden (1Kor 9,9-10; 10,11; Röm 15,4).

• Alttestamentliche Geschehnisse ereigneten sich als Ermahnung für Christen (1Kor 10,6).

• Christen stehen nicht unter dem Gesetz vom Sinai (Gal 4,5; Röm 7,1-6; 10,4). Aber das Gesetz ist immer noch gültig für Sünder (1Tim 1,8-11). Das Gesetz ist geistlich (Röm 7,14), heilig, gerecht und gut (Röm 7,12).

• Ohne AT und NT könnten wir nie den ganzen Ratschluss Gottes kennen lernen (Apg
20,27).

Quelle: Roger Liebi
=============================================================

Dadurch dass Shadow das ganze Bedeutungssprektrum des AT ausblendet, kommt er zu dem Fehlschluss, dass man das ganze AT halten müsse, wenn man sich an dem Willen GOTTES orientiert.

Auch der Autor des Beitrages, den Du reinkopiert hast, differenziert hier nicht ausreichend. Damit es zum Schluss wieder stimmig wird, erfindet er das moralische Gesetz GOTTES. Deshalb meine Frage:
- Wo steht in der Bibel etwas von einem "moralischen" Gesetz GOTTES geschrieben?
-  Wo steht in der Bibel geschrieben, dass wir das "moralische" Gesetz GOTTES halten müssen und den Rest nicht?

Bisher hast Du den biblischen Beweis nicht angetreten.

Zitat
Sehe ich doch richtig oder ?
Wo hat er es denn so geschrieben?

Zitat
Also hat er schon das alte Gesetz reformiert um mal bei seinen Worten zu bleiben oder sehe ich nun was verkehrt ?
Sehe ich nicht so. Denn der HERR JESUS hat nicht die Steinigung bei Ehebruch abgeschafft, sondern sagte, dass derjenige, der ohne Schuld ist, den ersten Stein werfen soll. Die Umstehenden wurden von ihrem Gewissen überführt. Deshalb hat m. E. der HERR JESUS nicht das Gesetz "reformiert", sondern hat einen neuen Aspekt reingebracht, nämlich die Gnade! Aber ich würde das nicht als "Reformation" bezeichnen.

Zitat
Man beachte die Formulierung - zur Gerechtigkeit gerechnet worden ! Ist für mich schon ein Unterschied, denn dort steht nicht- dadurch gerecht geworden oder ?
Kannst Du den von Dir aufgezeigten Unterschied zwischen "zur Gerechtigkeit gerechnet worden" und "gerecht geworden" biblisch belegen?

Zitat
Aber meinst du nun die Werke oder den Glauben ?
Den Glauben. Abraham ist ein hervorragendes Bsp. dafür, dass man schon im AT durch Glauben gerecht wurde (steht im Ggs. zu Deiner Einstellung).

Zitat
Also bei mir in der Luther steht :So seht ihr nun, daß der Mensch durch Werke gerecht wird, nicht durch Glauben allein
Bestätigt genau die Bibelstelle aus Schlachter 2000

Zitat
Ausserdem ist dazu der ganze Kontext wichtig :
Der Kontext bestätigt die Aussage von Jakobus 2,24: So seht. ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein.  Die Brisanz der Aussage wird durch den Kontext sogar noch verschäfte, denn der Zusammenhang zeigt auf, dass der Glaube ohne Werke tot ist. Das wiederum bedeutet, dass es keinen biblsichen Glauben gibt ohne Werke.

Zitat
Also alleine aus Glauben an Jesus wurde ich Gottes Kind .
Das ist jetzt ein wichtiger Punkt: Oftmals wird verkündigt, übergib JESUS Dein Leben im Gebet. Du brauchst Dich an nichts zu halten, weil ja alles gesetzlich ist. Diese Verkündigung ist falsch. Kannst Du deshalb Deinen Glauben an JESUS etwas näher beschreiben?

Zitat
Dann klar erwartet Gott auch das ich seinem Vorbilde nachfolge (Erziehung )und gute Werke tue .
Ist das nicht gesetzlich  ;)

Zitat
ein Übersetzungsfehler eingeschlichen hab en muss, denn es steht ja dort in der Übersetzung :21Ist nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerecht geworden, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? stimmt ja nicht, hat er ja nicht, hat dann ja ein Tier geopfert statt Isaak,
Sehe ich anders, denn Abraham opferte im Glauben seinen Sohn. GOTT hat es im letzten Moment verhindert, dass es dazu kam. Vielleicht ein anderes Bsp.: Ich möchte mich taufen lassen. Bis der "Tauftermin" da ist, erleide ich einen tödlichen Unfall. Ich bin faktisch nicht getauft worden. Aber ich habe die Notwendigkeit der Taufe erkannt und deshalb bin ich in den Augen GOTTES getauft worden. Verstehst Du, was ich meine?

Zitat
Also sollten wir denke ich schon zwischen Werken (etwas was man tut oder nicht tut )  und bindenden Rechtsvorschriften aus dem alten Bund unterscheiden,meinste nicht auch ?
Wo findest Du diese Unterscheidung in der Bibel?

Zitat
Ich kenne keinen Judenchristen, aber ich kann mir durchaus vorstellen das sich einige noch an die alten Gesetze halten , können sie ja auch gerne, dadurch werden sie aber  nicht gerechter als ich (siehe neuen Bund )
Aber dann fallen sie doch aus der Gnade. Denn sie sind verpflichtet, das ganze Gesetz zu halten.

Zitat
Mal so ne Frage nebenbei , - die nicht bekehrten Juden, wie halten die das eigentlich heutzutage  ?
Die liberalen Juden halten "nichts". Die ultraorthodoxen Juden halten den Talmud (Mischnah und Gemarah) und das AT. Sie empfinden es als Schmach, dass sie den Tempeldienst (Tieropfer) nicht ausführen können, da der Tempel nicht mehr existiert und an seiner Stelle eine Moschee steht. Die muss also erst abgerissen werden, wenn sie einen Tempel errichtet werden. Da haben die Moslems bestimmt was dagegen......  ;)

Zitat
Sie müssten ja nach dem alten Bund noch voll leben, also auch alle Rechtsvorschriften bindend einhalten oder ?
Ja, außer dem Tempeldienst.

Zitat
Siehe Sabbatbruch ,  oder Ehebruch als Beispiel, - bindende Rechtsvorschriften- steinigen sie denn auch heutzutage noch ?
Fahre mal am Sabbat mit dem Auto durch eine Gegend, in der die Orthodoxen leben. Dann regnet's Steine. Die Orthodoxen sind der Meinung, dass der Messias kommt, wenn einmal die Welt den Sabbat hält. Und sie haben keine Lust mehr, länger zu warten........

Zitat
Haben sie auch den ganzen Priesterdienst aus dem alten noch ?
Nein, da sie sich nicht im Temel treffen (können), sondern "nur" in Synagogen.

Zitat
Und wie haben sie sich das wohl damals erklärt das der Vorhang zum Tempel zerriss ?
Mir ist kein Erklärungsversuch bekannt.

Shalom
Roland
« Letzte Änderung: 30 Juni 2007, 14:26:06 von Roland »
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Biene

  • Gast
Re: Alter und neuer Bund
« Antwort #19 am: 30 Juni 2007, 17:01:12 »
Hey lieber Roland

wieder fett rein ok ?
Ausserdem sage ich dir gerade mal :"Schach" an 
Ich klaue dir nämlich gleich erfolgreich deine wichtigste "Figur".  ??????

Hallo Biene,

Zitat
Sollen wir dich nun auch steinigen ?
Würde Dir Spaß machen, gell?

Witzbold  ??????

Zitat
Das ist auch das was Shadow die ganze Zeit meinte, wenn du meinst dich ans ganze alte  Gesetz halten zu müssen, - also zwingend , dann müsstest du dich auch daran halten .
Genau hier liegt Shadows und auch Dein Denkfehler. Ihr begrenzt die Bedeutung des AT auf die Heilsnotwendigkeit. Das AT hat für uns Christen jedoch eine weitaus größere Bedeutung:

=============================================================
Die Bedeutung des AT für Christen

• Das AT ist Gottes inspirierte Offenbarung (2Tim 3,16).

• Es ist nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, um den Menschen Gottes vollkommen auszurüsten (2Tim 3,16).

• Es macht weise zur Rettung (2Tim 3,14-15).

• Das AT offenbart Jesus Christus (Luk 24,25-27.44-45; Joh 5,39.45-46). Das Gesetz ist voller Schattenbilder auf den Reichtum hin, den Christus einführen sollte (Heb 10,1; Kol 2,17).

• Das AT ist für Christen geschrieben worden (1Kor 9,9-10; 10,11; Röm 15,4).

• Alttestamentliche Geschehnisse ereigneten sich als Ermahnung für Christen (1Kor 10,6).

• Christen stehen nicht unter dem Gesetz vom Sinai (Gal 4,5; Röm 7,1-6; 10,4). Aber das Gesetz ist immer noch gültig für Sünder (1Tim 1,8-11). Das Gesetz ist geistlich (Röm 7,14), heilig, gerecht und gut (Röm 7,12).

• Ohne AT und NT könnten wir nie den ganzen Ratschluss Gottes kennen lernen (Apg
20,27).

Quelle: Roger Liebi
=============================================================

Dadurch dass Shadow das ganze Bedeutungssprektrum des AT ausblendet, kommt er zu dem Fehlschluss, dass man das ganze AT halten müsse, wenn man sich an dem Willen GOTTES orientiert.

Auch der Autor des Beitrages, den Du reinkopiert hast, differenziert hier nicht ausreichend. Damit es zum Schluss wieder stimmig wird, erfindet er das moralische Gesetz GOTTES. Deshalb meine Frage:
- Wo steht in der Bibel etwas von einem "moralischen" Gesetz GOTTES geschrieben?
-  Wo steht in der Bibel geschrieben, dass wir das "moralische" Gesetz GOTTES halten müssen und den Rest nicht?

Bisher hast Du den biblischen Beweis nicht angetreten.

Brauche ich auch nicht, weil das von ihm ein erfundenes Wort war, was er aber auch klar so sagte .Rest folgt später


Zitat
Sehe ich doch richtig oder ?
Wo hat er es denn so geschrieben?

Zitat
Also hat er schon das alte Gesetz reformiert um mal bei seinen Worten zu bleiben oder sehe ich nun was verkehrt ?

 Sehe ich nicht so. Denn der HERR JESUS hat nicht die Steinigung bei Ehebruch abgeschafft, sondern sagte, dass derjenige, der ohne Schuld ist, den ersten Stein werfen soll. Die Umstehenden wurden von ihrem Gewissen überführt. Deshalb hat m. E. der HERR JESUS nicht das Gesetz "reformiert", sondern hat einen neuen Aspekt reingebracht, nämlich die Gnade! Aber ich würde das nicht als "Reformation" bezeichnen.

Siehste das meinte ich ja - den Gnadenbund , das bestätigt meine These das Jesus schon nach dem neuen Bund gepredigt hat .
Doch das war eine Reformation- das alte reformieren, also überarbeiten , was neues einbringen .
Oder verstehe ich den Ausdruck nur einfach anders wie du ?
Das kann allerdings sein .
Ausserdem hätten sie laut altem GESETZ steinigen MÜSSEN !
Jesus hat es verhindert - also hätte Jesus dann laut altem  Gesetz normalerweise sündigen müssen, die anderen natürlich voll mit eingeschlossen  oder ?


Zitat
Man beachte die Formulierung - zur Gerechtigkeit gerechnet worden ! Ist für mich schon ein Unterschied, denn dort steht nicht- dadurch gerecht geworden oder ?
Kannst Du den von Dir aufgezeigten Unterschied zwischen "zur Gerechtigkeit gerechnet worden" und "gerecht geworden" biblisch belegen?

Auf die Frage gehe ich später noch mal ein ok, auch auf viele nachfolgende-antworte später weiter unten, damit wird dann sogar vieles mit erklärt ok  ?

Zitat
Aber meinst du nun die Werke oder den Glauben ?
Den Glauben. Abraham ist ein hervorragendes Bsp. dafür, dass man schon im AT durch Glauben gerecht wurde (steht im Ggs. zu Deiner Einstellung).

Zitat
Also bei mir in der Luther steht :So seht ihr nun, daß der Mensch durch Werke gerecht wird, nicht durch Glauben allein
Bestätigt genau die Bibelstelle aus Schlachter 2000

Zitat
Ausserdem ist dazu der ganze Kontext wichtig :
Der Kontext bestätigt die Aussage von Jakobus 2,24: So seht. ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein.  Die Brisanz der Aussage wird durch den Kontext sogar noch verschäfte, denn der Zusammenhang zeigt auf, dass der Glaube ohne Werke tot ist. Das wiederum bedeutet, dass es keinen biblsichen Glauben gibt ohne Werke.

Zitat
Also alleine aus Glauben an Jesus wurde ich Gottes Kind .
Das ist jetzt ein wichtiger Punkt: Oftmals wird verkündigt, übergib JESUS Dein Leben im Gebet. Du brauchst Dich an nichts zu halten, weil ja alles gesetzlich ist. Diese Verkündigung ist falsch. Kannst Du deshalb Deinen Glauben an JESUS etwas näher beschreiben?

Zitat
Dann klar erwartet Gott auch das ich seinem Vorbilde nachfolge (Erziehung )und gute Werke tue .
Ist das nicht gesetzlich  ;)

Zitat
ein Übersetzungsfehler eingeschlichen hab en muss, denn es steht ja dort in der Übersetzung :21Ist nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerecht geworden, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? stimmt ja nicht, hat er ja nicht, hat dann ja ein Tier geopfert statt Isaak,
Sehe ich anders, denn Abraham opferte im Glauben seinen Sohn. GOTT hat es im letzten Moment verhindert, dass es dazu kam. Vielleicht ein anderes Bsp.: Ich möchte mich taufen lassen. Bis der "Tauftermin" da ist, erleide ich einen tödlichen Unfall. Ich bin faktisch nicht getauft worden. Aber ich habe die Notwendigkeit der Taufe erkannt und deshalb bin ich in den Augen GOTTES getauft worden. Verstehst Du, was ich meine?

Zitat
Also sollten wir denke ich schon zwischen Werken (etwas was man tut oder nicht tut )  und bindenden Rechtsvorschriften aus dem alten Bund unterscheiden,meinste nicht auch ?
Wo findest Du diese Unterscheidung in der Bibel?

Hier setze ich also gleich  zum angedrohten Schach an ;)

Zitat
Ich kenne keinen Judenchristen, aber ich kann mir durchaus vorstellen das sich einige noch an die alten Gesetze halten , können sie ja auch gerne, dadurch werden sie aber  nicht gerechter als ich (siehe neuen Bund )
Aber dann fallen sie doch aus der Gnade. Denn sie sind verpflichtet, das ganze Gesetz zu halten.


Nein sind sie nicht- SCHACH !
Frage von oben gleich mit beantworte- die Bibel , unterscheidet sehr wohl zwischen normalen Werken und Gesetzeswerken !
Kann ich sogar biblisch belegen  ;)

Suche in der Luther-Bibel 1984
Gesucht wurde nach: Gesetzes Werke

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Gibst du freiwillig auf ? ??????



Zitat
Mal so ne Frage nebenbei , - die nicht bekehrten Juden, wie halten die das eigentlich heutzutage  ?
Die liberalen Juden halten "nichts". Die ultraorthodoxen Juden halten den Talmud (Mischnah und Gemarah) und das AT. Sie empfinden es als Schmach, dass sie den Tempeldienst (Tieropfer) nicht ausführen können, da der Tempel nicht mehr existiert und an seiner Stelle eine Moschee steht. Die muss also erst abgerissen werden, wenn sie einen Tempel errichtet werden. Da haben die Moslems bestimmt was dagegen......  ;)

Zitat
Sie müssten ja nach dem alten Bund noch voll leben, also auch alle Rechtsvorschriften bindend einhalten oder ?
Ja, außer dem Tempeldienst.

Zitat
Siehe Sabbatbruch ,  oder Ehebruch als Beispiel, - bindende Rechtsvorschriften- steinigen sie denn auch heutzutage noch ?
Fahre mal am Sabbat mit dem Auto durch eine Gegend, in der die Orthodoxen leben. Dann regnet's Steine. Die Orthodoxen sind der Meinung, dass der Messias kommt, wenn einmal die Welt den Sabbat hält. Und sie haben keine Lust mehr, länger zu warten........

Zitat
Haben sie auch den ganzen Priesterdienst aus dem alten noch ?
Nein, da sie sich nicht im Temel treffen (können), sondern "nur" in Synagogen.

Zitat
Und wie haben sie sich das wohl damals erklärt das der Vorhang zum Tempel zerriss ?
Mir ist kein Erklärungsversuch bekannt.

Shalom
Roland

Biene

  • Gast
Re: Alter und neuer Bund
« Antwort #20 am: 30 Juni 2007, 17:14:14 »
 Nochmal gibst du freiwillig auf ? ??????

Galater Kapitel 3

Die Gerechtigkeit aus dem Glauben

1O ihr unverständigen Galater! Wer hat euch bezaubert, denen doch Jesus Christus vor die Augen gemalt war als der Gekreuzigte? 2Das allein will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben? 3Seid ihr so unverständig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden? 4Habt ihr denn so vieles vergeblich erfahren? Wenn es denn vergeblich war! 5Der euch nun den Geist darreicht und tut solche Taten unter euch, tut er's durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben? 6So war es mit Abraham: «Er hat Gott geglaubt, und es ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden» (1. Mose 15,6). a 7Erkennt also: die aus dem Glauben sind, das sind Abrahams Kinder. 8Die Schrift aber hat es vorausgesehen, daß Gott die Heiden durch den Glauben gerecht macht. Darum verkündigte sie dem Abraham (1. Mose 12,3): «In dir sollen alle Heiden gesegnet werden.» 9So werden nun die, die aus dem Glauben sind, bgesegnet mit dem gläubigen Abraham.

10Denn die aus den Werken des Gesetzes leben, die sind unter dem Fluch.

Denn es steht geschrieben (5. Mose 27,26): «Verflucht sei jeder, der nicht bleibt bei alledem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, daß er's tue!»

 11Daß aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn c«der Gerechte wird aus Glauben leben» (Habakuk 2,4).

12Das Gesetz aber ist nicht «aus Glauben», sondern: «der Mensch, der es tut, wird dadurch leben» (3. Mose 18,5).

 13Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er dzum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben (5. Mose 21,23): «Verflucht ist jeder, der am Holz hängt», 14damit der Segen Abrahams unter die Heiden komme in Christus Jesus und wir den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben.
a: Röm 4,3  b: Röm 4,16  c: Röm 1,17; Hebr 10,38  d: 2. Kor 5,21


Verheißung und Gesetz

15Liebe Brüder, ich will nach menschlicher Weise reden: Man hebt doch das Testament eines Menschen nicht auf, wenn es bestätigt ist, und setzt auch nichts dazu. 16Nun ist die Verheißung Abraham zugesagt und seinem Nachkommen. Es heißt nicht: und den Nachkommen, als gälte es vielen, sondern es gilt einem: «und deinem Nachkommen» (1. Mose 22,18), welcher ist Christus. 17Ich meine aber dies: Das Testament, das von Gott zuvor bestätigt worden ist, wird nicht aufgehoben durch das Gesetz, das avierhundertdreißig Jahre danach gegeben worden ist, so daß die Verheißung zunichte würde. 18Denn wenn das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so würde es nicht durch Verheißung gegeben; Gott aber hat es Abraham durch Verheißung frei geschenkt.
a: 2. Mose 12,40

19Was soll dann das Gesetz? Es ist ahinzugekommen um der Sünden willen, bis der Nachkomme da sei, dem die Verheißung gilt, und zwar ist es von bEngeln verordnet durch die Hand eines cMittlers. 20Ein Mittler aber ist nicht Mittler eines Einzigen, Gott aber ist Einer. 21Wie? Ist dann das Gesetz gegen Gottes Verheißungen? Das sei ferne!

 Denn nur, wenn ein Gesetz gegeben wäre, das dlebendig machen könnte, käme die Gerechtigkeit wirklich aus dem Gesetz. 22Aber die Schrift ehat alles eingeschlossen unter die Sünde, damit die Verheißung durch den Glauben an Jesus Christus gegeben würde denen, die glauben.
a: Röm 5,20 b: Apg 7,38; 7,53; Hebr 2,2 c: 5. Mose 5,5  d: Röm 8,2-4  e: Röm 3,9-20; 11,32

23Ehe aber der Glaube kam, waren wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben hin, der dann offenbart werden sollte. a 24So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerecht würden. 25Nachdem aber der Glaube gekommen ist, bsind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. 26Denn ihr seid alle durch den Glauben cGottes Kinder in Christus Jesus. 27Denn ihr alle, die ihr dauf Christus getauft seid, habt eChristus angezogen. 28Hier ist fnicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn gihr seid allesamt einer in Christus Jesus.

  :::229Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr ja Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben.! :::2

a: Kap 4,3  b: Röm 10,4  c: Joh 1,12; Röm 8,17  d: Röm 6,3 e: Röm 13,14  f: Röm 10,12 g: 1. Kor 12,13

   
 

 

Offline Roland

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Re: Alter und neuer Bund
« Antwort #21 am: 30 Juni 2007, 18:34:07 »
Hallo Biene,

oh Du spielst gerne Schach?

Zitat
Brauche ich auch nicht, weil das von ihm ein erfundenes Wort war, was er aber auch klar so sagte .Rest folgt später
Leider ist nicht nur das Wort von ihm erfunden, sondern die ganze Idee. Mit anderen Worten: Du kannst es nicht beweisen, weil er es erfunden hat, damit seine Ausführungen zum Schluss wieder stimmig werden. Können wir uns darauf einigen?

Zitat
Doch das war eine Reformation- das alte reformieren, also überarbeiten , was neues einbringen .
Oder verstehe ich den Ausdruck nur einfach anders wie du ?
Das kann allerdings sein .
Könnt sein. Damit das nicht passiert, einigen wir uns doch auf eine Definition: Reformismus, i.?w.?S. Bewegung zur Verbesserung eines Zustands oder eines Programms (Quelle: Bertelsmann Univesallexikon 2006). Wenn der HERR JESUS den alten Bund reformiert hätte, dann würden wir immer noch unter dem alten Bund stehen, der durch den HERRN JESUS verbessert worden ist. Ist das wirklich Deine Überzeugung?

Der HERR JESUS sagt genau das Gegenteil: Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen!  (Matth. 5,17)

Zitat
Jesus hat es verhindert - also hätte Jesus dann laut altem  Gesetz normalerweise sündigen müssen, die anderen natürlich voll mit eingeschlossen  oder ?
Nein, er hat sie sogar aufgefordert, die Ehebrecherin zu steinigen: "Der ohne Schuld werfe den ersten Stein!"

Zitat
Frage von oben gleich mit beantworte- die Bibel , unterscheidet sehr wohl zwischen normalen Werken und Gesetzeswerken ! Kann ich sogar biblisch belegen
Spielst Du auch gerne Fußball? Das war nämlich der klassische Fall eine Eigentores. Deine Ankündigung war, dass die Bibel angeblich unterscheidet zwischen "normalen" Werken und Gesetzeswerken. Du hast jetzt lediglich Bibelverse aufgezählt, wo das Wort "Gesetzeswerke" vorkommt, aber nicht der Unterschied zwischen "normalen" Werken und Gesetzeswerken. Ich habe mich in meinem letzten Posting jedoch nicht auf Gesetzeswerke, sondern auf Werke berufen. Daher gehen die von Dir zitierten Bibelstellen ins Leere, da ausschließlich von Gesetzeswerken die Rede ist. Wichtig wäre jetzt m. E., dass Du anhand der Bibel den Unterschied zwischen "Gesetzeswerke" und "Werke" herausarbeitest.

Zitat
Auf die Frage gehe ich später noch mal ein ok, auch auf viele nachfolgende-antworte später weiter unten, damit wird dann sogar vieles mit erklärt ok  ?
Leider hast Du nicht die Frage beantwortet (oder ich habe es überlesen). Hier sind die beiden Fragen nochmal:

- Wo findest Du diese Unterscheidung in der Bibel?
- Kannst Du den von Dir aufgezeigten Unterschied zwischen "zur Gerechtigkeit gerechnet worden" und "gerecht geworden" biblisch belegen?


Die zitierten Verse aus Galater 3 beinhalten wieder die Heilsnotwendigkeit. Hier wird der neue Bund dem alten gegenübergestellt. Das ist wieder der Denkfehler, den ich schon beim letzten Posting angesprochen habe. Lies Dir doch nochmal bitte in Ruhe die Ausarbeitung von Liebi durch.

Shalom
Roland



« Letzte Änderung: 01 Juli 2007, 09:18:09 von Roland »
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Elishua

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Re: Alter und neuer Bund
« Antwort #22 am: 03 Januar 2011, 14:01:18 »
Mt 7, 6Gebet nicht das Heilige den Hunden; werfet auch nicht eure Perlen vor die Schweine, damit sie dieselben nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen


Deswegen das Löschen meines Postings!
« Letzte Änderung: 17 Januar 2011, 00:12:52 von Elishua »

Ted

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Re: Alter und neuer Bund
« Antwort #23 am: 04 Januar 2011, 19:40:27 »
Hallo Elishua,

Du schreibst:
Zitat
Der Bund / Vertrag wurde bis heute nicht aufgehoben und ist immer noch der alte Bund / Vertrag gültig. Es wird zwar betr. Evangelien von einem neuem Bund / Vertrag geredet. Aber wie ist dies mit dem neuen Bund / Vertrag zu verstehen?

Warum glaubt das Christentum, daß Jeschua den alten Bund aufgehoben hat und somit nicht mehr für sie, dem Christentum Gültigkeit hat? Wie wir oben lesen, wurde der Bund / Vertrag von Vater JaHWeH geschaffen für ein auserwähltes und berufenes Volk! Nicht das Christentum wurde ausgewählt, sondern Israel!! Es wurde kein neuer Bund / Vertrag mit einem Christentum geschlossen ! Also, wo steht es in der Bibel daß Jeschua dies getan hat? Wie kann dann ein Christentum ein Gesetz, einen Vertrag auflösen durch Tod (siehe Hebr. 9, 16 17), wenn mit ihnen kein Bund / Vertrag geschlossen wurde?? Schon sehr merkwürdig!

Wie Du mehrfach richtig feststelltest, wurde der Alte Bund mit dem Volk Israel geschlossen.
Dieser Bund besteht tatsächlich noch weiter für dieses Volk.

Jesus kam auch nicht, um das Gesetz aufzulösen, sondern um es zu erfüllen.

Zitat
Also, wo steht es in der Bibel daß Jeschua dies getan hat?
Jedoch steht sehr wohl in der Bibel, dass Jesus einen Neuen Bund aufgerichtet hat:
So ist Jesus Bürge eines viel besseren Bundes geworden. (Hebräer 7,22)

Nun aber hat er ein höheres Amt empfangen, wie er ja auch der Mittler eines besseren Bundes ist, der auf bessere Verheißungen gegründet ist. (Hebräer 8,6)

Und wer den Neuen Bund eingegangen ist, für den ist der Alte Bund hinfällig geworden, das gilt auch für Juden, die durch ihre Bekehrung zum Messias Jesus dem Gesetz gestorben (siehe Römer) und damit auch nicht mehr im Alten Bund stehen.

Indem er sagt: «einen neuen Bund», erklärt er den ersten für veraltet. Was aber veraltet und überlebt ist, das ist seinem Ende nahe. (Hebräer 8,13)

Dieser Neue Bund, dessen Garant der Herr Jesus Christus ist, ist gegenwärtig mit den Christen geschlossen. Das sind Heiden, wie auch einzelne aus den Juden, die durch ihre Bekehrung Christen geworden sind. Wie in Hebräer 8,7-9 zu lesen ist, wird dieser Bund erst in der Zukunft für das Volk Israel [in der Gesamtheit] gültig werden. Dies wird "in den letzten Tagen" geschehen, wenn Jesus Christus in Herrlichkeit wiederkommt, um sein Volk Israel aud der grossen Bedrängnis zu retten und sie Ihn dann endlich ale ihren Messias erkennen dürfen.

Offline Roland

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Re: Alter und neuer Bund
« Antwort #24 am: 05 Januar 2011, 22:14:30 »
Hallo Ted,

herzlichen Dank, dass Du das Thema so biblisch fundiert erörtert hast. Ich hoffe, es geht Dir gut im HERRN?

Herzliche Grüße

Roland


Hallo Elishua,

da hast Du Dir ja viel Mühe gemacht, solch eine lange Ausarbeitung zu erstellen. In einigen Punkten kann ich Dir zustimmen, in einigen anderen Punkten jedoch nicht. Ich konzentriere mich jetzt einmal auf einige Punkte, die ich anders sehe:

Die Bezeichnung "Altes Testament" bezeichnet den "Alten Bund", den GOTT am Sinai mit Seinem Volk (Israel) geschlossen hat, im Gegensatz zum neuen Bundesschluss GOTTES in CHRISTUS. Biblisch ist die Formulierung vom Alten und Neuen Bund in Jer. 31,31; Lukas 22,20; 1. Kor. 11,25 und 2. Kor. 3,6 angelegt, auch wenn an keiner der Stellen der Begriff Testament als Buchbezeichnung gemeint ist.
Die Bezeichnung "Altes Testament" wurde nach 2. Kor. 3,14 gebildet, wo Paulus ?????? ??????? (palaia diath?k?) als Name für die hebräische Bibel verwendet hat. In der nachbiblischen Literatur findet sich bei Melito von Sardes erstmals gegen Ende des 2. Jh. n. Chr. die Bezeichnung A. T. im Sinne eines abgegrenzten Textcorpus.

Du vergleichst den biblischen Bund mit einem Arbeits- und Mietvertrag bzw. mit einer Freundschaft. Ich finde, dass dieser Vergleich aus folgendem Grund hinkt: Das hebr. Wort für "Bund", "berît", bezeichnet ein Verhältnis, in welches ein Mächtiger einen minder Mächtigen zu sich setzt und welches näher durch die dem Empfänger gegenüber eingegangene Bedingung und den Akt der Inkraftsetzung gekennzeichnet wird. Irgendeine aktive Bedeutung des Empfängers wird von dem Begriff nicht eingeschlossen." (J. Begrich, in: "Bund". Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Bd. 1, S. 1513-1514, J.C.B. Mohr). Begrich hat diesen, vielleicht genuin israelitischen Sprachgebrauch, ermittelt auf Grund vor allem von Jos. 9, 6. 11; 1. Sam 11, 1; 2. Sam 3, 12; 1. Kön 20, 34. Bei den von Dir genannten Verträgen bzw. Freundschaft handelt es sich jedoch um gleichberechtigte Vertrags- bzw. Bündnispartner.

Vielleicht noch etwas zur Etymologie des Begriffes "berît": Die Etymologie des 287 mal und nur im Singular belegten hebr. Wortes berît ist bis heute noch nicht überzeugend geklärt. Aber die Herleitung von einer semitischen Verbwurzel brächte ohnehin wenig Aufklärung über die semantische Funktion des Wortes, das aus seinem Wortfeld und jeweiligen Kontext verstanden werden muss und kann.

Die von Dir bevorzugte Übersetzung "Bund" geht nicht auf die griech., sondern auf die lat. Übersetzung zurück. Die LXX bietet nämlich nicht ??????? (Übereinkunft, Vertrag), sondern fast ausschließlich ??????? (letztwillige Verfügung, Testament). Die Vulgata (Hieronymus um 400 n. Chr.) dagegen bietet nicht testamentum, sondern (von den Psalmen abgesehen) überwiegend foedus (135 mal) oder pactum (96 mal) und führte damit zu der von Reuchlin (1455–1522) und Luther (1483–1546) gewählten Übersetzung mit "Bund". Sie entspricht in vielen Fällen dem profanen Gebrauch von berît. Aus semantischen wie aus theol. Gründen ist in keinem Fall an ein (wechselseitiges) Bündnis (pactum) zwischen GOTT und Mensch zu denken (wie oben schon erwähnt).

Shalom
Roland

Quellen:
- Viertel, Matthias (Hrsg.): Wörterbuch Theologie: Altes Testament, Hofgeismar 2005, S. 74
- Reicke, Bo; Rost, Leonhard (Hrsg.): Biblisch-historisches Handwörterbuch, Berlin 2003, S. 1133 f.
- Fahlbusch, Erwin et al (Hrsg.): Evangelisches Kirchenlexikon, Göttingen 1985, S. 1450
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!