Autor Thema: Brief der Gemeinde von Smyrna an die Gemeinden der ganzen Welt  (Gelesen 3607 mal)

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Offline Roland

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Liebe Geschwister,

in einer Gegend, wo die ersten Menschen Christen genannt wurden und wo sich das Christentum durch die Arbeit von Barnabas und Paulus früh ausbreitete, versuchen heute Menschen, die Christen zu vertreiben und einzuschüchtern.

Und des HERRN Hand war mit ihnen, und eine große Zahl glaubte und bekehrte sich zu dem HERRN. Es kam aber die Rede von ihnen zu den Ohren der Versammlung, die in Jerusalem war, und sie sandten Barnabas aus, daß er hindurchzöge bis nach Antiochien; welcher, als er hingekommen war und die Gnade GOTTES sah, sich freute und alle ermahnte, mit Herzensentschluß bei dem HERRN zu verharren.  (Apg. 11, 21-24).

Mich hat gestern ein erschütternder Bericht über den Vorfall in Malatya per E-Mail erreicht.

Unsere Geschwister dort brauchen auch heute wieder diese ermutigenden Worte von Barnabas und ganz besonders unsere Gebete, damit sie mit Herzensentschluß bei dem HERRN zu verharren.

Lasst uns mehr füreinander beten, damit wir gemeinsam geistliche Siege für unseren HERRN und HEILAND erringen.

Hier ist der Bericht:

Übersetzung des Briefes der protestantischen Gemeinde von Smyrna an die Gemeinden der ganzen Welt.

Liebe Freunde,

die vergangene Woche war mit Trauer erfüllt. Viele von Euch haben von dem verheerenden Verlust gehört durch den Vorfall in Malatya, einer türkischen Provinzstadt 300 Meilen nordöstlich von Antiochia. Die Gläubigen dieser Stadt wurden als erste als Christen bezeichnet (Apg. 11, 26). Am Mittwochmorgen, dem 18. April 2007 bereitete sich der 46 Jahre alte deutsche Missionar und Vater dreier Kinder Tilman Geske darauf vor, ins Büro zu gehen. Er gab seiner Frau einen Abschiedskuss und nahm sich noch kurz Zeit, seinen Sohn zu umarmen, für den es eine unbezahlbare Erinnerung wurde. „Auf Wiedersehen mein Sohn, ich liebe Dich.“ Tilman hatte vom Verlag „Zirve Publishing“ Büroräume gemietet und war dabei, Anmerkungen für die neue Türkische Studienbibel zu verfassen. Dort war auch das Büro der „Malatya Evangelist Church“. Bei Zirve wird christliche Literatur gedruckt, die von der Gemeinde in Malatya und in benachbarten Städten der Osttürkei verteilt
wird. In einem anderen Teil der Stadt verabschiedete sich der 35-jährige Pastor Necati Aydin, Vater zweier Kinder, von seiner Frau und machte sich ebenfalls auf den Weg ins Büro zum morgendlichen Bibelstudium und Gebetstreffen, an dem auch einige Gläubige aus der Stadt teilnehmen würden. Auch Ugur Yuksel machte sich zum Bibelstudium auf den Weg.

Keiner der drei Männer wusste, was sie erwarten würde. Diese Bibelstunde war die äußerste Prüfung und Bewährung ihres Glaubens, die mit ihrem Eintritt in die Herrlichkeit enden würde, um die Krone der Gerechtigkeit durch Christus und die Ehre aller Heiligen in der Gegenwart Gottes zu empfangen. Am anderen Ende der Stadt trafen 10 junge Männer, die alle unter 20 waren, die letzten Vorbereitungen für den höchsten
Glaubensakt, ihre Liebe zu Allah und den Hass auf die Ungläubigen unter Beweis zu stellen, die ihrer Ansicht nach den Islam untergruben. Fünf dieser jungen Männer hatten am Ostersonntag an einem evangelistischen Einladungs-Gottesdienst teilgenommen, den Pastor Necati und seine Mitarbeiter im Konferenzraum eines Hotels in der Stadt veranstalteten. Die jungen Männer waren den Gläubigen als „Suchende“ bekannt. Keiner weiß, was in ihren Herzen geschah, als sie dem Evangelium lauschten. Wurden sie vom Heiligen Geist berührt? Wurden sie ihrer Sünden überführt? Nahmen sie die Botschaft in ihr Herz auf? Heute wissen wir nur, wie alles begann. Diese jungen Männer, einer ist der Sohn des Bürgermeisters der Provinz Malatya, gehören zum „Tarikat“, einer Gruppe „treuer Gläubiger“ des Islam. Eine „Tarikat“-Mitgliedschaft“ verschafft hier hohes Ansehen, sie ist wie die in einer Bruderschaft. Man sagt, dass niemand ohne „Tarikat“- Mitgliedschaft“ in den öffentlichen Dienst kommen kann. Die jungen Männer lebten alle in demselben Studentenheim und bereiteten sich auf ihre Aufnahmeprüfungen an der Universität vor. Sie nahmen Waffen, Brotmesser, Seile und Handtücher, bereit für ihren letzten Dienst an Allah. Sie wussten, es würde viel Blut fließen. Sie kamen rechtzeitig zur Bibelstunde, so um 10 Uhr herum.

Nachdem sie angekommen waren, begann offenbar die Bibelstunde. Es heißt, dass der Angriff begann, nachdem Necati ein Kapitel aus der Bibel vorgelesen hatte. Sie fesselten Ugur, Necati und Tilman und banden sie mit Händen und Füßen an ihre Stühle. Sie folterten die Brüder fast drei Stunden, wobei sie alles mit ihren Mobiltelefonen filmten.

Folterdetails:
Auf Tilman wurde 156 mal eingestochen, auf Necati 99 mal und Ugurs Stiche waren zu zahlreich, um sie zu zählen. Sie wurden ausgeweidet und ihre Eingeweide vor ihren Augen aufgeschlitzt. Sie wurden entmannt und mussten zusehen, wie diese Körperteile zerstört wurden. Die Finger wurden ihnen abgehackt, Nasen, Münder und After aufgeschlitzt. Das schlimmste für sie war wohl, zusehen zu müssen, wie ihre Brüder auf dieselbe Art und Weise gefoltert wurden wie sie selbst. Schließlich wurden ihnen von Ohr zu Ohr die Kehlen aufgeschlitzt, was praktisch einer Enthauptung entsprach. In den neben der Druckerei gelegenen Arbeitsstätten hatten Nachbarn, wie sie später berichteten, Schreien gehört, aber angenommen, dass es sich um häusliche Streitigkeiten handelte und deshalb nicht reagiert. Währenddessen hatte ein anderer Christ namens Gokhan und seine Frau einen gemütlichen Vormittag. Sie schliefen bis um 10 Uhr, hatten ein langes Frühstück und kamen
schließlich gegen 12.30 Uhr im Büro an. Die Tür war von innen verschlossen und sein Schlüssel funktionierte nicht. Er rief mit dem Handy an und, obwohl er Verbindung bekam, hörte er das Telefon im Büro nicht klingeln. Er rief das Handy seines Bruders an und schließlich antwortete Ugur: „Wir sind nicht im Büro. Geh zum Hotel-Treff. Dort sind wir. Wir werden dorthin kommen,“ sagte er rätselhaft. Während Ugur sprach, hörte Gokhan im Hintergrund ein Weinen und einen seltsamen knurrenden Laut. Er rief die Polizei an und binnen fünf Minuten war der erste Beamte da. Er hämmerte an die Tür: „Aufmachen, Polizei!“ Anfangs dachte er, es handele sich um eine häusliche Ruhestörung. Dann hörten sie ein weiteres Knurren und ein gurgelndes Stöhnen. Jetzt erkannte der Polizist das Geräusch als Ausdruck äußerster menschlicher Qual, entsicherte seine Waffe und versuchte wieder und wieder, die Tür aufzubrechen. Einer der erschreckten Angreifer entriegelte dem Polizeibeamten die Tür, der beim Eintreten eine grässliche Szene vorfand. Tilman und Necati waren geschlachtet worden und praktisch enthauptet, indem man ihnen die Hälse von Ohr zu Ohr aufgeschlitzt hatte. Ugurs Kehle war ebenfalls aufgeschlitzt und er lebte kaum noch. Die drei Angreifer ließen vor dem Polizisten ihre Waffen fallen. Währenddessen hörte Gokhan ein Schreien von der Straße. Jemand war aus dem dritten Stock gefallen. Als er auf die Straße lief, fand er einen Mann, den er später als Emre Gunaydin erkannte. Er hatte ein massives Kopf-Trauma und knurrte seltsamerweise. Er hatte versucht, das Regenrohr herunterzuklettern, um zu entkommen, hatte aber die Balance verloren und war heruntergestürzt. Es scheint, dass er der Anführer der Angreifer war. Ein anderer Angreifer wurde in seinem Versteck auf einem tieferen Balkon gefunden.

Um die ganzen Verknüpfungen verstehen zu können, müssen wir 6 Jahre zurückgehen. Im April 2001 dachte der Nationale Sicherheitsrat der Türkei (Milli Guvenlik Kurulu) darüber nach, die evangelikalen Christen als nationale Sicherheitsbedrohung zu sehen, im gleichen Maß wie Al Quaida und PKK-Terrorismus. Erklärungen in der Presse von politischen Leitern, Kolumnisten und Kommentatoren haben einen Hass gegen Missionare angeschürt, die, wie sie behaupten, junge Leute bestechen, ihre Religion zu wechseln. Nach diesem Beschluss von 2001 begannen Angriffe und Drohungen gegen Kirchen, Pastoren und Christen. Es gab Sprengstoffanschläge, körperliche Angriffe, wörtliche und schriftliche Beschimpfungen. Das sind nur einige der Möglichkeiten, mit denen Christen angegriffen werden. Am bedeutendsten ist der Gebrauch von Propaganda in den Medien. Nachdem sie ein langes Treffen wegen der christlichen „Bedrohung“ abgehalten hatten, begannen ab Dez. 2005 die Frau des Premiers Ecevit, der Geschichtswissenschaftler Ilber Ortayli, Professor Hasan Unsal, der Politiker Ahmet Tan und der Schriftsteller und Propagandist Aytunc Altindal einen Feldzug, jeder in seinem Aufgabenbereich, um die Aufmerksamkeit des Öffentlichkeit der drohenden Gefahr von Christen zuzuwenden, die versuchen würden, „die Seele ihrer Kinder zu erkaufen.“ Versteckte Kameras in Kirchen haben die Gottesdienste aufgenommen und die Aufnahmen übersteigert gebraucht, um Angst und Widerstand gegen das Christentum zu fördern. Bei einer offiziellen Reaktion von Ankara im Fernsehen grinste der Innenminister der Türkei, als er über den Angriff auf unsere Brüder sprach. Mitten in öffentlicher Entrüstung und Protesten gegen dieses Ereignis und für die Freiheit von Religion und des Gedankenguts hallen die Medien und offiziellen Kommentare mit derselben Botschaft: „Wir hoffen, dass ihr eure Lektion gelernt habt. Wir wollen hier keine Christen.“ Es scheint, als ob dieses ein organisierter Angriff von einem unbekannten erwachsenen TARIKAT- Leiter war. Wie bei dem Hrant Dink Mord im Januar 07 und bei dem Mord an dem katholischen Priester Andrea Santoro im Februar 2006, wurden Jugendliche gebraucht, um diese religiösen Morde durchzuführen, weil die öffentliche Sympathie für die Jugendlichen groß ist und sie bekommen geringere Strafen als ein Erwachsener, der dasselbe Verbrechen verübt. Sogar die Eltern der Kinder bejahen die Taten. Die Mutter des 16-jährigen Jungen, der den katholischen Priester Andrea Santoro ermordete, schaute in die Kamera, als ihr Sohn ins Gefängnis gebracht wurde und sagte: „Er wird seine Zeit für Allah absitzen.“

Die jungen Männer, die an den Morden beteiligt waren, sind in Sicherheitsverwahrung. Die heutigen Nachrichten sagten, dass sie als Terroristen angeklagt werden würden, so würde ihr Alter in diesem Fall keine Rolle in der strengen Bestrafung spielen. Der Angreifer Emre
Gunaydin ist immer noch auf der Intensivstation. Die Nachforschungen drehen sich hauptsächlich um ihn und seine „Kontakte“ und man sagte, sie würden zusammenbrechen, wenn er nicht gesund würde. Die Kirche der Türkei reagierte zur Ehre Gottes, denn Hunderte von Gläubigen und Dutzende von Pastoren kamen so schnell wie möglich mit dem Flugzeug, um der kleinen Gemeinde in Malatya beizustehen und die
Gläubigen zu ermutigen, um die rechtlichen Angelegenheiten zu regeln und die Christen in den Medien zu repräsentieren.

Als Susanne Tilman ihren Wunsch äußerte, daß ihr Ehemann in Malatya beigesetzt werden sollte, versuchte der Gouverneur, dieses zu verhindern, und als er erkannte, daß das nicht möglich war, wurde ein Gerücht verbreitet, daß „es eine Sünde sei, ein Grab für einen Christen zu graben.“ Schlussendlich, in einem Unternehmen, dass in der Geschichte der Christen für immer erinnert werden sollte, griffen Männer von der
Kirche in Adana (nahe Tarsus) Schaufeln und hoben ein Grab für ihren hingerichteten Bruder auf einen alten Armenischen Friedhof aus, der für 100 Jahre nicht betreut worden war.

Ugur wurde von seiner Familie nach der alevimuslemischen Zeremonie in seiner Heimatstadt Elazig beerdigt. Seine gläubige Verlobte beobachtete alles aus dem Hintergrund. Seine Familie und Freunde lehnten in seinem Tod alles ab, den Glauben, den Ugur so lange bekannt hatte und für den er gestorben war.

Necatis Beerdigung wurde in seiner Heimatstadt Izmir durchgeführt, die Stadt, in der er zum Glauben kam. Die Finsternis versteht das Licht nicht. Obwohl die Gemeinden ihre Vergebung für den Vorfall ausdrückten, wurde den Christen (weiterhin) nicht getraut. Bevor der Sarg in das Flugzeug von Malatya geladen wurde, wurde er zweimal mit verschiedenen Röntgenuntersuchungen geprüft, um sicherzustellen, daß er keine Sprengstoffe enthielt. Das ist nicht das übliche Vorgehen für muslemische Särge. Necatis Beerdigung war ein wunderbares Ereignis. Wie bei einem Einblick in den Himmel kamen tausende von türkischen Christen und Missionare, um ihre Liebe zu Christus zu bezeugen, und um den Mann zu ehren, der erwählt worden war, für Christus zu sterben. Necatis Frau Shemsha erklärte der Welt: „Sein Tod war sehr bedeutungsvoll,
denn er starb für Christus und lebte für Christus….. Necati war eine Gabe Gottes. Ich fühle mich geehrt, daß er in meinem Leben war, ich fühle mich gekrönt mit Ehre. Ich möchte dieser Ehre würdig sein.“ Die Gläubigen standen mutig für (ihren Glauben) auf Necatis Beerdigung ein, weil sie es riskierten, öffentlich gesehen zu werden und in ähnlicher Weise Ziele von Angriffen zu werden. Wie man erwartet hatte, kam die Antiterrorpolizei und nahm ein Video von jedem, der bei der Beerdigung dabei war, für zukünftigen Gebrauch. Der Gottesdienst fand unter freiem Himmel bei der Buca Baptistenkirche statt und er wurde auf einen kleinen Friedhof für Christen, in den Randgebieten von Izmir, beigesetzt.
Zwei stellvertretende Gouverneure von Izmir beobachteten das Ereignis ernsthaft aus der ersten Reihe. Dutzende von Nachrichtensendern waren anwesend und dokumentierten das Ereignis mit aktuellen Nachrichten und Fotos. Wer kann den Eindruck ermessen, den diese Beerdigung auf die Anwesenden hatte? Das mag auch der Anfang ihrer Geschichte sein. Betet für sie.

In einer Tat, die in die Titelseiten der größten Zeitungen der Türkei kam, drückte Susanne Tilman ihre Vergebung in einem Fernsehinterview aus. Sie wollte keine Vergeltung, erklärte sie den Reportern. „Oh Gott, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun,“ sagte sie und stimmte damit von ganzem Herzen in die Worte Christi auf Golgatha ein (Luk. 23,34). In einem Land, wo Blut-für-Blut-Vergeltung so normal wie das Atmen ist, wurden sehr viele Reporter auf die Kirche aufmerksam, und wie sehr dieser Kommentar von Susanne Tilman Leben verändert hat. Ein Kolumnist schrieb über ihre Aussage: „Sie sagte in einem Satz, was 1000 Missionare in 1000 Jahren nicht hätten tun können.“ Die Missionare von Malatya werden wahrscheinlich wegziehen, weil ihre Familien und Kinder öffentlich als Ziele in dieser feindseligen Stadt erkannt wurden.

Die zurückbleibenden 10 Gläubigen haben sich versteckt. Was wird mit dieser Gemeinde geschehen, mit diesem Licht in der Dunkelheit? Sehr wahrscheinlich wird das Licht in den Untergrund gehen. Betet für Weisheit, dass türkische Brüder aus anderen Städten sich aufmachen werden, um die führerlose Gemeinde zu leiten. Sollten wir nicht alle um die große Stadt Malatya besorgt sein, eine Stadt, die nicht weiß, was sie getan
hat? (Jona 4,11).

Als unser Pastor Fikret Bocek mit einem Bruder am Montag zum Sicherheitsamt ging, um eine Erklärung abzugeben, wurden sie beide in die Anti-Terror-Abteilung geleitet. An der Wand war ein großes Plakat angebracht, das die ganze Wand bedeckte, wo alle Terroristenzellen in Izmir auflistetet waren, und als Sondergruppe waren alle evangelikalen Kirchen in Izmir aufgelistet. Die Finsternis versteht das Licht nicht. „Diese, die
den ganzen Erdkreis (Welt) erregt (wörtl.: umgekehrt) haben, sind auch hierher gekommen.“ (Apg. 17,6). Bitte betet für die Gemeinde in der Türkei. „Betet nicht gegen Verfolgung, betet für Ausharren,“ betont Pastor Fikret Bocek.

Die Gemeinde ist besser dran durch den Verlust unserer Brüder, die Frucht in unserem Leben, der erneuerte Glaube, das brennende Verlangen, das Evangelium zu verbreiten, um mehr Dunkelheit in Malatya auszulöschen... all das kann nicht bedauert werden. Betet, dass wir stark sind im Angesicht von äußerlicher Opposition und betet besonders, dass wir stark sind bei den inneren Kämpfen mit Sünde, die unsere wirklich unfähig machende Schwäche ist. Das wissen wir: Christus Jesus war da, als unsere Brüder ihr Leben für ihn gaben. ER war da, wie ER bei Stephanus war, als er gesteinigt wurde in der Gegenwart von Saulus von Tarsus. Eines Tages könnte das Video vom Tod unserer Brüder mehr von ihrer Stärke offenbaren, die Christus, wie wir wissen, ihnen gab, um ihr letztes Kreuz zu tragen; über den Frieden des Geistes Gottes, mit dem sie beschenkt waren, um für ihren geliebten Erlöser zu leiden. Aber wir wissen, ER verließ ihre Seite nicht. Wir wissen, dass ihre Gedanken voll von Schriftworten waren, um auszuhalten, als die Finsternis versuchte, das ununterdrückbare Licht des Evangeliums auszulöschen. Wir wissen, dass sie, mit dem, was immer möglich war, mit einem Blick oder einen Wort, einander ermutigt haben, fest zu bleiben. Wir wissen, dass sie wussten, dass sie bald bei Christus sein würden.

Wir wissen keine Einzelheiten. Wir kennen die Gerechtigkeit nicht, die auf Erden ausgeteilt werden wird oder nicht. Aber wir beten – und bitten Euch, zu beten - daß eines Tages wenigstens einer der fünf jungen Männer zum Glauben kommen möchte, durch das Zeugnis im Tode von
Tilman Geske, der sein Leben als Missionar für seine geliebten Türken gab, und die Zeugnisse im Tode von Necati Aydin und Ugur Yuksel, die ersten Märtyrer für Christus der Türkischen Kirche.

Reported by Darlene N. Bocek (24. April 2007)

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Quelle: Uwe Müller - eMail von "info-at-kromission.com"
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Offline Roland

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Re: Brief der Gemeinde von Smyrna an die Gemeinden der ganzen Welt
« Antwort #1 am: 29 April 2007, 19:48:04 »
Hier noch ein Bericht von "Open Doors" über dieses schlimme Verbrechen:

Ermordete Christen beigesetzt

Open Doors/IDEA) – Unter teilweise großer Anteilnahme der Bevölkerung sind die am 18. April zu Tode gefolterten Mitarbeiter des christlichen Zirve-Verlags in Malatya im Südosten der Türkei beigesetzt worden.

Wie die Nachrichtenagentur IDEA berichtet, wurde der Deutsche Tilman Geske (45), der seine Frau und drei Kinder hinterlässt, am 20. April in seiner Wahlheimatstadt Malatya begraben. Geske lebte seit 1997 in der Türkei, davon die letzten vier Jahre in Malatya. Der Theologe arbeitete als freiberuflicher Übersetzer und Computerfachmann.

Der Türke Necati Aydin (35) wurde am 21. April auf dem christlichen Friedhof in seiner Heimatstadt Izmir beigesetzt. Er hinterlässt zwei Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren. Aydin, ein ehemaliger Moslem, war mit dem Jesus-Film in der Türkei unterwegs und moderierte im Osterprogramm des Fernsehsenders Turk-7 eine Sendung über das Leben Jesu Christi. Im Oktober hatte er in Ankara ein Theologiestudium begonnen. Sein Sarg wurde unter den Klängen des Lieds „Die Güte des Herrn hat keine Ende“ in die Trauerfeier getragen.

Das dritte Opfer, Ugur Yuksel (32), war bereits einen Tag nach seiner Ermordung nach islamischem Ritus beigesetzt worden, da seine Eltern bezweifelten, dass er zum christlichen Glauben übergetreten sei.

Tilmans Frau, Susanne Geske, hat den Mördern vergeben. In einem Interview mit dem türkischen Fernsehsender ATV zitiert sie die Worte Jesu: „Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Die Mutter von drei Kindern im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren fügte hinzu: „Ich
habe keinerlei Rachegedanken.“ Dem Sender zufolge will die Frau, die seit rund zehn Jahren in der Türkei lebt, in Malatya bleiben.

Die Polizei hat inzwischen elf Tatverdächtige festgenommen. Die fünf gleich nach der Tat verhafteten 19- und 20-jährigen Männer lebten in einem islamischen Studentenheim. Auf Zetteln, die sie in ihren Taschen trugen, hatten sie erklärt: „Das soll den Feinden unserer Religion eine Lehre sein. Wir haben es für unser Land getan.“

Am 18. April drangen fünf junge Muslime in den christlichen Verlag in Malatya ein und fesselten die drei Christen. Wie ein Krankenhaussprecher mitteilte, stellten die Ärzte 156 Stichwunden bei Tilman Geske fest. An Ugur Yuksels Leiche seien Stichwunden an den Geschlechtsteilen und tiefe Wunden an den Fingern festgestellt worden.

Gebetsanliegen:

- für die Frauen und Kinder der ermordeten Christen, dass sie Trost und Halt bei GOTT finden.

- dass die begonnene Arbeit der Christen in Malatya fortgesetzt wird und die Literatur und die Bibeln den Menschen zum Segen werden.

- für weitere Einrichtungen, die Drohungen erhalten haben, darunter drei Druckereien, ein Verlag und eine Radiostation.

- für die Regierung in der Türkei, um Schutz und eine gesicherte Religionsfreiheit für die christliche Minderheit in der Türkei.


Quelle: http://de.od.org
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offenbarung3-16

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Offline Roland

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Re: Brief der Gemeinde von Smyrna an die Gemeinden der ganzen Welt
« Antwort #3 am: 07 Mai 2007, 21:59:02 »
Heute habe ich folgendes eMail erhalten:


Liebe Geschwister, leider waren wohl die Informationen über die Morde unserer Geschwister in der Türkei, welche ich an euch weitergeleitet habe übertrieben und somit falsch. Hiermit erhaltet ihr eine Korrektur. Was unsere Geschwister aber dort vor allem und auch weiterhin brauchen sind unsere Gebete!
UWE


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Von Ahmet Guvener, Pastor der Gemeinde in Diyarbakir

 30. April 2007, Diyarbakir, Türkei

 Liebe Brüder und Schwestern,

Ich grüße euch im Frieden und der Liebe unseres Herrn und Erretters Jesus Christus. Möge der Herr euch, eure Familien, eure Gemeinden und euren Dienst überreich segnen.

Wir haben von eurer tiefen Besorgnis um uns erfahren und möchten euch dafür danken.

Geschwister, in den vergangenen zehn Tagen haben wir sehr schmerzlich Momente erlebt, die man mit Worten nicht ausdrücken kann. Unsere schmerzlichen Erfahrungen haben uns gezeigt, dass unser Leben so ist, wie der Herr es beschreibt: „Was ist euer Leben? Denn ihr seid ein Nebel, der für kurze Zeit erscheint und dann verschwindet.“ Aus diesem Grund haben wir einmal mehr verstanden, wie heilig und nah beim Herrn wir unser Leben führen sollten.

Wir haben auch verstanden, dass sich unsere Gesellschaft leicht den Emotionen hingibt. In solch schmerzlichen Momenten geben manche Leute –ob gewollt oder nicht – bestimmte Ereignisse ungenau weiter. Wir haben dies nicht verhindert oder nicht verhindern können.

Als das Massaker in Malatya geschah, waren wir Brüder aus Diyabakir – außer denen, die sich schon am Tatort befanden – mit bei den ersten, die dort ankamen. Als wir in Malatya ankamen, war unser Bruder Ugur noch am Leben, aber sein Zustand war kritisch. Etwa um 17.30 Uhr ging er dann heim zum Herrn.

Liebe Geschwister, unsere Perspektive dieser schmerzlichen Augenblicke ändert sich nach und nach, so dass wir nun beginnen, die Dinge so zu sehen, wie wir es sollten. Zum Beispiel sieht es so aus, dass diejenigen, die die Morde unserer Brüder begingen oder sie arrangierten, nun genau das bekommen, was sie sich erhofft hatten. Durch unsere Reaktionen könnten wir dazu unabsichtlich beisteuern. Wenn wir die Fakten nicht ans Licht bringen, werden diese Leute das bekommen, was sie wollten.

Die Brüder Tilmann, Necati und Ugur wurden auf blutrünstige Weise umgebracht. Das ist eine Tatsache. Aber es gibt auch einige inakkurate Behauptungen über diese Massaker, und eine davon ist das Ausmaß der Folterung. Gerüchten zufolge wurde auf Bruder Tilmann 156 mal mit einem Messer eingestochen. Bruder Ugur sollte angeblich unzählige Messerstiche erlitten haben. Diese Gerüchte sind jedoch unbegründet. Im Leichenschauhaus wollten wir Bruder Tilmanns Leib, der in einem Plastiksack steckte, in den Sarg legen, aber den Beamten und der Polizei gefiel dies nicht. „Es ist eine Sünde, dies zu tun,“ sagten sie. Wir sollten den Leichnam in ein Leichentuch wickeln. Ich war damit einverstanden und tat, was in ihren Augen richtig war. Als ich sie um das Leichentuch bat, holten die Beamten Tilmanns Leichnam aus dem Plastiksack, den sie zur Seite legten. Ich ergriff die Gelegenheit beim Schopf und sah mir den Körper bis hinunter zum Bauch genauer an. Ich konnte keine Messerstiche erkennen. Nur Tilmanns Kehle war 8-10 cm aufgeschlitzt, und es gab zugenähte Autopsie-Schnitte an seiner unteren Brustmitte. Leider gehen eine Reihe Gerüchte über unsere Brüder Tilmann und Necati herum. Es wurde gesagt, dass ihre Nasen, Lippen und Ohren abgeschnitten wurden. Diese Gerüchte spiegeln nicht die Wahrheit wider. Ich rief unseren Bruder Ed Grudier in Adana an, denn ich wusste, dass er ebenfalls Tilmanns Leichnam gesehen hatte. Ich fragte ihn nach den Stichwunden in Bruder Tilmanns Körper. Er sagte zu mir: „Bruder, ich fand drei oder vier Messerstiche im Brustbereich. Seinen Rücken habe ich nicht gesehen. Sein Gesicht hatte meiner Meinung nach keine Messerwunden, nur Schrammen, die vielleicht davon stammten, dass er [bei dem Angriff] hingefallen ist.“ Mir war auch bekannt, dass Ihsan Ozbek aus Ankara die Körper gesehen hatte. Ich fragte ihn nach genaueren Angaben und er antwortete: „Ich sah den Brustbereich von Tilmann und auch von Necati. Ich sah Blutergüsse [von Prellungen] an Necatis Lippen und Kinn, aber keine Stichwunden. Ich sah mir Bruder Tilmanns Brustbereich an, aber auch dort fand ich keine Schnitte.“ Dies sind die Aussagen von denen, die tatsächlich die Körper unserer beiden Brüder gesehen haben.

Es stimmt, dass unsere Brüder mit Messern gequält wurden. Aber dabei handelte es sich nicht um solche Ausmaße wie „viel zu zahlreiche Stichwunden, bar jeder Beschreibung“. Anscheinend hat Ed Grudier viel genauer hingesehen, als Bruder Ihsan und ich es taten. Er sah drei oder vier Messerstiche im Brustbereich.

Niemand sah den Leichnam unseres Bruders Ugur, denn schon um Mitternacht nach dem Mord wurde er von seiner Familie für die Beerdigung geholt.

Ich persönlich glaube, dass Bruder Ugur Messerstiche erlitten hat, die denen der anderen beiden Brüder ähnlich waren. Es ist behauptet worden, Ugur hätte Stiche am ganzen Körper einschließlich der Genitalien gehabt. Ich glaube dies nicht. Ihr fragt euch vielleicht, wieso ich dies nicht glaube. Ich denke, wenn jemand so viele Stichwunden erleidet, müsste er auf der Stelle sterben. Ugur hätte nicht bis um etwa 17.30 Uhr am Leben bleiben können, wenn er so viele Stichwunden erlitten hätte. Dass nichts Unnormales mit Ugur geschah, können wir außerdem aus [der Tatsache der] übertriebenen Aussagen schließen, die über unsere beiden anderen Brüder gemacht wurden.

So kommen wir zu folgender Schlussfolgerung: Ja, diese Brüder wurden gefoltert, aber nicht in dem Ausmaß, wie es behauptet worden ist.

Wir sind Söhne und Töchter der Wahrheit. Leider haben sich jetzt schon viele unbegründete Reportagen und Übertreibungen der Medien in die ganze Welt verbreitet. Unsere Geschwister und weitere [solchen Nachrichten gegenüber] sensible Menschen sind fehlinformiert worden. Es ist nicht unsere Absicht, Anstoß zu erregen. Aber wir sollten die echten Fakten ohne Übertreibung weitergeben. Überall sollten die Menschen nur über die einfachen Tatsachen nachdenken.

Wer hat die Übertreibungen [über das Massaker in Malatya] in Umlauf gebracht? Wir haben zwei Gründe dafür gefunden:

1. Die Verbrecher planten dies [die Verbreitung übertriebener Fakten] von Anfang an, und die Mörder waren für sie [die die Morde überproportional aufblasen wollten] nur Mittel zum Zweck. Das Ziel derer, die die Morde und die übertriebenen Behauptungen planten, war, sowohl Christen in der Türkei zu erschrecken, damit sie sich ängstlich zurückziehen, als auch die Türkei als ganzes Land zu demütigen, wo solche blutrünstigen Massaker willkommen sind und sogar angestiftet werden. Damit nehmen die Chancen der Türkei zum Beitritt in die Europäische Union ab, und der Zustand unseres Landes verschlimmert sich. Außerdem wollten sie [die Planer dieses Massakers] bei der Regierung und unserer Bevölkerung den Eindruck erwecken, als würden Christen alles verzerren und übertreiben.

2. Wir sehen in jeder Situation, dass die Medien das, was wir sagen, entweder völlig missachten oder völlig ausschlachten. Wir untersuchten die blutigen Kleidungsstücke, die der Öffentlichkeit als die Unterwäsche unserer Brüder präsentiert wurden. Keines dieser Kleidungsstücke gehörte unseren Brüdern. Die Kleidung hatte zu Leuten gehört, die vor Wochen erschossen worden waren. Aber was machten die Medien damit? Sie nahmen diese Kleidung und präsentierten sie, als käme sie frisch von den Körpern unserer Brüder. Gibt es noch irgend jemanden, der noch nichts von den Übertreibungen und manchmal glatten Lügen der Medien gewusst hat?

Daher, Brüder und Schwestern, wenn wir euch nicht die echten Fakten erklären, werden unsere Herzen keinen Frieden finden. Ich habe diesen Bericht geschrieben, weil ich übertriebene und unbegründete Behauptungen in den Nachrichten sowohl zu Hause als auch auswärts gelesen habe. Die echten Fakten sind die in diesem Bericht. Bevor ich sie abschickte, habe ich von den Brüdern Ihsan Ozbek und Ed Grudier Aussagen angefordert. Diese Aussagen ließ ich ins Englische übersetzen, damit ich sie an euch weitergeben konnte.

Möge der Herr euch reichlich segnen.

Ahmet Guvener, Pastor der Gemeinde in Diyarbakir
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!