Autor Thema: Redewendungen - wo sie herkommen und welche Bedeutung sie haben  (Gelesen 2714 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Roland

  • Administrator
  • Benutzer
  • Beiträge: 2567
    • Hauszellengemeinde
"Guten Rutsch"

Der Silvestergruß "Guten Rutsch" ist etymologisch möglicherweise eine Ableitung aus dem Jiddischen, bzw. Bibel-Hebräischen und leitet sich vom hebräischen ??? ???? ??? Rosch ha-Schana tov (= einen guten Anfang – wörtlich Kopf – des Jahres; also etwa: „Gutes Neujahr“) ab.

Ob dieser Ausdruck tatsächlich aus dem Jiddischen stammt, ist allerdings umstritten, da es weder im Hebräischen noch im Jiddischen eine Grußformel gibt, die dieses „Rosch“ beinhaltet (etwa „Guten Rosch ha-Schana“ o.ä.); die gängige Formel lautet: „Schana tova“ (=Hebr.) oder „a gut yor“ (=Jidd.).

Andere Auffassungen (Lutz Röhrich im Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten; Heinz Küpper im Wörterbuch der Alltagssprache) leiten den Silvestergruß vom Gebrauch des Wortes „Rutsch“ für „Reise“ ab.

Quelle: Wikipedia
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Elishua

  • Gast
Re: Redewendungen - wo sie herkommen und welche Bedeutung sie haben
« Antwort #1 am: 04 Oktober 2007, 11:20:28 »
Worte, die aus dem jiddischen/Hebräischen stammen und zum allgemeinen deutschen Sprachsatz gehören:
[/color]

Bammel : Angst
vom hebr. bal = Herr und 'eìme = Angst

Chuzpe : Dreistigkeit, Frechheit
vom hebr. chuzpe = Dreistigkeit

Hechtsuppe : Zugluft
möglicherweise abgeleitet vom jiddischen hech suppa = starker Wind

Ganove: Verbrecher
vom hebr. ganäw = Dieb

Massel : Glück
masäl = Glück

Maloche: Schwerstarbeit
vom hebr. m`lachá = Dienst verrichten

Pleite: zahlungsunfähig sein, Bankkrott
vom hebr. pelejtä = entrinnen, Flucht

Schamass : wertloser Kram
Schund

Schlamassel: Unglück
ursprünglich schlimäsl = Pech, Sorgen;
das Gegenstück zu Massel

Schmock: Trottel, Depp
abgeleitet von shmuck = verachtentes Schimpfwort

Schickse: Schimpfwort für eine Nichtjüdin
abgeleitet von schikße = junge, attraktive Frau,
die keinen koscheren Haushalt führen kann

Stuss: Unsinn
vom hebr. schtüia = Unsinn

Reibach: großer Gewinn
vom jiddischen rewah = Zins, Profit

Tacheles: der Kern einer Angelegenheit
vom hebr. tachlis = Ziel, Zweck

koscher: angemessen, erlaubt
vom hebr. kaschér = angemessen, erlaubt

Mischpoke: Verwandschaft, Familie
abgeleitet vom hebr. mischpachá = Familie

(Quelle: L.Rosten "Jiddisch" Eine kleine Enzyklopädie" ) Focus 11/2007