Autor Thema: Wer ist JESUS CHRISTUS?  (Gelesen 18562 mal)

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Schoham

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Re: Wer ist JESUS CHRISTUS?
« Antwort #15 am: 10 Dezember 2007, 14:18:25 »
Für mich ist Jesus selbstverständlich Gott.

Ja und es gibt nur einen Gott und ein Name darin wir sollen seelig werden:
Der Name Jesus Christus.

Christus der Name Gottes und Jesus der Name der in das Fleisch gekommene Gott. Der Heilige Geist der Geist dieses einen Gottes - unseres Vaters Jesus Christus.

Auf den Namen sollen wir die Menschen taufen und nicht auf die Namen.
Denn es ist Einer - der Erhabene Gott.

Elishua

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Re: Wer ist JESUS CHRISTUS?
« Antwort #16 am: 10 Dezember 2007, 14:44:17 »
 
--heard--  JESHUA  --heard--

ist das schönste und liebste was wir haben und brauchen!

Nichts, aber rein gar nichts kommt IHM gleich!

Schoham

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Re: Wer ist JESUS CHRISTUS?
« Antwort #17 am: 10 Dezember 2007, 16:39:54 »
 
--heard--  JESHUA  --heard--

ist das schönste und liebste was wir haben und brauchen!

Nichts, aber rein gar nichts kommt IHM gleich!




Offline kenny

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Re: Wer ist JESUS CHRISTUS?
« Antwort #18 am: 15 Dezember 2007, 15:30:15 »
Ja, Shoham, Gott ist Einer. Ich habe mich da wohl etwas unbeholfen ausgedrückt, denke aber so wie Du.
Jesus ist der Allergrösste!

Schoham

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Re: Wer ist JESUS CHRISTUS?
« Antwort #19 am: 15 Dezember 2007, 17:28:47 »
Ja, Shoham, Gott ist Einer.

 --heard-- Ja Kenny  :D

Von Arne habe ich etwas über die Gottheit Jesus Christi gelesen das ich sehr schön finde.

Offline kenny

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Re: Wer ist JESUS CHRISTUS?
« Antwort #20 am: 27 Februar 2008, 15:13:38 »
Ich habe eine Stelle gefunden, die zeigt, dass Jesus Gott und Mensch zugleich ist:

"Er war in allem Gott gleich und doch hielt er nicht gierig daran fest, so wie Gott zu sein: Er gab alle seine Vorrechte auf udn wurde einem Sklaven gleich. Er swurde ein Mensch in dieser Welt udn teilte das leben der Menschen. Im Gehorsam gegen Gott erniedrigte er sich so tief, dass er sogar den Tod auf sich nahm, ja, den Verbrechertod am Kreuz."

(Philipper 2:6-8).
Jesus ist der Allergrösste!

Offline kenny

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Re: Wer ist JESUS CHRISTUS?
« Antwort #21 am: 06 Mai 2009, 13:21:29 »
Jesus ist der Weg: Niemand kommt zum Vater denn durch Ihn. Heisst auch: Mach Dich auf die Socken, raus aus dem Sessel, runter vom Sofa, auf geht's, und lass Dich von Jesus bewegen.

Jesus ist die Wahrheit: Absolut zuverlässig, unbeirrbar, frei von Fehlern, hunderttausendprozentig, absolut vertrauenswürdig. Auf Jesus kann man bauen; das Lebenshaus steht auf Jesus fest.

Jesus ist das Licht der Welt: Dunkelheit und Nebel verfliegen, man wird erleuchtet.

Jesus ist das Leben: Nicht nur für ein paar Jahrzehnte, nicht nur für Jahrhunderte, sondern auf ewig. Wirkliches Leben, nicht gelebt werden. Leben mit Sinn und mit Tiefgang.

Jesus ist der Allergrösste!

Ted

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Re: Wer ist JESUS CHRISTUS?
« Antwort #22 am: 07 Mai 2009, 21:38:04 »
Amen, Kenny!

Jesus Christus ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Er ist der Schöpfer von Allem. Er ist der, der sich Mose als der "Ich bin" vorgestellt hat. Jesus Christus ist Jahwe.

Offline Jose

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Re: Wer ist JESUS CHRISTUS?
« Antwort #23 am: 05 Februar 2012, 16:10:19 »
Zitat von: Ted
Jesus Christus ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Er ist der Schöpfer von Allem. Er ist der, der sich Mose als der "Ich bin" vorgestellt hat. Jesus Christus ist Jahwe.

Hierzu gibt es auch das Thema: JESUS ist der JaHWeH des Alten Testaments, aber ich bin mir nicht sicher, dass wir es wirklich einfach so behaupten können.

Die Aussage Jesu: "Ich und der Vater sind eins" Joh 10,30, ist eindeutig, was die Einigkeit anbetrifft, aber nicht unbedingt, was die Aussage anbetrifft, dass es sich hier um ein und die gleiche Person handelt. Ich denke aber, dass genau hier die Frage liegt, die wir nicht ohne weiteres beantworten können und m.E. auch nicht müssen.

Können wir diese Aussage Jesu verstehen: "Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sprich zu ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Gott und eurem Gott!" Joh 20,17. Ich kann eines verstehen, und das ist mir persönlich wichtig, dass Jesus nach Seiner Auferstehung, Seine Jünger als Seine Brüder bezeichnet und sie auf die gleiche Ebene gestellt hat, was die Beziehung zu Gott anbetrifft. Hier muss ich auch an das Wort denken: "Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem; aus diesem Grund schämt er sich nicht, sie Brüder zu nennen" Hebr 2,11. Ich kann das nicht wirklich, völlig ergründen, aber es so wunderbar.

Wenn ich also auf die Frage antworten soll: Wer ist Jesus Christus? So ist Er Gottes Sohn, der um meinetwillen Mensch wurde, um mich zu erlösen. Er ist nun auch mein Bruder, aber zugleich mein Herr, mein Erlöser, mein Heiland. Und nicht zu vergessen: Er ist auch mein Beistand beim Vater, denn wir lesen: "Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt; und wenn jemand sündigt - wir haben einen Beistand bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten" 1.Joh 2,1. Was wäre ich ohne Ihn?

Herzliche Grüße,
José

Ted

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Re: Wer ist JESUS CHRISTUS?
« Antwort #24 am: 06 Februar 2012, 14:49:03 »
Hallo Jose,

erstmal auch von mir Willkommen hier im Forum! Bist ja schon schwer aktiv...

Du schreibst oben:
Zitat
Die Aussage Jesu: "Ich und der Vater sind eins" Joh 10,30, ist eindeutig, was die Einigkeit anbetrifft, aber nicht unbedingt, was die Aussage anbetrifft, dass es sich hier um ein und die gleiche Person handelt. Ich denke aber, dass genau hier die Frage liegt, die wir nicht ohne weiteres beantworten können und m.E. auch nicht müssen.
Natürlich handelt es sich beim Vater und beim Sohn um 2 Personen. Das "eins sein" bezieht sich auf die wesens- und willensmässige Einigkeit.

Wenn man davon ausgeht, dass im AT der Vater spricht, bekommt man natürlich Erklärungsprobleme. Erst wenn man entgegen allgemeinder Anschauungen "umdenkt" und im AT den Sohn sieht (der erst im NT den Vater bekanntgemacht hat!), passt's wieder. Dann kann YHWH und Jesus der Hirte sein, ohne dass man Vater und Sohn vermischt...

Offline Jose

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Ist Jesus Christus gleichzusetzen mit Jahwe !?
« Antwort #25 am: 06 Februar 2012, 21:15:06 »
Vielen Dank auch dir, Ted, für den Willkommensgruß!

Das Thema ist sehr interessant und ich muss geschehen, für mich auch neu. Wenn du schreibst:
Zitat
Wenn man davon ausgeht, dass im AT der Vater spricht, bekommt man natürlich Erklärungsprobleme. Erst wenn man entgegen allgemeinder Anschauungen "umdenkt" und im AT den Sohn sieht (der erst im NT den Vater bekanntgemacht hat!), passt's wieder. Dann kann YHWH und Jesus der Hirte sein, ohne dass man Vater und Sohn vermischt...

Probleme hatte ich eigentlich keine, weil ich davon ausgehe, dass wir nicht alles verstehen können und müssen. Ich habe kein Problem damit, in Jahwe nicht Jesus sondern Gott den Vater zu sehen, der sich mit diesem Namen dem Volk Israel offenbarte. Es ist für mich sogar so, dass wenn Gott zu Moses spricht: "Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs" 2.Mose 3,6a, ich hier nicht Jesus sehen kann, weil Jesus selber diese Bibelstelle verwendet hat als Er sprach: "Habt ihr nicht gelesen, was zu euch geredet ist von Gott, der da spricht: »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«?" Mt 22,31-32. Hier ging es zwar um die Auferstehung und dass Gott nicht ein Gott der Toten ist, aber hier redet Jesus nicht von Sich, sondern von dem Vater.

Auch wenn ich das Wort lese: "Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn" Hebr 1,1.2a, dann kann ich nicht anfangen zu denken, dass im AT bereits der Sohn gesprochen hat. Ich bekomme das nicht auf die Reihe.

Ich kann aber auch noch nicht erkennen, warum es überhaupt wichtig ist, in YHWH Jesus zu sehen. Geht es darum, damit wir erklären können, warum Jesus Gott ist?

José

Ted

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Re: Wer ist JESUS CHRISTUS?
« Antwort #26 am: 07 Februar 2012, 16:04:47 »
Hallo Jose,

ich wollte ja auch nicht sagen, dass DU ein Problem damit haben könntest, sondern vielmehr, dass MAN Erklärungsprobleme bekommt...  :)

Nur eins von vielen Beispielen: im AT ist u.a. in Psalm 23 JHWH der Hirte, im NT sagt Jesus CHristus "ICH bin der gute Hirte". Es gibt darüber umfangreiche Vergleichslisten, aus denen hervorgeht, dass Jesus Christus die im AT für JHWH geltenden Attribute auf sich bezieht (Licht, Heil, Heiland, Arzt usw...)

Du zitierst:
Zitat
Es ist für mich sogar so, dass wenn Gott zu Moses spricht: "Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs" 2.Mose 3,6a, ich hier nicht Jesus sehen kann, weil Jesus selber diese Bibelstelle verwendet hat als Er sprach: "Habt ihr nicht gelesen, was zu euch geredet ist von Gott, der da spricht: »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«?" Mt 22,31-32.
Nun, das ist kein Indiz, dass Jesus von einer anderen als Seiner Person spricht. Als Jesus an anderer Stelle sagte
"Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein." (Mk 10,18b), sagte Jesus nicht etwa aus, dass ER, Jesus Christus, nicht gut sei, wissen wir doch aus dem Gesamtzeugnis des NT, dass Jesus vollkommen sündlos und gut ist. Vielmehr gab Jesus damit zum Ausdruck, dass ER Gott sei.

Es sei noch angemerkt, dass Jesus oft von sich als der "Ich Bin" [griech. ego eimi] redete und damit den Gottesnamen des AT für sich beanspruchte. Genau das war ja auch der Grund, warum der Hohepriester in Mk 14,63 ihn der Gotteslästerung bezichtigten und rasend vor Wut ihre Kleider zerrissen. [im vorangehenden Vers 62 wird in den deutschen Bibeln dem Grundtextausdruck "ego eimi" das Wort "es" angehängt, das im Grundtext aber nicht zu finden ist.]
  • Jesus ist der "Ego Eimi"
    Im Johannes-Evangelium sagte Jesus seinen Jüngern: „Jetzt sage ich’s euch, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschehen ist, glaubt, dass ich es bin“ (Joh 13,19). Diese Formulierung „dass ich es bin“ ist eine Übersetzung des Griechischen ego eimi. Diese Wendung kommt im Johannes-Evangelium 24mal vor. Mindestens sie­ben dieser Aussagen werden als „absolut“ angesehen, weil ihnen keine Satzaus­sage wie z.B. in Johannes 6,35 „Ich bin das Brot des Lebens“ folgt. In diesen sieben absoluten Fällen folgt keine Satzaussage und das „Ich bin“ steht am Ende des Satzes. Dies weist darauf hin, dass Jesus diese Formulierung als einen Namen benutzt, um zu erkennen zu geben, wer er ist. Die sieben Stellen sind Johannes 8,24.28.58; 13,19; 18,5.6 und 8.
     [aus "Wer war Jesus vor seiner menschlichen Geburt", wgc.org]

Weitere Hinweise darauf, dass der SOHN sich im AT offenbarte und der VATER unbekannt war, bis ihn der Sohn bekannt machte:
Alles ist mir übergeben von meinem Vater. Und niemand weiß, wer der Sohn ist, als nur der Vater, noch, wer der Vater ist, als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will. (Lk 10,22, Hervorhebung von mir)
Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt. (Joh 1,18)


Offline Jose

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JHWH und Christus
« Antwort #27 am: 07 Februar 2012, 23:50:58 »
Hallo Ted.

Deine Argumentation ist wirklich interessant und ich muss mich fragen, ob ich das was ich glaube so glaube, weil ich es bislang so gehört habe oder ich es aus der Bibel wirklich so verstehe und mit der Bibel beweisen kann.

Das Beispiel mit Psalm 23 ist sicherlich gut. Wenn du schreibst:
Zitat
Nur eins von vielen Beispielen: im AT ist u.a. in Psalm 23 JHWH der Hirte, im NT sagt Jesus CHristus "ICH bin der gute Hirte".
Somit sagst du, ist JHWH auch im AT Jesus. Aber ist es wirklich so einfach?

Darf ich dich fragen, wie du diese Bibelstelle verstehst: "Als aber die Pharisäer versammelt waren, fragte Jesus sie und sagte: Was haltet ihr von dem Christus? Wessen Sohn ist er? Sie sagen zu ihm: Davids. Er spricht zu ihnen: Wie nennt David ihn denn im Geist Herr, indem er sagt: »Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde lege unter deine Füße«? Wenn nun David ihn Herr nennt, wie ist er sein Sohn?" Mt 22,41-45. Hier ging es Jesus darum, den Pharisäern zu zeigen, dass der Christus nicht der Sohn Davids ist. Aber wenn wir die Stelle genau betrachten, und auch die Stelle, aus der Jesus zitierte, dann lesen wir: "Von David. Ein Psalm. Spruch des HERRN für meinen Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde gemacht habe zum Schemel deiner Füße!" Ps 110,1. Ist es hier nicht so, dass Gott, der Vater, JHWH, zu Jesus gesprochen hat? Und hat hier David nicht Jesus, seinen Herrn genannt?

Wenn übrigens Jesus zu dem reichen Jüngling sagte: "Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer, Gott" Mk 10,18, dann lasse ich es auch so stehen, als Korrektur an den reichen Jüngling, und sehe darin keine versteckte Aussage Jesu, wie du meinst:
Zitat
Vielmehr gab Jesus damit zum Ausdruck, dass ER Gott sei.
Das war hier nicht das Ziel der Aussage Jesu und sollte m.E. uns eigentlich auch nicht weiter beschäftigen.

Ted, wenn du mir erklären könntest - aber vielleicht hast du es in einem Beitrag bereits gemacht -, warum es wichtig sein soll, so erkennen, dass JHWH zugleich Jesus ist, dann wäre ich dir dankbar. Im Moment sehe ich es nicht und bekomme eher Probleme mit bestimmten Bibelstellen, wie z.B. die hier zitierten. Nach meinem Verständnis begegnet uns Christus immer wieder im alten Bund, aber parallel zu JHWH. Ich denke z.B. auch an diese Bibelstelle: "Denn ich will nicht, dass ihr in Unkenntnis darüber seid, Brüder, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind und alle in der Wolke und im Meer auf Mose getauft wurden und alle dieselbe geistliche Speise aßen und alle denselben geistlichen Trank tranken, denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der sie begleitete. Der Fels aber war der Christus. An den meisten von ihnen aber hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste hingestreckt worden" 1.Kor 10,1-5. Setzt du hier für Christus auch JHWH ein?

José
« Letzte Änderung: 07 Februar 2012, 23:53:55 von Jose »

Ted

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Re: Wer ist JESUS CHRISTUS?
« Antwort #28 am: 08 Februar 2012, 15:20:32 »
Hallo Jose,

Zitat
Darf ich dich fragen, wie du diese Bibelstelle verstehst: "Als aber die Pharisäer versammelt waren, fragte Jesus sie und sagte: Was haltet ihr von dem Christus? Wessen Sohn ist er? Sie sagen zu ihm: Davids. Er spricht zu ihnen: Wie nennt David ihn denn im Geist Herr, indem er sagt: »Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde lege unter deine Füße«? Wenn nun David ihn Herr nennt, wie ist er sein Sohn?" Mt 22,41-45.
Das ist in der Tat eine der wenigen Stellen, die auch mir zu denken geben. Doch ich versuche immer die unklaren von den klaren Sachverhalten her zu erklären. Und letztere sind bei weitem in der Überzahl.

So z.B auch das folgende:
Zitat
"Denn ich will nicht, dass ihr in Unkenntnis darüber seid, Brüder, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind und alle in der Wolke und im Meer auf Mose getauft wurden und alle dieselbe geistliche Speise aßen und alle denselben geistlichen Trank tranken, denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der sie begleitete. Der Fels aber war der Christus. An den meisten von ihnen aber hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste hingestreckt worden" 1.Kor 10,1-5. Setzt du hier für Christus auch JHWH ein?
Ja, selbstverständlich. In den Psalmen findet sich dehr oft die Aussage "der HERR [JHWH] ist mein Fels"

Schliesslich:
Zitat
Ted, wenn du mir erklären könntest - aber vielleicht hast du es in einem Beitrag bereits gemacht -, warum es wichtig sein soll, so erkennen, dass JHWH zugleich Jesus ist, dann wäre ich dir dankbar.
Weil es den Herrn Jesus Christus verherrlicht, als der gesehen zu werden, der Er ist:
Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen. (Joh 16,12-14, Hervorhebung von mir)
Was die Zeitgenossen Jesu (inkl. der Jünger) nicht ertragen konnten, weswegen sogar der Hohepriester seine Kleider zerriss, das hat der von Jesus nach seinem Heimgang zum Vater gesandte Geist Gottes denen, die Ihn lieben, offenbart.

Jesus hatte zu seinen irdischen Lebzeiten bereits alles über sich gesagt, aber es war zu gross und unfassbar, selbst für seine Jünger! Was die Menschen also VOR Ausgiessung des Heiligen Geistes an Pfingsten nicht fassen konnten, macht der Heilige Geist klar:
Aber der Tröster, der heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. (Joh 14,26)

Dass die Wirksamkeit des Geistes Gottes IN den Menschen mehr Erkenntnis bewirken würde als die physische Gemeinschaft mit Jesus, ist ebenfalls ein wichtiger Punkt! Was im AT verborgen, im NT vom Sohn verkündigt war, konnte erst durch das Wirken des Heiligen Geistes verstanden werden:
Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, daß ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden. (Joh 16,7, Hervorhebungen von mir)

Ja, wie ich darzulegen versucht habe, ist es der Wille Gottes und das Wirken Seines Geistes, dass Jesus Christus verherrlicht wird, und dazu gehört auch, dass die Wahrheit über das Wesen und das gesamte(!) Wirken des Sohnes bekannt gemacht wird.

Offline Jose

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Wodurch wird Gott verherrlicht?
« Antwort #29 am: 08 Februar 2012, 22:54:39 »
Danke Ted, für deine Antwort:
Zitat
Ja, selbstverständlich. In den Psalmen findet sich dehr oft die Aussage "der HERR [JHWH] ist mein Fels"
Wenn ich aber die Bibelstelle beachte: "Der Fels aber war der Christus. An den meisten von ihnen aber hatte Gott kein Wohlgefallen, …" 1.Kor 10,4b-5a, dann sehe ich hier den Sohn, Jesus, und den Vater, JHWH, beide erwähnt, daher eine ähnliche Stelle, wie: "»Der Herr sprach zu meinem Herrn …" Mt 22,44a.

Ich freute mich aber über deine Demut zuzugeben, mit Bezug auf die Matthäusstelle:
Zitat von: Ted
Das ist in der Tat eine der wenigen Stellen, die auch mir zu denken geben. Doch ich versuche immer die unklaren von den klaren Sachverhalten her zu erklären. Und letztere sind bei weitem in der Überzahl.

Und wenn du schreibst:
Zitat
Weil es den Herrn Jesus Christus verherrlicht, als der gesehen zu werden, der Er ist
, so weckt das in mir die Frage auf, ob Christus wirklich dadurch verherrlicht wird, dass wir in Ihm den JHWH des AT erkennen.

Hiob, im alten Bund, ist mir stets ein Vorbild. Über ihn sagte Gott: "Denn es gibt keinen wie ihn auf Erden - ein Mann, so rechtschaffen und redlich, der Gott fürchtet und das Böse meidet!" Hiob 1,8. Hatte Hiob hier Gott wirklich erkannt? Nach seinen eigenen Worten nicht, denn später lesen wir: "Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich gesehen" Hiob 42,5.

Wodurch wird Christus also überhaupt verherrlicht, bzw. wodurch wird Gott verherrlicht, wenn wir an die Worte Jesu denken: "Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme aus dem Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und werde ihn auch wieder verherrlichen" Joh 12,28. Wird Gott dadurch verherrlich, dass wir IHN recht erkennen oder IHN fürchten und Seinen Willen tun? Sagte Jesus nicht auch: "Hierin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet" Joh 15,8. Vielleicht ist das aber ein Thema für sich.

José