Autor Thema: Erkenntnisfragen  (Gelesen 4084 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Gast

  • Gast
Erkenntnisfragen
« am: 24 Dezember 2006, 00:55:32 »
Liebe Glaubensgeschwister, immer öfters bekomme ich in der Auseinandersetzung mit meist liberalen Christen auf Fragen wie: Wie kommt es das jemand wie der Baptistenpräsident Siegfried Großmann den Papst als "Bruder in Christo bezeichnet" die Antwort: "Dies seien Erkenntnisfragen". Und damit ist meistens das Thema vom Tisch.

Jetzt meine Frage:
Wie kann ich diesen Antworten geistlich erwidern? Haben diese sog. Geschwister keine Erkenntnis, keinen Durchblick?

2. Frage: Mir ist bekannt,
dass die Musik (Rockmusik) niemals neutral ist; aber wie kann ich dies an einem Beispiel argumentativ anschaulich begründen?
Vielen Dank für Ihre Hilfe im voraus!

Offline Roland

  • Administrator
  • Benutzer
  • Beiträge: 2566
    • Hauszellengemeinde
Re: Erkenntnisfragen
« Antwort #1 am: 24 Dezember 2006, 01:47:20 »
Lieber Bruder,

vielen Dank für Deine Fragen.


Erkenntnisfragen

Was bedeutet eigentlich der Begriff "Erkenntnis"?  Das Verb "erkennen", mhd. "erkennen", ahd. "irchenan", ist in der deutschen Sprache ca. seit dem 13. Jh. bekannt und bedeutet in unterschiedlichen Zusammenstellungen soviel wie "innewerden", "geistig erfassen", "sich erinnern", im juristischen Kontext soviel wie "entscheiden", "urteilen", "bekanntmachen". Das Substantiv "Erkenntnis", mhd. "erkantnisse" bedeutet soviel wie "Einsicht". "Erkenntnis" im Sinne von "richterliches Urteil" taucht erst im 18. Jh. auf. (Quelle: Taschenlexikon Religion und Theologie, S. 812).

Die Definitionen zeigen, dass es sich beim "Papst" nicht um Erkenntnisfragen handeln kann, denn Erkenntnisfragen beziehen sich auf das geistliche Erfassen von biblische Wahrheiten (z. B. ob die Korinther vom Götzenopferfleisch essen können usw.). All diese Dinge sind Erkenntnisfragen.

Beim Papsttum handelt es sich nicht um Erkenntnisfragen, da die rkk keine christliche Gemeinde (Kirche) ist, sondern eine Mysterienreligion. Zur Zeit der Apostel gab es eine andere Mysterienreligion (Gnosis). Die Anhänger dieser Mysterienreligion versuchten ihre Irrlehren in die Lokalgemeinden zu transportieren. Die Apostel reagierten nicht so: "Na ja, das sind ja alles nur Erkenntnisfragen. Der eine sieht es so und der andere so. Soll jeder nach seiner Fasson selig werden....". Die Apostel verschwendeteten keinen Gedanken daran, dass es sich um Erkenntnisfragen handelten, sondern bekämpften die gnostischen Irrlehrer mit aller Schärfe.

Wenn Herr Großmann den "Papst" als "Bruder in Christo" bezeichnet, zeigt er entweder, dass er nicht weiß, dass der katholische "Christus" eine Oblate (Hostie) ist oder der katholische "Christus" ist auch sein "Christus". Die Verehrung des katholischen "Christus" ist für mich Götzendienst.

Zitat
Haben diese sog. Geschwister keine Erkenntnis, keinen Durchblick?
Ich fürchte, dass diese Tatsache auf viele Geschwister zutrifft. Gerade der BEFG ist extrem ökumenisch ausgerichtet. Wenn die Geschwister, die sich in den baptistischen Vereinen befinden, sich nicht am Wort GOTTES orientieren, sondern sich von den "ökumensichen Nebelkerzen" beeindrucken lassen, dann sind sie nicht in der Lage, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Dann verwundert es nicht, wenn der Chef einer Mysterienreligion als "Bruder in Christo" angesehen wird.

An Deiner Stelle würde ich versuchen, den Geschwistern aufzuzeigen, dass der Katholizismus keine "christliche Kirche" ist, sondern eine Mysterienreligion (z. B. die Irrlehren der rkk den biblischen Lehren gegenüberstellen). Allerdings ist dies kein leichtes Unterfangen, da die Geschwister i. d. R. jahrelang mit ökumenischen Botschaften "getriggert" wurden. Du wirst wahrscheinlich bei vielen Geschwistern auf Unverständnis stoßen.


Rockmusik

Einen Link zu einem interessanten Buch findest Du hier. Der Autor hat sich intensiv mit Rock-, Pop-, und Technomusik auseinandersetzt. Der Download (pdf-Datei) des Buches ist kostenlos.

Hier noch einige Gedanken zu dem Thema, ob man Musik geistlich beurteilen kann:

WAS IST WELTLICHE MUSIK?

Ist Musik ungläubiger Komponisten, von denen manche auch einen fragwürdigen Ruf haben, immer verkehrt? Es wird gesagt – oft ohne darüber nachzudenken – dass Christen mit „der Welt“ nichts zu tun haben sollen. Dies kann missverstanden werden, es sei denn, man betrachtet es im Licht der Schrift. Wenn die Absonderung betont wird, dann wird häufig 1. Johannes 2,15 zitiert, um die um uns herum zu warnen, dass sie es vermeiden sollen, irgendetwas mit „der Welt“ zu tun zu haben. Es ist klar, dass wir sie nicht „lieben“ sollen. Und doch sehen wir in Johannes 3,16, dass GOTT die Welt so sehr geliebt hat. Ist das ein Widerspruch?

Das kann es nicht sein; aber vielleicht haben wir nur ein unvollständiges Bild davon, wer oder was „die Welt“ ist. Eltern warnen ihre Kinder oft davor, „weltliche“ Musik anzuhören. Das ist guter elterlicher Rat, aber wir müssen hier „weltlich“ genauer definieren, um besser verstehen zu können, was wir meiden sollen. Im Bereich der Musik haben wir einen sehr realen Feind, und wir können uns in diesem Kampf besser behaupten, wenn wir genau wissen, wie wir ihn erkennen können.

Harpers Bibellexikon erklärt uns, dass es im Neuen Testament drei Begriffe fürWelt gibt:
1) den, der am häufigsten vorkommt und der auf Deutsch kosmos wäre;
2) einen Begriff, der „bewohnte Welt“ bedeutet (oikumene, wovon das Wort Ökumene kommt); und
3) einen Begriff, der wie aeonlaion klingt und der Zeitliches ausdrückt („diese Welt/die zukünftige Welt“).

Kosmos ist der Begriff, der für unsere Betrachtung hier am wichtigsten ist. Strongs Überarbeitetes Lexikon gibt mehrere Definitionen des Wortes kosmos an. Die erwähnenswertesten sind

1) „eine passende und harmonische Anordnung oder Verfassung, Ordnung, Regierung“,
2) „die Menge der Gottlosen; alle Menschen, die von GOTT entfremdet und deswegen CHRISTUS gegenüber feindlich sind“; und
3) „Angelegenheiten der Welt; die Gesamtheit der irdischen Dinge“.

„Die Welt“, die wir meiden sollen, ist weder „die erschaffene Welt“ noch die Ungläubigen, sondern jenes organisierte Weltsystem, das feindlich gegenüber CHRISTUS ist. Unser Kontakt mit den Ungläubigen hat zum Ziel, sie aus diesem System zu befreien, und nicht, sie zu ermutigen, darin zu bleiben. Um das zu veranschaulichen, denke doch einmal an all die ungläubigen Menschen, mit denen du täglich zu tun hast. Wenn ein Monteur in dein Haus kommt, um den Kühlschrank zu reparieren, übt er, auch wenn er wahrscheinlich ungläubig ist, nicht die Funktionen eines „organisierten Weltsystems, das CHRISTUS gegenüber feindlich ist“ aus. Er hat mit notwendiger menschlicher Arbeit zu tun – mit dem Geschäft des Lebensunterhalts und nicht mit den Geschäften Satans. Wenn ein Verkehrspolizist da, wo sich ein Autounfall ereignet hat, seine Pflicht tut, führt er nicht Satans Plan aus, Christus vom Thron zu stürzen, sondern er vertritt eine staatliche Macht, die von GOTT verordnet wurde (Röm 13,1 ff.). Die Schrift sagt uns, dass sogar das Ackern der Gottlosen Sünde ist (Spr 21,41 – 1951 Revidierte Schlachter Bibel), aber dies bezieht sich darauf, dass der Mensch nicht in der Lage ist, Werke zu tun, mit denen er sein Heil verdienen kann. Hier meinen wir ganz spezifisch die „feindliche Welt“, die Christen aktiv und konsequent meiden sollen. Es ist unlogisch und unbiblisch, Menschen zu meiden, mit denen wir im alltäglichen Leben zu tun haben.

Die „Welt“ bezieht sich nicht auf die Schöpfung. Gott erschuf die Welt und alles, was darin ist. Das erschaffene Universum erzählt die Herrlichkeit GOTTES (Ps 19,1). In 1. Mose lesen wir, dass GOTT Seine Schöpfung als gut und [b sehr gut [/b]bezeichnete.
Obwohl sie jetzt unter dem Fluch steht, kann sich die „Welt“ nicht auf die physische Erde beziehen. Wir erinnern uns, dass es sich bei der „Welt“ um jenes organisierte System auf der Erde handelt, das CHRISTUS feindlich gesinnt ist. Dies hilft uns, wenn wir im Bereich der Musik einige wichtige Anwendungen machen müssen.

Auf unseren Vortragsreisen, wenn wir über Musik sprechen und Christen vor den Gefahren der Musik der Welt warnen und ihnen die Notwendigkeit nahe legen, als Gläubige das „neue Lied“ von Psalm 40,4 zu singen, dann hören und spüren wir oft die Annahme, dass wir mit unserer Einstellung befürworten, dass jegliche Musik zu meiden ist, die von Ungläubigen geschrieben wurde. Nein! Wir befürworten aber, dass die Werke von Menschen zu meiden sind, die bewusst oder auch unbewusst in Feindschaft zu CHRISTUS verfasst wurden. Wir sollen jegliches Werk von Menschen meiden, das bewusstoder unbewusst gegen GOTTES Ordnung verstößt. Es gibt zweifellos viele Ungläubige, die ohne darüber nachzudenken, Musik komponieren oder andere Kunstwerke schaffen, die gegen GOTTES Gebote und Vorgaben verstoßen.
In ihrer Kunst gibt es vielleicht keine böswillige Absicht oder bewusste Feindschaft gegenüber CHRISTUS, aber das erzielte Ergebnis entspricht nicht dem Plan GOTTES, weil sie von Prinzipien ausgingen, die im Widerspruch stehen zu GOTTES Gesetzen und das ungeachtet ihrer jeweiligen Motive. Man soll sich in gleicher Weise bemühen, Werke dieser Art zu meiden, wie die von denen, die sich ganz bewusst und absichtlich mit ihrer Kunst GOTT widersetzen. Aufgrund desselben Prinzips meiden wir auch gegebenenfalls die Kunst von Gläubigen.

Alle Menschen sind von der Sünde verdorben – keiner kann allein mit seinen Werken vor GOTT Gefallen finden. Auch Christen sündigen noch. Die Tatsache unserer Errettung bedeutet nicht, dass wir nicht in der Lage sind, etwas herzustellen, das im Widerspruch zu GOTTES Plan steht. Ein Musikstück, das von einem christlichen Musiker geschrieben wurde, ist nicht von vorne herein besser als das eines Ungläubigen. Ob ein Werk gut oder schlecht ist, hängt ab von seinem Inhalt und der Beziehung zu GOTTES Charakter und Seinem Plan für unser Leben, wie es in Seinen Gesetzen der Musik reflektiert wird.

Genauso oft wird die Frage gestellt: „Was ist mit klassischer Musik, die von Ungläubigen komponiert worden ist?“ Die meisten klassischen Musikwerke wurden von Ungläubigen geschrieben, und junge Leute verwenden oft diese Tatsache, um Argumenten zu widersprechen, wenn das gottlose Leben von Rockmusikern angegriffen wird. Aber wir wollen es nicht dabei belassen, nur den – wie wir wissen – sündhaften Charakter von Menschen anzuschauen, sondern wir nehmen den Inhalt ihrer Werke unter die Lupe. Wurde ein Streichquartett von Mozart – bewusst oder unbewusst – im Widerspruch oder in Feindschaft zu CHRISTUS komponiert?

Haben diejenigen, die klassische Musik hören oder spielen, als unmittelbares Resultat davon mehr und mehr ein Verlangen, das sich gegen den Plan GOTTES für ihr Leben stellt? Nehmen wir ein Chorstück von Felix Mendelssohn. Wenn es von einem Schulchor geübt und gesungen wird: Lernen oder erfahren die Schüler einen Inhalt, der im Widerspruch steht zu GOTTES Ordnung oder Seinen Wertvorstellungen? Werden sie als eine direkte Folge davon an Dinge herangeführt, die im Gegensatz stehen zu dem Plan Gottes für ihr Leben? Auf diese Fragen kann man nur mit einem deutlichen NEIN antworten. In all den Jahren, in denen wir über Musik referiert haben, trafen wir keinen einzigen Teenager, der behauptete, dass sein Leben und seine Wertvorstellungen dadurch ruiniert worden wären, weil er klassische Musik gehört hatte. Gute Musik ist von Natur aus im Einklang mit den guten Dingen, die GOTT für uns möchte.

GOTTES Prinzipien, die wir in Philipper 4,8 finden – Wahrheit, Ehrbarkeit, Gerechtigkeit, Reinheit, Liebenswürdigkeit, guter Ruf, Tugend und Lob – sind der Maßstab für den Inhalt der Dinge, die für unser Leben nützlich sind. Wenn ein ungläubiger Koch in einem Restaurant ein gutes Essen zubereitet, dann ist es nicht sein Charakter, der unseren Appetit anspricht. Dies ist natürlich keine Rechtfertigung für einen verlorenen Sohn, der mit seiner Musik „die Schoten der Welt frisst“. Wir würden nie in ein teures Restaurant gehen, um uns dort wenn auch die besten Hamburger und Pommes Frites servieren zu lassen.

Wenn wir klassische Musik anhören, dann sind es nicht die hohen Wertvorstellungen des Komponisten, die diese Musik so wunderschön machen; es ist der Inhalt der Musik – gemessen an den Prinzipien GOTTES.

Wir wollen wieder die Rockmusik betrachten. Obwohl diejenigen, die diese Art von Musik schreiben und aufführen, seit Jahren die bösen Absichten und Zwecke, die sie mit ihrer Musik verfolgen, zugeben, ist das nicht annähernd so wichtig wie die mangelhafte Qualität und die Verdorbenheit der Musik selbst. Die meiste Rockmusik wird von Leuten geschrieben, die ohne Frage in Feindschaft zu CHRISTUS stehen. Aber noch viel schlimmer ist, dass die Musik selbst im Widerspruch steht zu CHRISTUS und dem Plan GOTTES für unser Leben (Phil 4,8). Schau dir an, was allein die Musik vermittelt. Welche Reaktionen bringt Rockmusik hervor? Sehen wir, dass die Zuhörer mit Gottesfurcht reagieren oder dass durch diese Musik eine innere Einstellung gefördert wird, die GOTT wohlgefällig ist? Basiert diese Musik auf einer Ordnung GOTTES für Kommunikation? Nein. Rockmusik ist populär, weil sie Sinnlichkeit und Freiheit von Einschränkungen und Regeln vermittelt – Unordnung und Rebellion. Rockmusik kann nichts anderes als weltlich sein, weil sie Musik für das Fleisch ist, das gegen den Geist kämpft (Gal 5,17). Wir müssen jeglichen Musikstil meiden, der sich an Rockmusik orientiert – wie beispielsweise CCM (Contemporary Christian Music = Zeitgemäße/„Coole“ Christliche Musik) obwohl der Komponist oder aufführende Künstler vielleicht gar nicht absichtlich und bewusst GOTT herabsetzen oder sich Seinem Plan entgegenstellen wollte. Die Weltlichkeit von Menschen ist ein Problem, wenn ihre Weltlichkeit eng mit ihrer Musik verbunden ist. Aber die Musik selbst kann weltlich sein. Wenn das der Fall ist, dann ist sie nicht die richtige Musik.

Es ist klar, dass in dieser Kürze nicht alle Fragen zu jedem Thema beantwortet werden können. Aber wenn wir deutlicher erkennen, was „die Welt“ ist, können wir uns konsequenter von ihr fernhalten. Gute Musik (unabhängig vom Komponisten) ist in Harmonie mit GOTTES Plan für unser Leben.

Robert Berglund macht in seinem Buch "Eine Philospohie der Musik in der Gemeinde" folgende scharfsinnige Beobachtung: „Wenn jeder beliebige Musikstil – mit der darin enthaltenen oder damit beabsichtigten Bedeutung Empfindungen, Ideen, Emotionen, Wertvorstellungen oder Stimmungen verursacht, die von dem, durch oder für den unveränderten Weg des Lebens sind: Musik dieser Art ist in einem von CHRISTUS veränderten Leben total fehl am Platz (Robert Berglund, Eine Philosophie der Musik in der Gemeinde (Chicago: Moody Press, 1985), S. 12).


SIND DIE VERSCHIEDENEN MUSIKRICHTUNGEN NICHT MORALISCH
NEUTRAL?

Wenn die Liedtexte gut sind, was macht dann die Musik aus? In der Bibel gibt es nichts, womit man belegen kann, dass Musik neutral ist. In 1. Samuel 16 lesen wir, dass König Saul in der Musik von David moralische, körperliche und emotionale Hilfe und Erleichterung fand (Vers 23). Man beachte, dass es sich um reine Instrumentalmusik handelte (David nahm die Zither und spielte darauf mit seiner Hand ) Oft wird in diesem Abschnitt übersehen, dass Saul zuvor von seinen Knechten den Rat bekam, einen Musiker zu suchen zu dem ganz bestimmten Zweck, dass ihm dadurch geholfen werden würde! Lies dazu die Verse 15-17:

Und die Knechte Sauls sagten zu ihm: Sieh, ein böser Geist von Gott ängstigt dich. Unser Herr befehle seinen Knechten, die vor ihm stehen, dass sie einen Mann suchen, der die Zither zu spielen weiß. Und es wird geschehen, wenn der böse Geist von Gott über dich kommt, so wird er mit seiner Hand spielen, und es wird besser mit dir werden. Und Saul sagte zu seinen Knechten: Seht euch nach einem Mann für mich um, der gut spielen kann, und bringt ihn zu mir!

Sauls Knechte wussten von der positiven Auswirkung guter Musik auf das moralische/körperliche/geistige Wohlbefinden des Königs. Ihre Worte zeigen, dass sie sicher waren, dass ihm dadurch geholfen werden würde: Ein gut ausgebildeter Musiker konnte mit seinen musikalischen Fähigkeiten und seinem Vortrag auf König Saul in dieser Weise einwirken. In dem Abschnitt hier gibt es keinen Raum für Neutralität ebenso wenig wie sonst wo in der Schrift. (In 2. Könige 3,15 sehen wir eine ähnliche Bewertung von Musik).

Das Grundprinzip der Musik in der Bibel und in unserem Leben können wir dort finden, wo das „neue Lied“ des Gläubigen angesprochen wird (Ps 33,3; Ps 40,4; Ps 96, 1; Ps 98, 1; Ps 144,9; Ps 149, 1; Jes 42, 10; Offb 5,9). Wenn man diese Bibelstellen auch im Licht der „Erneuerung“, wie sie im Neuen Testament betont wird (Röm 12,12; 2Kor 5,17; Gal 6,15; Eph 4,24), betrachtet, so erkennt man, dass im erneuerten Leben eines Christen kein Platz für Musik ist, die den „alten Weg“ darstellt (d. h. den Weg der Welt oder Weltlichkeit).

Musik, die Sinnlichkeit und Fleischlichkeit hervorhebt und fördert, kann nicht „vom GEIST“ sein. Galater 5,17 macht das wieder deutlich: Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, der Geist aber gegen das Fleisch; denn diese sind einander entgegengesetzt, damit ihr nicht das tut, was ihr wollt.

Nirgendwo in der Bibel heißt es, dass wir jede beliebige Art von Musik dazu verwenden dürfen, um eine geistliche Botschaft zu übermitteln.  1. Korinther 2 wurde geschrieben, um uns zu lehren, wie wir geistliche Dinge sowohl Gläubigen als auch Ungläubigen vermitteln sollen. Vers 9 – oft missverstanden als ein Vers, der uns von der Herrlichkeit des Himmels erzählt – sagt uns eigentlich, dass wir geistliche Dinge nicht durch unsere Augen oder Ohren, nicht einmal durch unser Herz (Verstand) verstehen. Dagegen offenbart GOTT geistliche Dinge durch Seinen Geist (Vers 10). Paulus betont abermals, dass wir nicht in Worten reden, gelehrt durch menschliche Weisheit (Vers 13). Hier finden wir die Kernaussage dieses Abschnitts: Wir geben geistliche Wahrheit durch ein geistliches Medium weiter. Wenn wir sinnliche oder fleischliche Wege der Kommunikation einschlagen, hemmen wir das freie Wirken von GOTTES HEILIGEM GEIST. Im besten Fall ist ein geistlicher Liedtext mit sinnlicher Musik ein Durcheinander. Im schlimmsten Fall ist es Verspottung. Nicht nur die Schrift zeigt uns, dass Musik nicht neutral sein kann, sondern auch die Geschichte. Überdenke die folgenden Zitate:

„Musik ist der stärkste Reiz, der von den Sinnen wahrgenommen werden kann. Dass Musik nicht neutral ist, wird u. a. von der Medizin und der Psychiatrie in so überwältigendem Umfang belegt, dass ich mich offen gesagt wundere, wie jemand ernsthaft etwas anderes behaupten kann.“ (Dr. Max Schön, Die Psychologie der Musik)

„Rockmusik fördert Leidenschaften und propagiert Lebensmodelle, die keinerlei Bezug haben zu der Art, wie junge Leute leben können, die an der Universität studieren, oder auch zu den Zielen der Bewunderung, die von den Geisteswissenschaften her unterstützt werden.“ (Allan Bloom, Das Schwinden des offenen Verständnisses in der amerikanischen Gesellschaft)

„Die Emotionen und moralischen Werte von Rockmusik sind unvereinbar mit der christlichen Botschaft der richtigen Einordnung von Emotionen unter das Werk der Heiligung durch den Heiligen Geist im Leben des einzelnen Gläubigen und sie stehen auch im Widerspruch zum Evangelium selbst. Deshalb ist christliche Rockmusik eine falsche Auslegung des Heiligen.“ (Andrew Minto, „Ist ,Christliche Rockmusik’ ein Widerspruch?“)

„Die menschliche Seele verlangt nach Dingen, die höher, wärmer und reiner sind als die, die von der unerträglichen Musik von heute angeboten werden.“ (Alexander Solzhenitsyn in einer Abschlussrede an der Harvard Universität im Jahre 1978)

„So viele Menschen wollen mit aller Macht die Tatsache ignorieren, dass der Westen die einzige Zivilisation ist, die eine Art von Kunst (Rockmusik) geschaffen hat, deren einziger Zweck darin besteht, Wertvorstellungen anzugreifen.“ (Martha Bayles, Loch in unserer Seele)

Diese Zitate zeigen deutlich, dass es bei dem Klang von Musik und dem, was vermittelt wird, keine Neutralität geben kann. In der Tat hat nie jemand den Versuch unternommen, Musik als moralisch neutral darzustellen – mit Ausnahme von Christen in den vergangenen 30 Jahren, die versuchen, Pop und Rockmusik in die Gemeinden zu bringen.

Wenn jemand die Meinung vertreten will, dass alle Musikrichtungen moralisch neutral sind und deswegen keine Auswirkung auf die Botschaft der Texte haben, so steht er sich auf verlorenem Posten. Wie bereits erwähnt findet sich in der ganzen Weltgeschichte kein Einziger, der diesen Standpunkt je eingenommen hat.

Man kann die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen in den Bereichen der Naturwissenschaften, der Psychologie, Biologie, Geschichte, Philosophie, Musikwissenschaft und Theologie durchforsten und wird dabei nichts finden, was die moralische Neutralität von Musik stützen würde. Dieser Irrglauben begann in den Reihen der Anhänger von CCM (Contemporary Christian Music = Zeitgemäße/„Coole“ Christliche Musik) und fand auch nur dort weitere Unterstützung.

Wenn es glaubwürdige Belege anderer Quellen außer CCM dafür gäbe, dass Musik (abgesehen von dem jeweiligen Text dazu) keinen moralischen Einfluss auf die Hörer hat, dann würden wir diese hier gerne nennen. Aber auch nach 25 Jahren intensiver Forschung und Recherche wissen wir von keiner einzigen wissenschaftlichen Dokumentation, die sich für die Neutralität von Musik ausspricht.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Rockmusiker nie ein Hehl daraus gemacht haben, was der Klang ihrer Musik (losgelöst vom Text) bewirken will. In unzähligen Interviews bringen diese Rockmusiker offen zum Ausdruck, was sie durch ihre Musik vermitteln, und sie verwenden dabei kein einziges Mal den Begriff „Neutralität“. Unreife Christen sind oft anderer Ansicht, weil sie meinen, dass ein Lied nur durch die Worte mit einer moralischen Botschaft ausgestattet wird. Aber hören wir uns einmal an, was Rockmusiker, Wissenschaftler, Ärzte und andere über die Botschaft von Rockmusik – unabhängig vom Text – zu sagen haben.

„Ein unaufhörlicher Rhythmusschlag untergräbt den Sinn für Verantwortlichkeit in ähnlicher Weise wie Alkohol (…) Man meint, sich im erbarmungslosen Griff eines Klangstromes zu befinden, auf den etwas sehr Grundlegendes und Primitives in der menschlichen Natur reagiert.“ (David Winter in Neuer Sänger, Neues Lied)

„Rockmusik zielt darauf ab, emotionale, soziale, körperliche und kommerzielle Resultate zu bewirken; es ist keine Musik, die „nur sich selbst“ zum Zweck hat. Die Auswirkung von Rockmusik ist im Wesentlichen erotisch.“ (Dr. S. Frith in Klangeffekte, Freizeitgestaltung der Jugend, sowie Ziele und Zwecke der Rockmusik)

„Rock’n’ Roll ist heidnisch und primitiv und sehr ,Dschungelmäßig’, und so soll er sein! In dem Moment, wo er das nicht mehr ist, ist er tot (…) die wahre Bedeutung von Rock (…) ist Sex, Subversion und Style.“ (Rockmusikmanager Malcolm McLaren in Rock, August 1983)

„Betrachtet uns als erotische Politiker.“ (Jim Morrison in Fort Lauderdale News, 6. März 1969)

„Rock’n Roll ist zu 99 % Sex.“ (John Oates in Cireus, 3 1. Januar 1976)

„Rock’n Roll ist musikalische Pornographie.“ (David Noebel in Das Erbe von John Lennon)

„Rockmusik hat eine Botschaft, und es ist die Botschaft sexueller Freizügigkeit.“ (Richard Taylor in Eine Rückkehr zu Christlicher Kultur)

Viele dieser Zitate finden wir in Interviews, die vor ca. 20 bis 35 Jahren gemacht wurden. Rockmusiker haben diese Dinge immer gesagt. Und wenn Rockmusiker vor 20 Jahren sagten, dass ihre Musik Unmoral und Sittenlosigkeit vermittelte, wie schmutzig und unmoralisch muss dann die Musik von heute sein! Warum sollten wir die Köpfe in den Sand stecken und behaupten, dass Musik moralisch neutral sei, wenn wir doch wissen, dass diese falsche Annahme von keinem anderen je vertreten worden ist?
Quelle: Fisher, Tim: Kann man Musik geistlich bewerten, in: Gemeindegründung (KfG), Nr. 82, 02/2005, S. 13 -17

Ich möchte noch etwas ergänzen: Ich lehne nicht nur Rock-Musiker, sondern auch klassische Komponisten ab, die okkult belastet waren/sind. Für mich gibt es hier keinen Unterschied.

Shalom
Roland
« Letzte Änderung: 24 Dezember 2006, 01:57:30 von admin »
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

offenbarung3-16

  • Gast
Re: Erkenntnisfragen
« Antwort #2 am: 25 Dezember 2006, 10:08:36 »
Hallo Gast,

kurz: Rockmusik ist die Musik dem Fleische nach. Kein geistliche Musik, da sie den Fokus auf einen fleischlichen Takt-Rhythmus legt. Geistliche Musik folgt keinem starren Beat, sondern richtet sich NACH dem TEXT ! (atemrhythmisch)

schaue Dir folgende Stellen an:

Musik bei Ungeistlichkeit

Jes 5,12
Zither und Harfe, Pauke, Flöte und Wein gehören zu ihrem Gelage – aber auf das Tun des HERRN schauen sie nicht, und das Werk seiner Hände sehen sie nicht!

Musik bei Satan

Hes 28,13
In Eden, im Garten Gottes warst du; mit allerlei Edelsteinen warst du bedeckt: mit Sardis, Topas, Diamant, Chrysolith, Onyx, Jaspis, Saphir, Karfunkel, Smaragd, und mit Gold. Deine kunstvoll hergestellten Tamburine und Flöten waren bei dir; am Tag deiner Erschaffung wurden sie bereitet.

Musik4
Offb 18,22
Und der Klang der Harfenspieler und Sänger und Flötenspieler und Trompeter wird nicht mehr in dir gehört werden, und kein Künstler irgendeiner Kunst wird mehr in dir gefunden werden, und der Klang der Mühle soll nicht mehr in dir gehört werden;

Musik1
Eph 5,19 redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen

Musik2
Kol 3,16
Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit; lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen.

Musik ist älter als die Sünde. Luzifer selbst ! spielte vor seinem Abfall Musik für Gott ! Diese hat er heute pervertiert, und eine große Perversion ist es, wenn er Christen dazu verführen kann, weltliche oder "christliche" Rock bzw Pop-Musik zu hören. Satan ist immer daran interessiert, das Gute, was von Gott kommt zu pervertieren, seien es falsche Wunder, falsche Geistesgaben oder eben auch die Musik. Er ist ein Lügner und ein Menschenmörder. Und in Bezug auf Musik, gibt es unzählige Lügen, die die Christen glauben (wollen).

Im Grunde ist es eigentlich sehr einfach. Jemand, der wirklich in Heiligung lebt, der kann nur merken, dass Rock und Popmusik nicht gut sind. Der Heilige Geist wird ihm diese Wahrheit offenbaren. Ich denke beim Thema Musik helfen auch die besten Argumente nicht weiter, weil die Musik-Süchtigen derart umnachtet sind, dass das nicht viel durchdringt.
Zumal das Thema immer recht emotional ist, spricht doch die Musik den Menschen umfassend an. Hier besteht im Grunde eine echte Gebundenheit.

Ich argumentiere oft, dass dieser starre Beat auch in verschiedenen heidnischen Kulturen zur Anbetung von Dämonen vor kommt. Im Grunde liegt ja auch der Ursprung der Rockmusik in der Anbetung von Dämonen.
Weiter sieht man in den letzten zwei angeführten Versen, der innere Bezug (das ist das entscheidende) echter geistlicher Musik.

Joh 4,24
Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten

Anbetung kann nur im Geist stattfinden. Ebenso sollen wir innerlich IN unseren Herzen spielen. Göttliche Musik ist also eher innerlich und Rockmusik ist fleischlich äußerlich. Das sieht man auch an dem ganzen Gehabe der Rock-und Popstars. Dazu gehört dann fleischlicher Tanz, der ja auch immer mehr von Christen praktiziert wird.

Wenn die Englisch lesen kannst, habe ich hier letztens noch brauchbares gefunden:
http://www.av1611.org/cqquest.html

Liebe Grüße
Michael


Stühn Hans Martin

  • Gast
Re: Erkenntnisfragen
« Antwort #3 am: 31 Dezember 2006, 00:24:09 »
Vielen Dank für die Beantwortung meiner beiden Fragen!
Ich freue mich so sehr, dass es wenigstens noch ein paar wenige echte Gläubige gibt, die einem biblische Orientierung geben in den immer öfters auftretenden -die Wahrheit Jesus relativierenden- Problemfeldern (Ökumene, Charismatik, "christ"-licher Rockmusik usw.) und deren sog. "Christen".
Vielen Dank auch für die "Hauszellengemeinde" im Internet!

Ich grüße Euch meine lieben Glaubensgeschwister (unbekannter Weise), Danke dass es Euch gibt!

Euer H.Martin Stühn

Gerhart-Hauptmann-Str. 127
32257 Bünde
Tel: 05223/ 44055
Fax: 05223/ 44 4 33
Email: hmstuehn@gmail.com
 

Offline Roland

  • Administrator
  • Benutzer
  • Beiträge: 2566
    • Hauszellengemeinde
Re: Erkenntnisfragen
« Antwort #4 am: 31 Dezember 2006, 16:33:23 »
Lieber Hans Martin,

herzlich willkommen hier im Forum und vielen Dank für die Rückmeldung.

Herzliche Grüße und GOTTES Segen

Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!