Autor Thema: Der Name JESUS  (Gelesen 11617 mal)

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Gast

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Der Name JESUS
« am: 26 November 2006, 19:15:30 »
Ich wüsste mal gerne, warum Sie den Namen "Jesus" benutzen, obwohl Ihnen doch ganz sicher bekannt sein dürfte, dass der Sohn des Höchsten zu "Lebzeiten" niemals mit diesem Namen angesprochen wurde.

Offline Roland

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Re: Der Name JESUS
« Antwort #1 am: 26 November 2006, 21:53:46 »
Diese Aussage ist nicht richtig. Der Name IESOUS (JESUS ist die griech.-lat. Form des hebr. Jeschua, einer späteren Bildung aus Jehoschua oder Joschua) bedeutet "JHWH ist Rettung/ Heil". Diese Tatsache bestätigt der HERR JESUS damit, dass ER das gr. "ego eimi" (gr. Übersetzung des Tetragramms "JHWH) auf sich bezieht. Das Wort GOTTES bestätigt diese Wahrheit auch mit einem Wortspiel: "Denn ER wird Sein Volk e r r e t t e n von ihren Sünden" (Matth. 1,21); "Und es ist in keinem anderen das H e i l , denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in welchem wir e r r e t t e t werden müssen" (Apg. 4,12). Die Verhöhnungen am Kreuz: " R e t t e dich selbst!" "Andere hat Er g e r e t t e t , Sich selbst vermag Er nicht zu r e t t e n " (Matth. 27,40.41; Markus 15,30.32); "Andere hat Er g e r e t t e t ; Er r e t t e sich selbst!" "" R e t t e dich selbst und uns!" (Luk. 23,35.39) erinnern uns an die Bedeutung des Namens JESU. Zur Zeit war die griechische Sprache die offizielle Amtssprache (deshalb sind auch die Urschriften des Neuen Testaments in griechisch verfasst worden).
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baruch

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Re: Der Name JESUS
« Antwort #2 am: 13 Dezember 2006, 17:43:20 »
Aber Gast hat schon recht: auch wenn Griechisch die Amtssprache war, wurde er nicht mit Jesus angesprochen.

Wenn ich in der Schweiz Johannes heisse, meine Geschichte aber in italienisch verfasst wird, heisse ich trotzdem immernoch Johannes! Meine Brüder sagen mir Johannes und wenn ich mich einem Deutschen vorstelle sage ich "Hallo Ich bin Johannes" (und nicht Giovanni wie die Italiener meinen)

Somit ist es nicht schlecht wenn man Jeschua sagt. Ich persönlich frage mich warum man überhaupt Namen übersetzen muss. Jeschua bedeutet etwas in Hebräisch. Jesus bedeutet aber nichts in Griechisch, es ist nur eine Variante des Namens!
Oder das in deutschen Bibeln immer "Jesus Christus" steht ist auch verwirrend. Christus? was ist das? Deutsch? Sein Nachname? Nein! Warum haben sie das nicht übersetzt?
Maschiach = hebräisch = gesalbter (der gesalbte)
Christos = griechisch = gesalbter (der gesalbte)
christus = latein = gesalbter (der gesalbte)
 
Warum steht in Deutsch nicht wenigstens "Jesus der Gesalbte" ...
Beim Johannes hats ja auch geklappt mit der Übersetzung, oder hat einer von euch einmal eine Bibel gesehen wo von "Johannes Baptistus" die rede war?

 ::)

baruch

raejeschua

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Re: Der Name JESUS
« Antwort #3 am: 13 Dezember 2006, 17:52:39 »
Danke baruch für diese interessante Information. :D

Offline Roland

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Re: Der Name JESUS
« Antwort #4 am: 13 Dezember 2006, 22:15:47 »
Hallo Baruch,

herzlich willkommen im Forum. Prima, dass Du Dich gleich beteiligst. Ich möchte noch einige Anmerkungen zu Deinem obigen Posting machen:

Zitat
auch wenn Griechisch die Amtssprache war, wurde er nicht mit Jesus angesprochen.
Die Behauptung entspricht nicht dem biblischen Zeugnis. Du wirst keine einzige Stelle im NT finden, die davon zeugt, dass der HERR JESUS mit JESCHUA oder JEHOSCHUA angeredet wurde. Dagegen gibt es unzählige Bibelstellen, die bezeugen, dass der HERR mit JESUS angesprochen wurde.

Zitat
Wenn ich in der Schweiz Johannes heisse, meine Geschichte aber in italienisch verfasst wird, heisse ich trotzdem immernoch Johannes! Meine Brüder sagen mir Johannes und wenn ich mich einem Deutschen vorstelle sage ich "Hallo Ich bin Johannes" (und nicht Giovanni wie die Italiener meinen)
Der Vergleich hinkt, da Du m. E. einen wesentlichen Aspekt nicht berücksichtigt hast: Die von den Griechen in mehreren Dialekten gesprochene und lit. gepflegte Sprache wurde im Hellenismus als die Koine (Weltsprache) nicht nur zur Amts- und Geschäftssprache, sondern auch zur Kultur- und Umgangssprache im ganzen inneren Mittelmeerraum und darüber hinaus. Da das Hellenisch wie bereits erwähnt die damalige Umgangssprache war, wurde das N.T. in der damals vorherrschenden Sprache (Hellenisch) verfasst. Natürlich wurde auch zeitweise Aramäisch gesprochen. Deutlich wird das daran, dass aramäische Begriffe nicht in der Koine wiedergegeben wurden. Wenn der HERR JESUS wirklich mit JESCHUA angeredet wurde, warum sollte dann der Name "übersetzt" werden, während andere Begriffe nicht übersetzt werden?
Ein weiterer Punkt, der Deinem Vergleich widerspricht, ist die Tatsache, dass Inschriften von der Verbreitung des Hellenischen zeugen. Und nicht zu vergessen: die Hellenisten selbst (Apg. 6,1) bezeugen dies.

Zitat
Somit ist es nicht schlecht wenn man Jeschua sagt.
Ich finde es auch nicht schlecht, wenn der Name JESCHUAH  oder JEHOSCHUAH benutzt wird. Aber warum soll ich den Namen JESUS übersetzen? Ich kann doch gleich beim Original bleiben.

Zitat
Ich persönlich frage mich warum man überhaupt Namen übersetzen muss.
Das frage ich mich auch  ;)

Zitat
Jeschua bedeutet etwas in Hebräisch. Jesus bedeutet aber nichts in Griechisch, es ist nur eine Variante des Namens!
Der Name JESUS ist von allen Namen im Ohr der Gläubigen und Erlösten der geläufigste und schönste. Der HERR war durch diesen Namen in Nazareth allen bekannt. Maria hatte diesen Namen für ihren Sohn nicht aus sich erwählt. Er wurde angekündigt durch den Engel Gabriel schon vor Seiner Geburt (Lukas 1,31). Seinem Vater wurde gesagt, dass Er GOTTES Sohn ist. Gabriel begründet: Sein Name wird JESUS genannt werden, denn Er wird retten Sein Volk von ihren Sünden! (Matth. 1,21). JESUS ist die griechische Umschrift des hebräischen JESCHUAH, JOSCHUAH bzw. JEHOSCHUAH

Zitat
Oder das in deutschen Bibeln immer "Jesus Christus" steht ist auch verwirrend. Christus? was ist das? Deutsch? Sein Nachname? Nein! Warum haben sie das nicht übersetzt?
Maschiach = hebräisch = gesalbter (der gesalbte)
Christos = griechisch = gesalbter (der gesalbte)
christus = latein = gesalbter (der gesalbte)
Der Name "CHRISTUS" oder "der CHRISTUS" kommt mehr als 400 mal im NT vor. CHRISTUS ist die griech. Übersetzung des habräischen HAMMASCHIACH = der Gesalbte (wie Du schon geschrieben hast) und was noch sehr wichtig ist: Der Messias! Aus der Wirksamkeit und den Zeugnissen JESU geht hervor, dass Er beanspruchte, der Messias zu sein. Sein Tun und Sein Anspruch weisen auf die Zukunft. Seitdem die Erlösung durch den Auferstandenen und gen Himmel Gefahrenen vollendet wurde, war die Urgemeinde davon überzeugt, dass JESUS der Inhaber der messianischen Machtfülle ist. Hier liegt die Ursache für die vorwiegende Nennung des Christusnamens. Der Name CHRISTUS wird sogar genannt, wenn von der irdischen Wirksamkeit JESU die Rede ist.

Zitat
Warum steht in Deutsch nicht wenigstens "Jesus der Gesalbte" ...
Weil JESUS nicht "nur" der Gesalbte, sondern auch der Messias ist!

Zitat
Beim Johannes hats ja auch geklappt mit der Übersetzung, oder hat einer von euch einmal eine Bibel gesehen wo von "Johannes Baptistus" die rede war?
CHRISTUS (mit dem Doppelklang: "Gesalbter" und "Messias") wurde als Eigenname bezeichnet. Wenn das NT von CHRISTUS berichtet, wusste jeder, dass hier nicht ein "x-beliebiger" Gesalbter gemeint war, sondern der HERR JESUS. Bei Johannes wurde der Begriff "Täufer" nicht als Eigenname verwendet, sondern beschrieb seine Berufung, die er ausübte.

Shalom
Roland
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Stefan

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Re: Der Name JESUS
« Antwort #5 am: 13 Dezember 2006, 23:12:33 »
Willst Du mit Deinen Ausführungen andeuten, die Hebräer hätten zu dieser zeit hellenisch gesprochen? Soviel ich weiß, haben doch  zumindest die Orthodoxen das Hellenische als Zeichen von Verweltlichung prinzipiell abgelehnt, während die sozialen Schichten, die auf persönliche Erwerbsarbeit angewiesen waren, i. d. R. keine Hellenischkenntnisse hatten – was auf die meisten Apostel zutreffen dürfte.

Offline Roland

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Re: Der Name JESUS
« Antwort #6 am: 14 Dezember 2006, 00:29:01 »
Hallo Stefan,

wenn ich richtig informiert bin, sprachen die Hebräer zu dieser Zeit hellenisch. Philologen haben z. B. festgestellt, dass die griechischen Schriften (von der Sprache her) recht unterschiedliche Qualität hatten. Beispielsweise war das Griechisch von Petrus recht einfach, während Paulus ein recht anspruchsvolles Griechisch in seinen Briefen benutzte.

Wenn im NT vom HERRN oder von den Aposteln das AT zitiert wurde, dann wurde i.d.R. die Septuaginta benutzt, nicht der masoretische Text.

Zu den Orthodoxen: Meines Wissens benutzten sie Hebräisch als "Kirchensprache", während die Bevölkerung hellenisch oder aramäisch kommunizierte.

Shalom
Roland
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baruch

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Re: Der Name JESUS
« Antwort #7 am: 14 Dezember 2006, 12:28:28 »
Hallo Roland.

Also wie nun?
Jeschua war nicht "nur" der Gesalbte sondern der Messias?
Du weisst aber dass beides exakt dasselbe ist? Messias gibts im Deutschen gar nicht, es ist eine "detschversion" von Maschiach was ja eben "der Gesalbte" heisst

Somit bedeutet dein Satz:

Jeschua ist nicht "nur" der Gesalbte sondern der Gesalbte!  :D

Was deine Recherchen bezüglich der gesprochenen Sprache der Juden zur Zeit Jeschuas anbelangt so liegst du falsch.
Du sagst dass es keinen Beweis im NT gäbe dass irgendjemand ihn mit Jeschua anredete? Welchen beweis aber führst du an dass sie Jesus sagten? Weils so steht? sehr wackelig, nicht wahr?

baruch

Offline Roland

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Re: Der Name JESUS
« Antwort #8 am: 14 Dezember 2006, 21:46:50 »
Hallo Baruch,

Zitat
Du weisst aber dass beides exakt dasselbe ist? Messias gibts im Deutschen gar nicht, es ist eine "detschversion" von Maschiach was ja eben "der Gesalbte" heisst,Somit bedeutet dein Satz:
Jeschua ist nicht "nur" der Gesalbte sondern der Gesalbte!
 

Die Bibel differenziert hier. Ein Bsp.: David schreibt über Saul: und er sprach zu seinen Männern: Das lasse der HERR ferne von mir sein, daß ich so etwas tue und meine Hand an meinen Herrn, den Gesalbten des HERRN, lege; denn er ist der Gesalbte des HERRN![/glow] (1. Sam. 24, 7) Wenn wir jetzt Deine Theorie zugrunde legen, dann wäre Saul der Messias (er wird ja als "Gesalbter des HERRN") bezeichnet. Dieses  Bsp. zeigt m. E. wie wichtig es ist, so zu differenzieren, wie es das Wort GOTTES macht, denn sonst kommt leicht zu falschen Schlussfolgerungen und Lehren.

Zitat
Was deine Recherchen bezüglich der gesprochenen Sprache der Juden zur Zeit Jeschuas anbelangt so liegst du falsch.
Interessante Behauptung, Ich habe die Informationen aus diversen anerkannten Nachschlagewerken. Aber wenn Du die Aussagen dieser Nachschlagewerke korrigieren willst, nur zu. Schließlich wäre Deine Behauptung etwas glaubwürdiger, wenn Du sie auch begründen würdest (könntest).

Zitat
Du sagst dass es keinen Beweis im NT gäbe dass irgendjemand ihn mit Jeschua anredete? Welchen beweis aber führst du an dass sie Jesus sagten? Weils so steht? sehr wackelig, nicht wahr?
Halten wir fest, Du kannst nicht anhand des NT nachweisen, dass der HERR JESUS mit "JESCHUAH", "JEHOSCHUAH" oder "JOSCHUAH" angeredet wurde. Jeder Bibelleser kann anhand des NT belegen, dass der HERR JESUS mit "JESUS" angeredet wurde. Ich wüßte nicht, was daran wackelig sein sollte, wenn man beweisen kann, was tatsächlich in der Bibel steht.

Shalom
Roland
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Stefan

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Re: Der Name JESUS
« Antwort #9 am: 14 Dezember 2006, 22:18:36 »
Zitat von: admin
Jeder Bibelleser kann anhand des NT belegen, dass der HERR JESUS mit "JESUS" angeredet wurde.

Das ist schon eine eigentümliche Art von Logik. Daß in den hellenischen Texten das graecisierte »Jesus« steht, ist ja selbstverständlich. Daß diese Form aber auch von der zeitgenössischen aramäisch sprechenden Umwelt verwendet wurde, wird dadurch noch lange nicht bewiesen.

Immerhin zeigt es aber, daß es nicht so anrüchig sein kann, diese hellenische Form zu verwenden, da ja immerhin bewirkt hat, daß diese Form in den hellenischen Grundschriften überliefert ist.

Offline Roland

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Re: Der Name JESUS
« Antwort #10 am: 14 Dezember 2006, 22:52:26 »
Hallo Stefan,

Zitat
Das ist schon eine eigentümliche Art von Logik. Daß in den hellenischen Texten das graecisierte »Jesus« steht, ist ja selbstverständlich. Daß diese Form aber auch von der zeitgenössischen aramäisch sprechenden Umwelt verwendet wurde, wird dadurch noch lange nicht bewiesen.
Eine eigentümliche Art von Logik ist für mich, dass jemand behauptet, dass der HERR JESUS mit "JOSCHUAH" usw. angeredet wurde, aber dies mit keiner einzigen Bibelstelle beweisen kann. Wenn tatsächlich aramäisch gesprochen wurde, dann wurde das im NT nicht übersetzt, sondern in der Original-Sprache gelassen. Verschiedene Bsp.:

Abba "o Vater" Mk 14, 36,
Hephata "öffne dich" Mk. 7, 24,
Talitha kum(i) "Mägdlein, steh auf" Mk. 5, 41,
JESU Ruf am Kreuz Mk. 15, 34 mit dem aram. sabachthani gegenüber der hebr. Variante zaphthani (von 'azab),
Maranatha "komm, unser HERR" 1. Kor 16, 22.

Wenn also aramäisch geredet wurde, dann wurden die Wörter nicht übersetzt. Sehr deutlich wird das m. E. in folgender Stelle: Markus 15,34: Und um die neunte Stunde rief JESUS mit lauter Stimme und sprach: Eloi, Eloi, lama sabachthani? Das heißt übersetzt: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen"?
Der HERR JESUS sprach aramäisch, deshalb wurden Seine Worte nicht "übersetzt". Obwohl in dieser Bibelstelle aramäische Begriffe benutzt werde, schreibt der Evangelist nicht "JOSUA" o. ä., sondern "JESUS"!

Zitat
Immerhin zeigt es aber, daß es nicht so anrüchig sein kann, diese hellenische Form zu verwenden, da  ja immerhin bewirkt hat, daß diese Form in den hellenischen Grundschriften überliefert ist.
Verstehe mich bitte nich falsch. Ich spreche mich auch nicht dagegen aus, den HERRN JESUS mit "JOSUAH" oder mit den anderen hebr. bzw. aramäischen Namen anzureden. Wogegen ich mich ausspreche, ist die Behauptung, 
Zitat
Jesus bedeutet aber nichts in Griechisch, es ist nur eine Variante des Namens!
JESUS ist der Name, den GOTT uns gegen hat: Sein Name wird JESUS genannt werden, denn Er wird retten Sein Volk von ihren Sünden! (Matth. 1,21). Der Name JESUS steht also in direktem Zusammehang mit der Sündenvergebung und damit mit unserem Heil. Und über diesen Namen, den GOTT uns gegegeben hat, zu sagen, dass er nichts bedeutet ist m. E. eine Beleidigung GOTTES. Wer sind wir, dass wir uns über den Namen erheben, von dem das Wort GOTTES sagt, dass es keinen anderen Namen gibt, in dem das Heil ist (Apg. 4,12).

Shalom
Roland

« Letzte Änderung: 14 Dezember 2006, 22:54:22 von admin »
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

baruch

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Re: Der Name JESUS
« Antwort #11 am: 15 Dezember 2006, 17:16:06 »
Wie seltsam, das hebräisch-jüdische mädchen mirjam aus dem Stamme juda gebar ein kind in bethlechem an sukkoth und gab ihn den griechischen Namen Jesus... aber natürlich sie hiess ja auch gar nicht mirjam sondern maria, und das gesetz wurde dem "mosus" gegeben?

Nun ich lass es bleiben (du münzt das jetzt so dass ich es nicht beweisen kann, gell?)
Ich habe einfach die Erfahrung gemacht dass es nicht viel bringt dieses "ich sage du widerlegst ich bestätige und soweiter und so fort..."

ich setze meine Hoffnung nicht auf Stückwerk...

Am besten fragst du ihn selbst.  ;) Er lebt

N.B. Chag sameach an alle die chanukkah begehen das jetzt beginnt..
« Letzte Änderung: 15 Dezember 2006, 17:18:17 von baruch »

Offline Roland

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Re: Der Name JESUS
« Antwort #12 am: 15 Dezember 2006, 18:58:29 »
Hallo Baruch,

Zitat
Wie seltsam, das hebräisch-jüdische mädchen mirjam aus dem Stamme juda gebar ein kind in bethlechem an sukkoth und gab ihn den griechischen Namen Jesus...
  Wie bereits erwähnt, wurde im Hellenismus als die Koine (Weltsprache) nicht nur zur Amts- und Geschäftssprache, sondern auch zur Kultur- und Umgangssprache im ganzen inneren Mittelmeerraum und darüber hinaus. Deshalb war es nichts ungewöhnliches, wenn ein "hebräisch-jüdisches mädchen" ihrem Sohn einen griechischen Namen gab.  Der "hebräisch-jüdische" Pharisäer Saulus hatte einen griechischen Zweitnamen: Paulos. Freunde von mir sind Deutsche und ihre Kinder haben hebräische Namen. So was soll's geben.....
Die Bibel berichtet uns, dass nicht Maria auf den Namen JESUS gekommen ist, sondern dass sie auf eine Anweisung des Engels Gabriel gehandelt hat.

Zitat
Nun ich lass es bleiben (du münzt das jetzt so dass ich es nicht beweisen kann, gell?)
Fakt ist, dass Du lediglich einige Behauptungen in das Forum gestellt hast und wenn man nachfragt, kannst Du sie nicht belegen. Kein Wunder, dass Du es jetzt bleiben läßt......

Zitat
ich setze meine Hoffnung nicht auf Stückwerk...
Am besten setzt Du Deine Hoffnung auf den HERRN JESUS und Sein Wort.

Zitat
Ich habe einfach die Erfahrung gemacht dass es nicht viel bringt dieses "ich sage du widerlegst ich bestätige und soweiter und so fort..."
Vielleicht hast Du nur deshalb diese Erfahrung gemacht, weil Du irgendwelche Dinge behauptest und diese nicht begründen, geschweige denn belegen kannst.

Zitat
Am besten fragst du ihn selbst.
ER hat schon zu mir gesprochen - durch Sein Wort. Deshalb weiß ich, dass mein HERR und GOTT JESUS CHRISTUS heißt und dass  in keinem anderen (Namen) das Heil (ist);denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen! (Apg.4,12).

Shalom
Roland
« Letzte Änderung: 15 Dezember 2006, 19:02:34 von admin »
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

baruch

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Re: Der Name JESUS
« Antwort #13 am: 16 Dezember 2006, 12:19:02 »
In Palästina gab es seit dem Hellenismus auch griechische Städte, gerade die gebildete Oberschicht bediente sich des Griechischen, während im einfachen Volk daneben meist Aramäisch gesprochen wurde.

-quelle: Wiki

und Jeschua war doch nur mit den Gebildeten unterwegs nicht wahr?
Studierte Fischer und Zöllner... ???

 Griechisch war über Jahrhunderte die wichtigste Verkehrssprache im östlichen Mittelmeerraum, und auch im lateinischen Westen war die Sprache recht weit verbreitet.
 
-quelle: Wiki

oh ja weil koine die verkehrssprache ist in meinem Land, sprechen wir zu Hause alle "verkehrssprache". Sage ich meiner Frau "ich liebe dich" tue ich das in "verkehrssprache"
In der Schweiz gibts offensichtlich viele die Hochdeutsch(schriftdeutsch) sprechen, und alle Dokumente, Amtshandlungen, Zeitungen etc. sind in Hochdeutsch verfasst.
Und doch: sage ich ich zu Freunden oder Verwandten "grüezi, hesches guet?" und nicht "guten Tag, gehts dir gut"

Dass du sagst Er hat schon zu dir gesprochen ,durch sein Wort, hast du recht gesagt. Ich zweifle auch nicht an seinem Reden. Nur das menschliche Verständnis hinkt hin und wieder. ;)

Seit Wort ist Sein Wort. Nicht wahr? Habe ich eine arabische Bibel redet Gott mit mir und sagt mir dass der Gesalbte (merke es ist ein unterschied zwischen "DER gesalbte- maschiach" und "gesalbter des H`RRN") mit Menschen redete und sie ihn mit seinem namen "ISA" anredeten. Denn der Engel sagte der "MARIJAM" Er soll "ISA" heissen...

 ;) ;) ;)

baruch

Offline Roland

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Re: Der Name JESUS
« Antwort #14 am: 16 Dezember 2006, 18:32:05 »
Hallo Baruch,

Zitat
In Palästina gab es seit dem Hellenismus auch griechische Städte, gerade die gebildete Oberschicht bediente sich des Griechischen, während im einfachen Volk daneben meist Aramäisch gesprochen wurde.
Leider hast Du nur einen Satz aus dem Zusammenhang gerissen. Das Zitat geht weiter:
"Ein neutestamentliches Zeugnis für die griechischen Siedlungen ist die Erwähnung des als Dekapolis (gr. ????, déka, „zehn“ und ?????, pólis, „Stadt“) bezeichneten Bundes griechischer Koloniestädte im Nordosten Palästinas."
Und damit ist klar, dass ich Dein Zitat auf die Dekapolis bezieht.
Welche Städte sind mit "Dekapolis" gemeint?

Zitat
Die älteste Aufzählung findet sich in der Naturgeschichte Plinius des Älteren († 79 n. Chr.) (Nat. Hist. 5.16.74) . Danach handelt es sich um die Städte

Damaskus,
Gadara (Umm Quais),
Hippos (Susita),
Dion,
Pella,
Abila,
Kanatha (El-Qanawat),
Philadelphia (früher Rabbat-Ammon (Hauptstadt von Ammon), heute Amman (Hauptstadt von Jordanien)),
Gerasa (Jerash) und
Scythopolis (Bet Sche'an).
Ptolemäus gibt in seiner Geographie (Geogr. 5.14.18) außerdem Lysanias (s. Lk 3,1) an.

Bei Josephus wird die Dekapolis als solche kaum erwähnt, wohl aber einige ihrer Städte. Im 6. Jahrhundert schließlich listet Stephanos von Byzanz 14 Städte als zur Dekapolis gehörig auf.

(Quelle: Wikipedia).

Dein Zitat bezieht sich also ausschließlich auf die Dekapolis. Was unterscheidet die Dekapolis jetzt von dem übrigen Palästina, worin liegt die Sonderstellung begründet? Ich lasse jetzt mal die politischen Gründe weg, sondern konzentriere mich auf die religiöse Sonderstellung:

In der Dekapolisregion lassen sich Kulte der unterschiedlichsten Herkunft nachweisen: Neben Gottheiten des griechisch-römischen Pantheons sind ägyptische, arabische, naba-täische, syrische und phönizische Gottheiten vertreten. Auch die Assimilation vongriechisch-römischen und arabischen, syrischen und phönizischen Göttern kommt häufig vor (http://209.85.135.104/search?q=cache:jf0TnoahoYUJ:www.diss.fu-berlin.de/2005/155/Kapitel4.pdf+dekapolis&hl=de&gl=de&ct=clnk&cd=13). Es gab also Stadtgöttinnen, männliche Stadtgottheiten griechisch-römische bzw. ägyptische Gottheiten usw. Dass das einfache Volk meist Aramäisch sprach war wichtig, um ihre Identität und den Glauben an den wahren GOTT zu bewahren. Die "gebildete" Oberschicht hatte mit den heidnischen Göttern offensichtlich weniger Probleme und indem die Menschen Griechisch sprachen, zeigten sie öffentlich, dass sie nicht zu dem einfachen Volk, sondern zur Oberschicht gehörten. Dein Zitat sagt nichts anderes aus, als dass die Hellenisierungsbestrebungen besonders von den gehobenen Schichten ohne Vorbehalt aufgenommen wurden.

Diese Sondersituation jetzt auf das gesamte Palästina zu übertragen (wie Du es machst) ist unzulässig.

Aber Dein Zitat geht immer noch weiter:

"Die Schriften des Neuen Testaments sind in der Koiné, der allgemeinen (von allen gesprochenen) Sprache verfasst. Die Septuaginta ist die in neutestamentlicher Zeit verbreitete Koiné-Übersetzung des Alten Testaments und Quelle der meisten alttestamentlichen Zitate im Neuen Testament"
Frage an Dich: Warum stammen die meisten alttestamentlichen Zitate im Neuen Testament aus der Septuaginta (Koiné-Übersetzung des Alten Testaments), wo doch Deiner Meinung nach, fast niemand in Palästina Griechisch verstand?

Ein ganz wichtiger Abschnitt, den Du vergessen hast, zu zitieren (und der Deine Theorie wiederum ad absurdum führt):
"Zudem wird im Johannesevangelium (Joh. 19:19, 20) darauf hingewiesen, dass bei Jesu Hinrichtung eine Tafel mit der in Hebräisch, Griechisch und Lateinisch übersetzten Inschrift „Jesus von Nazaret, König der Juden“ angebracht gewesen sei, was die allgemeine Verbreitung des Griechischen als Verkehrssprache illustriert. Die Ausbreitung der neuen Religion wurde durch sie sehr erleichtert: Indem die Evangelien (griechisch ????????o?, euangelion = „Gute Nachricht“, „frohe Botschaft“) auf Griechisch verfasst wurden, konnte sich das Christentum rasch unter den städtischen Bevölkerungen im ganzen östlichen Mittelmeerraum verbreiten (auf dem Land sprach man meist andere, lokale Sprachen, weshalb sich die neue Religion hier weitaus langsamer verbreitete)."
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Koin%C3%A9)

Ein wichtiger Punkt, denn Du hast in Deinen Ausführungen den Unterschied zwischen städtischen und Landbevölkerung unberücksichtigt gelassen.

Zitat
oh ja weil koine die verkehrssprache ist in meinem Land, sprechen wir zu Hause alle "verkehrssprache". Sage ich meiner Frau "ich liebe dich" tue ich das in "verkehrssprache"
In der Schweiz gibts offensichtlich viele die Hochdeutsch(schriftdeutsch) sprechen, und alle Dokumente, Amtshandlungen, Zeitungen etc. sind in Hochdeutsch verfasst.
Und doch: sage ich ich zu Freunden oder Verwandten "grüezi, hesches guet?" und nicht "guten Tag, gehts dir gut"
Aber Du versteht doch die Verkehrssprache, oder? Deine Theorie ist jedoch, dass die damaligen Juden nicht der Verkehrssprache (Koiné) mächtig waren. Damit hast Du selbst dargelegt, dass Deine Theorie nicht stimmen kann. Nur weil Du zu Deinen Freunden "grüezi, hesches guet?" sagst, kannst Du nicht daraus schließen, dass die Jünger JESU nicht die Koiné verstanden.  ???

Im Übrigen war die Koiné nicht nur die Verkehrs-, sondern auch die Umgangssprache:

"Das NT wurde in griechischer Sprache geschrieben. Hier haben wir es jedoch nicht mehr mit dem klassischen Griechisch der Philosophen zu tun, sondern mit einem späteren Dialekt, der sogenannten Koine. Die Eroberungszüge Alexander des Großen hinterließen nicht nur in der ganzen damals bekannten Welt des Mittelmeerraumes und Vorderasiens griechische Städte und Verwaltungen, sondern es entwickelte sich Koine auch zur Umgangssprache aller Nationen.
Natürlich hob sie die jeweiligen regionalen Volkssprachen nicht auf, aber sie stand gleichberechtigt daneben. Wie weise handelt Gott! Stellen wir uns die Missionsreisen des Paulus vor: Im Schutz des römischen Friedens und auf befestigten, geschützten römischen Straßen reist er jahrelang durch die Welt, ohne je ein Sprachstudium absolvieren zu müssen. Wohin er auch kommt, überall wird die Frohe Botschaft verstanden. Gott gebrauchte die Römer und die Griechen, um optimale Voraussetzungen für die rasche Evangelisation der damaligen Welt zu schaffen."
(http://www.theo-notizen.de/theo/Bibel_2.htm)

Zitat
Nur das menschliche Verständnis hinkt hin und wieder.
Stimmt, vor allem wenn man einzelne Wörter oder Sätze aus ihrem Zusammhang reißt  :D

Zitat
(merke es ist ein unterschied zwischen "DER gesalbte- maschiach" und "gesalbter des H`RRN")
Falsch, denn auch bei Saul steht MASCHIACH im hebr. Grundtext - deshalb gibt es hier keinen Unterschied, den Du zu erkennen glaubst. Würde Deine Theorie stimmen, dann wäre Saul der Messias.

Zitat
Denn der Engel sagte der "MARIJAM" Er soll "ISA" heissen...
Das ist nicht korrekt, denn Du berufst Dich jetzt auf eine arabische Übersetzung. Im Grundtext steht ??????.

Du beruft Dich ja auf die aramäische Sprache, benutzt jedoch immer "Jeschua". Allerdings ist "Jeschua" kein aramäischer, sondern ein hebräischer bzw. syrischer Name. Wenn Du also der Meinung bist, dass damals der Name "Jeschua" oder "Josua" für den HERRN JESUS gebraucht wurde, dann haben die Juden damals nicht aramäisch, sondern hebräisch bzw. syrisch gesprochen. Hebräisch war damals allerdings so eine Art "Kirchensprache" (d. h. die "normale" jüdische Bevölkerung verstand kein Hebräisch), da seit dem 6. Jh. v. Chr das Hebräische als Umgangssprache durch das Aramäische verdrängt wurde. Diese Sprache war den Schriftgelehrten usw. vorbehalten. Zu vergleichen mit der lateinischen Sprache, die (im Mittelalter) fast nur die katholischen "Theologen" verstanden. Aber vielleicht entwickelst Du jetzt die Theorie, dass die Juden damals sich in der syrischen Sprache unterhalten haben, damit Du an Jeschua festhalten kannst?  ???
Die aramäische Übersetzung des Namens JESUS lautet gemäß der aramäischen Estrangelo-Peschitta "Eschoo". Also wenn der Engel Gabriel damals zu Maria aramäisch geredet haben soll, dann sagte er ihr, er soll "ESCHOO" heißen.  :D

Der Engel Gabriel sprach zu Maria also weder "Eschoo", noch "Jeschua" oder "Isa", sondern ??????.

À propos Mose heißt im aramäischen Moschey. Also wenn Du vom Gesetz Mose schreibst, dann musst Du schon vom "Gesetz Moschey" schreiben  :D

Shalom
Roland
« Letzte Änderung: 16 Dezember 2006, 21:52:06 von admin »
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!