Autor Thema: Beten im GEIST  (Gelesen 2684 mal)

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Beten im GEIST
« am: 26 November 2006, 19:13:11 »
Hallo, wissen Sie was ist "betet im Geist?"

Offline Roland

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Re: Beten im GEIST
« Antwort #1 am: 26 November 2006, 21:51:14 »
In Apg. 2,4 steht geschrieben: Und sie wurden alle mit dem HEILIGEN GEIST erfüllt und fingen an. in anderen Zungen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab. Es ist das übernatürliche Zeichen, wie es in der Bibel verheißen wurde. Jeder, der so im Geist betet, macht sich selbst und anderen bewußt, daß GOTT Sein Wort immer noch erfüllt. In Apg. 10 lesen wir, woran die jüdischen Christen erkannten, dass die Heiden im Hause Kornelius den Heiligen Geist empfangen hatten. Sie hörten sie in Zungen reden und Gott hoch preisen (V.46)

In der Bibel wird uns unter anderem ein geistliches Ergebnis der Zungenrede mitgeteilt: Wer in Sprachen redet, erbaut sich selbst (1. Kor. 14,4). Die urtextliche Bedeutung von Erbauung kann man aus der modernen Sprache auch mit "aufladen" besser wiedergeben. Es geht hierbei um geistliche Kraftaufladung des inneren oder neuen Menschen. Der wird ja nicht ständig ab- und wieder aufgebaut, sondern er läßt im Alltag Kraft und bedarf neuer Kraft. Andere Bibelausleger sprechen hier vom "auftanken".

Der Verstand darf sich Ausruhen, ...aber mein Verstand ist ohne Frucht (1.Kor. 14,14). Wir sind von Kind an in der Verstandesschulung. Die Verstandesprüfungen schlagen sich jahrelang in den Zeugnissen nieder. Wer im Leben durchkommen will, muß denken, schnell und genau. Das sind gewichtige Prägungen. Jetzt sagt uns die Bibel: Verlaß dich nicht auf deinen Verstand,.. (Spr. 3,5). Ja, das ist eine vertrauensvolle Beziehung zum Herrn, der Macht hat im Himmel und auf Erden. Zungenreden schafft Vertrauen im Geist zu Gott. Dabei darf der Verstand ausruhen und wird nicht ein für allemal abgeschaltet. Gott bewahre, daß wir auch nur eine seiner Gaben mißachten.

Ist aber kein Ausleger da, so schweige er in der Gemeinde;..," hier hören einige Ausleger auf die Bibel zu zitieren. Aber es geht weiter ...er rede aber für sich selbst und zu Gott. (1.Kor. 14,28).
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Gast 1

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Re: Beten im GEIST
« Antwort #2 am: 25 Dezember 2006, 01:14:02 »
Hallo Admin

Apg 2,11   Kreter und Araber - wie hören wir sie die großen Taten Gottes in unseren Sprachen reden?

In Apg. 2.4 ist von reden zu Menschen die Rede und nicht vom beten zu Gott falls das noch nicht aufgefallen ist.

Aber du wirst es schon irgendwie hindrehen, daß es paßt in deinen Augen.

Beten ist reden zu Gott.
Reden zu Menschen nennt man nicht beten.

1Kor 14,21   Es steht in dem Gesetz geschrieben: "Ich will in anderen Sprachen und durch andere Lippen zu diesem Volke reden, und auch also werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr."

Zu diesen Volk reden nennt man nie und nimmer beten !

1Kor 14,20   Brüder, werdet nicht Kinder am Verstande, sondern an der Bosheit seid Unmündige, am Verstande aber werdet Erwachsene.




 

Offline Roland

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Re: Beten im GEIST
« Antwort #3 am: 25 Dezember 2006, 02:04:01 »
Hallo Gast,

Zitat
In Apg. 2.4 ist von reden zu Menschen die Rede und nicht vom beten zu Gott falls das noch nicht aufgefallen ist.
Wenn Du den Zusammenhang berücksichtigst, wirst Du feststellen, dass Deine Behauptung einer biblischen Prüfung nicht standhält: Der Heilige Geist gibt auszusprechen. Das dafür verwendete Wort meint ein feuriges oder begeistertes Sprechen. Die Jünger "predigen" nicht etwa, wie Du es Dir in deiner Phantasie ausmalst. Lukas hat sehr klar dargestellt, wie eine eigentliche "Predigt" mit ihren ruhigen (wenn auch zum Durchbohren von Herzen bevollmächtigten!) Darlegungen dann erst die Sache des Petrus ist. Wie sollten auch 120 Menschen zu gleicher Zeit "Predigten halten" können! Wer sollte da folgen. Es ist auch beachtlich, daß mißgünstige unter der Menge von den Jüngern den Eindruck haben konnten: "Sie sind voll jungen Weins." Das macht deutlich, daß es sich nicht um "Predigen in verschiedenen Sprachen oder Dialekten" handeln konnte. Wie hätte dabei jeder der Zuhörer gerade an den Jünger kommen sollen, der seine Heimatsprache redete. Und ein Predigen in verschiedenen Sprachen macht auch nicht den Eindruck der "Trunkenheit". Nein, deshalb ist hier das "Reden mit andern Zungen" das erste urchristliche "Zungenreden" gemeint. Bei ihm konnte der Außenstehende achselzuckend sagen: "Wahnsinnige!" (1 Ko 14,23) oder eben hier "Betrunkene!" Es ist doch auch recht wichtig, daß später Petrus das "Zungenreden" der mit dem GEIST beschenkten Heiden ausdrücklich zu dem Pfingstgeschehen in Parallele setzt: Apg 11,15 in Verbindung mit Kap. 10,44-46;15,8. Das Zungenreden aber war deshalb kein "Predigen," sondern ein Anbeten, Loben, Rühmen, Danken (Apg. 10,46;1 Ko 14,14-17). So preisen hier die Jünger im Zungengebet die Großtaten GOTTES.

Zitat
Aber du wirst es schon irgendwie hindrehen, daß es paßt in deinen Augen.
Schreibst Du hier aus eigener Erfahrung?

Zitat
Beten ist reden zu Gott. Reden zu Menschen nennt man nicht beten.
Genau, deshalb beteten auch die Jünger in Apg. 2,4 in neuen Zungen (Begründung siehe oben).

Zitat
Zu diesen Volk reden nennt man nie und nimmer beten !
Stimmt, aber Du hast übersehen, dass es verschiedene Arten von Zungenreden gibt: einem anderen verschiedene Arten von Sprachen (1. Kor. 12,10b)

Shalom
Roland
« Letzte Änderung: 28 Dezember 2006, 17:23:50 von admin »
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline inchristus

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Re: Beten im GEIST
« Antwort #4 am: 16 Mai 2015, 17:55:06 »
Lieber Roland,                                                                                      Beitrag geändert

wieso meinst du denn, dass in Apg2 in Zungen gebetet wurde?

Apg2,4-11 „Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab. Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer aus allen Heidenvölkern unter dem Himmel. Als nun dieses Getöse entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen zueinander: Siehe, sind diese, die das reden, nicht alle Galiläer? Wieso hören wir sie dann jeder in unserer eigenen Sprache, in der wir geboren wurden? Parther und Meder und Elamiter und wir Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadocien, Pontus und Asia; Phrygien und Pamphylien, Ägypten und von Gegenden Libyens bei Kyrene, und die hier weilenden Römer, Juden und Proselyten, Kreter und Araber – wir hören sie in unseren Sprachen die großen Taten Gottes verkündigen!“

Bei dem Pfingsterlebnis hörten die ungläubigen Juden die Galiläer (Jesu Jünger) in den Sprachen reden, in denen die Juden geboren wurden (unter den Heidenvölkern). Es waren irdische Sprachen, keine himmliche. Denn die Juden erkannten/hörten jeweils ihre eigene Muttersprache und verwunderten sich, da sie wussten, dass sie alle Galiläer waren. Der Geist verlieh ihnen das Sprechen in irdischen Fremdsprachen, die sie nie gelernt hatten. (Solches Zeugnis hatte ich schon mal gehört und auch gelesen.)

Wäre es Zungenrede, also eine himmliche (überirdische) Sprache, gewesen, so hätte kein Mensch dies verstehen können.
1Kor14,14 „Denn wenn ich in einer Sprache (Zungenrede) bete, so betet zwar mein Geist, aber mein Verstand ist ohne Frucht.“
 1Kor14,2 „Denn wer in Sprachen (Zunge) redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht es, sondern er redet Geheimnisse im Geist.“
Aber die ungläubigen Juden erkannten darin ihre eigene Muttersprache. Apg2,8 "Wieso hören wir sie dann jeder in unserer eigenen Sprache, in der wir geboren wurden?"

„glossa“ kann „Zunge“ aber auch „Sprache“ heißen.

Daher ist Apg2 für mich ein Reden in irdischen Fremdsprachen, die derjenige nie gelernt hat, sondern von Gott gewirkt ist. Sie ist an Menschen gerichtet und nicht an Gott, im Gegensatz zur Zungenrede.

Die Zungenrede in 1Kor14 ist für mich eine überirdische (himmliche) Sprache, die man auch nur dann verstehen kann, wenn Gott jemandem die Gabe des Verstehens (also die Auslegung) verleiht. Und sie ist wiederum nach oben gerichtet, zu Gott.

Gespannt auf deine Antwort grüße ich dich!

Astrid
« Letzte Änderung: 18 Mai 2015, 15:16:18 von inchristus »
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline Jose

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Re: Beten im GEIST
« Antwort #5 am: 16 Mai 2015, 23:04:58 »
Hallo Astrid,
auf die Antwort von Roland bin ich auch gespannt, deine Frage hat mich aber auch beschäftigt. Vielleicht darf ich einige Gedanken dazu äußern.

Du schreibst:
Zitat von: inchristus
Wäre es Zungenrede, also eine himmliche Sprache, gewesen, so hätte kein Mensch dies verstehen können.

Nach dem Zeugnis der Schrift war es die Erfüllung dessen was im Propheten Joel steht, denn so bezeugt es Petrus: "»Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, dass ich von meinem Geist ausgießen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden in Träumen Visionen haben; und sogar auf meine Knechte und auf meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie werden weissagen" Apg 2,17-18.

Zudem, die Definition, dass eine Zungenrede in jedem Fall eine Sprache ist die von niemand verstanden werden kann, ist mir persönlich nicht bekannt. Nach dem Zeugnis der Schrift verstehe ich es so, dass es sich bei Apg. 2 um Weissagung handelte, durch die Zungenrede. Und himmlisch war es, denn es war von Gott. Eine Auslegung war hier auch nicht nötig, da Gott selbst die Sprachen so geschenkt hatte, dass die Anwesenden Menschen es verstehen konnten und hören, wie sie von den großen Taten Gottes redeten (Apg. 2,11) in vielen Sprachen.

Gottes Segen,
José

Offline inchristus

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Re: Beten im GEIST
« Antwort #6 am: 17 Mai 2015, 15:25:16 »
Lieber Roland,                                                                                     Beitrag geändert

hier noch einige Gedanken zu deinem Beitrag an "Gast":

Der Heilige Geist gibt auszusprechen. Das dafür verwendete Wort meint ein feuriges oder begeistertes Sprechen.

...feuriges und begeistertes Sprechen ist aber kein Kennzeichen dafür, dass sie in Zungen redeten, sondern ein Kennzeichen für ein Erfülltsein mit Geist, was sie zu Pfingsten zweifelsohne auch waren.

Petrus zitiert dann auch Joel3,1-5. Sie haben geweissagt und die großen Taten Gottes verkündet. Apg2,11 "Kreter und Araber - wir hören sie in unseren Sprachen die großen Taten Gottes verkünden!"

Zungenrede hingegen ist ein Reden für/zu Gott und nicht zu Menschen. Dass sie nicht in Zungen geredet haben bestätigt auch 1Kor14,2 "Denn wer in Zungen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott, denn niemand versteht es, sondern er redet Geheimnisse im Geist."

In Zungen redet man für/zu Gott. Zu Pfingsten verkündeten sie aber die großen Taten Gottes. Sie redeten also zu den Ungläubigen, zu Menschen, und nicht für/zu Gott.

Und noch ein Hinweis darauf, dass die Galiläer zu den Ungläubigen geredet haben und nicht zu Gott, ist: Die ungläubigen Juden hörten die Galiläer in ihrer jeweiligen Muttersprache, in der sie geboren wurden. Allein, dass sie in deren jeweiligen Muttersprache die großen Taten Gottes verkündet haben, zeigt, dass die Rede an Menschen, nämlich an diese ungläubigen Juden, gerichtet war; wohingegen Zungenrede sich ja auf Gott richtet. In Zungen redet man nicht zu Menschen, sondern zu Gott. In diesem Fall betet mein Geist, der für mich mit unaussprechlichen Seufzern eintritt. Aber zu Pfingsten waren es irdische Fremdsprachen.

Bsp.: Wenn ich einem Ausländer was sagen will, dann rede ich zu ihm in dessen Sprache, damit er mich auch versteht. Und genau das machten auch die Galiläer bzw. wirkte der Geist in ihnen. Ihre Rede war an die ungläubigen Juden gerichtet, nämlich in deren jeweiligen Sprache. Wie sollten denn die Galiläer auch Gottes große Taten IHM selber wiederum verkünden. Das macht keinen Sinn. Gott weiß doch selber um SEINE großen Taten.

Liebe Grüße
Astrid
« Letzte Änderung: 17 Mai 2015, 21:52:51 von inchristus »
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline Jose

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Re: Beten im GEIST
« Antwort #7 am: 17 Mai 2015, 19:22:29 »
Zitat von: inchristus
In Zungen redet man für/zu Gott. Zu Pfingsten verkündeten sie aber die großen Taten Gottes. Sie redeten also zu den Ungläubigen, zu Menschen, und nicht für/zu Gott.

Mir helfen zum Verständnis die nachfolgenden Bibelstellen.

1.Kor 14,5.13
5 Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet, mehr aber [noch], dass ihr weissagt. Wer aber weissagt, ist größer, als wer in Sprachen redet, es sei denn, dass er es auslegt, damit die Gemeinde Erbauung empfange.
13 Darum, wer in einer Sprache redet, bete, dass er [es auch] auslege!

Ohne Auslegung haben wir in der Gemeinde diesen Zustand:
1.Kor 14,14-16
14 Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet mein Geist, aber mein Verstand ist fruchtleer.
15 Was ist nun? Ich will beten mit dem Geist, aber ich will auch beten mit dem Verstand; ich will lobsingen mit dem Geist, aber ich will auch lobsingen mit dem Verstand.
16 Denn wenn du mit dem Geist preist, wie soll der, welcher die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da er ja nicht weiß, was du sagst?

Aber bei der Zungenrede mit Auslegung bzw. Weissagung haben wir diesen Zustand:
1.Kor 14,24-25
24 Wenn aber alle weissagen und irgendein Ungläubiger oder Unkundiger kommt herein, so wird er von allen überführt, von allen beurteilt;
25 das Verborgene seines Herzens wird offenbar, und so wird er auf sein Angesicht fallen und wird Gott anbeten und verkündigen, dass Gott wirklich unter euch ist.

Als Anweisung an die Gemeinde gilt:
1.Kor 14,26-28
26 Was ist nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Offenbarung, hat eine Sprache[nrede], hat eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung.
27 Wenn nun jemand in einer Sprache redet, [so sei es] zu zweien oder höchstens zu dritt und nacheinander, und einer lege aus.  
28 Wenn aber kein Ausleger da ist, so schweige er in der Gemeinde, rede aber für sich und für Gott.

Bezüglich der Anweisung an die Gemeinde, ist die Sprachen- oder Zungenrede somit nicht ausgeklammert, aber mit Auslegung muss es sein, dass die Gemeinde Erbauung empfange. Also doch auch ein Reden zu Menschen, durch den Geist Gottes gewirkt.

Offline Jose

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Reden in Sprachen bzw. in Zungen
« Antwort #8 am: 17 Mai 2015, 19:37:31 »
In einem anderen Thread über das Reden in Sprachen bzw. Zungen wurde mal geschrieben:

Hallo Jose,
fuer mich ist es keine Fremdsprache die man auf Erden irgendwo spricht.
Wieso sollte der Herr auch in Deutschland der Gemeinde etwas in einer anderen Sprache sagen die dazu noch ausgelegt werden muesste wo man ja nicht einmal die einfachsten Dinge in seiner eigenen Sprache versteht?
Mein Herr Jesus ist ein Herr mit klaren und verstaendlichen Worten!

Es ist wichtig, dass wir uns alleine an der Bibel orientieren, und nicht mit eigenen Überlegungen das Zeugnis der Schrift untergraben.

Ich möchte erneut an 1.Kor 14,5 erinnern:
5 Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet, mehr aber [noch], dass ihr weissagt. Wer aber weissagt, ist größer, als wer in Sprachen redet, es sei denn, dass er es auslegt, damit die Gemeinde Erbauung empfange.
Dieses Wort widerlegt die obige Behauptung, so mein Verständnis.

Offline inchristus

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Re: Beten im GEIST
« Antwort #9 am: 17 Mai 2015, 22:43:03 »
Lieber Roland,

nun habe ich mir nochmals deine Antwort an "Gast" durchgelesen.

Die Jünger "predigen" nicht etwa, wie Du es Dir in deiner Phantasie ausmalst. Lukas hat sehr klar dargestellt, wie eine eigentliche "Predigt" mit ihren ruhigen (wenn auch zum Durchbohren von Herzen bevollmächtigten!) Darlegungen dann erst die Sache des Petrus ist.

Das Verkünden der großen Taten aller Galiläer auf einmal verstehe ich so, dass es ein Zeichen sein sollte, keine eigentliche Predigt. Wie denn auch, da ja alle auf einmal verkündeten. Das Zeichen für die Ungläubigen war das von Gott bewirkte Wunder, dass die Galiläer in deren Fremdsprachen redeten, die sie selber nicht gelernt hatten. Und wer nicht an Wunder glauben will, erklärt sich alles vom Verstand her. Und so wurde gespottet, sie wären alle betrunken, weil sie es sich nicht anders erklären konnten. Aber durch dieses Wunder wurden die Juden aufmerksam und die Masse versammelte sich dort. Und dann konnte Petrus seine Predigt einsetzen.

Deshalb sehe ich hier das Reden in irdischen Fremdsprachen, die die Galiläer nicht gelernt hatten, als ein Zeichen, das Gott gebrauchte für die Ungläubigen. Denn auf diese Weise versammelten sich die Massen, hörten das Getöse und Reden in deren Fremdsprachen und nach diesem Wunder verkündigte Petrus ihnen das Evangelium.

Segensgrüße
Astrid

PS: Die Juden erwarteten ja immer Zeichen. So auch in Joh6,30 "Da sprachen sie zu ihm: Was tust du denn für ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was wirkst du?" (und viele andere Stellen im Joh.-Ev.).
« Letzte Änderung: 17 Mai 2015, 22:51:15 von inchristus »
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline Roland

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Re: Beten im GEIST
« Antwort #10 am: 18 Mai 2015, 00:42:20 »
Hallo Astrid,

Zitat
Wäre es Zungenrede, also eine himmliche Sprache, gewesen, so hätte kein Mensch dies verstehen können.
Du hattest schon absolut richtig geschrieben, dass GLOSSW mit "Zunge" und mit "Sprache" übersetzt werden kann. Vielleicht ist es besser, den Begriff "Sprachenreden" statt "Zungenreden" zu benutzen, um Missverständnisse vorzubeugen? Der Fachbegriff dafür ist Glossolalie.

Glossolalie geschieht in einer fremden Sprache, die der "Zungenredner" nicht gelernt hat, sondern die ihm vom HEILIGEN GEIST erschlossen wird. Dabei kann es sich um Fremdsprachen handeln, die auf dieser Erde gesprochen werden, oder um überirdische Sprachen (Sprache der Engel:  1. Kor. 13,1). An ihrer Bildung ist der Verstand des Menschen nicht beteiligt; sie ist eine Eingebung des GEISTES GOTTES.

Deshalb ist der Zungenredner "außer sich", weil er seine Worte nicht mit dem Verstand kontrolliert. Aber andererseits behält der Zungenredner die Kontrolle über sich selbst: Er kann entscheiden, ob er z. B. in einer Gemeindeversammlung die Glossolalie gebrauchen will oder nicht. Er wird von diesem Charisma also nicht überwältigt. Glossolalie ist also ein Reden in einer fremden Sprache, die der Zungenredner nicht gelernt hat und über die er frei verfügen kann.

Leider kann ich heute aus  zeitlichen Gründen nicht weiter schreiben. Aber ich werde mich morgen wieder im Forum melden......

Shalom und eine gute Nacht

Roland

Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Roland

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Re: Beten im GEIST
« Antwort #11 am: 18 Mai 2015, 22:25:39 »
Hallo Astrid,

ich melde mich wieder zurück  :)

Zitat
Zungenrede hingegen ist ein Reden für/zu Gott und nicht zu Menschen. Dass sie nicht in Zungen geredet haben bestätigt auch 1Kor14,2 "Denn wer in Zungen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott, denn niemand versteht es, sondern er redet Geheimnisse im Geist."
Es gibt im Grunde zwei Möglichkeiten, wie man diesen Vers verstehen kann:

1. Es könnte bedeuten, dass der Hauptzweck der Zungenrede darin liegt, zu GOTT zu sprechen und nicht zu Menschen, sei es in der Gemeinde oder privat.

2. Alternativ kann Paulus' Aussage bedeuten, dass nur GOTT eine Zungenrede versteht, wenn sie nicht übersetzt/ausgelegt wird (V. 5). In dem Fall kann eine Glossolalie, solange sie übersetzt wird, durchaus an Menschen gerichtet sein. Diese Sicht wird von Paulus' aussage unterstützt, dass die Sprachenrede nur deshalb nicht an Menschen gerichtet ist, weil niemand den Sprecher versteht.
Wenn ich V. 6 berücksichtige, dann sehe ich, dass die Sprachenrede sich manchmal durchaus an die gesamte Gemeinde richten kann. Den Zuhörern würde es jedoch nichts bringen, wenn sie die Botschaft nicht verstehen - es sei denn, jemand bringt eine Offenbarung oder eine andere Anweisung von GOTT. Der Vers deutet darauf hin, dass seine Zungenbotschaft, wenn sie übersetzt/ausgelegt würde, der Gemeinde eine göttliche Offenbarung, Erkenntnis, Prophetie oder Unterweisung vermitteln würde.
Eine solche Auslegung des Verses stimmt mit Vers 8 überein,in dem Paulus den Vergleich zu einer Posaune zieht, die ein klares, unverkennbares Signal von sich gibt.

José ist zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen; ich wollte das Ganze noch einmal aus einer anderen Perspektive betrachten.

Zitat
Das Verkünden der großen Taten aller Galiläer auf einmal verstehe ich so, dass es ein Zeichen sein sollte, keine eigentliche Predigt.
Du hast recht, es war keine Predigt. Die Annahme, dass die Jünger "in Zungen predigten" beruht auf eine falsche Übersetzung von Martin Luther. Statt "sprechen" hat er "predigen" übersetzt. Luther begründete seine Fehlübersetzung damit, dass ein ungebildeter Mensch (wie die Apostel) "predigt", während ein Doktor der Theologie "lehrt".

Zitat
Deshalb sehe ich hier das Reden in irdischen Fremdsprachen, die die Galiläer nicht gelernt hatten, als ein Zeichen, das Gott gebrauchte für die Ungläubigen.
Auch das stimmt, denn die Bibel lehrt, dass das Zungenreden ein Zeichen für die Ungläubigen ist:

Somit sind die Sprachen zum Zeichen - nicht den Glaubenden, sondern den Ungläubigen, aber die Weissagung nicht den Ungläubigen, sondern den Glaubenden (1. Kor. 14,22).
(Aus dem Kontext geht hervor, dass das Zungenreden (Syn. "Sprachen") der Weissagung gegenübergestellt wird).

Soweit einige Gedanken von mir zu dem Thema. Ich freue mich auf Deine Antwort.

Shalom
Roland
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