Autor Thema: Authentische Gemeinde ohne Pastor!?!  (Gelesen 2907 mal)

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Authentische Gemeinde ohne Pastor!?!
« am: 26 November 2006, 15:47:42 »
Hallo, ich habe auch im Ökumene Check gelesen und war überrascht, das die Baptisten so weit verzweigten offiziellen Einfluß haben und damit sicher wertgeschätzt sind. Das sie aber von Euch aus *fundiert begründet*, nehme ich an, sogar exclusiv Freimaurer quasi hofieren, die nicht nur humanistisch ausgerichtet sind, sondern auch biblische Tatsachen verharmlosen oder leugnen,..hätte ich nicht vermutet.
Bin selbst im Oct.2003 in eine efg hineingetauft worden und habe mich zu Jesus Christus bekannt, habe aber nie von den erfahrenen Leuten oder vom Pastor je derartiges erfahren. Von aussen wurde auch nie etwas kritischea herangetragen..

Viele Menschen dort, die sich ja in einer freievangelikalen
Gemeinschaft wähnen, sind gute Christen und in Hauskreisen organisiert. Das Wort Gottes wir dort hochgehalten und es herrscht ein guter Geist da.

Sind denn nun doch nicht alle Freikirchen gleich Freikirchen, zumal eigenständig, auch innerhalb des Bundes ?
Und sagt Ihr nicht auch, das eigentlich kein Pastor zwischen Gott und dem Gläubigen stehen sollte, der drüber wacht, das ich auch die Bibel richtig* verstehe?;-)

Andererseits findet man aber in solchen Gemeinden gute starke Gemeinschaften und Austausch mit vielen. Es herrscht dadurch eine Form der Geborgenheit.

Wo fände ich denn dann aber eine authentische Gemeinde ohne Pastor und mit Ältesten, die in Gleichheit mit anderen Gläubigen amtieren..?

Offline Roland

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Re: Authentische Gemeinde ohne Pastor!?!
« Antwort #1 am: 27 November 2006, 21:14:25 »
Du schreibst, dass du dich zu JESUS bekannt hast und dass du in die efg hineingetauft worden bist. Wenn es sich um die biblische Taufe handelt, ist dies unmöglich. Denn die Taufe hat nicht den Zweck, dass Gläubige in irgendeine Organisation hineingetauft werden. Daher eine Bitte an dich: Würdest du mir bitte mitteilen, wie du Christ geworden bist? Vielen Dank!

Die Fakten, die du über den befg auf der HP findest, wirst du wahrscheinlich nie von einem "Pastor" hören. Zum einen liegt das daran, dass die "Pastorinnen" und "Pastoren" des befg i. d. R. nicht über diese Tatsachen, die ihre Organisation betreffen, informiert sind. Und wenn sie darüber unterrichtet sind, werden sie diese Infos kaum an die Gemeindemitglieder weitergeben (wes Brot ich ess, dessen Lied ich sing). Von außen wird wenig Kritisches über den befg herangetragen, weil der befg inzwischen schon längst von der Ökumene infiltriert worden ist. Du brauchst die nur einmal die Äußerungen des befg-Präses zur katholischen Kirche und zu Herrn Ratzinger durchlesen. Ein baptistischer Theologe (Dr. Schütz) setzte sich in einer 3-teiligen Folge in "Die Gemeinde" 18-20/1981 für die Verbindung der Baptisten mit der kath. "Kirche" in der ACK-Ökumene ein. 1984 fanden dann auch in Berlin ökumenische Gespräche der Baptisten mit der kath. "Kirche" statt. Präsident des Baptistischen Weltbundes war Dr. Duke McCall (Rotary-Freimaurer). Sekten-Chef Moon (Mun-Sekte, Vereinigungskirche) bekam durch die baptistische Shaw Divinity School (USA) die Verleihung eines Doktortitels (Quelle: Vereinigungskirche heute 2/1985).

Die sog. "Eigenständigkeit" der "Gemeinden" ist nichts als Augenwischerei. Ein Bsp.: Die Mitgliedschaft in des bfeg in den ökumenischen Gremien wird von den Spenden und Beiträgen der oft arglosen Gläubigen finanziert. Die efg haben in ihrer Geschäftsstelle in Bad Homburg ein Extra-Konto "Zwischenkrichliche Beziehungen" (internes Buchhaltungsmaterial, Quelle: Homuth, Norbert: Kleine Sektenkunde, Nürnberg 1998, S. 30).

Interessant dürfte auch sein, wohin die EFG-Spenden/Zehnten-Gelder im Einzelnen fließen. Ich zitiere aus der Broschüre "Was befg-Baptisten auch finanzieren" von Heinz Stecher und Wolfgang Zöller (H. Stecher war viele Jahre aktives Mitglied einer efg, ist aber wegen deren totaler Verweltlichung ausgetreten. W. Zöller war freier Mitarbeiter bei der "Siegener Zeitung". Er starb 1997): "Die örtliche Gemeinde als Spenden- und Beitragssammelstelle an der Basis behält das Geld keinesfalls komplett bei sich, um es gezielt für den Bau des Reiches Gottes einzusetzen. Im Gegenteil. Ein beachtlicher Teil der Gaben rollt weiter in verschiedene Richtungen. Die meisten Baptisten-Geschwister oder auch Versammlungs-Brüder und -Schwestern aus den bundesangeschlossenen "offenen" Brüderversammlungen würden mit Erstaunen Mund und Nase offenstehen lassen, wenn sie sehen könnten, an welchen letzten Zielpunkten Teile des von ihnen gegebenen Geldes ankommen. Der Haushaltsplan der eigenen Gemeinde liegt ja offen (Kassenbericht einer efg-Ortsgemeinde für das Jahr 1989). Da gibt es die wenigsten Probleme. Alles, was nach "draußen"geht, da schaut man nicht mehr so genau durch und vertraut den zuständigen Brüdern, dass sie es schon richtig machen werden. Jede efg hat für jedes Mitglied pro Jahr einen bestimmten Betrag an die Vereinigung und an das Bundesmissionshaus abzuführen "für die vielfältigen Aufgaben unseres Werkes".

Du findest authentische Gemeinden m. E. nur außerhalb des Vereins-Christentums (natürlich gibt es auch einzelne aufrichtige Gläubige in den christlichen Vereinen).
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!