Autor Thema: Jesus - Gottes Sohn  (Gelesen 2474 mal)

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Jesus - Gottes Sohn
« am: 26 November 2006, 15:07:31 »
Ich würde noch gerne wissen: Ist Jesus nun in dem Sinne Gottes Sohn, als dass er wirklich sein Sohn ist; so wie wir das bei uns hald kennen: der Vater und sein Sohn.
Oder ist es eher bildlich gemeint, schliesslich sagt ja Jesus, dass: „Ich un mein Vater sind EINS.“ Sind sie nun wirklich nur eine „Person“ (wenn man das überhaupt sagen kann) und Jesus ist vielmehr ein Teil von Gott selbst, oder kann man den oben erwähnten Satz von Jesus mehr so sehen, dass ein Kind hald durch den Vater „gezeugt“ d.h. durch ihn entstanden ist.
Vielen Dank für die Antwort im Vorraus!

Offline Roland

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Re: Jesus - Gottes Sohn
« Antwort #1 am: 27 November 2006, 18:02:13 »
Infolge des Fortschrittes der Offenbarung erscheint der eine wahre Gott im NT klar als in drei göttlichen Personen existierend (genauer: ewig existierend, d. h. alle 3 göttlichen Personen haben keinen Anfang und kein Ende, Anm. R. O.) genannt "der Vater" und "der Sohn" und "der Heilige Geist". Vergleiche auch Mt 3,16.17; 1Kor 12,4-6; 2Kor 13,13; Eph 2,18; 4,4-6; 5,18-20; 1Petr 1,2; Jud 20.21.

1. Jede dieser göttlichen Personen besitzt ihre eigenen persönlichen Kennzeichen und wird klar von den andern Personen der Gottheit unterschieden (vgl. Joh 14,16.17.26; 15,26; 16,7-15). Dennoch sind die drei Personen gleich im Wesen, in der Macht und in der Herrlichkeit; jede Person wird "Gott" genannt (Joh 6,27; Hebr 1,8; Apg 5,3.4); jede besitzt alle göttlichen Eigenschaften (Jak 1,17; Hebr 13,8; 9,14); jede vollbringt göttliche Werke (Joh 5,21; Röm 8,11); und jede empfängt göttliche Ehre (Joh 5,23; 2Kor 13,13).

2. Aber dennoch handelt keine der drei Personen unabhängig von den andern, sondern es ist immer eine gegenseitige Übereinkunft, wie unser Herr es gesagt hat, "Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke" (Joh 5,17); und "Der Sohn kann nichts von sich selbst tun" (Joh 5,19); und ebenso "Ich und der Vater sind eins" (Joh 10,28-30).

3. In der Offenbarung des NT über Gott als einem Wesen von drei Personen liegt keine Abschwächung des unbedingten Monotheismus (Glaube an einen Gott) des AT (vgl.5. Mose 6,4.5 mit Mk 12,29.30 und Röm 3,30). Die drei göttlichen Personen sind ein Gott, nicht drei Götter. Im AT ist es notwendig, zuerst die göttliche Einheit zu betonen als Schutz gegen polytheistische (Glauben an viele Götter) Tendenzen. Aber auch im AT, wenn wir es im Licht des NT lesen, erscheint eine Mehrheit der Personen in dem einen wahren Gott (vgl.1. Mose 1,26; Jes 6,8; 48,12 mit 48,16).

4. Die Dreieinheit Gottes ist gewiß ein großes Geheimnis, etwas das völlig außerhalb der Möglichkeit einer vollständigen Erklärung liegt. Aber wir können uns vor Irrtum dadurch bewahren, daß wir an den Tatsachen der göttlichen Offenbarung festhalten: daß (1) Gott in bezug auf Sein Dasein oder Sein Wesen Einer ist; (2) daß Er in Bezug auf Seine Persönlichkeit eine Dreiheit ist, und (3) wir dürfen das Wesen Gottes nicht teilen wollen, noch dürfen wir die Personen verwechseln.
(zitiert aus: Scofield Bibel R. Brockhaus Verlag)


Der HERR JESUS CHRISTUS ist GOTT, Johannes 1
Der HERR JESUS CHRISTUS ist Mensch, Lukas 1
Der HERR JESUS CHRISTUS ist GOTT und Mensch zugleich, Hebräer 1 und 2
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!