Autor Thema: Fegefeuer  (Gelesen 2866 mal)

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Fegefeuer
« am: 26 November 2006, 15:01:32 »
Was ist Fegefeuer?

Offline Roland

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Re: Fegefeuer
« Antwort #1 am: 27 November 2006, 17:57:17 »
In jedem System, außer dem der Bibel, konnte sich die Lehre vom Fegefeuer nach dem Tod und Gebete für die Toten einen Platz erobern. Wo immer du hingehen magst, ob antike oder moderne Zeiten, wir werden entdecken, dass Heidentum Hoffnung nach dem Tode für die Sünder läßt, die zur Zeit ihres Hinscheidens absichtlich unvorbereitet für den Aufenthaltsort waren. Zu diesem Zweck wurde ein Mittelding erfunden, in dem durch reinigende Pein die Schuld unverrückbar in der Zeit in einer zukünftigen Welt weggefegt werden kann und die Seele für die endgültige Seligkeit bereitgemacht wird.

In Griechenland war die Lehre vom Fegefeuer bei den Philosophen fest verwurzelt. Deshalb hebt Plato beim Gespräch über das zukünftige Totengericht die Hoffnung auf endgültige Befreiung aller heraus, aber betont, daß die "Verurteilten" zuerst einen unterirdischen Platz des Gerichtes aufsuchen müßten, wo sie ihre verdiente Strafe erleiden sollen, während andere aufgrund eines günstigen Urteils sofort in einen bestimmten himmlischen Ort auffahren, um "ihre Zeit in der Art zu verbringen, wie sie ihr Leben in Menschengestalt gelebt haben."

Im heidnischen Rom gab es in gleicher Weise das Fegefeuer in der Vorstellung der Menschen, aber es scheint, als hätte sie keine Hoffnung auf irgendeine Befreiung von dieser Pein enthalten.

In Ägypten war im wesentlichen dieselbe Lehre vom Fegefeuer verwurzelt. Aber als einst diese Lehre vom Fegefeuer in den Sinn der gewöhnlichen Menschen Eingang fand, war das Tor zu allen Arten von priesterlicher Erpressung geöffnet. Gebete für die Toten gingen immer Hand in Hand mit dem Fegefeuer, aber kein Gebet konnte vollständig wirksam sein ohne die Vermittlung der Priester und keine priesterliche Handlung konnte wiederum ohne besondere Bezahlung erfolgen.

Deswegen finden wir in jedem Land die heidnische Priesterschaft "die Häuser der Witwen verzehren" und treiben Handel mit den zarten Gefühlen der besorgten Verwandten, empfindlich geweckt für die unsterbliche Glückseligkeit des geliebten Verstorbenen. In allen Richtungen findet sich ein umfassendes Zeugnis dieser lästigen Eigenschaft und der Kosten dieser posthumen Aufopferung.

Eine der Bedrückungen, unter denen die armen Romanisten in Irland stöhnten, ist das wiederkehrende besondere Opfer, für das sie zu zahlen genötigt werden, wenn der Tod einen ihrer Hausgenossen fort nimmt. Es sind nicht allein das Begräbnis und die Trauerzeremonien für den zur Ruhe gegangenen zur Zeit der Beerdigung sehr kostspielig, sondern auch die wiederholten Besuche des Priesters zu diesem Anlaß sind kostenintensiv, angefangen bei dem "Monatsgedenken," ein Brauch zum Vorteil des Verstorbenen, wenn ein Monat nach seinem Tod vergangen ist.

Hier wird jedem Christen deutlich, welch großen Dank wir GOTT entgegenbringen sollen, dass Er uns von einem System wie diesem befreite (oder bewahrte) durch die segensreiche Wiedergeburt! Was für eine Wohltat ist es doch, dem Vertrauen in ein solches Refugium von Lügen entronnen zu sein, das nicht mehr Sünden austilgt wie das Blut von Stieren und Ziegenböcken! Wie segensreich zu fühlen, dass das Blut des Lammes, angewandt durch den GEIST GOTTES auf das unreine Gewissen der meisten, vollständig reinigt von toten Werken und von der Sünde! Wie groß sollte unsere Dankbarkeit sein, wenn wir wissen, daß wir in all unseren Verfolgungen und Bedrückungen, vor den Thron der Herrlichkeit kommen können, und zwar im Namen nicht irgend einer Kreatur, sondern im Namen des von GOTT ewig und innig geliebten Sohnes und dass dieser Sohn als der Hohepriester dargestellt wird, der mit uns mitfühlt in unseren Schwachheiten, der in allem auf die Probe gestellt worden ist wie wir selbst, doch ohne Sünde. Sicherlich ist es der Grundgedanke dieser Dinge, während Mitleid für die getäuschten Sklaven der päpstlichen Tyrannei aufkeimt, dass wir feststehen sollten in der Freiheit, mit der uns CHRISTUS frei gemacht hat, und befreien uns selbst wie Männer, so dass weder wir uns noch unsere Kinder sich unter das Joch der Knechtschaft einfangen lassen.

Weitere Infos zu dieser Thematik findest Du hier

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Definiere "Fegefeuer"
« Antwort #2 am: 27 November 2006, 18:24:29 »
Definiere "Fegefeuer"

Offline Roland

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Re: Fegefeuer
« Antwort #3 am: 27 November 2006, 18:26:10 »
Die Irrlehre das Fegefeuers (lat.: purgatorium) ist nach der römisch-katholischen Vorstellung ein mythischer Ort der Läuterung, in dem angeblich die Seele eines Verstorbenen auf den Himmel vorbereitet wird. Im Fegefeuer erleiden die Seelen nach katholisch-heidnischer Vorstellung, dieselben Qualen wie in der Hölle. Sie müssen darin aber nur solange bleiben, bis sie Läuterung für ihre Sünden erfahren haben - dann werden sie befreit und ins Paradies geführt. Die Seelen sind im Fegefeuer also nicht endgültig festgehalten, sondern sie haben immer die Gewissheit, daraus entlassen zu werden. Gebete von Lebenden helfen, diese Zeit zu verkürzen.

Die Wurzel der Fegefeuer-Irrlehre reicht zurück bis zur griechischen Philosophie. Deshalb hebt Plato beim Gespräch über das zukünftige Totengericht die Hoffnung auf endgültige Befreiung aller heraus, aber betont, daß die "Verurteilten" zuerst einen unterirdischen Platz des Gerichtes aufsuchen müßten, wo sie ihre verdiente Strafe erleiden sollen, während andere aufgrund eines günstigen Urteils sofort in einen bestimmten himmlischen Ort auffahren, um "ihre Zeit in der Art zu verbringen, wie sie ihr Leben in Menschengestalt gelebt haben." Im heidnischen Rom gab es in gleicher Weise das Fegefeuer in der Vorstellung der Menschen, aber es scheint, als hätte sie keine Hoffnung auf irgendeine Befreiung von dieser Pein enthalten.

Weitere Infos zum "Fegefeuer" gibt es hier

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Glauben im Mittelalter
« Antwort #4 am: 27 November 2006, 18:28:20 »
Hallo, ich bin Schüler in der siebten Klasse der Realschule.
Unser Thema in Geschichte lautet: Glauben im Mittelalter.
Ich habe die Aufgabe etwas über die Bedeutung des Fegefeuers im Mittelalter herauszufinden, können Sie mir mit einigen Informationen helfen???

Offline Roland

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Re: Fegefeuer
« Antwort #5 am: 27 November 2006, 18:29:42 »
Der Katholizismus lehrt, daß, wenn Gott im besonderen
Gericht einen Menschen als im Stand der Gnade befindlich
beurteilt, das ewige Heil dieser Person gesichert ist.
Bevor dieser Mensch jedoch in den Himmel kommen kann,
muß er gegebenenfalls Sühne für zeitliche Strafe leisten, die
er auf der Erde noch nicht bezahlt hat.
Katholiken müssen, so lehrt die Kirche, für ihre Sünden
Genugtuung leisten.

Ein Teil von denen, die im besonderen Gericht bestehen,
gehen direkt in den Himmel. Beispielsweise werden getaufte
Kinder, die vor Erreichen eines Alters sterben, ab dem sie als
verantwortbar gelten, als frei von Schuld und zeitlicher Strafe
angesehen. Sie sind deshalb rein genug, um sofort in den
Himmel zu kommen und sich an der beseligenden Schau,
dem Sehen Gottes von Angesicht zu Angesicht, zu erfreuen.

Eine weitere Gruppe, die direkt in den Himmel eingeht,
sind jene, die auf Erden hart gearbeitet oder zur Genüge
gelitten haben. Das trifft auf die Helden des katholischen
Glaubens zu, welche die Kirche als Heilige kanonisiert hat.
Der Durchschnittskatholik wird jedoch wohl kaum sofort
für den Himmel bereit sein.

Die katholischen Theologen sind sich über das Wesen des
Leidens im Fegefeuer nicht einig. Manche lehren, der dortige
Schmerz bestünde hauptsächlich in der Wahrnehmung der
Trennung von Gott. Andere lehren in Anlehnung an Thomas
von Aquin, daß die Seelen im Fegefeuer heftige und qualvolle
Schmerzen durch die Flammen erleiden.

Wie lange man im Fegefeuer leiden muß, ist unklar, denn
der Katholik muß dort nicht nur für seine Sünden bezahlen,
sondern seine Seele muß „nach dem Tod durch läuternde
Schmerzen gereinigt“ werden. Die für diese Seelenreinigung
benötigte Zeit variiert von einem Menschen zum
anderen.

Noch lebende Katholiken können einem verstorbenen
Angehörigen im Fegefeuer helfen, indem sie Gebete aufsagen,
Almosen geben und gute Werke tun.
Der Katholik opfert dann diese verdienstlichen Werke für
die arme Seele im Fegefeuer. Das wirksamste Mittel, den
Toten zu helfen, ist laut der Kirche das Meßopfer. Ein Gemeindeglied kann den Priester bitten, die Messe
zugunsten eines Verstorbenen zu lesen, der im Fegefeuer
vermutet wird. Üblicherweise geht mit dieser Bitte ein kleines
Geldopfer einher.

Zur Geschichte des Fegefeuers:

In Griechenland wurde die Lehre vom Fegefeuer durch das oberste Haupt der Philosophen geprägt. So bietet Plato, der von dem zukünftigen Gericht der Toten spricht, die Hoffnung auf endgültige Befreiung für alle an, behauptet aber, von
»denjenigen, die gerichtet sind«, müßten sich einige zuerst »begeben zu einem unterirdischen Gerichtsort, wo sie die Strafe, die sie verdient haben, erleiden müssen«.
Andere dagegen werden infolge eines günstigen Urteils sofort zu einem gewissen himmlischen Platz erhoben werden und »ihre Zeit in einer Weise zubringen, die sich an das Leben anpaßt, das sie in menschlicher Gestalt geführt haben«. Im
heidnischen Rom wurde das Fegefeuer den Menschen ebenfalls vor Augen gemalt, doch scheint dort niemandem irgendeine Hoffnung angeboten zu werden, von
dessen Qualen ausgenommen zu werden.

In Ägypten wurde im wesentlichen dieselbe Lehre vom Fegefeuer gelehrt. War aber diese Lehre vom Fegefeuer erst einmal in das Gemüt des Volkes eingedrungen, so war aller Art von priesterlichen Erpressungen Tür und Tor geöffnet. Gebete für die Toten gehen stets mit dem Fegefeuer Hand in Hand; keine Gebete jedoch können völlig wirksam sein ohne die Einschaltung der Priester, und priesterliche Tätigkeiten können nicht ausgeübt werden, ohne daß man sie besonders
bezahlt. Daher stellt sich heraus, daß in jedem Land die heidnische Priesterschaft »die Häuser der Witwen verschlingt« und mit den zärtlichen Gefühlen trauernder Verwandter Handel treibt, die auf sensible Weise für die unsterbliche Glückseligkeit
des geliebten Toten empfänglich sind.
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Re: Fegefeuer
« Antwort #6 am: 27 November 2006, 21:20:03 »
Wie kommen die Kath. auf das Fegefeuer?

Offline Roland

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Re: Fegefeuer
« Antwort #7 am: 27 November 2006, 21:21:07 »
In Griechenland war die Lehre vom Fegefeuer bei den Philosophen fest verwurzelt. Deshalb hebt Plato beim Gespräch über das zukünftige Totengericht die Hoffnung auf endgültige Befreiung aller heraus, aber betont, daß die "Verurteilten" zuerst einen unterirdischen Platz des Gerichtes aufsuchen müßten, wo sie ihre verdiente Strafe erleiden sollen, während andere aufgrund eines günstigen Urteils sofort in einen bestimmten himmlischen Ort auffahren, um "ihre Zeit in der Art zu verbringen, wie sie ihr Leben in Menschengestalt gelebt haben." Im heidnischen Rom gab es in gleicher Weise das Fegefeuer in der Vorstellung der Menschen, aber es scheint, als hätte sie keine Hoffnung auf irgendeine Befreiung von dieser Pein enthalten.

In Ägypten war im wesentlichen dieselbe Lehre vom Fegefeuer verwurzelt. Aber als einst diese Lehre vom Fegefeuer in den Sinn der gewöhnlichen Menschen Eingang fand, war das Tor zu allen Arten von priesterlicher Erpressung geöffnet. Gebete für die Toten gingen immer Hand in Hand mit dem Fegefeuer, aber kein Gebet konnte vollständig wirksam sein ohne die Vermittlung der Priester und keine priesterliche Handlung konnte wiederum ohne besondere Bezahlung erfolgen. Deswegen finden wir in jedem Land die heidnische Priesterschaft "die Häuser der Witwen verzehren" und treiben Handel mit den zarten Gefühlen der besorgten Verwandten, empfindlich geweckt für die unsterbliche Glückseligkeit des geliebten Verstorbenen. In allen Richtungen findet sich ein umfassendes Zeugnis dieser lästigen Eigenschaft und der Kosten dieser posthumen Aufopferung.

Im Fegefeuer des Papsttums ist seit den Tagen des Papstes Gregor Feuer selbst das gewaltige Mittel der Reinigung (Catechismus Romanus).

Die Lehre vom Fegefeuer ist rein heidnisch und kann keinen Augenblick dem Licht der Schrift standhalten. Für jene, die in CHRISTUS sterben ist oder kann kein Fegefeuer nötig sein, denn "das Blut JESU CHRISTI, des Sohnes GOTTES, reinigt von allen Sünden." Wenn dies wahr ist, wo braucht es da noch eine andere Reinigung? Andererseits, für die, die nicht in persönlicher Gemeinschaft mit Christus sind und demgemäß ungewaschen, ungerechtfertigt und ungeschützt sind, kann es keine andere Reinigung geben, denn "wer den Sohn hat, hat das Leben, wer den Sohn nicht hat, hat kein Leben," und kann es nie haben.

Deshalb ist die ganze Lehre vom Fegefeuer ein System ungeschminkten heidnischen Betrugs, eine Beleidigung GOTTES, das Menschen täuscht, die in Sünden mit der Hoffnung auf eine Wiedergutmachung nach dem Tod leben und sie gleichzeitig um ihren Besitz und ihre Erlösung betrügt.
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!