Autor Thema: Pendeln  (Gelesen 2951 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Gast

  • Gast
Pendeln
« am: 25 November 2006, 22:56:15 »
Hallo liebe Geschwister,
brauche dringend Info über die Gefahren des Pendelns aus biblischer Sicht.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen

lg gott befohlen

Offline Roland

  • Administrator
  • Benutzer
  • Beiträge: 2567
    • Hauszellengemeinde
Re: Pendeln
« Antwort #1 am: 25 November 2006, 23:58:07 »
Das Pendeln gehört in den Bereich der "Mantik". Unter Mantik versteht man die Kunst der Wahrsagung, und zwar in der umfassenden Bedeutung, dass Verborgenes in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft enthüllt werden soll. Der Unterschied zum Hellsehen liegt darin, dass die Nachschau- und Vorschaugesichte der Hellseher spontane Erlebnisse sind, die ohne Vorbereitung oder seelische Disposition den Seher überfallen. Der Mantiker dagegen bedient sich gewisser Vorzeichen und Mittel, z. B. Berg- oder Schneekristalle, Glaskugeln, Spiegel, Karten, Handlininien, Pendel usw., um eine Wahrsagung zustande zu bringen. Religionsgeschichtlich hat die Verwendung des Pendels ihre Wurzel in der Wahrsagerei des Heidentums.

Zu den Gefahren des Pendelns möchte ich auf ein Erlebnis eines bekannten Seelsorgers hinweisen:
"Bei einer Bibel kam ein 19jähriges Mächen zur Aussprache. Sie klagte über Melancholie, Freudlosigkeit, seltsame Anfechtungen in der Nacht, als wollte ihr jemand die Luft abschnüren, Unlust zum Beten, obwohl sie CHRISTUS nachfolgen möchte, Ekel an jeder geistlichen Betätigung. Sie begriff selbst nicht, da sie einerseits einen Zug der Nachfolge JESU hatte und andererseits einen Widerwillen davor.
Eine medizinische Anamnes förderte nichts Besonderes zutage. Das Mädchen war außer den seelischen Verstimmungen gesund. Es lagen weder organische noch neurotische Störungen vor.............Schließlich stießen wir auf einen entscheidenden Punkt. Als Schulkind litt sie an Appetitlosigkeit. Sie wurde von der Mutter daraufhin mehrmals zu einem "Wunderdoktor" gebracht, der mit seinem Pendel die kranke Stelle des Körpers suchte. Das Mädchen erinnert sich, dass nach dieser Behandlung ihre Melancholie einsetzte".
(Koch, Kurt: Seelsorge und Okkultismus, 26. Aufl, Aglasterhausen (Bibel- und Schriftenmission e. V.) o. Jg., S.78)

Am offenkundigsten wird die Gefährlichkeit und Verwerflichkeit der Pendelpraxis auf der spiritualistischen Stufe der Radiästhesie (= = Anwendung eines Pendels bzw. einer Wünschelrute zur Diagnose von Krankheiten und zur richtigen Auswahl der anzuwendenden Arzneimittel). In der Pendelliteratur werden häufig die Beziehungen des Pendelns und Spiritismus sichtbar. Am prägnantesten zeigt das der Pendelfachmann Glahn, der drei Pendelarten unterscheidet:

- den magnetischen Pendel
- den psychischen Pendel
- den spirituellen Pendel

Im Bd. VI seiner Pendellehre befasst er sich ausgiebig mit dem spiritistischen Gebrauch des Pendels. Bei diesem Phänomen handelt es sich um einen Vorgang, der dem "Glasrücken" ähnlich ist. Ein Verstorbener wird zitiert. Das Gespräch vollzieht sich mit Hilfe einer Buchstabentafel. Der Pendel wählt die Buchstaben aus, die zusammengesetzt die Antwort des Verstorbenen darstellen sollen.

In der einschlägigen Literatur werden folgende Symptome von Menschen beschrieben, die sich mit dem Pendeln eingelassen haben:

- Lästergedanken
- Stimmenhören
- quälende Gehörshalluzinationen
- Krampfzustände
- Unruhe usw.

Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die beiden Arbeiten von Dr. Lechler "Psychopathie" und "Seelische Erkrankungen und ihre Heilung". Lechler zeigt, dass hochgradige Empfindlichkeit unter besonderen Umständen zum Hören von inneren Stimmen führen kann. Krampfzustände, Unruhe, Zwangsgedanken und Stimmenhören sind häufig Zeichen einer depressiven oder sensitiven psychopathischen Anlage. Unreine Gedanken und Lästergedanken treten manchmal auch im Zusammenhang mit einer Zwangsneurose auf. Personen, die obige Symptome aufweisen, müssen natürlich erst medizinsich untersucht werden, damit eine Krankheit diagnostiziert bzw. ausgeschlossen werden kann.

Der Angelpunkt für das geistliche Verständnis der heidnischen Magie im Raume Israels ist 3. Mose 19,31:

Ihr sollt euch nicht an die Geisterbefrager wenden, noch an die Wahrsager; ihr sollt sie nicht aufsuchen, um euch an ihnen zu verunreinigen; denn ich, der JHWH (= JAHWE), bin euer GOTT.

Alle magisch-mantischen Praktiken des AT werden von der Situation des ersten Gebotes aus verstanden. Der Israelit hatte es in erster Linie nicht mit den Ascherabildern oder gar Dämonen zu tun, sondern er wurde mit dem heidnischen Brauchtum vor die Schranke seines GOTTES gerufen. Er musste sich entscheiden, ob JAHWE sein HERR war oder nicht.

Das NT bezeugt, dass hier nur der HERR JESUS helfen kann:

Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen! (Apg. 4,12). In Matth. 11,28 ruft der HERR alle Belasteten auf, zu Ihm zu kommen. Wer versucht, seine Belastungen ohne CHRISTUS loszuwerden, wird maßlos enttäuscht werden.

M. E. sind die nächsten Schritte:
- Alle okkulten Gegenstände sollten vernichtet werden (hier der Pendel).
- Die betreffende Person sollte mit allen medialen Kontakten und Freundschaften brechen
- Die betreffende Person sollte ihre Schuld erkennen und bekennen (vgl. 1. Joh. 1,9)
- Danach sollte die Person ihr Leben dem HERRN JESUS übergeben und im Glauben die Vergebung ergreifen
- Sie sollte regelmäßig im Wort GOTTES lesen und beten
- Sie sollte in eine Gemeinschaft von wiedergeborenen Christen eingegliedert werden

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Eveline Greub

  • Gast
Re: Pendeln
« Antwort #2 am: 10 Dezember 2006, 22:18:19 »
Guten Abend

Gehe ich recht in der Annahme, dass meine Mutter, die "harmlos" mit einem Faden und ihrem Ehering pendelt meinen Haushalt "verunreinigt"?
JESUS, der in mir lebt ist stärker, aber es würde meine ewigen Angriffe erklären.

offenbarung3-16

  • Gast
Re: Pendeln
« Antwort #3 am: 11 Dezember 2006, 06:37:28 »
Hallo Eveline,

Angriffe wird es auch ohne das Pendeln geben - ich weiß nicht, was genau Du mit den Angriffen meinst? Ich würde, wenn möglich, mich diesem Einfluss nicht aussetzen wollen, bzw Deiner Mutter klar sagen, dass sie sich mit Satan einlässt - und nicht mit "weißer Magie" oder sonst einer wohlwollenden Macht. Du kannst ihr ggf zu "Weihnachten" ja ein entsprechendes Buch schenken.

Zudem sind magische Rituale nicht unbedingt auf die unmittelbare Umgebung begrenzt. Oftmals bedienen sich die Satanisten (oder umgekehrt) der gefallenen Engel und diese sind nicht an einen Ort gebunden. In jedem Fall kann nur Jesus Schutz bieten. Er hat ja zeitlebens die Dämonen ausgetrieben. Satan ist "nur" ein Geschöpf - Jesus dagegen Gott !
In Deinem Fall würde ich jeden Tag für Deine Mutter beten (oder auch für sie beten lassen) bzw überhaupt die Nähe zu Jesus suchen.

Liebe Grüße
Michael

raejeschua

  • Gast
Re: Pendeln
« Antwort #4 am: 11 Dezember 2006, 18:50:54 »
Guten Abend

Gehe ich recht in der Annahme, dass meine Mutter, die "harmlos" mit einem Faden und ihrem Ehering pendelt meinen Haushalt "verunreinigt"?
JESUS, der in mir lebt ist stärker, aber es würde meine ewigen Angriffe erklären.

Jesus Christus ist das Licht.
Wenn Du richtig mit Ihm verbunden bist, so kann Dir keine
Macht der Welt etwas anhaben, was Er nicht zulässt.
Und ein Kind Gottes wird nicht vom Bösen angetastet.
Im Gegenteil. Ein Kind Gottes hat Macht über die Mächte der Finsternis.
Dort wo es ist - muss die Finsternis weichen.