Autor Thema: Glaube und Nachfolge  (Gelesen 61921 mal)

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Stefan

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Re: Glaube und Nachfolge
« Antwort #45 am: 16 Oktober 2006, 11:31:00 »
»Einige Christen, übrigens sehr ehrenwerte, fürchten sich vor jeder Art der Öffentlichkeit, wenn es um die Schandflecken der Gemeinde geht und sie scheinen sogar eher bereit zu sein, den zu verurteilen, der sie ans Licht bringt, als denjenigen, der sie tut .... Wäre der christlicher, der sich um dieser Welt willen durch die Übel des Volkes Gottes betrüben ließe und der mehr Sorgfalt aufbringt sie zu vertuschen, als sie zu heilen? Was denn! … Es genügte, mit einem Schafsfell bekleidet zu sein um ungestraft die Herde des Herrn zu verwüsten! Und wenn jemand Alarm schlagen und ›Vorsicht; Wolf!‹ rufen wollte, würde man ihm auferlegen zu schweigen, und nähme ihn möglicherweise selbst unter Beschuß, während der wirkliche Feind seine Plünderung frei fortsetzte! Könnte man das Weisheit oder Nächstenliebe nennen oder gar Gerechtigkeit?
Meine Brüder, wenn unter uns einige sind, die über Personen und Dinge nach diesen laschen Prinzipien geurteilt haben, mögen sie ihre Herzen vor Gott prüfen und sich fragen, ob das ein gerader Wandel nach dem Evangelium ist! Heißt das nicht eher, das Recht zu verderben und das Böse zu dulden? Viel mehr noch, es bedeutet, das Böse zu fördern, es in Schutz zu nehmen und letztlich dafür verantwortlich zu sein. Andere meinen, daß, wenn es nötig ist die Irrtümer und Mißstände anzugreifen, man wenigstens die Personen ganz beiseite lassen muß. Ohne Zweifel, wenn das möglich ist ohne das Ziel zu verfehlen! Aber die Dinge sind selten von den Personen getrennt und oft wird diese Unterscheidung unmöglich und die Bibel macht sie bei weitem nicht immer. Wenn ein Land von einer Seuche bedroht wird, reicht es nicht, eine korrekte Abhandlung über die Krankheit zu veröffentlichen um das Fortschreiten zu verhindern, man muß soweit man kann, auch die davon befallenen Orte angeben. … Es wäre zum Beispiel eine eigenartige Nächstenliebe, die Gesundheit und das Leben aller Einwohner einer Stadt zu gefährden, um nicht dem Apotheker zu schaden, dessen Medikamente verdorben sind. … Andere schließlich, und das sind die meisten, verlieren die Bedeutung der eigentlichen Dinge aus den Augen. Sie hängen sich an die äußere Form indem sie sich über den Ton beklagen. Sie sagen: ›Das muß ja alles gesagt werden, aber man hätte es anders sagen können.‹ Ich weiß sehr wohl, daß es in der Welt allgemein üblich ist, bei unangenehmen Dingen nur einen Teil dessen zu sagen, was man denkt, und den Rest erahnen zu lassen; aber sollte sich der Christ dieser heuchlerischen Redeweise bedienen, die nur allzu oft ausschließlich dem Bösen in raffinierter Weise Raum gibt? Lesen Sie aber einmal in der Bibel und sehen Sie, ob die inspirierten Männer, und der Herr selbst, immer mit dieser kühlen Reserviertheit gehandelt haben, die man uns heute auferlegen möchte und die eher an Gleichgültigkeit erinnert!«

Felix Neff, Schweizer Evangelist (1797 – 1829)
citiert nach: Werner Bartl, »Hinter den Kulissen«

Stefan

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Re: Glaube und Nachfolge
« Antwort #46 am: 06 November 2006, 21:29:56 »
Setze den Stein nach der Richtschnur, nicht die Richtschnur nach dem Stein.

Offline Roland

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Re: Glaube und Nachfolge
« Antwort #47 am: 12 November 2006, 12:16:12 »
Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu versengen.

Georg Christoph Lichtenberg
(deutscher Physiker und Schriftsteller 1742 - 1799)

Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Stefan

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Re: Glaube und Nachfolge
« Antwort #48 am: 12 November 2006, 14:35:06 »
Dann will ich mal gleich noch einen Lichtenberg nachlegen:

»Ich glaube, man lästert den Namen Christi, wenn man die katholische Religion, so wie sie in Spanien und Portugal herrscht, unter die christliche(n) nennt.«

Offline Roland

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Re: Glaube und Nachfolge
« Antwort #49 am: 19 November 2006, 22:06:28 »
Die Gemeinde, die sich auf den Weg macht, die Welt zu vergeistigen, wird bald herausfinden, dass die Welt die Gemeinde säkularisiert. Wenn Weizen und Unkraut Kompromisse eingehen, leidet immer der Weizen. Licht und Dunkelheit, richtig und falsch, gut und böse, Wahrheit und Irrtum passen einfach nicht zusammen, und wenn sie Kompromisse eingehen, werden das Licht, das Rechte, das Gute und die Wahrheit beschädigt.

W. Graham Scroggie, geboren 1877, Zwölfmaliger Bibellehrer bei der berühmten Keswick, England conference, Sie kannten Ihren Gott, Vol 5, 194

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Offline Roland

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Re: Glaube und Nachfolge
« Antwort #50 am: 19 November 2006, 22:12:18 »
GOTT erwartet von uns nicht, aufzugeben, sich geschlagen zu geben, die Gemeinde anzunehmen, wie sie ist und das, was geschieht, zu verzeihen. Er erwartet, dass Seine gläubigen Kinder die Gemeinde an den Standards und den Wohltaten, die im Wort GOTTES versprochen sind, zu messen. Dann mit Liebe und Verehrung und Gebet und in der Führung des GEISTES GOTTES werden wir still und geduldig bestrebt sein, die Gemeinde in Linie mit dem Wort GOTTES zu bringen….

Keiner von uns ist so besorgt, wie wir sein sollten über das Bild, das wir wirklich auf die Gemeinschaft um uns herum projizieren. Zumindest nicht, wenn wir bekennen, zu JESUS CHRISTUS zu gehören und immer noch versagen, Seine Liebe und Sein Erbarmen darzulegen, wie wir sollten.

Wir, die wir Fundamentalisten sind… haben den Ruf erworben… große Kämpfer für die Wahrheit zu sein… wir sind verpflichtet für die Wahrheit aufzustehen und um den Glauben zu kämpfen, wenn notwendig. Aber wir können eine Menge mehr tun… indem wir CHRISTUS ähnlich sind anstatt bildlich [anderen] auf den Kopf zu hauen…. Wenn wir durch den GEIST GOTTES geleitet werden und wenn wir die Liebe GOTTES dieser Welt darlegen, die diese Welt benötigt… werden wir „gewinnende Heilige“ und jene um uns her werden wissen, dass CHRISTUS Sein Leben in uns lebt.


A.W. Tozer, Whatever Happened to Worship?, S. 10-11, 99
« Letzte Änderung: 03 Dezember 2006, 01:43:20 von admin »
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Roland

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Re: Glaube und Nachfolge
« Antwort #51 am: 03 Dezember 2006, 01:40:51 »
Es war schon immer ein Kennzeichen der Wahrheit, dass ihr widersprochen wurde.

Verfasser: unbekannt
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offenbarung3-16

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Re: Glaube und Nachfolge
« Antwort #52 am: 03 Dezember 2006, 07:53:56 »
Die Hauptgefahr, die im kommenden Jahrhundert vorherrscht, wird Religion ohne den Heiligen Geist sein, Christentum ohne Christus, Vergebung ohne Buße, Erlösung ohne Wiedergeburt, Politik ohne Gott, Himmel ohne Hölle.

William Booth, Begründer der Heilsarmee, in am Ende der Jahre 1800
« Letzte Änderung: 09 Dezember 2006, 07:12:35 von offenbarung3-16 »

offenbarung3-16

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Re: Glaube und Nachfolge
« Antwort #53 am: 09 Dezember 2006, 07:12:13 »
Ein Großteil des Gesangs in bestimmten Arten von Veranstaltungen hat mehr mit Liebelei zu tun als mit dem Heiligen Geist. Sowohl der Text als auch die Musik sind darauf konzipiert, Lüsternheit zu wecken. Man poussiert mit Christus in einer Vertrautheit, die offenkundig zeigt, dass man überhaupt nicht weiß, wer Er ist. Das ist nicht die ehrerbietige Liebe des bewundernd anbetenden Gläubigen, sondern die schamlose Zwangslosigkeit des fleischlichen Liebhabers.

Tozer, The Erotic vs The Spiritual, Born after Midnight

Offline Roland

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Re: Glaube und Nachfolge
« Antwort #54 am: 17 Dezember 2006, 14:12:23 »
Versuchung kommt nicht von GOTT, sondern aus unserem Inneren…. Es ist nicht GOTT… sondern Satan, seine Dämonen oder das böse Weltsystem verleiten uns zur Sünde…. Es ist unsere eigene lüsterne Natur…. Unser Fleisch, unser gefallenes Wesen, hat ein Verlangen nach Bösem… sogar, obgleich wir erlöst sind und eine neue Natur empfangen haben, haben wir immer noch den Feind in uns. Die innewohnende Leidenschaft des Fleisches, nicht GOTT, ist verantwortlich dafür, dass wir versucht werden, zu sündigen.

John MacArthur, Wahrheit für Heute, 323
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offenbarung3-16

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Re: Glaube und Nachfolge
« Antwort #55 am: 17 Dezember 2006, 14:25:09 »
Warum sollen wir dann beten:

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen. Mt 6, 13

?

Offline Roland

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Re: Glaube und Nachfolge
« Antwort #56 am: 17 Dezember 2006, 15:42:14 »
Hallo Michael,

die genaue Übersetzung lautet: und bringe uns nicht in Versuchung hinein. Gut hat diesen Vers, finde ich, die Konkardante übersetzt: Bring uns nicht in Versuchung hinein, sondern birg uns vor dem Bösen! (Matth. 6,13).

Ich verstehe Matthäus 6,13 so, dass man GOTT hier darum bittet, dass Er eine Glaubensprüfung nicht zu schwer macht. Denn die Bibel bezeugt, dass GOTT uns nicht versucht: Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von GOTT versucht. Denn GOTT kann nicht versucht werden zum Bösen, und Er selbst versucht auch niemand; sondern jeder einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird.  (Jakobus 1,13).
Aber Er lässt es zu, dass der Teufel an uns herantritt, um uns zu versuchen (Hiob 1,6ff.; Hiob 2,1ff.; Lukas 22,31). Dabei sind die Willensrichtungen GOTTES und des Teufels einander total entgegengesetzt. GOTT will, dass wir die Versuchung bestehen und deshalb unser Glaube bewährt wird (Jakobus 1,12). Der Teufel will, dass wir die Versuchung nicht bestehen und deshalb unser Glaube verschwindet.

Shalom
Roland
« Letzte Änderung: 17 Dezember 2006, 15:45:07 von admin »
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offenbarung3-16

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Re: Glaube und Nachfolge
« Antwort #57 am: 17 Dezember 2006, 21:26:46 »
Hallo Roland,

danke für den Hinweis mit der Übersetzung !

Gruß
Michael

Offline Roland

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Re: Glaube und Nachfolge
« Antwort #58 am: 20 Dezember 2006, 22:33:36 »
Wenn die Menschen mit dem HEILIGEN GEIST erfüllt wären, dann würden sie keine Bücher zu diesem Thema schreiben, sondern über die Person, um deren Offenbarung willen der HEILIGE GEIST gekommen ist. Die Beschäftigung mit CHRISTUS ist der Gegenstand GOTTES, nicht die Fülle des GEISTES.

Jim Elliot
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offenbarung3-16

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Re: Glaube und Nachfolge
« Antwort #59 am: 22 Dezember 2006, 16:41:28 »
Wenn der Türke kommt, soll man ihm keinen Widerstand leisten. Denn es steht geschrieben (Matth. 5,21): "Du sollst nicht töten." Wir sollen uns des Türken und anderer Verfolger nicht erwehren, sondern in strengem Gebet zu Gott anhalten, daß er wehre und Widerstand leiste. Daß ich aber gesagt habe: Wenn Kriegen recht wäre, wollt ich lieber wider die angeblichen Christen ziehen, welche die frommen Christen verfolgen, fangen und töten, als wider den Türken, das hat folgenden Grund: Der Türke ist ein rechter Türke und weiß vom christlichen Glauben nichts; er ist ein Türke nach dem Fleische. Ihr dagegen wollt Christen sein, rühmt euch Christi, verfolgt aber die frommen Zeugen Christi und seid Türken nach dem Geist.

Michael Sattler (hingerichtet 1527, seine Frau Tage später im Neckar ertränkt)

http://www.glaubensstimme.de/taeufer/sattler/sattler01.html

« Letzte Änderung: 22 Dezember 2006, 16:46:26 von offenbarung3-16 »