Autor Thema: Ursprung der Lehre der ewigen Heilssicherheit  (Gelesen 44006 mal)

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offenbarung3-16

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Ursprung der Lehre der ewigen Heilssicherheit
« Antwort #30 am: 23 Juli 2006, 16:35:46 »
Hallo Roland,

Zitat
Bei allen Jungfrauen befand sich Öl in den Lampen

Diesen wichtigen Punkt habe ich ja total übersehen

Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen Mat 25,8

Danke für den Hinweis. Nun ist es jedenfalls unstrittig, dass alle Jungfrauen bekehrt waren.

Gruß
Michael

Offline Roland

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Ursprung der Lehre der ewigen Heilssicherheit
« Antwort #31 am: 23 Juli 2006, 17:27:11 »
Hallo Michael,

du hattest folgendes geschrieben:

Zitat
Wir sind ab dem Zeitpunkt der Bekehrung Tempel des Heiligen Geistes. Es liegt nun an uns, diesen Tempel zu heiligen und rein zu halten, damit der Heilige Geist umso mehr durch uns wirken kann, bzw dass er umso mehr Raum in uns bekommt.
Hebr 12, 14 Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!


Genauso sehe ich das Gleichnis der zehn Jungfrauen. Alle waren bekehrt, aber nur 5 hatten Öl im Krug mitgenommen, d. h. sie befanden sich in der Heiligung. Wenn sich Christen der Heiligung widersetzen, betrüben sie den HEILIGEN GEIST und Er zieht sich zurück (wenn sie nicht Buße tun). Was du oben über Heiligung geschrieben hast, beziehe ich auf das Öl: Die Stocklampe der damaligen Zeit konnte nur wenig Öl fassen. Der Krug mit Öl stand deswegen immer daneben und gehörte einfach zur Lampe. Es war selbstverständlich, ihn zu einer längeren Wanderung oder Wartezeit mitzunehmen. Wer das nicht tat, galt als unachtsam, leichtfertig, unordentlich, töricht. Und gerade dieser Torheit haben sich fünf Jungfrauen schuldig gemacht. Der HERR JESUS will uns mit aller Klarheit und Deutlichkeit sagen, daß es sich bei dem Öl um ein unentbehrliches, durch nichts anderes zu ersetzendes geistliches Gut handelt, mit dem man sich gleich zu Beginn des Glaubenslebens, des Glaubenslaufes, versorgen soll. Dieses geistliche Gut ist, wie die Ausleger übereinstimmend sagen, der HEILIGE GEIST.

Ist nun das Öl der Heilige Geist, so ist Torheit gleichbedeutend mit Geistlosigkeit. Im Geiste anfangen, aber dann steckenbleiben, das ist Torheit. Mit einem Bekehrungserlebnis oder anderen "Erfahrungen mit GOTT" zufrieden zu sein und nicht ein Leben "in GOTT" fortzusetzen, zu wachsen in der Heiligung, das ist Torheit.

Alle Gläubigen werden, wenn der HERR kommt, entweder zur Gruppe der törichten oder aber zur Gruppe der klugen Jungfrauen gehören. Wiederum das heilige Entweder-Oder der Schrift! Eine Mittelgruppe gibt es nicht.

Wie äußern und zeigen sich die "Bereitschaft" und die "Wachsamkeit" und das "Warten" auf den wiederkommenden Herrn im Alltagsleben eines gläubigen Christen? Sie zeigen sich in einem Ihm geheiligten Leben.

Hebr 12, 14 Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den HERRN sehen wird!

Ich finde, wenn man dieses Gleichnis berücksichtigt, wird der diabolische Ursprung der "Unverlierbarkeit des Heils-Irrlehre" deutlich. Diese Irrlehre lädt Christen gerade dazu ein, sich der Heiligung zu entziehen, da sich ja "automatisch" errettet sind. Aber der HERR zeigt uns, dass die geistliche Realität anders aussieht.

Shalom
Roland

Quelle: Wuppertaler Studienbibel (Matthäus)
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

offenbarung3-16

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Ursprung der Lehre der ewigen Heilssicherheit
« Antwort #32 am: 23 Juli 2006, 20:59:02 »
Hallo Roland,

ich lese ja nun schon viele Jahre die Bibel. Mir ist nie in den Sinn gekommen, dass es anders sein könnte, dass ein Christ abfallen könnte. Überhaupt schon, dass man über so eine Torheit diskutieren muss ... unglaublich. Mir dreht sich bei dieser obskuren Logik des ewigen Heils, wenn ich sie auch nur ansatzweise versuche nachzudenken, das Gehirn herum. Selbst ohne viel Weisheit, sollte man das erkennen können.

Ich befürchte aber, dass solche Menschen nicht nur keine besondere Weisheit haben, sondern statt dessen zu Toren geworden sind - leider.

Wären nicht viele Irrlichter und falsche Lehren von Dämonen unterwegs, müßte man sich darüber fast noch wundern.

Mir scheint, wie es eine leibliche Besessenheit durch Dämonen gibt scheint es auch eine seelisch/geistliche Besessenheit und Gebundenheit zu geben. Logik und Gottes Wort kommen bei solchen verblendeten Menschen überhaupt nicht mehr an. Sie können die Bibel von vorn bis hinten durchlesen, und bleiben trotzdem noch bei ihrem Irrtum. Wer aber allen möglichen Lügen wie z.B. dem Dispensationalismus, Calvinismus, "Charismatismus" erlegen ist - wenn auch oft nur in Teilbereichen - der scheint wohl auch für sonstige Irrlehren offen zu sein.

Beten wir darum, dass wir doch Weisheit bekommen und in der einzigen Wahrheit bleiben, die die Bibel lehrt.

Grüße
Michael

Offline Roland

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Ursprung der Lehre der ewigen Heilssicherheit
« Antwort #33 am: 24 Juli 2006, 21:22:39 »
Hallo Michael,

in einem anderen Forum habe ich zu "unserem" Thema einen interessanten Beitrag entdeckt:

"Antwort von Thomas Jettel, 24.07.06

Lieber Hanspeter,
ich muss dich heute leider enttäuschen.
Schreib dem Bruder, dass ich auch heute noch so schreiben würde. Ich habe meine Meinung nicht geändert.
Beachte aber, dass es um den zukünftigen (!) Heilsaspekt geht, nicht um den gegenwärtigen, etwas, das heute in den Diskussionen oft nicht geklärt wird. Es geht also um die Frage nach der Sicherheit des zukünftigen Heilsbesitzes, nicht des gegenwärtigen.

Ich hatte früher die Auffassung, dass nur Nichtchristen vom Glauben abfallen können. Nach vielen Jahren intensiver Auseinandersetzung mit der Hl. Schrift musste ich meine Auffassung revidieren.

NB: Meinen Aufsatz muss man genau lesen und vor allem über die Schriftzitate länger nachdenken (Beides tun anscheinend nur wenige. Ich merke, dass meine Freunde, die die andere Auffassung vertreten, nicht dieses lange Ringen um die Wahrheit in dieser Frage hinter sich haben und ihre Argumente schnell aus dem Ärmel schütteln, Dinge sagen, die ich ohnehin nicht verneine, die aber zur Frage der Möglichkeit des Abfalls nicht beitragen, wie z. B die Stellen Joh 10 u Röm 8. Würden sie meinen Aufsatz nachdenkend und genau gelesen haben, würden sie diese Argumente nicht bringen.)
Ich hoffe, du nimmst mir diese Aussagen nicht übel und wünsche dir von Herzen Gottes Segen!

Herzlichst, und in Liebe,
Thomas.

(Wenn du möchtest, kannst du diese Mail veröffentlichen. Tu, wie es dir richtig erscheint. Der HErr mit dir!)"

Quelle: http://www.antipas13.net (Hervorhebungen von mir)

Es ist doch schön, zu sehen, wie der HERR zu Seinen Kindern spricht und Irrlehre offenbart. Voraussetzung ist allerdings, dass man nicht mit einem "-ismus" (Darbyismus, Calvinismus, Katholizismus usw.) an die Bibel herangeht, sondern mit einem offenen Herzen. Auch heute noch überführt der HEILIGE GEIST, wie man an diesem Beispiel sehen kann.

Der lesenswerte Aufsatz von Thomas Jettel kann hier runtergeladen werden:

Kann ein Christ zu einem Nichtchristen werden? - Die Frage nach der Sicherheit des zukünftigen Heils des Gläubigen und der Möglichkeit des Abfalls

Shalom
Roland
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offenbarung3-16

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Ursprung der Lehre der ewigen Heilssicherheit
« Antwort #34 am: 25 Juli 2006, 17:12:17 »
Hi Bruder,

danke für den Link - sind einige Seiten. Ich bevorzuge lieber ein paar wichtige Bibelstellen. Die Sammlung der Stellen sind aber wertvoll. Der arme Leon - wann wird er wohl zum Schweigen gebracht. Auf www.bibelchristen.de wohl schon längst.

Ich denke es sind Gehorsam und Demut, welche nötig sind, will man die richtigen Lehren aus der Bibel erkennen. Oft erkenne ich schon einen geistlichen Hochmut der Menschen, die Irrlehren verbreiten. Sie sind oft weit entfernt davon die Gaben nach Gal 5,22 zu haben. Ihr Herz scheint verfinstert zu sein, und sie können die Bibel nicht mehr verstehen.
In so einer selbst verschuldeten Situation hilft nur echte Buße und Weinen -doch vor lauter Hochmut ist das nicht möglich, so bleibt man eben in der Irrlehre gefangen.

In mir gab es eigentlich immer eine merkwürdige Unruhe was diverse Lehrmeinungen betraf. Je länger ich darüber nachdachte, je unruhiger wurde es. Die Methode dagegen war dann, es zu verdrängen oder mit trotzigen Scheinargumenten mir den Weg zu bahnen.

Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger,
und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen! Joh 8,32-33


Es gibt nichts edleres, reineres, klareres und innerlich befreienderes als die Wahrheit. Und umso herrlicher, hat man diese in der Bibel erkannt.


denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von Festungen, so dass wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und jeden Gedanken gefangennehmen zum Gehorsam gegen Christus, 2. Kor 10,5-6
Die Dimension ist eben eine geistliche - weshalb wohl auch einen Aufsatz der direkt von Jesus heute geschrieben wäre, nichts bringen würde ?

Oder wie sollte man diese Zerstörung am besten anstellen ?

Grüße
Michael

jasobeam

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Ursprung der Lehre der ewigen Heilssicherheit
« Antwort #35 am: 28 Juli 2006, 13:06:30 »
Heilssicherheit JA/NEIN.

hängt meines erachtens nach mit der sicht von Gnade zusammen.

Wenn Gottes Gnade darin besteht dem Menschen etwas anzubieten das er unter der Bedinung erhält das er Glaubt. Dann ist dies mehr ein Handel anstatt ein Geschenk.
"Wenn du das Gesetz Glauben nicht "richtig" machst bekommst du keine Gnade" Es werden also bedingungen gestellt die man entweder richtig oder falsch macht. (Daraus folgt die Uterscheidung zwischen Glauben und rettender Glaube)

Ist aber die Gnade Gottes ein Geschenk, dh. diese Gnade Gottes befähigt den Menschen überhaupt erst dazu zu Glauben. Da der Glaube direkt von Gott gewirkt wird da der Mensch so schlecht ist das er dazu nicht in der Lage ist. So ist es ein Geschenk dessen Wirkung im Menschen zum Ausdruck kommt.

Das erste ist, du nimmst dir die Gnade nach deinem "freien" Willen.
Dann kannst du sie auch "freiwillig" wieder loslassen also dein heil verlieren.

Die andere sicht von Gnade. Da hat Gott dich erwählt, und dir Gnade zu teil werden lässt so schenkt er dir ewiges Leben.

Hab mal ein Thema eröffnet in dem wir austauschen können was Gnade ist :-)

http://www.hauszellengemeinde.de/portal/viewtopic.php?p=2023#2023

Offline Roland

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Ursprung der Lehre der ewigen Heilssicherheit
« Antwort #36 am: 28 Juli 2006, 16:31:43 »
Hallo jasobeam,

ich bin der Meinung, dass du Prädestination (Vorherbestimmung) mit Gnade verwechselst.

Ich habe unter http://www.hauszellengemeinde.de/portal/viewtopic.php?p=2023#2023 etwas ausführlicher zur Gnade geschrieben. Hier nur ganz kurz:

Das Wort GOTTES lehrt klar, dass ein Christ auch wieder die Gnade verlassen kann. Wie du schon geschrieben hast, ist Gnade ein Geschenk. Aber jedes Geschenk kann man wieder zurückgeben.

Hier der biblische Beleg, dass Christen die Gnade GOTTES wieder "zurückgeben" (besser: verlassen) können: Nun kommt es aber darauf an, in der Gnade zu bleiben und zu leben (2. Kor. 1,12; Joh. 15,1-8), die Gnade zu nutzen und das ausreichend zugeteilte Maß von Gnade nicht zu verlassen, denn die Verehrer nichtiger Götzen verlassen ihre Gnade (Jona 2,9). Von sich selbst bezeugt Paulus: Ich verwerfe die Gnade GOTTES nicht (Gal. 2,21a; vgl. 1. Kor. 15,10) und der Hebräerbrief warnt: Und achtet darauf, dass nicht jemand die Gnade GOTTES versäumt (Hebr. 12,15a). Daher auch die Aufmunterung, in der Gnade zu bleiben und zu wachsen (Apg. 13,43; 2. Petr. 3,18).

Da die Gnade GOTTES u. a. das ewige Leben ist, gehen die Menschen verloren, die die Gnade GOTTES verlassen haben (d. h. Christen, die zu Nicht-Christen geworden sind, weil sie von dem lebendigen GOTT abgefallen sind).

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

jasobeam

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Ursprung der Lehre der ewigen Heilssicherheit
« Antwort #37 am: 29 Juli 2006, 13:10:46 »
Hi Roland,

Zitat

Da die Gnade GOTTES u. a. das ewige Leben ist, gehen die Menschen verloren, die die Gnade GOTTES verlassen haben (d. h. Christen, die zu Nicht-Christen geworden sind, weil sie von dem lebendigen GOTT abgefallen sind).


Welcher Mensch kann schon beurteilen ob der Mensch jemals ein Christ war. Wer kann an dem Verhalten eines Menschen beurteilen ob er ein Kind Gottes ist oder nicht. Mir kann der Mensch fromm wirken, doch sieht Gott sein Herz. Welcher Mensch kann schon beurteilen wer Kind Gottes ist und wer es einmal war und dann abgefallen ist.  Ich denke niemand.

Deshalb sollen wir auch nicht die Menschen zu Kindern Gottes machen sondern zu Jüngern. Leider wird dies heute meist anderst praktiziert, da wird den Menschen versprochen wenn du heute jetzt und hier mir dieses Gebet nachsprichst dann bist du ein Kind Gottes, anstatt den Menschen zu sagen geb alles, dein Recht auf dich selbst, hin damit der Herr durch seine unbeschreiblich große Gnade dich zu seinem Kind machen kann.
Wenn man die Väter betrachtet die Männer und Frauen Gottes vor unseren Generationen so gingen sie immer zu erst durch ein Tal der Finsternis, ihr Recht dem eigenen Willen zu folgen musste gebrochen werden bevor der Herr den Menschen zu seinem Kind machen konnte.

Dem modernen Menschen ist dies zu mühsam, er ist reich und bequem.
Wenn ihm dann zu seinem ganzen weltlichen Glück noch den Himmel verspricht, kostenlos, so nimmt man dies natürlich auch noch mit, wer schlägt schon was aus was kostenlos ist.

Dies nur mal so generell :) Denn wenn ich so mein "christliches" Umfeld beobachte so ist die frage eher ob die Menschen jemals anteil an Gottes Gnade hatten, auch wenn sie es meinen.

Zitat

Das Wort GOTTES lehrt klar, dass ein Christ auch wieder die Gnade verlassen kann. Wie du schon geschrieben hast, ist Gnade ein Geschenk. Aber jedes Geschenk kann man wieder zurückgeben.


Denn dann kommen wir zu diesem Punkt.
Dieses Geschenk das uns Gott durch seine unbeschreibliche Gnade schenkt ist unbeschreiblich, ich kann es nicht in Worte fassen, und doch will ich es versuchen :-)

Es handelt sich hierbei nicht um ein paar Socken die mir meine Oma schenkt (und auch hier würde es mir das Herz brechen diese zurück zu geben ) :)

Es handelt sich um viel viel mehr, Gott schenkt uns seinen Sohn, welcher für uns starb, mit seinem Tod nimmt er unsere ganze Schuld auf sich befreit uns von der sklaverei unseres Fleisches. Er gebiert uns neu schenkt uns den Heiligen Geist und macht uns zu Kindern Gottes - zu Geschwistern unseres Bruder Jesus Christus - zu einem Knecht in seinem Hause.

Wir können nun Gemeinschaft mit unserem Schöpfer haben, viel mehr noch er lebt in uns und leitet uns. Wir schauen Gottes Herrlichkeit im Glauben. Du erkennst nicht nur die Historischen Tatsachen an, du kennst Gott, er ist dein Vater!

Dies kann wahrlich nur jemand verstehen der wirklich von Gott neu geboren ist. Nicht nach seinem eigenen Willen sondern nach Gottes Willen.

Es ist etwas unbeschreiblich schönes. Wenn du die Bibel liest dann liest du sie nicht mehr um deinetwillenum dich in eine heilige Aura zu versetzen die im Alltag dann schnell verschwindet, nein du liest und forschst in der Schrift weil du in jedem Satz die Herrlichkeit Jesu Christi erblickst.

Gott ist dein Vater und dein vertrauen ist wie das eines Kindes.
Du schaust nicht zurück und bist besorgt ob du nun abfallen könntest.
Du blickst nicht auf andere Menschen , du schaust alleine auf die Herrlichkeit deines Herrn.

Kind Gottes, alleine diese beiden Wörter.
Gott in all seiner Herrlichkeit, und du sein Kind.

Diese Worte sind kostbar für jeden der Gott durch seinen Sohn Jesus Christus im Glauben erblickt hat.

In dem bewusstsein das deine Erkentniss von Gott noch erbärmlich sind, deshalb jagst du dem Ziel nach alles für deinen Herrn zu geben, in allem ihm zu gefallen, aus Liebe weil er dich zu erst geliebt hat, denn dein Fleisch hat keine Macht mehr über dich denn Jesus Christus hat dich befreit und dich in Gemeinschaft mit Gott dem allmächtigen gesetzt.

Meine Worte sind erbärmlich und können diesen Zustand nicht beschreiben.

Aber wir könnte man dieses unglaubliche Geschenk weggeben?
In dem man anfängt dinge der Welt mehr zu lieben als diesen deinen Herrn ? Das kann ein Kind Gottes nicht , wohin sollte es gehen? der Herr hat Worte des ewigen Lebens. Jedes liebäugeln mit der Welt bricht ihm das Herz denn sein Vater offenbart es ihm sofort.

Das Geschenk zurückgeben hieße du tritts vor Gott und bittest ihn darum das er dir den Heiligen Geist nehme, denn du willst ihn nicht.
Wie wenn ich meiner Oma die Socken bringe weil ich sie nicht möchte.


Wer von Gott von neuem geboren wurde nicht weil er sich mit seinen Worten bekehrt hat sondern mit seinem ganzen sein.
Für den ist es unbefreiflich wie man diese Geschenk jemals zurück geben kann. Es würde alles zerstören was man selbst ist. Man würde das Leben gegen den Tod tauschen, das Licht gegen die Finsternis.
Unvorstellbar für jemand der Gottes Herrlichkeit im Glauben erblickt hat.

Menschen also angstmachen das sie abgefallen seien? So dass sie sich noch mehr bemühen Gesetze zu halten auch wenn sie die Worte der Prediger nachbrabbeln das sie nicht unter dem Gesetz stehen?

Nein zu Jüngern machen, so das sie Gottes Herrlichkeit im Glauben schauen, nicht alleine die Historizität Jesus Christi im Verstande annehmen.

Römer 8, 31 Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?32 Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? 33 Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. 34 Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt. 35 Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? 36 Wie geschrieben steht (Psalm 44,23): »Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.« 37 Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. 38 Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, 39 weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

Offline Roland

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Ein Christ kann die Welt wieder liebgewinnen!
« Antwort #38 am: 07 August 2006, 20:31:43 »
Hallo Jasobeam,

Zitat
Welcher Mensch kann schon beurteilen ob der Mensch jemals ein Christ war. Wer kann an dem Verhalten eines Menschen beurteilen ob er ein Kind Gottes ist oder nicht. Mir kann der Mensch fromm wirken, doch sieht Gott sein Herz. Welcher Mensch kann schon beurteilen wer Kind Gottes ist und wer es einmal war und dann abgefallen ist. Ich denke niemand.
Das sehe ich anders, da das Wort GOTTES klare Kriterien gibt, wann ein Mensch gerettet (also ein Christ) ist:

Das Wesen der Buße    

Ein Mensch, der Buße tun will, tut mit seiner ganzen Persönlichkeit Buße. In der Buße sind Verstand, Gefühl und Wille beteiligt.

 
Verstand  

Der Sünder erkennt

- seine Schuld vor GOTT und Menschen (Sündenerkenntnis)
- seine Verlorenheit (die Folge seiner Schuld)
- die Notwendigkeit der Wiedergeburt (das Angebot der Gnade Gottes)
Da ging er in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger! Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße; mache mich zu einem deiner Tagelöhner! (Lukas 15,17-19)
 

Wir kennen verschiedene Arten von "Sünden"erkenntnis:

- Selbstanalyse
Diese Methode wird heute viel gefordert und angewandt. Sie ist jedoch unzulänglich, weil sich Sünde nicht logisch als solche erkennen läßt.

- Pharisäische Methode
Der Vergleich mit anderen soll mir meine Sünde aufzeigen. Das Wort GOTTES sagt, dass jeder selbst für sein Leben bzw. für seine Sünden verantwortlich ist. Deshalb ist auch diese Methode untauglich.

- Überführung durch den HEILIGEN GEIST
Joh 16,8  Und wenn Er kommt, wird Er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht.

Das komplizierte System der Selbstverteidigung und Selbstrechtfertigung wird nur durch den HEILIGEN GEIST überwunden. Letztlich kann echte Buße nur aufgrund des Wirkens des HEILIGEN GEISTES erfolgen.

 
Gefühl          

Der Mensch, der seine Sünde erkannt hat, empfindet Reue.

Mt 21,29  Er antwortete aber und sprach: Nein ich will nicht. Danach reute es ihn, und er ging hin.

2.Kor 7,9  so freue ich mich doch jetzt nicht darüber, daß ihr betrübt worden seid, sondern darüber, daß ihr betrübt worden seid zur Reue. Denn ihr seid betrübt worden nach Gottes Willen, so daß ihr von uns keinen Schaden erlitten habt.

Wenn Verstand und Gefühl von Sündenerkenntnis und Reuegefühl durchdrungen sind, kann sogar der Körper etwas davon verspüren.

Ps 32,3+4  Denn als ich es wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine durch mein tägliches Klagen. Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir, daß mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürre wird.

Ps 51,10 Laß mich hören Freude und Wonne, daß die Gebeine fröhlich werden, die du zerschlagen hast.

Aber: Buße nur auf Verstandesebene (noch so klare Sündenerkenntnis) oder nur auf Gefühlsebene (ein Meer von Tränen) genügt nicht, um eine Umwandlung zu bewirken.

Das Buch der Richter gibt uns lebendiges Anschauungsmaterial, wie oberflächlich und bald vergessen eine solche "Bekehrung" sein kann, die nur vom Verstand und Gefühl getragen wird.
 

Wille    

Wirkliche Buße geht vom Willen aus. Die Buße, die vom Willen aus erfolgt, kann als Höhepunkt, Durchbruch der Buße bezeichnet werden. Ohne sie gibt es kein Abwenden von der Sünde, keine Trennung vom alten Menschen. Nur über den Willen ist ein völliges Sich-Gott-Hingeben möglich.

Diese Buße zeigt sich durch das Sündenbekenntnis, die Abkehr von der Sünde und die Hinkehr zu Gott.


Sündenbekenntnis  

Ps 32,5  Darum bekannte ich dir meine Sünde, und meine Schuld verhehlte ich nicht. Ich sprach: Ich will dem Herrn meine Übertretungen bekennen. Da vergabst du mir die Schuld meiner Sünde.

Ps 38,19  So bekenne ich denn meine Missetat und sorge mich wegen meiner Sünde.

Lk 15,21  Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße.

1.Joh 1,9  Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.
 

Abkehr von der Sünde                          
Abkehr von der Sünde:
Jes 55,7  Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter von seinen Gedanken und bekehre sich zum Herrn, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.

Spr 28,13 Wer seine Sünde leugnet, dem wird's nicht gelingen; wer sie aber bekennt und läßt, der wird Barmherzigkeit erlangen.


Hinkehr zu Gott  

 
Apg 2,38  Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und ein jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des heiligen Geistes.

Offb 2,5  So denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich über dich kommen und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Stätte - wenn du nicht Buße tust.

Mit der Buße ist oft eine Wiedergutmachung vor Menschen verbunden. Sie ist ein Gehorsamsakt zur Ehre Gottes!

Als äußere Zeichen der Buße zeigt die Schrift:

1.Kön 21,27 Als aber Ahab diese Worte hörte, zerriß er seine Kleider und legte ein härenes Tuch um seinen Leib und fastete und schlief darin und ging bedrückt einher.

Jona 3,5 Da glaubten die Leute von Ninive an Gott und ließen ein Fasten ausrufen und zogen alle, groß und klein, den Sack der Buße an.

Mt 26,75  Da dachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich.

Lk 7,38 und trat von hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen und mit den Haaren ihres Hauptes zu trocknen, und küßte seine Füße und salbte sie mit Salböl.

Dabei liegt die Betonung nicht auf dem äußerem Zeichen, sondern auf der Aufrichtigkeit des Herzens.

Joel 2,12-13  Doch auch jetzt noch, spricht der Herr, bekehret euch zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen! Zerreißet eure Herzen und nicht eure Kleider und bekehret euch zu dem Herrn, eurem Gott! Denn er ist gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte, und es gereut ihn bald die Strafe.
Mehr Informationen zum rettenden Glauben findest du unter: http://www.hauszellengemeinde.de/portal/viewtopic.php?t=158

Zitat
Deshalb sollen wir auch nicht die Menschen zu Kindern Gottes machen sondern zu Jüngern.
Wo ist für dich der Unterschied zwischen einem "Kind GOTTES" und einem Jünger JESU?

Zitat
Wenn man die Väter betrachtet die Männer und Frauen Gottes vor unseren Generationen so gingen sie immer zu erst durch ein Tal der Finsternis, ihr Recht dem eigenen Willen zu folgen musste gebrochen werden bevor der Herr den Menschen zu seinem Kind machen konnte.
Wo wird in der Bibel gelehrt, dass man erst immer durch ein Tal der Finsternis gehen muss, bevor GOTT den Menschen zu Seinem Kind machen kann?

Zitat
Aber wir könnte man dieses unglaubliche Geschenk weggeben?
In dem man anfängt dinge der Welt mehr zu lieben als diesen deinen Herrn ? Das kann ein Kind Gottes nicht , wohin sollte es gehen? der Herr hat Worte des ewigen Lebens. Jedes liebäugeln mit der Welt bricht ihm das Herz denn sein Vater offenbart es ihm sofort.
Selbstverständlich kann ein Christ die Welt mehr lieb gewinnen als seinen HERRN. Die Bibel bezeugt, dass dies möglich ist. Ich freue mich, dass du dir das nicht vorstellen kannst, aber leider entspricht deine Vorstellung nicht der biblischen Realität. Deshalb sagt GOTTES Wort: Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, daß er nicht falle! (1. Kor. 10,12). Jeder, der meint, recht im Glauben zu stehen, soll zusehen, dass er nicht fällt (d. h. abfällt).

Röm. 8,31-39 geht nicht auf die Möglichkeit des Abfalls ein, sonder bezeugt, dass uns keine Engel, Mächte, Gewalten, Gegenwärtiges, Zukünftiges, Hohes, Tiefes, eine andere Kreatur uns von der Liebe GOTTES scheiden kann. Denn GOTT liebt auch den Menschen, der verloren geht; auch den Menschen, der "nein" zur Erlösung GOTTES sagt. Aber der Glaubensabfall ist hier nicht angesprochen.

Shalom
Roland
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Offline Roland

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Positionen zur "Unverlierbarkeit des Heils"
« Antwort #39 am: 07 August 2006, 20:46:03 »
Hallo Michael,

in einem anderen Forum habe ich folgendes Posting erhalten. Ich zitiere auszugsweise aus diesem:

"ich zitiere folgenden Abschnitt von Heinrich Derksen (Leiter des Bibelseminar Bonn) Abschnitt aus: “Jünger & Meister”, 2/2004

Im Laufe der Kirchengeschichte haben sich wohl im wesentlichen drei Positionen behauptet:

I. Die drei gängigsten
Positionen zur Heilsgewißheit

A. Die calvinistische Position

Die calvinistische Position, die Unverlierbarkeit des Heils als absolute und ewige Heilssicherheit zu verstehen, steht theologisch nicht alleine da. Diese Lehre ist eingebettet in die gesamte Theologie von Gottes Vorhersehung, Erwählung und Erlösung. Calvins reformatorischer Ansatz ist von Augustinus geprägt. Er vertrat die totale Sündhaftigkeit des Menschen, die jeder von Adam geerbt hat. Der Mensch hat seinen freien Willen verloren und kann nur durch Gottes Gnade gerettet werden. Deshalb hängt die Erlösung nicht von der Entscheidung des Menschen ab, sondern von Gottes Erwählung, die vor Grundlegung der Welt geschah. Gott hat in seiner Souveränität die einen zum ewigen Leben erwählt und folgerichtig die anderen zur ewigen Verdammnis. Später wurden diese Grundannahmen von der reformierten Kirche in Lehrsätze formuliert.

Die fünf Lehrsätze des Calvinismus:

Die totale Verdorbenheit des Menschen;

Die bedingungslose Erwählung (Prädestination) bestimmter Menschen;

Die Erlösung geschah nur für die Auserwählten;

Die unwiderstehliche Gnade;

Die Unverlierbarkeit des Heils.

Daraus ergab sich die logische Schlußfolgerung: Kein Gläubiger “kann völlig oder endgültig aus dem Stand der Gnade fallen, sondern wird gewiß bis zum Ende beharren und das ewige Heil empfangen” (Westminster Konfession, XII, I).


B. Die arminianistische Position

Auch Jacob Arminius (1560-1609) gehört zur reformierten Kirche und war mit den meisten Glaubensüberzeugungen einverstanden. Nur mit der calvinistischen Heilslehre hatte er seine Mühe. Sollte Gott wirklich Menschen für die ewige Verdammnis erwählt und bestimmt haben? Als Professor in Leiden (Holland) wurde er beauftragt, die calvinistischen Lehrsätze etwas genauer zu untersuchen. Dabei meinte er zu erkennen, daß die Prädestinationslehre das ethische Leben und das moralische Handeln lähmen würde. Wer sich seiner Erlösung absolut sicher ist, kann tun und lassen, was er will, denn er hat das Heil, und nichts und niemand kann es ihm nehmen. Seine Schriften, die erst nach seinem Tod gedruckt und veröffentlicht wurden, waren weitgehend Verteidigungsschriften aus zahlreichen Disputationen mit den Gegnern der reformatorischen Kirche. Einige meinten, daß die harte Auseinandersetzung mit den Gegern ihm schwer zu schaffen gemacht habe und zu seinem frühen Tod geführt hätte. Seine Anhänger jedoch hielten an den neu gewonnenen Erkenntnissen fest, was den Streit weiter schürte.

Auf der Synode von Dordrecht (1618/1619) stellten die Armenianer folgende Punkte gegen die Calvinisten auf.

Die fünf Gegenargumente der Arminianer:

Die Verherbestimmung ist nicht unbedingt, sondern Gott, in seiner Allwissenheit, sah im Voraus, wer sich entscheiden würde;

Die Erlösung ist universal gültig;

Die Sündhaftigkeit des Menschen ist nicht eine totale Verdorbenheit;

Der Mensch hat die Freiheit, sich für oder gegen Christus zu entscheiden;

Ein Gläubiger kann abfallen, aber Gott kann die Kraft verleihen, um im Glauben auszuharren.

Armenius verstand sich trotzdem immer noch als Calvinisten. Er sagte: “Ich habe nie gelehrt, daß ein wahrer Gläubiger vollständig oder endgültig vom Glauben abfallen und verloren gehen kann; doch will ich nicht verhehlen, daß es Verse in der Schrift gibt, die das zu lehren scheinen” (Works 1:S. 254).


C. Die “semi-calvinistische” Position

Der Versuch eines Kompromisses dieser beiden Positionen ist immer wieder angestrebt worden. Eine recht populäre Position, die von vielen evangelikalen Theologen besonders in den USA vertreten wird, möchte ich als “semi-calvinistische” Position bezeichnen. Es wird der freie Wille des Menschen betont, der aber unter dem Gehorsam Christi steht. Es wird die Gnade betont, die uns alleine retten und Heilssicherheit schenken kann. Aber man will auch die deutlichen Warnungen vor dem Abfall des Gläubigen aus Hebräer Kap. 6 und 10 berücksichtigen.

Zur Heilsgewißheit wird formuliert: Die Bibel warnt davor, daß ein Christ verloren gehen kann, und es könnte auch theoretisch passieren, aber es wird praktisch nie soweit kommen.

Dieses “es kann” aber “es wird nie” passieren, ist ihrer Überzeugung nach kein Widerspruch, sondern betont die Freiheit des Menschen, der sich aber freiwillig dazu nicht entscheiden wird. Erickson schreibt in seinem Buch, daß es wie mit einem Kind ist, das nicht auf die Straße laufen soll. Die Eltern könnten einen hohen Zaun aufbauen, der jedoch die Freiheit des Kindes einschränken würde, oder aber das Kind durch Belehrungen über die Gefahren und Warnungen auf der Straße davon abhalten. Dies ist, wie Gott seine Kinder beschützen will und wird. Nicht durch die Beschränkung, sondern durch die Befähigung will Gott seine Kinder bewahren (siehe z.B. Millard J. Erickson, Christian Theology, 1995, S. 994)."


Jetzt fehlt "nur" noch die biblische Position......  :lol:

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

offenbarung3-16

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Ursprung der Lehre der ewigen Heilssicherheit
« Antwort #40 am: 07 August 2006, 21:11:45 »
Zitat
Jetzt fehlt "nur" noch die biblische Position......

Das wäre aber zu einfach - irgendwie müssen die Theologen und "Bibelschüler" ihr Dasein rechtfertigen - wenn sich dieses auch oft nur durch falsche Lehren äußert. Ich sage nur: "Master of Theology" :-) den "Master of Divinity" gibt es auch noch. :mrgreen:  

Hier ist glaube ich der original Artikel:

http://www.rundschau.ca/04-11/feature.html

Im Grunde besser als vieles was man sonst außerhalb der Bibel findet - wenn die Bibel zum Glück doch einfacher zu verstehen ist - wenn man nur will. Leider nimmt der Autor nicht eindeutig dazu Stellung. Aber wenigstens läßt er es relativ offen.

Gruß
Michael

Offline Roland

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Ursprung der Lehre der ewigen Heilssicherheit
« Antwort #41 am: 07 August 2006, 22:04:35 »
Hallo Michael,

der von dir angegebene Link scheint tatsächlich der Origina-Artikel zu sein. Die biblische Position hätte er mir wenigstens noch posten können.
Ich habe den Artikel mal kurz überflogen - scheint ganz gut zu sein (außer, dass der Autor nicht eindeutig Stellung bezieht).

Zitat
Das wäre aber zu einfach - irgendwie müssen die Theologen und "Bibelschüler" ihr Dasein rechtfertigen - wenn sich dieses auch oft nur durch falsche Lehren äußert. Ich sage nur: "Master of Theology"  den "Master of Divinity" gibt es auch noch.
Ja, ohne die Theolügen wäre vieles einfacher. Aber dann könnten sich viele nicht mit so tollen Titel schmücken......  :?

Zitat
Ich sage nur: "Master of Theology"  den "Master of Divinity" gibt es auch noch.
. Da fällt mir doch gerade ein Wort unseres HERRN ein: Neither be ye called masters: for one is your Master, even CHRIST (Matth. 23,10).

Shalom
Roland
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Arne B.

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Ursprung der Lehre der ewigen Heilssicherheit
« Antwort #42 am: 08 August 2006, 20:59:14 »
Hallo,

ein Kind Gottes kann nicht verlohren gehen, würde das so sein, wer würde dann sein Ziel erreichen ?

Ich weis das Römer 8, 37-39 nicht eine Gewissheit ist die auf Werke  oder eigener standhaftigkeit gegründete ist, sondern auf den der allein Retten kann - Jesus Christus, dem Lamm Gottes !

-Die Bewahrung in Christus- 1. Johannes Brief Kapitel 5

 18 Wir wissen, dass jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt; sondern wer aus Gott geboren ist, der bewahrt sich selbst, und der Böse tastet ihn nicht an.
19 Wir wissen, dass wir aus Gott sind, und dass die ganze Welt sich im
Bösen befindet.
20 Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.
Weil ER es vollbringt, werden wir unser Ziel erreichen, und nicht weil wir uns unser Heil erwirkt haben !

Gnade uns Gott ! Wer kann sagen das er stehe ? DU ?

Ich möchte euch um eine Persönliche Auslegung der oben aufgeführten  Verse bitten, also kein copy und paste - hinzu bitte Johannes Evangelium 3, 1-13, den das ist der einstig in das Thema - Der inwendige Mensch !Eph 2, 15,Eph 4, 24

Shalom
Arne

Offline Roland

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Einige Gedanken zu Röm. 8,37-39 + 1. Joh. 5,18-20
« Antwort #43 am: 09 August 2006, 19:02:07 »
Hallo Arne,

Zitat
ein Kind Gottes kann nicht verlohren gehen, würde das so sein, wer würde dann sein Ziel erreichen ?
Klar kann ein Kind GOTTES nicht verloren gehen. Wenn allerdings ein wiedergeborener Christ vom lebendigen GOTT abfällt, verliert er auch seine Gotteskindschaft, d. h. der Christ wird zum gojim. Wenn ein Gotteskind nicht von GOTT abfällt, bleibt es natürlich ein Gotteskind und ist errettet.

Zitat
Ich möchte euch um eine Persönliche Auslegung der oben aufgeführten Verse bitten,
Viel kann man bei diesen Bibelstellen gar nicht auslegen, da alles sehr deutlich und klar in der Schrift steht. Aber ich will es mal versuchen und einige Gedanken niederschreiben:


Röm. 8,37-39

Einige Umstände, die uns nicht von der Liebe CHRISTI trennen können, werden in Vers 35 aufgezählt:
- Bedrängnis
- Angst
- Verfolgung
- Hungersnot
- Blöße
- Gefahr
- Schwert

Paulus führt weiter aus, dass auch
- Tod
- Leben
- Engel
- Gewalten
- Gegenwärtiges
- Zukuünftiges
- Mächte
- Höhe
- Tiefe
- irgendein Geschöpf

uns nicht von der Liebe GOTTES trennen kann, die in CHRISTUS JESUS ist, unserem HERRN.

Wichtig ist m. E. dabei, dass es hier nicht um Errettung, sondern um die Liebe GOTTES geht. Es heißt hier nicht: Nichts kann uns von unserer Errettung trennen, sondern von der Liebe GOTTES. GOTT liebt auch den Menschen, der sich von Ihm abgwandt hat. Aber das ändert nichts daran, dass dieser Mensch der ewigen Verdammnis zugeführt wird, da er die Konsequenzen für sein Verhalten tragen muss.


1. Johannes 5,18-20

Satan darf uns (d. h. die wiedergeborenen Christen) nicht antasten (wörtlich übersetzt: "berühren"). Weil wir aus GOTT sind bedeutet, dass wir GOTTES Art in uns tragen und damit getrennt sind von der Welt. Satan in der Gott dieser Welt und diese Welt wurde durch ihn versklavt. Wir tragen dagegen (durch die Wiedergeburt) die Art GOTTES in uns und sind daher nicht dem Herrschaftsbereich Satans unterworfen. Die Bibel sagt klar, dass der HERR JESUS der wahrhaftige GOTT ist.
Ich möchte jetzt noch auf Vers 21 hinweisen, den du nicht zitiert hast: Kinder, hütet euch vor den Götzen! Die Warnung gehört in diesen Abschnitt hinein. Warum ist diese Warnung notwendig? Weil auch Kinder GOTTES wieder zurückfallen könnnen in den Götzendienst (Abkehr von dem wahrhaftigen GOTT JESUS CHRISTUS und Hinwendung zu Götzen) und dadurch wieder unter den Herrschaftsbereich des Feindes kommen können. Dieser Hinweis zeigt ganz klar, dass Christen wieder abfallen und zu Götzendiener werden können. Denn wenn Christen nicht abfallen könnten (und zu Götzendiener werden), wäre diese Warnung von Johannes überflüssig. Ich habe z. B. gehört, dass Christen Katholiken geworden sind. Das bedeutet, dass sie die Gnade JESU kennengelernt haben und sich von dem wahrhaftigen GOTT abgewandt haben und dem katholischen Götzendienst hingegeben haben. Das heißt, sie sind Götzendiener geworden. Deshalb ist die Warung des Johannes durchaus berechtigt.

Soweit einige Gedanken von mir. Ich habe sie jetzt nicht besonders geordnet, sondern einfach aufgeschrieben, was mir zu den beiden Bibelstellen eingefallen ist. Ich hoffe, dass sie dennoch verständlich sind. Wenn nicht, dann einfach nachfragen.....

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

jasobeam

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Re: Ein Christ kann die Welt wieder liebgewinnen!
« Antwort #44 am: 10 August 2006, 14:08:47 »
Guten Tag admin Roland :)

Zitat von: "admin"

Dabei liegt die Betonung nicht auf dem äußerem Zeichen, sondern auf der Aufrichtigkeit des Herzens.


Ein wahrer Satz, und der Mensch sieht was vor Augen ist Gott aber sieht das Herz an. Wir können es erahnen wer ein Kind Gottes ist, doch weiß es wahrlich nur der, der die Herzen sieht.

Zitat von: "admin"

Zitat
Deshalb sollen wir auch nicht die Menschen zu Kindern Gottes machen sondern zu Jüngern.
Wo ist für dich der Unterschied zwischen einem "Kind GOTTES" und einem Jünger JESU?


Jesu hatte einige Jünger, einige wanden sich von ihm ab durch seine Reden, einige blieben bis zum Schluß und als Jesus sagte, dass ihn einer verraten würde wusste keiner der anderen Jünger wen Jesu meinte. Später nach Jesu auferstehung erhielten dann die, welche Jesu in reinen motiven folgten den Heiligen Geist, sie wurden zu Kindern Gottes, nun erblickten sie die Herrlichkeit Jesu Christi nicht mit ihren Augen sondern durch den Geist im Glauben.
Wir können die Menschen nur auffordern mit reinem Herzen, mit reinen Motiven, aus Liebe zu dem der starb und dessen Tod reicht um die ganze Welt zu erlösen, zu folgen. Der, welcher die Herzen bis ins tiefste sieht der weiß wie der Mensch es meint. Und er wird die erreten die mit einem aufrichtigen Herzen kommen er wird sie zu seinen Kindern machen.

Zitat von: "admin"

Zitat
Wenn man die Väter betrachtet die Männer und Frauen Gottes vor unseren Generationen so gingen sie immer zu erst durch ein Tal der Finsternis, ihr Recht dem eigenen Willen zu folgen musste gebrochen werden bevor der Herr den Menschen zu seinem Kind machen konnte.
Wo wird in der Bibel gelehrt, dass man erst immer durch ein Tal der Finsternis gehen muss, bevor GOTT den Menschen zu Seinem Kind machen kann?


Das Tal der Finsternis sind keine körperlichen leiden oder der gleichen. Wie du selbst oben schriebst ist der Wille des Menschen sehr entscheidend. Und um gerettet zu werden muss er seinen Willen aufgeben, der Wille zu tun und zu lassen was er will scheint für den Menschen das kostbarste in seinem Leben, seine scheinbare "Freiheit" und diese wird keiner aufgeben es sei denn es wird ihm die unreinheit seines Herzens von Gott aufgedeckt.
Es ist ein Kampf dein Fleisch samt deinem eigenen egoistischen Willen will sich nicht unter die Herrschaft Jesu Christi unterordnen " Wir wollen nicht das dieser über uns herrsche" Lukas 19,14. Das Tal der Finsternis ist die Sündenerkenntnis wie du sie oben so wunderschön belegt hast. Du wirst ganz hinuntergeführt in das dunkle Tal wo deine verborgensten Winkel liegen erst dort kannst du die Herrlichkeit Jesu Christi der dich aus dem Tal herrausführt wahrlich erkennen und im Glauben annehmen.
Leider kommen heute viele Menschen in diesem Tal nie unten an sondern scheitern auf dem Weg dorthin weil sie auf dem Weg zu der wahren Sündenerkenntnis ein "billiges" Evangelium angeboten bekommen, nie in den Genuss kommen die wahre Herrlichkeit des Sohnes Gottes im Glauben zu erblicken.

Zitat von: "admin"

Ich freue mich, dass du dir das nicht vorstellen kannst, aber leider entspricht deine Vorstellung nicht der biblischen Realität. Deshalb sagt GOTTES Wort: Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, daß er nicht falle! (1. Kor. 10,12). Jeder, der meint, recht im Glauben zu stehen, soll zusehen, dass er nicht fällt (d. h. abfällt).


Und in dem folgenden Vers kommt. "Es hat euch bisher nur menschliche Versuchungen betroffen." Menschliche? gibt es auch Geistige Versuchung? siehe im Thema Anfechtung. Vielleicht Spricht Paulus die an die noch nicht in die Kindschaft eingegangen sind, aus diversen Gründen Jünger sind die Jesu folgen. Vielleicht hat einer Lust im griechischen zu wühlen was das menschlich meint :)


Zitat von: "admin"

Röm. 8,31-39 geht nicht auf die Möglichkeit des Abfalls ein, sonder bezeugt, dass uns keine Engel, Mächte, Gewalten, Gegenwärtiges, Zukünftiges, Hohes, Tiefes, eine andere Kreatur uns von der Liebe GOTTES scheiden kann. Denn GOTT liebt auch den Menschen, der verloren geht; auch den Menschen, der "nein" zur Erlösung GOTTES sagt. Aber der Glaubensabfall ist hier nicht angesprochen.



Ja da geb ich dir recht, vielen dank für die anregung.

Liebe Grüße jasobeam