Autor Thema: Historisch-kritische Bibelauslegung?  (Gelesen 5615 mal)

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Anonymous

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Historisch-kritische Bibelauslegung?
« am: 19 Juni 2005, 21:46:04 »
Was haltet Ihr von der historisch-kritischen Bibelauslegung?

Anonymous

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Sie macht die Bibel kaputt!
« Antwort #1 am: 19 Juni 2005, 21:47:51 »
Anonymer User
Erstellt:
12.05.2004 10:26

Sie macht unsere Bibel kapputt! Wir dürfen als Christen nicht fragen, wann und zu welcher Zeit und warum ein Text geschrieben wurde! Das ist verboten. Wir müssen das Wort so nehmen, wie es da steht. Wer nach den zeitlichen Umständen fragt, in der ein Text entstanden ist, will die Bibel kaputtmachen. Die Bibel ist wahr, weil sie eben wahr ist. Wer das nicht glaubt, ist selber schuld und hat die Welt verpennt. Nimmst du Gottes Wort ernst? Jedes Wort ist von ihm diktiert worden! Deshalb MUSS alles stimmen.

Anonymous

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Historisch-kritische Bibelauslegung?
« Antwort #2 am: 19 Juni 2005, 21:49:06 »
Kephas
Erstellt:
30.07.2004 14:08

Hallo Anonymer User,

Sie meinen also, daß die Bibelauslegung die Bibel "kaputtmacht", und wir die Texte der Bibel so nehmen müssen, wie sie sind ?

Das halte ich für dumm. Die Bibel ist in einer historischen Zeit entstanden, im Lebensumfeld bestimmter Menschen. Folgerichtig können und dürfen wir nicht einfach alles, was in der Bibel steht unbesehen wörtlich (!) übernehmen. Oder sind Sie der Meinung, daß eine Ehebrecherin gesteinigt werden muß, weil das halt in der Bibel steht. Viele Gebote der Hl. Schrift, die z.B. auf den Tempeldienst in Jerusalem bezogen waren, können (!) garnicht mehr beachtet werden, einfach weil der Tempel nicht mehr existiert.

Pinchas Lapid (jüdischer Religionsphilosoph) sagte mal:
"Es gibt zwei Möglichkeiten, mit der Bibel umzugehen: Man nimmt sie wörtlich, oder man nimmt sie ernst."

In diesem Sinne - nehmen Sie die Bibel ernst.

MfG Kephas so nehmen müssen, wie sie sind ?wörtlich

Anonymous

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Die historisch-kritische Methode ist eine alte Irrlehre
« Antwort #3 am: 19 Juni 2005, 21:51:22 »
admin
Erstellt:
09.10.2004 21:42


Hallo Kephas,
leider verwechseln Sie das Wort GOTTES im Kontext lesen mit der historisch-kritischen Methode. Diese Methode ist eine alte Irrlehre, um das Wort GOTTES zu relativieren. Alles was uns nicht gefällt, galt damals. Die Beispiele, die sie nennen, beziehen sich auf das jüdische Gesetz. Inzwischen ist viel passiert: Der HERR JESUS ist für unsere Sünden am Kreuz gestorben und von den Toten auferstanden. Deshalb ist CHRISTUS das Ende des Gesetzes. Auch hier ist es wichtig, dass man nicht eine dümmliche Philosophie (historisch-kritische Methode) benutzt, sondern den biblischen Zusammenhang beachtet.
Ich finde es bezeichnend, dass Sie Pinchas Lapid zitieren. Er war einer der größten Irrlehrer, die die Bibel verdreht haben. Das Zitat von ihm spricht ja für sich. Hier wird ein Gegensatz konstruiert, der gar nicht existiert.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen weniger philosophische Erkenntnisse, dafür mehr göttliche Offenbarung.
Viele Grüße
Roland

Offline kenny

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Re: Historisch-kritische Bibelauslegung?
« Antwort #4 am: 27 Dezember 2006, 19:47:53 »
Die historisch-kritische Bibelauslegung ist doch ein Märchen: Vermeintlich "christliche" Theologen wie Drewermann und Küng werfen sich vor dem Zeitgeist in den Staub, um anerkannt zu werden.

Es ist bezeichnend, dass die Bibel keinen Widerspruch kennt; sie konte - trotz aller Bemühungen - in keinem noch so winzigen Detail widerlegt werden. Selbst die Rollen von Qumran bestätigen, dass die Bibel nicht verfälscht worden ist.

Historisch-kritsche Theologen setzen doch selbst nur auf Vermutugen; liest man ihre Bücher, kommt man schnell dahinter, dass sie gegenseitig voneinander abschreiben. Diese Methode hält einer Überprüfung nicht einmal im Ansatz stand.

Dazu einige Fakten: Wissenschaftler sind längst davon überzeugt, dass die Menschen gemeinsame Ureltern haben; auch eine gemeinsame Ursprache hat es gegeben. Die Evolutionstheorie hingegen ist in vielen Punkten widerlegt; kein einziger Missing link wurde bisher gefunden, angebliche Beweise hielten eine nähere Überprüfung nicht stand, die Datierungsmethoden der Altersbestimmung sind alles andere als zuverlässig, und Evolutionsbefürworter setzen Dinge als wahr voraus, die gelogen sind.

Über Jesus gibt es zahlreiche Theorien: Er soll Vorfahr der Merolinger sein, andere sagen, er sei nach Indien ausgewandert. 1991 zeigten mir Moslems einen Fussabdruck, der beweisen sollte, dass Jesus nach Indien gewandert sei; dieser Fussabdruck kann überall gefunden worden sein, und von wann und von wem er ist, lässt sich wohl kaum nachvollziehen. Darüber hinaus kann er getürkt sein.

Die einen sagen, Jesu habe Seinen Kreuzestod überlebt durch das Geheimwissen der Essener, andere sagen, man habe einen Doppelgänger gekreuzigt, wieder andere halten es für eine Erfindung oder Fälschung.

Es ist auffallend, dass dieselben Leute, die in die Bibel Widersprüche hineininterpretieren, sich selbst so eklatant widersprechen, dass es sehr viel Naivität bedarf, um diese Leute als vertrauenswürdig einzustufen.

Die historisch-kritische Methode kann man in die Tonne stoppen; sie ist billige Demagogie, um die Menschen von Jesus Christus zu entfernen. Satan reibt sich die Hände über all jene, die diese Methode ernst nehmen.

Anonymus hat ja selbst keine Argumente.

Mit geschwisterlichen Grüssen
Jesus ist der Allergrösste!

Offline Jose

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Re: Historisch-kritische Bibelauslegung?
« Antwort #5 am: 23 August 2012, 23:14:39 »
Das Thema ist m.E. allemal wichtig und ich möchte nachfragen: Wann fängt „Historisch-kritische Bibelauslegung“ an?

Wenn jemand z.B. die Auffassung vertritt, erst wissen zu müssen, was der Schreiber dem ursprünglichen Adressaten mitteilen wollte, bevor man auf eine Anwendung für sich kommt, ist das nicht auch schon diese historisch-kritische Auslegung? Dadurch schwächt man viele Aussagen ab oder wendet sie nicht auf sich selber an.

Für mich persönlich würde ich oft an den Punkt kommen, dass viele Bibelstellen mir nur wenig oder gar nichts zu sagen hätten, wenn ich z.B. erst das geschichtliche Umfeld analysieren müsste. Mein Anliegen ist, die Bibel so zu lesen, dass Gott zuerst mir was sagen will, um dann im zweiten Schritt zu fragen, ob hier eine konkrete Situation sehr sorgfältig betrachtet werden muss, falls ich z.B. mit der Aussage gar nicht klarkommen sollte. Vieles sollte bzw. muss ohnehin geistlich gedeutet werden.

Betrachten wir z.B. die Sendschreiben. Auch wenn der Vorsteher der jeweiligen Gemeinde hier ganz konkret von Gott beurteilt wurde und die Gemeinden individuell Gottesurteil über sie empfingen, so sollten wir uns doch zuerst persönlich fragen, und dann auch als Gemeinde: Trifft das Urteil auch auf mich zu?

Oder wenn ich an die Ermahnung an die Korinther denke: "Alles dies aber widerfuhr jenen als Vorbild und ist geschrieben worden zur Ermahnung für uns, über die das Ende der Zeitalter gekommen ist" 1. Korinther 10,11. Sollte diese Ermahnung nicht auch uns gelten?

In meiner früheren Gemeinde hörte ich sagen, während wir uns über das Wort Gottes austauschten, Paulus hätte damals den Frauen nicht gestattet zu lehren wegen der Christenverfolgungen, da besonders die Verkündiger des Wortes verfolgt wurden und er die Frauen davor bewahren wollte. Ich war noch sehr jung im Glauben und nahm diese Aussage zuerst so auf, aber mir war unwohl dabei.

Als ich mich selber mit dem Wort Gottes beschäftigte und 1. Tim 2,12-14 las: "Ich erlaube aber einer Frau nicht zu lehren, auch nicht über den Mann zu herrschen, sondern ich will, dass sie sich in der Stille halte, denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva; und Adam wurde nicht betrogen, die Frau aber wurde betrogen und fiel in Übertretung", da fiel mir auf, dass Paulus auf den Sündenfall verwies. Ich ging zu einem der predigenden Brüder, der sich besonders um die Jugend kümmerte, und teilte ihm das mit. Er meinte, dass meine Feststellung stimmte und Paulus die Begründung selber anführte.

So durfte ich schon früh lernen, wie gefährlich und falsch es sein kann, Aussagen und Anweisungen in der Schrift auf eine Bestimmte Zeit zu legen und für uns selbst für ungültig zu erklären.

José

Offline Drafi

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Re: Historisch-kritische Bibelauslegung?
« Antwort #6 am: 24 August 2013, 14:14:57 »
Natürlich muss man nicht alles glauben, was in der Bibel steht. Ich bin zwar auch für eine wörtliche Auslegung und stimme der theologischen Unfehlbarkeit der Bibel zu. Andererseits gibt es einfach historisch-kritische Exegeten wie Gerald Messadie. Andere haben die biblische Botschaft falsch im Kopf. Man kann ja niemanden Heide nennen, weil er sich verlesen hat und z. B. denkt: "Gott hat am ersten Tag die Pflanzen erschaffen".

Offline Roland

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Re: Historisch-kritische Bibelauslegung?
« Antwort #7 am: 25 August 2013, 23:04:28 »
Hallo Drafi,

an welche biblischen Inhalte glaubst Du denn nicht? Was genau verstehst Du unter dem Begriff "theologische Unfehlbarkeit"?

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!