Autor Thema: "Volxbibel"  (Gelesen 3409 mal)

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Offline Roland

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"Volxbibel"
« am: 06 Mai 2006, 21:34:27 »
Im Dezember 2005 erschien ein Buch auf dem deutschsprachigen christlichen Buchmarkt, das keinem gläubigen Christen gleichgültig sein kann, der den Herrn Jesus und das Wort Gottes liebt. Es handelt sich um die sogenannte „Volxbibel“ – eine Übertragung des Neuen Testaments in den Jargon der modernen „Jugendszene“. Dieses Buch wurde hauptsächlich von Martin Dreyer verfaßt, dem Begründer der „Jesus Freaks“, einer charismatisch geprägten Jugendbewegung. Es geht u.a. auf „Weissagungen“ zurück, die Dreyer von Charismatikern bekam und nach denen er wie Matthäus berufen sei, die Bibel den Menschen von heute neu zu vermitteln. Die „Volxbibel“ wurde ursprünglich vom R. Brockhaus Verlag für die Veröffentlichung vorbereitet und dort im Herbst 2005 für den Buchhandel angekündigt. Als immer mehr Proteste gegen dieses Buch aufkamen, wurde dafür ein eigener Verlag gegründet, um den Ruf des R. Brockhaus Verlages als „seriöser Bibelverlag“ nicht zu schädigen. Der „Volxbibel-Verlag“ ist aber unseres Wissens unter dem gemeinsamen Dach der „Stiftung Christliche Medien“ mit Brockhaus, Hänssler, Oncken, ERF und Bundesverlag zusammengeschlossen und z. T. auch personell verflochten.

Wir sind der Überzeugung, daß die „Volxbibel“ das Werk eines irreführenden Geistes aus dem Abgrund ist, und daß diese lästerliche gefälschte Bibel einen anderen Jesus bezeugt als den, der sich in der echten Bibel offenbart hat (2Kor 11,4). Durch ein solches verfälschtes Werk kann nach unserer Überzeugung niemand zum wahren Glauben an den Herrn Jesus Christus geführt werden. Der wahre Heilige Geist, der den Herrn Jesus Christus verherrlicht, wird sich niemals mit solchen unheiligen, schmutzigen Abartigkeiten verbinden. Es ist für uns undenkbar, daß jemand, der den Heiligen Geist in sich hat, solche Perversitäten verfassen könnte. Aber in der heutigen, an Irreführungen reichen letzten Zeit gibt es leider viele, die sich „wiedergeborene Christen“ nennen und gar nicht wirklich wiedergeboren sind. Wir müssen erleben, wie ein verkehrtes, falsches „Christentum“ ohne Gottesfurcht und Heiligkeit sich ausbreitet, geprägt von Weltlichkeit, Unreinheit und ungehemmter Selbstverwirklichung. Hier müssen sich die Geister scheiden.

Insbesondere sehen wir die große Gefahr, daß durch den Einsatz der „Volxbibel“ in der Jugendarbeit Verführung und Glaubenszerstörung unter christlichen Jugendlichen verbreitet wird. Wir rufen alle Verantwortlichen für die christliche Jugendarbeit ernstlich auf, dieses Machwerk nicht zu empfehlen oder einzusetzen, sondern davor zu warnen. Dasselbe gilt für Gemeindeälteste, Prediger und Verantwortliche in christlichen Werken.

Möge der Herr uns noch die Kraft geben, dem Bösen zu widerstehen und Sein heiliges Wort noch mutig zu bezeugen, auch durch die Verbreitung guter wortgetreuer Bibelausgaben! Möge der Herr noch viele aufwachen lassen, damit sie erkennen, was in der heutigen Zeit Not tut!

Deshalb lasst uns dafür beten, dass die "Volxbibel" vom Markt genommen wird und die Verantwortlichen Raum zur Buße finden. Lasst uns auch dafür beten, dass die "Volxbibel"-Leser keinen geistlichen Schaden davontragen.
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline kenny

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Re: "Volxbibel"
« Antwort #1 am: 15 September 2008, 15:33:23 »
Da muss ich Dir recht geben. Die Volxbibel hat eine doch sehr vulgäre Sprache. Abgesehen davon ist die Sprache der Jesus-Freaks auch nicht besonders schön. Sätze wie "Jesus, ich finde es geil, dass Du hier bist" oder "Ich finde es sche..e, dass ich gesündigt habe!" sind die REgel.

Darüber hinaus stehe ich der charismatischen Bewegung kritisch gegenüber: Sie fallen auf den Rücken, nicht aufs Angesicht, um anzubieten, ein Gegensatz zur Bibel. Ich bin auch nicht davon überzeugt, dass das Zungenreden echt ist: Es erinnert mich an Babylaute.
Jesus ist der Allergrösste!

Kampfzwerg

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Re: "Volxbibel"
« Antwort #2 am: 30 Oktober 2008, 11:40:56 »
Ja, die Volxbibel ist wirklich nicht gerade das Gelbe vom Ei. Ich gebe euch vollkommen Recht. Es gibt ja schon Übersetzungen, die - sagen wir einmal - leichter verständlich sind (zum Beispiel die Gute Nachricht oder die Hoffnung für Alle), wobei man dazu sagen muss, dass man auch hier des Öfteren Verse an Luther- oder Schlachterübersetzungen kontrollieren sollte. Vor Allem mit der Guten Nachricht habe ich da so meine Probleme. Dennoch finde ich diese Übersetzung für Jugendliche angemessen, zum besseren Verständnis schwieriger Bibeltexte. Also was soll dann bitte diese "Volxbibel"?! In Österreich habe ich auch schon Bekanntschaft mit der Übersetzung von Bibeltexten ins Österreichische bzw. Wienerische gemacht, es hies dort zum Beispiel: "Da Jesus und seine Haberer", wenn von Jesus und seinen Jüngern die Rede war. Was für Außenstehende witzig klingen mag, nimmt meiner Meinung nach Gott die Ehrfurcht, die ihm gebührt. Dieses Kuschel-Christentum, in dem der heilige Gott als Kumpel dargestellt wird, widerspricht sich meiner Meinung nach mit dem, was in der Bibel steht - denn die Bibel lehrt uns Ehrfurcht vor Gott, dem Gewaltigen und spricht davon, dass wir mit Verfolgung zu rechnen haben!

Was die Charismatiker betrifft - laut dem Prediger John Todd arbeiten die Charismatiker in den USA bereits mit Angehörigen der Wicca-Religion zusammen, besser bekannt als Hexer. Ob das wirklich stimmt weiß ich nicht, aber es würde mich nicht wundern, wenn John Todd Recht haben würde.
Aber auch ich habe schon einmal in Zungen gesprochen - aber nicht irgend welche brabbelnden, unverständlichen Worte. Gott hat mir die Worte in den Mund gelegt und ich konnte dabei zuhören, wie ich mit ihm sprach, also laut betete. Aber in meiner eigenen Sprache, also meinem Dialekt ;)

Kampfzwerg

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Re: "Volxbibel"
« Antwort #3 am: 30 Oktober 2008, 11:48:54 »
Mit "dieser Übersetzung" meine ich natürlich die Gute Nachricht Übersetzung, nicht dass man das falsch versteht!  :o