Autor Thema: 5. Mose 14, 21  (Gelesen 2143 mal)

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Usuhl62

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5. Mose 14, 21
« am: 06 Dezember 2006, 21:09:38 »
Ihr dürft keinerlei Aas essen, dem Fremden, der in deinen Toren lebt (wohnt), magst du es geben, daß er es ißt, oder du magst es einem Ausländer verkaufen, denn ein heiliges Volk bist du dem Herrn, deinem Gott.

Was hat dies zu bedeuten? Und dies steht in der Bibel, im Alten Testament.

Wird hier ein Charakterzug des Juden beschrieben (Geschäftemacherei)? Ich mache mir nichts vor, Antisemitismus gibt es bis heute, auch unter Christen!!

Ich frage mich allerdings bis heute, woher kommt denn dieser Judenhass unter den Völkern.

Gruß Usuhl62

Stefan

  • Gast
Re: 5. Mose 14, 21
« Antwort #1 am: 08 Dezember 2006, 00:19:52 »
Willkommen im Forum. Eine interessante Frage hast Du da aufgebracht.
Hier geht es nicht um Gammelfleisch, also um ernährungsphysiologisch bedenkliches Fleisch, sondern um Fleisch, das nicht den rituellen Vorschriften entsprach, also nicht ordnungsgemäß geschächtet und ausgeblutet war und damit nicht kosher (rein im rituellen Sinn). Die Juden, die unter Gesetz waren, durften es nicht essen, die Nationen, die nicht unter dem Gesetz waren, schon.
Das ist auch für uns im Neuen Bund lehrreich, denn es zeigt uns, daß für unterschiedliche Menschen unterschiedliche Maßstäbe gelten. Beispiel: Als Christ feiere ich natürlich nicht Weihnachten. Wenn aber ein Kunde zu mir kommt und will partout Weihnachtskarten gedruckt haben, dann bekommt er die auch, wenn er kein Christ ist. Er lebt ja im Bereich der Götzen / Dämonen, und eine Diskussion zum Thema Weihnachten würde ihn in dem Moment nicht voranbringen, weil da erst mal andere geistliche Grundlagen fehlen. Ich mache also genau das, was das Gesetz in der von Dir citierten Stelle sagt: Ich verkaufe dem Ausländer (also dem, der kein Bürgerrecht in Christus hat) sinnbildlich das Aas, das ich selbst nicht anrühre (Werbung mache ich freilich nicht dafür). Anders sähe das aus, wenn ein bekennender Christ zu mir käme mit dem selben Anliegen. Dem würde ich kein Aas verkaufen, weil der sonst mit meiner Hilfe ein falsches Zeugnis sein würde.

Herzliche Grüße, Stefan.