Autor Thema: Geburtstage in der Bibel  (Gelesen 1040 mal)

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Offline Jose

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Geburtstage in der Bibel
« am: 15 Dezember 2017, 19:34:00 »
Beitrag überarbeitet

Lehrt die Bibel, dass wir Geburtstage nicht feiern dürfen? In einem anderen Thread, wo es um Weihnachten ging, wurde gesagt:
Zitat
Wer Freude an Bibelarbeiten hat, soll doch einmal suchen, was die Bibel über das Geburtstagsfeiern meint. Es gibt drei Stellen, bei denen das vorkommt, zwei offene und eine versteckte.

Dann wurden auch die Bibelstellen erwähnt:
Eine Stelle ... steht in 1. Mose 40,20 und da feierte der Pharao seinen Geburtstag. Die zweite Stelle steht im Matthäus 14,6 mit Parallelstelle Markus 6,21 und da feierte Herodes seinen Geburtstag.

Die versteckte Stelle steht in Hiob 1,4 wo die Söhne Hiobs ihre Geburtstage feierten, mit der Folge von Hiob 1,13 wo es bei dem ältesten Sohn zur Katastrophe kommt.

In https://www.bibelkommentare.de/index.php?page=dict&article_id=1103 steht noch eine weitere Stelle, nämlich Prediger 7,1

Mit diesen Bibelstellen, und eventuell andere, möchte ich mich gerne beschäftigen. Sagen die Bibelstellen aus, dass Christen sich an ihren Geburtstag nicht besonders freuen dürfen oder wird es hineingelesen?

Und ist es eindeutig, dass die Kinder Hiobs reihum ihre Geburtstage gefeiert hatten?
« Letzte Änderung: 17 Dezember 2017, 15:08:34 von Jose »

Offline Jose

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Re: Geburtstage in der Bibel
« Antwort #1 am: 17 Dezember 2017, 15:09:42 »
Wie ist es eigentlich mit den Kindern Hiobs?

Ich habe gerade in der NeÜ gelesen und da heißt es:
4 Seine Söhne pflegten Gastmähler in ihren Häusern zu halten, wenn sie Geburtstag* hatten. Dann luden sie auch ihre drei Schwestern ein, um mit ihnen zu essen und zu trinken. 5 Immer wenn die Tage des Gastmahls vorbei waren, ließ Hiob seine Kinder holen und heiligte sie. Dann stand er früh am Morgen auf und brachte Gott für jeden von ihnen ein Brandopfer. Er sagte sich nämlich: "Vielleicht haben meine Kinder gesündigt und sich in ihrem Herzen von Gott losgesagt*. So machte es Hiob jedes Mal.

1,4: Geburtstag. Wörtlich: jeder an seinem Tag.
1,5: von Gott losgesagt. Wörtlich: Gott gesegnet. Das ist ein verhüllender Ausdruck und meint wie Hiob 2,5.9 das Gegenteil.

Zu den Kindern Hiobs:
Ich habe irgendwo gelesen, dass sie umgekommen sind als Gericht, weil sie gefeiert hatten. Das erkenne ich aus der Bibel nicht, sondern sie starben m.E. im Zusammenhang mit der Prüfung Hiobs.



Nachtrag

Ich halte fest:
  • Dass Geburtstage nur bei dem Pharao und Herodes erwähnt werden, muss nicht bedeuten, dass Christen es nicht dürfen.
  • Es ist nicht eindeutig klar, dass die Kinder Hiobs sich an ihren Geburtstagen zum Feiern trafen.
  • Selbst wenn sich die Kinder Hiobs zu einer Familienfeier trafen, muss es deswegen nicht verkehrt gewesen sein.

Gnu hatte auf Bibel-Lexikon verwiesen, dort heißt es:
Zitat
Einige meinen, dass die Söhne Hiobs, die „im Haus eines jeden ein Gastmahl an seinem Tag" machten, es an ihren Geburtstagen taten (Hiob 1,4.13). Wir lesen nicht, dass es bei den Israeliten einen solchen Brauch gab. Der Prediger sagt, dass der Tag des Todes besser sei als der Tag der Geburt (Pred 7,1).
Bibel-Lexikon

Kann es somit sein, dass für die Israeliten der Geburtstag einfach nicht wichtig war?
« Letzte Änderung: 17 Dezember 2017, 15:39:45 von Jose »

Offline Jose

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Geschichte… rund um den Geburtstag
« Antwort #2 am: 17 Dezember 2017, 16:14:12 »
Wer den unten angegebenen Artikel liest, wird sich vermutlich darin bestätigt sehen, dass Geburtstagsfeiern komplett abzulehnen sind, weil auch heidnischen Ursprungs…

Die Geschichte und Bräuche rund um den Geburtstag und die Geburtstagsgeschenke

Was heute so selbstverständlich erscheint und fester, traditioneller Bestandteil unseres Lebens ist, hat eine noch gar nicht so lange Geschichte: Den Geburtstag, den Jahrestag der Geburt zu feiern. Dem Geburtstagskind, egal ob tatsächlich noch Kind oder reifer Erwachsener, zu gratulieren und „Alles Gute“ zu wünschen, ihm eine Torte zu backen und selbstverständlich Geburtstagsgeschenke zu überreichen.

Weiterlesen…


Ich frage mich nur, was kommt als nächstes, wenn wir alles hinterfragen und nicht die Freiheit haben, etwas zu tun, wenn wir es mit aufrichtigem und gutem Gewissen mit Jesus tun.

Paulus schreibt: "Was nun das Essen von Götzenopferfleisch betrifft, wissen wir doch, dass es gar keine Götzen in der Welt gibt und keinen Gott, außer dem einen." 1. Kor 8,4. Ich verstehe diese Bibelstelle auch so, dass ich mir keine Gedanken darüber machen muss, was die früheren Sitten waren, z.B.
Zitat
Die Sitte der alten Griechen, den Geburtstag der Mondgöttin Artemis mit einem runden, mit Kerzen verzierten Kuchen zu feiern, wird als Ursprung für unseren Brauch der Geburtstagstorte gesehen.

Es ist sicherlich so, dass hinter dem Ursprung von vielen Bräuchen irgendwelche heidnische Überlegungen und Ängste zu finden sind. Aber, wenn ein Kind versucht alle Kerzen auf einmal auszublasen, müssen wir es nicht in Verbindung bringen mit einem Aberglauben, denn wir durften die Werke der Finsternis ablegen und die Furcht vor Götzen und Geistern überwinden.

Die wunderbare Botschaft im Zusammenhang mit der Geburt Jesu ist:
das Volk, das in der Finsternis wohnte, hat ein großes Licht gesehen, und denen, die im Land des Todesschattens wohnten, ist ein Licht aufgegangen« Mt 4,16

Darüber dürfen wir uns freuen und Gott von Herzen danken.