Autor Thema: Gemeindebau  (Gelesen 504 mal)

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Offline Martin frei

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Gemeindebau
« am: 29 November 2017, 17:44:25 »
 Gemeindebau nach Gottes Plan -
„Über die Gemeinde Laodizea“
(von Jakob Ruff-Meier)

Textwort: Offenbarung 3, 14-21
„Im Lichte des Geistes gibt uns der Herr eine tiefe Vision über seine überaus wichtige Antwort an die Gemeinde Laodizea; denn keine der andern Gemeinden ist vom Herrn derart unter das Gericht gestellt worden.
Ja, er droht ihr, sie aus seinem Munde auszuspeien, wenn sie nicht Buße tue und umkehre von ihren eigenen toten Werken, wenn sie nicht Gold von ihm kaufe, das im Feuer geläutert ist.
Ihr seid lau, sagt er zu dieser Gemeinde, und lau bedeutet: oberflächlich, gleichgültig. Dann spricht er zu ihr: Du bist reich und hast gar satt und bedarfst nichts!
Diese Seelen hatten also nur allein Augen und Ohren für ein äußerliches Christenleben. Sie suchten einen äußeren schönen Reichtum in einer kirchlichen Form oder in Segnungen und Gaben. Sie gingen ganz in frommen Veranstaltungen auf.
Der Herr aber sagt: Das Himmelreich ist inwendig in euch. Für einen inneren Aufbau, der für den Herrn die Hauptsache ist, brachten sie kein Verständnis auf.
So hatte sich diese Gemeinde, trotz des nach außen schön aufgestellten Baues, völlig von ihrem Herrn abgekehrt; deshalb trug es ihr das Urteil der Verwerfung ein.
Welcher Schrecken für diese Seelen, die dadurch irregeführt wurden!
Daher mahnt uns die hochwichtige Antwort des Herrn an diese Gemeinde zum Aufmerken, besonders weil wir heute sehen, dass es dem Feind ein dringendes Anliegen ist, die Gemeinden Gottes durch laue und lose Lehren zu zerstören.
Jede Lehre, und wenn sie noch so einen schönen und hohen Namen trägt, die nicht die Kreuzes- und Sterbenslehre des Apostels Paulus ist, grenzt an diejenige der Gemeinde Laodizea.
Der Herr ruft uns auf, diese ungeheure Gefahr zu erkennen, die heute allen Gemeinden und Gotteskindern droht. Er sagt selbst, dass sogar seine Auserwählten vor dieser Gefahr nicht verschont seien. Deshalb hat mich der Herr angehalten, noch weiter über Laodizea zu schreiben. Denn diese Gemeinde leuchtet der ganzen Christenheit als eine große Warnung entgegen, wie der Herr einst bei seinem Kommen abrechnen wird mit seinen Kindern, die sich einer solchen Lehre angeschlossen haben.
Der Herr gibt uns hierfür noch folgende Betrachtung: Zu dieser Gemeinde redet der Herr von einem Feuer. Wenn irgendwo Feuer ausbricht, so bekundet sich dieses vorerst durch die Entwicklung eines starken Rauches. Daran sehen wir, dass irgendwo Feuer vorhanden sein muss; aber dieses ist selbst noch nicht sichtbar. Es mottet erst, d.h. es kann sich noch nicht völlig frei entwickeln, weil es noch unter einem Druck steht. Es ist noch aufgehalten durch eine Menge Hindernisse.
Wenn sich aber dieses noch verborgene Feuer Raum schaffen kann, breitet es sich aus. Es fängt an, alle sich in erreichbarer Nähe befindlichen brennbaren Hindernisse zu verschlingen und tritt jetzt als eine hell lodernde Flamme auf. Die Folge davon ist, dass der Rauch mehr und mehr verschwindet, deshalb: Je heller das Feuer, umso weniger Rauch!
Die Lösung dieser Betrachtung ist ein Bild für das Wachstum einer Gemeinde Gottes.
In jedem Gotteskind und in jeder Gemeinde brennt ein verborgenes Feuer, denn wo der Herr ist, da erscheint er mit seinem Feuer. Das Feuer selbst ist aber lange nicht erkennbar, sondern es verrät sich nur durch den aufsteigenden Rauch.
Dieses verborgene Feuer ist Christus selbst, im Heiligen Geist, in seiner Kraft, in seinem Leiden und in seinem Sterben.
Der Rauch aber sind die Segnungen und Gaben, es ist das Singen, die äußere Erscheinung des Gottesdienstes, also das vor unsere Augen und Ohren tretende Leben im Reiche Gottes.
Was nun das Feuer so lange aufhält, durchzubrechen im menschlichen Herzen und in den Versammlungen, ist die alte, sündige, nur fromme Natur. Dieses Hindernis hält das Feuer lange Zeit unter Druck. So ist es die Aufgabe des Feuers, dasselbe zu durchbrechen, alles Brennbare zu vernichten und sich freien Weg zu schaffen für das neue Leben, für das Auferstehungsleben des Herrn selbst, welches für uns Friede und Freude im Heiligen Geist ist. Die Frucht dieses Feuers ist für uns das Leben in 1.Kor. 13, das da ist Liebe, Sanftmut, Demut und Geduld, ja, das Leben des Herrn selbst.
Gibt nun ein Gotteskind durch sein Mitleiden und Mitsterben diesem in seinem Herzen noch verborgenen Feuer Raum, so entfacht es sich zu einer hell auflodernden Flamme. Diese verbrennt nun noch alles, was ihr in unserem alten, sündigen Wesen im Wege steht.
Zu Laodizea spricht der Herr: ich rate dir, dass du Gold von mir kaufest, das im Feuer geläutert ist. So verlangt also der Herr für die Abgabe seines Goldes einen Kaufpreis. Deshalb sagt er: … dass du Gold von mir kaufest. Dieser Kaufpreis aber bedeutet nichts weniger als das Eingehen auf unser Ganzopfer.
Das Gold, von dem der Herr hier spricht, ist sein Geschenk, das er uns am Kreuz hinterlassen hat. Es ist sein Auferstehungsleben, von dem es heißt im Worte Gottes:
Wir sind mit ihm auferstanden und mit ihm in den Himmel versetzt. Aber dieses Gold muss vorerst an uns realisiert und geläutert werden, was aber nur geschehen kann durch unser Eingehen auf den Glaubensgehorsam.
So ist dieses Gold unser Erbrecht an der Herrlichkeit des Herrn, erworben durch sein Leiden und Sterben. Dieses Erbe kommt uns aber nur zu durch unser Mitleiden und unser Mitsterben.
Heute begeht der Großteil der Gotteskinder einen Diebstahl am Herrn, dadurch, dass sie nur das Erbrecht anziehen in seinen Verheißungen, den Kaufpreis dafür aber nicht bezahlen.
Wenn die Gotteskinder jedoch auf den Kaufpreis eingehen, so verändert sich auch ihr äußerer Gottesdienst und ihr inneres Leben, weil nun Christus selbst ihr Leben sein kann. Wohl bleibt dabei ihr äußerer Gottesdienst mit den Segnungen und Gaben bestehen; aber dieser ist jetzt für sie nicht mehr die Hauptsache.
Paulus spricht in 1.Kor. 12 von den geistlichen Gaben, weist aber mit Vers 31 auf einen köstlicheren Weg hin, der uns ein ganz neues Leben vor Augen führt, welches das herausgeborene Leben im Geiste ist, ein Leben in der Liebe und nicht mehr in der bloßen Sichtbarkeit, im nur äußeren Gottesdienst.
In Kapitel 13 schreibt er: Die Liebe höret nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhören werden und die Sprachen aufhören werden und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser Weissagen ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören.
Wir sehen also, dass nachdem uns das göttliche Feuer hat reinigen und läutern können, für uns das vollkommene Leben erscheinen kann, welches ist „Christus in uns“. Damit treten für uns die Gaben und Segnungen in den Hintergrund; denn nun steht der Geber selbst als die Hauptsache vor uns.
Die Offenbarung des Herrn an Laodizea zeigt uns, dass überall in den Versammlungen, wo die Lehre vom Kreuz und Sterben nicht verkündigt wird, der Rauch als Hauptsache auf den Leuchter gestellt wird, das ist, der Verlauf des äußeren Gottesdienstes und die Gaben. Wenn nun aber der Herr in seiner Herrlichkeit für seine Auswahl erscheinen wird, dann begegnet er nicht dem Schein der Gottseligkeit, sondern allein dem Wesen, d.h. er begegnet nur dem Geistesbau, den er hat aufrichten können in den Herzen seiner Kinder, die sich auserwählen ließen.
Liebe Geschwister, wenn wir heute den großen Abfall von der Wahrheit und Realität des wahren Lebens aus Gott mitansehen – von dem sogar die Auserwählten bedroht sind – so wollen wir uns doch warnen lassen, dass wir nicht auch dereinst als törichte Jungfrauen am Straßenrand zurückbleiben müssen. Als Mahnung stellt uns der Herr das Wort in Zephania vor Augen, wo es heißt: Ich will die stolzen Heiligen von dir tun, dass sie sich nicht mehr sollen überheben auf meinem heiligen Berge.
Und weiter spricht er: Ich will in dir lassen übrig bleiben ein armes, geringes Volk; die werden auf des Herrn Namen trauen.
Zu diesen Armen redet er in Ps. 113, 5-8 noch ganz besonders: Wer ist wie der Herr, unser Gott? der sich so hoch gesetzt hat und auf das Niedrige sieht im Himmel und auf Erden; der den Geringen aufrichtet aus dem Staube und erhöht den Armen aus dem Kot, dass er ihn setze neben die Fürsten, neben die Fürsten seines Volkes. So viele Gotteskinder erreichen heute das Ziel dieser Gottesherrlichkeit nicht, von der uns der Psalmist oben schreibt. Es geht ihnen viel zu lange, bis sie den Sieg erlangen, bis sie zum Auferstehungsleben des Herrn durchdringen können. Sie stehen ermüdet zurück oder wenden sich leichten und losen Lehren zu, und so fallen sie dann in die Hände des Verführers. Aber auch alle Knechte Gottes, die selbst nie zu einem neuen Leben in Christo Jesu durchgebrochen sind, sind Diener und Förderer der Lehre der Gemeinde Laodizea.
Sehen wir nun, warum uns der Herr diesen Vergleich mit Feuer und Rauch für die Beschaffenheit einer Christengemeinde gegeben hat? Der Rauch selbst hat keine Ewigkeitsbestimmung, sondern allein das Feuer mit seiner Frucht, welche der Herr hat schaffen können in den ihm hingegebenen Herzen.
Der Rauch bedeutet unseren äußeren Gottesdienst und geht nicht in die Herrlichkeit ein. Solches sehen wir bei der Gemeinde Laodizea, aber auch bei den törichten Jungfrauen.
Lieber Geschwister, was will uns der Herr damit lehren?
Setzen wir doch die für uns überaus wichtige Zukunft nicht aufs Spiel, indem wir auf Nebensachen abstellen. Anerkennen wir dankbar die vom Herrn geschenkten Gaben und Segnungen. Aber trachten wir um jeden Preis nach der Hauptsache, welche ist das himmlische Kleinod in Christo Jesu, der Geber aller Gaben selbst.
Der Rauch ist nur eine Begleiterscheinung des Feuers, aber nicht das Feuer selbst. Er hat nur die Bestimmung, dem Feuer Raum zu schaffen zu seiner Entwicklung – eben dazu sind uns die Gaben und Segnungen gegeben.
Die Gemeinde Laodizea hat allein auf den Rauch abgestellt, und deshalb hat sie ihr Gerichtsurteil vom Herrn empfangen. Und wie der Rauch vergeht, also vergehen auch alle unsere Segnungen und Gaben.
Welchen Schluss wollen wir für uns aus dieser Betrachtung ziehen? Richten wir unser ganzes Trachten auf das Leben selbst, welches ist das Leben aus Gott, damit der Herr unsere Herzen in sein Ebenbild verwandeln und uns dadurch seinem Auferstehungsleben zu führen kann.
Werfen wir unseren Glaubensanker aus in das Wort Gottes, und setzen wir alle Hoffnung auf den Anfänger und Vollender unseres Glaubens, von dem es heißt: Christus vermag uns zu bewahren und ohne Fehl vor das Angesicht seiner Herrlichkeit, unsträflich, mit Freuden, hinzustellen. Ja, der Name des Herrn sei hochgelobt!
Schließen wir mit den Worten des Psalmisten, der schreibt: Der Herr wird sein Volk nicht verstoßen noch sein Erbe verlassen. Denn der Herr hat Wohlgefallen an seinem Volk, er hilft den Elenden herrlich. Darum sollen die Heiligen fröhlich sein und preisen und rühmen auf ihren Lagern, ja, ihr Mund soll Gott erheben!
Liebe Geschwister, heute schreitet das an Christus gläubige Gottesvolk seinem hohen Ziele entgegen, wo es glaubt, vom kommenden Christus sein Erbe in Empfang nehmen zu können, dass er den Seinen für  ihr Durchhalten in den Leidensproben verheißen hat.
Dieses Gottesvolk besteht heute aus den Glaubensgemeinden Philadelphia und Laodizea in Offenbarung 3. Während nun die zu einer kleinen Herde zusammengeschmolzene Gemeinde Philadelphia, als ein armes, geringes Volk, im Tränental, auf dem schmalen Weg nach Matth. 7, 14 läuft, wo es durch Glauben und Geduld Stand hält in all seinen Nöten und Glaubensproben und auf diese Weise seinem hohen Ziele zueilt, wandert das ganze übrige Gottesvolk auf dem breiten Weg in stolzer Selbstsicherheit ebenfalls seinem Ziele zu.
Dieses letztere Gottesvolk besteht aus zwei Gruppen. Die eine Gruppe stellt ab und hofft auf Erfolg ihrer frommen Werke, die andere Gruppe auf ihre in Herrlichkeit empfangenen Segnungen und Gaben sowie auf ihre Glaubenswerke.
Doch über das Urteil dieser Gemeinden für ihre Glaubenslaufbahn gibt uns das Wort des Herrn in Offenbarung 3, 7-11 und Verse 14-21 genügend Auskunft.
Darum, liebe Geschwister, verlieren wir heute keine Zeit mehr, fliehen wir aus der Gemeinde Laodizea und eilen wir sterbensfreudig in die Reihen der Gemeinde Philadelphia, wo uns in Gemeinschaft mit diesen Seelen die herrliche Lebenskrone ausgeteilt wird, zu unserem ewigen Glück und Heil.“
Entnommen aus dem Buch „Die Vollendung der Gemeinde Christi durch das Kreuz“ von Jakob Ruff-Meier, Band II


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Re: Gemeindebau
« Antwort #1 am: 30 November 2017, 07:21:54 »
Hallo Martin frei,

die Gemeinde in Laodicea

Zitat
Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe.

Aber wir wissen ja er liebt alle wahren Gläubigen. Aber ist hier ein anderes Wort für lieben gemeint als in Kapitel eins Vers fünf (dem der uns liebt) wird dort nicht agape gebraucht und hier bei laodicea das andere Wort für lieben, das mehr das gern haben, wohlgefallen haben meint. Erzieht er dann diejenigen die nach seinem Geschmack sind (heiß/warm oder kalt statt lau). Sollten sie deshalb eifrig sein und buße tun, damit sie werden wie es ihm schmeckt und sie überführt und erzogen werden? Damit sie reich, bekleidet und sehend werden, statt arm blind und nackt? Sollten wir uns diese Fragen stellen?

Steht er nicht vor unserer jeder Tür klopft an und will mit uns essen?

Wenn doch die Gemeinde an sich nicht buße tun will so kommt er doch denke ich auf jeden einzelnen persönlich zu und will mit jedem einzelnen Mahl halten. Denn ich denke, dass die Verse 14 bis einschließlich 19 der Gemeinschaft gillt, das muss ich nicht auf mich persönlich anwenden, das muss(te) die Gemeindschaft zusammen auf sich nehmen. Für einen persönlich gillt aber das Wort in Vers 20.

« Letzte Änderung: 30 November 2017, 07:34:13 von Benutzername »