Autor Thema: Die Urgemeinde  (Gelesen 1849 mal)

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Offline Nico

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Die Urgemeinde
« am: 28 November 2017, 19:51:58 »
Wie war das vor 2000 Jahren eigentlich genau als der Heilige Geist die Gemeinde gründete und leitete?
Und wie sieht es heute aus?
Baut der Herr heute anders als früher?
Hat er dazugelernt mit den Jahren?
Oder hat der Zeitgeist, Menschengefälligkeit und Irrlehren eine Fantasiegemeinde erschaffen für die sich Gott eigentlich schämt?
Von Wunderkraft ist auf jeden Fall wenig zu sehen in den heutigen Gemeinden, was schwer darauf hindeutet, daß Gott nicht mehr viel damit zu tun hat, was dort geschieht.
Siehe auch den Dienst des Herrn Jesus.
Bauen wir eigentlich noch das Reich Gottes oder versuchen wir aus eigener Kraft etwas das nur Gott tun kann?
Wieviel Urgemeinde steckt eigentlich noch in der heutigen Gemeinde?
Wird der Herr seine Braut noch erkennen können, wenn er kommt um sie zu holen?




...des Herrn Augen durchlaufen die ganze Erde, um denen treu beizustehen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist...

Offline Roland

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Re: Die Urgemeinde
« Antwort #1 am: 28 November 2017, 21:17:14 »
Berechtigte Fragen, Nico.

Ich denke, dass das, was heute als "Gemeindebau" tituliert wird, hat nicht mehr viel mit der Gemeinde JESU zu tun.

Die Kirche hat GOTTES Weg zu dem Zeitpunkt verlassen, als sie anfing, Kirchen zu bauen. Es war die Geburtsstunde der Dombauhütten und Steinmetzbruderschaften, sprich: Freimaurer, die als Pflanzschule der Verschwiegenheit seither die Kirchen aus dem Hintergrund steuerten und ins Abseits führten.

Aber auch abgesehen davon sit dass Bauen von Kirchen und Gemeindehäusern meist der Anfang eines Abweges, der zurück ins Fleisch führt. Steintempel baute man im Alten Bund, weil man steinerne Herzen hatte.

Aber auch der fleischliche Christ des Neuen Bundes setzt Gemeindebau immer gleich mit Gemeindehausbau. Wenn sich heute 30 oder 40 Gläubige gefunden haben, meinen sie gleich, sich ein Zentralheiligtum errichten zu müssen, ohne das sie sich nicht versammeln könnten.

Die Beschäftigung mit Gemeindehäusern aber ist ein Ablenkungsmanöver des Teufels; das geistliche Anliegen der Erweckung wird erstickt und die Seelenrettung ins zweite Glied zurück gestellt.

Jetzt geht es mehr um Immobilien, Erschließung von Spendenquellen, Aushandeln von zinsgünstigen Darlehen und Gründung eines Vereins. Dadurch bekommt die gesamte Missionsarbeit eine völlig andere Ausrichtung. Der heilige Ernst der Bußpredigt weicht einer gefälligen Bettelpredigt auf TV-Niveau. Und wenn sie Straßenmission machen, kommen sie wie die Drückerkolonnen mit ihren Schriften in die Fußgängerzone, um Mitglieder und Zehntenzahler für ihre Gemeinde anzuwerben. Man baut nicht mehr am Tempel GOTTES, sondern am eigenen Gemeindehaus. Durch das Streben nach einer eigenen Gemeinde-Immobilie hat man  den Weg zu Macht und Größe eingeschlagen. Auf diesem Weg ist schon jede Erweckung zur toten Gebäudereligion erstarrt. Es ist immer derselbe Irrweg, den die katholische Kirche von Anfang an gegangen ist, und dem heute auch die Freikirchen bis hinab zur kleinsten Hinterhofgemeinde folgen.
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

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Re: Die Urgemeinde
« Antwort #2 am: 29 November 2017, 16:02:27 »
Die Urgemeinde. Eine Gemeinde der Gemeinden.
Gemeinschaft, Zusammenhalt. Ein Herz und eine Seele. Traurigkeit, Verfolgung. Herzzerreisend, niederschmetternd. Ja wie war es: Freut euch allezeit, ja sage ich euch freut euch.

Die damalige Gemeinde hatte es vortrefflicher als wir heute.

Offline Martin frei

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Re: Die Urgemeinde
« Antwort #3 am: 29 November 2017, 17:38:25 »
„Des Herrn Augen durchlaufen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf IHN gerichtet ist“(2.Chr.16, 9).
Ich denke, unser Herr Jesus Christus sehnt sich sehr danach, auch heute wieder Gemeinde nach dem Plan Gottes zu bauen. Da der allmächtige Gott sich niemals ändert, kann, will und wird er auch heute die Gemeinde nicht anders bauen, als vor mehr als 2000 Jahren. Das heißt, der Heilige Geist wird wieder wie damals Gemeinde bauen, leiten und gründen! Unser Herr sucht Jünger, die bereit sind, sich vom Heiligen Geist leiten zu lassen, die bereit sind, ein „Nichts“ zu werden
Ein sehr spannendes Thema!!!
In diesem Zusammenhang möchte ich das Buch von Arthur Katz sehr empfehlen: „Auf der Grundlage der Apostel, ein Ruf zur Erneuerung des apostolischen Lebensstils.“ Das erste Kapitel könnt Ihr kostenlos auf meiner Homepage (www.cafe-milchladen.de) runterladen.
Artur Katz sagt: „Das Wort apostolisch hat eine Kraft und Dringlichkeit, die uns an die Haltung des Herzens, den Geist und das Selbstverständnis erinnern, die vorherrschten, als die Gemeinde in ihrer vollen Herrlichkeit lebte. An ihrem Anfang war die Gemeinde apostolisch, und apostolisch muss sie auch bei ihrer  Vollendung sein.“

Offline Jose

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Re: Die Urgemeinde
« Antwort #4 am: 29 November 2017, 22:39:52 »
Lieber Nico, deine Frage bleibt wichtig bis Jesus wiederkommt. Was mich tröstet, ist, dass Jesus das Haupt der Gemeinde ist. Die Gemeinde gehört Ihm und die Pforten der Hölle werden die Gemeinde nicht überwältigen! Zur Gemeinde gehören alle, die durch Buße und Umkehr, Vergebung und Wiedergeburt erlebt haben. Sie haben neues Leben aus Gott empfangen und sind Gotteskinder. So war es damals und so bleibt es bis heute. Durch Gotteskinder baut Gott die Gemeinde.

Aber so wie damals die Gemeinde nicht vollkommen war, ist sie es auch jetzt nicht. Wenn wir das Neue Testament lesen, fällt uns auf, wie viel Not es von Anfang an gab. Denken wir an Hananias und Saphira (Apg. 5), denken wird an die schlimme Unzucht in Korinth (1. Kor. 5) und überhaupt den Zustand der Gemeinde in Korinth. Wir könnten fortfahren und z.B. die Galater erwähnen, die in Gefahr standen aus der Gnade zu fallen. Und was ist mit den Philippern, die dem Paulus Trübsal bereiten wollten in seinen Fesseln? Johannes erwähnt in seinem 3. Brief jemand, der gerne der Erste sein will. Die Liebe zur Welt wird manchem zum Verhängnis usw.

Solche Berichte gibt es viele in der Gemeinde des 1. Jahrhunderts und in den Sendschreiben stehen die Gemeinden fast durchweg nicht besser da, denken wir an die Aussagen Jesu: „Ich kenne deine Werke, dass du den Namen hast, dass du lebst, und bist tot“ (Offb 3,1), oder: „Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an“ (Offb. 3,20). Der Herr war nicht mehr in der Gemeinde, sondern draußen und begehrte Einlass.

Für den Herrn sind Seine Erwartungen an die Gemeinde des 21. Jahrhunderts die gleichen, wie an die Gemeinde des 1. Jahrhunderts. „Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit“ (Hebr. 13,8), Er hat sich nicht geändert. „Doch der feste Grund Gottes steht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt, die sein sind; und: Jeder, der den Namen des Herrn nennt, halte sich fern von der Ungerechtigkeit!“ (2. Tim 2,19), das galt damals und gilt heute.

Der Herr wird Seine Gemeinde entrücken, aus allen Nationen und von überall auf der Welt. Wir haben doch das Zeugnis der Schrift. „Dann werden zwei auf dem Feld sein, einer wird genommen und einer gelassen“ (Matthäus 24,40) und andere Ankündigungen. Nehmen wir es ernst? Es ist noch Gnadenzeit, noch ruft der Herr, noch baut ER Seine Gemeinde. Es ist wahr, dass auf diesem Gebiet viel Not ist, aber es ist nicht neu, weil Gott Seine Gemeinde mit Menschen wie du und ich baut.

Das tragische für mich seit vielen Jahren ist die Erkenntnis, dass es viele Gotteskinder gibt die sich hier auf Erden meiden und sogar nicht selten übel übereinander reden. Es gibt so viele selbstgemachte Spaltungen, die nicht sein müssten. Zwar sind manche Trennungen und Spaltungen auch aus Gehorsam zum Wort Gottes, aber dennoch sollten wir die anderen als Geschwister lieben, wenn auch sie Gotteskinder sind. Ja, auch wenn wir nicht in der gleichen Gemeinde sind, sollten wir uns doch von Gott zeigen lassen, wer ein Bruder bzw. eine Schwester ist und sollten uns im Herrn begegnen und lieben, so wie Jesus uns liebt. Das erwartet der Herr von uns. Lieben wir von Herzen die Geschwister in anderen Gemeinden oder besonders die in der eigenen Gemeinde bzw. im eigenen Hauskreis? Gehen wir Barmherzig mit den anderen um, wie Gott mit uns es schon so oft getan hat?

An der Liebe, die wir zueinander haben, wird die Welt erkennen, dass wir Gotteskinder sind (Joh. 13,35). Gott will uns gebrauchen als lebendige Glieder in Seiner Gemeinde, als lebendige Steine in Seinem Haus, die Gemeinde. Bis wir als unzählbare Schar vor Seinem Thron erscheinen werden. Für uns unzählbar, aber JESUS kennt jeden einzelnen, der Sein Opfer am Kreuz angenommen habt. „Ja, er liebt sein Volk! All seine Heiligen sind in deiner Hand; und sie folgen deinen Füßen, jeder empfängt von deinen Worten“ 5.Mose 33,3.

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Re: Die Urgemeinde
« Antwort #5 am: 30 November 2017, 06:49:50 »
Zitat
Wie war das vor 2000 Jahren eigentlich genau als der Heilige Geist die Gemeinde gründete und leitete?

Hallo Nico,

er gründete und leitete sie.

Zitat
Und wie sieht es heute aus?

Auch heute gründet und leitet er (Jesus) sie.

Zitat
Hat er dazugelernt mit den Jahren?

Nein, dass brauch er nicht.

Zitat
Baut der Herr heute anders als früher?

Nein

Zitat
Oder hat der Zeitgeist, Menschengefälligkeit und Irrlehren eine Fantasiegemeinde erschaffen für die sich Gott eigentlich schämt?
Von Wunderkraft ist auf jeden Fall wenig zu sehen in den heutigen Gemeinden, was schwer darauf hindeutet, daß Gott nicht mehr viel damit zu tun hat, was dort geschieht.

Die Frage ist doch was ist seine Gemeinde. Nicht jeder der Herr, Herr sagt wird auch in das ewige Reich aufgenommen werden. Wollen wir auf Gemeinden (Gebäude) auf äußerliches schauen oder auf das inwendige. Schaue nicht auf das äußere sondern auf das inwendige der Menschen, nur hier findest du seine Gemeinde. Das äußere kann jeder Nachahmen und doch nicht inwendig verändert sein.

Zitat
Wieviel Urgemeinde steckt eigentlich noch in der heutigen Gemeinde?

Ich denke es ist wichtig auf sich selbst zu schauen. Wieviel Jesus steht in mir? Vieviel unverdiente Güte habe ich. Friede und Freude?

Zitat
Wird der Herr seine Braut noch erkennen können, wenn er kommt um sie zu holen?

Er kennt die seinen.

Zitat
Bauen wir eigentlich noch das Reich Gottes oder versuchen wir aus eigener Kraft etwas das nur Gott tun kann?

Das Reich Gottes ist inwendig in uns. Gerechtigkeit, Friede und Freude durch den Heiligen Geist der uns gegeben worden ist in Fülle.
 
Amen

Offline Nico

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Re: Die Urgemeinde
« Antwort #6 am: 30 November 2017, 12:34:30 »
Die Urgemeinde ist für mich die Blaupause die wir
auf unsere Gemeinden auflegen müssen. Dabei
ist die gesamte Lehre des NT zu beachten.
Mir ist wichtig zu unterscheiden zwischen der Gemeinde
und unerer persönlichen Beziehung zu Gott, obwohl
dies zusammengehört. Trotzdem hat die Gemeinde
eine sehr wichtige Aufgabe. Was mir vor allem auffällt ist
der Unterschied wie Gott am Anfang mit Wundern
mitwirkte. Ich glaube daß viel im Argen liegt im Gemeindebereich.
Wir sollten kritisch mit den Gemeinden sein. Wenn es in
einigen ersten Gemeinden schlechtes Verhalten gab darf das nicht unser
Fehlverhalten irgendwie „entschuldigen“, Im Gegenteil.
Immer wieder in der Geschichte Gottes gab es Zeiten in denen
einzelne Menschen großes mit Gott erlebt haben weil sie in seinem
Willen waren. Ich glaube die Gemeinde ist nicht in diesem Willen.
Ich glaube sogar die Gemeinde würde den Herrn genau so wie die
Pharisäer heute auch ablehnen wenn nicht schon alles vollbracht wäre.
...des Herrn Augen durchlaufen die ganze Erde, um denen treu beizustehen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist...

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Re: Die Urgemeinde
« Antwort #7 am: 30 November 2017, 12:54:01 »
Hallo Jose

Zitat
oder: „Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an“ (Offb. 3,20). Der Herr war nicht mehr in der Gemeinde, sondern draußen und begehrte Einlass.

Wie im anderen Thread beschrieben, denke ich, dass es sich hier um einen Aufruf an jeden Einzelnen geht nicht wie vorher im Sendschreiben an die ganze Versammlung. Es würde sich auch mit der Aussage an die Gemeinde in Ephesus widersprechen hier spricht der Herr, dass er inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt. Er ist also auch innerhalb von Laodicea gewandelt, nur war ihr Zustand heruntergekommen.

Lieber Gruß
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Offline Martin frei

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Re: Die Urgemeinde
« Antwort #8 am: 30 November 2017, 14:00:25 »
Hallo Nico,
„ … des Herrn Augen durchlaufen die ganze Erde, um denen treu beizustehen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist. …“  Ich glaube, dass Gott sich sehr danach sehnt, Menschen zu finden, die bereit sind, ihr eigenes Leben aufzugeben, auf alle Rechte zu verzichten, ja ein Nichts zu werden, und sich völlig ihrem Herrn auszuliefern. Er sucht Menschen die bereit sind, sich ganz dem Willen Gottes in allem unterzuordnen und zu warten bis sie gesendet werden. Die Gemeinde am Anfang war herrlich und die Gemeinde wird noch herrlicher sein, wenn unser Herr Jesus Christus wiederkommt.
Lieber Gruß Martin

Offline Jose

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Re: Die Urgemeinde
« Antwort #9 am: 30 November 2017, 14:28:54 »
Hallo Benutzername.
Ich hatte deine Meinung dazu gelesen, aber ich verstehe persönlich die Worte des Herrn so, dass sie an die ganze Gemeinde gerichtet sind. Vorrangig an den Leiter der Gemeinde aber letztlich natürlich an alle. Deswegen sagt der Herr auch: „Wer immer auf meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich einkehren und das Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir“ (Offb 3,20). Ob man dann noch in der Gemeinde ist oder nicht mehr, darauf geht das Wort nicht ein. Wir haben ja heute die Situation, dass es viele Gemeinde gibt und wir entscheiden können, ob wir in „Laodizea“ bleiben oder eine Gemeinde suchen wie „Philadelphia“.

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Re: Die Urgemeinde
« Antwort #10 am: 30 November 2017, 14:36:46 »
Hallo Jose, das Anklopfen geschieht nicht an die Gemeinde an sich sondern an jeden persönlich, deswegen sagt er ja auch, das derjenige der ihm öffnet... Es können ihm also auch mehrere Personen öffnen. Wäre es an die Gemeinde als Gesamtkonstrukt gerichtet wäre es nur eine Tür die ihm geöffnet werden könnte. Es geht also um jeden persönlich. In den Versen vorher geht es aber wiederum um die Gemeinde als Gesamtkonstrukt an sich, was ja klar aus den Versen erkennbar ist.

Offline Jose

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Re: Die Urgemeinde
« Antwort #11 am: 30 November 2017, 16:28:31 »
Vielleicht ist im Zusammenhang mit diesem Thread auch dieses Thema interessant:
Und Ihre Lampen verloschen

Ob die Gemeinde des Endes herrlicher sein wird als am Anfang, wie es Martin sagte? Und wie ist es gemeint? Ich kenne keine Bibelstelle, die darauf schließen lässt, dass die Gemeinde der Endzeit Gott hingegebener sein wird als in der Anfangszeit. Aber ich staune über Zeugnisse darüber, wie Gott z.B. in islamischen Ländern sich in Träume und Visionen Menschen offenbart und zum Glauben führt. Oftmals müssen diese Neubekehrten bald danach mit ihrem Leben ihre Hingabe an Jesus bezahlen. Auch das ist Gemeinde, weit weg von den Streitigkeiten und menschliche Spaltereien zwischen Gläubigen, wie ich sie hier in Deutschland schon oft erlebt habe und leider sogar beteiligt war. Die erwähnten Märtyrer gehörten sicherlich nicht zu den törichten Jungfrauen.

Wären eigentlich auch wir bereit, unter Lebensgefahr unseren Glauben zu bezeugen? In eine Predigt hörte ich heute die Frage, was uns wohl wichtig sein würde, wenn wir wüssten, dass in 5 Jahren Christenverfolgung bei uns sein wird. Wie würden wir uns darauf einstellen, was wäre uns wichtig? Wir wissen nicht, was noch auf uns zukommen wird. Dann wird Gemeinde auch anders offenbar werden.

Offline Nico

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Re: Die Urgemeinde
« Antwort #12 am: 30 November 2017, 18:57:24 »
Verse die mir in der Zeitgeistgemeinde sehr zu kurz kommen:

„Wie ist es nun, ihr Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder von euch etwas: einen Psalm, eine Lehre, eine Sprachenrede, eine Offenbarung, eine Auslegung; alles lasst zur Erbauung geschehen!“
1. Kor.14,26
Das sieht doch eher so aus; wenn ihr zusammenkommt, so hat einer von euch alles...
Und wie bitte? Eine Sprachenrede???

„Propheten aber sollen zwei oder drei reden, und die anderen sollen es beurteilen.“
1. Kor.14,29

„Da sprach Petrus: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazareners, steh auf und geh umher!“
Apg.3,6

„Und Stephanus, voll Glauben und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk.“
Apg.6,8

„Und Gott wirkte ungewöhnliche Wunder durch die Hände des Paulus, sodass sogar Schweißtücher oder Gürtel von seinem Leib zu den Kranken gebracht wurden und die Krankheiten von ihnen wichen und die bösen Geister von ihnen ausfuhren.“
Apg.19:11-12

„Und meine Rede und meine Verkündigung bestand nicht in überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit beruhe, sondern auf Gottes Kraft.“
1. Kor. 2:4-5
« Letzte Änderung: 30 November 2017, 19:03:24 von Nico »
...des Herrn Augen durchlaufen die ganze Erde, um denen treu beizustehen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist...

Offline Nico

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Re: Die Urgemeinde
« Antwort #13 am: 30 November 2017, 19:25:15 »
Hallo Martin,
was du schreibst und lebst wie ich über deine Webseite ein wenig erfahren konnte, spricht mich sehr an. Ich bin so froh daß es noch Geschwister wie dich in Deutschland gibt. Möge der Herr deine Sicht der Dinge auch in vielen anderen Gläubigen aufleuchten lassen.
Ich hoffe im Herrn, daß Gott uns viele vollmächtige Apostel, Propheten, Lehrer, Hirten und Evangelisten schenkt, die in den Fußspuren der Wahrheit, Liebe und Kraft etwas verändern...
Gruß zurück
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Offline Martin frei

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Re: Die Urgemeinde
« Antwort #14 am: 30 November 2017, 21:38:59 »
Hallo Jose,
eine Bibelstelle dazu kenne ich auch nicht. Vor einiger Zeit hörte ich eine Predigt dazu mit dieser Aussage. Arthur Katz schreibt dazu: „Wahrscheinlich ist es einer der größten Mängel der Gemeinde, dass wir nur allzu leicht mit Worten und formellen Glaubensbekenntnissen zufrieden sind, ohne dass diese  Aussagen einen Widerhall in der erlebbaren Realität hätten. Wir sind betrogen und werden auch andere betrügen, wenn wir weiter damit zufrieden sind, Wahrheiten nur in Worten auszudrücken. Gott ist real – Er ist der Gott der Wirklichkeit. Es kann Ihm niemals ausreichen, dass wir formell bestimmten Lehraussagen zustimmen. Er wartet auf die Anwendung und die Realisierung dieser Wahrheiten. Eine Gemeinde mit apostolischen Grundlagen ist eine Gemeinschaft von Menschen, deren zentrale Motivation für Leben und Dienst darin besteht, radikal und mit unbedingte Eifer für die Ehre und Herrlichkeit Gottes zu wirken.“
Meine Sehnsucht ist es, dass mir der Herr Jesus Christus wichtiger als alles andere in meinem Leben wird. Wichtiger als mein Name, mein Ruf, meine Karriere, meine Familie und meine Kinder, meine Finanzen, mein Haus und alle irdischen Schätze, mein Leben und meine Gesundheit. Mein Wunsch ist es ein „Nichts“ zu werden. Ich möchte lernen, dass ich „Nichts“ ohne meinen Herrn tun kann. Ich möchte mich erst bewegen, wenn sich die „Wolke“ bewegt, wenn der Heilige Geist mir den Auftrag dazu gibt. So möchte ich weiter lernen, völlig abhängig von meinem Herren zu werden, mich von der Nahrung zu ernähren, mit der sich der Herr Jesus auch ernährt hat – nämlich den Willen seines Vaters zu tun.  So bin ich sehr glücklich, dass ich in seiner Heiligungsschule sein darf.
Eph. 5,27 „auf dass er sie sich selbst darstellte als eine Gemeinde, die herrlich sei, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern dass sie heilig sei und untadelig.“ Wunderbares Wort Gottes!
Der Heilige Geist baut und leitet Gemeinde, meine Sehnsucht ist es, dass er mich gebrauchen kann.
L.G. Martin