Autor Thema: Jakob Tscharntke e.V.  (Gelesen 931 mal)

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Offline Jose

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Jakob Tscharntke e.V.
« am: 02 Oktober 2017, 11:56:40 »
Vor einigen Tagen wurde mir ein Büchlein zugeschickt mit zwei Predigten von Jakob Tscharntke, Pastor in einer Evangelischen Freikirche in Riedlingen: „Der Christ und der Fremde“, gehalten am 4. 10. 2015, und „Wie gehen wir als Christen mit der Zuwanderungsproblematik um“, gehalten am 11.10. 2015. Diese Predigten fanden viel Beachtung und lösten viele Diskussionen aus.

In diesem Thread geht es mir, auch wenn es schon etwas länger her ist, um die Aussagen dieses Predigers. Auf ihn wurde ich schon vor längerer Zeit hingewiesen, hatte mich aber nicht mit seinen Aussagen zur Flüchtlingsthematik beschäftigt, die ich im Wesentlichen ablehne als Verschwörungstheorien und auch Angstmacherei.

An Angstmacherei dachte ich z.B. bei dem theoretischen Beispiel, was geschehen würde wenn jemand in seinem 100 qm Haus 200 Menschen unterbringen würde (wobei er 10.000 Menschen eingeladen hatte). Das ist in meinen Augen absolut unseriös.

Zitat
Nehmen wir an, ich habe ein schönes nettes Einfamilienhaus mit 100 m² Wohnfläche samt Garten, 1 Bad, 1 Toilette, 1 Fernseher und 2 Liegestühlen. Nun gibt es in meinem Umfeld 10 000 Notleidende, die ich alle als Christ von Herzen liebe. Also lade ich sie ein, bei mir zu wohnen, und sie an dem, was Gott mir geschenkt hat, teilhaben zu lassen. 200 von ihnen kommen tatsächlich. Ich bin begeistert. Ich liebe diese Menschen. Ich will ihnen helfen. Jetzt sind sie da. Super!!!

Ich bekomme sie auch alle in meinem Häuschen unter, eng nebeneinandergestellt oder 3lagig übereinanderliegend gestapelt. Platz ist schließlich in der kleinsten Hütte! „Wir schaffen das!“
Bald aber wird’s im Wohnzimmer laut: 50 streiten sich vor dem Fernseher, welches Programm angeschaut werden soll. Die ersten werden schon handgreiflich. Auch vor der Toilette gibt es Rangeleien, weil 15 gleichzeitig dringend „müssen“. In der Küche versuchen derweil 25 meiner Gäste mit 5 Töpfen und 3 Pfannen auf meinem 4-Plattenherd 15 verschiedene Nationalgerichte zu kochen. Die ersten Scheitel werden gerade mit Hilfe meiner Pfannen neu gezogen. In den Schlaf- und Gästezimmern herrscht Gekreische, Füßestampfen und die ersten Messer werden gewetzt, weil der Verteilkampf um mein Bett, die Gästecouch und zwei Luftmatrazen eingesetzt hat. Schließlich naht die Nacht!

Ich brauche dringend frische Luft. Nichts wie raus in die stille Beschaulichkeit meines Gartens. Dort fliegen schon die Fäuste. Meine Zaunlatten und Gartenpfosten werden als Waffen geschwungen. In einer Ecke sehe ich, wie einer den Hahn seines Revolvers spannt. Denn die 75, die gerade nicht am Fernseher, in der Küche, vor der Toilette sowie im Schlaf- und Gästezimmer am Klären ihrer Bedürfnisse sind, die „klären“ gerade, wer von ihnen es sich auf den zwei Liegestühlen im Garten bequem machen darf.

Wir könnten das Szenario noch zwei Wochen oder auch 4 Monate gedanklich fortsetzen. Versetzt Euch möglichst mitfühlend in die Lage des liebevollen und gastfreundlichen Hausherrn! Und stellt Euch vor: in den kommenden Wochen stellen sich von den eingeladenen 10000 Notleidenden noch weitere 500 ein …!

Quelle

Was haltet ihr von diesen Aussagen, wenn ihr nur das erwähnte Beispiel bedenkt?


Was ich auch gesehen habe, ist dass es ein
Netzwerk bibeltreuer Christen
gibt und wunderte mich über den Namen des Vereins:
Jakob Tscharntke e.V.

Was mich außerdem überraschte, auch wenn ich das Angebot grundsätzlich gut finde, ist, dass auf der Webseite auch Werbung gemacht wird für Urlaub an der Algarve, in einem schönen Anwesen: hier. Wenn dieses Anwesen als Beispiel genommen worden wäre, um dort Flüchtlinge unterzubringen, wäre das vielleicht glaubwürdiger gewesen. Aber 10.000 einzuladen in einem 100 qm Haus zu wohnen, ist unseriös und auch nicht die Situation, die wir in Deutschland haben.