Autor Thema: Was mich so beschäftigt...  (Gelesen 2326 mal)

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Offline Nico

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Was mich so beschäftigt...
« am: 06 Mai 2017, 19:09:11 »
Hallo Geschwister im Herrn, mir ist bewußt daß ich Themen anschneide die schon oft im Forum besprochen wurden, ich bin daher sehr dankbar wenn auf diese Beiträge gerne verwiesen wird. Danke. Zu einem Punkt der mir wichtig ist. Die Gemeinde. Es gibt ja leider ca. 30000 Gemeinderichtungen. Weiß nicht genau aber es sind ne Menge. Nun frage ich mich ob es dabei eine Richtung gibt, die wirklich alles was Gott sich wünscht auslebt. Z.B. Gibt es etwas wie in der Urgemeinde, daß Geschwister aus Liebe zu Gott ein Grundstück verkaufen und das Geld zur Verfügung stellen?(auch wenn das zur Folge haben kann, daß sie dann von anderen Geschwistern finanziell abhängig werden) Gibt es Apostel die Lahme heilen?(Petrus, Johannes vor dem Tempel) Gibt es Zungenrede und Auslegung? Wunder? Gibt es Krankengebet von Ältesten und geheilte Gläubige?(nach Sündenbekenntnis falls nötig?) Oder ordnen sich Frauen in der Gemeinde dem Mann unter wie die Gemeinde sich Christus unterordnet? Wird das Wort Gottes richtig gelehrt? Ich denke, wenn Christus zur Entrückung ruft, werden sehr wenige bereit sein(daß es auch gar nicht auffällt), weil die Wahrheit gar nicht richtig gelebt wird. Warum sind die Gottesdienste so berechenbar? Wenn Christus in jedem von uns lebt und wir den Geist des Vaters mit ihm teilen, warum teilt er dann nicht mehr durch jeden einzelnen mit? Ist der Raum dazu da? Oder ist das nicht der Wille Gottes, daß alle etwas von ihm empfangen haben um es zur Ermutigung...weiterzugeben? Wo ist die Kraft Gottes in der Gemeinde? Wird die Gemeinde vor falschen Brüdern bewahrt? Was würde Paulus heute sagen, tun? In welche Gemeinde würde er gehen? Ich denke er würde rotieren, müsste er die heutige Gemeinde sehen! Was denkt ihr?
...des Herrn Augen durchlaufen die ganze Erde, um denen treu beizustehen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist...

Offline Jose

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Re: Was mich so beschäftigt...
« Antwort #1 am: 06 Mai 2017, 20:46:32 »
Lieber Nico.
Das ist ein sehr interessantes und wichtiges Thema und es beschäftigt mich bis heute. Vor einigen Monaten habe ich deswegen auch den Beitrag geschrieben: Ein Herz und eine Seele. Wir blicken gerne zurück auf das sogenannte Urchristentum, vergessen aber dabei oft, das es schon damals, und zwar sehr bald, große Not und Prüfungen gab. Wir lesen einiges davon in der Apostelgeschichte, in den Briefen und dann in der Offenbarung in den sieben Sendschreiben.

Ich denke, dass für Paulus es das größte Problem wäre, dass er im Grunde keine Gemeinde finden würde, der er sich anschließen würde und anschließen könnte, weil jede Gemeinde ihre Besonderheiten hat. Ich gehöre seit vielen Jahren zu einer Gemeinde, besuche zurzeit aber mehr oder wenig regelmäßig zwei andere Gemeinden auch, wenn es möglich ist. Für mich wäre es das schönste, wenn unterschiedliche, aber biblische Gemeinden, voneinander lernen könnten und einander ermuntern würden, gemeinsam dem Herrn treu zu folgen.

Vor Jahren hatte ich auch den Beitrag geschrieben: Die Gemeinde Jesu. Es gibt auch heute solche Gemeinden, aber schnell finden wir wieder Abgrenzungen zu anderen Gemeinden, die es ebenso ernst und aufrichtig meinen.

Was am Ende traurig ist, ist wenn Christen sich überhaupt keine Gemeinde mehr anschließen. Wobei ich Verständnis dafür habe, wenn es in der Nähe keine biblische Gemeinde gibt. Dennoch sollte jeder Christ zu Gott um Gemeinschaft mit anderen Christen bitten. Ich bin überzeugt, dass es Gott schenken will. Vielleicht interessiert dich in diesem Zusammenhang auch der Thread: Christen ohne Gemeinde?

Gottes Segen,
José

Offline Nico

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Re: Was mich so beschäftigt...
« Antwort #2 am: 12 Mai 2017, 22:54:57 »
Hallo liebe Geschwister, kennt ihr Johannes Hartl und oder seine Gebetshaus Bewegung?
Es gibt jetzt auch ein Gebetshaus hier in Pfozheim und ich weiß nicht was ich davon halten soll.
Ich hoffe ihr könnt mir Hilfestellung geben, danke!
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Offline Nico

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Re: Was mich so beschäftigt...
« Antwort #3 am: 21 Mai 2017, 16:20:03 »
1.Joh.2,15-17:LIEBT NICHT DIE WELT NOCH WAS IN DER WELT IST! WENN JEMAND DIE WELT LIEBT, IST DIE LIEBE DES VATERS NICHT IN IHM; DENN ALLES, WAS IN DER WELT IST, DIE LUST DES FLEISCHES UND DIE LUST DER AUGEN UND DER HOCHMUT DES LEBENS, IST NICHT VOM VATER, SONDERN IST VON DER WELT. UND DIE WELT VERGEHT UND IHRE LUST; WER ABER DEN WILLEN GOTTES TUT, BLEIBT IN EWIGKEIT.

Was für ein Vorrecht, daß wir Gottes Kinder sein dürfen. Laßt uns alles daran setzen den Willen des Vaters zu tun. Alles andere ist nichts wert im Vergleich dazu.

Pred.2,11: UND ICH WANDTE MICH HIN ZU ALL MEINEN WERKEN, DIE MEINE HÄNDE GEMACHT, UND ZU DER MÜHE, MIT DER ICH MICH ABGEMÜHT HATTE. UND SIEHE, DAS ALLES WAR NICHTIGKEIT UND EIN HASCHEN NACH WIND. ALSO GIBT ES KEINEN GEWINN UNTER DER SONNE.

Dagegen:

Offenb.2,7: WER ÜBERWINDET, DEM WERDE ICH ZU ESSEN GEBEN VON DEM BAUM DES LEBENS WELCHER IN DEM PARADIES GOTTES IST.

Offenb.2,11: WER ÜBERWINDET, WIRD KEINEN SCHADEN ERLEIDEN VON DEM ZWEITEN TOD.

Offenb.2,17: WER ÜBERWINDET, DEM WERDE ICH VON DEM VERBORGENEN MANNA GEBEN; UND ICH WERDE IHM EINEN WEIßEN STEIN GEBEN UND, AUF DEN STEIN GESCHRIEBEN, EINEN NEUEN NAMEN, DEN NIEMAND KENNT, ALS WER IHN EMPFÄNGT.

Offenb.2,26-28: WER ÜBERWINDET UND MEINE WERKE BIS ANS ENDE BEWAHRT, DEM WERDE ICH MACHT ÜBER DIE NATIONEN GEBEN; UND ER WIRD SIE HÜTEN MIT EISERNEM STAB, WIE TÖPFERGEFÄßE ZERSCHMETTERT WERDEN, WIE AUCH ICH VON MEINEM VATER EMPFANGEN HABE; UND ICH WERDE IHM DEN MORGENSTERN GEBEN.

Offenb.3,5: WER ÜBERWINDET, DER WIRD SO MIT WEIßEN KLEIDERN BEKLEIDET WERDEN, UND ICH WERDE SEINEN NAMEN AUS DEM BUCH DES LEBENS NICHT AUSLÖSCHEN UND SEINEN NAMEN BEKENNEN VOR MEINEM VATER UND VOR SEINEN ENGELN.

OFFENB.3,12: WER ÜBERWINDET, DEN WERDE ICH IM TEMPEL MEINES GOTTES ZU EINER SÄULE MACHEN, UND ER WIRD NIE MEHR HINAUSGEHEN; UND ICH WERDE AUF IHN SCHREIBEN DEN NAMEN MEINES GOTTES UND DEN NAMEN DER STADT MEINES GOTTES, DES NEUEN JERUSALEM, DAS AUS DEM HIMMEL HERABKOMMT VON MEINEM GOTT, UND MEINEN NEUEN NAMEN.

Offenb.3,21: WER ÜBERWINDET, DEM WERDE ICH GEBEN, MIT MIR AUF MEINEM THRON ZU SITZEN, WIE AUCH ICH ÜBERWUNDEN UND MICH MIT MEINEM VATER AUF SEINEN THRON GESETZT HABE.
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Offline Jose

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Re: Gebetshaus
« Antwort #4 am: 28 Mai 2017, 18:45:41 »
Hallo liebe Geschwister, kennt ihr Johannes Hartl und oder seine Gebetshaus Bewegung?
Es gibt jetzt auch ein Gebetshaus hier in Pfozheim und ich weiß nicht was ich davon halten soll.
Ich hoffe ihr könnt mir Hilfestellung geben, danke!

Hallo Nico.
Davon hatte ich noch nicht gehört. Das, was ich im Internet dazu finde, überzeugt mich nicht. Scheint sehr auf finanzielles Geschäft abzuzielen, wenn ich mir z.B. den Shop anschaue. Um Spenden wird auch ziemlich geworben.

Im Trailer auf youtube wurde gesagt, dass man nicht Christ sein muss. ich frage mich nur, wer betet und zu wem? Es wird 24/7, d.h 24 Stunden und 7 Tage die Woche gebetet, als ob es auf die Gebetsdauer ankäme.

Das Ganze ist zudem sehr ökumenisch. Unter MITARBEITEN ist zu lesen:

Zitat
Wer kann mitarbeiten?

Junge Menschen, alte Menschen und solche dazwischen, Familienväter und berufstätige Frauen, Rentner und Studenten. Angehörige aller christlichen Konfessionen und verschiedener Frömmigkeitsstile. Stille Beter, laute Musiker, begeisterte Fürbitter oder ruhige Betrachter. Einzige Kriterien: Bereitschaft, verbindlich bestimmte Gebetsschichten zu übernehmen und ökumenische Offenheit (das bedeutet: für uns ist es OK, wenn Sie evangelisch, orthodox, evangelikal, baptistisch oder was auch immer sind, so lange es für Sie OK ist, dass Mitarbeiter und Leiter des Gebetshauses zu einem großen Teil charismatische Katholiken sind)

Quelle


Ich kann nur dringend davon abraten!

Offline Nico

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Re: Was mich so beschäftigt...
« Antwort #5 am: 25 Juni 2017, 11:34:01 »
Danke Jose, das bestätigt auch meinen Eindruck.
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Offline Nico

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Re: Was mich so beschäftigt...
« Antwort #6 am: 25 Juni 2017, 12:01:58 »
David war Musiker, er hatte die Begabung die Zither zu spielen und nutzte sie im Dienst am Hof des Königs Saul. Das war eine weltliche Arbeit, wie z.B. Mundschenk des Königs. Musik ist etwas Gutes, das den Menschen hilft.
Später brachte er sein Talent auch in den Gottesdienst mit ein. Psalm 150 zeigt wie vielfältig dieser Einfluß war. Wenn wir Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten(Joh.4,23+24), wie David es tat, können wir jedes nur mögliche Instrument dazu verwenden, Gott sieht unser Herz. Er wird ein Kind das ihm von Herzen mit egal welchem Instrument auch immer, ein Lob-Danklied bringt, nicht ablehnen, nur weil ihm das Instrument nicht gefällt.
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Offline Jose

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Geistliche Musik vs Fleischliche Musik
« Antwort #7 am: 26 Juni 2017, 09:36:08 »
Hallo Niko.
Ich kann deine Gedanken verstehen, mich beschäftigt das Thema aus verschiedenen Gründen aktuell auch wieder. Hier im Forum wurde 2006 das Thema eröffnet: Geistliche Musik vs Fleischliche Musik. Fand ich interessant und hilfreich darin zu lesen. Das Thema ist nach wie vor aktuell oder vielleicht sogar noch aktueller.

Offline Nico

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Re: Musik, die gefällt
« Antwort #8 am: 02 Juli 2017, 11:57:22 »
Ein paar Gedanken zu dem älteren Beitrag über fleischliche Musik.
Ich habe es so verstanden. Die fleischliche Musik ist monoton und gefällt den Leuten weil es die Seele anspricht und desshalb ist sie von unten gewirkt, vom Teufel.
Als erstes mußte ich an die Pharisäer denken, die Jesus auch dem Teufel zurechneten, weil sie auf die Menschenmassen die ihm nachfolgten neidisch waren.
Ich frage mich auch ob die Seele mehr von einem Lied berührt wird oder von einer Heilung von z.B. Blindheit. (Was ist mit gutem Essen?) Warum hat Jesus geheilt? Weil er den Menschen helfen wollte die vom Teufel geplagt wurden. Große Freude, Begeisterung und Leidenschaft waren enge Begleiter von Jesus. Musik hilft den Menschen und der Teufel wird uns niemals helfen. Seelisch, teuflisch ist für mich Heuchelei, Neid, Haß, Mord, Unreinheit, Lüge, jede Sünde und böse Eigenschaft.
Ich denke uns fehlt oft der Geist um die Dinge richtig zu unterscheiden. Sünde, Freude, Bosheit, Liebe, Leidenschaft, Böse Begierden, Bedürfnisse, Frieden,  Versorgung, Neid, Sanftmut, Welt, Seele, Geist, Gut und Böse...
Die Freude am Herrn ist nicht unsere Schwäche sondern unsere Stärke, warum sollte ich meine Freude nicht mit meiner ganzen Seele ausdrücken dürfen, mit dem was meiner Seele gefällt? Ich kenne kein Wort der Bibel, das so etwas als Sünde beschreibt. Sünde trennt uns von Gott, Gebet, Lobpreis, Dankbarkeit in welcher Form auch immer kann uns nicht von Gott trennen. Wir sollten ehrlich wie ein Kind vor Gott unsere Liebe ausdrücken dürfen, so wie wir sie wirklich empfinden, alles andere wäre auch irgendwie heuchlerisch. Wie seelisch (teuflisch) war die Tat der Frau, die Jesus mit dem teuren Salböl gesalbt hat? Judas meinte, sehr. Jesus hat die Frau geliebt und ihre Hingabe angenommen.
Wenn es nur noch um Musik und Formen der Anbetung geht und Gott und sein Wort gar nicht mehr im Mittelpunkt stehen, dann ist das was ganz anderes. Aber wenn Gott und sein Wort im Mittelpunkt stehen, ist die Form deiner Gebete und Lieder zweitrangig, wenn sie von Herzen und in der Wahrheit gesprochen werden. Gott wird sie gerne annehmen und dann geh weiter in deiner Nachfolge, deiner Heiligung und Liebe.
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Offline Jose

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Re: Musik, die gefällt
« Antwort #9 am: 02 Juli 2017, 21:34:41 »
Lieber Niko, du schreibst:
Zitat
Die Freude am Herrn ist nicht unsere Schwäche sondern unsere Stärke, warum sollte ich meine Freude nicht mit meiner ganzen Seele ausdrücken dürfen, mit dem was meiner Seele gefällt? Ich kenne kein Wort der Bibel, das so etwas als Sünde beschreibt.

Es kommt darauf an, ob das was „uns“ gefällt auch Gott gefällt, denn wir müssen Gott dienen, wie es „Ihm“ gefällt. Das gilt nicht nur in Bezug auf die Musik, sondern überhaupt. Zu Eli sagte Gott: "Ich aber werde mir einen Priester erwecken, der beständig ist; der wird tun, wie es meinem Herzen und meiner Seele gefällt" 1.Sam 2,35a. Nicht umsonst betet David: "Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken!" Ps 139,23. Kain hatte nicht so gebetet und sein Opfer gefiel Gott nicht. Zu Israel musste Gott sagen: "Halte den Lärm deiner Lieder von mir fern! Und das Spiel deiner Harfen will ich nicht hören" Am 5,23. So könnten wir noch vieles ergänzen.

Offline Nico

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Re: Was mich so beschäftigt...
« Antwort #10 am: 03 Juli 2017, 17:20:25 »
Absolut, ja. Ich gebe Gott das, was ich habe und er sieht, daß das was ich ihm geben will, das ist was mir für ihn am besten gefällt. Ich kann ja auch nur das schöne an Gott weitergeben wie ich es eben empfinde. Und Gott, wie die Verse ja auch bestätigen, schaut unser Herz an und nicht die Äußerlichkeiten. Ich kann noch so wunderschön singen, Gott wird nur schrilles Geheule verstehen wenn ich ein Heuchler bin. Gott hat keine Stielvorlieben, er freut sich, wenn unser Herz vor ihm aufrichtig danke sagen will ohne etwas vorzutäuschen, das garnicht stimmt. Unser Leben ist der Lobpreis den er zu allererst beurteilt, welchen Rhythmus ich dann noch für ein Danklied wähle, ist freigestellt und nicht entscheidend ob es ihm gefällt.
Irgendwie muß ich bei dem Thema, ist es ok Gott mit diesem oder jenem Rhythmus oder Musikstiel Danke zu sagen auch an die Situation denken wie sie zu Paulus Zeiten noch vorherrschte. Daß einige Gemeindeglieder, frisches Fleisch aus den wiederlichsten Götzentempeln die es nur gab verzehrten. Andere störten sich daran. Paulus legte den Schwerpunkt dabei darauf, daß keiner dem anderen ein Grund zum Ärgernis gibt. Jeder sollte das tun was sein Gewissen ihm bestätigt, ohne zu Zweifeln. Die Erkenntnis war in diesem Fall eben nicht gleich unter den Geschwistern. Paulus hat kein Machtwort gesprochen, er hat die, die das Fleisch nicht anrühren wollten nicht dazu gezwungen. Aber er hat die die es gegessen haben aufgefordert auf die anderen Rücksicht zu nehmen.
Man dreht sich immer wieder im Kreis mit den Themen, die man nicht hundertprozentig aufgrund der Schrift deuten kann. Es ist eine Gewissensfrage.

„Nehmt den Schwachen im Glauben an, ohne über Gewissensfragen zu streiten. Einer glaubt, alles essen zu dürfen; wer aber schwach ist, der isst Gemüse. Wer isst, verachte den nicht, der nicht isst; und wer nicht isst, richte den nicht, der isst; denn Gott hat ihn angenommen. Wer bist du, dass du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn. Er wird aber aufrecht gehalten werden; denn Gott vermag ihn aufrecht zu halten. Dieser hält einen Tag höher als den anderen, jener hält alle Tage gleich; jeder sei seiner Meinung gewiss! Wer auf den Tag achtet, der achtet darauf für den Herrn, und wer nicht auf den Tag achtet, der achtet nicht darauf für den Herrn. Wer isst, der isst für den Herrn, denn er dankt Gott; und wer nicht isst, der enthält sich der Speise für den Herrn und dankt Gott auch. Denn keiner von uns lebt sich selbst und keiner stirbt sich selbst. Denn leben wir, so leben wir dem Herrn, und sterben wir, so sterben wir dem Herrn; ob wir nun leben oder sterben, wir gehören dem Herrn. Denn dazu ist Christus auch gestorben und auferstanden und wieder lebendig geworden, dass er sowohl über Tote als auch über Lebende Herr sei. Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden ja alle vor dem Richterstuhl des Christus erscheinen; denn es steht geschrieben: »So wahr ich lebe, spricht der Herr: Mir soll sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird Gott bekennen«. So wird also jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben.“
Römer 14:1-12 SCH2000
« Letzte Änderung: 03 Juli 2017, 18:27:29 von Nico »
...des Herrn Augen durchlaufen die ganze Erde, um denen treu beizustehen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist...