Autor Thema: (Wen) sollte ein Christ wählen?  (Gelesen 10610 mal)

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Offline Gnu

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Re: (Wen) sollte ein Christ wählen?
« Antwort #30 am: 02 September 2017, 23:44:08 »
Es tut mir leid für Deutschland, wenn ihr nicht realisiert, dass Deutsche Mitte die einzige Partei ist, welche der Korruption den Kampf angesagt hat. Es braucht keine Verschwörungstheorie um zu merken, dass Frau Angela Merkel euch nach Strich und Faden belügt und dass Herr Martin Schulz ein Heuchler ist. Im Grundgesetz wird das deutsche Volk ermächtigt, gegen Obrigkeiten, die das Gesetz verletzen, vorzugehen. Wenn das aber keiner tut, dann habt ihr nichts besseres verdient als eine DDR 2.0 mit Methoden die ihr nachlesen könnt im Roman «1984» von George Orwell. Ich habe übrigens kürzlich den Schwarzweißfilm aus dem Jahr 1956 gesehen und kann ihn jedem empfehlen, der noch nicht begriffen hat, wie Meinungsmanipulation funktioniert. Heute genügt ein Like bei einem falschen Facebook-Beitrag und du bist die Arbeitsstelle los. Big Brother is watching you.

Sollte dieser Beitrag die Forenregeln verletzen, so könnt ihr ihn kommentarlos löschen.

Offline Jose

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Re: (Wen) sollte ein Christ wählen?
« Antwort #31 am: 16 September 2017, 14:16:42 »
Nun habe ich mir doch den Wahl-O-Mat Bundestagswahl 2017 angeschaut und das Ergebnis hat im Grunde meine Haltung bestätigt. Der Wahl-O-Mat ist keine Wahlempfehlung, sondern ein Informationsangebot über Wahlen und Politik.

Bei den 38 Fragen zögert ich zuweilen und nicht alle Fragen konnte ich mit Ja oder Nein beantworten. Auch fragte ich mich, woher meine Haltung kommt: Aus der Bibel oder dem Meinungstrend.

Interessant fand ich auch die Seite der Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema Bundestagswahl 2017.

Offline Gnu

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Re: (Wen) sollte ein Christ wählen?
« Antwort #32 am: 21 September 2017, 18:42:07 »
Es wird spannend. Sind die Deutschen solche Idioten, dass sie die Merkel oder den Schulz wählen?

Offline frasvet

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Re: (Wen) sollte ein Christ wählen?
« Antwort #33 am: 21 September 2017, 19:39:42 »
Es stellt sich die Frage:
Ist irgend eine der im Bundestag vertretenen politischen Parteien für einen gottesfürchtigen Christen wählbar?
Soll er überhaupt irgend welche der Kandidaten wählen?

Ich denke:
Wer andere als Gott oder Jesus Christus über sich als Herrscher haben will und wählt, der verwirft Gott bzw. Jesus Christus.

Offline Jose

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Re: (Wen) sollte ein Christ wählen?
« Antwort #34 am: 21 September 2017, 22:47:12 »
Wer nach bestem Wissen und Gewissen wählt, weil er darin auch eine Verantwortung sieht, will deswegen nicht einen anderen Herrscher über sich haben. Das ist zu weit hergeholt. Außerdem, wenn es so wäre, dürften Christen nie in die Politik gehen. Schlimmer finde ich, wenn Wahlempfehlungen gegeben werden und aus falschen Beweggründen heraus gewählt wird, z.B. aus Sorge um den Wohlstand.

In diesem Tagen hörte ich jemand sagen: Auch Christen sollten wählen, und wenn sie sich für niemand entscheiden können, dann auf dem Wahlzettel z.B. hinzufügen: Ich habe Jesus gewählt [X]. Dann ist zwar der Wahlzettel ungültig, aber dadurch ist zumindest die Wahlbeteiligung etwas höher, denn m.W. setzt sich die Wahlbeteiligung aus den gültigen und ungültigen Stimmen zusammen.

Ich ermahne nun vor allen Dingen, dass Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit.
1.Tim 2,1-2

Offline Gnu

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Re: (Wen) sollte ein Christ wählen?
« Antwort #35 am: 24 September 2017, 21:47:08 »
YouTube Beobachter sollten auch auf Ulf Diebel gestossen sein. Seine Erklärung des Desasters in der Bundesrepublik Deutschland ist, wenn auch scheinbar an den Haaren herbeigezogen, so doch mindestens durchsetzt mit einigen Wahrheiten aus der Bibel. Seine Kirchenkritik deckt sich mit der meinigen. Er empfiehlt, nicht zu wählen, sondern sich stattdessen auf seiner Webseite zu registrieren. Sein Nahziel ist, den Papst zu ersetzen durch den Sohn des Menschen, womit er sich selbst meint. Meine Meinung dazu ist: Das wäre doch ein grosser Schritt weiter im Heilsplan, endlich hätten wir dann keinen Antichristus mehr, sondern einen Antimessias.  ;)

Offline Jose

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Re: (Wen) sollte ein Christ wählen?
« Antwort #36 am: 25 September 2017, 20:15:09 »
Als ich vor einigen Tagen das Plakat der AfD sah: „Hol dir dein Land zurück“, dachte ich daran, dass wir hier keine bleibende Stadt haben, sondern auf dem Weg in die himmlische Heimat sind. Solange ich aber hier bin, will ich auch weiterhin für die Obrigkeit beten, denn das erwartet Gott von uns. Die, welche nun gewählt wurden, tragen eine große Verantwortung, aber Gott kann auch zu ihren Herzen reden.

Pilatus sagte zu Jesus, dass er Macht habe, ihn loszugeben oder kreuzigen zu lassen (Joh 19,10), aber Jesus antwortete: "Du hättest keinerlei Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre; darum hat der, welcher mich dir überliefert hat, größere Sünde" Joh 19,11. Ich fand diese Aussage interessant auch im Hinblick auf das Wählen  und unsere Verantwortung für die Obrigkeit. Über „die da oben“ in der Regierungsverantwortung zu schimpfen ist einfach, aber als Wahlberechtigte tragen wir m.E. alle auch Verantwortung und als Christen sowieso.

Wie steht ihr eigentlich zu 1. Tim 2,1-2 ?
« Letzte Änderung: 26 September 2017, 07:28:06 von Jose »

Offline Jose

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Re: Fehlinformation durch Medien?
« Antwort #37 am: 27 September 2017, 13:05:46 »
Im Eröffnungsbeitrag hatte ich Dr. Lothar Gassmann zitiert:
Zitat
Normalerweise gebe ich keine öffentliche Wahlempfehlung ab. Aber angesichts der dramatischen Entwicklungen in unserem Land und einer leider zunehmenden Fehlinformation durch viele Medien darf ich nicht schweigen, wenn ich Gott nicht ungehorsam sein möchte.
Ich kann, nach 1 1/2 Jahren es nicht so sehen, dass die Medien falsch über die AfD informiert hätten bzw. haben, aber ich frage mich, warum Lothar Gassmann viele Medien als „Fake News“ bezeichnet. Ich finde solche Haltung nicht gut.

Der AfD-Direktkandidat in Pforzheim, Waldemar Birkle, sagte in einer Rede am 11.03.2017:
Zitat
Die Formen der Beeinflussung werden immer perfider und aggressiver. Die größten Fake News-Produzenten, darunter die GEZ-finanzierten Medien, warnen uns vor Fake News.
Quelle
Wer so von „Fake News“ schreibt suggeriert m.E., dass die eigene Überzeugung die einzig richtige sei. Das ist gefährlich und verführerisch, denn nur JESUS IST DIE WAHRHEIT, die wir in der BIBEL finden.

Waldermar Birkle hatte auch geschrieben – und diese Worte stehen wohl für die Haltung der AfD:
Zitat
Weiterhin wird spekuliert und unterstellt, die AfD wolle in die Nazi-Vergangenheit. Es ist eine Frechheit, eine Zeitschrift unter dem Vorwand, die eigene Meinung auszudrücken, zu nutzen, um solche übelsten Unterstellungen und Verleumdungen zu verbreiten. Das ist kein Leserbrief, das ist der Kommentar eines Korrespondenten! Unsere Medien unterstellen uns öfter, wir wollen in die Vergangenheit. Nein! Wir wollen einfach nur unsere Werte und Kultur, auf die wir stolz sein dürfen, erhalten. Dagegen leben einige Medien selber in der Vergangenheit und haben den Wandel der Zeit nicht erkannt. Die Bürger wollen keine vorgekaute Meinung, sie wollen neutrale Berichterstattung.
Ich schimpfe nicht gegen die Medien, ich wehre mich nur gegen Unterstellungen und Unwahrheiten.
Ich weiß nicht wirklich wohin die AfD „zurück“ will, aber was sie nicht will, ist zurück zu JESUS, denn sonst müsste die Partei sich auch klar von Homosexualität distanzieren.

Es ist keine einfache Zeit, in der wir leben. Lasst uns darauf bedacht sein, einen unerschütterlichen Glauben an GOTT und SEIN WORT zu haben, die BIBEL.

Offline Jose

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Erklärung des Bundesvorstands der ChrAfD
« Antwort #38 am: 21 Oktober 2017, 15:50:08 »
Im Empfehlungsschreiben von Dr. Lothar Gassmann, siehe Eröffnungsbeitrag, ist zu lesen:
Zitat
P.S.: Der „Arbeitskreis Christen in der AfD“ setzt sich mit viel Erfolg für christliche Grundwerte innerhalb der AfD ein. Er ging aus dem „Pforzheimer Kreis“ hervor, der in meinem Beisein gegründet wurde und in dem sich u.a. viele ehemalige PBC- und CDU-Anhänger befinden. So lehnt die AfD z.B. mit völliger Klarheit den Genderismus und den umstrittenen Bildungsplan (mit der Zwangssexualisierung unserer Gesellschaft) ab.

Quelle

Ich finde es wichtig, wenn Diskussionen und Entwicklungen weiter beobachtet werden. Interessant finde ich daher auch die aktuellen Austritte aus der Partei und auch aus dem Arbeitskreis ChrAfD mit dem Hinweis, dass die AfD ihr christliches Gesicht verloren hat. Da sah sich wohl selbst der Bundesvorstand zu einer Stellungnahme gedrängt, siehe Erklärung des Bundesvorstands der ChrAfD.

Mir wurde in den letzten Tagen folgender Gedanke wichtig: Die AfD nennt sich Alternative für Deutschland und nicht Alternative für Christen. Es gibt in der politischen Landschaft keine Partei, die wirklich als Partei für Christen allgemein empfehlenswert wäre, daher bleibt die Wahlentscheidung, wenn überhaupt, frei und geheim und besonders Christen sollten es sehr mit ihrem Gewissen vor Gott verantworten.

Offline Gnu

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Re: (Wen) sollte ein Christ wählen? 1. Tim. 2,1-2
« Antwort #39 am: 26 Oktober 2017, 12:24:18 »
[…]

Pilatus sagte zu Jesus, dass er Macht habe, ihn loszugeben oder kreuzigen zu lassen (Joh 19,10), aber Jesus antwortete: "Du hättest keinerlei Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre; darum hat der, welcher mich dir überliefert hat, größere Sünde" Joh 19,11. Ich fand diese Aussage interessant auch im Hinblick auf das Wählen  und unsere Verantwortung für die Obrigkeit. Über „die da oben“ in der Regierungsverantwortung zu schimpfen ist einfach, aber als Wahlberechtigte tragen wir m.E. alle auch Verantwortung und als Christen sowieso.

Wie steht ihr eigentlich zu 1. Tim 2,1-2 ?
Beten für Könige und alle, die in hoher Stellung sind (Kurzfassung).

Diese Frage beschäftigt mich, seitdem José sie gestellt hat. Ich weiss nun gewiss, dass gewählte Parlamentarier nicht die Macht haben, die sie nach aussen zeigen. Als Paulus den Brief an Timotheus schrieb, war der römische Kaiser weltlich gesehen der König aller Könige und seine Statthalter waren in hoher Stellung, somit durfte man für sie fürbitten und danksagen, obgleich die Drangsal manchmal von ihnen ausging. Christen haben offensichtlich die Macht, das Böse in den Menschen in Schach zu halten. Gemäss meinem aktuellen Wissensstand sind die Machthaber dieser Erde, die teilweise direkt den Teufel anbeten, die reichsten Menschen, die wir kennen. Gewählte Politiker sind meistens direkt oder indirekt von ihnen abhängig. Wenn wir also für Könige und alle, die in hoher Stellung sind, beten, dann sollten wir nicht vergessen, auch für die reichsten Leute auf der Erde zu beten.

Offline Jose

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Re: (Wen) sollte ein Christ wählen? 1. Tim. 2,1-2
« Antwort #40 am: 28 Oktober 2017, 12:04:34 »
Zitat von: Gnu
Gemäss meinem aktuellen Wissensstand sind die Machthaber dieser Erde …, die reichsten Menschen, die wir kennen. Gewählte Politiker sind meistens direkt oder indirekt von ihnen abhängig. Wenn wir also für Könige und alle, die in hoher Stellung sind, beten, dann sollten wir nicht vergessen, auch für die reichsten Leute auf der Erde zu beten.
Interessanter Gedanke, allerdings kenne ich keine Aussage der Bibel, dass wir für die reichsten Menschen dieser Erde besonders beten sollen, wenn wir für die Obrigkeit beten.

Gefreut habe ich mich über die Feststellung:
Zitat
Ich weiss nun gewiss, dass gewählte Parlamentarier nicht die Macht haben, die sie nach aussen zeigen.
Das haben sie nicht, aber sie können vieles beeinflussen. Der neue Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sagte sinngemäß in seiner ersten Rede zur Amtseinführung als Bundestagspräsident, dass kein einzelner Abgeordneter für das Volk spricht, sondern die Summe der Abgeordneten. Die Parlamentarier bilden somit, weltlich gesprochen, die Meinung des Deutschen Volkes aus, zumindest derer die gewählt haben. Diesen Gedanken finde ich interessant und wichtig und es ist die Grundlage der Demokratie, wie wir auch immer dazu stehen. Dass nun der Bundestag größer ist als je zuvor zeigt meiner Meinung nach auch, wie unsicher und fragend unsere Gesellschaft geworden ist. Letztlich kann aber keine einzelne Partei als die gesehen werden, die richtig steht.

Was die Macht der Regierungen anbetrifft fand ich folgende Predigt aus der EfA-Stuttgart sehr erbauend: Daniel 2 – Bleibe entspannt, Gott hält die Geschichte in Seiner Hand. Ja, Gott hält alles in Seiner Hand, dennoch erkenne ich unsere Verantwortung für die Obrigkeit auch aus dem Vorbild des Daniels und seiner Freunde. Wir lesen im Buch Daniel: "Er ändert Zeiten und Fristen, er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen Weisheit und Erkenntnis den Einsichtigen" Dan 2,21, aber obwohl Daniel das wusste, betete er dennoch ernstlich und bat auch seine Freunde um Gebetsunterstützung.

Glauben wir auch an die Macht des Gebets für die Obrigkeiten, so wie es Daniel und Ester taten?
« Letzte Änderung: 28 Oktober 2017, 14:49:15 von Jose »