Autor Thema: textus receptus - Nestle Aland und ihre Schwachstellen  (Gelesen 1115 mal)

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Offline inchristus

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Liebe Leser,

man liest viel zu Pro und Contra bezüglich des TR und NA-Grundtext und man weiß gar nicht so recht, was man davon glauben soll, weil meistens mit einer subjektiven Haltung geschrieben wird. Entweder man ist stark pro oder stark contra eingestellt. Wer sich objektiv eine Meinung bilden will, dem kann ich folgendes Buch empfehlen:

Martin Arhelger schreibt in seinem Buch "Die Textgrundlage des Neuen Testaments" http://www.martinarhelger.de/textgrundlage.pdf nüchtern und wertneutral die Entstehungsgeschichte der Grundtexte, so auch des Textus Receptus und des Nestle Aland. Sehr interessant!

Seine Ausführungen und Recherche sind für mich eine Unterstützung in der Überlegung bei der Wahl des Grundtextes für mein weiteres Bibelstudium. Vielleicht ist es für den ein oder anderen auch hilfreich.

Einen gesegneten Sonntag!
Astrid
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline Jose

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Re: textus receptus - Nestle Aland und ihre Schwachstellen
« Antwort #1 am: 03 Mai 2015, 16:50:57 »
Hallo Astrid,
danke für die Empfehlung: Das Thema ist allerdings nicht so einfach, wie es mir z.B. hier bewusst wurde: Re: Grundtexte für Bibelübersetzungen. Gelernt habe ich besonders, dass selbst bei gleicher Textgrundlage, die Qualität der Übersetzung meilenweit auseinander liegen kann.

Im Übrigen halte ich mich zwischenzeitlich besonders an diese Empfehlung:
Zitat von: Jose
Die revidierte Elberfelder ist die von mir am meisten benutzte. Sollte ich die nun ablehnen, weil die auch den Grundtext nach Nestle-Aland berücksichtigt?
Nein, denn die Qualität der Übersetzung ist gut. Allerdings würde ich parallel zur REÜ noch eine Bibelübersetzung lesen, die den T. R. als Grundlage hat. Um es auf den Punkt zu bringen: Die REÜ ist eine gute Übersetzung, aber sie ist nicht vollständig. Insgesamt ist der NA-Text um 2.886 Wörter kürzer als der TR. Das würde einer Bibel entsprechen, bei der der 1. und der 2. Petrusbief fehlt. (Zahlenangaben nach D. A. Waite, Defending the King James Bible, Bible for Today, Collingswood, N.J. 2. Aufl. 1996, S. 41-42).


Die größte Gefahr
Des weiteren bin ich der Meinung, dass die größte Gefahr, heute wie zu allen Zeiten lautet: "In diesen [Briefen] ist einiges schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften zu ihrem eigenen Verderben" 2.Petr 3,16. Damals hatten die Menschen keine Notwendigkeit, etwas zu übersetzen, und doch haben sie die Schriften verdreht, so wie sie es verstehen wollten. Diesen Zustand treffen wir auch heute oft an.

Gottes Segen,
José