Autor Thema: Der Schlüssel  (Gelesen 743 mal)

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Bibelfundi

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Der Schlüssel
« am: 05 April 2015, 19:25:42 »
BENIN: Der unmögliche Schlüssel

Mit einigen Wycliffe-Mitarbeitern war ich 13 Monate im westafrikanischen Staat Benin unterwegs, um die Sprachensituation des Landes zu erkunden. Nach diesen arbeitsintensiven Monaten beschlossen wir, einige Tage frei zu nehmen und einen Ausflug in die Atakora-Berge im Norden des Landes zu unternehmen.
Nach einigen Stunden Fahrt sahen wir am Straßenrand einen kleinen Laden mit Getränken. Wir hielten an, drückten die Verriegelungsknöpfe an den Autotüren und schlenderten zum Laden. Nach einigem Suchen fand ich, was ich kaufen wollte. Ich griff in die Hosentasche nach dem Portemonnaie, aber ich fand es nicht. Auch in der anderen Tasche konnte ich es nicht finden. Wahrscheinlich hatte ich es im Auto liegen lassen. Doch, oh Schreck, die Autoschlüssel waren auch nicht da. Eine schlimme Ahnung überfiel mich. Ich rannte zurück zum Auto und fand meine Befürchtungen bestätigt: Der Schlüssel lag samt dem Portemonnaie auf dem Fahrersitz, und alle Türen waren fest verriegelt.
Im Handumdrehen hatte sich eine ansehnliche Menschenmenge versammelt, um uns ihr Mitgefühl auszudrücken und gute Ratschläge zu erteilen. Afrikaner sind großartig im Improvisieren, wenn es um Hilfe in Notlagen geht. Ich hörte, wie einige der Umstehenden sich zuflüsterten: «So ein Pech, was kann man da schon machen?» Jemand reichte uns eine Fahrradspeiche, ein anderer ein rundes Stück Holz und der nächste einen großen Stein. Viel Glück damit! Nach einer halben Stunde des Experimentierens und krampfhaften Überlegens kam ich zu der Überzeugung, dass uns nur die Möglichkeit blieb, mit dem Stein die Scheibe einzuschlagen. Aber wo würden wir jemals einen Ersatz dafür finden?
Ich hatte den Stein schon in der Hand, als mein Kollege Kurt meinte: „So geht das nicht, wir sollten zuerst einmal beten.“ Natürlich hatte ich im Stillen schon gebetet. Aber öffentlich, so, dass alle Umstehenden es hören konnten? Was, wenn wir auch nach dem Beten keine Lösung fänden und die Scheibe einschlagen müssten? Würden die Leute daraus nicht zur Schlussfolgerung kommen, dass unser Gott machtlos war? Auch die anderen Mitreisenden wollten zunächst beten. So bildeten wir einen Kreis, und ich fing an: „Herr, wir haben nur die Fahrradspeiche und den Stein. Hilf uns, dass wir damit die Tür öffnen können. Ich möchte nicht die Scheibe einschlagen. Herr, bewirke ein Wunder, und zwar jetzt! Amen.“ Mein Gebet klang etwas zaghaft, aber es war das Beste, was ich mit meinem kleinen Glauben in dieser Situation zustande brachte. Dann war Kurt an der Reihe: „Herr, du bist allmächtig und kannst alles tun. Hier sind all diese Zuschauer, und wir beten, dass du diese Gelegenheit benutzt, um deinen Namen zu verherrlichen! Amen.“ Was für ein Gebet. Ich schämte mich ein wenig.
Wir hatten kaum unsere Gebete beendet, da kam ein Mann durch die Menge auf uns zu. „Ich habe von Eurem Problem gehört und wohne in der Nähe.“ Er zeigte auf ein Haus am Straßenrand. „Ich habe da einen Schlüssel. Es ist zwar nur der Schlüssel von meinem Moped, aber ihr könntet versuchen, ob es damit geht.“ In meiner Not griff ich nach jedem Strohhalm. Der Mann ging und kam mit einem winzigen, billigen Messingschlüssel zurück. Er hielt ihn hoch und gab ihn Kurt. Der nahm ihn, steckte ihn ins Schlüsselloch und hatte mit einer kurzen Umdrehung die Tür aufgeschlossen. Ich war sprachlos, aber der Mann schien gar nicht überrascht. Er lachte nur und meinte: „Ihr habt zu Gott gebetet, und ich habe euch den Schlüssel gebracht!“ Es war wirklich ein Wunder, und die umstehenden Leute hatten das auch gemerkt und riefen aufgeregt durcheinander. Ich stieg in den Wagen und griff nach dem Zündschlüssel. Dann kurbelte ich die Scheibe herunter und forderte Kurt auf: „Versuch es doch noch einmal!“ Kurt versuchte es, aber es klappte nicht mehr.


Bibelfundi

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Re: Der Schlüssel II
« Antwort #1 am: 05 April 2015, 19:40:42 »
Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch
werden. Markus 11, 24

Dieses Wort hat eine so klare und Zielgerichtete Aussage, dass man sich eigentlich nur fragen kann:  Ist das wirklich wahr? Hat Gott das wirklich so gemeint?

Als mein Mann und ich in Wien für die Ostmission arbeiteten, hatte ich im wahrsten Sinne des Wortes ein „Schlüsselerlebnis“.

Wir hatten in der Mission einen sehr stabilen Tresor in dem wichtige Unterlagen aufbewahrt wurden.
Nun war eines Tages der Schlüssel zu diesem Tresor verschwunden. Trotz gründlicher Suche an der sich alle Mitarbeiter beteiligten, war er nicht aufzufinden.

Da kam mir dieses Wort aus Markus 11 in den Sinn: Alles um was ihr auch betet und bittet……….
Ich habe einfach angefangen zu beten und zu bitten, wie es dieses Wort sagt.

Das Problem war nur, der Schlüssel musste am s e l b e n Tag gefunden werden. Unterlagen wurden dringend benötigt und so wurde ausgemacht, dass am nächsten Tag eine Firma beauftragt werden würde, die den Tresor gewaltsam öffnen sollte. Den heutigen Tag wollten wir noch suchen. Ich bat also den Herrn uns den Schlüssel h e u t e finden zu lassen.

Meinte Gott wirklich, was er sagte? Oder musste man es analysieren, abwägen usw.? Dieses - und es wird euch werden.......

Ich ging wie ein Kind an die Sache heran. So hast du es gesagt und bitte lass es mich so erleben.

Den ganzen Tag über war ich am suchen und betete dabei, immer wieder diese Bibelstelle vor mich hinsagend. Eigentlich ging es mir gar nicht mehr um den Schlüssel, sondern darum, kann ich das Wort Gottes einfach und direkt für mich anwenden und wird es sich bewahrheiten? Als es Abend wurde, war ich schon ziemlich verzagt.

Wir hatten eine Wohnung außerhalb und mussten mit unserem kleinen Sohn David heimfahren. Wir hatten von der Mission ein Auto zu unserer persönlichen Verfügung. Aus irgendeinem Grund mussten wir aber an diesem Tag ein anderes Auto nehmen, mit dem wir sonst nie fuhren.

Mein Mann wartete schon im Auto und ich zögerte den Moment, da ich das Haus verlassen sollte, hinaus. Als ich dann langsam den Weg durch den Garten entlang lief, war ich unendlich enttäuscht und traurig. Nie wieder würde ich so kindlich ein Wort Gottes für mich in Anspruch nehmen können.

Weil in diesem Auto, das wir sonst nie benützen, kein Kindersitz vorhanden war, setzte ich mich mit meinem Sohn nach hinten, um ihn zu halten.

Während mein Mann gerade losfahren wollte, glitt meine Hand in die Spalte zwischen dem Rücksitz.

Plötzlich fühlte ich Metall und hatte den Tresorschlüssel in der Hand. Eine unbeschreibliche Freude
überflutete mich. Ich rannte zurück ins Haus und führte einen wahren Freudentanz auf. Die anderen
Mitarbeiter freuten sich zwar auch, aber ich glaube sie haben nicht recht verstanden, warum ich so
aus dem Häuschen war.

Über viele Jahre war und ist dieses Erlebnis für mich wie ein Leuchtturm der mir signalisiert - es
ist so: Gottes Wort gilt für mich, so wie ich es verstehe. Sein Wort ist wahr, ich kann mich darauf
verlassen.
(Eigener Beitrag)

Offline inchristus

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Re: Der Schlüssel
« Antwort #2 am: 06 April 2015, 13:53:04 »
Hallo,

sehr schöne Zeugnisse! Toll!

Liebe Grüße
Astrid
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36