Autor Thema: Anti-Trinitarismus  (Gelesen 3135 mal)

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Offline Jose

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Anti-Trinitarismus
« am: 14 Februar 2015, 22:28:47 »
Vor einiger Zeit habe ich in einem Buch über einen Antitrinitarier gelesen. Das Thema beschäftigt mich schon lange, halte den Anti-Trinitarismus aber für eine Irrlehre.

Auf der Internetseite: trinitaet.com da steht am Anfang: Die Trinitätslehre - Göttliches Geheimnis oder menschlicher Unfug? Vorab: Für den Verantwortlichen der Seite handelt es sich um menschlichen Unfug.

Dort ist zu lesen:

Einfach oder kompliziert?

"Mach es doch nicht so kompliziert" höre ich bisweilen, wenn ich mich mit Christen über Gott und Jesus unterhalte, die seit Jahrzehnten an einen Dreieinigen Gott glauben.

Diese Aussage erstaunt mich immer wieder, denn gerade die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes ist es, welche kompliziert, unverständlich und in sich selbst widersprüchlich ist. Die Beschreibungen Gottes und Jesu in der Bibel sind dagegen meiner Überzeugung nach für jedermann verständlich. Vielleicht erscheinen sie deswegen für manchen als unglaubwürdig, weil es so einfach ist.

Quelle


Im Impressum ist zu lesen (nachfolgend nur einen sehr kleinen Auszug):

Meine Sicht von Gott und Jesus Christus ist die folgende:

Der Vater allein ist der wahre Gott (Joh 17,3 / 1.Thess 1,9-10)
Der Herr Jesus ist sein Sohn und sein Christus (Mt 16,16 / Joh 20,31)
Der Heilige Geist ist der Geist Gottes (Apg 2,17-18). Er ist keine Person und somit auch kein (weiterer) Gott.

Quelle


Im erwähnten wurde von dem Heiligen Geist gesagt, keine Person und somit auch nicht Gott zu sein. Was der Verfasser aber auch versucht darzulegen, ist letztlich, dass auch Jesus nicht Gott sei. Siehe...

Wie ist eure Meinung zu dem Thema?

Offline Roland

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Re: Anti-Trinitarismus
« Antwort #1 am: 15 Februar 2015, 17:26:05 »
Ich weiß, dass einige Christen mit dem Begriff bzw. mit der Lehre "Dreieinigkeit" ihre Schwierigkeiten haben. Für mich ist diese Haltung kein Problem.

Höchst problematisch wird es m. E. erst, wenn dem HERRN JESUS die Gottheit aberkannt wird (wie es z. B. die Arier tun, z. B. die Zeugen Jehovas). Hier ist für mich eine Grenze überschritten und so jemanden kann ich auch nicht als Bruder oder Schwester sehen.

Zum Thema "Dreieinigkeit" habe ich noch einen Link anzubieten:

Dreieinigkeit
« Letzte Änderung: 03 April 2015, 16:18:13 von Roland »
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Jose

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Anti-Dreieinheit
« Antwort #2 am: 22 Februar 2015, 18:54:52 »
Nach meinem Verständnis geht es bei dem Thema auch darum, dass wir es mit EINEM GOTT zu tun haben. Ob es nun 3 Personen sind aber EINEN GOTT (wie ich es verstehe), oder 2 Personen und EINEN GOTT, so haben wir es hierbei mit EINEM GOTT zu tun.

Es gibt auch die Vorstellung, dass es bei dem Vater und dem Sohn um zwei Götter handelt. Diese Irrlehre wurde in diesem Forum bereits diskutiert. Hierzu muss ich im Zusammenhang mit dem Thema hier aber doch bemerken, dass das auch ein Anti-Verständnis zur Dreieinheit wäre, denn dann würde es sich nicht um EINEN GOTT handeln.

Offline Esther

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Re: Anti-Trinitarismus
« Antwort #3 am: 02 Mai 2015, 00:44:40 »
In 1.Korinther 8:4 lesen wir, " dass kein Gott ist als nur einer." In Jesaja 45:5 heißt es: "Ich bin Jehova, und sonst ist keiner, außer mir ist kein Gott" und in den Versen 6, 21 und 22, 46:9 und 44:6 und 8 finden wir dasselbe ausgesagt. Psalm 86:10 "...du bist Gott, du allein" Dies beweist, dass Gott nur einer ist. Wir sollten uns auf die biblische Offenbarung stellen und glauben, dass Gott nur einer ist.
In Jesaja 6:8 fragt Gott: "Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen?".Er spricht von sich einerseits als "ich", und andererseits sagt Er "uns" Ist Gott also Einzahl oder Mehrzahl? Wenn du von Gott in der Mehrzahl redest, sagt Er: "ich"; meinst du hingegen, Er sei Einzahl, so spricht Er von "uns". Dies ist recht geheimnisvoll und schwer zu verstehen, wir nehmen deshalb einfach die Offenbarung der Schrift so an, wie sie ist. Auch in 1.Mose 1:26, 3:22 und 11:7 spricht Gott von Sich Selbst als "uns" bzw. "unser". Das ist wirklich ein Geheimnis und schwer zu verstehen. Dies ist wohl darauf zurückzuführen, dass die Gottheit in drei Personen existiert - in dem Vater, Sohn und Geist.
Der Herr sagt in Matth. 28:19: ....und tauft diese hinein in den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Der Herr spricht klar von drei Personen - von dem Vater, dem Sohn und dem Geist. Dieser Name aber, von dem Er hier spricht - nämlich der Name des Vaters, des Sohnes und des Geistes - steht im Urtext in der Einzahl. Dies bedeutet, dass, obwohl der Vater, der Sohn und der Geist drei sind, der Name trotzdem nur einer ist. Ein Name für drei Personen, er schließt alle drei ein.  In Johannes 14:23 sagt der Herr: "Wenn jemand mich liebt.....wird mein Vater...ihn lieben, und   wir    werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen". Und in 17:11 sagt Er : "Heiliger Vater!.....dass sie eins seien wie wir." Der Herr spricht von sich und dem Vater als "wir".
Alle Verse aus dem Johannesevangelium
Der Vater ist die Quelle(13:3) - der Gott, den kein Mensch jemals gesehen hat(1:18; 5:37) Alles, was der Vater hat, ist im Sohn(16:15); Er wird zum Ausdruck gebracht im Sohn (14:7-11), und Er tut Seine Werke im Sohn(14:10). Der Vater ist im Innern verborgen, und der Sohn wird nach außen hin offenbar, aber zugleich ist derjenige, der nach außen offenbar wird, derselbe, der auch im Innern verborgen ist  -  die zwei sind nur einer (10:30)
Der Sohn ist der Ausdruck (1:18). Er ist der Gott, der von Anfang an war, der bei Gott war (1:1-12), der Gott gleich (5:18,23) und eins mit dem Vater war (10:30), der von Gott kam (13:3;  7:29), um den Vater auszudrücken (14:8-9) und durch den Vater zu leben (6:57), und der schließlich im Fleischj (1:14) als das Lamm Gottes (1:29) gekreuzigt wurde und starb und Sein Blut für die Erlösung vergoß (19:34) Nach Seinem Tod und Seiner Auferstehung wurde Er zum Geist (1.Korinther 15:45) und in die Jünger hineingeblasen (20:22). Er wurde ihr Leben (10:10), und Er wurde auch das Brot des Lebens, das sie essen und genießen konnten, damit sie durch Ihn lebten (6:35,57)
Der Geist ist der Sohn, der in uns, die wir an den Sohn glauben, hineinkommt und in uns die Wirklichkeit des Sohnes ist (14:16-20) und der uns alles, was Er vom Sohn empfangen hat, überträgt und in uns hineingibt (16:13-15) Der Vater ist im Sohn, der Sohn wurde zum Geist, den wir als das Wasser des Lebens trinken und in uns aufnehmen können (7:37-39); 4:10,14), und der Geist kommt in uns hinein und bleibt bei uns, damit wir den Sohn genießen können (14:17,18). Der Geist in uns ist der Sohn in uns (14:17:20; 17:23,26) In diesem Geist sind wir mit dem dreieinen Gott zu einer Einheit verbunden (17:21-23)
Den Ausdruck "drei Personen" gibt es in der Schrift nicht, er ist von den Menschen als ihre Interpredation hinzugefügt worden, weil sie dieses Geheimnis nicht auszudrücken vermochten.  Es gibt soviele Bibelstellen über die Dreieinigkeit Gottes, den Vater, Sohn und Geist auch schon im At. Nur ein paar davon:
Der erste Satz im AT lautet: Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde (1.Mose 1:1) Im Urtext steht das Subjekt "Gott" in der dreifachen Mehrzahl, das Verb hingegen in der Einzahl. Dies beinhaltet, dass Gott "drei in einem" ist. Dann in 1.Mose 1:26 .
Jesaja 9:5 Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf Seiner Schulter; und man nennt Seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens.  In diesem Vers gehören zum einen der "starke Gott" und das "Kind" zusammen und zum anderen der "Vater der Ewigkeit" und der "Sohn". Er ist wirklich ein Kind, und doch ist Er der starke Gott. Das Kind in der Krippe zu Bethlehem war der starke Gott. Wie das Kind und der starke Gott, so sind auch der Sohn und der Vater der Ewigkeit einer: Der Sohn ist der ewige Vater. Es ist wirklich schwierig, diese Tatsache völlig zu erklären, und doch wird sie uns in der Schrift gezeigt.                                                                           In 2.Korinther 3:17 lesen wir: "Der Herr aber ist der Geist" Der Herr ist der Herr Jesus und der Geist ist der Heilige Geist. Es wird uns hier gezeigt, dass der Herr Jesus und der Heilige Geist identisch sind. Unser Herr ist der Heilige Geist. Er ist sowohl der Vater als auch der Geist. Er ist einfach alles.

Offline Jose

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Re: Anti-Trinitarismus
« Antwort #4 am: 03 Mai 2015, 17:28:34 »
Hallo Esther,
es sind viele Bibelstellen, die du erwähnt hast. Über die Aussage, dass GOTT EINER ist, sich aber in 3 Personen offenbart, freue ich mich, denn so verstehe ich es auch beim Lesen in der Bibel - auch wenn wir vieles noch nicht verstehen.

Diese Aussage fand ich jedoch bedenklich:
Zitat
Der Geist in uns ist der Sohn in uns (14:17:20; 17:23,26) In diesem Geist sind wir mit dem dreieinen Gott zu einer Einheit verbunden (17:21-23)

Ich glaube an die Dreieinigkeit bzw. Dreieinheit, und verstehe es so, dass Jesus und der Vater durch den Heiligen Geist in mir wohnen. Daraus abzuleiten, ich wäre mit dem dreieinen Gott zu einer Einheit verbunden, sehe ich nicht so, sondern der Heilige Geist verbindet mich mit dem Vater und dem Sohn.

Gottes Segen,
José
« Letzte Änderung: 03 Mai 2015, 21:05:48 von Jose »

Offline Esther

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Re: Anti-Trinitarismus
« Antwort #5 am: 04 Mai 2015, 11:48:03 »
Hallo Jose,
zu deinem Argument:
Ich glaube an die Dreieinigkeit bzw. Dreieinheit, und verstehe es so, dass Jesus und der Vater durch den Heiligen Geist in mir wohnen. Daraus abzuleiten, ich wäre mit dem dreieinen Gott zu einer Einheit verbunden, sehe ich nicht so, sondern der Heilige Geist verbindet mich mit dem Vater und dem Sohn.

Die erste Frage an dich ist, bist du willig, die Offenbarung der Schrift so anzunehmen, wie sie gegeben wird, ohne eigene Interpretationen, Vorstellungen, Meinungen usw. hineinfließen zu lassen? Wenn du bereit bist, diese Haltung einzunehmen, kann der Herr mit dir vorangehen, weil du Sein Wort als Autorität ansiehst.

Lies Johannes 17:21     damit sie alle (Gläubigen) eins seinen; so wie Du Vater, in Mir bist und Ich in Dir, damit auch sie in   Uns  seien;  damit die Welt glaube, dass Du mich gesandt hast.
Das ist das Ziel des Herrn, die Einheit der Christen im Dreieinen Gott. Dafür betete der Herr. Die Gläubigen genießen den dreieinen Gott als den Faktor ihrer Einheit.  Nur wenn wir in dieser Erfahrung stehen, können alle Gläubigen eins sein. Es darf keine Theorie sein, sondern Erfahrung. Der Herr war im Vater, und der Vater war in Ihm. Jetzt sollen die Gläubigen in dieser Einheit seien,   "damit sie in uns seien". Die volle Erfüllung und Vollendung davon ist das Neue Jerusalem.
Was bedeutet für dich die Taufe, besonders in Matth. 28:19? Sie sollen in   einen Namen   hineingetauft    werden. Dieser Name heißt Vater, Sohn und Geist. Ein Name und drei "Personen". Was bedeutet das? Wenn Menschen in den Namen des Dreieinen Gottes hineingetauft werden bedeutet das, das sie in eine geistliche und mystische Vereinigung mi Ihm gebracht werden. Der Name ist die Gesamtsumme des göttlichen Seins und entspricht Seiner Person. Jemanden in den Namen des dreieinen Gottes hineinzutaufen bedeutet, ihn in alles, was der dreieine Gott ist , hineinzutauchen. Taufen bedeutet: hinein in.
Die Taufe schließt noch mehr ein: Getauft im Geist (1.Kor.12:13), in den Tod Christi (Römer 6:3-4), in Christus selbst ( Gal. 3:27), in den Leib Christi (1.Kor.12:13).Einerseits ist die Taufe ein Grab für den alten Menschen, die Welt und Satan, usw., andererseits im positiven Aspekt ist es ein hineinbringen in den dreien Gott, in alles was Er ist und erlangt hat um auch praktisch daran teilzuhaben. An diesen Dingen subjektiv Anteil zu haben, bedeutet in der Gemeinschaft von Jesus Christus zu stehen.
In 1.Korinther 6:17 Wer aber dem Herrn anhängt, ist   ein Geist.   Was bedeutet das für dich? Weißt du, dass du einen menschlichen Geist hast und das in diesem der Geist Gottes wohnt? Römer 8:16 sagt: Der       Geist bezeugt zusammen mit unserem Geist,      dass wir Kinder Gottes sind. Im AT war die Wohnung Gottes die Stiftshütte und der materielle Tempel. Da hielten sich die Priester auf und dienten Jahwe. Im NT ist die Wohnung Gottes dein menschlicher Geist, in dem der Geist Gottes wohnt.( Epheser 2:22  in dem auch ihr      miteinander aufgebaut        werdet zu einer Wohnstätte Gottes im Geist) Hier  musst du lernen hineinzukommen und dich aufzuhalten, um Gott zu dienen, weil wir ja alle Priester sind.  Römer 1:9  Denn Gott ist mein Zeuge, dem ich in     meinem Geist,      im Evangelium Seines Sohnes diene.... Deswegen sagt Paulus ja auch: wandelt im Geist, durch den Geist.... Daher ist die WEÜ sehr deutlich, dass sie einen Unterschied macht zwischen "glauben" und  "hineinglauben". Das hineinglauben bringt dich in diese organische Einheit mit dem Herr, praktisch, wobei die Taufe das äußere Zeugnis ist. Es geht also um objektiv und subjektiv. Bei dem Begiff "Glauben" ist es ein für wahr halten, davon überzeugt sein, dass das so ist. Das tun viele Menschen, aber sie sind nicht in "Ihm".
Apostelgeschichte 26:18   um ihnen die Augen zu öffnen...damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbteil unter  denen.......Erbteil bedeutet Anteil an dem Erbe. Dieser Erbteil ist der dreieine Gott selbst mit allem, was Er hat, mit allem, was Er getan hat, und mit allem, was Er für Sein erlöstes Volk tun wird.
Lobe den Herrn!
Esther

Offline Jose

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W. Lee und seine Irrlehre
« Antwort #6 am: 04 Mai 2015, 21:16:49 »
Zitat
Die erste Frage an dich ist, bist du willig, die Offenbarung der Schrift so anzunehmen, wie sie gegeben wird, ohne eigene Interpretationen, Vorstellungen, Meinungen usw. hineinfließen zu lassen.
Ich glaube an die Dreieinigkeit, aber nur an das, was ich aus dem Wort Gottes erkennen kann.

Esther,
du bist dir sicherlich nicht bewusst, dass du dich hast längst verführen lassen durch die falschen Lehren von W. Lee.

Zitat

1. Nach Lee ist Gott in der Essenz oder Substanz einer, in der Hypostase oder den Personen dagegen unterscheidbar drei. Die drei der Dreieinigkeit – Vater, Sohn und Geist – seien ewig unterscheidbar, aber sie seien nie voneinander getrennt und handelten nie voneinander unabhängig. So sei der dreieine Gott der Vater in Christus als der Geist, um für die Gläubigen das Leben und die Lebensversorgung zu sein.

2. Der dreieine Gott sei „durch einen Prozess gegangen und vollendet worden“. In seiner ewigen Existenz verändere sich Gott nicht, aber er habe sich in seinem ökonomischen Vorangehen verändert, in Christus, dem Prozess der Fleischwerdung, des menschlichen Lebenswandels, des Todes, der Auferstehung und Himmelfahrt, denn er sei als der Leben gebende Geist vollendet worden (1. Kor. 15,45; 2. Kor. 3,17), damit er in den Gläubigen wohnen könne.

3. Der durch einen Prozess gegangene und vollendete dreieine Gott teile sich in seine Erwählten aus, um sie mit seinem göttlichen Leben wiederzugebären (1. Pet. 1,3), entsprechend seiner göttlichen Natur umzuwandeln (Röm. 12,2; 2. Kor. 3,18) und schließlich mit seiner göttlichen Herrlichkeit zu verherrlichen (Röm. 8,30), wobei er sie in Leben, Natur und Ausdruck sich selbst gleichmache.[24][25][26]

4. Bei Gottes neutestamentlicher Ökonomie (1.Tim. 1,4), die Gottes Plan oder Weg sei, um seinen ewigen Vorsatz auszuführen, gehe es darum, sein eigenes Wesen in seine Erwählten hinein auszuteilen (Eph. 3,8–11), um das Neue Jerusalem als die gegenseitige Wohnung des dreieinen Gottes und des dreiteiligen Menschen zu vollenden (Offb. 21,3.22), damit er für ewig voll zum Ausdruck komme.

Quelle


Für solche Irrlehren gibt es keine Grundlage in der Bibel, wenn das Wort unvoreingenommen gelesen wird. Gott schenke allen, die falsch belehrt sind, Gnade, herauszufinden aus der Betrügerei der Menschen durch ihre Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum (Eph 4,14).

José

Offline inchristus

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Re: Anti-Trinitarismus
« Antwort #7 am: 05 Mai 2015, 09:31:41 »
Liebe Esther,

du schreibst:


Die erste Frage an dich ist, bist du willig, die Offenbarung der Schrift so anzunehmen, wie sie gegeben wird, ohne eigene Interpretationen, Vorstellungen, Meinungen usw. hineinfließen zu lassen? Wenn du bereit bist, diese Haltung einzunehmen, kann der Herr mit dir vorangehen, weil du Sein Wort als Autorität ansiehst.


Du forderst José und damit andere auf, allein die Schrift auf sich wirken zu lassen. Aber genau das ist es, liebe Esther, was du selbst nicht machst! Du lässt die Auslegung von Herrn Lee mit einfließen und stülpst dir sein Lehrgebäude über!

2Joh9 bezeugt, dass jeder, der nicht in Christi Lehre bleibt, Gott nicht hat!

Nicht umsonst heißt es in 1Tim4,16: "Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; bleibe beständig dabei! Denn wenn du dies tust, wirst du sowohl dich selbst retten als auch die, welche auf dich hören."

Lass' dich wieder zurechtbringen, liebe Esther!

In Liebe
Astrid
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline Gnu

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Re: Anti-Trinitarismus
« Antwort #8 am: 23 Juni 2017, 12:24:02 »
Ich hätte eine Frage zu www.trinitaet.com

Wo genau irrt der Ersteller jener Webseite?

Leider funktioniert der Link von Roland nicht mehr

Offline Jose

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Re: Anti-Trinitarismus
« Antwort #9 am: 24 Juni 2017, 16:57:58 »
Wo genau Stephan Gerber irrt? Darin, dass die Gottheit Jesu geleugnet wird und er Gottes Wort anzweifelt, wenn er z.B. schreibt:

Ist Jesus Christus JHWH?

Die Frage, ob Jesus Christus JHWH ist, spielt in der Bibel überhaupt keine Rolle, begegnet uns aber heute recht oft in verschiedensten Spielarten. Es ist im Grunde die Frage, ob Gott Mensch wurde, oder ob er seinen Sohn gesandt hat. Es ist die Frage, ob Jesus Christus Gott selbst ist, oder ob er Gottes Sohn ist. Mit allen Konsequenzen.

Quelle



Die Frage spielt in der Bibel sehr wohl eine Rolle und das haben selbst die Schriftgelehrten und Pharisäer erkannt.

Der Jünger Johannes, der wie kein anderer eine sehr tiefe Beziehung zu Jesus hatte, schreibt am Anfang seines Evangeliums: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott" Joh 1,1. Und dann lesen wir: "Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit" Joh 1,14.

Das ist das Evangelium, dass GOTT MENSCH WURDE IN JESUS CHRISTUS UM UNS ZU ERLÖSEN. JESUS WAR WAHRER MENSCH UND WAHRER GOTT. Nur so konnten wir erlöst werden. "Denn ich bin gewiss: Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich, indem er den Menschen ihre Verfehlungen nicht anrechnete und unter uns das Wort von der Versöhnung aufgerichtet hat" 2. Kor 5,19. Wer die Gottheit Jesu in Frage stellt, stellt das Werk der Erlösung in Fragt. NUR GOTT KONNTE UNS MIT SICH SELBST VERSÖHNEN.

Was den Link von Roland anbetrifft, vielleicht findet sich der Artikel nun hier: Die Anfänge trinitarischer Rede von Gott im Neuen Testament

Offline Gnu

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Re: Anti-Trinitarismus
« Antwort #10 am: 24 Juni 2017, 17:56:38 »
José, danke für die Antwort. Ich werde den Artikel von Stephan Gerber durcharbeiten. Ein Teil der Argumente von Gerber (in anderen Artikeln der Webseite) sind aber durchaus richtig, es sei denn ich hätte das Denken verlernt.

Offline Jose

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Re: Anti-Trinitarismus
« Antwort #11 am: 05 Juli 2017, 21:24:50 »
Etwas „Wahrheit“ findest du bei jedem Irrlehrer und Verführer. Ich bin aber doch etwas verwundert, über dein Interesse. Wer die Gottheit Jesu leugnet, ist nicht zu empfehlen, denn darauf beruht unsere Erlösung.

Offline Gnu

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Re: Anti-Trinitarismus
« Antwort #12 am: 16 Juli 2017, 05:20:54 »
Etwas „Wahrheit“ findest du bei jedem Irrlehrer und Verführer. Ich bin aber doch etwas verwundert, über dein Interesse. Wer die Gottheit Jesu leugnet, ist nicht zu empfehlen, denn darauf beruht unsere Erlösung.
Dass man etwas Wahrheit bei jedem Irrlehrer und Verführer findet, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Leider habe ich bis heute noch keinen Lehrer gefunden, der irrtumsfrei ist, du etwa? Dass Jesus Gott ist, kannst du auch bei den Katholiken lernen. Dass aber Gott dreieinig oder dreifaltig sei, steht einfach nirgends wörtlich in der Bibel und darf deshalb als Sonderlehre bezeichnet werden.

Auch die Jesus ist Gott Theologie hat ihre Schwächen und Probleme, weil diverse Aussagen des Herrn Jesus in den Evangelien dann unverständlich werden. Ich kann nicht gleichzeitig glauben, dass Jesus Gott ist und dass die Bibel unfehlbar ist. Ich neige aber zur Ansicht, dass Jesus Gott und die Bibel unfehlbar ist, obwohl rein logisch das ein Widerspruch ist. Die Konstruktion eines dreieinigen Gottes hilft dabei sehr. Von daher bin ich Trinitarier. Aber ein konstruierter, kein überzeugter.

Mir genügt als Hilfe zum Glauben auch die Allmacht Gottes, der gleichzeitig an verschiedenen Orten sein kann, ohne sich verdreifachen zu müssen. Duplizieren genügt dazu nämlich. Auch Padre Pio konnte das. Bilokation nennt man das. Wenn Gott sich verdreifachen kann, kann er sich auch vervielfachen. Es gibt ja sieben Geister Gottes in der Offenbarung und in Jesaia 11 Vers 2.

Schönen Sonntag!

Offline EduardS

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Re: Anti-Trinitarismus
« Antwort #13 am: 16 Juli 2017, 18:31:20 »
...  Ich kann nicht gleichzeitig glauben, dass Jesus Gott ist und dass die Bibel unfehlbar ist. Ich neige aber zur Ansicht, dass Jesus Gott und die Bibel unfehlbar ist, obwohl rein logisch das ein Widerspruch ist. Die Konstruktion eines dreieinigen Gottes hilft dabei sehr. Von daher bin ich Trinitarier. Aber ein konstruierter, kein überzeugter.  Mir genügt als Hilfe zum Glauben auch die Allmacht Gottes, der gleichzeitig an verschiedenen Orten sein kann, ohne sich verdreifachen zu müssen. Duplizieren genügt dazu nämlich. Auch Padre Pio konnte das. Bilokation nennt man das. Wenn Gott sich verdreifachen kann, kann er sich auch vervielfachen. Es gibt ja sieben Geister Gottes in der Offenbarung und in Jesaia 11 Vers 2.  Schönen Sonntag!
 

- Hast Du das schon mal gelesen?: 
Zitat
1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 2 Dieses war im Anfang bei Gott. 3 Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. 4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. 5 Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen. 6 Es war ein Mensch, von Gott gesandt; sein Name war Johannes. 7 Dieser kam zum Zeugnis, um von dem Licht Zeugnis zu geben, damit alle durch ihn glaubten. 8 Nicht er war das Licht, sondern er sollte Zeugnis geben von dem Licht. 9 Das wahre Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen. 10 Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht. 11 Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. 12 Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; 13 die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. 14 Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. (Joh 1, 1-14)
 
Zitat
7 Denn drei sind es, die Zeugnis ablegen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins; (1Joh 5, 7)
   Das muss man im Glauben annehmen. Ein Ungläubiger kann dies nicht tun!  Wenn wir mit unserem Verstand es nicht verstehen können, so heißt es nicht, dass es nicht so ist!
« Letzte Änderung: 16 Juli 2017, 18:52:49 von EduardS »
Ich bemühe mich, immer gegen den Strom zu schwimmen...

Offline Jose

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Re: Anti-Trinitarismus
« Antwort #14 am: 17 Juli 2017, 22:31:42 »
Hallo Gnu.
Ich möchte kurz auf drei von deinen Aussagen eingehen:
Zitat
Leider habe ich bis heute noch keinen Lehrer gefunden, der irrtumsfrei ist, du etwa?
Es gibt über manche Lehre verschiedene Erkenntnisse. Aber wenn fundamentale Lehren geleugnet werden, wie die Gottheit Jesu, dann ist die Gefahr groß, verführt zu werden durch Irrlehren. Daher rate ich dringend davon ab, sich damit zu beschäftigen.

Zitat
Ich kann nicht gleichzeitig glauben, dass Jesus Gott ist und dass die Bibel unfehlbar ist.
Wenn ich so denken würde, dann würde ich Gott bitten mich zu überzeugen, weil sonst mein Glaube kein Fundament hätte.

Zitat
Wenn Gott sich verdreifachen kann, kann er sich auch vervielfachen.
Gott hat sich nicht verdreifacht, denn GOTT IST EINER.


Wenn wir versuchen das Wort Gottes mit unserem Verstand zu erfassen, werden wir scheitern. Schon im AT lesen wir: "Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand!" Spr 3,5. Auch der Herr Jesus hat die Jünger dafür getadelt, den Schriften nicht zu glauben.

Thomas, der als ungläubiger Thomas bezeichnet wird, hat seine Zweifel deutlich ausgesprochen. Es gibt aber viele andere Gläubige, die auch zweifelnd und fragend sind. Und da möchte ich mich gar nicht ausschließen. Es gibt aber grundsätzliche Überzeugungen, die darf man nicht in Frage stellen.

Was mich beim Thomas immer wieder bewegt, ist, dass er wirklich offen war, sich vom Herrn überzeugen zu lassen. Gewiss sah Jesus sein aufrichtiges Herz an und ermutigte ihn, zu glauben ohne zu sehen: "Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus spricht zu ihm: Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt. Glückselig [sind], die nicht gesehen und [doch] geglaubt haben! Joh 20,28-29. Das gilt für alle, die seitdem Jünger Jesu geworden sind.

Im sogenannten Missionsbefehl da heißt es: "Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" Mt 28,19. Es wird hier der dreieinige Gott genannt. Eigentlich ist das Wort selbst für den Verstand klar, aber wirklich erfassen kann es nur der Glaube.
« Letzte Änderung: 19 Juli 2017, 18:48:43 von Jose »