Autor Thema: Wache auf  (Gelesen 978 mal)

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Offline Jose

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Wache auf
« am: 07 Dezember 2014, 13:44:35 »
Was ist mit dir, du Schläfer?
"Da fürchteten sich die Seeleute und schrien um Hilfe, jeder zu seinem Gott. Und sie warfen die Geräte, die im Schiff waren, ins Meer, um ihre schwierige Lage zu erleichtern. Jona aber war in den untersten Schiffsraum hinabgestiegen, hatte sich hingelegt und schlief fest." Jona 1,5

Während die Seeleute um Hilfe schrien, schlief Jona fest. Dabei war auch sein Leben in Gefahr und sicherlich auch die selige Ewigkeit, da er sich nicht im Willen Gottes befand sondern auf der Flucht vor Gott war. Jonas schlief, aber es war nicht der Schlaf des Gerechten. In dieser brenzligen Situation für alle, die in dem Schiff waren, musste der Kapitän des Schiffes Jona aufwecken.

"Da trat der Kapitän an ihn heran und sagte zu ihm: Was ist mit dir, du Schläfer? Steh auf, ruf deinen Gott an! Vielleicht wird der Gott sich auf uns besinnen, so dass wir nicht umkommen." Jona 1,6


Wer kann aufwecken?
Menschen können einander aufwecken, damit die natürlichen Gegebenheiten wahrgenommen werden, aber etwas anderes ist, geistlich wach zu werden, um sich selbst im Lichte Gottes richtig zu erkennen und dann auch andere besser beurteilen zu können. Wobei Gott es ist, der letztlich zu beurteilen vermag.

Der Kapitän hatte Jona aufgeweckt und Jona hat die Situation sehr richtig erkannt und auch seine Verantwortung für die Situation. Seine Anweisung: "Da sagte er zu ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer! Dann wird das Meer euch in Ruhe lassen; denn ich habe erkannt, dass dieser große Sturm um meinetwillen über euch <gekommen ist>"Jona 1,12, zeugt sicherlich von seiner noch gültigen Berufung als Propheten, denn wie er es angekündigt hatte, so ist es auch geschehen. "Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. Da ließ das Meer ab von seinem Wüten" Jona 1,15.

Der Kapitän weckte Jona auf, die Seeleute warfen Jona ins Meer, aber letztlich war es Gott, der zu Jona reden musste, um ihn geistlich aufzuwecken. Der Weg, den Gott dazu gebrauchte, diente dazu, Jona am Leben zu erhalten, da er sonst ertrunken wäre, diente aber auch dazu, Jona zur Buße zu führen und war dann auch der Weg, um Jona wieder ans Land zu bringen.


Nur Gott kann geistlich beleben
"Und der HERR bestellte einen großen Fisch, Jona zu verschlingen; und Jona war drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches." Jona 2,1. In dieser Zeit, als Jona im Bauch des Fisches war, da redete Gott auch zu ihm: "Und Jona betete zum HERRN, seinem Gott, aus dem Bauch des Fisches und sprach: Ich rief aus meiner Bedrängnis zum HERRN, und er antwortete mir. Aus dem Schoß des Scheol schrie ich um Hilfe - du hörtest meine Stimme" Jona 2,2-3. Wie gnädig ist Gott und wie sehr liegt Ihm daran, uns zurecht zu bringen. Darin wird auch Seine große Liebe offenbar.

Jona erkannte seine Schuld und dass Gott allen Recht hatte, ihn zu richten und zu verwerfen, daher bekannte er auch: "Und du hattest mich <in> die Tiefe geworfen, in das Herz der Meere, und Strömung umgab mich. Alle deine Wogen und deine Wellen gingen über mich dahin. Da sprach ich: Verstoßen bin ich von deinen Augen hinweg, dennoch werde ich wieder hinblicken zu deinem heiligen Tempel" Jona 2,4-5. Wie wichtig ist, auch wenn wir von Gott gezüchtigt werden, nicht daran zu zweifeln, dass Gott als liebender Vater uns helfen will, damit wir wieder mit klarem Blick aufschauen dürfen zu Ihm. Dazu ist es aber wichtig, dass wir umkehren von unserem verkehrten Denken und von den verkehrten Wegen. So durfte es auch Jona erleben.

"Zu den Gründen der Berge sank ich hinab. Der Erde Riegel waren hinter mir auf ewig <geschlossen>. Da führtest du mein Leben aus der Grube herauf, HERR, mein Gott. Als meine Seele in mir verschmachtete, dachte ich an den HERRN. Und mein Gebet kam zu dir, in deinen heiligen Tempel" Jona 2,7-8.


Gott gebrauchte einen Fisch
Dann wurde auch dem Jona geholfen, als er bekannte: "Ich aber will dir Opfer bringen mit der Stimme des Lobes; was ich gelobt habe, werde ich erfüllen. Bei dem HERRN ist Rettung. Und der HERR befahl dem Fisch, und er spie Jona auf das trockene <Land> aus" Jona 2,10-11.

Weitere Gedanken über den Propheten Jona habe ich hier geschrieben: Der Prophet Jona


Persönlich
Ich möchte abschließend fragen, ob Gott auch uns gebrauchen kann, einander in Liebe zu helfen? Wobei es auch darauf ankommt, dass wir uns helfen lassen wollen. Was ich persönlich lernen musste und sicherlich noch nicht ausgelernt habe, ist dass ich nie denken darf, bestimmt im Recht zu sein. Gottes Wort ist Wahrheit, aber mein Verständnis darüber ist gar zu oft nur Buchstaben bezogen. Wenn wir aber nur auf den Buchstaben achten, handeln wir nicht geistlich, darum benötigen wir auch die Hilfe des Herrn, um zuerst uns selbst zu erkennen.

Die sich von mir mit brüderlichem Gruß grüßen lassen, möchte ich das Wort zurufen: "Nicht dass wir von uns aus tüchtig wären, etwas zu erdenken als aus uns selbst, sondern unsere Tüchtigkeit ist von Gott, der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig" 2.Kor 3,5-6.
« Letzte Änderung: 07 Dezember 2014, 15:15:44 von Jose »