Autor Thema: Ein r.k Christ stellt sich vor!  (Gelesen 1735 mal)

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Michi2911

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Ein r.k Christ stellt sich vor!
« am: 31 August 2014, 22:21:05 »
Guten Abend an alle!

Ich heiße Michael und bin 24.

Ich selbst bin Römisch-Katholisch und auch so erzogen. Meine Eltern kommen aus dem Streng "Katholischen" Oberschlesien mit all seinen Traditionen. Mir wurde es von klein auf eingetrichtert: "Jeden Sonntag in die Kirche";Freitags wird kein Fleisch gegessen, Weihnachten und Ostern ist extrem wichtig (Jesu Geburt / Jesu Auferstehung) und wir alle kommen nach dem Tod in den Himmel. Für meine Verstorbene Oma wird eine Messe eingetragen in der nur "Ihr Name vorgelesen wird". Alle Drei oder Vier Wochen kommt "Maria" zu uns ins Haus (ist so eine Art Pilgertum "Schönstatt" von Haus zu Haus) und wir Beten gemeinsam vorallem das (Gegrüßet seist du M. ......)  Ich habe eigentlich nie daran gezweifelt das alles seine Richtigkeit hat...

Nach meiner Firmung (ich war 15) bin ich nicht mehr jeden Sonntag in die Kirche gegangen. Ihr wisst ja, in der Jugend will man ausschlafen, Kirche ist langweilig und so weiter, was meinen Eltern überhaupt nicht gefiel. Häufig gab es deswegen Streiterein, bis Heute und das obwohl ich schon 24 bin.  Ein paar Jahre später ich war etwa. 18-19 kamen wir etwas enger in Kontakt zu unseren Nachbarn die Zeugen Jehovas sind. Wir haben gemeinsam mit Ihnen ein Bibelstudium angefangen. Natürlich war uns Bewusst, dass es eine Sekte ist. Trotzdem wollten wir die Bibel etwas besser kennenlernen (eher gesagt meine Eltern, aber ich bin nach ner Zeit hinzugestoßen aus Neugier). Natürlich hatte ich wenig Ahnung von der Bibel, trotzdem konnte es ja nicht sein das diese Sekte die einzig Wahre Religion sein sollte. Warum glauben Sie etwas besseres zu sein? Warum haben Sie eine Neue Welt Übersetzung und was hat es mit dem Buch "Was lehrt die Bibel wirklich, auf sich? Mir war nach kurzer Zeit bewusst das die Wachtturmgesellschaft ihre sogenannten "Brüder und Schwester" nach Strich und Faden ins Irre Licht führt und vieles aus der Bibel so verdreht, damit es gerade so passt wie sie es wollen. Außerdem hatten Sie für jede Frage eine passende Antwort (wie auswendig gelernt) Hinzu kommt folgendes: Warum sollen nur die Zeugen gerettet werden? Sind wir als Christen also Abschaum Gottes, nur weil wir keine Zeugen sind? Genau diese Gedanken waren schon ein Grund nicht mehr über das Thema "Bibel" mit diesen Menschen zu sprechen. Heute haben wir trotzdem noch guten Kontakt, warum auch nicht?  :)

In den letzten Jahren fing ich leicht an zu Zweifeln, ob die Katholische Kirche nicht doch ein Lügenkonstrukt ist. Weihnachten, Wir kommen alle in den Himmel, Durch Maria (gelangen wir zu Jesus), Ein Papst der sich als Stellvertreter Gottes sieht usw usw. das kann es doch nicht sein. Vor gut 3 Wochen war ich in Polen und wie es ja so ist geht man natürlich Sonntag mit in die Kirche. (Ich wollte vor den Verwandten nicht so tun als wäre ich ungläubig). Mir ist aufgefallen, dass Minutenlang Mariagebete gesprochen wurden. So etwas gibt es bei uns in Deutschland nicht. Diese "Marienverehrung" war mir bis dato nicht bewusst gewesen.  Ich persönlich kann das einfache Maria Gebet (Gegrüßet seist du...)  nicht auswendig, in meiner Familie werde ich immer blöd angeschaut weil ich es nicht aufsage. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es sogar gut ist das ich es nicht kann. Trotzdem: Wenn man mit seinen Eltern oder Verwandten die ebenfalls Katholisch sind darüber sprechen würde, würde ich ja als Dumm angesehen werden, quasi "Von Dämonen besessen". Für mich persönlich, ist die Beziehung zu Gott und nur zu Gott besonders wichtig. Ich brauche keine Kirche, keinen Papst keine Pfarrer. Auch wenn ich früher aus Foulheit (ich wollte ja ausschlafen) nicht zur Kirche ging, so ist es heute für mich ein grundlegendes Argument. Meine Eltern können es jedenfalls nicht verstehen und es ensteht Streit.

Ich persönlich glaube das mir Gott mein Ganzes Leben schon Kraft gegeben hat. Ich habe sehr viel Überstanden vorallem Schwierige Phasen in meinem Leben und ich bin Glücklich das er mir stets Kraft gab und auch weiterhin gibt. Ich habe auch schon viele Frauen kennengelernt bei der es am Anfang viele Gemeinsamkeiten gab und ich am Ende froh war, dass nichts geworden ist. Mir ist erst spät immer aufgefallen, dass diese Menschen mit Gott nichts am Hut haben oder Sie mich nicht verdient haben. Ich suche eine Lebenspartnerin, die ebenfalls "Gott" in ihrem Herzen hat und so denkt wie ich. Ich denke das Gott für mich die Richtige finden wird die seinen Vorstellungen entspricht. Vielleicht sind ja meine Zweifel gewollt, damit ich den richtigen Weg einschlage. Aber: Gibt er mir auch die Kraft mit der Familie um die Konflikte in Sachen "Glauben" zu überstehen? Ich persönlich Rede nicht über Zweifel die ich habe mit Ihnen. Ich finde es auch besser so.

Registriert habe ich mich deswegen um ab und zu ein wenig ins Gespräch zu kommen und um meinen Glauben zu "Prüfen" in dem ich mit anderen in Kontakt komme, die nicht sofort sagen du bist Verrückt weil du Dinge von der Kirche anzweifelst.
« Letzte Änderung: 31 August 2014, 22:36:06 von Michi2911 »

Offline Roland

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Re: Ein r.k Christ stellt sich vor!
« Antwort #1 am: 31 August 2014, 23:00:47 »
Hallo Michael,

herzlich willkommen hier im Forum. Erst einmal herzlichen Dank für Deine Offenheit. Ich würde mich freuen, wenn in diesem Forum ein gesegneter und konstruktiver Austausch entsteht.

Genau wie Du wurde ich auch röm.-kath. erzogen (allerdings nicht im streng kath. Oberschlesien, sondern im streng kath. Bayern).

Zitat
Mir wurde es von klein auf eingetrichtert: "Jeden Sonntag in die Kirche";Freitags wird kein Fleisch gegessen, Weihnachten und Ostern ist extrem wichtig (Jesu Geburt / Jesu Auferstehung) und wir alle kommen nach dem Tod in den Himmel. Für meine Verstorbene Oma wird eine Messe eingetragen in der nur "Ihr Name vorgelesen wird"
Daran kann ich mich auch noch gut erinnern. Ich denke dabei an meine Großmutter, die immer mit mir schimpfte, weil ich am Karfreitag laut Musik hörte.

Zitat
Alle Drei oder Vier Wochen kommt "Maria" zu uns ins Haus (ist so eine Art Pilgertum von Haus zu Haus) und wir Beten gemeinsam vorallem das (Gegrüßet seist du M. ......)
Dass "Maria" kam, war bei uns nicht üblich. In den meisten bayrischen Häusern (zumindest in der Gegend, in der ich aufgewachsen bin) gibt es Mauernischen, in denen eine Marienstatue steht.

Zum Thema "Zeugen Jehovas" findest Du auch einiges im Forum, z. B. hier.

Zitat
Warum haben Sie eine Neue Welt Übersetzung und was hat es mit dem Buch "Was lehrt die Bibel wirklich, auf sich?
Die NWÜ ist im eigentlichen Sinn keine Bibelübersetzung, da die Irrlehren der Zeugen Jehovas "eingearbeitet" wurden. Ein Beispiel: Im Neuen Testament kommt der Name Jehova nicht in einer einzigen Stelle vor, auch keine der 5000 gefunden Handschriften nennt diesen Namen. Die Zeugen Jehovas haben diesen Namen 237x im Neuen Testament eingefügt und dies zeigt, dass die sog. "Neue-Welt-Übersetzung" keine Bibelübersetzung, sondern eine Fälschung ist. Falls Du Dich gerne eingehender mit der "NWÜ" beschäftigen möchtest, können wir dies gerne hier im Forum tun.
Das Buch "Was lehrt die Bibel wirklich?" ist eine Propagandaschrift der ZJ, um ihre Irrlehren unter die Leute zu bringen.

Zitat
Außerdem hatten Sie für jede Frage eine passende Antwort (wie auswendig gelernt
Ich finde es gut, dass Dir das aufgefallen ist. Die ZJ lernen tatsächlich ihre Antworten auswendig (solch ein Buch befindet sich in meinem Besitz. Hier steht z. B. eine Frage und die Antwort, die die ZJ dann geben sollen). Außerdem üben sie solche Gespräche in Rollenspielen im "Königreichsaal".

Zitat
Warum sollen nur die Zeugen gerettet werden?
Weil jede Sekte behauptet, dass nur ihre Mitglieder gerettet werden.

Zitat
In den letzten Jahren fing ich leicht an zu Zweifeln, ob die Katholische Kirche nicht doch ein Lügenkonstrukt ist.
Es ist gut, dass Du darüber nachdenkst, denn die Katholische Kirche manipuliert ihre Anhänger ähnlich wie die ZJ. Du hast ja schon einige Punkte angeführt und wenn Du möchtest, können wir diese gerne vertiefen und schauen, was die Bibel dazu sagt.

Über einen weiteren Austausch würde ich mich freuen.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Jose

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Re: Ein r.k Christ stellt sich vor!
« Antwort #2 am: 01 September 2014, 07:05:08 »
Hallo Michael.
Als ich deine Zeilen las dachte ich an meinen eigenen Erfahrungen in der katholischen Kirche. Am meisten entsetzt mich heute noch die Tatsache, dass die Kirche an sich den Anspruch erhebt, die alleinseligmachende zu sein. Dabei sagt die Bibel sehr klar, dass das Heil nur in Jesus und durch Jesus zu haben ist.

Ich hatte damals keine persönliche Beziehung zu Jesus und die Bibel enthielt nur schöne Geschichten, war aber lehrmäßig nicht verbindlich und massgebend. Das ist sie heute für die kath. Kirche weiterhin nicht und wird es nie sein.

Deine Beobachtungen bezüglich der ZJ sind sehr zutreffend. Im Grunde haben auch sie keine persönliche Beziehung zu Jesus und keine Heilsgewissheit. Ihr Vertrauen gehört der Wachturmgesellschaft. Auch die ZJ stülpen ihre Lehren der Bibel über, nur anders als in der RKK.

Gottes Segen wünsche ich dir im Austausch hier.

Liebe Grüsse
José

« Letzte Änderung: 01 September 2014, 07:16:13 von Jose »

Michi2911

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Re: Ein r.k Christ stellt sich vor!
« Antwort #3 am: 01 September 2014, 21:01:03 »
Danke für eure Antworten!

Hier mein erstes Anliegen:

Zum Thema Weihnachten habe ich in meinem Gotteslob folgendes gefunden, schließlich ist Weihnachten ja angeblich "Heidnischen Ursprungs" (steht Ähnlich auf der Homepage des Bistum-Augsburgs)

Weihnachten hat ja eine sehr Bedeutende Stellung in der Kirche und ist die Zeit des "Kaufrausches" schließlich möchte man seine Lieben ordentlich beschenken.

Hierzu hätte ich gerne eure Einschätzung wie ihr die Dinge zu diesem Thema seht. Diese Stelle aus dem Gotteslob hat mir mein Vater vor einiger Zeit mal gezeigt als wir über dieses Thema gesprochen haben.

 Die weihnachtliche Festzeit

Die weihnachtliche Festzeit beginnt mit dem Fest der Geburt Christi in der Heiligen Nacht des 24. Dezember und endet mit dem Fest der Taufe des Herrn am Sonntag nach dem 6. Januar.

In der katholischen Liturgie beginnt das Weihnachtsfest mit der nächtlichen Vigilfeier, der Christmette an „Heilig Abend“ (24.12.). Am 25.12. das Weihnachtsfest wird begangen und am 26.12. der „Stephanietag“ gefeiert.

 

Geschichte des Geburtsfestes Jesu Christi, des Herrn

Entstanden ist das Fest der Geburt Jesu Christi bereits im vierten Jahrhundert. Die römische Kirche hat den 25. Dezember gewählt, nahe der Wintersonnwende, dem heidnischen Festtag des unbesiegbaren Sonnengottes. Sie feiert damit symbolisch Christus als die wahre Sonne, der in seiner Geburt der Welt aufgegangen ist, der im Tod nicht untergehen konnte und der wiederkommt in Herrlichkeit.

Verschiedene Bräuche haben sich um das Weihnachtsfest entwickelt: Das Aufstellen und Schmücken eines Christbaumes, der an den Baum des Lebens und an Christus als Licht der Welt erinnert, sowie das Herrichten einer Krippe, die das Geschehen der Heiligen Nacht darstellt.

Die Kirchen des Ostens feiern Weihnachten erst am 6. Januar. Dieses Fest, das älter ist, betont das Sichtbarwerden Gottes auf Erden (Theophanie). Die Westkirche feiert zusammen mit den Ostkirchen an diesem Tag die Erscheinung des Herrn (Epiphanie), das Kommen Christi als König in die Welt. Im Vordergrund steht die Huldigung der Weisen vor dem neugeborenen göttlichen Kind.
Im katholischen Brauchtum ziehen an Epiphanie (Dreikönig) Sternsinger betend von Haus zu Haus, sprengen geweihtes Wasser in die Räume und lassen Weihrauch duften. An die Türen werden mit Kreide die Jahreszahl und Kreuze sowie die Buchstaben C + M + B geschrieben („Christus mansionem benedicat“ = Christus segne dieses Haus). Sie bitten um eine Gabe für die Weltmission.


 

Weitere Feste der Weihnachtlichen Festzeit

Das Fest der Heiligen Familie wird am Sonntag nach Weihnachten bzw. (falls der 25. Dez. auf einen Sonntag fällt) am 30. Dezember gefeiert.

Acht Tage nach Weihnachten ist das Hochfest der Gottesmutter Maria (1. Januar), an dem in besonderer Weise der Gottesmutter gedacht wird.

Am Sonntag nach Epiphanie (6.1.) berichtet das Evangelium von der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer. Seit der Liturgiereform endet mit dem Sonntag, an dem die Taufe Jesu thematisiert wird, die weihnachtliche Festzeit.

Vierzig Tage nach Weihnachten wird schließlich die Darstellung des Herrn im Tempel gefeiert. Vor der Liturgiereform war dieser Tag das Ende des Weihnachtsfestkreises. Der 2. Februar wird auch als „Mariä Lichtmess“ bezeichnet, wegen des festlichen Einzugs ins Gotteshaus mit brennenden Lichtern.



« Letzte Änderung: 01 September 2014, 21:12:44 von Michi2911 »

Offline Jose

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Re: Ein r.k Christ stellt sich vor!
« Antwort #4 am: 03 September 2014, 00:29:53 »
Hallo Michael.
Geht es dir darum, ob Weihnachten biblisch ist? Dass Jesus geboren ist steht außer Frage, aber was bedeutet es für uns und was fangen wir damit an?

Beim Lesen der Aussagen in deinem Beitrag erschrack ich über die Hinweise auf die sogenannte "Mutter Gottes". Gerade die katholische Kirche beherrscht es sehr gut, das Wichtige aus der Mitte zu verschieben.

Jesus ist der Anfänger und Vollender des Glaubens. Wenn wir über Seine Menschwerdung sprechen, muss es uns um Ihn gehen und warum Er diesen Weg gegangen ist. Dann wird es auch klar,  dass um würdig an Seine Geburt zu denken, wir Ihm unsere Herzen geben müssen. Andere Geschenke will Er nicht.

Liebe Grüße
José