Autor Thema: Falsches Evangelium oder fehlende Erkenntnis  (Gelesen 1553 mal)

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Offline Jose

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Falsches Evangelium oder fehlende Erkenntnis
« am: 17 Juni 2014, 11:21:52 »
Auf Anregung von Roland

Vielleicht wäre es gut, gemeinsam im Forum den Unterschied zwischen einem falschen Evangelium und mangelhafte Erkenntnis zu erarbeiten.

habe ich hier, unter "Sekten/Sondergruppen/Religionen/Ökumene/Okkultismus" das Thema "Falsches Evangelium oder fehlende Erkenntnis" eröffnet.

Beginnend möchte ich erwähnen, dass nach meiner Überzeugung es aber auch so ist, dass es sich oftmals ganz bestimmt auch um fehlenden Gehorsam und Liebe zur Welt handelt, weswegen die biblische Belehrung nicht befolgt wird und die Christen im Wandel sich nicht von der Welt unterscheiden.

Insgesamt sehe ich als nicht immer einfach, klar Stellung zu beziehen. Bei Zeugen Jehovas, Mormonen, Neu Aposteln, Katholiken lässt es sich z.B. eindeutig sagen, dass es Irrlehrer sind, somit verkündigen sie auch eine falsches Evangelium. Auch die Adventisten sind hier einzuordnen, weil sie zu sehr einen unbiblischen und gesetzlichen Weg einschlagen und Lehren verkündigen, welche gegen die biblische Belehrung sind.

Calvinisten und Darbysten verkündigen auch Irrlehren, im Calvinismus jedoch m.E. um einiges schlimmer. Wobei es von beiden Gruppen extremere Ausrichtungen gibt. Persönlich bin ich der Meinung, dass in den sogenannten "Darbystischen" Richtungen die Botschaft des Heils in Jesus Christus und der notwendigen Heilsannahme richtig verkündigt wird, die Irrlehren finden sich dann in bestimmen Lehren, die letztlich eine Gefahr bedeuten, da es doch gilt, treu im Glauben zu stehen.

Wenn wir uns aber mit Charismatischen oder pfingstlerischen Richtungen auseinandersetzen, so gibt es besonders bei den charismatischen Richtungen eine Übertonung der Geistesgaben bis hin zur totalen Verdrehung des Evangeliums, siehe Irrlehre des Wohlstandsevangeliums und die "showmässige" Selbstdarstellung in Heilungsversammlungen. In diese charismatischen Entgleisungen möchte ich nicht allgemein die Pfingstgemeinden einordnen, aber es gibt m.E. teilweise doch Verbindungen, beispielsweise über die Wort-und-Geist Irrlehren.

Es gibt noch etliches mehr. Was sicherlich sinnvoll ist, wäre eine Definition: Was ist ein falsches Evangelium?

Hier spielt oftmals die eigene Erkenntnis eine Rolle, dabei gerät man aber in die Gefahr, die eigene Meinung zum Maßstab zu machen. Ich möchte persönlich nicht vergessen, wie der Herr mir doch nachgegangen ist bis heute und mit mir ist, weil ER treu ist, selbst wenn wir untreu sind. So heißt es in einem Wort:  "wenn wir untreu sind - er bleibt treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen" 2.Tim 2,13. Das sollten wir aber nicht so verstehen, als könnten wir nicht mehr von Glauben abfallen und dann verloren gehen. Aber der Herr gibt uns nicht all zugleich  wieder verloren, so wie auch der Vater im Gleichnis Ausschau hielt nach dem verlorenen Sohn. Es gibt leider auch unter den Christen, etliche, die sich wieder der Welt zugewandt haben und im Glauben nachgelassen haben.

Ich möchte auch noch auf das Wort hinweisen: "Bringe dies in Erinnerung und bezeuge ernstlich vor dem Herrn, daß man nicht um Worte streiten soll, was zu nichts nütze ist als zur Verwirrung der Zuhörer" 2.Tim 2,14. Es sollte auch nicht so sein, dass durch die Beiträge im Forum wir zum Schaden für die Besucher und Leser sind.


Hinweise auf einige andere Threads in diesem Forum:


Mit freundlichen Grüßen,
José
« Letzte Änderung: 17 Juni 2014, 12:55:52 von Jose »

Offline Jose

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Falsches Evangelium
« Antwort #1 am: 19 Juni 2014, 14:27:00 »
Bei "was CHRISTEN glauben.info" muss von einem falschen Evangelium gesprochen werden, denn wer die Notwendigkeit der Erlösung durch Jesus Christus und Seinen stellvertretenden Tod am Kreuz in Frage stellt, hat nicht verstanden, dass ohne Jesu Sühneopfer es keine Erlösung geben kann, es gäbe auch keine Möglichkeit zur Umkehr zu Gott.

Gottes Wort in der Bibel bezeugt deutlich, dass Jesus "unserer Übertretungen wegen dahingegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt worden ist" Röm 4,25.

Auch in Jesaja 53 wurde es bereits angekündigt, "dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und sich zu den Verbrechern zählen ließ. Er aber hat die Sünde vieler getragen und für die Verbrecher Fürbitte getan" Jes 53,12.

Auf dieser Grundlage, baut das wahre Evangelium auf.

Mit freundlichen Grüßen,
José

Offline Jose

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Das Evangelium
« Antwort #2 am: 21 Juni 2014, 19:06:19 »
Heute habe ich das Wort gelesen:

1.Kor 15,1-4 (Elb. 1985, 1992)
1 Ich tue euch aber, Brüder, das Evangelium kund, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch steht, 2 durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr festhaltet, mit welcher Rede ich es euch verkündigt habe, es sei denn, dass ihr vergeblich zum Glauben gekommen seid. 3 Denn ich habe euch vor allem überliefert, was ich auch empfangen habe: dass Christus für unsere Sünden gestorben ist nach den Schriften; 4 und dass er begraben wurde und dass er auferweckt worden ist am dritten Tag nach den Schriften.

Da dachte ich an das Thema hier. Paulus spricht hier vom Evangelium und er erwähnt die 3 Merkmale, dass
  • CHRISTUS für unsere Sünden gestorben ist
  • CHRISTUS begraben wurde
  • CHRISTUS auferstanden ist
so wie es in den Schriften des alten Testaments bereits verkündigt wurde. Es gibt somit keinen alternativen Weg, es gab keinen anderen Weg für GOTT.

Wichtig ist hier die klare Aussage, dass CHRISTUS gestorben, begraben und auferstanden ist. Wer etwas davon leugnet, verleugnet das Evangelium.

Das obige Wort enthält aber auch die Ermahnung, daran festzuhalten als Bedingung, um gerettet zu werden bzw. um nicht vergeblich zum Glauben gekommen zu sein.

So lautet die Stelle in der Schlachter 2000:
1.Kor 15,1-2
1 Ich erinnere euch aber, ihr Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, 2 durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr an dem Wort festhaltet, das ich euch verkündigt habe – es sei denn, dass ihr vergeblich geglaubt hättet.

Diese Ermahnung, dass es gilt am Wort festzuhalten, sollte nicht vergessen werden, besonders wenn die bereits Gläubigen am Evangelium erinnert werden.

Mit freundlichen Grüßen,
José

Offline Jose

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Ist ein Zeuge Jehovas errettet?
« Antwort #3 am: 21 Juni 2014, 20:25:47 »
In einem Beitrag über: Das ewige Leben: Den allein wahren GOTT erkennen, hatte Roland folgendes Beispiel gebracht:

Zitat
Vielleicht wird es deutlicher, wenn wir als Beispiel die Zeugen Jehovas nehmen. Ein Zeuge Jehovas weiß, dass er verloren geht, weil seine Schuld ihn von Jehova trennt. Er tut Buße über seine Sünden und nimmt der das "Loskaufoper" Jesu in Anspruch, damit die Trennung zwischen ihm und Jehova beseitigt wird. Für einen Zeugen Jehovas ist JESUS nicht der wahre GOTT, sondern der Erzengel Michael. Wie sieht es mit ihm aus? Ist der Z. J. errettet?

Wenn ein Mensch an das falsche Evangelium der Wachtturmgesellschaft glaubt, so kann ich mir nicht vorstellen, dass so jemand wirklich Buße getan und von neuem geboren ist, da beispielsweise ein ZJ nicht an die Notwendigkeit der Neugeburt glaubt. Nicht nur einmal wurde mir gesagt, dass nur die 144.000 von neuem geboren seien und auch nur diese seien im Himmel.

Durch die "Konstruktion", dass Jesus der Erzengel Michael sei und Gott den Leichnam Jesu verschwinden ließ, wird wiederrum eine Kernbotschaft des Evangeliums fallengelassen (gestorben, begraben, auferstanden).

Die Zeugen Jehovas haben ein falsches Evangelium und nicht lediglich falsche Erkenntnisse. Das ist meine Überzeugung, jedoch ohne dass ich über jemand persönlich urteilen will. Es ist Grund zur Freude, wenn jemand wieder aus den Irrlehren der ZJ herausfindet.

Vor einiger Zeit habe ich nach einem biblischen Vortrag mit jemand gesprochen, der bereits bei verschiedenen Konfessionsrichtungen war. Er kritisierte das eine und andere am soeben gehörten Vortrag "Wenn die Grundpfeiler fallen" und erwähnte im Gespräch, dass er nun, nach allen Enttäuschungen, wirklich alles anhand der Bibel prüfe und somit erkenne, was richtig und was falsch sein.

Auf Grund einiger seiner Aussagen fragte ich ihn, ob er nun etwa mit den ZJ in Verbindung stehe, was er bestätigte. Seit einiger Zeit sei er in deren Gemeinschaft und fühle sich dort sehr wohl. Ich war geschockt, denn das hatte ich nicht erwartet. Im weiteren Gespräch erwähnte ich einige Irrlehren der ZJ und bat ihn ernstlich, doch alles zu prüfen. Er wirkte etwas verunsichert und auch unruhig. Möge der Herr ihm wirklich begegnen.

Mit freundlichen Grüßen,
José
« Letzte Änderung: 23 Juni 2014, 19:47:56 von Jose »

Offline Jose

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Der Glaube ist aus der Verkündigung
« Antwort #4 am: 23 Juni 2014, 21:56:42 »
Wahrscheinlich ist die Frage, ob ein Zeuge Jehovas errettet ist, nicht die richtige. Es geht darum, wie jemand errettet wird.

Im Römerbrief 10,14-17 lesen wir:
14 Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie aber sollen sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Wie aber sollen sie hören ohne einen Prediger?
15 Wie aber sollen sie predigen, wenn sie nicht gesandt sind? Wie geschrieben steht: »Wie lieblich sind die Füße derer, die Gutes verkündigen!«"
16 Aber nicht alle haben dem Evangelium gehorcht. Denn Jesaja sagt: »Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt?«
17 Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi. 

Der Glaube ist aus der Verkündigung
Wenn wir diese Aussage aus Römer 10,17 beherzigen, so wird es deutlich, wie wichtig die Verkündigung des Evangeliums ist.  Die Verkündigung muss aber aus dem Wort Christi, - aus der Bibel -, kommen. Jede Verkündigung, die sich nicht am Wort Gottes hält, ist verkehrt und führt nicht zum Glauben. Aber auch nicht jede biblische Verkündigung führt zum Glauben, denn nicht alle sind dem Evangelium gehorsam (Vers 16).

Wenn somit der Glaube aus der Verkündigung kommt, die Verkündigung aber aus dem Wort Christi, aber beispielsweise die ZJ ein falsches Evangelium verkündigen, wie kann daraus der Glaube kommen? Das gilt aber auch für die katholische Kirche, weil dort der Glaube an Jesus so überlagert und in den Hintergrund gedrängt wird mit all dem anderen Kult (Heiligen-, Marienverehrung, …) und ähnliches gilt auch für andere Konfessionen, wenn falsche Erkenntnisse zum Ersatzevangelium werden.

Vor einiger Zeit erzählte mir jemand, durch das halten des Sabbats erfahren zu haben, wie Gott den Sieg gab über Sünden. Dann fing die Person euphorisch an, die Segnungen durch das Halten des Sabbats zu rühmen. Ich unterbrach und fragte, ob Gott nicht auch so den Sieg hätte geben wollen, da ER doch nicht will dass wir in Sünden gebunden sind? Wie schnell verfällt der Mensch doch in Werksgerechtigkeit, auch wenn er meint, gehorsam zu sein.
 
In was aber auch ein Mensch verstrick ist, wenn jemand das Wort Gottes hört und seinen verlorenen Zustand erkennt und bekennt, in so jemand kann Gott das Heil wirken und den Glauben schenken. Hier mögen noch verkehrte und falsche Erkenntnisse vorliegen, aber der Herr will im Glauben weiterführen und die rechte Erkenntnis mehren.

Jesus sagte: "Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen" Joh 17,3, ohne dieses "erkennen" kann also niemand gerettet werden. Aber wir werden sicherlich damit nicht aufhören, solange wir hier auf Erden sind. Bis wir im Himmel IHN schauen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen,
José