Autor Thema: Die Nonne rockt den Saal  (Gelesen 886 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Die Nonne rockt den Saal
« am: 21 März 2014, 23:18:04 »
Der Geist der Gottlosigkeit

Vor einigen Tagen habe ich mir Gedanken gemacht über den Geist der Gottlosigkeit. Unter dem Geist der Gottlosigkeit verstehe ich alles bewusste Abweichen von der Wahrheit des Wort Gottes, sowohl äußerlich als auch innerlich. Hierbei ist es mir klar, dass unsere Erkenntnis Stückwerk ist.

Eschreckend finde ich besonders, wenn Christen z.B. betonen, dass sie nicht mehr unter dem Gesetz sind, dabei aber vergessen, dass wir als Christen nicht ohne Gesetz sind. Paulus schreibt ganz deutlich: "denen, die ohne Gesetz sind, wie einer ohne Gesetz - obwohl ich nicht ohne Gesetz vor Gott bin, sondern unter dem Gesetz Christi -, damit ich die, welche ohne Gesetz sind, gewinne" 1. Kor 9,21. Es geht ja nicht darum, unser Heil durch eigene Leistungen bewerkstelligen zu wollen, sondern den Willen Gottes zu tun.

Ist euch auch aufgefallen, wie viele Gotteskinder meinen, Gott nachfolgen zu können und dennoch an dem weltlichen Treiben und weltlicher Lust festhalten zu können? Auch ich bin darin schon schuldig geworden - vielleicht auch gerade vorhin. Die Gefahr ist so groß, sich von der Welt und ihrer Lust beeinflussen zu lassen. Daher ist auch so wichtig, was wir im Brief an Titus lesen: "Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend allen Menschen,  und unterweist uns, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in dem jetzigen Zeitlauf" Tit 2,11-12. Wir sollen die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen. Offensichtlich sind die weltlichen Begierden eng mit der Gottlosigkeit verbunden.


Als ich vorhin, in einer Online-Zeitung die Überschrift las: "Die Nonne rockt den Saal", da wurde ich neugierig und habe es mir angeschaut und gehört. In dem Bericht war u.a. zu lesen:

Die Nonne rockt den Saal

Zitat

Sie groovte, dass der Schleier flog, ihre Mitschwestern im Hintergrund flippten dazu aus, dem Rapper J-Ax stiegen Tränen der Rührung in die Augen. Die Kamera fing Cristinas nonnenhaften Gesundheitsschuhe ein und auf den Rängen war es ein einziger Jubel. „Bist du eine echte Ordensschwester?“, lautete die erste Frage aus der Jury, als der Applaus endlich abgeebbt war. Aber ja, antwortete Schwester Cristina, da bekannte J-Ax schon: „Hätte ich dich sonntags in der Messe singen gehört, als ich jünger war, ich wäre heute Papst.“

Um eine Antwort auf die Frage, warum sie an dem Wettbewerb teilnehme, war Schwester Cristina, die dem Ursulinen-Orden angehört, nicht verlegen:  „Ich bin hierher gekommen, weil ich eine Gabe habe, und Gaben soll man teilen“, sagte sie. Was der Vatikan wohl zu dem Auftritt sage, wollte Raffaella Carrà wissen. Franziskus habe doch alle Ordensleute aufgefordert, hinauszugehen in die Welt, um den Menschen das Evangelium zu verkünden, sagte Schwester Cristina und schloss: „Ich warte auf einen Anruf des Papstes.“ Schließlich ist er dafür bekannt, sich öfter ans Telefon zu setzen und einfach mal eine Nummer aus dem Telefonbuch zu wählen.

Das Youtube-Video des Auftritts avancierte in Windeseile zum Renner, der Hashtag „#suorcristina“ in den sozialen Netzwerken ebenso. Der Vorsitzende des Päpstlichen Kulturrats, Gianfranco Ravasi, tat über Twitter inzwischen seine Bewunderung für die aus Sizilien stammende Ordensschwester kund. Deren Hingabe zur Musik hatte, wie italienische Medien berichten, auch eine Rolle gespielt, als sie sich 2007 für ein Leben im Kloster entschied. Mit Kirche hatte sie nämlich nach der Firmung erst einmal nichts mehr am Hut. Aber dann spielte sie in einem Musical die Rolle einer Nonne und trat bei den Ursulinen ein. Im Noviziat sang sie mit brasilianischen Straßenkindern. „Ich habe Jesus  geheiratet, aber die Musik ist eine Leidenschaft, die ich teilen kann“, sagte sie der Zeitung „La Stampa“.

Quelle: www.faz.net


Es liegt mir fern, über die Frau zu urteilen, aber wenn sie schon bei ihrer Firmung offensichtlich nicht gläubig war, was hat sie dann bewogen, einem Orden beizutreten?

Was mich aber am meisten persönlich erschreckt, ist festzustellen, dass auch ich von der Begeisterung des Publikums und der Juri mich habe anstecken lassen. Dabei möchte ich mich von so etwas nicht einnehmen lassen, denn wie schnell wird man gefangen genommen durch Melodien und Rhythmen und weltliche Empfindungen nehmen Raum in dem Herzen und nehmen uns gefangen.

Wie viel Vermischung mit Welt und Frömmigkeit gibt es doch, letztlich befindet sich dahinter, - nach meiner Überzeugung -, der Geist der Gottlosigkeit, auch wenn wir es vielleicht nicht immer sofort erkennen.


Gottes Segen,
José
« Letzte Änderung: 21 März 2014, 23:25:28 von Jose »

Offline gawriellatou

  • Benutzer
  • Beiträge: 57
    • foto-geschichten
Re: Die Nonne rockt den Saal
« Antwort #1 am: 22 März 2014, 21:55:47 »
Hallo Jose,

man denkt immer, schlimmer kann es nicht kommen, aber Pustekuchen:

http://www.pz-news.de/pforzheim_artikel,-Erster-Faschings-Gottesdienst-in-der-Schlosskirche-_dossier,-Fasching-Narren-Hexen-Guggenmusik-_arid,473317_dossierid,107.html
Fasching, Narren, Hexen, Guggenmusik

Erster Faschings- Gottesdienst in der Schloßkirche

Ganz normal ist der Gottesdienst am Sonntagmorgen in der alt ehrwürdigen Schloßkirche nicht. Soll er aber auch nicht sein. Erstmals nämlich hat Pfarrerin Heike Reisner die Narren der Stadt eingeladen, gemeinsam mit ihr einen Faschings-Gottesdienst zu gestalten.

Lies weiter unter dem Link. Das Bild mag ich hier nicht posten.

Das Herz tut einem weh.

LG

InSeinerGnade

Johannes 3 : 3
3  Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn,
daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.