Autor Thema: "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!..." Mt7,21  (Gelesen 1224 mal)

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Offline inchristus

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"Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!..." Mt7,21
« am: 11 Februar 2014, 17:10:35 »
Liebe Geschwister,

in der Bergpredigt Mt7,21 steht: "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut."

Anschließend sagt ER, dass viele an jenem Tag von Wundertaten und Dämonenaustreibungen reden werden, die sie in SEINEM Namen vollbracht haben und doch wird ER sagen: "Ich habe euch nie gekannt, weicht von mir, ihr Gesetzlosen!"

Die Schrift sagt also, dass trotz der Wundertaten und Dämonenaustreibungen, die der HERR durch sie gewirkt hat, sie selber verloren gehen werden, weil sie nicht den Willen des Vaters im Himmel taten. Und es werden viele sein.

Wundertaten, Dämonenaustreibungen, Massenbekehrungen, reich an Erkenntnis ... sind also kein Anzeichen dafür, dass diese Geschwister, durch die Gott diese Taten bewirkt und Gelingen schenkt, auch gerettet sind.

Als Beispiel: Eine Frau predigt entgegen den Geboten in 1Kor14,34 und 1Tim2,12 und viele bekehren sich.

Es wird viel argumentiert, dass, wenn es ungehorsam gewesen wäre, Gott auch kein Gelingen geschenkt hätte. Dabei zeigt gerade Mt7,21, dass der HERR wohl SEINEN Segen schenken kann, und doch gehört dieser Gläubige zu denen, denen der HERR sagen wird: "Ich habe euch nie gekannt, weicht von mir, ihr Gesetzlosen."

Gesetzlos deshalb, weil ER gebietet, dass eine Frau nicht lehren darf. Es ist Sünde, wenn man gegen SEIN Wort verstößt.

(Mir ist halt gerade dieses Beispiel eingefallen, ohne das Thema "Darf eine Frau predigen?" wiederholt aufgreifen zu wollen.)

Es werden also nur die gerettet, die auch SEiNE Worte tun. Off22,14 "Glückselig sind, die seine Gebote tun, damit sie ein Anrecht haben an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können."

Wie denkt ihr darüber?

Gnade und Friede mit euch allen!
Astrid
« Letzte Änderung: 11 Februar 2014, 23:20:58 von inchristus »
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Pilger

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Re: "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!..." Mt7,21
« Antwort #1 am: 11 Februar 2014, 19:12:35 »

Offline inchristus

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Re: "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!..." Mt7,21
« Antwort #2 am: 11 Februar 2014, 23:19:40 »
Liebe Geschwister,

wie ich sehe, gibt es doch Missverständnisse. In meinem Beitrag geht es nicht um "Darf eine Frau lehren/predigen?". Ich hatte es nur als ein Beispiel aufgeführt.

Eine gesegnete Nacht euch allen!
Astrid
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline Jose

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Re: "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!..." Mt7,21
« Antwort #3 am: 12 Februar 2014, 16:11:40 »
Liebe Astrid.
Ich muss gestehen, dass ich beim Lesen deines Eröffnungsbeitrags mich zunächst auch sehr wunderte, über die Verbindung von Mt 7, 21 und deinem Beispiel, über das Lehren einer Frau. Gut, dass du klargestellt hast, dass es dir nicht um das Thema hier geht.

Aber zu der Aussage hier:
Liebe Geschwister,
Es wird viel argumentiert, dass, wenn es ungehorsam gewesen wäre, Gott auch kein Gelingen geschenkt hätte. Dabei zeigt gerade Mt7,21, dass der HERR wohl SEINEN Segen schenken kann, und doch gehört dieser Gläubige zu denen, denen der HERR sagen wird: "Ich habe euch nie gekannt, weicht von mir, ihr Gesetzlosen."

Ich denke, dass Gott selbst "unaufrichtige" Verkündigung Menschen zum Heil gebrauchen kann. Daher kann ich die Schlussfolgerung nicht grundsätzlich teilen, dass wenn es ungehorsam gewesen wäre, Gott auch kein Gelingen geschenkt hätte. Worüber ich allerdings nicht sicher bin, ist ob bei der erwähnten Bibelstelle es sich immer um Segnungen Gottes handeln wird bzw. handelt. Es gibt auch falsche Zeichen und Wunder.

Das erwähnte Wort: "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!, wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist" Mt 7,21, sehe ich grundsätzlich als ein sehr ernstes Wort, sowohl an Männer und Frauen. Es kommt nicht auf unsere Worte an oder darauf an, wie wir scheinen. Es kommt auch nicht darauf an, wie vielen Menschen wir zum Segen waren, sondern ob unsere Herzen dem Herrn Jesus gehören.

Hat nicht Paulus den Korinthern geschrieben: "Ich laufe nun so, nicht wie ins Ungewisse; ich kämpfe so, nicht wie einer, der in die Luft schlägt; sondern ich zerschlage meinen Leib und knechte ihn, damit ich nicht, nachdem ich anderen gepredigt, selbst verwerflich werde" 1.Kor 9,26-27. Paulus stand an vorderster Front und war unzähligen – obwohl Gott sie alle zählen kann – zum Segen geworden. Aber auch für ihn bestand die Gefahr, verwerflich zu werden. Diese Gefahr besteht m.E. immer, ohne aber, dass wir uns deswegen ängstigen müssen, solange wir nicht auf unsere eigene Kraft vertrauen und solange wir Gottes Wort nicht verfälschen.

Gottes Segen,
José

Offline Jose

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Re: "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!..." Mt7,21
« Antwort #4 am: 27 Juni 2014, 19:23:38 »
Liebe Astrid,
an dein Thema hier musste ich diese Tage erneut denken.

Die Schrift sagt also, dass trotz der Wundertaten und Dämonenaustreibungen, die der HERR durch sie gewirkt hat, sie selber verloren gehen werden, weil sie nicht den Willen des Vaters im Himmel taten. Und es werden viele sein.
Es geht für mich aus dieser Stelle nicht hervor, wann sie diese Wunder getan haben und ob sie vielleicht danach vom Glauben abgefallen sind.

Daher kann ich auch diese Aussage für mich persönlich nicht ganz so sehen:
Zitat
Wundertaten, Dämonenaustreibungen, Massenbekehrungen, reich an Erkenntnis ... sind also kein Anzeichen dafür, dass diese Geschwister, durch die Gott diese Taten bewirkt und Gelingen schenkt, auch gerettet sind.
Ich würde eher sagen, dass es zum einen nicht bedeutet, dass sie "auch gerettet bleiben", und zum anderen ist es doch auch die Frage, ob sie wirklich "reich an Erkenntnis" waren. Bibelwissen ist noch keine Erkenntnis.

Dieser Aussage hier kann ich einerseits zustimmen,
Zitat
Es werden also nur die gerettet, die auch SEiNE Worte tun. Off22,14 "Glückselig sind, die seine Gebote tun, damit sie ein Anrecht haben an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können."
allerdings sollten wird die Bibel im Kontext vieler Aussagen lesen, damit wir zu einem besseren Verständnis kommen.


Diese Bibelstelle hier erachte ich z.B. für sehr wichtig:
Lk 12,47-48 (Schlachter 2000)
47 Der Knecht aber, der den Willen seines Herrn kannte und sich nicht bereithielt und auch nicht nach seinem Willen tat, wird viele Schläge erleiden müssen; 48 wer ihn aber nicht kannte und doch tat, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge erleiden müssen. Denn wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man desto mehr fordern.

Es geht letztlich um Gehorsam, aber Gehorsam zu dem, was wir als Willen des Herrn erkannt haben und ob wir darin als treu und gehorsam erfunden wurden oder als untreu und ungehorsam.

Das macht für mich auch einen Unterschied und spielt eine Rolle, wenn es um die Frage geht, ob ein Falsches Evangelium oder fehlende Erkenntnis vorliegt. Vieles ist aus unserer Warte nicht möglich endgültig zu beurteilen. Da wir vieles auch beurteilen nach unserem gegenwärtigen Erkenntnisstand.


Mit freundlichen Grüßen,
José

Offline inchristus

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Re: "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!..." Mt7,21
« Antwort #5 am: 27 Juni 2014, 21:15:06 »
Hallo José,

wer wird denn in der Erkenntnis Gottes wachsen, wenn nicht die, die sich ausschließlich mit SEINEM Wort beschäftigen. Denn wer sucht, wird auch finden. Wer die Liebe zur Wahrheit nicht hat oder eingetauscht hat mit den Dingen dieser Welt, denen wird sich Gott auch nicht offenbaren. Denen werden Erkenntnisse verschlossen bleiben.

ER legt uns Erkenntnis nicht einfach so vor die Füße. Wir müssen darum ringen und das Gelingen kommt von IHM!

Israel musste Schlachten kämpfen und der Sieg kam von Gott. Aber sie mussten kämpfen. So ist es auch mit geistlichen Dingen, mit Erkenntnis!

Gruß
Astrid
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline Jose

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Re: "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!..." Mt7,21
« Antwort #6 am: 27 Juni 2014, 21:36:18 »
Hallo Astrid,

Zitat
wer wird denn in der Erkenntnis Gottes wachsen, wenn nicht die, die sich ausschließlich mit SEINEM Wort beschäftigen!
Was habe ich in deinen Augen konkret falsch geschrieben bzw. was hätte ich deutlicher  formulieren müssen?

Zitat
Wir müssen darum ringen und das Gelingen kommt von IHM!
Es gibt aber auch viel Fleischliches ringen, bzw. viele selbstgemachte christliche Aktivitäten.

Zitat
Wer die Liebe zur Wahrheit nicht hat oder eingetauscht hat mit den Dingen dieser Welt, denen wird sich Gott auch nicht offenbaren.
Wie können wir unsere Liebe zur Wahrheit objektiv "messen"?


Mit freundlichen Grüßen,
José

Offline Jose

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Re: "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!..."
« Antwort #7 am: 28 Juni 2014, 17:21:50 »
An diese Aussage musste ich vorhin denken:
Zitat
ER legt uns Erkenntnis nicht einfach so vor die Füße.

Es kommt sicherlich darauf an, von welcher Erkenntnis hier die Rede ist, aber die allerwichtigste ist ja, dass wir uns selbst vor Gott erkennen. Und das kann nur der Heilige Geist wirken. Dann führt uns der Heilige Geist auch ins Wort und hilft uns es zu verstehen und danach zu leben.

Heute Morgen las ich in eine Andacht aus dem "Gute Saat" Kalender (portugiesische Ausgabe):

Auszug

Warum bist du Atheist?

"Eines Tages, während der Arbeit in meinem Büro, tauchte plötzlich eine Frage in mir auf, als ob jemand mit mir sprach: - Warum bist du Atheist? Ich erschauderte. Es war unmöglich, zu antworten. Ich kannte bestens die Argumente, die ich gelernt hatte und anderen gesagt. Doch diesmal schienen sie alle hohl und wertlos. Durch das Fenster sah ich die angenehme Landschaft der tropischen Bäume und weiter oben die violetten Gebirgsspitzen der Anden. Aber in mir drinnen fegte ein Sturm durch meine Seele." (Walter Montano)

Gute Saat 2014


Dieser Mann hat sich bekehrt, weil Gott ihn überführt hatte. Dass Gott danach dann auch die Früchte eines Wandels mit Jesus sehen möchte, steht außer Frage.

Wie verhalten wir uns, wenn Gott auch so persönlich zu uns redet? Erschaudern wir auch, erkennen wir den Anspruch Gottes an uns?

Möge der Herr allen, die IHN noch nicht als Herrn angenommen haben, aber auch allen, die schon länger oder weniger lang auf dem Weg sind, immer wieder solche Erfahrungen mit IHM schenken, dass ein STURM durch unsere Seele fegt und alles aufdeckt, womit wir letztlich nicht vor IHM bestehen können. Dann kann Gott uns auch zubereiten, dass wir dann mit Freuden in Seine Herrlichkeit eingehen können, wenn wir hier nicht nur: Herr, Herr, sagen.


Mit freundlichen Grüßen,
José
« Letzte Änderung: 28 Juni 2014, 17:24:11 von Jose »