Autor Thema: Allianz-Gebetswochen  (Gelesen 692 mal)

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Offline gawriellatou

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Allianz-Gebetswochen
« am: 20 Januar 2014, 20:33:13 »
Hallo, liebe Mitgeschwister,

ich hoffe, es geht Euch auch im Neuen Jahr gut und und immer besser unter "Seinen Fittichen", auch wenn ich selber eher leicht bedrückt und still bin, wenn ich an die kommenden Zeiten denke.
Aber ich vertraue dem HERRN, dass ER noch viele zu sich rufen kann, die es auch hören.

Ich wollte eigentlich mal fragen, was Ihr von diesen Allianz-Gebetswochen haltet? Ist es richtig, dass das Wort Allianz die Ökumene beinhaltet? Bin da nicht so firm, dass ich ganz sicher wäre.
Ich komme auf die Frage wegen dieses Artikels von idea: http://www.idea.de/detail/thema-des-tages/artikel/allianzgebetswoche-das-beten-wird-kreativer-und-oeffentlicher-1021.html
Zitat
20. Januar 2014
Allianzgebetswoche
Das Beten wird kreativer und öffentlicher

Gerade beim Schreiben der Überschrift fällt mir der Vers ein, dass unser HERR meinte, wir sollen ins Kämmerlein gehen und allein beten. Aber sicher gibt es in der Bibel auch Beispiele für gemeinsames öffentliches Beten. Ich meine nur, dass es mich unsicher macht, Praktiken zu sehen, die lange nicht vorhanden waren. Wo man doch jetzt so viel von neuen Überzeugungen und Ritualen liest. Das gleiche gilt für mich für das Wort "kreativ". Unter der Überschrift:
Zitat
"Bergneustadt: Fürbitte in der Feuerwache"
heißt es im unteren Drittel:
Zitat
"Auf starke Resonanz stieß auch ein Jugendgebetsabend in Wuppertal. Die mehr als 350 Teilnehmer konnten verschiedenen Gebetsstationen besuchen. Sie hatten etwa die Möglichkeit, Sünden auf einen Zettel zu schreiben und als Zeichen der Vergebung in Wasser zu versenken. "
Also, das fällt jetzt für mich unter "Kreativ" . . . . . und fernöstliche Praktiken. Nun . . . ein Beispiel, mehr fand ich nicht, hatte auch nicht danach gesucht. Es werden einige Politiker benannt oder zitiert, so im letzten Absatz aus Göppingen:
Zitat
"Bürgermeisterin Gabriele Zull (parteilos) ermutigte im Blick auf das Gebetswochen-Motto „Mit Geist und Mut“, sich mit Gottvertrauen auf Neues einzulassen und die Welt zum Guten zu verändern."
(Hervorhebung von mir) Das klingt mir sehr nach neuer Weltordnung.

Was soll das "Neue" wohl sein, wo doch schon alles geschrieben steht, was wahr ist und was wir wissen müssen und die Welt zum Guten verändern können wir nicht allein. Ich hoffe aber, dass unser HERR immer noch Seelen findet in diesem Wirrwarr, die wirklich zu IHM wollen.

Seid gesegnet
gawriellatou
InSeinerGnade

Johannes 3 : 3
3  Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn,
daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Offline Jose

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Re: Allianz-Gebetswochen
« Antwort #1 am: 22 Januar 2014, 23:49:37 »
Liebe gawriellatou,

Zitat
Ich wollte eigentlich mal fragen, was Ihr von diesen Allianz-Gebetswochen haltet? Ist es richtig, dass das Wort Allianz die Ökumene beinhaltet? Bin da nicht so firm, dass ich ganz sicher wäre.

Bei der Evangelischen Allianz handelt es sich zwar um ein Netzwerk von evangelisch-reformatorisch gesinnter Gläubigen, aber ich sehe es schon so, dass es im Grunde immer mehr ökumenisch wird.

In eine 2012 erschienene Veröffentlichung auf der Internetseite der EAD las ich:

Zitat

Wir unterstützen den Wunsch nach intensivem Ringen um lehrmäßige Übereinstimmung. Wir wünschen uns eine zeugnisstarke Einheit in versöhnter Verschiedenheit. Aber nach unserer Auffassung ist es nicht die Zeit für eine institutionelle Einheit von evangelischer und katholischer Kirche. 

Dr. Michael Diener, Präses Evangelischer Gnadauer Gemeinschaftsverband, 

Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz 

Quelle: "Ökumene Jetzt“ - Ja und Nein


Ich denke, dass es viele Bedenken gibt gegen die Ökumene, aber meiner Meinung nach ist vieles einfach nur kirchlich und hat nicht wirklich etwas mit Gemeinde Jesu zu tun. Damit wird es schon „ökumenisch“.


Zum Thema siehe auch diesen Artikel von Norbert Homuth auf der Seite der Hauszellengemeinde: Evangelische Allianz.

Herzliche Grüße,
José

Offline Jose

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Die Allianz und die ACK
« Antwort #2 am: 23 Januar 2014, 20:48:46 »
Liebe gawriellatou,

dass die Allianz letztlich in Richtung Ökumene geht, erkennt man auch an solchen Aussagen:

Zitat

Hamburg: Start für 50 Glaubenskurse

In Hamburg feierten rund 400 Christen in der Hauptkirche St. Michaelis nicht nur den Abschluss der Gebetswoche, sondern auch den Auftakt des Projekts „Glaubenskurse-Hamburg.de“. Träger sind die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Hansestadt und die Initiative „Gemeinsam für Hamburg“ der Evangelischen Allianz. Im ersten Quartal werden rund 50 Glaubenskurse in und um Hamburg beginnen. Verantwortliche der Kurse wurden im Gottesdienst gesegnet und ausgesandt. Der Jesuitenpater Martin Löwenstein sprach in seiner Predigt von einer großen Chance, Menschen das Wort Gottes zugänglich zu machen. Der Landessuperintendent für den Sprengel Ostfriesland-Ems der hannoverschen Landeskirche, Detlef Klahr, predigte in evangelisch-freikirchlichen Gemeinden (Baptisten) in Esens und Emden. Dazu sagte er: „Es freut mich, dass wir als Christen unterschiedlicher Kirchen und Gemeinschaften zusammen das neue Jahr mit einer Woche des Gebetes beginnen und dabei auf Gottes Wort hören.“ Die gegenseitige Gastfreundschaft sei ein sichtbares Zeichen der Einheit in Jesus Christus.

Quelle: Das Beten wird kreativer und öffentlicher


Die ACK steht für Ökumene, und hier werden die Verbindungen im Grunde deutlich.

Was das öffentliche Beten anbetrifft, so möchte ich niemand unterstellen, dass hier ein Verhalten wie bei denen im Matthäusevangelium genannten Heuchlern vorliegt, die es lieben, sich in den Synagogen und an den Ecken der Straßen stehend zu beten, damit sie von den Menschen gesehen werden (Mt 6,5), aber hier merken wir doch, wie wichtig es ist, dass wir uns über die Beweggründe unseres öffentlichen Betens Gedanken machen.

Was deine Frage betrifft:
Zitat
Was soll das "Neue" wohl sein, wo doch schon alles geschrieben steht, was wahr ist und was wir wissen müssen und die Welt zum Guten verändern können wir nicht allein. Ich hoffe aber, dass unser HERR immer noch Seelen findet in diesem Wirrwarr, die wirklich zu IHM wollen.

Vermutlich sind mit diesem „Neuen“ nur irdische Ziele gemeint und es dürfte wohl weniger mit dem zu tun zu haben, was in der Bibel steht. Und ich sehe es auch so, dass etwas nur zum Guten verändert werden kann, wenn es im Willen Gottes und in Übereinstimmung mit Seinem Wort geschieht. Dazu gibt Gott Seinen Segen. Meine Hoffnung ist aber auch, dass vielleicht doch noch Menschen angesprochen werden dadurch, dass aber auch die, die gläubig sind, sich nicht verführen lassen, um des ökumenischen Friedens wegen, die kompromisslose Wahrheit des Wortes Gottes zu verwässern. Dadurch helfen sie weder sich noch anderen.

Liebe Grüße und Gottes Segen,
José

Offline gawriellatou

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Re: Allianz-Gebetswochen
« Antwort #3 am: 23 Januar 2014, 22:35:15 »
Danke, Jose, für die Links, auch auf Rolands Seite. Die Hintergründe zu diesem Zusammenschluss würde ich ja nie herauskriegen und habe ich bisher auch nicht gewußt. Ahnungslos stolpert man in so ein Wespennest. Oder wie aus einem langen Traum aufgewacht . . . und sich wundernd, was um einen alles neues geschieht. Wie in einem Film.
Bis vor fünf Jahren war meine Welt noch "in Ordnung". Aber das scheint nicht zu stimmen: die Veränderungen innerhalb der Kirchen passieren ja schon lange. So siehst Du, ich war weit von unserem Herrn Jesus entfernt, auch wenn ich zu IHM betete. . . . . gelobt sei ER und gepriesen . . . . nun gibt es nichts anderes mehr als IHN!
InSeinerGnade

Johannes 3 : 3
3  Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn,
daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.