Autor Thema: Jer17,5-8  (Gelesen 869 mal)

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Offline inchristus

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Jer17,5-8
« am: 28 November 2013, 11:32:10 »
Liebe Geschwister,

kennt ihr das auch: Statt zum HERRN zu kommen und IHM alles zu bringen, was einen bedrückt, läuft man zu Menschen und klagt.

So ist es mir heute ergangen. Und da kommt mir Jer17,5-8 in den Sinn. Da sagt der HERR, dass der verflucht ist, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht.

Statt IHM alles zu sagen und um Hilfe zu bitten, habe ich IHN verunehrt, indem ich mit meinen Klagen zu Menschen gekommen bin. Im Nachhinein schmerzt mir das so. Und ich möchte es am liebsten rückgängig machen und einen großen Glauben haben.

Habt ihr auch schon solchen Erfahrungen gemacht? Mich macht es traurig.

Liebe Grüße und Gottes Segen,

Astrid

Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline Jose

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Re: Jer17,5-8
« Antwort #1 am: 28 November 2013, 20:27:21 »
Liebe Astrid,
solche Erfahrungen sind vermutlich keinem Gotteskind fremd und auch ich kenne sie. Sie machen uns bewusst, dass in uns keine Kraft ist, wenn der Herr sie nicht schenkt.

Wir dürfen darüber Buße tun und dem Herrn danken, dass wir es erkennen durften, wenn wir gefehlt haben. Ob wir dafür einen großen Glauben benötigen, weiß ich nicht. Vielleicht eher immer wieder und tiefer das Bewusstsein, dass wir nicht auf Menschen vertrauen dürfen und unsere Hilfe bei Ihnen suchen.

Gottes Wort lehrt uns: "Es ist besser, sich bei dem HERRN zu bergen, als sich auf Menschen zu verlassen" Ps 118,8, und auch lesen wir: "Vertraut nicht auf Edle, auf einen Menschensohn, bei dem keine Hilfe ist!" Ps 146,3. Diese Worte verstehe ich nicht grundsätzlich so, dass wir gar nicht über unsere Not mit anderen reden dürfen; aber was wir sicherlich immer wieder lernen und üben dürfen, ist zuerst mit unserer Not zu Gott zu kommen und von Ihm die Hilfe zu erflehen. Er kann durchaus auch Menschen dazu gebrauchen.

Mich bewegt in diesem Zusammenhang auch wieder die Bibelstelle: "Und David war sehr bedrängt, denn das Volk wollte ihn steinigen, weil die Seele des ganzen Volks erbittert war, jeder wegen seiner Söhne und wegen seiner Töchter. David aber stärkte sich in dem Herrn, seinem Gott" 1.Sam 30,6. Wie schwer war es doch allen ums Herz – auch dem David, denn wir lesen davor: "Da erhoben David und das Volk, das bei ihm war, ihre Stimme und weinten, bis sie nicht mehr weinen konnten" 1.Sam 30,4, - aber das Volk wollte ihn steinigen. Ob wir uns auf Menschen stützen oder Menschen für unser Unglück schuldig erklären wollen, in allem dürfen wir lernen, uns in unserem Herrn zu stärken und uns unter Ihm zu beugen.

Liebe Grüße und Gottes Segen,
José