Autor Thema: Angst Zeugnis zu geben  (Gelesen 1339 mal)

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Offline Roy20

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Angst Zeugnis zu geben
« am: 06 August 2016, 21:58:12 »
Zu meiner Situation ich schäme mich für mich selbst und fühle mich verloren, heute war ich bei einer Schuleinführung meiner Familie ich habe dort zwar Bibelgelesen mit ein paar Leuten über Jesus geredet ,aber es sind oft die gleichen Menschen mit denen ich über ihn rede ich trau mich nicht vor allen Menschen Jesus zu bekennen auch wenn ich beim Essen still bete . Ich habe das Gefühl ich muss mich deutlicher bekennen. Das Problem ist das ich ein sehr introvertierter Mensch bin ich trau mich Menschen schon so nicht an. Und dann bin ich traurig weil ich genau weiß dieße Menschen brauchen Jesus und du bist wieder zu feige klartext zu reden. Ich habe deswegen schon lange keine heilsgewissheit mehr. Bin ich vllt zu perfektionistisch oder lauwarm stell ich zu große Anforderungen für mich als neuer Christ oder sollte ich Tag und Nacht zu Gott beten das er mir ein mutiges Herz schenkt Jesus klar vor allen Menschen zu bekennen . Ich bin leider am verzweifeln deswegen und weiß oft nicht ob ich überhaupt es durch die enge Pforte packen kann mit meiner Menschenfurcht

Offline Roland

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Re: Angst Zeugnis zu geben
« Antwort #1 am: 07 August 2016, 01:06:24 »
Hallo Roy,

Deine Traurigkeit kann ich gut nachvollziehen, weil es mir auch schon oft so gegangen ist.

Ich finde jedoch, dass Du Dein Licht unter den Scheffel stellst: Du liest die Bibel, wenn andere Leute dabei sind und redest mit Menschen über den HERRN. Dass es oft dieselben Leute sind, spielt ja erst einmal keine Rolle.

Ich bete auch oft still beim Essen. Ich denke, dass ein lautes Beten oftmals desplaziert ist, weil es dann so aussieht, als würdest Du Dich gerne als "frommer Christ" präsentieren. Wichtig ist doch, dass das Gebet ernstlich gemeint ist und ich bin sicher, dass Du von vielen Leuten beobachtet wirst, wenn Du leise betest.

Dass Du im Moment die Heilsgewissheit fehlt ist eine Anfechtung des Feindes. Lass' Dich bitte dadurch nicht runterziehen. Dass Du über all diese Dinge Gedanken machst, zeigt doch, dass Du alles andere bist als "lauwarm" bist.

Ich bin mir sicher, dass fast alle Christen die Menschenfurcht kennen. Das ist sicherlich ein Gebetsanliegen. Aber lass' Dich vom Feind bitte nicht einreden, dass Du Dich nicht durch die enge Pforte gehen kannst. Das ist eine Lüge. Und wir wissen ja, wer der Meister der Lüge ist.....

Ich wünsche Dir eine gesegnete Nacht.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Jose

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Re: Angst Zeugnis zu geben
« Antwort #2 am: 23 August 2016, 21:49:34 »
Lieber Roy,
auch ich kann mit dir gut mitfühlen. Ich hoffe aber, dass du zwischenzeitlich wieder ruhiger geworden bist und auch getroster in Jesus, der dich liebt und zu sich gezogen hat. Das ist das wunderbare, dass wir nicht auf das schauen müssen, was wir für Jesus tun, sondern auf das, was ER für uns getan hat. Darin liegt Sieg, wenn wir uns vor IHM, dem Herrn, mit zerbrochenem Herzen beugen.

Es geht dann auch nicht darum, großes für Jesus zu tun, sondern in der Nachfolge treu zu sein. Der Herr Jesus will uns leiten und es wohl machen, so wie ER uns gebrauchen will.

Von einem Jungen, der sich erst kürzlich für Jesus entschieden hatte, hörte ich, dass er wieder zurückgewichen sei. Was war geschehen? Er hatte es seinen Klassenkameraden und ich weiß nicht wem sonst erzählt und war mit solcher Ablehnung konfrontiert worden, dass er den Mut verlor und zurückwich. Hier handelte es sich um einen Teenager noch, aber mir wurde bewusst, wie wichtig es ist, wenn man sich bekehrt, es wirklich im Bewusstsein der eigenen großen Schuld und Sünde zu tun. Nach meiner Überzeugung kann man anders nicht wirklich zu Jesus kommen und bei IHM bleiben.

Möglicherweise war bei dem jungen noch der Zustand, den Jesus so beschreibt:

3 Und er redete vieles in Gleichnissen zu ihnen und sprach: Siehe, der Sämann ging hinaus zu säen;… 5 Anderes aber fiel auf das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte; und sogleich ging es auf, weil es nicht tiefe Erde hatte. 6 Als aber die Sonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es.

18 Hört ihr nun das Gleichnis vom Sämann:… 20 Bei dem aber auf das Steinige gesät ist, dieser ist es, der das Wort hört und es sogleich mit Freuden aufnimmt; 21 er hat aber keine Wurzel in sich, sondern ist nur [ein Mensch] des Augenblicks; und wenn Bedrängnis entsteht oder Verfolgung um des Wortes willen, nimmt er sogleich Anstoß.

Mt 13,3-21 (Rev. Elberfelder 1992)

Der Herr schenke es, dass unsere Herzen ganz offen sind für IHN und das eigene und steinige Herz ganz überwunden wird. Dann macht der Herr unser Leben zu Licht und Salz in dieser Welt und ein Zeugnis für IHN.