Autor Thema: Heilssicherheit  (Gelesen 2687 mal)

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Offline Jose

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Heilssicherheit
« am: 14 August 2013, 19:30:25 »
In einem anderen Thread: Ideologische Interpretation der Bibel, habe ich untere anderen die Aussage gelesen:

Zitat
Das andere Thema "Heilssicherheit" wird ebenso von vielen Auslegern verschieden gesehen. Auf dieser Seite fand ich einen guten Aufsatz von Kaufmann, dann aber las ich auch die Auslegung von Fruchtenbaum:

http://www.kfg.org/download/artikel/fruchtenbaum-sicherheit.pdf

Und obgleich ich Kaufmann als Bruder sehr schätze, fand ich im Text von Fruchtenbaum zu diesem Thema die - für mich - überzeugendere Auslegung. - Und so könnte man fortfahren mit weiteren Themen, was allerdings hier zu weit führen würde

Den ganzen Beitrag siehe: hier

Meine Frage hier lautet konkret: Sind die Brüder Kaufmann und Fruchtenbaum Vertreter der Lehre über die Unverlierbarkeit des Heils? Fruchtenbaum wohl ja, wenn Kaufmann auch, dann wird man von deren Sichtweise geprägt, wenn man nicht wacht und der Herr uns nicht das rechte Verständnis schenken kann.

Worauf ruht unsere Heilsgewissheit bzw. Heilssicherheit? Etwa darauf, dass wir als Gotteskinder nicht mehr abfallen und verloren gehen können? Was wäre das für ein Glaubensfundament?

Ich würde mich gerne konkret über das Thema „Heilsgewissheit“ austauschen, aus aktuellem Anlass, weil Ruth in einigen Beiträgen es immer wieder betont hat und ich mich fragen musste, warum eigentlich? Die Heilsgewissheit schenkt uns doch der Herr, und das ist so gewiss, dass wir uns unseres Heils sicher sein dürfen.

Gottes Segen,
José

Offline Roland

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Re: Heilssicherheit
« Antwort #1 am: 14 August 2013, 20:03:12 »
Hallo José,

Bruder Kaufmann vertritt nicht die osas-Lehre - im Ggs. zu Fruchtenbaum.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Jose

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Christus ist mein Leben, und das Sterben ein Gewinn
« Antwort #2 am: 16 August 2013, 18:41:30 »
Der Apostel Paulus schrieb im Brief an die Philipper:

Phil 1,21-24 (Schlachter 2000)
21 Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ein Gewinn.

22 Wenn aber das Leben im Fleisch mir Gelegenheit gibt zu fruchtbarer Wirksamkeit, so weiß ich nicht, was ich wählen soll. 23 Denn ich werde von beidem bedrängt: Mich verlangt danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre; 24 aber es ist nötiger, im Fleisch zu bleiben um euretwillen.

Paulus hatte Gewissheit des Heils, das Heil war für ihn eine sichere Sache. Das Sterben war für ihn kein Verlust, sondern ein Gewinn. Und warum: Weil das Leben für ihn Christus war.

Darauf ruht die Sicherheit unseres Heils, so möchte ich es sagen, dass wir nicht mehr auf uns selbst vertrauen, sondern auf Christus, der uns erlöst hat. Das Heil in Christus ist sicher, aber nicht in unserem eigenen Vermögen.

Der Apostel hatte auch Lust abzuscheiden, oder aufzubrechen, um bei Christus zu sein. Und auch hier erkennen wir, die Gewissheit des Heils die er hatte, das nicht zweifeln an seinem Herrn, - an unserem Herrn -, Jesus Christus.

Hier erkennen wir aber auch, wie unser Heil und unsere Erlösung, ganz auf den Herrn Jesus gerichtet gegründet sein muss. Wer an Jesus vorbei zu Gott will, geht verloren, wer aber zu Jesus kommt, findet Gott. Und Gott, der Vater, will nicht, dass seine Kinder verloren gehen.

Joh 6,39
39 Und das ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich es auferwecke am letzten Tag.

Herzliche Grüße,
José

Offline Jose

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Re: Heilssicherheit
« Antwort #3 am: 18 November 2013, 18:13:18 »
Lieber Roland,
dir und anderen scheint Bruder Kaufmann bekannt zu sein, aber mir eigentlich nicht. Gibt es von ihm auch Veröffentlichungen im Internet? Ich würde gerne etwas davon lesen.

Danke und Gruß,
José


Offline gawriellatou

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Re: Heilssicherheit
« Antwort #4 am: 18 November 2013, 22:19:50 »
Grüß Dich José,

ich bin schon mehrfach über K.H.Kaufmann im Internet gestolpert.
meist sind es Predigten auf youtube. Ich würde ihn mir gerne
anhören, aber er ist schwer zu verstehen, vielleicht verstehe ich
auch nicht mehr so deutlich.
Ich lese auch lieber als dass ich höre.

Hier die Links:
http://www.sermon-online.de/search.pl?d1=Kauffmann,+Karl-Hermann&lang=de&author=7&tm=2
SErmon-Predigt-Datenbank

http://www.youtube.com/watch?v=ZxbAwtpS89Q
Endzeit-Prolog (Eine Predigt von Karl-Hermann Kaufmann)

http://de.dwg-load.net/search/?a=84
DWGload

http://l-gassmann.de/catalogsearch/result/?q=karl+herrmann+kaufmann
Erste ENDZEIT AKTUELL-Konferenz SÜD in Bad Teinach vom 18.-22.9.2013 mit 14 Beiträgen
Referate zu kaufen bei Lothar Gassmann
Er hat dort Vorträge mit Lothar Gassmann gehalten.

Mehr habe ich im Augenblick nicht.

Ich bin ja im Augenblick der große "Fan" von Dr. Lothar Gassmann.
http://www.bible-only.org/german/handbuch/index.html
Da steht sehr viel drin und alles bibelkonform.
Ist ja auch als Unterstützung gedacht, neben der Bibel.
Fange aber gerade erst an, mich da durchzulesen.

LG und sei gesegnet
Gabriele
InSeinerGnade

Johannes 3 : 3
3  Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn,
daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Offline Jose

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Gibt es Heilsgewissheit?
« Antwort #5 am: 20 November 2013, 20:36:36 »
Liebe Gabriele,
ganz herzlichen Dank für deine Mühe und die Links!

Von Bruder Karl-Hermann Kaufmann (oder Kauffmann) gibt es ja eine Fülle an Schriften, Bücher, Vorträge. Bei einigem Hören und etwas intensiver Lesen, dachte ich, dass er sehr geprägt ist von seinen Erfahrungen in Pfingstgemeinden, daher seine klare Ablehnung. Aber ansonsten finde ich, so mein erster Eindruck, ist er sehr biblisch fundiert.

Danke auch für deinen Hinweis auf Lothar Gassmann. Ich schätze seine Ausarbeitungen auch sehr, auch wenn ich bislang noch nicht sehr viele gelesen habe. Zu dem Thema hier: Heilssicherheit, fand ich die untere, sehr hilfreiche Darlegung von ihm.

Zitat

Gibt es Heilsgewissheit?

Gibt es Heilsgewissheit? Ja. Sie beruht nicht auf einem Gefühl. Sie beruht auch nicht auf der „Größe“ oder „Stärke“ meines Glaubens. Sie beruht auf der Verheißung Jesu Christi: Niemand wird die Seinen aus Seiner Hand reißen (Johannes 10,28). Niemand wird uns scheiden von der Liebe Gottes.

Solche Heilsgewissheit darf aber niemals zu einer falschen Heilssicherheit werden. Was ist der Unterschied? Heilsgewissheit vertraut allein auf das Werk und die Zusage Gottes. Sie weiß sich völlig von Gott und Seiner Gnade abhängig. Sie spielt nicht mit der Sünde, denn sie weiß: Gott lässt sich nicht spotten (Galater 6,7). Wenn Sünde geschehen ist, steht der Christ wieder auf und bittet Gott ganz neu um Gnade und Vergebung.

Heilssicherheit dagegen glaubt in falscher fleischlicher Anmaßung, gewissermaßen eine Garantie des Heils „in der Tasche“ zu haben, die sie nie – auch nicht bei gröbster Sünde – verlieren kann. Das aber ist eine schlimme Irrlehre, ein Selbstbetrug! Der Mensch meint, er habe sich einmal „bekehrt“ und nun könne er nicht mehr verloren gehen, egal wie ungeistlich und verkommen er lebt. Eine solche Haltung steht zu sehr vielen Bibelstellen im Widerspruch, welche das Bleiben im HERRN, die Buße des Christen und die Früchte des geistlichen Lebens zum Inhalt haben.

Hier nur ein Beispiel: Der HERR Jesus Christus spricht: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in Mir bleibt und Ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne Mich könnt ihr nichts tun. Wer nicht in Mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie müssen brennen“ (Johannes 15,5 f.).

Autor: Lothar Gassmann

Quelle: http://www.christliche-themen.de/?pg=11884

Gottes Segen,
José

junkerjörg

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Re: Heilssicherheit
« Antwort #6 am: 28 November 2013, 13:29:09 »
Worauf ruht unsere Heilsgewissheit bzw. Heilssicherheit? Etwa darauf, dass wir als Gotteskinder nicht mehr abfallen und verloren gehen können? Was wäre das für ein Glaubensfundament?

Heilsgewißheit erscheint einem gläubigen Menschen als eine subjektive Angelegenheit. Er nimmt persönlich an, daß wenn er seine Sünden bekennt, ihm auch vergeben wird. So empfindet er das dann auch, daß dadurch die Vergebung wirksam wird. Manche sagen nun: ''Glauben ist nicht Wissen''! Darum wird der Glaube von Außenstehenden oder auch manchen Christen als eine eher unsichere, subjektive, aber nicht abgeschlossene und endgültige Angelegenheit angesehen und vertreten. Von Glaubens- oder gar Heilssicherheit könne man daher nicht sprechen. Aber ist das so? Bedeutet an das Heil in Jesus Christus zu glauben, eher ein unkalkulierbares Restrisiko einzugehen, mit unsicherem Ausgang? Man wünscht sich für sich selbst und untereinander, bestimmt nur das Beste, aber wer weiß, was noch alles passiert im Leben und sich alles verändern kann? Was ist wenn ich eine fatale Sünde begehe? Eine fromme Gewißheit ist dann tatsächlich nur eine ''bloße Vermutung'' wenn sie sich auf mich selbst und nicht auf das biblische Fundament bezieht. Was will ich damit sagen? Wenn ich glaube, daß mein Heil von meiner Treue, meiner Willensstärke, meiner frommen Disziplin, meiner permanenten Bußfertigkeit und meiner Fehlerlosigkeit abhängt oder auch nur mit-abhängt, dann kann aus meiner subjektiven Heilsgewißheit tatsächlich schnell ein frommer Krampf werden, der mich mit der Zeit eher verängstigt, verbittert werden lässt und mich isoliert und argwöhnisch macht. Paulus schrieb in 2. Timotheus 2,13: ''Sind wir untreu, so bleibt er doch treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen''. Die Gewißheit hängt nicht von mir ab, sonst wären wir bald am Ende mit unserem Latein. Wenn wir unsere Heilsgewißheit auf die Zusagen der Bibel und somit auf die Treue Gottes legen, wird aus Heilsgewißheit auch Heilssicherheit. Man kann nicht sicher unsicher oder unsicher sicher sein. Nur eines geht: Das Wissen um sein ewiges, festes Heil oder das Gegenteil (Römer 8,16). Das Heil ruht in den Händen Gottes und nicht in meinen menschlich-irdisch-wankelmütig-schwachen Bemühungen an der ewigen Gnade bis zum Lebensende festzuhalten. Es kann tatsächlich viel passieren bis dahin. Kann die Vergebung der Sünden davon abhängig sein?

Nicht ich mache die himmlischen Dinge der Gnade durch meinen Glauben wahr und erhalte sie auch, sondern Gott hat sie wahr werden lassen durch seinen Sohn Jesus Christus an den wir glauben sollen (Johannes 14,1). ER tat das freiwillig, souverän und von Ewigkeit her, und ruft die Menschen nun zur Buße auf (Matthäus 3,2) um an das vollbrachte Werk ohne eigenes Dazutun zu glauben (Römer 3,28). Wer sich darauf einlässt und seine Verlorenheit erkennt, bei denen bewirkt Gott sogar noch die Buße (Römer 2,4). Manche Christen (''gesetzliche Eiferer'') werfen einem manchmal vor, daß man hier ja eine falsche Sicherheit lehre und geradezu zum sündigen ermutigt, da ja sowieso alles vergeben wird. Das hat man seinerzeit auch einem Paulus vorgeworfen (Römer 3,8) und ich denke, daß wir dem, was der Apostel lehrte vertrauen können. Es ist im Sinne Gottes, daß die Errettung sicher ist. Der Grund steht hier in 1. Korinther 27-29: ''Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, damit sich kein Mensch vor Gott rühme''. Das Evangelium ist ganz alleine Gottes Werk und sein Ruhm und seine Ehre - ewiglich. Selbst wenn es mancher Eiferer gut meint (es gibt laut Römer 10,2 auch einen ''Eifer ohne Erkenntnis'') ist die Ansicht, daß ein Kind Gottes aus seiner heilsgewisslichen Sicherheit wieder herausfallen kann, ein verdrehtes Evangelium. So jemand schmäht den Geist der Gnade (Hebräer 10,29). Wenn man Blut und Kreuz von Golgatha einer menschlichen Fürsorge und Erhaltungspflicht unterwirft, sich selbst in dieser dunklen Welt für stark genug hält gläubig zu sein und zu bleiben, dann macht man Gott große Unehre. Wir lieben tatsächlich nur darum, weil ER uns zuerst geliebt hat (1. Johannes 4,19).

Liebe Grüße Jörg  ;D

Offline inchristus

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Re: Heilssicherheit
« Antwort #7 am: 28 November 2013, 14:04:48 »
Lieber Jörg,

nachdem ich deine Zeilen las, ist mir 2Pt1,10.11 eingefallen: "Darum, Brüder, seid um so eifriger bestrebt, eure Berufung und Auserwählung fest zu machen; denn wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr niemals zu Fall kommen; denn auf diese Weise wird euch der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Retters Jesus Christus reichlich gewährt werden."

Liebe Grüße
Astrid
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

junkerjörg

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Re: Heilssicherheit
« Antwort #8 am: 28 November 2013, 15:07:42 »
Liebe Astrid,

ja, wunderbar - das passt prima! Ist aber sicherlich auch kein Widerspruch zum Thema (was du vermutlich so auch nicht meintest). Etwas aus Gottes Gnade zu sein, bedeutet nicht daß man darin nun einschläft und allen biblischen Warnungen zum trotz (z.B. Waffenrüstung Gottes laut Epheser 6, 11-16) nicht an sich arbeitet, wachsam und nüchtern ist und Gutes tut. Die Bibel baut in manchen Heilsfragen eine gewisse Spannung auf und löst diese auch nicht auf - das ist sicherlich kein Zufall. Man kann sowohl von rechts als auch von links vom Pferd fallen. Also gesetzlich werden oder alles nur noch locker nehmen. Jeder Christ kann für sich seine Berufung und Auserwählung fest machen und dann eben auch diese berühmte Heilsgewissheit haben (nach innen und außen). Das ist alles.

Alles Gute
Jörg  ;)
« Letzte Änderung: 28 November 2013, 15:12:33 von junkerjörg »

Offline inchristus

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Re: Heilssicherheit
« Antwort #9 am: 28 November 2013, 16:12:32 »
Lieber Jörg,

den von mir angeführten Bibelvers meinte ich schon als Widerspruch. Aber ich möchte dieses Thema nicht erneut aufrollen. Dazu wurde hier schon viel geschrieben.

Astrid
« Letzte Änderung: 28 November 2013, 18:30:23 von inchristus »
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline Jose

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Re: Heilssicherheit
« Antwort #10 am: 14 Dezember 2013, 14:14:52 »
In einem anderen Thread wurde das Thema der Heilssicherheit doch erneut aufgerollt, siehe hier. Traurig ist es allerdings, wenn gerade bei dem Thema es oftmals zu Trennungen kommt, und trauriger noch wäre es, wenn es nicht nur hier im Forum geschieht, sondern im Herzen. Gibt das auch ein Bild ab, wie es um uns geistlich steht? Ich will es nicht überbewerten.

Wie können wir eigentlich vernünftig mit dem Thema umgehen? Es geht nicht darum, die OSAS-Irrlehre bzw. die UdH zu vertreten, aber doch zu erkennen, um was es eigentlich geht. Für mich persönlich war das Zeugnis in meinem Beitrag: Fest und treu: Eine Prise Salz und ein Topf voll Frieden, eine Hilfe, um in Demut mit dem Thema umzugehen.

Aber eine Frage kam mir heute: Warum eigentlich ist die Lehre der Heilssicherheit für einige oder vielleicht viele so wichtig, dass sie sogar heftig darüber streiten? Hat es wirklich nur mit dem anhängen an der UdH zu tun? Ich befürchte eher, dass die Verzehrung anderer Bibelaussagen, damit diese passend gemacht werden zur eigenen Überzeugung, das eigentliche Problem darstellt.

Paulus schreibt:
2. Tim 1,12
Um dieser Ursache willen leide ich dies auch; aber ich schäme mich nicht, denn ich weiß, wem ich geglaubt habe, und bin überzeugt, dass er mächtig ist, mein anvertrautes Gut bis auf jenen Tag zu bewahren.
Das ist doch eine wunderbare Aussage, die von Heilsgewissheit zeugt.

Und etwas weiter schreibt der Apostel:
2. Tim 2,10-13
10 Deswegen erdulde ich alles um der Auserwählten willen, damit auch sie die Rettung, die in Christus Jesus ist, mit ewiger Herrlichkeit erlangen. 
11 Das Wort ist gewiss. Denn wenn wir mitgestorben sind, werden wir auch mitleben; 
12 wenn wir ausharren, werden wir auch mitherrschen; wenn wir verleugnen, wird auch er uns verleugnen; 
13 wenn wir untreu sind - er bleibt treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.
Hier werden wir unter anderen auf die Möglichkeit des Verleugnens hingewiesen.

Da muss ich an das Wort denken:
Lk 9,26
Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird der Sohn des Menschen sich schämen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel. 

Und auch lesen wir die Worte Jesu:
Mt 10,33
Wer aber mich vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist.
Es dürfte sich hier um solche handeln, über die der Himmel sich zuvor gefreut hatte, die aber nicht im Glauben geblieben sind.

Wohl uns, dass der Herr uns so oft in Gnade begegnet, durch Seine Güte uns zur Buße leitet, da Er nicht will, dass jemand verloren geht.

Ich fand übrigens die Antwort von Roland in dem anderen Thread sehr hilfreich: Die Bibel lehrt Heilsgewissheit, aber nicht "Heilssicherheit".
Ja, so meine ich es auch, auch wenn ich den Thread hier "Heilssicherheit" genannt hatte.

Gottes Segen,
José
« Letzte Änderung: 15 Dezember 2013, 18:58:36 von Jose »

Offline Jose

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Re: Heilssicherheit
« Antwort #11 am: 05 November 2014, 12:47:47 »
An das Thema hier wurde ich erinnert, als ich gestern das Wort las: "Ach, wenn ich mir nicht sicher wäre, das Gute des HERRN zu schauen im Land der Lebendigen . . .!" Ps 27,13. Hier ist, wenn wir es so sehen wollen, von Heilssicherheit die Rede, aber mehr im Sinn von "sich sicher sein", also nicht zweifeln.

Im nachfolgenden Vers steht dann auch die wichtige Haltung, die wir Christen alle einnehmen und ausleben müssen: "Harre auf den HERRN! Sei mutig, und dein Herz sei stark, und harre auf den HERRN!" Vers 14. Es liegt nicht an uns, sondern am vollbrachten Werk auf Golgatha, dass wir erlöst sind. Und bewahrt werden können wir auch nur in Christus, denn Gottes Gnade trägt uns, wenn wir IHM vertrauen und auf IHN harren.

Es gibt leider so viele Streitigkeiten auch über diese Themen. Vielleicht gelingt es, in Liebe und Weisheit einander zu begegnen, sich aber auch ermahnen zu lassen, wenn die eigene Überzeugung nicht mit der Lehre der Bibel übereinstimmt.

Mit freundlichen Grüßen,
José