Autor Thema: die Jagd nach dem Frieden mit jedermann  (Gelesen 1922 mal)

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Offline inchristus

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die Jagd nach dem Frieden mit jedermann
« am: 13 Juni 2013, 18:48:11 »
Liebe Geschwister,
ich habe ein aktuelles Problem mit meiner (betagten) Vermieterin, die ebenfalls im Haus wohnt. Sie fordert uns auf, die Klebefolie (weißtransparent) in Höhe von ca. 30cm, welches das Fenster im Zimmer meines Sohns davor schützt, dass man hineinschauen kann, zu entfernen. Es würde den Gesamteindruck und Image des Hauses schaden. Es sähe aus wie in einem Asylantenheim. Mein Sohn weigert sich strikt dagegen, dass der Vermieter bestimmt, wie man das Fenster gestaltet. Vom Fleisch her sehe ich das ebenso. Da ich aber nicht mehr für mich selbst lebe, sondern Christus verherrlichen will, suche ich den Frieden auch hier im Haus mit jedermann. Nun stoße ich auf den Widerstand meines erwachsenen Sohns. Wie würdet ihr euch in meiner Situation verhalten? Bisher war ich darauf bedacht, so weit wie mir möglich, hier im Haus durch mein Verhalten kein Anstoß zu werden. Denn ich möchte Gott in meinem Wandel ehren, und nicht dazu beitragen, dass SEIN Name gelästert wird. Natürlich wird trotzdem kräftig gelästert. Die Welt hat immer was zum Spotten. Ich war ja genauso.

Hinzu kommt: Mein veränderter Kleidungsstil hebt sich sehr von der Welt ab. Ich spüre im Haus subtil bis ganz direkt Feindseligkeiten und dass ich Thema bin. Merkwürdigerweise hat jemand an meinem Rad das Lichtkabel nicht nur zertrennt sondern regelrecht entfernt. An der Vorderleuchte ist nur noch ein Stumpf von Kabel zu sehen. Nur der HERR allein weiß, wer dies getan hat. Ich habe nur Vermutungen, aber ich weiß es nicht.
Alles in allem spüre ich, dass der Wind rauher um mich weht und ich um des HERRN willen leiden und mich freuen darf! Bitte betet für mich, dass ich mich vor der Finsternis nicht fürchte! Ich bin in keiner geistlichen Gemeinschaft zur Zeit, darum hier auch mein Gebetsanliegen.

Gottes reichen Segen, Gnade und Friede euch allen!
Astrid
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Pilger

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Re: die Jagd nach dem Frieden mit jedermann
« Antwort #1 am: 13 Juni 2013, 18:50:41 »
Liebe Astrid,
wieso macht ihr keinen Vorhang vor das Fenster?
Liebe Grüße
Manfred

Offline gawriellatou

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Re: die Jagd nach dem Frieden mit jedermann
« Antwort #2 am: 13 Juni 2013, 20:04:43 »
Herzlich willkommen, liebe Astrid. Bin auch ganz "frisch" hier.

Schlage Deiner Vermieterin und Deinem Sohn vor, wie Manfred schon sagt, dünne, durchsichtige,
ganze Gardinen oder mit einer Stange zwischen den Fensterrahmen halbe Gardinen
auf halber Höhe.
Gegen Gardinen kann sie eigentlich nichts haben.
Sag Deinem Sohn, die Klebefolie sieht aus, wie im Krankenhaus. Da haben sie auch
immer so einen Sichtschutz.  :)
Wenn sie auch halbe Gardinen nicht will, dann geh zum Mieterbund und erkundige Dich.

Ich hoffe, Du hast Erfolg. Diese "kleinen" Nebensächlichkeiten rauben einem oft mehr
die Nerven als große Dinge. Segne in Gedanken das ganze Haus und alle Mieter samt
Vermieterin darin und bringe die ganze Sache vor unseren Herrn.

Ich glaube, dass Er Dir hilft.

Liebe Grüße
gawriellatou
InSeinerGnade

Johannes 3 : 3
3  Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn,
daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Offline inchristus

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Re: die Jagd nach dem Frieden mit jedermann
« Antwort #3 am: 14 Juni 2013, 10:13:11 »
Liebe Bruder, liebe Schwester,
herzlichen Dank für eure schnelle Reaktion auf mein Anliegen. Ja, mittlerweile haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wie wir einen Sichtschutz für sein Zimmer anbringen können, der für meine Vermieterin wie auch für ihn akzeptabel ist. (Sein Schreibtisch steht genau am Fenster, so dass er den Blickkontakt nach draußen hat. Hinter der Straßen, an der wir wohnen, ist es herrlich grün. Viele dichte Bäume. Einfach wunderbar. Der Nachteil sind die Linienbusse, die gar nicht so selten aufgrund der vorstehenden Ampel genau vor seinem Fenster halten. Darum auch sein Sichtschutz. - Nur zum besseren Verständnis: Die Vermieterin nimmt keinen Anstoß, dass ich keine Gardinen habe. Zumal es auch keine Seltenheit ist, keinen Gardinen anzubringen. Ich habe eine Altbauwohnung mit hohen Wänden und dementsprechend große und schöne Fenster, so dass die Räume herrlich hell sind. Mich persönlich würden Gardinen eher sogar stören. So weit nur dazu.) Für mich ist interessant, wie und wo ihr eure Grenzen sehen würdet, im Einlenken um des Friedens willen.

Ja, meine Nachbarn einschl. Vermieterin stehen auf meiner Gebetsliste. Dem HERRN sei dank, dass ich mich bisher vor sündigen Gedanken ihr gegenüber bewahren konnte. ER möge mir auch weiterhin beistehen!!!

Gottes Segen,
Astrid
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Michael Sack

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Re: die Jagd nach dem Frieden mit jedermann
« Antwort #4 am: 14 Juni 2013, 11:54:41 »
Ja, schön sind Deine Gedanken, liebe Schwester, bleibe im Gebet, wir helfen mit. Ach so, herzlich willkommen hier im Forum.

Mir ist zu den Gardinen eingefallen, es gibt so schöne, helle Streifenvorhänge, die kann man quer und längs einstellen oder auch ganz wegziehen. Die wären vielleicht die Richtigen.
Ich verstehe Deinen Sohn, wenn er am Schreibtisch sitzt, wird er abgelenkt und 'jeder' kann reinschauen, so fühlt er - und das möchte er nicht. Vielleicht heißen die Dinger Lamellenvorhänge. Ich finde sie sehr schön und wenn man sie schließt, kann wirklich niemand reinschauen, das Licht kommt aber trotzdem durch. Man kann sie aber auch so einstellen, daß man voll rausschauen kann, ins Grüne, zu den schönen Bäumen.
Manchmal haben Gebauchtmöbelmärkte solche Sachen, telefonier mal diese Läden nah und fern durch, dann kannst Du vielleicht was erfahren und es ist nicht so teuer. Auf jeden Fall, sei besonnen, erstmal überlegen, was zu tun und zu reden ist, das ist mehr als hundertmal besser als losreden - habe gerade heute in Sprüche 29, 20 gelesen: Siehst du einen, der schnell ist zu reden, da ist am Narren mehr Hoffnung denn an ihm. Statt schnell kann man wohl auch hastig sagen, so andere Bibelübersetzung; und auch Jakobus 1, 19 zeigt uns den Ernst dieses Themas.

Sicher ist es richtig den Frieden zu suchen mit der Vermieterin, gib ihr einfach recht, aber weise sie darauf hin, daß es das Zimmer Deines Sohnes ist, mit ihm sollst Du ja auch den Frieden suchen. Das hast Du vielleicht auch schon getan. Mache Du keine große Sache draus, bleibe freundlich, auch wegen dem Vandalismus an Deinem Fahrrad.

Die "Grenzen" liegen nicht nur in der Situation, was alles zu durchdenken und zu beachten ist, sondern auch in Deinem Glaubensvermögen. Du sollst im Frieden bleiben. Du kannst auch sagen, wenn es schwierig ist mit Deinem Sohn und mit wem und was sonst noch, 'ich weiß nicht was ich tun soll'. Das sagst Du dann dem HERRN.

Bleibe schön dabei, zu tun, was ER Dich gelehrt hat. Nimm Dir immer wieder Zeit, auch in der SCHRIFT zu lesen.

Mit freundlichen Grüßen, Michael Sack
.

Offline Roland

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Re: die Jagd nach dem Frieden mit jedermann
« Antwort #5 am: 14 Juni 2013, 21:13:58 »
Liebe Astrid,

herzlich willkommen hier im Forum. Ich finde es klasse, dass Du Dich gleich beteiligst. Möge der HERR uns einen fruchtbaren und gesegneten Austausch schenken.

Einige praktische Vorschläge zur Lösung Deines Problems wurden hier bereits gemacht. Wenn ich Dich richtig verstehe, möchtest Du wissen, wo die Grenzen sind für unser Einlenken sind. Ich denke, dass diese Frage sich nicht einfach beantworten lässt.

... niemandem Böses mit Bösem vergelte, für das, was edel ist, vorsorglich sei vor (den Augen) aller Menschen, wenn möglich, soviel an euch liegt, mit allen Menschen Frieden habe, sich selbst nicht räche, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn, denn es ist geschrieben: "'Die Vergeltung ist meine [Sache]; ICH werde vergelten', sagt der HERR." {Vgl. 5M 32,35.} (Römer 12,17-19).

Wir Christen sollen Friedensstifter sein. Es ist jedoch nicht immer Harmonie möglich, da die Wahrheit trennt als auch eint. Die zweigeteilte Bedingung des Paulus soviel an euch liegt erkennt dies an; es bleibt jedoch die Verpflichtung, nach Frieden in den persönlichen Beziehungen mit anderen zu streben.

In Deinem konkreten Beispiel würde ich mir Alternativen überlegen (da tut Ihr ja auch), d. h. ich würde versuchen, den Wunsch Deines Sohnes und Deiner Vermieterin zu berücksichtigen. Ich würde nicht auf die Klebefolie bestehen (selbst wenn Ihr juristisch gesehen hier im Recht seid), sondern würde um des Friedens willen einen anderen Sichtschutz anbringen. "Wer immer auf sein Recht pocht, bekommt irgendwann wunde Finger"......

Die Grenze ist für mich überschritten, wenn GOTTES Willen übertreten wird, denn die Bibel sagt, dass wir GOTT mehr gehorchen sollen als den Menschen.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!