Autor Thema: Victor - Von der Bar zur Bibel  (Gelesen 1624 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Victor - Von der Bar zur Bibel
« am: 13 Februar 2013, 00:05:42 »
Das Buch: „Victor - Von der Bar zur Bibel“, erhielt ich vor zwei Tagen von einer lieben Schwester. Auch ihr Ehemann ermunterte mich sehr, das Buch zu lesen.



Victor - Von der Bar zur Bibel - David M. Howard / Bob Owen

Gott verändert Menschen, die sich ihm ganz ausliefern. Das erfährt auch Victor Landero, Bar- und Bordellbesitzer im Urwald Kolumbiens. Denn als er sich Gott ganz zur Verfügung stellt, entdecken er und seine Freunde erstaunliche Dinge: Die größte Macht der Welt steht auf ihrer Seite. Die Gemeinde, die sie bilden, schöpft aus dem unermeßlichen Reichtum der Gaben Gottes. Selbst Probleme und Schwierigkeiten nutzt ihr Herr aus, um Segen schenken zu können.

David M. Howard, Generalsekretär der weltweiten evangelischen Allianz, schreibt über die erste Begegnung mit Victor: „Obwohl Victor nicht groß von Gestalt ist, kam ich mir neben ihm wie im Schatten eines Riesen vor."

ISBN 3-87739-354-3

Verlag Schulte + Gerth, Asslar



Ich habe angefangen darin zu lesen und bin an dem Punkt, an dem Victor seine Sünde und seinen verlorenen Zustand erkennt.


Zitat



Bald waren wir beide in die Bibel vertieft. Eliecer schlug eine bestimmte Stelle auf und sagte: „Victor, mein Freund, lies diesen Vers, liest ihn laut!“
Holprig und langsam las ich die Worte: „Alle haben gesündigt und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten“ (Römer 3,23).
Erschreckt hielt ich inne. „Alle haben gesündigt? Alle? Also jeder Mensch? Jeder in Nueva Estación?“
Eliecer nickte. „Ja, amigo. Jeder in Nueva Estación. Jeder in ganz Kolumbien, auf der ganzen Welt. Alle haben gesündigt und können, so wie sie sind, nicht zu Gott kommen.“
Mein Herz schlug schneller, als ich versuchte, diese Aussage aus Gottes Buch zu erfassen. Noch einmal las ich jedes Wort und nahm dabei den Finger zur Hilfe. „All haben gesündigt…“ Ich holte tief Luft: „Heißt das, dass ich auch ein Sünder bin?“
Diese Frage kam aus einer geängstigten Seele, die mit ganzem Ernst nach Gott suchte. Eliecer wusste, wie mir zu Mute war. Er hatte erst wenige Jahre zuvor das gleiche empfunden und antwortete mir liebevoll: „Ja, amigo. Gott sagt dir und mir, dass wir Sünder sind.“
Ich saß still da und ließ die Worte auf mich wirken.
„Diese Aussagen sind mehr als Geschichte“, fuhr Eliecer fort. „Sie reichen zurück bis an den Anfang der Welt - zu Adam und Eva. Sie haben gesündigt. Alle, die seit Adam und Eva auf die Welt gekommen sind, haben gesündigt. Diese Worte gelten deshalb auch uns.“

Ich seufzte: „Alle haben gesündigt - alle. Auch ich habe gesündigt. Und jetzt bin ich ein Sünder …“ Eliecer nickte.
Plötzlich kam mir die Frage: „Wenn ich vor Gott ein Sünder bin, was muß ich tun?“
Eliecer schwieg einen Augenblick und sagte schließlich: „Amigo, diese Frage hat Jesus bereits beantwortet.“
Ich fühlte mich erleichtert. „Jesus hat meine Frage bereits beantwortet?“
„Ja, mein Freund“, versicherte mir Eliecer und blätterte in der Bibel. „Victor, lies, was Jesus hier sagt.“
Langsam und stockend las ich die Worte: „Ich sage euch…, wenn ihr euren Sinn nicht ändert, werde ihr alle … umkommen - wenn ihr euren Sinn nicht ändert, werde ihr alle umkommen“ (Lukas 13,3).
Erregt fragt ich: „Ich muss mich ändern - meinen Sinn ändern? Aber ich verstehe nicht, was das bedeutet. Sag mir bitte, was das heißt.“
„Ich werde es dir zeigen, Victor.“
Der Evangelist blätterte weitere Seiten seiner Bibel um. „Nun lies das Bitte, amigo.“
Bedenken, aber auch so etwas wie Freude erfüllte mein Herz, als ich laut die Worte las: „So tut denn Buße und bekehrt euch, damit eure Sünden ausgetilgt werden, auf daß Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen“ (Apostelgeschichte 3,19.20).
Ich legte das Buch aus der Hand. „Tut Buße? Bekehrt euch? Sünden ausgetilgt?“ Das alles war zu hoch für mich. „Amigo, bedeutet das etwa, daß Sünden - dass meine Sünden - ausgetilgt werden können?“
Eliecer nickte.



Ich bin sehr gespannt, wie der Herr mich durch das Zeugnis noch segnen wird. Es ist immer wieder neu bewegend zu lesen, wie das Wort Gottes Menschen überführt und errettet. Alles andere nützt auch nichts, denn wir lesen in der Bibel: "Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem Samen, sondern aus unvergänglichem, durch das lebendige und bleibende Wort Gottes" 1.Petr 1,23. 

Herzliche Grüße,
José

Offline Jose

  • Benutzer
  • Beiträge: 1709
Re: Victor - Von der Bar zur Bibel
« Antwort #1 am: 12 Oktober 2014, 20:39:09 »
Ich möchte doch endlich noch etwas zu dem Buch hier eintragen. Das Buch habe ich nun seit langem gelesen und insgesamt fand ich das Zeugnis sehr ansprechend. Was ich jedoch nicht bejahen kann, ist eine darin geschilderte Situation, bei der jemand, der sich bekehrt hatte und ein Gotteskind wurde, immer noch von einem Dämon besessen war. Hintergrund war, dass er sich von etwas okkultes nicht getrennt hatte.

Als ich den Bruder, der mir das Buch empfohlen hatte, daraufhin ansprach, antwortete er, es auch abzulehnen. In einem Gotteskind kann nicht noch ein Dämon leben.

Aufgrund dieser Schilderung im Buch, kann ich nicht sagen, dass ich das Buch empfehle. Es ist doch etwas sehr gravierendes und kann vielleicht auch unsichere Gotteskinder in Not bringen, wenn sie so etwas für möglich halten. Was allerdings Tatsache ist, ist dass auch Gotteskinder, wenn sie sündigen und an der Sünde festhalten, sich aus dem Schutzbereich Gottes herausbewegen. Darauf sollte jedes Gotteskind achten und nicht an erkannte Sünde festhalten.

Gottes Segen,
José