Autor Thema: Das Brüdertum  (Gelesen 14851 mal)

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Offline Roland

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Das Brüdertum
« am: 31 Dezember 2012, 01:25:29 »
Das Brüdertum wird wenig von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Das liegt sicherlich daran, dass es sich dabei um eine  relativ kleine Sekte handelt und eine nicht so ausgeprägte Missionstätigkeit hat wie andere Sekten (z. B. die Zeugen Jehvoas).

Dieser Thread soll über das Brüdertum informieren.

Hier soll ein kurzer Überblick über die heute bestehenden Gruppierungen der Brüderbewegung in Deutschland gegeben werden.

Seit 1945/49 ist das deutsche Brüdertum bereits in drei Hauptrichtungen (wenn man die zahlenmäßig unbedeutende Raven-Richtung außer Acht lässt) aufgeteilt, in den 1990er Jahren entstand eine weitere. Der Unterschied zwischen den Gruppen liegt v.a. im Grad der "Absonderung" und "Exklusivität": Die Brüdergemeinden im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden etwa betrachten sich als normale freikirchliche Gemeinden und arbeiten z.B. im Rahmen der Evangelischen Allianz mit anderen Christen zusammen. Die sog. "geschlossenen Brüder" (Darbysten) dagegen verstehen sich als eine Art neutraler Boden außerhalb aller bestehenden Kirchen und Freikirchen, auf dem man sich "in Absonderung von allem Bösen und ohne jede menschliche Organisation allein zu dem Namen des Herrn JESUS hin versammelt". Ein grundsätzlich antikonfessionelles Selbstverständnis kennzeichnet aber auch die "dazwischen" liegenden Gruppen, sodass bis heute alle "Brüder"-Gruppierungen mit Ausnahme der Brüdergemeinden im BEFG keinen offiziellen Namen tragen. Allerdings sind für jede Gruppierung mehrere "inoffizielle" Namen in Gebrauch, die sich z.T. überschneiden, was die Unterscheidung für Außenstehende oft erschwert.

Die Brüdergemeinden im BEFG (ca. 21 % des deutschen Brüdertums)
Der "Freie Brüderkreis" (Darbysten, ca. 30 % des deutschen Brüdertums)
Die "blockfreien" Gruppierungen (Darbysten, ca. 15 % des deutschen Brüdertums)
Die "geschlossenen Brüder" (Darbysten, ca. 33 % des deutschen Brüdertums)
Die "Raven-Brüder"

Quelle

Dieser Thread ist die Fortsetzung eines anderen Threads in diesem Forum.
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Offline Roland

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Re: Das Brüdertum
« Antwort #1 am: 31 Dezember 2012, 01:29:42 »
Ich kenne sowas auch von anderen "Kirchen", z. B. von der Brüderbewegung:

"1877 berichten uns Überlieferungen aus Gerichtsakten, dass Scofield nach St. Louis zurückgekommen war. Er borgte sich nun Geld indem er Wechsel ausstellte, wofür seine Schwester Emeline E. Papin und ein gewisser C. F. Betts bürgten. Scofield hatte innerhalb von 60 Tagen Wechsel im Wert von 200 Dollar ausgestellt (nach heutigem Wert etwa 10.000 Dollar) und als der Inhaber der Wechsel, Jephtha H. Simpson, versuchte, das Geld zuzüglich eines Zinses von 10% wieder einzutreiben, weigerte sich die Bank, die Wechsel zu akzeptieren. Scofields Kanzlei war geschlossen und er hatte keine Wohnanschrift. Als der Fall vor Gericht ging wurde klar, dass Scofield den Namen seiner Schwester benutzt und ihre Unterschrift gefälscht hatte. Folglich wurde Scofield vor Gericht mehrerer Fälle angeklagt, in denen er gefälschte Wechsel benutzt hatte um sich selbst Geld zu beschaffen." (Quelle: Canfield, Joseph M,.: The Incredible Scofield and His Book).

Dass das Brüdertum auf Lug und Trug aufgebaut ist, zeigt auch folgender Zeitungsartikel:

"Cyrus I. Scofield aus Kansas, Rechtsanwalt, Politiker und Ganove, ist wieder aufgetaucht und verspricht einmal mehr, um sich herum diesen Lichtschleier von Allbekanntheit aufzubauen, der ihn in der Vergangenheit so berühmt gemacht hat. Die letzte Information, die die Menschen aus Kansas über diesen Taugenichts hatten, war, dass er vor vier Jahren nach einer Reihe von Fälschungen und Schwindeleien den Staat und eine mittellose Familie verließ und in Kanada untertauchte. Eine zeitlang blieb er verschwunden und man hörte nichts von ihm. Erst innerhalb der letzten zwei Jahre tauchte er in St. Louis auf, wo er eine wohlhabende, verwitwete Schwester hat, die regelmäßig auf den Plan trat und Scofields kleine Narrheiten und Marotten durch die Zahlung von beträchtlichen Geldsummen bereinigte. Innerhalb des letzten Jahres beging Scofield jedoch in St. Louis eine Reihe von Dummheiten, die nicht so leicht beizulegen waren und der unberechenbare junge Herr war gezwungen, sechs Monate in St. Louis im Gefängnis zu verbringen.
 
Unter den vielen böswilligen Handlungen, die seine Karriere charakterisierten, war eine besonders scheußliche, von der wir erfahren haben. Kurz nachdem er Kansas verlassen und seine Frau und seine beiden Kinder abhängig von der Unterstützung der Mutter seiner Frau zurückgelassen hatte, schrieb er seiner Frau, er könne etwa 1.300 Dollar des Geldes ihrer Mutter – alles, was sie hatte – äußerst gewinnbringend investieren. Nach einiger Korrespondenz sandte er ihr eine Hypothek, unterzeichnet und ausgefertigt von einem gewissen Charles Best, worin behauptet wurde, es werde wertvoller Besitz in St. Louis abgetreten. Später stellten sich die Hypotheken als gemeine Fälschungen heraus. Eine Person namens Charles Best existierte überhaupt nicht und der in der Hypothek abgetretene Besitz erwies sich als rein fiktiv."
Quelle: The Daily Capital (erschienen in Topeka/Kansas), 27. August 1881

Scofield ist auch heute noch einer der Gurus der sog. "Brüderbewegung". Es wird immer noch die sog. "Scofield-Studienbibel" vertrieben.

Im Vergleich mit dem Brüdertum sind die o.g. Pfingstler die reinsten Waisenknaben!
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Offline Jose

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Re: Das Brüdertum
« Antwort #2 am: 02 Januar 2013, 16:57:49 »
Zitat von: Roland
Im Vergleich mit dem Brüdertum sind die o.g. Pfingstler die reinsten Waisenknaben!

Es kann sein, dass in dem "Brüdertum" die Schuld größer ist, aber ob die Pfingstler "die reinsten Waisenknaben" sind? Wir stehen alle in der Verantwortung vor Gott und es gibt viel Schuld auf allen Seiten. Wir sollten aber darauf achten, dass wir uns nicht hergeben, um Werkzeuge des Teufels zu sein.

In der Offenbarung lesen wir: "Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes und die Macht seines Christus gekommen; denn hinabgeworfen ist der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte" Offb 12,10. Das ist das Werk des Teufels. Der Teufel ist der Verkläger der Gläubigen und ganz gewiss beobachtet er uns dabei und lässt keine Gelegenheit aus, dem Werk Gottes zu schaden. Sind wir uns dessen stets bewusst?

Der Apostel Paulus bekennt: "Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu retten, von welchen ich der erste bin" 1.Tim 1,15. Diese sollte zuallererst unsere Gesinnung sein. Und wenn der Herr Jesus sagt: "Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden. Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr?" Mt 7,1-3, so verstehe ich es besonders als Ermahnung an die Gläubigen.

Auch hier die Feststellung des Herrn: "Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge! Und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus deines Bruders Auge zu ziehen" Mt 7,5. Der Herr leugnet den Splitter im Auge des Bruders nicht, aber Er macht unsere eigene Schuld nicht kleiner, wie wir es gerne tun. Unsere Schuld ist immer größer, denn es ist "unsere" Schuld.

Daher nehme ich auch die Ermahnung im Römerbrief sehr ernst: "Deshalb bist du nicht zu entschuldigen, Mensch, jeder, der da richtet; denn worin du den anderen richtest, verdammst du dich selbst; denn du, der du richtest, tust dasselbe" Röm 2,1.

Und was die Aussage anbetrifft:
Zitat von: Roland
Dass das Brüdertum auf Lug und Trug aufgebaut ist …
so halte ich die Aussage für genauso verkehrt, wie wenn behauptet wird, dass alle die,welche in Zungen reden, von Dämonen besessen sind.

Gottes Segen,
José

Offline Roland

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Re: Das Brüdertum
« Antwort #3 am: 02 Januar 2013, 23:45:01 »
Hallo José,

Zitat
aber ob die Pfingstler "die reinsten Waisenknaben" sind
Meine Aussage bezog sich nicht auf die Pfingstbewegung allegemein, sondern konkret auf die Pfingstkirche "Igreja Universal do Reino de Deus" zu Rio de Janeiro. Ich habe den Beitrag in einen neuen Thread kopiert

Scofield, einer der Wegbereiter des Brüdertums, beging Urkundenfälschung, ließ Wechsel platzen, verließ eine mittellose Familie und musste schließlich für längere Zeit untertauchen, weil ihn die Polizei suchte. Im Vergleich zu Scofield sind die Pfingstler der "Igreja Universal do Reino de Deus" Waisenknaben.

Zitat
Das ist das Werk des Teufels. Der Teufel ist der Verkläger der Gläubigen und ganz gewiss beobachtet er uns dabei und lässt keine Gelegenheit aus, dem Werk Gottes zu schaden.
Es geht nicht um das Verklagen, sondern um Aufklärung. Genauso gut könnte man argumentieren, dass Du die Pfingstler verklagst, weil Du zum Austritt aufgrund der Frauenfrage aufforderst. Verklagst Du die Pfingstler?

Zitat
Mt 7,1-3, so verstehe ich es besonders als Ermahnung an die Gläubigen.
Wie bereits erwähnt, geht es nicht um das Richten, sondern um Aufklärung.

Zitat
so halte ich die Aussage für genauso verkehrt, wie wenn behauptet wird, dass alle die,welche in Zungen reden, von Dämonen besessen sind.
Dein Vergleich hinkt, da Deine Aussage eine Lehrfrage betrifft.

Beim Lug und Trug des Brüdertums geht es darum, dass Menschen bewusst hinter das Licht geführt werden (geschönte und frisierte Lebensläufe), Urkundenfälschung, Betrug usw. Akzeptabel ist vielleicht noch die Linie mit Georg Müller, absolut inakzeptabel ist für mich die Darby-Linie.

Shalom
Roland
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Offline Jose

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Re: Das Brüdertum
« Antwort #4 am: 03 Januar 2013, 01:28:08 »
Zitat von: Roland
Scofield, einer der Wegbereiter des Brüdertums, beging Urkundenfälschung, ließ Wechsel platzen, verließ eine mittellose Familie und musste schließlich für längere Zeit untertauchen, weil ihn die Polizei suchte. Im Vergleich zu Scofield sind die Pfingstler der "Igreja Universal do Reino de Deus" Waisenknaben.

Bist du sicher, dass die Informationen zuverlässig sind? Und kennst du Berichte über das Lebensende von Scofield? Würde mich interessieren.

Gottes Segen,
Segen

Offline Roland

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Re: Das Brüdertum
« Antwort #5 am: 03 Januar 2013, 01:45:17 »
Die Quellen sind belastbar. Für diese Zitate wurde Joseph Canfields Biographie The Incredible Scofield and His Book als chronologische Leitlinie und für die grundlegenden Daten herangezogen. Um sicherzugehen, wurden alle Daten von John S. Torell zweifach überprüft, einschließlich Namen und Daten aus anderen Quellen. Dabei haben sich einige Diskrepanzen in Canfields Buch ergeben, von denen die deutlichste ist, dass er schreibt, Hort und Westcott seien Oxford-Studenten gewesen, obwohl sie in Wirklichkeit an der Universität Cambridge aktiv waren.

Scofields Lebensende:

Zitat
Nach der Rückkehr aus England zogen die Scofields in eine vornehmere Gegend in New York namens Douglaston. Am 19. August 1913 feierte Scofield seinen 70. Geburtstag.
 
1914 wurde Scofield zu einer großen Prophetie-Konferenz am Moody Bible Institute in Chicago eingeladen. Im Oktober 1914 eröffnete die Philadelphia School of the Bible ihre Tore und Scofield predigte auf der Eröffnungsfeier.  Er fuhr mit dem Zug zu dieser Schule und diente bis 1918 als ihr Präsident. Danach zwang ihn sein gesundheitlicher Zustand dazu, diese Position aufzugeben.
 
1915 schloss sich Scofield mit einer Reihe von Leuten aus Douglaston zusammen und bildete die Community Churchvon Douglaston. Während des Monats November stimmte Scofield zu, dort jeden Sonntagmorgen zu predigen.
1916 kam Marie Helene, seine Tochter aus erster Ehe, um ihren Vater zu besuchen, doch es gibt keinerlei Berichte darüber, was sich während dieses Besuchs zutrug.
 
Während der Jahre 1916 und 1917 arbeitete die Oxford Press an einer Überarbeitung der Scofield Referenzbibel und es ist nicht klar, wer diese Revision bearbeitet hat. Eine bemerkenswerte Veränderung war die Hinzufügung von Daten, die Scofield von einem Bischof Ussher übernommen hatte, der sie seinerseits irgendwann zwischen 1650 und 1654 veröffentlicht hatte.
 
Da es mit seiner Gesundheit bergab ging, begann Scofield die Winterzeit in Crescent City in Florida zu verbringen. Im März 1918 hielt die Zentralamerikanische Mission, die Scofield gegründet hatte, ihre Direktorenversammlung in Crescent City ab. Dies war die letzte Versammlung, der Scofield bei der Missionsorganisation beiwohnte.
 
Während der Jahre 1917 bis 1921 erhielt Scofield Honorare in Höhe von 76.347 Dollar. Das sind nach heutigem Wert über 578.000 €.
 
1919 besuchte Charles G. Trumbull Cyrus in Florida. Die beiden waren Freunde und Trumbull war gekommen um von Scofield Informationen für das Erstellen einer Biographie zu erhalten. Die Informationen wurden genutzt, um von Mai bis September 1919 eine Reihe von Artikeln in The Sunday School Times zu veröffentlichen. 1920 nahm die Oxford University Press die Artikel auf und veröffentlichte sie in Buchform unter dem Titel  "The Life Story of C.I. Scofield. Bis zur Publikation von Canfields Biographie „The Incredible Scofield and His Book" wurden keine anderen Bücher über das Leben von Scofield geschrieben.
 
Am 24. Juli 1921 starb Cyrus Scofield. Erst beim Jüngsten Gericht werden wir erfahren ob er in den Himmel oder in die ewige Verdammnis ging.
 

Der letzte Wille und das Testament von Cyrus Scofield

Scofield hatte sein Testament im Mai 1921 gemacht, etwa zwei Monate vor seinem Tod. Es wurde am 2. August 1921 vor Gericht verlesen. Die Eigentumsrechte an den Grundstücken und Häusern waren bereits vor seinem Tod auf seine Frau Hettie und ihren Sohn Noel übertragen worden. Alle übrigen Besitztümer gingen ebenfalls an Hettie und Noel.

Scofields beide Töchter aus der ersten Ehe erhielten nichts und es wurde auch nichts an irgendein christliches Werk vermacht. Das Testament enthielt vier Verträge über vier Veröffentlichungen von den Schriften Scofields, einschließlich der Referenzbibel. Die Verkaufszahlen erhöhten sich nach dem Tod Scofields und machten die Familie sehr wohlhabend.
 
Hettie Scofield starb zwei Jahre später am 23. November 1923. Noel heiratete, gründete eine Familie und ließ sich in New York nieder. Er starb im Dezember 1962.
 
Scofield wurde als ein großer Mann GOTTES geehrt, doch sein Sohn, seine Frau und seine Enkelin wurden keine aktiven Christen und es ist mir nicht bekannt, ob sie wiedergeboren waren. Das eingenommene Geld aus den Verkäufen an die christliche Gemeinschaft wurde von der Familie Scofield gehortet und kein Cent wurde für die Mission oder irgendeinen anderen christlichen Zweck ausgegeben.
 
Scofield war sich selbst treu und betrog selbst noch im Tod seine beiden Töchter. Sie mussten Zeit ihres Lebens auf jegliche Unterstützung durch ihren Vater verzichten. So wie er sie im Stich gelassen hatte, als sie aufwuchsen, so ließ er sie auch bei seinem Tod im Stich und gab ihnen nichts von seinem Besitz.

Den gesamten Aufsatz findest Du hier.

Shalom
Roland
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Offline Jose

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Das Brüdertum: Cyrus Ingerson Scofield
« Antwort #6 am: 03 Januar 2013, 05:10:41 »
Hallo Roland.
Danke für die Infos.

Ergänzend fand ich folgende Aussagen interessant:

Zitat


Cyrus Ingerson Scofield (August 19, 1843 - July 24, 1921) was an American theologian, minister, and writer whose best-selling annotated Bible popularized futurism and dispensationalism among fundamentalist Christians.

Cyrus Scofield was born in Clinton Township, Lenawee County, Michigan, the seventh and last child of Elias and Abigail Goodrich Scofield. Elias Scofield's ancestors were of English and Puritan descent, but the family was nominally Episcopalian.

By 1861 Scofield was living with relatives in Lebanon, Tennessee. At the beginning of the American Civil War, the 17-year-old Scofield enlisted as a private in the 7th Tennessee Infantry, C.S.A., and his regiment fought at Cheat Mountain, Seven Pines, and Antietam. In 1862, after spending a month in Chimborazo Hospital in Richmond, Scofield successfully petitioned for a discharge. Scofield then returned to Lebanon and was conscripted again into Confederate service. Ordered to McMinnville, Tennessee, Scofield deserted and escaped behind Union lines in Bowling Green, Kentucky. After taking the Union oath of allegiance, Scofield was allowed safe passage to St. Louis, Missouri, where he settled.

In 1866, he married Leontine LeBeau Cerrè, a member of a prominent French Catholic family in St. Louis. Scofield apprenticed in the law office of his brother-in-law and then worked in the St. Louis assessor's office before moving to Atchison, Kansas in late 1869. In 1871, Scofield was elected to the Kansas House of Representatives, first from Atchison for one year and then from Nemaha County for a second. In 1873 he worked for the election of John J. Ingalls as senator from Kansas, and when Ingalls won, the new senator had Scofield appointed U. S. District Attorney for Kansas - at 29, the youngest in the country. Nevertheless, that same year Scofield was forced to resign "under a cloud of scandal" because of questionable financial transactions, that may have included accepting bribes from railroads, stealing political contributions intended for Ingalls, and securing bank promissory notes by forging signatures. Shortly thereafter Scofield may have been jailed on forgery charges.

Perhaps in part because of his self-confessed heavy drinking, Scofield abandoned his wife and two daughters during this period. Leontine Cerrè Scofield divorced him on grounds of desertion in 1883, and the same year Scofield married Hettie Hall von Wartz, with whom he eventually had a son.

According to Scofield, he was converted to evangelical Christianity through the testimony of a lawyer acquaintance. Certainly by the late fall of 1879, Scofield was assisting in the St. Louis campaign conducted by Dwight L. Moody, and he served as the secretary of the St. Louis YMCA. Significantly, Scofield came under the mentorship of James H. Brookes, pastor of Walnut Street Presbyterian Church, St. Louis, a prominent dispensationalist premillennialist.



Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/C._I._Scofield



Interessant auch: The Life Story of Scofield

Zitat


The drinking, loose ways of the political crowd upon whom Scofield had now turned his back had not been to his liking, nevertheless he himself had been living not at all as a Puritan. The moderate use of liquor was a commonplace in the life in which he moved and had been reared. He drank as he pleased, and, like most men who drink "in moderation," he soon drank too much.

From 1865 until 1879 his life was intense, largely a life of combat in courts and politics which not seldom became extremely embittered. He says himself of that period: "It must not be forgotten or suppressed that the habit of drink during this period became fastened upon me, for it is due to my adorable Lord that His perfect and instantaneous deliverance of me should be made known, as I have testified again and again in meetings."

Quelle: http://www.wholesomewords.org/biography/bscofield.pdf


Vielleicht sollte man tatsächlich seine Vergangenheit als Trinker besser berücksichtigen. Er hat sich wohl Ende 1879 oder kurz danach bekehrt.

Gottes Segen,
José

Offline Roland

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Das Brüdertum: Cyrus Ingerson Scofield
« Antwort #7 am: 03 Januar 2013, 19:27:13 »
Hallo José,

danke für Dein Feedback.

Zitat
Vielleicht sollte man tatsächlich seine Vergangenheit als Trinker besser berücksichtigen. Er hat sich wohl Ende 1879 oder kurz danach bekehrt.
Scofield war ja nicht nur ein Trinker, sondern auch ein Krimineller (Urkundenfälschung usw.).

Ob er sich wirklich bekehrt hat, weiß nur der HERR. Von seiner "Bekehrung ist folgendes überliefert:
Zitat
Als Scofield ein Häftling war, evangelisierte im Gefängnis eine Gruppe christlicher Frauen. Scofield hörte das Evangelium und bekannte seinen Glauben an JESUS CHRISTUS. Danach begann er, die Schriften von John Nelson Darby, dem Gründer der Plymouth Brethren, zu studieren und er nahm Darbys theologische Überzeugungen an.

Nach seiner "Bekehrung" passten seine Ehefrau Leontine und ihre beiden Töchter nicht mehr in das neue Leben von Cyrus Scofield, da sie eine römische Katholikin war und die beiden Mädchen im katholischen Glauben erzogen wurden. Damals wurde eine Ehescheidung als eine schwere Sünde betrachtet. Daher lautete die offizielle Version, dass Scofield Junggeselle war. Von Zeit zu Zeit schickte Scofield kleine Geldbeträge an seine Frau und Töchter, doch das geschah nur sporadisch und Leontine arbeitete in einem Geschäft, um den Lebensunterhalt für sich und die Mädchen zu verdienen. Als Leontine schließlich die Scheidung einreichte und die Wahrheit ans Licht kam, wurde alles von Scofields Rechtsanwälten in den Presseveröffentlichungen heruntergespielt.

Die Bekehrung Scofields im Gefängnis befanden viele als nicht positiv und daher wurde in Trumbulls Buch eine andere Version konstruiert. In dieser Version befand sich Scofield in seiner Kanzlei in St. Louis, als Tom McPheeters hereinkam, und Scofield während der geschäftlichen Besprechung fragte, weshalb er kein Christ sei. Nach einer ausführlichen Diskussion stimmte Scofield zu, CHRISTUS anzunehmen und die beiden Männer knieten in der Kanzlei nieder und beteten.
 
Die Tatsache, dass Scofield zu der Zeit, als dieses denkwürdige Ereignis stattgefunden haben soll, überhaupt keine Kanzlei besaß, konnte Trumbull nicht umstimmen und daher ist diese Lüge nun lange und oft genug wiederholt worden. Die meisten Dispensationalisten glauben, dies sei die Wahrheit.

An dieser Stelle ist m. E. auch wichtig zu bedenken, dass Christen nach 1980 an Skandale in den christlichen Gemeinden gewöhnt sind und dass ihre Toleranz gegenüber der Sünde bis zu dem Punkt fortgeschritten ist, dass es, solange die Person nur in der "Reha" gewesen ist, keine Rolle mehr spielt, was sie zuvor getan hat. Das unmoralische Verhalten von "Gottesdienern" wie Rex Humbard, Morris Cerullu Oral Roberts und Benny Hinn im Bereich von finanziellen Verfehlungen, von Jim Bakker und Jimmy Swaggart, Ted Haggard, Roberts Liardon und Paul Crouch im Bereich von sexueller Unmoral haben Christen so zynisch gemacht, dass sie sich um solche Dinge nicht länger kümmern. Daher tangiert der kriminelle Hintergrund von Scharlatanen wie dem Joseph Smith und Cyrus Scofield die heute lebenden Menschen nicht. Es ist zu lange her und man nimmt die Haltung ein: "Wer soll überhaupt wissen, was die Wahrheit ist?" Dass die Schriften dieser Männer benutzt werden um Millionen von Menschen in die Irre und schließlich in die Hölle zu führen wird von den Massen nicht verstanden. Öffentliche Schulen und verwässerte Predigten haben die Massen von Menschen vom Niveau her so weit heruntergeschraubt, dass sie kein Beurteilungsvermögen mehr haben.

Dies betrifft auch die sog. "Brüder". Sie bekommen "Brüderlegenden" aufgetischt und sind oft nicht in der Lage, die Dinge geistlich zu beurteilen. Wenn eine Bibelstelle nicht verstanden wird, wird nicht der HERR um Offenbarung gefragt, sondern nachgelesen, was die "Brüder" dazu geschrieben haben. Wenn zwei verschiedene "Brüder" die gleiche Auslegung geschrieben haben, wird es als Wort Gottes angesehen.

Scofield und andere "Brüder" haben auch nach seiner "Bekehrung" die Menschen betrogen und belogen.

Shalom
Roland
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Offline Jose

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Das Brüdertum: Cyrus Ingerson Scofield
« Antwort #8 am: 04 Januar 2013, 00:47:48 »
Hallo Roland.

Zitat von: Roland
Zitat von: Jose
Vielleicht sollte man tatsächlich seine Vergangenheit als Trinker besser berücksichtigen. Er hat sich wohl Ende 1879 oder kurz danach bekehrt.
Scofield war ja nicht nur ein Trinker, sondern auch ein Krimineller (Urkundenfälschung usw.).
Blieb er es nach seiner Bekehrung auch noch? Das wäre in der Tat sehr traurig.

Wenn wir ihm aber die Bekehrung nicht absprechen können, dann sollten wir über ihn m.E. nicht anders gesinnt sprechen wir über alle anderen, die "Feinde des Kreuzes Christi" sind und an die wir mit großer Sorge und Traurigkeit denken.

In der Bibel lesen wir: "Oder wisst ihr nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben noch Knabenschänder noch Diebe noch Habsüchtige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes erben. Und das sind manche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes" 1. Kor 6,9-11.

Welch eine nüchterne Feststellung: "Das sind manche von euch gewesen". In wie viel Sünde steckten viele Gotteskinder. Es ist oft ein langer Kampf, bis alles erkannt und in der Gnade des Herrn überwunden sein darf.

Was aber die Vorwürfe gegen Scofield anbetrifft, so weiß ich nicht, ob all die alten Berichte wirklich zuverlässig sind. Ich möchte auch hier, Scofield nicht anders behandelt als andere Brüder, über die auch viel Schlimmes nachgesagt wird, z.B. Luther und selbst ein Spurgeon.

Es gibt auch viel Verleugnung in der Welt und in frommen Kreisen. In frommen Kreisen oftmals sogar noch mehr, weil oftmals die menschlichen Verfehlungen mit ihren vermeintlichen falschen Lehrmeinungen zusammengetan werden.

Ich freue mich aber, wenn wir uns sachlich austauschen können. Möge es dabei bleiben.

Gottes Segen,
José

Offline Roland

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Re: Das Brüdertum
« Antwort #9 am: 04 Januar 2013, 01:21:01 »
Hallo José,

ob Scofield sich wirklich bekehrte oder nur seine religiöse Gesinnung änderte, können wir mit nicht beurteilen. Daher schreibe ich beim auch "Bekehrung", weil ich nicht weiß, ob er ein Kind GOTTES ist.

Zitat
Blieb er es nach seiner Bekehrung auch noch? Das wäre in der Tat sehr traurig.
Die oben beschriebenen Lügen:

- Junggeselle, obwohl er verheiratet war
- angebliche "Bekehrung" in einer Kanzlei, obwohl er zu diesem Zeitpunkt gar keine Kanzlei besaß
- Scofield verlieh sich selbst den "Doktortitel". Es gibt keine offiziellen Nachweise darüber, dass er einen Doktortitel der Theologie erworben hatte.
- Persönliche Bereicherung als "Verkündiger" des Evangeliums
- Verbindungen zum Lotus-Club (okkultes Netzwerk in den USA) usw.

All diese Dinge geschahen nach seiner "Bekehrung".

Zitat
Was aber die Vorwürfe gegen Scofield anbetrifft, so weiß ich nicht, ob all die alten Berichte wirklich zuverlässig sind. Ich möchte auch hier, Scofield nicht anders behandelt als andere Brüder, über die auch viel Schlimmes nachgesagt wird, z.B. Luther und selbst ein Spurgeon.

Es gibt auch viel Verleugnung in der Welt und in frommen Kreisen. In frommen Kreisen oftmals sogar noch mehr, weil oftmals die menschlichen Verfehlungen mit ihren vermeintlichen falschen Lehrmeinungen zusammengetan werden.
Das ist sicherlich richtig. Wie bereits oben erwähnt, wurden die Fakten von einem Bruder zweifach überprüft. Auch findest Du die entsprechenden Quellenangaben. Bei Unsicherheit, ob die Fakten stimmen, kannst Du gerne die Quellen überprüfen.

Shalom
Roland
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Offline Jose

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Re: Das Brüdertum
« Antwort #10 am: 04 Januar 2013, 10:51:26 »
Hallo Roland.

ob Scofield sich wirklich bekehrte oder nur seine religiöse Gesinnung änderte, können wir mit nicht beurteilen. Daher schreibe ich beim auch "Bekehrung", weil ich nicht weiß, ob er ein Kind GOTTES ist.
Ja, es ist wichtig, mit unseren Urteilen vorsichtig zu sein.

Allerdings wundere ich mich dann, dass du am Anfang dieses Themas schreibst:
Dass das Brüdertum auf Lug und Trug aufgebaut ist, zeigt auch folgender Zeitungsartikel …
Hier führst du wiederum Scofield an und verurteilst insgesamt das "Brüdertum". Das passt für mich nicht zusammen.

Wenn du aber erwähnst, und dann auch weiter ausführst:
Scofield, einer der Wegbereiter des Brüdertums, …

Beim Lug und Trug des Brüdertums geht es darum, dass Menschen bewusst hinter das Licht geführt werden (geschönte und frisierte Lebensläufe), Urkundenfälschung, Betrug usw. Akzeptabel ist vielleicht noch die Linie mit Georg Müller, absolut inakzeptabel ist für mich die Darby-Linie.
so freut es mich zumindest, dass du vorsichtig bist und nicht unbedingt alles ablehnst.

Vieles ist Unvollkommen, aber ich möchte nicht einfach behaupten, dass alles falsch und gottlos ist. Es kling auch nicht anders, als wenn andere behaupten, dass die gesamte Pfingst- und Heiligungsbewegung von "unten", also satanisch ist.

Darüber haben wir uns aber schon mehrmals ausgetauscht.

Gottes Segen,
José

Offline Jose

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Das Brüdertum: John Nelson Darby (1800-1882)
« Antwort #11 am: 04 Januar 2013, 10:55:56 »
Im Zusammenhang mit der Diskussion vielleicht auch hilfreich zu lesen, einen Auszug aus bruederbewegung.de

Zitat


Wird von der geschichtlichen Entwicklung der Brüderbewegung gesprochen, wird kein Name so oft genannt wie der von John Nelson Darby (1800-1882). Auf der einen Seite gilt er als eine der herausragenden Vätergestalten der "Brüder", der über sie hinaus alle evangelikalen Kreise mehr geprägt hat, als den meisten bewusst ist, auf der anderen Seite steht aber bedeutend mehr seine Rolle im Vordergrund, die er im Blick auf die beschämenden Spaltungen – besonders im angelsächsischen Raum – innerhalb der Brüderbewegung gespielt hat, einer Bewegung, die doch ausdrücklich für die sichtbare Einheit der Gemeinde Jesu Christi eingetreten ist. Das ist bedauerlich, denn Darby hat als Theologe und Bibellehrer weit mehr hervorgebracht als die Radikalisierung einer Idealvorstellung von der Gemeinde – mit den genannten traurigen Folgen –, was dann vorschnell als "Sonderlehre" abgetan wird. Aber wer macht sich schon die Mühe, die 34 Bände seiner "Collected Writings" (= Gesammelte Schriften) und seine sonstigen verstreuten Schriften in englischer Sprache durchzustudieren? In deutscher Übersetzung sind nur kleinere Arbeiten im "Botschafter" des 19. Jahrhunderts versteckt, und in der R. Brockhaus-Reihe "Betrachtungen über das Wort Gottes" ist eine Anzahl von nicht sehr ausführlichen Auslegungen von Darby vorhanden.



Dass man dennoch gerade in der Brüderbewegung der Gesetzlichkeit nicht entraten hat, nicht einmal auf dem Gebiet unterschiedlicher Lehrauffassungen, gehört zu jenen Unvollkommenheiten praktischen Christenlebens, das dem hohen Anspruch geistgewirkten Wandels nicht gerecht wird, weil es oft einfacher ist, Gebote zu befolgen, als auf die Stimme des Heiligen Geistes zu hören. Der Verfasser weist aus Darbys Schriften nach, dass auch er die Spannung zwischen der Verpflichtung zur Einheit und der Verantwortung für eine – oft vermeintliche – Reinheit nicht auflösen konnte.

Quelle: bruederbewegung.de - Rezensionen



Herzliche Grüße,
José

Offline Roland

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Ein Baum mit faulen Wurzeln, bringt keine guten Früchte hervor
« Antwort #12 am: 04 Januar 2013, 13:36:59 »
Hallo José,

Zitat
Hier führst du wiederum Scofield an und verurteilst insgesamt das "Brüdertum". Das passt für mich nicht zusammen.
Die Legenden, die um Scofield gestrickt wurden, hatten eine wichtige Funktion: Sie verschleierten die Realität, um Scofields Lehren (die er von Darby übernommen hatte), auch in anderen Gemeinden (die nicht zum Brüdertum gehören) salonfähig zu machen (z. B. den Dispensationalismus). Die Scofield-"Studienbibel" war ein sehr gutes Marketingsinstrument, um Gemeinden mit der Dispensationalismus-Irrlehre zu infiltrieren. Natürlich wurden Scofields Schriften auch instrumentalisiert, um die Anhänger des Brüdertums in der "Spur" zu halten. Die Methoden sind vergleichbar mit dem Mormonentum, da auch in Bezug auf Smith Legenden erfunden wurden.

Ich verurteile nicht das gesamte "Brüdertum", sondern stelle nur fest, dass es auf Lug und Trug aufgebaut ist, d. h. die Wurzel des Brüdertums ist bereits faul. Ein Baum mit faulen Wurzeln kann keine guten Früchte hervorbringen. Dies trifft auch auf diese Bewegung zu. Ein "Verurteilen" wäre, wenn ich behaupten würde, dass alle Betroffenen verloren gehen würden. Diese Auffassung vertreten übrigens Leute aus dem exklusiven Brüdertum. Jeder, der nicht ihre Auffassungen teilt, auf den wartet die ewige Verdammnis. Dies ist ein objektives Kennzeichen einer Sekte.

Natülich werden wir uns in diesem Thread auch Darby näher anschauen.

Zitat
Vieles ist Unvollkommen,
Das ist jetzt eine nette Untertreibung, denn wir haben uns die Lehren des Brüdertums noch nicht näher angesehen (falsches Evangelium, für uns gilt nur ein kleiner Teil des NT - der Rest des NT gilt angeblich ausschließlich für die Juden usw.).

Zu Deinem angeführten  Zitat ist noch dazu anzumerken, dass es von Leuten stammt, die sich im Brüdertum befinden und daher einen Euphemismus benutzen, um Lug und Trug zu umschreiben. Dies finden wir auch in anderen Strömungen, wie z. B. den Zeugen Jehovas. Die sprechen dann von "hellerem Licht".

Natürlich gibt es auch im Brüdertum liebe Christen, die ihren Glauben ernst nehmen. Allerdings werden auch sie durch die "Brüder-Märchen" getäuscht. Und darum geht es: Dieser Thread soll nicht verurteilen, sondern die Leute, die sich in diesem religiösen System befinden, "ent-täuschen".

Die Irrlehren des Brüdertums können wir uns gerne in einem anderen Thread näher anschauen. In diesem Thread soll es um die "Gurus" dieser Bewegung gehen.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Roland

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An Dreistheit nicht zu überbieten
« Antwort #13 am: 10 Februar 2013, 01:08:21 »
Jetzt möchte ich wieder einen Sprung in die Gegenwart machen. Es gibt ein weltliches Sprichwort: "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm".

Es ist allgemein bekannt, dass Sekten gerne das Wort GOTTES zu ihren Gunsten "verdrehen". Was aber hier ein Vertreter der "Brüderbewegung" macht, ist an Dreistheit nicht mehr zu überbieten. Weil der Apostel Jakobus (Apg. 15) nicht mit den Lehren der "Brüderbewegung" übereinstimmt, wird ihm einfach die Wiedergeburt abgesprochen und außerdem wird er als Angeber bezeichnet, der von geistlichen Dingen keine Ahnung hat. Hier sind die Zitate (Hervorhebung von mir):

Zitat
Der Spruch (Zaubersprüchli" von Jakobus in AP 15 war aber voll daneben, wie noch einges mehr in AP 15 wo der Geistliche? Abfall begann, initiert von selbsternannnten "Führern".
Der Abfall begann schon durch das einschleusen von nichtwiedergebornen in Vers 1.

Zitat
PS. zu den Irrtümern und dem Einschleichen von Nichtwiedergeborenen und dem falsche reagieren von Petrus und der Angeberei von Jakobs in APG 15 werde ich schreiben....

Zitat
ps. ich bin natürlich froh, dass Petrus wie Jakobus ihre Irrtümmer und bei Jakobus das Zaubersprüchligeplapper dann einsehen konnten. ? Jak 3.1
Die meisten Brüder sind mit frommen Auslegungen dem Unsinn aber gefolgt, dabei ist es zu offensichtlich, dass der Heilige Geist in APG 15 uns zeigt, wie das Böses sich breit macht, wenn man mit Irrlehrern Gemeinschaft hat und das hatte Jakobus Petrus und alle andern auch.


Zitat
Das Böse war, dass sie sich mit Irrlehrern APG 15.1 beschäftigen und dann der Kompromis des Jakobus mit den idiotischen Forderungen des Jakobus, der nicht wusste was er da von sich gab mit den 4 "Forderungen".

Also ich esse Fisch, (ersticktes) auf so deutliches Geschwafel falle ich nicht mehr herein und meine neue Natur braucht keine Aufforderung nicht zu Huren.
Darum denke ich dass hier Jakobus noch nicht wiedergeboren war den Heilgen Geist noch nicht hatte sondern nur meinte Er könne mit dem Heilgen Geist Eindruck machen. Bei mir nicht.
Dass Kp 15 dann noch weitere böse Folgen hatte sieht man dass der Paulus unter dem Eindruck des Jakobus dann die verherende Beschneidung an Timotheus vornahm. Kp 16?

Zitat
Lieber Bobby
so schnell kommt man unter den Fluch des Gesetzes: ? "Ersticktes".... Das ist Judentum! Jakobus war da klar noch unter dem Fluche!
Was die Apostel oder wer auch immer geredet haben musst Du prüfen!
Was die Apostel oder wer auch immer geschrieben haben ist inspiriert.

Zitat
Ps noch lange nicht alles was ibnder Bibel steht ist bibleisch.

Zitat
Ist auch nicht schön, viel Schlimmer ist dass Christen nicht merken dass der Mann Jakobus, ein offensichtlich noch nicht wiedergeborenr Mann heute noch Wiedergeborene mit seinen "Unter den Fluch des Gesetz bringenden Zaubersprüchli" zu beindrucken vermag.
Nein, ich muss es anders sagen, es überrascht mich kaum mehr etwas.
Es gibt imm er welche, solche die meinen weil es in der Bibel steht, stimme es immer. Das ist Unsinn!

Zitat
war eine extrem schwierig Woche im Forum, hatte es heute abgestellt und wollte es am Abend komplett löschen.
Ich war mit meiner Wortwahl sicher manchem unangenehm aufgefallen, aber ich kann es nicht haben, wenn man sündiges Verhalten der Männer in der APG in diesem Forum theologisch versucht zu beschönigen.
Ich würde mit solchen Irrlehren in Apg 15.1 usw. nicht diskutieren ihr Irrlehren Geschwafel nicht demokratisch absegnen und nicht den Heiligen Geist dabei beanspruchen, das zeigt nur, wie Böses schon in den ersten Jahrzehnen die Christen verseuchte, ja es kam später wieder hervor!
Auch kann ich das Beschneiden des Timotheus mit nichts rechtfertigen, heute würde man von beginnendem Abfall sprechen, Apostel hin oder her.
Dieses Unterscheidungsvermögen müssen wir einfach aufbringen, sonst fällt man vor lauter Ehrfurcht vor bekannten Brüdern.
Und den Absturz uA. des Apostel Paulus in Apostelgeschichte 21.21ff beschönigen, wo er Irrlehren Willfährig war müssen wir einfach verurteilen sonst sind wir einfach nicht glaubwürdige unfähig böses zu erkenne zu beurteilen und davon abstehen.
Gott musste Paulus wiederherstellen, (niemand von uns Christen hätte da mit dem Apostel Paulus noch praktische Gemeinschaft haben können, wir hätten sicher 2 Jahre gebraucht bis wir wieder Vertrauen gefasst hätten und mit Ihm wieder praktisch Gemeinschaft pflegen könnten,) -
so dass er wieder brauchbar wurde ähnliches bei Petrus und auch bei Jakobus der nach seiner Bekehrung dann auch einen Brief schreiben durfte.

Zitat
Ich bin überzeugt das die APG dazu da ist, uns zu zeigen, das wir nicht auf Fleisch (zB.: Apostel) Vertrauen sollen sondern auf das Wort das inspirierte Wort Gottes, das die Apostel schreiben mussten.
In APG 21,21ff spez. V 26 hätten wir den Apostel nicht mehr als Wiedergeboren erkannt. Aber der Herr hat ihn durch Zucht zurechtgebracht. Eventuell auch darum die Warnungen im Hebräerbrief? Ich habe noch weitere Stellen gefunden in den Briefen des Pauls wo Paulus auf diese für Ihn extrem beschämenden Tage hinweist. Das sind sicher schon etliche an dem Paulus Irre geworden. Ich nicht, ich unterscheide zwischen dem Wort Gottes und den Taten von Menschen.
Ich hätte das mit dem Paulus natürlich sofort keine Gemeinschaft mehr pflegen können.
Mir sind zB.: auch "Messianische" Juden äusserst Suspekt, wohl kaum Wiedergeborene darunter.


Zitat
In Apostel Geschichte 21, ab V 21 ist Pauls gefallen, zeitweilig machte er da gemeinsame Sache mit den judaisierenden Irrlehren feige gemeinsame Sache, analog dem Petrus im Galater Brief,
äusserlich ging er zurück ins Judentum, man hatt nicht mehr gemerkt, dass er Christ war.
Gott hat Ihn dann durch Züchtigung wiederhergestellt.
Das Thema Jakobus in Apg 15 habe ich schon mit deutlichen Worten beschrieben.
Dass Du das anders siehst, ist sehr schade, sehr bedenklich, nicht mehr nachvollziehbar.
Das lassen wir jetzt damit bewenden!

Zitat
Wenn noch Fragen zu Apg 15 und vorallem zu Kp 21.21ff wo Paulus, (ich schreibe da mit absicht nicht Apostel) den Glauben regelrecht verraten hat, können wir ja hier schreiben.
Irgendwie bin ich sogar dankbar, dass der Paulus so tief gefallen ist, auch wenn man mit Ihm da sicher keine Gemeischaft haben konnte, bis er wiederhergestellt war.
Die Gnade im züchtigenden Gericht Gottesist überwältigend, solange man noch biologisch lebt.
Da wo der Pauls dann wiederhergestelt war, konnte er als Apostel, geleitet durch den Geist Gottes die herrlichen Land Briefe schreiben.

Allerdings geleitet durch seinen Eigenwillen halt dann aus dem Gefängnis.

Zitat
Wenn es aber solch gibt die zB. Schweine Fleisch auf die Verbotschiene bringen, muss man sie sofort ausschliessen.

Zitat
Lieber Bobby
einfach durchlesen, lesen lesen dann siehst Du die katastrophale fortentwicklung und den Fall des Paulus in Apg 21.21 ff.
Dann musste Gott züchtigend eingreiffen.
Das Gerede des Jakobus bez. des Heiligen Gesiet war purer unverstand eine noch nicht wiedergeboren der halt gerne etwas unter den Streitgüggeln von Kp 15 sein wollte.
So läufts seither immer unter den Gläubigen die Ungläubige einlassen.

Zitat
Das zeigt, dass da solche dabei waren die nicht bekehrt also noch unter dem Fluche des Gesetzets waren und der Paulus ist da willfährig, äusserlich sogar abgefallen.
Wir hätten ihn sofort von jeglicher Gemeinschafrt ausgeschlossen, oder nicht?

Zitat
Ps.: ich trink kein Blut, aber ich dürfte. 1.Tim 4.4
Ich trinke kein Bier aber ich dürfte

Zitat
Das meist in Apostelgeschichte 15 ist komplettes Geschnorr und total unbiblisch sicher nicht christlich.
Der Geist Gottes zeigt uns hier, wie das Böse am Anfang schon durch solche die sich angeberisch und ohne geistliche Einsicht wichtig machten, in die Christenheit die sich mehr auf Geschnorr als auf geistliche Einsicht verliessen, breitmachen konnte.

Zitat
Zum Zaubersprüchli des Jakobus in APG 15

Apg 15,28   Denn es hat dem Heiligen Geiste und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen, als diese notwendigen Stücke:

Ps: in 30 % der Verse von Apostelgeschichte 15 hat es Fehler und menschlich fleischliche unchristliche Angeberei.

Zitat
das war ein demokratischer Entscheid also Blödsinn*Ungeistlichkeit = Zaubersprüchli.
Der Jakobus war hier nur ein Angeber und genau so kommt Unsinn in die Gemeinde. Damals wie heute.

Zitat
Schau nur auch was beim Brotbrechen in der Apg geschah, was da für Unsinn in den Versammlungen über den Eutychus in formvollendeter Fabulierkunst verbreitet wurde. Nur Märchen mal Fabeln.
Der Paulus wusste einfach nicht, wenn Schluss ist. Punkt. ..

Zitat
Die 4er Auswahl hat den Jakobus verraten dass er nicht eimal das Judentum richtig verstanden hat und Christ war er noch nicht und den Noahbund kannte nicht.

Misch * Masch Geschnorr halt
Ungefähr ähnlich aus dem hohlen Bauch heraus hat er das AT zitiert, ich nehme an die Apostel haben einfach innerlich den Köpfe gewackelt ohne ihm den Mund zu Stopfen.
Später hat der Jakobus dann als er sich dann doch endlich bekehrt hat, zugegene dass er sich oft geirrt hat... J3

Zitat
jetzt musst Du da eben weiterdenken, dann merkst Du dass der Jakobus noch nicht wiedergeboren war.

Hier kann man die Frucht von Darby und Scofield erkennen. Dies sind die Auswirkungen des Dispensationalismus! Der Apostel Jakobus war ein ungläubiger Angeber, der sich auch nicht im Judentum auskannte und Paulus war öfters überfordert. Dann ist GOTT ein Fehler unterlaufen, als er die Apostel (einschl. Jakobus) zu Pfingsten mit dem HEILIGEN GEIST taufte (Apg. 2), denn Jakobus war lt. der Brüdergemeindler noch gar nicht bekehrt. Und nicht alles, was in der Bibel steht, ist auch biblisch.......  :o

Wie gesagt, viele Sekten haben schon die Bibel verdreht. Aber selbst die klassischen Sekten (wie die ZJ, NAK, STA usw.) haben die Bibel nicht so dreist und plump verdreht wie die Brüdertum-Sekte. Es ist grauenhaft, wie geistlich verwirrt diese Sektierer sind. Fairerweise möchte ich noch anfügen, dass einige dem Darbysten widersprochen haben, die jedoch darauf hin von ihm gesperrt wurden.
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Pilger

  • Gast
Re: Das Brüdertum
« Antwort #14 am: 10 Februar 2013, 13:43:05 »
Lieber Roland,
das ist ja grauenhaft was hier zitiert wird.
Ich hatte mich bisher nicht mit den "Brüdern" befasst, und nach diesen Zitaten werde ich es auch nicht tun.

Vielen Dank für die Mühe.
Manfred

P.S.: Lieber Roland, bitte gib doch auch die Quelle an.
« Letzte Änderung: 10 Februar 2013, 19:10:23 von Pilger »