Autor Thema: Absonderung - was sagt die Bibel dazu?  (Gelesen 14419 mal)

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Offline inchristus

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Re: Absonderung - was sagt die Bibel dazu?
« Antwort #60 am: 10 November 2013, 09:39:25 »
Liebe Evelyn,

du hast geschrieben: Zitat: "Es gibt Geschwister die glauben das man das Heil nicht verlieren kann. Ich persönlich glaube das man es verlieren kann, aber wegen dem sondere ich mich von ihnen nicht ab."

In 2Joh9-11 steht: "Jeder, der abweicht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, der hat Gott nicht; wer in der Lehre des Christus bleibt, der hat den Vater und den Sohn. Wenn jemand zu euch kommt und die Lehre nicht bringt, den nehmt nicht auf ins Haus und grüßt ihn nicht. Denn wer ihn grüßt, macht sich seiner bösen Werke teilhaftig."

Die Unverlierbarkeit des Heils ist nicht die Lehre des Christus. Denn diese Lehre macht lau und lau spuckt der HERR aus. Darum ist diese Lehre nicht von oben sondern von unten.

Was sagt aber der HERR? ER gebietet, uns von solchen, die nicht in SEINER Lehre bleiben, abzusondern. 2Joh9-11

Wenn wir es nicht tun, sind wir ungehorsam. Wir wollen aber, dass der HERR zu uns sagt: "Recht so, du guter und treuer Knecht (Magd-m.A.)! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn!" Mt25,23

Liebe Grüße
Astrid

« Letzte Änderung: 10 November 2013, 14:48:00 von inchristus »
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline Evelyn

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Re: Absonderung - was sagt die Bibel dazu?
« Antwort #61 am: 10 November 2013, 11:03:39 »
Liebe Astrid,

es gibt Lehren da muß man sich absondern aber ich glaube nicht dass das UdH dazugehört.
Wenn wir uns von allem absondern würden, das wir glauben das die Bibel lehrt, dann stünde ein jeder alleine da.

Kennst du Roger Liebi? Er lehrt das UdH. Kennst du Karl Hermann Kauffmann? Der lehrt das man es verlieren kann.
Beide meiner Meinung nach sehr gute Lehrer. Soll ich jetzt Liebi nicht mehr hören weil er das UdH lehrt?
Prüft alles und behaltet das Gute. Kauffmann ist vielleicht in anderen Punkten nicht richtig. Verstehst du was ich meine. Das Fundament muss passen und das finde ich passt bei beiden. Man kann auf die Linke Seite genau so wanken wie auf die Rechte.
Und ich muss auch noch viel lernen und seh sicher noch einiges falsch.
Möge der HERR uns den richtigen Weg zeigen.

Im HERRN verbunden
Evelyn


« Letzte Änderung: 10 November 2013, 12:27:13 von Evelyn »

Offline inchristus

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Re: Absonderung - was sagt die Bibel dazu?
« Antwort #62 am: 10 November 2013, 14:54:14 »
Liebe Evelyn,

ich kann deine Bedenken verstehen und nachvollziehen. Aber hier fängt die Nachfolge an!

Folgen wir IHM nach (also auch SEINEM Wort) oder suchen wir unsere Annehmlichkeiten hier in der Fremdlingschaft? Sind wir bereit, für Christus auch zu leiden? Die Nachfolge ohne Kompromisse zieht mitunter (wie du selber geschrieben hast) auch eine zeitweise Einsamkeit mit sich.

Aber du kannst dir dabei sicher sein, dass der HERR dich für deinen Gehorsam reichlich segnen wird! Halleluja!

Im Gehorsam liegt der Segen!!!

Liebe Segensgrüße

Astrid
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Offline inchristus

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Re: Absonderung - was sagt die Bibel dazu?
« Antwort #63 am: 10 November 2013, 15:01:09 »
Liebe Evelyn,

Bruder Roland hat in seinem Beitrag http://www.hauszellengemeinde.de/index.php/de/haeresie-irrlehre/haeretiker/430-kann-man-von-irrlehrern-und-verfuehrern-gutes-lernen-und-uebernehmen seine Gedanken hierzu niedergeschrieben.

Sie werden dir sehr hilfreich sein.

Liebe Grüße
Astrid
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Offline Evelyn

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Re: Absonderung - was sagt die Bibel dazu?
« Antwort #64 am: 10 November 2013, 16:32:38 »
Liebe Astrid,



Zitat
Folgen wir IHM nach (also auch SEINEM Wort) oder suchen wir unsere Annehmlichkeiten hier in der Fremdlingschaft? Sind wir bereit, für Christus auch zu leiden?


du hast ja Recht mit der Nachfolge aber es gibt Dinge die in der Bibel nicht so eindeutig stehen (das UdH ist für mich so ein Thema). Wir glauben das wir Recht haben aber die anderen glauben das sie Recht haben. Ich würde ja allzugern Bruder Liebi und Bruder Kauffmann über das UdH diskutieren hören. Oder sondern sie sich voneinander ab? Ich weiß es ja nicht ob die miteinander reden. Ich hoffe doch.

Und ob wir hier wirklich etwas von "für Christus auch zu leiden" verstehen (ich bin von Österreich) weiß ich nicht. In Ländern wo man verfolgt wird da kommt die wahre Liebe zum HERRN zum Vorschein.

Wenn du bei uns JESUS nachfolgst wirst du höchstens als Spinner oder als Fanatiker abgestempelt.  Egal, oder?
Mit Schulkinder ist es vielleicht dann anders. Meine Kinder sind erst 3 uns 1.
 
Unter Christen öfters als "gesetzlich". Das find ich schlimmer! Und dann find ich soll man füreinander beten. Das ist ganz wichtig.

In IHM
Evelyn


 

Offline chem

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Re: Absonderung - was sagt die Bibel dazu?
« Antwort #65 am: 11 November 2013, 20:03:53 »
Liebe Geschwister im HERRN,
ich lese hier im Forum schon eine Zeitlang mit, und eigentlich wollte ich gar nicht schreiben, aber solche Kommentare tun wirklich weh:

In 2Joh9-11 steht: "Jeder, der abweicht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, der hat Gott nicht; wer in der Lehre des Christus bleibt, der hat den Vater und den Sohn. Wenn jemand zu euch kommt und die Lehre nicht bringt, den nehmt nicht auf ins Haus und grüßt ihn nicht. Denn wer ihn grüßt, macht sich seiner bösen Werke teilhaftig."

Die Unverlierbarkeit des Heils ist nicht die Lehre des Christus. Denn diese Lehre macht lau und lau spuckt der HERR aus. Darum ist diese Lehre nicht von oben sondern von unten.

Was sagt aber der HERR? ER gebietet, uns von solchen, die nicht in SEINER Lehre bleiben, abzusondern. 2Joh9-11

Wenn wir es nicht tun, sind wir ungehorsam. Wir wollen aber, dass der HERR zu uns sagt: "Recht so, du guter und treuer Knecht (Magd-m.A.)! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn!" Mt25,23

Liebe Grüße
Astrid

Liebe Astrid, in dem von Dir zitierten vers 2Joh9, geht es nicht um irgendwelche Lehren sondern um Lehren die die Person des HERRN JESUS betreffen. Also wer die GOTTHEIT JESU oder die Menschwerdung JESU leugnet hat weder den VATER noch den SOHN. Vers 7 macht es deutlich um was es geht:Denn viele Verführer sind in die Welt ausgegangen, die nicht Jesum Christum im Fleische kommend bekennen; dies ist der Verführer und der Antichrist.
Wenn Du dich von Geschwistern absonderst nur weil sie von der UDH überzeugt sind begehst Du erstens eine Sünde und zweitens gehst Du über das Geschriebene hinaus.
1.Kor.4,6 Dies aber, Brüder, habe ich auf mich und Apollos gedeutet um euretwillen, auf daß ihr an uns lernet, nicht über das hinaus [zu denken], was geschrieben ist, auf daß ihr euch nicht aufblähet für den einen, wider den anderen.

In IHM,
Christoph

Pilger

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Re: Absonderung - was sagt die Bibel dazu?
« Antwort #66 am: 12 November 2013, 13:39:43 »
Lieber Christoph,
vielen Dank für Deine Klarstellung.
Es geht vielen Schreibern hier manchmal nur darum, ihre eigene Position zu verteidigen, anstatt sie auf den Prüfstand der gesamten Schrift zu stellen.
Da waren die Korinther noch besser dran: Da konnten in einer Gemeinde verschiedene Parteiungen sein und der Apostel rief aber zur Ordnung.

Das ist das Dillemma:
Man sondert sich ab, weil der andere nicht meine Lehrüberzeugung teilt. Dass er durch das gleiche Blut Jesu erlöst ist, spielt dabei keine Rolle.

Die Schrift kennt nur einen Grund zur Trennung: Wenn Sünde in der Gemeinde geduldet wird und nicht wegen Lehrunterschiede.
Wir haben alle nur einen Bruchteil vom Ganzen und wer sich deshalb trennt, zerteilt den Leib Christi.

Offline inchristus

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Re: Absonderung - was sagt die Bibel dazu?
« Antwort #67 am: 12 November 2013, 15:43:51 »
Lieber Christoph,

ich denke, dass in 2Joh9 die Lehre des Christus gemeint ist, weil sonst für mein Verständnis stehen würde: "und jeder, der abweicht und nicht in der Erkenntnis unseres HERRN Jesus Chrisus bleibt".

Da steht aber "und jeder, der abweicht und nicht in der Lehre des Christus bleibt" sowie wir in 1Tim4,16 aufgefordert werden, die Lehre zu kennen und in ihr zu bleiben. "Hab acht auf dich selbst und auf die Lehre; bleibe beständig dabei! Denn wenn du dies tust, wirst du sowohl dich selbst retten als auch die, welche auf dich hören.".

Paulus wurde von Christus gelehrt und gibt diese Lehre (die Lehre des Christus) an die Gläubigen weiter, die an dieser Lehre festhalten sollen.

Aber die Erkenntnis Gottes ist nach Mt11,27 eine Gabe Gottes: "Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater; und niemand erkennt den Vater als nur der Sohn und der, welchem der Sohn es offenbaren will."

Paulus schreibt deshalb auch, dass er Gott bittet, dass die Gläubigen in der Erkenntnis SEINER selbst wachsen. 2Pt3,18 "Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus!..."

Die Absonderung von denen, die eine falsche Lehre bringen (also nicht in der Lehre des Christus bleiben) finde ich u.a. in 1Tim6,3-5 "Wenn jemand fremde Lehren verbreitet und nicht die gesunden Worte unseres HERRN Jesus Christus annimmt und die Lehre, die der Gottesfurcht entspricht (meine Anmerkung: die UdH entspricht nicht der Gottesfurcht!!!), so ist er aufgeblasen und versteht doch nichts, sondern krankt an Streitfragen und Wortgefechten, woraus Neid, Zwietracht, Lästerung, böse Verdächtigungen entstehen, unnütze Streitgespräche von Menschen, die eine verdorbene Gesinnung haben und der Wahrheit beraubt sind und meinen, die Gottesfurcht sei ein Mittel zur Bereicherung - von solchen halte dich fern!"

So bald ich weitere Hinweise auf eine gebotene Absonderung aufgrund falscher Lehre finde, trage ich sie nach.

Von daher gehe ich nicht in meinem Denken über das Geschriebene hinaus. Denn in 1Tim6,3-5 steht es.

Sündigen würde ich, wenn ich eben nicht SEIN Wort tue und mich über die gebotene Absonderung hinwegsetze und mich mit Gläubigen versammle und Gemeinschaft pflege, die wie z.B. die UdH lehren und ihr anhängen. Ich würde mich ihrer Werke teilhaftig und vor Gott schuldig machen. Es wäre dasselbe, als würde ich selber z.B. der UdH-Lehre anhängen und sie verbreiten.

So weit ist mein bisheriges Verständnis.

Ich freue mich auf einen gesegneten Austausch!

Bis dahin Gnade und Friede mit dir!

Astrid


PS: Das von dir erwähnte Leugnen der Gottheit sowie die Fleischwerdung Jesu Christi hingegen finde ich in 1Joh4,3 unmissverständlich geschrieben. Da steht es eindeutig geschrieben.

« Letzte Änderung: 16 November 2013, 16:49:17 von inchristus »
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline chem

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Re: Absonderung - was sagt die Bibel dazu?
« Antwort #68 am: 12 November 2013, 17:59:01 »
Liebe Astrid,
nur eine kurze Frage: Sonderst Du dich von allen ab die nicht Deinem Verständnis der Heiligen Schrift folgen?
Wenn Ja dann wird es schwierig.

Zitat
(meine Anmerkung: die UdH entspricht nicht der Gottesfurcht!!!)
Inwiefern? (Um Missverständnisse zu vermeiden, ich glaube sehrwohl das man das Heil verlieren kann.)
Zitat
Sündigen würde ich, wenn ich eben nicht SEIN Wort tue
Z.b wenn eine Schwester einen Bruder belehrt?
Zitat
Das von dir erwähnte Leugnen der Gottheit sowie die Fleischwerdung Jesu Christi hingegen finde ich in 1Joh4,3 unmissverständlich geschrieben.
Und eben auch im 2.Johannesbrief.

In IHM,
Christoph

Offline chem

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Re: Absonderung - was sagt die Bibel dazu?
« Antwort #69 am: 12 November 2013, 18:25:08 »
Lieber Manfred

Die Schrift kennt nur einen Grund zur Trennung: Wenn Sünde in der Gemeinde geduldet wird und nicht wegen Lehrunterschiede.

Das ist leider auch falsch. Es MUSS sogar zu einer Trennung kommen wenn z.B ein falsches Evangelium verkündet wird, wenn die Dreieinheit angegriffen wird etc. denn diese Lehren sind Heilentscheidend. Aber ich kann mich nicht von jedem Bruder, nur weil er in gewissen Lehrmeinungen es anders sieht als ich Absondern, denn ganz Ehrlich, ich liege mit sicherheit auch nicht überall richtig. Würde ich aber so konsequent sein wie Schwester Astrid müsste ich mich von mir selber Absondern. Man kann links und rechts vom Wort GOTTES abweichen. Ich hoffe ihr versteht was ich meine.

Der HERR segne Euch!

In IHM,
Christoph
« Letzte Änderung: 12 November 2013, 20:01:01 von chem »

Offline inchristus

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Re: Absonderung - was sagt die Bibel dazu?
« Antwort #70 am: 12 November 2013, 19:51:26 »
Lieber Bruder Christoph,

wenn meine Worte belehrend auf dich wirkten, so bitte ich dich mir zu vergeben!

In meiner Formulierung habe ich besonders darauf geachtet, dass ich nicht belehrend wirke.

Wie z.B. "Ich denke, dass..." oder "Ich finde dies und jenes nicht in der Schrift."

Es ist von mir aber keine Äußerung gefallen, dass du dies und jenes falsch verstehst oder siehst. Es wäre dann eine Belehrung meinerseits gewesen.

Ich habe mein Verständnis zum Wort Gottes niedergeschrieben. Dabei aber dein Verständnis nicht als falsch bewertet, sondern dir nur geantwortet, wie ich das sehe.

Ebenso beendete ich meine Gedanken mit: "So weit mein bisheriges Verständnis." Es ist mein bisheriges Verständnis.

Bitte vergib mir, wenn es mir von meiner Formulierung her nicht gelungen ist, eine Belehrung auszuschließen!

Liebe Grüße
Astrid
Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline inchristus

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Re: Absonderung - was sagt die Bibel dazu?
« Antwort #71 am: 12 November 2013, 19:59:11 »
Lieber Christoph,

ein Nachtrag:

Du schreibst: " Es MUSS sogar zu einer Trennung kommen wenn z.B ein falsches Evangelium verkündet wird,"

Aber die UdH ist doch ein falsches Evangelium. Siehst du das nicht so?

Liebe Grüße
Astrid



Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem HERRN; wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod! Spr 8,35.36

Offline chem

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Re: Absonderung - was sagt die Bibel dazu?
« Antwort #72 am: 12 November 2013, 20:28:59 »
Liebe Schwester im HERRN,
erstens vergebe ich Dir und zweitens wollte ich Dir sagen dass es mir nicht darum geht Dich zu richten sondern mir geht es darum das Du nicht über das Geschriebene hinaus gehst. Ich sehe Deinen Eifer und ich wünschte mir es gebe mehr von solchen Geschwistern, aber die Gefahr ist besonders bei denen die es ernst meinen das sie über das Ziel hinausschießen. Im übrigen sehe die UdH lehre nicht als ein falsches Evangelium. Ob man das Heil verlieren kann oder nicht, eins ist klar, nämlich das die einzige Rettung JESUS CHRISTUS ist. Beide Lehren sagen das man Buße tun muss. Beide Lehren betonen die Heiligung. Mir ist zum Beispiel kein Lehrer des UdH bekannt der lehrt das man ungehindert und mit gutem Gewissen weitersündigen kann und trotzdem Errettet ist. Also, ich sehe hier kein falsches Evangelium.

Der HERR segne Dich!

In IHM,
Christoph
« Letzte Änderung: 12 November 2013, 20:38:11 von chem »

Offline Roland

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Die osas-Irrlehre ist ein falsches Evangelium
« Antwort #73 am: 12 November 2013, 21:19:15 »
Hallo Christoph,

ich pflichte Schwester Astrid bei und sehe ebenfalls in der UdH-Irrlehre (kurz "osas") ein falsches Evangelium. Daher möchte ich gerne einige Deiner Aussagen kommentieren:

Zitat
Wenn Du dich von Geschwistern absonderst nur weil sie von der UDH überzeugt sind begehst Du erstens eine Sünde und zweitens gehst Du über das Geschriebene hinaus.
Wo steht geschrieben, dass man eine Sünde begeht, wenn man sich von Irrlehrern distanziert?

Zitat
Liebe Astrid, in dem von Dir zitierten vers 2Joh9, geht es nicht um irgendwelche Lehren sondern um Lehren die die Person des HERRN JESUS betreffen. Also wer die GOTTHEIT JESU oder die Menschwerdung JESU leugnet hat weder den VATER noch den SOHN.
Du stellst den Zusammenhang verkürzt dar. In dem Vers, den Astrid zitiert hat, geht es nicht nur um die richtige Sichtweise der Person, sondern auch um das Werk CHRISTI. Das bedeutet, dass 2. Johannes 9 sich gegen die Untreue gegenüber den fundamentalen und gesunden Lehren des Glaubens ausspricht.
Das Wort bleibt beinhaltet das konstante Festhalten und warnt davor,  dass diese Grundlagen nicht verändert werden bzw. philosophischen Gedanken (z. B. osas) unterliegen dürfen.
Daher finde ich es als absolut korrekt, wenn Astrid diesen Vers in diesem Zusammenhang zitiert.

Zitat
Es MUSS sogar zu einer Trennung kommen wenn z.B ein falsches Evangelium verkündet wird,
Völlig korrekt. Deshalb würde ich mich absondern, wenn in einer Gemeinde die osas-Irrlehre verbreitet wird. osas ist für mich ein falsches Evangelium.

Zitat
sondern mir geht es darum das Du nicht über das Geschriebene hinaus gehst.
Das finde ich gut. Ich bin jedoch der Ansicht, dass Schwester Astrid nicht über das Geschriebene hinausgeht!

Zitat
Das ist leider auch falsch. Es MUSS sogar zu einer Trennung kommen wenn z.B ein falsches Evangelium verkündet wird, wenn die Dreieinheit angegriffen wird etc. denn diese Lehren sind Heilentscheidend.
Die biblische Lehre der Apostasie ist ebenfalls heilsentscheidend. Wer die Lehre der Apostasie leugnet, verleugnet damit eine heilsentscheidende Lehre.

Zitat
Mir ist zum Beispiel kein Lehrer des UdH bekannt der lehrt das man ungehindert und mit gutem Gewissen weitersündigen kann und trotzdem Errettet ist.
Natürlich, denn so plump stellen sich die osas-Irrlehrer auch nicht an. Wer so plump argumentiert, kann kaum Christen mit dieser Irrlehre verführen. Daher ist dies für mich kein glaubwürdiges Kriterium.

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Roland

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Re: Absonderung - was sagt die Bibel dazu?
« Antwort #74 am: 12 November 2013, 21:39:29 »
Lieber Christoph,

hier noch ein kleiner Nachtrag zu Deiner Anmerkung
Zitat
Mir ist zum Beispiel kein Lehrer des UdH bekannt der lehrt das man ungehindert und mit gutem Gewissen weitersündigen kann und trotzdem Errettet ist.
:

Von John C.

(UdH = Irrlehre der Unverlierbarkeit des Heils; Übersetzung aus dem Englischen)

Mein Name ist John. Ich war bei den offenen Brüdern (Darbysten) aufgewachsen und UdH (die Unverlierbarkeit des Heils) wurde mir von Kindesbeinen an beigebracht.
Ich hatte mich mit 8 Jahren bekehrt, wurde getauft und mit 14 in die Gemeinde aufgenommen. Mit 17 begann ich zu predigen. In der ganzen Zeit hatte ich nie Kontakt zu jemanden der UdH ablehnen würde, noch wußte ich,
daß es solche Menschen geben würde. Als ich Teenager wurde wurde mir die Kraft der Sünde in meinem Leben bewußt und ich suchte Befreiung davon.
Ich wollte die Sünde als Normalität in meinem Leben nicht gelten lassen. Besonders die Bergpredigt verurteilte meine Leben stark. Es schien für mich, daß andere Christen an Heiligkeit kein Interesse hatten, weil sie gerettet waren. Ich sehnte mich jedoch nach der Freiheit von der Sünde. Zu dieser Zeit bemerkte ich dann, daß UdH als Ausrede für viele Menschen dazu genutzt wurde, um sich klaren biblischen Anweisungen zu widersetzen.

Obwohl ich an UdH glaube, hatte ich keine Antwort für solche, die UdH zum Vorwand zur Sünde benutzten. Zu der Zeit war UdH für mich eine Erleichterung, als ich auf mein Fleisch gesät hatte - ich bereute aber später meine Sünden wiederum bitterlich.
Als ich 20 wurde traf ich das erste mal einen Mann, der UdH ablehnte. Wir hatten eine heftige Auseinandersetzung und es zeigte mir, wie emotional tief mich UdH eigentlich umfaßt hatte. Seine Argumente machten auf mich überhaupt keinen Eindruck, aber zwei Anmerkungen trafen mich. Er sagte:

"John, ich habe festgestellt, daß jene, die an UdH glauben entweder praktizierende (als normale Einstellung) Sünder sind, oder Eltern von Kindern die sich zum Glauben bekannt haben aber abgefallen sind". Seine zweite Anmerkung war: "Nun John, ich habe im Neuen Testament alle Verse in Bezug auf UdH und "nicht UdH" unterstrichen und es scheint mir da 50/50 zu sein. So habe ich mich für die sicherere Seite entschieden. Wenn Du Recht hast und ich nicht, dann soll es uns nicht kümmern. Aber wenn ich Recht habe und die liegst falsch ..."

Ich war wütend und entschloss mich nun selbst die Bibel zu lesen, damit klar würde, daß die Bibel 100% für UdH (Unverlierbarkeit des Heils) ist. Ich nutzte den Einfluß aus, den ich als Sohn eines Ältesten hatte um jedes Buch der Gemeinde-Bibliothek zu verbannen, welches auch nur ansatzweise zu lasch mit UdH umgeht. Ich kann ehrlich sagen, daß ich jene gehaßt hatte, die UdH ablehnten und was ich meinte ein zentrale Botschaft des Evangeliums sei.

Nachdem ich das ganze Neue Testament (speziell auch den Brief von Judas) gelesen hatte, wurde mir ganz klar, daß ich falsch lag. Mit einigen Stellen, die UdH zu lehren schienen, kämpfte ich aber noch. Ich entschloss mich, das
ganze Neue Testament nochmals zu lesen - das tue ich nun schon seit 20 Jahren. Vers nach Vers und Passage nach Passage von welchen mir erzählt wurde, daß sie UdH unterstützen würde, wurden mir vom Heiligen Geist aufgearbeitet um den eigentlichen Sinn zu erklären; und in einigen Fällen war die Bedeutung der Verse genau des Gegenteil wie die UdH-Ausleger glauben machen wollten. Meine Überzeugung entstammen allein aus der Bibel und sind nun seit 17 Jahren die selben geblieben.

Ich kann sagen, daß ich jedwedes UdH Argument untersucht habe (die Brüderbewegung, Darbysten (Plymouth Brethen) sind hier ja UdH-"Experten").
Als ich mit der Zeit hinter die Wahrheit gekommen war, konnte ich aus erster Hand sehen, was die UdH-Lehre für eine Auswirkung auf das Leben junger Christen hatte. Einer unserer Ältesten war ein leidenschaftlicher Verfechter von UdH; er lehrte daß die meisten Warnungen nur hypothetisch seien, sich nicht auf Christen bezögen aber eher auf Juden und Ungläubige.
Es gab da dann einen Jugendleiter, der dann Parties für die Jugend veranstaltete in welche diese betrunken wurden und Hurerei begingen. Der Jugendleiter nahm die UdH-Lehre und folgte dieser logisch nach und wurde letztlich zu einem Gesetzlosen (Antinomian (jemand der Gottes Gnade mißbraucht ("laß uns sündigen - die Gnade soll es auslöschen))). Da gab es viele Fälle der Unmoral unter den Jugendlichen der Brüdergemeinde. Als die ganzen Sachen an die Öffentlichkeit kamen und Ungläubigen wie auch die Polizei schon Interesse zeigten, waren die Ältesten eingeschüchtert. Bei einer außerordentlichen Versammlung schworen die Schuldigen sogar auf die Bibel, daß die unschuldig wären. Ich bemerkte, wie die UdH-Lehre die Gottesfurcht völlig aus deren Herzen gerissen hatte. Ich könnte mehr und mehr solcher Geschichten erzählen, wie bekennende Christen üble Dinge treiben und wie sie sich selbst mit UdH rechtfertigen, aber das wäre nicht so erbaulich.

Ich erinnere mich an einen Tag, als es mir wie die Schuppen von den Augen fiel, daß das Versprechen in Johannes 10, daß die Schafe nie umkommen werden, nur für die Schafe gilt, die Jesus auch nachfolgen! Die Bibel meint was sie sagt und sie gibt denen keine Hoffnung welche in Sünden leben. Was für eine gesegnete Erkenntnis. Die Sache, die mich am meisten angesprochen hat, war die klare Lehre des Neuen Testamentes, daß wir bis zum Ende
ausharren müßen, um gerettet zu werden. Meine Lieblings-Bibelstelle dazu war Kolosser 1,21-23 - und dieser vernichtete die Lehre der Unverlierbarkeit des Heils.

Eine Folge von der Befreiung des UdH Irrglaubens war, daß ich ich von der Versuchung befreit wurde, die Sünde nicht ernst zu nehmen. Ich fürchte die Sünde nun. Ich fürchte nun, schlimmsten Falles in das Höllenfeuer zu kommen. Jedoch lehrt die Bibel, daß wir durch SEIN Opfer und der Gemeinschaft mit IHM überwinden können. Bisher konnte ich keinen UdHler finden, der mir diese Irrlehre biblisch belegen konnte oder im Stand wäre, mit mir darüber zu diskutieren.
Umstände führten dazu, daß ich mit einem Jugendleiter einer Brüdergemeinde (Anm. Darbysten) über der Umstand sprach, daß er meinte, die Bergpredigt würde für Christen nicht gelten - die Diskussion wechselte dann schnell zu einer emotionalen Auseinandersetzung über UdH.
Nach Monaten des Zögerns und kurz vor meinem 40. Geburtstag strichen die Ältesten der Brüdergemeinde (fast alle hatten ihre Kinder an die Welt verloren) meinen Namen mit der Mitgliederliste.

Ich bin der festen Überzeugung, daß UdH eine der größten Lügen des Feindes ist. Ich würde sie die Lehre Bileams nennen. Möge Gott deine Augen dafür öffnen und dich ebenso wie mich davon befreien. Amen.

Quelle

Lieber Christoph,
dieses Zeugnis zeigt, dass Schwester Astrid  vollkommen recht hat, wenn sie schreibt:



Die Unverlierbarkeit des Heils ist nicht die Lehre des Christus. Denn diese Lehre macht lau und lau spuckt der HERR aus. Darum ist diese Lehre nicht von oben sondern von unten.

Was sagt aber der HERR? ER gebietet, uns von solchen, die nicht in SEINER Lehre bleiben, abzusondern. 2Joh9-11




Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!