Autor Thema: Die Hintergründe zur Entstehung der Irrlehre der "geheimen Entrückung"  (Gelesen 5470 mal)

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Offline Roland

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Das exklusive Brüdertum (Darbysten) verbreiten die Irrlehre einer "geheimen Entrückung" (bzw. "Vorentrückung"). In diesem Video werden die Hintergründe aufgezeigt, die zur Entstehung dieser Irrlehre beigetragen haben. Du findest das Video hier.




Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Perle

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Aha, da stammt die geheime Entrückung also her...!
Zitat
Matth.13,30 Schlachter
Laßt beides miteinander wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, daß man es verbrenne; den Weizen aber sammelt in meine Scheune!

Ruth

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Epharaem der Syrier sagte in Anno Domini 373: "Denn alle Heiligen und Auserwählten sind vor der Trübsal die kommen wird angesammelt, und werden zum Herrn geführt um die Konfusion welche die Welt wegen ihrer Sünden übermannt nicht zu sehen."

Offline Jose

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Lieber Roland,
darf ich fragen, ob du insgesamt die Entrückung in Frage stellst? Siehe z.B. das Vorbild des Henoch: "Und Henoch wandelte mit Gott, und er war nicht mehr, denn Gott hatte ihn hinweggenommen" 1.Mose 5,24.

Herzliche Grüße,
José

Offline Roland

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Hallo José,

danke für Deine Nachfrage. Ich bin davon überzeugt, dass die Christen buchstäblich entrückt werden (und ich würde mich freuen, wenn ich das erleben dürfte). Auch bin ich davon überzeugt, dass sich 1. Mose 5,24 buchstäblich erfüllt hat.

Woran ich nicht glaube, ist eine "geheime" Entrückung. Von Ruth habe ich gelernt, dass diese Lehre nicht erst durch Darby aufgekommen ist, sondern bereits Epharaem der Syrer die Vorentrückung gelehrt hat. Nachstehend vielleicht noch kurz einige Infos, was ich unter "Vorentrückung" verstehe (darin wird auch Ruths Zitat bestätigt):

"Vorentrückungslehre (Prätribulationismus) besagt, dass die Gemeinde nicht in die siebenjährige antichristliche Trübsalszeit hineingehen muss, sondern vorher entrückt wird (Entrückung). Es gibt sehr viele Vertreter dieser Lehre im evangelikalen Bereich, wo sie inzwischen fast zur klassischen Position geworden ist. In der Regel wird sie mit der Lehre von abgegrenzten Heilszeit-Epochen (Dispensationen) verbunden. John Nelson Darby war derjenige, der diese Lehre seit dem Jahre 1830 am stärksten ausformuliert hat. Sie kam allerdings – darauf weisen Vertreter des Dispensationalismus hin – zumindest ansatzweise auch schon vor Darby in der Kirchengeschichte vor, z.B. bei Ephraem dem Syrer bereits im 4. Jahrhundert nach Christus. Ephraem schreibt:

"Denn alle Heiligen und Auserwählten Gottes werden gesammelt, vor der Drangsal, die kommen muss, und werden zum Herrn weggenommen, damit sie nicht die Verwirrung erleben, die wegen unserer Sünde die Welt überwältigen wird" (zit. nach: Grant R. Jeffrey, Die Kirche des frühen Mittelalters und die Entrückung vor der Trübsal; in: Wenn die Posaune erschallt. Zur Klärung der Kontroverse über Endzeitfragen, hg. v. Thomas Ice / Timothy Demy, 2000, 118).

Die Vorentrückungslehre hat seit dem 19. Jahrhundert durch die Niagara-Konferenzen, auch durch C. I. Scofield und seine Bibel-Kommentierung (Scofield-Bibel), weite Verbreitung erfahren. Der klassische Dispensationalismus vertritt die Vorstellung, dass die Gemeinde vor der Trübsalszeit entrückt wird und dass dann praktisch nur noch Israel eine besondere Rolle in Trübsalszeit und Tausendjährigem Reich spielt. Die Gemeinde hingegen befindet sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Himmel.

Die Hauptstelle für die Vorentrückung aus darbystisch-dispensationalistischer Sicht (neben Offb 3,10; 5,8-10 u.a.) ist 2. Thess 2. In dem ganzen Kapitel geht es darum, dass Christus nicht wiederkommt, bevor der Abfall vom Glauben geschieht und der Mensch der Sünde oder der Gesetzlosigkeit (griech. anomia), der Sohn des Verderbens auftritt, der klassisch auf den Antichristen gedeutet wird, als Höhepunkt und Ausreifung des Bösen. Dieser setzt sich in den Tempel, gibt vor, er sei Gott und erhebt sich "über alles, was Gott und Gottesdienst heisst". (Der Tempel wird manchmal auf die Gemeinde gedeutet oder auch auf den israelitischen Tempel – beides ist möglich, je nach allegorischer oder wörtlicher Deutungsmethode)." Weiter.....

Shalom
Roland
Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Peter

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Du hast eine weitere Deutung dieser Geschehnisse vergessen, aufzuzählen:
Das heilige Römische Reich, dessen Erben oder Nachfolger sind weitere Kandidaten, die einer Deutung entsprechen könnten. denn wenn die  bisherigen Staatsformen, Hoheiten und Regierungsformen so weiter nicht mehr existieren werden, z.B. eine "Neue Welt Regierung" dann alle macht übernimmt, was auch gut passt zum falschen Propheten, dann hätte sich auch diese Vorhersage erfüllt, nämlich das Wegtun der bislang herrschenden Supermächte etc.
nur so ein Gedanke am Rande.
Ein verstorbener Bruder bevorzugte diese These.( D.A.Schlatter)

 :)

Offline Roland

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Hallo Peter,

danke für die Ergänzung. Diese These kannte ich bis jetzt nicht.

Shalom
Roland
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Offline Jose

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Lieber Roland,
vielen Dank für deine Antwort.

Was ich dennoch nicht richtig verstanden habe, ist:
woran liegt konkret der Unterschied bzw. das, was als Irrlehre bezeichnet wird,
wenn von
  • der Entrückung
  • der Vorentrückungslehre
  • der geheimen Entrückung
gesprochen wird.

Geht es lediglich darum, ob die Gläubigen noch durch die schrecklichen Endgerichte gehen müssen oder nicht, oder geht es auch darum, ob die Gnadenzeit für die Nationen vor der Trübsalszeit zu Ende geht?

Herzliche Grüße,
José

Offline Peter

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Das Thema hat mich bisher nicht sonderlich berührt, da mir die Dringlichkeit dessen, was steht: „Der Herr wird kommen wie ein Dieb in der Nacht“ wichtiger war als Spekulationen über vor mitten drin oder danach.
Deshalb finde ich es wert, diesen Artikel hinsichtlich der Frage, ob es überhaupt zeitlich einen Unterschied zwischen dem Heraufnehmen der Heiligen und dem Gericht an den Gottlosen gibt, zu überprüfen und zu bewerten nach dem geschriebenen Wort.

„ Wird es eine Entrückung geben?

"Falls du die Entrückung verpasst, nimm nicht das Zeichen des Tieres an!" Mit diesen Worten begann ein Traktat, das ich einmal zu Gesicht bekam. Man kann beinahe irgendeinen christlichen Bücherladen der Vereinigten Staaten betreten und vom Left Behind-Wahn alsbald ergriffen werden. Tim LaHaye und Jerry Jenkins haben die bekennende christliche Welt mit ihren lebhaften Romanen, die das Leben nach einer Entrückung der Gemeinde darstellen, gefangen genommen. Wird es aber so etwas geben? Befürwortet die Schrift solch eine Anschauung der Endzeiten?
Gott sei Dank brauchen wir nicht erst diese Traktate und Romane zu lesen, um es herauszufinden. Wir müssen nur das Wort Gottes für die Antworten zurate ziehen. Die Bibel legt folgende Prämissen für das zweite Kommen Christi dar:
Es wird nicht heimlich geschehen. "Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben; und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde! Ja, Amen." (Offb 1:7).
Es bewirkt die Auferstehung der Toten und dann das Hinaufsteigen der lebenden Heiligen. "Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrig bleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen; denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit." (1Th 4:15-17).
Die ungerechten Toten werden zur selben Zeit auferweckt. "Verwundert euch nicht darüber! Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und sie werden hervorgehen: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts." (Joh 5:28-29).
Die Bösen werden am selben Tag gerichtet. "Euch aber, die ihr bedrängt werdet, mit Ruhe gemeinsam mit uns, bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht, in flammendem Feuer, wenn er Vergeltung üben wird an denen, die Gott nicht anerkennen, und an denen, die dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht gehorsam sind. Diese werden Strafe erleiden, ewiges Verderben, vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Kraft, an jenem Tag, wenn Er kommen wird, um verherrlicht zu werden in seinen Heiligen und bewundert in denen, die glauben - denn unser Zeugnis hat bei euch Glauben gefunden." (2Th 1:7-10).
Jesus vergleicht Sein zweites Kommen mit den Umständen, die zur Zeit Noahs und Lots herrschten (Lk 17:26-30). Das Gericht kam über die Erde an demselben Tag, an dem Noah in die Arche ging, und auf Sodom an demselben Tag, an dem Lot fortzog.
Das Ende der Welt tritt gleichzeitig ein. "Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht; dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen … die Himmel sich in Glut auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen … " (2Pt 3:10.12).
Es ist erstaunlich, dass im Lichte der klaren Lehre des Wortes Gottes eine verkehrte apokalyptische Weltanschauung die religiöse Welt so gänzlich eingenommen hat. Die Gefahren der modernen Entrückungsanschauung sind aufgrund folgender Gründe offensichtlich:
Sie gibt Sündern eine falsche Hoffnung auf eine "zweite Gelegenheit" zur Bekehrung. Nichts könnte durch diese Lehre offensichtlicher dargelegt werden als dieses Prinzip. Die Lehre einer geheimen Entrückung und der darauffolgenden Trübsal, dem Tausendjährigen Reich, usw., ist für die Dringlichkeit der Heilsbotschaft durchaus schädlich. "Siehe, jetzt ist die angenehme Zeit; siehe, jetzt ist der Tag des Heils!" (2Kor 6:2).
Jedem, der an der Lehre einer geheimen Entrückung festhält und zu evangelisieren versucht, ist das offensichtliche Problem bekannt, welches sie seiner Botschaft vorlegt. Wenn Sündern glaubhaft gemacht wird, dass sie eine zweite Gelegenheit haben werden, warum sollten sie dann jetzt schon von ihrer Boshaftigkeit ablassen? "Weil der Richterspruch über die böse Tat nicht rasch vollzogen wird, darum ist das Herz der Menschenkinder davon erfüllt, Böses zu tun." (Pred 8:11). Diejenigen, die eine Entrückung predigen, fördern die Härte und Verstocktheit von Sündern.
Sie fördert einen Mangel an Eifer und Evangelisation. Der Editor einer Heiligkeits-Zeitschrift gab kürzlich der Billigung solcher Endzeit-Irrtümer wie der Entrückung, dem Tausendjährigen Reich, usw. die Schuld für den Verlust an geistlicher Erweckung und Eifer. Seine Beobachtung ist bemerkenswert. Eine Weltanschauung, welche die Theorie einer zweiten Gelegenheit beinhaltet, dient nicht der Förderung der für die Evangelisation notwendigen Dringlichkeit. Viele religiöse Gruppen verschließen sich und besitzen eine geringe oder überhaupt keine Motivation, die Hände auszustrecken, um Verlorene zu gewinnen.
Sie unterstützt eine Überzeugung, die nicht schriftgemäß ist. Da dem so ist, verdunkelt sie die Wahrheit bezüglich der Endzeit und steht in offenem Widerspruch zum Wort Gottes. Sie wird als eine Stütze gebraucht, um andere theologischen Irrtümer zu unterstützen, wie z.B. die große Trübsal, das Tausendjährige Reich, usw. So hält sie Seelen davon ab, die wahre Bedeutung der Schrift und ihre Verantwortlichkeit ihr gegenüber zu verstehen.
Angesichts Christi baldiger Ankunft und der schrecklichen Verantwortung, die wir haben, Sünder zu warnen, bitten wir jeden inständig, die Schrift zu erforschen und die Wahrheit zu erkennen. Es gibt keine zweite Gelegenheit! Möge jeder sich jetzt vorbereiten, da "jener Tag" gewiss über uns kommt.“
( Quelle : D.Eichelberger, www.diegemeindegottes.com)

Liebe Grüße,
Peter

Ruth

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Im Jahre 1748 wurde die Entrückung vor der Trübsal von dem Theologen, John Gill gelehrt - wie seinem Kommentar über 1. Thess. 4, 15-17 zu entnehmen ist, in dem er die Wegnahme der Heiligen als "die Entrückung" bezeichnet, zur Wachsamkeit auffordert, denn "sie wird plötzlich und ohne Vorzeichen geschehen, wenn sie am wenigsten erwartet wird." -

Hier können die Schriften / Kommentare von Gill nachgeschlagen werden:

http://www.freegrace.net/gill/

Wenn man auf der linken Seite 1. Thessalonicher 4 anklickt, kann man auf der rechten  Seite bis zu 1. Thess. 4: 15 runterscrollen. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, kann den Text dort zum Übersetzen in Google eingeben; und zwar ab der Stelle: "For this we say unto you by the word of the Lord,...."

Dasselbe dann mit Vers 17, wo man ebenso im dazugehörigen Kommentar lesen kann, daß Gill davon überzeugt war, daß die Gemeinde vor der großen Trübsal bewahrt bleibt. -

Im ersten Download/Buch auf folgender Seite kann o. g. Notiz über John Gill nachgelesen werden:

http://www.siegfried-f-weber.de/download/heilsgeschichte-und-eschatologie-salvific-history-and-eschatology/

Auch in dem Buch "When The Trumpet Sounds" - Seiten 115 ff. findet sich o. g. Aussage mit entsprechender Übersetzung in deutsch wieder.

Offline Jose

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Habe ich es somit richtig verstanden,
  • dass generell an eine Entrückung der Gläubigen festgehalten wird.
  • dass mit der Vorentrückung gemeint ist, dass es vor der Trübsalszeit geschieht, d.h. vor den Posaunen- und Schalengerichten.
  • und dass mit der "geheimen Entrückung" gemeint ist, bei der Entrückung der Gläubigen würde Jesus zunächst unsichtbar für die Ungläubigen kommen.
Prinzipiell kann ich, nach meinem derzeitigen Verständnis, mit allen drei Aussagen klarkommen, ist m.E. auch kein Widerspruch.

Was ich allerdings sehr kritisch und als widersprüchlich sehe, ist wenn von der Entrückung vor der Trübsalszeit geredet wird, also am Ende der Siegelgerichte, aber die Möglichkeit offen bleibt, doch noch in der Zeit des Antichristen gerettet werden zu können.

Darum hatte ich übrigens auch diesen Thread eröffnet: Matthäus 25,33

Ich stimme auch Peter zu, wenn er schreibt:
Zitat
Das Thema hat mich bisher nicht sonderlich berührt, da mir die Dringlichkeit dessen, was steht: „Der Herr wird kommen wie ein Dieb in der Nacht“ wichtiger war als Spekulationen über vor mitten drin oder danach.
Das entscheidende ist doch, bereit zu sein, wenn Jesus kommt bzw. uns zu Sich ruft.

Herzliche Grüße,
José

Offline Jose

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Die 70. Jahrwoche Daniels
« Antwort #11 am: 26 Juli 2013, 18:25:36 »
Mit Verweis auf eine Aussage in einem anderen Thread, möchte ich hier die Frage nach der 70. Jahrwoche Daniels stellen, welche verwendet wird, um die 7 jährige Trübsalszeit zu belegen.

In einem alten Thread habe ich vorhin folgendes gelesen:

…ich schätze Dave Hunt als Author sehr, aber die Interpretation, daß die 70. Woche erst später stattfinden soll, ich weiß nicht...
Ich habe dazu mal recherchiert, und diese Aussage entstammt dem "Futurismus", mit dem die RKK die Aussagen der Offenbarung über sie selbst entschärfen wollte. (RKK=Hure Babylon). Deshalb hat ein Jesuit die These der "gesplitteten Jahrwochen" aufgestellt, um diese Aussagen in die Zukunft zu verlagern und damit die RKK aus dem Schußfeld zu nehmen. Das ist belegbar.

Den ganzen Beitrag siehe: Karfreitag und Aberglaube

Herzliche Grüße,
José

pintalunas

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Hallo zusammen,

das Thema Entrueckung hat mich lange Zeit beschaeftigt und wie ich letztlich feststelle, hat es unter Christen einen viel zu hohen Stellenwert.
Es ist lediglich eine Begleiterscheinung bei der Totenauferstehung.

1.Thessalonicher 4:15
Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrigbleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen;

Betrachten wir das Evangelium, so werden wir feststellen, dass unser Apostel Paulus dies nur kurz erwaehnte, dagegen aber die Hoffnung der Auferstehung immer wieder predigte was auch Petrus bezeugt

Apostelgeschichte 24, 15
und ich habe die Hoffnung zu Gott, auf die auch sie selbst warten, daß es eine künftige Auferstehung der Toten geben wird, sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten.

1. Petrus 1, 3
Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten,

Zu einer sauberen Verkuendigung des Evangeliums ist es wichtig den Menschen die Hoffnung einer Auferstehung zu verkuenden.
Vieles habe ich darueber gehoert und gelesen und habe leider viel zu oft gesehen in welche Schwaermerein das Thema Entrueckung innerhalb der Christen fuehrt.
Predigen wir Christus, so ist Er der Erstling der Auferstandenen Brueder und das Zeugnis Gottes an die Menschen.

Liebe Gruesse

Offline Jose

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Wir werden nicht alle Entschlafen
« Antwort #13 am: 28 August 2013, 18:24:50 »
Hallo pintalunas

Zitat von: pintalunas
das Thema Entrueckung hat mich lange Zeit beschaeftigt und wie ich letztlich feststelle, hat es unter Christen einen viel zu hohen Stellenwert.
Es ist lediglich eine Begleiterscheinung bei der Totenauferstehung.

Dass das Thema Entrückung lediglich eine Begleiterscheinung bei der Totenauferstehung sein soll, kann ich nicht so sehen.

Der Apostel Paulus schreibt:
1.Kor 15,51-52
51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, 52 in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune; denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt werden, unvergänglich <sein>, und wir werden verwandelt werden.
Dann haben wir es nicht nur mit der Totenauferstehung, vor der Entrückung, sondern auch mit der Verwandlung derer, die noch leben, damit sie entrückt werden können.

Ich denke, das Thema Entrückung ist sehr wichtig, denn es gilt, bereit zu sein auf die Wiederkunft des Herrn für Seine Gemeinde. Und natürlich ist auch die Gewissheit, dass wir nicht im Tod bleiben werden, eine sehr wichtige Botschaft.

Zitat von: pintalunas
Zu einer sauberen Verkuendigung des Evangeliums ist es wichtig den Menschen die Hoffnung einer Auferstehung zu verkuenden.

Das schließt für mich die Verkündigung des Evangeliums mit ein. Denn wäre Jesus nicht auferstanden, wäre unser Glaube nichtig. Weil wir auch nicht auferstehen würden zum ewigen Leben.

Joh 5,24
24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, <der> hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.

Joh 11,25
25 Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist.

Mit herzlichen Grüßen,
José

Offline Jose

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Die Entrückung… und dann?
« Antwort #14 am: 19 Januar 2014, 21:18:12 »
Zurückliegend hat Roland geschrieben:

Ich bin davon überzeugt, dass die Christen buchstäblich entrückt werden (und ich würde mich freuen, wenn ich das erleben dürfte). Auch bin ich davon überzeugt, dass sich 1. Mose 5,24 buchstäblich erfüllt hat.

So sehe ich es auch, und ergänzend möchte ich betonen, dass ich in der Bibel bislang keine klare Aussage darüber finde, dass nach der Entrückung der Gemeinde noch die Möglichkeit sein wird sich zu bekehren. Vor einiger Zeit bin ich aber mit der Lehre konfrontiert worden und halte es für sehr bedenklich.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass, wenn die Entrückung geschehen ist, sich noch viele bekehren werden, bzw. ihren Bund mit GOTT und JESUS treuer nehmen werden. Wer es jetzt nicht macht, wie soll es dann geschehen, wenn die Gemeinde nicht mehr auf der Erde ist und Furcht und Panik sich verbreiten?

Was mir auf jeden Fall sehr wichtig erscheint, ist dass auf diesem Gebiet nichts Falsches gelehrt wird. Das richtige Verständnis darüber mag zwar nicht heilsnotwendig sein, denn entscheidend ist doch, „heute“ das Heil anzunehmen bzw. „heute“ bereit zu sein auf Sein Kommen.

Die Ermahnung des Apostel Petrus ist immer aktuell.
2.Petr 3,1-12

1 Geliebte, dies ist nun schon der zweite Brief, den ich euch schreibe, um durch Erinnerung eure lautere Gesinnung aufzuwecken, 2 damit ihr an die Worte gedenkt, die von den heiligen Propheten vorausgesagt worden sind, und dessen, was euch der Herr und Retter durch uns, die Apostel, aufgetragen hat. 3 Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass am Ende der Tage Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln 4 und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist!

5 Dabei übersehen sie aber absichtlich, dass es schon vorzeiten Himmel gab und eine Erde aus dem Wasser heraus [entstanden ist] und inmitten der Wasser bestanden hat durch das Wort Gottes; 6 und dass durch diese [Wasser] die damalige Erde infolge einer Wasserflut zugrunde ging. 7 Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen.

8 Dieses eine aber sollt ihr nicht übersehen, Geliebte, dass ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag! 9 Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.

10 Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht; dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen.

Es heißt im Vers 9, dass der Herr die Verheißung Seines Kommens nicht hinauszögert, sondern Er sei langmütig gegen uns, da Er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern jedermann Raum zur Buße habe. Aber diese Worte bedeuten sicherlich nicht, dass Gott wartet, bis sich alle bekehren. Was sie aber genau bedeuten, weiß ich auch noch nicht. Vielleicht ähnlich zu verstehen, wie, dass Gott will, dass alle zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1. Tim. 2,4), wobei aber doch nicht alle Menschen sich bekehren werden.

Der Herr schenke uns Gnade, Sein Wort recht zu verstehen und uns von Herzen zu bekehren.

Gottes Segen,
José