Autor Thema: Die Einheit im Geist  (Gelesen 3738 mal)

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Offline Jose

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Die Einheit im Geist
« am: 10 November 2012, 14:58:19 »
Worin besteht die Einheit im Geist: Hat es etwas mit dem Erkenntnisstand zu tun?

Es fängt auf jeden Fall, so sehe ich es, mit der Wiedergeburt an: Das ist die Voraussetzung. Aber es hat dann entscheidend auch mit dem Erkenntnisstand zu tun bzw. wie wir an Gottes Wort festhalten in den zentralen und fundamentalen Aussagen.

Im Brief an die Epheser schrieb der Apostel Paulus: "Befleißigt euch, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens: Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen worden seid in einer Hoffnung eurer Berufung! Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe" Eph 4,3-5. Wenn schon damals, diese Ermahnung wichtig war, wie viel mehr heute!

Allerdings, bei der Fülle an verschiedenen Lehren in christlichen Kreisen, die wir heutzutage antreffen, da müssen wir nicht nur danach trachten, die Einheit des Geistes zu bewahren, sondern zunächst überhaupt erstmal klären: Sind wir eins im Geist?

Gottes Segen,
José

Offline Jose

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Keine Einheit im Geist mit Irrlehrern
« Antwort #1 am: 10 November 2012, 16:22:44 »
Ist es möglich, Einigkeit im Geist zu haben mit Calvinisten, Pfingstlern und Charismatikern? Ausschließen möchte ich es nicht, z.B. in Abhängigkeit von dem eigenen Erkenntnisstand. Aber meine Erfahrung ist bislang die, dass es eigentlich nicht möglich ist.

Jesus ist für alle gestorben, aber wir müssen uns persönlich für Ihn entscheiden, wenn Sein Ruf unser Herz erreicht. So verstehe ich das Evangelium und die Lehre der Schrift. Von Anhängern der reformierten Lehre wird nun behauptet, wer so denkt und glaubt, verkennt die Souveränität Gottes, hätte sozusagen ein falsches Gottesbild.

Ist hier Einheit im Geist möglich?

Gottes Segen,
José

BOB

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Re: Die Einheit im Geist
« Antwort #2 am: 12 November 2012, 11:08:01 »
Ich habe mit Calvinisten keine Einheit im Geist.
Auch nicht mit Pfingstlern, die eine Geistestaufe dieser Richtung haben.
Mit Charismatikern, Katholiken, Protestanten auch nicht! ???

Perle

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Re: Keine Einheit im Geist mit Irrlehrern
« Antwort #3 am: 14 November 2012, 07:14:11 »
Ist es möglich, Einigkeit im Geist zu haben mit Calvinisten, Pfingstlern und Charismatikern? Ausschließen möchte ich es nicht, z.B. in Abhängigkeit von dem eigenen Erkenntnisstand. Aber meine Erfahrung ist bislang die, dass es eigentlich nicht möglich ist.

Nein?

Zitat
Jesus ist für alle gestorben, aber wir müssen uns persönlich für Ihn entscheiden

Woher willst du wissen, dass diese sich nicht für Jesus entschieden haben?
Nun mal egal, ob eine persönliche Entscheidung, oder durch die Souveränität GOTTES - wichtig ist, dass du ihnen Jesus/Gott nicht einfach absprechen kannst...indem du ihnen den Hl.Geist absprichst.

Jesus ist für alle gestorben, aber wir müssen uns persönlich für Ihn entscheiden, wenn Sein Ruf unser Herz erreicht. So verstehe ich das Evangelium und die Lehre der Schrift. Von Anhängern der reformierten Lehre wird nun behauptet, wer so denkt und glaubt, verkennt die Souveränität Gottes, hätte sozusagen ein falsches Gottesbild.

Könnte es sein, dass du hier etwas missverstanden hast?

Zitat
Ist hier Einheit im Geist möglich?

Gottes Segen,
Nennst du dich gut? (Subordination!)


Matth.5,22 (Menge)
Ich dagegen sage euch: Wer seinem Bruder auch nur zürnt, der soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder ›Dummkopf‹ sagt, soll dem Hohen Rat verfallen sein; und wer ›du Narr‹ (= Gottloser) zu ihm sagt, soll der Feuerhölle (= Gehenna) verfallen sein.

(Hervorhebung von mir)

Diese Aussage Jesu ermahnt mich doch stark an "die Lästerung des Hl.Geistes" - hier wird der HL.Geist jemandem ganz abgesprochen!

Vor solchen Pauschalurteilen sollte man sich also hüten und nur die einzelne Person betrachten.

Im Brief an die Epheser schrieb der Apostel Paulus: "Befleißigt euch, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens: Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen worden seid in einer Hoffnung eurer Berufung! Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe" Eph 4,3-5. Wenn schon damals, diese Ermahnung wichtig war, wie viel mehr heute!
Dann lasst uns diese Ermahnung auch zu Herzen nehmen.

Übrigens, den Bruder und seine Wiedergeburt erkennt man an seinen Früchten: Barmherzigkeit, Langmut, Liebe ect..."am Band des Friedens"
und nicht am ständigen Gezeter und Erkenntnis über Irrlehren (die ich natürlich nicht bestreite)

Der barmherzige Samariter war auch kein Jude und die Samarier wurden geschmäht...also, an den Früchten/Werken erkennt man den Bruder und nicht an der Bibel!



Offline Jose

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Re: Keine Einheit im Geist mit Irrlehrern
« Antwort #4 am: 14 November 2012, 10:28:08 »
Zitat von: Perle
Nein?
Nein! Wenn jemand konkret an Irrlehren festhält können wir keine Einheit im Geist bilden. Du kannst aber gerne dich dazu äußern, worin für die dich die „Einheit im Geist“ besteht. Würde mich interessieren.

 
Zitat von: Perle
Woher willst du wissen, dass diese sich nicht für Jesus entschieden haben?
Es geht nicht darum, darüber zu urteilen, ob jemand sich für Jesus entschieden hat oder nicht. Aber es geht sehr wohl darum, ob jemand z.B. noch an der Kindertaufe festhält, zur Ökumene steht, die Geistesgaben ablehnt und alle den Glauben abspricht, die in Zungen sprechen, usw. Wenn dabei auch noch eine Gesinnung offenbar wird, die sich „nichts sagen lässt“, dann liegt hier keine Einheit im Geist vor. 

Es liegt mir übrigens auch fern, allen Anhängern des Calvinismus die Wiedergeburt abzusprechen. Das weiß Gott, aber Gott weiß auch, wie wir mit der empfangenen Gnade umgehen und ich kann und ob wir an Seinem Wort festhalten und von Herzen danach trachten, zur Einheit des Geistes, die auf den gemeinsamen Glauben basieren muss, zu gelangen.

Zitat von: Perle
Zitat von: Jose
Jesus ist für alle gestorben, aber wir müssen uns persönlich für Ihn entscheiden, wenn Sein Ruf unser Herz erreicht. So verstehe ich das Evangelium und die Lehre der Schrift. Von Anhängern der reformierten Lehre wird nun behauptet, wer so denkt und glaubt, verkennt die Souveränität Gottes, hätte sozusagen ein falsches Gottesbild.

Könnte es sein, dass du hier etwas missverstanden hast?
Was soll ich missverstanden haben? Das war hier ein Beispiel, warum ich mit Anhängern des Calvinismus oder Fürsprecher der Erwählungslehre keine Einheit im Geist haben kann.

Zitat von: Perle
Nennst du dich gut? (Subordination!)
Natürlich nicht, niemand von uns ist gut. Selbst Jesus hat es abgelehnt, sich „gut“ nennen zu lassen. Aber vielleicht verstehe ich deine Frage nicht richtig.


Zitat von: Perle
Matth.5,22 (Menge)
Ich dagegen sage euch: Wer seinem Bruder auch nur zürnt, der soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder ›Dummkopf‹ sagt, soll dem Hohen Rat verfallen sein; und wer ›du Narr‹ (= Gottloser) zu ihm sagt, soll der Feuerhölle (= Gehenna) verfallen sein.
(Hervorhebung von mir)

Diese Aussage Jesu ermahnt mich doch stark an "die Lästerung des Hl.Geistes" - hier wird der HL.Geist jemandem ganz abgesprochen!
Warum siehst du hier eine Beziehung zur Lästerung des Heiligen Geistes? Denke daran, dass die Lästerung des Heiligen Geistes nicht vergeben werden kann, während alle anderen Sünden, an Menschen und an Geschwistern, vergeben werden können, wenn man Buße tut.

Zitat von: Perle
Zitat von: Jose
Im Brief an die Epheser schrieb der Apostel Paulus: "Befleißigt euch, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens: Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen worden seid in einer Hoffnung eurer Berufung! Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe" Eph 4,3-5. Wenn schon damals, diese Ermahnung wichtig war, wie viel mehr heute!
Dann lasst uns diese Ermahnung auch zu Herzen nehmen.
Tun wir das nicht? Aber es fehlt noch viel, leider. Es ist mir persönlich ein Anliegen, möchte ich doch sagen.

Zitat von: Perle
Übrigens, den Bruder und seine Wiedergeburt erkennt man an seinen Früchten: Barmherzigkeit, Langmut, Liebe ect..."am Band des Friedens"
und nicht am ständigen Gezeter und Erkenntnis über Irrlehren (die ich natürlich nicht bestreite)
Bist du sicher dass man es daran erkennt, ohne konkret die Einheit auf der biblischen Lehre als Grundlage zu sehen?

Vor einigen Tagen wurde ich von einem Inder, Anhänger des Hinduismus, gefragt, ob für mich der Papst eine besondere geistliche Vollmacht hätte, weil er z.B. die Mutter Theresa selig gesprochen hat. Zu Mutter Theresa: Möglicherweise konnte sie die von dir erwähnten Früchten nachweisen, aber das rettete sie nicht, wenn sie nicht wirklich bekehrt war, so wie es die Bibel lehrt.


Zitat von: Perle
Der barmherzige Samariter war auch kein Jude und die Samarier wurden geschmäht...also, an den Früchten/Werken erkennt man den Bruder und nicht an der Bibel!
War der Samariter ein Bruder, wollte Jesus das damit sagen oder die Heuchelei der Schriftgelehrten und Pharisäer aufdecken? Der barmherzige Samariter scheint mir einer zu sein, der „nicht fern war vom Reich Gottes“.


Gottes Segen,
José

Offline Jose

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Re: Keine Einheit im Geist mit Irrlehrern
« Antwort #5 am: 14 November 2012, 13:00:58 »
Nachtrag:

Der barmherzige Samariter war auch kein Jude und die Samarier wurden geschmäht...also, an den Früchten/Werken erkennt man den Bruder und nicht an der Bibel!

Liebe Doris,
ich ging davon aus, du wolltest hier schreiben "... und nicht nur an der Bibel!" Natülich muss unser Wandel mit der Lehre übereinstimmen, aber das Wort Gottes darf nicht falsch gelehrt werden, besonders in Heilsfragen.

Gottes Segen,
José

Offline Roland

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Re: Die Einheit im Geist
« Antwort #6 am: 14 November 2012, 20:30:47 »
Hallo Bob,

Zitat
Ich habe mit Calvinisten keine Einheit im Geist.
Auch nicht mit Pfingstlern, die eine Geistestaufe dieser Richtung haben.
Mit Charismatikern, Katholiken, Protestanten auch nicht!
Wird ganz schön hart für Dich im Himmel, wenn Du mit (wiedergeborenen) Pfingstlern, Calvinisten, Charismatikern, Katholiken und Protestanten konfrontiert wirst.

Natürlich ist der Calvinismus eine Irrlehre. Aber wenn ein Calvinist wiedergeboren ist, ist er meine Schwester bzw. mein Bruder. Und dann habe ich auch die Einheit im GEIST mit dem Bruder/der Schwester.

Der HERR JESUS greift diese Haltung in der Schrift auf (Lukas 18,9-14):

Er (richtete sich) aber auch an einige, die das Vertrauen auf sich selbst gesetzt hatten, dass sie gerecht seien, und die übrigen verachteten, und sagte dieses Gleichnis:"Zwei Menschen gingen hinauf in die Tempelstätte zu beten, der eine ein Pharisäer und der andere ein Zolleinnehmer.Der Pharisäer stellte sich hin und betete bei sich selbst dieses: 'Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie die übrigen Menschen: Räuber, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Zolleinnehmer.Ich faste zweimal in der Woche. Ich verzehnte alles, soviel ich bekomme.'Und der Zolleinnehmer stand von ferne und wollte nicht einmal die Augen zum Himmel aufheben, sondern schlug an seine Brust und sagte: 'Gott, werde mir, dem Sünder, versühnt!'Ich sage euch: Es ging dieser gerechtfertigt in sein Haus hinab, im Gegensatz zu jenem; denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, aber wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden."

Shalom
Roland

Besser ein Patient CHRISTI als ein Doktor der Theologie!

Offline Roland

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Re: Die Einheit im Geist
« Antwort #7 am: 14 November 2012, 20:42:15 »
Hallo José,

Zitat
Nein! Wenn jemand konkret an Irrlehren festhält können wir keine Einheit im Geist bilden.
Du hälst konkret an der Irrlehre des Subordinatianismus fest, d. h. dass wir mit Dir - nach Deinen Worten -keine Einheit im GEIST bilden können.

Zitat
Es geht nicht darum, darüber zu urteilen, ob jemand sich für Jesus entschieden hat
Doch, genau darum geht es. Perle hat recht. Christen können nur mit anderen Kinder GOTTES die Einheit im GEIST pflegen, auch wenn vielleicht der eine oder andere durch Irrlehren verblendet ist.

Zitat
Es liegt mir übrigens auch fern, allen Anhängern des Calvinismus die Wiedergeburt abzusprechen.
Das beruhigt mich jetzt......

Zitat
Selbst Jesus hat es abgelehnt, sich „gut“ nennen zu lassen.
Korrekt wäre: Der Mensch JESUS hat es abgelehnt, sich "gut" nennen zu lassen.

Zitat
War der Samariter ein Bruder, wollte Jesus das damit sagen oder die Heuchelei der Schriftgelehrten und Pharisäer aufdecken?
Beides, denn auch die Samariter gehörten zumn (atl.) Volk GOTTES.

Shalom
Roland
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Offline Jose

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Re: Die Einheit im Geist
« Antwort #8 am: 14 November 2012, 21:17:20 »
Zitat von: Roland
Du hälst konkret an der Irrlehre des Subordinatianismus fest, d. h. dass wir mit Dir - nach Deinen Worten -keine Einheit im GEIST bilden können.
Das überlasse ich dir Roland, wie du insgesamt mein Zeugnis einschätzt und wie du selber deinen Erkenntnisstand beurteilst.

Wären wir in der gleichen Ortsgemeinde, dann müssten wir darüber reden und uns prüfen, wie wir zueinander stehen, besonders im Hinblick auf die Teilnahme am Mahl. So aber, tauschen wir uns aus und lernen voneinander.

Zitat von: Roland
Doch, genau darum geht es. Perle hat recht. Christen können nur mit anderen Kinder GOTTES die Einheit im GEIST pflegen, auch wenn vielleicht der eine oder andere durch Irrlehren verblendet ist.
Natürlich ist die Wiedergeburt die Voraussetzung, das hatte ich bereits am Anfang gesagt, aber wenn die Irrtümer so gravierend sind, dann geht es nicht. Ich denke aber, du weißt es auch, oder du hast mich und mein Anliegen bislang noch nicht verstanden.

Zitat von: Roland
Das beruhigt mich jetzt......
Wieso jetzt? Das habe ich schon immer so gesagt. Es geht nicht darum, jemand die Wiedergeburt abzusprechen. Das können wir nicht.

Zitat von: Roland
]Korrekt wäre: Der Mensch JESUS hat es abgelehnt, sich "gut" nennen zu lassen.
Warum Korrekt? Jesus hat es gesagt, das genügt doch, oder? Aber darüber brauchen wir doch nicht zu streiten.

Zitat von: Roland
Beides, denn auch die Samariter gehörten zumn (atl.) Volk GOTTES.
War der Samariter ein Gotteskind, um es auf die Sprache des Neuen Testamensts zu übertragen. Hat Jesus das mit dem Gleichnis sagen wollen?


Und zu der Antwort an BOB, über die ich mich sehr wunderte:
Wird ganz schön hart für Dich im Himmel, wenn Du mit (wiedergeborenen) Pfingstlern, Calvinisten, Charismatikern, Katholiken und Protestanten konfrontiert wirst.
Im Himmel wird es keine Konfessionsunterschiede geben, Lob und Dank, werden alle Streitigkeiten aufgehört haben. Es wird aber auch enttäuschend sein, viele dort nicht anzutreffen, von denen wir vielleicht dachten, dass sie dabei sein werden.


Ich bin nicht umsonst aus meine frühere Gemeinde ausgetreten, ich bin nicht ohne Grund gegen die Zugehörigkeit zu Gemeinden, die zur Ökumene gehören. Damit will ich nicht gesagt werden, dass alle verloren sind oder keine Gotteskinder sind.

Die Einheit im Geist ist mehr, sonst hätte Jesus nicht ausdrücklich dafür gebetet. Siehe auch das Thema: Auf dass sie alle eins seien.

Gottes Segen dir und allen.
José

Offline Roland

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Re: Die Einheit im Geist
« Antwort #9 am: 14 November 2012, 22:48:33 »
Hallo José,

Zitat
Warum Korrekt? Jesus hat es gesagt, das genügt doch, oder?
Wenn es um das Wort GOTTES geht, sollten wir es schon genau nehmen. Der Mensch JESUS hat es gesagt, richtig?

Zitat
War der Samariter ein Gotteskind, um es auf die Sprache des Neuen Testamensts zu übertragen.
Wie gesagt, die Samariter gehörten zum atl. Volk GOTTES. Sie waren also Gotteskinder.

Zitat
Im Himmel wird es keine Konfessionsunterschiede geben, Lob und Dank, werden alle Streitigkeiten aufgehört haben.
Im Himmel wird es keine Konfessionsunterschiede geben, richtig. Aber es werden Gläubige aus allen möglichen irdischen Denominationen im Himmel sein - und das wird hart für Bob, wenn er auf Pfingstler, Calvinisten usw. trifft.

Zitat
Damit will ich nicht gesagt werden, dass alle verloren sind oder keine Gotteskinder sind.
Jetzt bin ich schon wieder beruhigt.....

Shalom
Roland

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Offline Jose

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Re: Die Einheit im Geist
« Antwort #10 am: 15 November 2012, 09:48:22 »
Zitat von: Roland
Zitat
War der Samariter ein Gotteskind, um es auf die Sprache des Neuen Testamensts zu übertragen.
Wie gesagt, die Samariter gehörten zum atl. Volk GOTTES. Sie waren also Gotteskinder.
Danke für deine Meinung hierzu, Roland. Gestatte mir aber bitte zu bemerken, dass m.E. die Samariter nicht zum Volk Gottes gehörten, sondern eigentlich ein „umgesiedeltes“, heidnisches Volk waren. Oder täusche ich mich?

Zitat von: Roland
Im Himmel wird es keine Konfessionsunterschiede geben, richtig. Aber es werden Gläubige aus allen möglichen irdischen Denominationen im Himmel sein - und das wird hart für Bob, wenn er auf Pfingstler, Calvinisten usw. trifft.
Ich bin überzeugt, dass es nicht hart sein wird für „BOB“, weil dort kein Leid mehr sein wird.

Wenn wir aber doch davon reden wollen, was hart sein wird, dann meine ich, dass es hart sein wird für uns alle, wenn wir unsere Versäumnisse hier auf Erden werden erkennen müssen. Und wer von uns kann behaupten, in allem richtig gehandelt zu haben?

In den Foren, aber auch zwischen vielen Gemeinden, wird vielfach über Erkenntnisse gestritten. Das ist leider nicht zu vermeiden. Gottes Wort lehrt uns aber: "Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens" Hebr 4,12. Möge es, durch den Heiligen Geist, gelingen, das wir bei aller Erkenntnis, nicht versäumen, die rechte Gesinnung des Herzens zu haben. Auch dazu ist uns das Wort Gottes gegeben.


Zitat von: Roland
Zitat
Damit will ich nicht gesagt werden, dass alle verloren sind oder keine Gotteskinder sind.
Jetzt bin ich schon wieder beruhigt.....
Schön, dann lass uns bitte weiter um die „Einheit im Geist“ ringen.

Gottes Segen,
José

Offline Roland

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Samaritaner
« Antwort #11 am: 15 November 2012, 21:33:28 »
Hallo José,

Zitat
Gestatte mir aber bitte zu bemerken, dass m.E. die Samariter nicht zum Volk Gottes gehörten, sondern eigentlich ein „umgesiedeltes“, heidnisches Volk waren. Oder täusche ich mich?
"Im größten Raum des westpalästin. Mittelgebietes, Samarien, wohnte der bedeutendste der israelit. Stämme, Joseph, der in die beiden Unterteile Manasse und Ephraim zerfiel. Bei der politischen Trennung zwischen Nord und Süd, die auf eine innere Gespaltenheit in dem davidischen Königtum zurückging, wurde Samarien das Kernland des Nordreiches. Um das neue israelit. Königtum auf eigene Füße zu stellen, hat schon Jerobeam I. die alten Heiligtümer von Bethel und Dan zu königlichen Kultstätten erhoben......"
[Quelle:Biblisch-historisches Handwörterbuch: Samaritaner, S. 5968]

Zitat
Ich bin überzeugt, dass es nicht hart sein wird für „BOB“, weil dort kein Leid mehr sein wird.
Mir ging es auch nicht um das Thema "Leid".

Shalom
Roland
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Offline Jose

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Entstehung des Volkes der Samaritaner
« Antwort #12 am: 01 Februar 2013, 23:04:13 »
Vorhin habe ich das Thema neu gesehen:

"Im größten Raum des westpalästin. Mittelgebietes, Samarien, wohnte der bedeutendste der israelit. Stämme, Joseph, der in die beiden Unterteile Manasse und Ephraim zerfiel. Bei der politischen Trennung zwischen Nord und Süd, die auf eine innere Gespaltenheit in dem davidischen Königtum zurückging, wurde Samarien das Kernland des Nordreiches. Um das neue israelit. Königtum auf eigene Füße zu stellen, hat schon Jerobeam I. die alten Heiligtümer von Bethel und Dan zu königlichen Kultstätten erhoben......"
[Quelle:Biblisch-historisches Handwörterbuch: Samaritaner, S. 5968]

Bislang dachte ich, dass das Volk der Samaritaner so entstanden ist: "Und der König von Assur brachte Leute aus Babel und aus Kuta und aus Awa und aus Hamat und aus Sefarwajim und ließ sie anstelle der Söhne Israel in den Städten Samarias wohnen. Und sie nahmen Samaria in Besitz und wohnten in seinen Städten" 2. Kön 17,24.

Ich denke, das geht auch deutlich hervor aus den weiteren Versen: "Und es geschah, als sie anfingen, dort zu wohnen, fürchteten sie den HERRN nicht. Da sandte der HERR Löwen unter sie, die unter ihnen mordeten. Und man sagte zum König von Assur: Die Nationen, die du weggeführt und in den Städten Samarias hast wohnen lassen, kennen nicht die Verehrung, die dem Gott des Landes gebührt. So hat er Löwen unter sie gesandt, und siehe, die töten sie, weil sie die Verehrung des Gottes des Landes nicht kennen" 2.Kön 17,25-26.

Und dann lesen wir: "Da kam einer der Priester, die man aus Samaria gefangen weggeführt hatte, und wohnte in Bethel und lehrte sie, wie sie den HERRN fürchten sollten. Doch machten sie sich - Nation für Nation - ihre eigenen Götter und stellten sie in die Höhenhäuser, die die Samaritaner - Nation für Nation - in ihren Städten gemacht hatten, in denen sie wohnten" 2.Kön 17,28.29.

Entweder verstehe ich etwas ganz falsch, oder aber, das Volk der Samaritaner hat ursprünglich nicht zum Volk Volks Gottes gehört.

Gottes Segen,
José